Ausflug

Conni (44) – Conni und das Klassencamp

Titel: Conni (44) – Conni und das Klassencamp / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Marion Elskis, Ingo Abel, Lea Sprick, Julia Fölster ua

conni44Inhalt: Conni fährt mit der Klasse ein paar Tage in ein Klassencamp. Die Kinder wohnen in Kleingruppen in Hütten an einem See und müssen sich selbst verpflegen. Was für ein Abenteuer. Leider ist die Lieblingslehrerin nicht dabei. Jetzt müssen sich alle mit einer neuen Lehrerin herumschlagen. Die benimmt sich ganz schön seltsam, findet nicht nur Conni.


Für Conni und ihre Freunde steht ein neues Abenteuer an. Mit der Klasse geht es in ein Camp am See. Und wie es sich für solch einen Ausflug gehört, stehen dabei ein paar tolle Unternehmungen genauso auf dem Plan wie Streiche, die vor allem die Jungs den Mädels spielen. Für Aufregung und Spass ist also bestens gesorgt. Beim Hören bekommt man direkt Lust, ebenfalls einen solchen Ausflug zu unternehmen. So wird es vor allem den jungen Hörern gehen. Wenn man -wie ich- aus Connis Alter bereits heraus ist, dann erinnert man sich so leicht an solche Klassentouren zurück. Das ist ebenfalls sehr schön!
Doch es gibt auch ein Problem, denn statt der Klassenlehrerin begleitet eine andere Lehrerin die Schüler. Und die ist geradezu versessen auf Regeln. Da kommt schnell die Frage auf, wieso sie so streng ist. Ich muss gestehen, dass ich durchaus eine etwas spektakulärere Antwort auf diese Frage erwartet hatte als man sie am Ende dann bekommt. Aber immerhin war es bis dahin ganz spannend. Es hätte ja wirklich mehr dahinter stecken können!
Gefallen hat mir außerdem, dass hier einmal mehr so ganz nebenbei eine kleine Botschaft vermittelt wird, die den hörenden Kids sicher nicht schadet. Nämlich, dass es auch ganz spaßig sein kann, mal etwas mit anderen Mitschülern zu unternehmen statt immer mit den besten Freundinnen. Es war schön und eine Abwechslung, mal ein anderes Gespann um Conni herum zu erleben.

Als Lehrerin ist Marion Elskis zu hören, die diese Figur zwar schon recht streng und energisch klingen lässt, aber niemals wirklich unsympathisch. Ich kann mir gut vorstellen, dass das schwierig ist. Daher hat es mich beeindruckt. Ansonsten sind natürlich hauptsächlich die jungen Sprecher am Werk, die ihren Job wie gewohnt sehr gut machen. Auch wenn der eine oder andere schon mal zu wohlerzogen klingt. Aber besser so als rotzfrech und ein schlechtes Vorbild für die junge Hörerschaft,

Irgendwie ist bei “Conni” wohl gerade der Wurm drin, was den Klang angeht. Jedenfalls klingen vor allem die erwachsenen Sprecher hier einmal mehr sehr dumpf und wie weit entfernt. Ich wüsste wirklich gerne, woran das liegt und ob das nur bei mir der Fall ist. In Sachen Musik sind wie üblich fröhliche Stücke zu hören und die Geräusckulisse bietet alles auf, was ein ordentliches Kinderhörspiel mitbringen sollte. Da gibt es nichts zu meckern.

Das Covermotiv zeigt Conni, einige ihrer Freunde und die neue Lehrerin beim abschließenden Besuch im Kletterpark. Das ist ein Motiv, das auf eine abenteuerliche Geschichte hoffen lässt. Da ich unbedingt auch mal in solch einen Park möchte, gefällt es mir richtig gut.

Fazit:  Eine fröhliche, typische Campgeschichte mit lustigen Unternehmungen und allerlei Streichen, die Lust darauf macht, ebenfalls solch einen Ausflug zu unternehmen. Und wie immer kann man sich auch aus dieser Geschichte etwas für das Miteinander mitnehmen.

Amanda Babbel und die platzende Paula (Kjartan Poskitt / Annette Frier)

Titel: Amanda Babbel und die platzende Paula / Verlag: Sauerländer Audio / Spielzeit: ca. 77 min, 1 CD / Buch: Kjartan Poskitt / gelesen von: Annette Frier

amandababbelInhalt: Amanda Babbel freut sich sehr auf den großen Schulausflug. Doch gibt es ein gewaltiges Problem: Ihre immer hungrige Freundin und Klassenkameradin Paula hat deutlich zu große Portionen Pizza mit Thunfischpaste verdrückt und fällt wegen Übelkeit aus. Nun droht die ganze Reise zu platzen. Kurzerhand bastelt die pfiffige Amanda aus einem Luftballon und Kleidungsstücken ein Double der rundlichen Freundin. Doch wie lange kann das Täuschungsmanöwer überzeugen?


Von Amanda Babbel habe ich mit diesem Hörbuch zum ersten Mal gehört. Der Titel klang so witzig, dass ich die CD neugierig in den Player geschoben habe. Bei den ersten ein oder zwei Minuten habe ich dann erstmal ganz schön skeptisch dreingeschaut. Muss die Heldin einer Geschichte, die dem Cover nach für Hörer ab 7 Jahren empfohlen wird, anfangs tatsächlich davor warnen, dass in der Geschichte jemand der Kopf abgehackt wird um gleich darauf zu versichern, dass das gar nicht so schrecklich ist wie es klingt? Also ich persönlich hätte auch ohne diese Warnung keinen Splatter auf dem Silberling erwartet.
Aber eines hat diese “Warnung” -so kurz sie ist- sofort geschafft: ich fand Amanda einfach klasse! Ihre flapsige Erzählweise und ein toller Sinn für Humor haben sie mir sofort sympathisch gemacht. Außerdem ist sie alles andere auf den Kopf gefallen wie sie in der Geschichte schließlich beweist. Amandas Klasse darf zur Belohnung, weil im Schuljahr keiner krank war einen Ausflug unternehmen. Aber nur, wenn bis dahin auch alle weiterhin gesund bleiben. Und dann fällt ausgerechnet Freundin Paula wegen Übelkeit aus! Da hilft nur eins: eine Doppelgängerin muss her, aus Luftballon, Bettdecke und mit Zeitungspapier ausgestopften Klamotten. Ich habe mich schon bei der Planung die ganze Zeit gefragt, wie das jemals klappen soll. Entsprechend gespannt habe ich die muntere Truppe um Amanda am ersten Schultag mit der “neuen” Paula begleitet. Es ist verblüffend und witzig wie es ihnen gelingt, den zu meistern. Das reine Chaos, aber Amanda und Co. verlieren nie die Nerven! Bewundernswert! Jedes Mal, wenn ich dachte, dass es jetzt auffliegen würde, hatte eine von ihnen die nächste pfiffige Idee auf Lager. Da macht es einfach Spass zuzuhören und ich hoffe sehr, dass dies nicht das letzte Abenteuer von Amanda Babbel ist. So stelle ich mir eine Freundin für junge Hörerinnen vor: clever, witzig, mutig  und so gar nicht typisch Mädchen!

Ich bin kein Fan von Annette Frier, deshalb war das vor dem Hören so der einzige Haken, den ich mir ernsthaft vorstellen konnte. Jetzt nach dem Hören muss ich allerdings zugeben, dass sie “Amanda Babbel” wirklich richtig klasse liest. So richtig schön schnodderig und mit einem listigen und pfiffigen Unterton, der Amandas Charakter sofort deutlich macht. Und es war genau dieser flapsige Ton wegem dem ich die Lütte sofort mochte. Klasse!

Hin und wieder sind kurze Musikstücke zu hören. Sie kommenden flott und lebendig daher. Das steht der Geschichte sehr gut, denn in der geht es ja auch ganz ordentlich rund.

Vom Cover winkt einem eine niedliche und freche Amana Babbel entgegen. Mit dem Gekritzel im hintergrund und den Blumen, Sternen und Punkten ein sehr fröhliches und buntes Motiv. Auf der Rückseite vom Booklet lernt man Amanda und ihre Bande kennen. Wie Amanda vorne sind auch diese Figuren comicmäßig dargestellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kindern das so gefällt.

Fazit:  Es geht nicht anders: Amanda muss man einfach sofort liebhaben mit ihrer frechen und gewitzten Art und den verrückten Ideen. Diese um die “platzende Paula” ist witzig und rasant, sodass Langeweile keine Chance hat. Mal eine etwas andere Freundin für junge Mädchen, die sich aber ganz sicher nicht hinter den gängigen Vertreterinnen dieser Spezies verstecken muss. Gerne mehr davon!

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