Australien

So fühlt sich Freiheit an – Eine Reise durch Australien (Jens “Ohrenblicker” Wenzel)

Titel: So fühlt sich Freiheit an – Eine Reise durch Australien / Verlag: Jens Wenzel / Spielzeit: ca. 148 min / Buch: Jens Wenzel / gelesen von: Jens Wenzel

Inhalt: Im September 2002 sagte Jens Ohrenblicker Deutschland für ein Jahr Lebewohl und brach mit seiner Freundin zu einer ganz besonderen Reise auf: Ein Jahr lang wollten sie Australien erkunden und sich durch Gelegenheitsjobs die Reisekasse aufbessern.
In einem Rückblick auf die aufregendste Zeit seines Lebens erzählt er Geschichten, die mal ironisch-frech, mal skurril, mal nachdenklich und mit einem Schuss Melancholie diese Reise wieder lebendig werden lassen. Sie handeln von den Schwierigkeiten des Gebrauchtwagenkaufs, von ungewöhnlichen Begegnungen, vom härtesten Job seines Lebens, von manchmal sehr menschlichen Tieren, von Outbackstaub unter den Füßen, Eukalyptusduft in der Nase und von lauen Nächten unter einem gigantischen Sternenhimmel.


Dieses Hörbuch hat lange auf seinen Auftritt in meinem Player gewartet, wofür ich mich zunächst entschuldigen möchte. Nachdem ich letztens aber auf youtube eine geniale Playlist geschaut habe, in der es ebenfalls um zwei Backpacker in Australien ging, habe ich mir das Hörbuch endlich vorgeknöpft.
Leider muss ich sagen, dass es bei mir nur einen durchwachsenen Eindruck hinterlassen hat. Zunächst mal fand ich es viel zu kurz. Auf zwei CDs in 148 Minuten ein Jahr Australien Revue passieren zu lassen, das geht meines Erachtens einfach nicht. Da fällt zu vieles weg.
In diesem Falle hier -für meinen Geschmack- viel zu viel Schönes. Ja, natürlich haben es Backpacker nicht leicht. Natürlich müssen beispielsweise mal Jobs angenommen werden, die nicht so dolle sind. Und dass man während solch einer Zeit generell mal arbeiten muss um weiterzukommen, das alles ist absolut logisch. Und gehört somit auch in solch eine Erzählung. Mir fielen diese Passagen aber einfach zu ausführlich aus, wobei das Gefühl von Freiheit, das ja den Titel der Erzählung stellt, einfach auf der Strecke bleibt. Das fand ich schade.
Wohingegen die schönen Aspekte dieser Reise in meinen Ohren viel zu kurz kamen. Es gibt durchaus Passagen, die mir vor Sehnsucht und Fernweh die Tränen in die Augen getrieben haben, aber sie sind selten und nicht sonderlich lang. Außerdem wird zwar dann und wann erwähnt, wie die Strecke der beiden Backpacker verlaufen wird und was sie unterwegs noch sehen und machen möchten, dabei bleibt es dann aber auch meistens. Beim Hören tauchen Bilder vor dem inneren Auge auf, man freut sich darauf, mehr zu erfahren und wird dann alleine mit diesen Andeutungen zurückgelassen.  Ein Beispiel: es wird im Nebensatz erwähnt, dass sie den berühmten Uluru umrundet haben, aber mehr erfährt man darüber nicht. Im Vergleich zu den oben erwähnten eher ernsthaften Themen um den Trip, fehlte es mir immens an Berichten schöner Entdeckungen und Unternehmungen. Solche, die das Freiheitsgefühl aus dem Titel tatsächlich transportieren. Und ich bin mir sicher, dass es sie gegeben hat. Das kann in Australien gar nicht anders sein.

Jens Wenzel liest seine Geschichte selbst, was in diesem Falle eine gute Entscheidung war. Immerhin hat er all das selbst erlebt. Er erinnert sich noch, wie er sich in den verschiedenen Situationen gefühlt hat und bringt diese Gefühle absolut glaubhaft an den Hörer. Man nimmt ihm jedes Schimpfen ab, genauso wie jedes Schwärmen, jede Trauer und alle Nachdenklichkeit.

Auch Musik und Geräusche gibt es in diesem Hörbuch. Selbstverständlich ist bei der Musik häufig das Didgeridoo zu hören. Ein typischeres Instrument, bei dem jeder sofort an Australien denkt, gibt es wohl nicht. Zahlreiche Geräusche aus Tonaufnahmen, die Jens Wenzel in Australien aufgenommen hat, veranschaulichen viele Passagen. Vor allem die Aufnahmen der Vogelstimmen sind einfach grandios.

Das Covermotiv ist wunderschön mit dem goldigen Känguru in dieser großartigen Landschaft. Man weiß sofort, wohin mit diesem Hörbuch die Reise geht. Im Booklet gibt es zahlreiche Bilder, allerdings spiegelt sich auch hier wider, was mich an der Erzählung gestört hat. Eine ganze Doppelseite ist der Arbeit auf den Farmen gewidmet, sieben Bilder der Tierwelt und der Landschaft. Und nicht ein einziges von ganz typischen Landschaften und / oder Städten. Abgesehen von einer staubigen Straße und roten Felsen.

Fazit: Für meinen Geschmack, hört man die Freiheit aus dem Titel hier viel zu selten heraus. Die längsten Passagen sind der Arbeit auf den Farmen gewidmet, dagege kommen die Berichte von schönen Erlebnissen viel zu kurz. Sie werden oft nur angedeutet oder kurz erwähnt, was ich sehr schade fand. Natürlich sind 148 Minuten zu wenig Zeit um von einer Auszralienreise über ein Jahr zu berichten, aber man hätte es zumindest ausgewogener halten sollen.

Australien? Australien! – Ein Roadmovie (Tino Schrödl)

australienFür den fünfzehnjährigen Meo verlief das Leben bisher recht gemächlich. Damit ist nun Schluss, denn seine Eltern wollen mit ihm eine Rundreise quer durch Australien unternehmen. Die Reise soll Meo für das Land begeistern, in das seine Eltern bald mit ihm ziehen wollen. Zum Glück hat er seine pummelige Freundin Odette dabei, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Dabei bringt sie ihn jedoch mehr als einmal in die Bredouille. Ausgerechnet im Kakadu-Nationalpark verirren sich die beiden auch noch und müssen sich fortan allein durchschlagen – vom äußersten Norden Australiens bis in den Süden nach Melbourne. Der Trip wird zum Abenteuer ihres Lebens.

Dieses Buch habe ich aus verschiedenen Gründen gelesen. Erstens fand ich Titel und Cover witzig. Zweitens finde ich Australien toll und möchte un-be-dingt mal dorthin. Drittens mag ich solche Roadmovies per se gerne. Und viertens ist mein erklärtes Ziel derzeit: weg hier! Und sei es nur mit einem Buch.
Genau damit hängt es zusammen, dass ich mich anfangs mit Meo und seiner Einstellung sehr schwer getan habe. Es ist für mich stumpf nicht nachvollziehbar, dass jemand, dem die Chance geboten wird, für eine Zeit nach Australien zu gehen, dankend und sogar ziemlich panisch abwinkt.
Weiterhin habe ich über den Teenie Meo allgemein den Kopf geschüttelt. Ein Fünfzehnjähriger, der am liebsten zuhause rumsitzt, der ständig Panik vor Krankheiten hat, der Veränderungen generell nicht mag. Das einzig teeniemäßige an ihm war, dass er gegen die Pläne seiner Eltern bockt. Ich musste sogar seinem Vater recht geben als der ihn als “Pfeife” bezeichnet. Es stimmt ganz einfach.
Natürlich geht es dann doch auf die große Reise. Zum Glück, wie ich fand. Ich fand echt, dass Meo mal einen solches “Donnerwetter” braucht. Dass er nicht seinen spießigen Kopf durchsetzt und dass er mal merkt, dass es noch etwas anderes auf der Welt gibt als sein sicheres Zimmer. Anfangs sträubt er sich natürlich weiter. Und so normal ich das für einen Teenie finde, das heißt nicht, dass ich das okay finde. Ich hätte den Bengel schütteln mögen!
Deshalb war bei mir auch eine gute Portion Boshaftigkeit dabei als Meo und Odette plötzlich auf sich gestellt sind. So nach dem Motto: nun sieh mal zu, wie du klar kommst, Junge!
Natürlich sind Meo und seine Freundin Odette zunächst restlos überfordert mit der Situation, aber der Wille treibt sie doch voran. Dabei geraten sie in manch seltsame und auch gefährliche Situation, was für Spannung sorgt. Gleichzeitig erfährt man einiges über Land und Leute, was ich ausgesprochen interessan fand. Und ich war -gefährlich hin oder her- neidisch, so neidisch! I Was würde ich für Meos Chance geben! So habe ich Meos und Odettes Erlebnisse nur so aufgesogen und ich bin mir nach diesem Buch umso sicherer, dass ich irgendwann mal nach Australien muss. Soweit man der Ueberreuter Seite entnehmen kann, reist Tino Schrödl gern und viel durch die Welt, deshalb glaube ich ihm seine Beschreibungen. Er schildert Australien und seine Bewohner so anschaulich, dass er einfach dort gewesen sein muss. Und demnach bietet Autralien so viel Schönes…
Natürlich macht es Meo nicht gleich zu einem anderen Menschen, dass er sich alleine mit Odette durch Australien schlagen muss, aber nach und nach verändert er sich dann doch. Das fand ich wirklich schön zu verfolgen, und es hat mich in meiner Ansicht bestärkt, dass der Junge solch einen Kulturschock einfach mal brauchte. Gelegentlich hat er zwar mal einen Rückfall, aber er hat nie genug Zeit, um sich wieder total in sein Schneckenhaus zu verkriechen.
Genauso gut hat es mir gefallen, wie Odette sich entwickelt. Das Mädchen ist trotz aller Widrigkeiten einfach nur pfiffig und cool. Von ihr könnte Meo eine ganze Menge lernen. Sie nimmt viele Dinge wesentlich lockerer und hilft Meo aus manchem Tief heraus.
Das Ende fällt erfreulicherweise sehr authentisch aus. Alles andere hätte ich nicht geglaubt bzw als unglaubwürdig rosarot abgetan. Entsprechend war ich froh über diesen Verlauf. Und so wenig ich anfangs mit Meo zurechtkam, ich wäre neugierig darauf, nochmal von ihm zu hören.

Meo erzählt seine Geschichte selber und legt dabei einen herrlichen Humor an den Tag, den ich ihm angesichts seines Gehabes nicht zugetraut hätte. Ich habe oft geschmunzelt, gegrinst und manches Mal sogar gelacht. Und wenn sich ein Buch so spaßig liest, dann ist es im Nu ausgelesen. Ich habe es als eBook gelesen und die ziehen sich für mich -jedenfalls gefühlsmäßig- oft ganz schön. Doch “Australien? Australien!” hatte ich nach zwei Abenden durch.

Das Cover finde ich witzig mit diesem Krokodil-Warnschild. Außerdem ist es mit den knalligen Farben ein echter Hingucker.

Fazit: Mit Meo hatte ich lange meine Probleme. Es ist, wie es ist: er ist anfangs tatsächlich eine Pfeife. Zum Glück verändert ihn der Roadtrip durch Australien klar zum Besseren. Dafür sorgen interessante, aufregende und mitunter auch gefährliche Situationen. Das ist spannend und interessant. Man erfährt eine Menge über Australien und die Menschen dort. Zusammen mit der witzigen Erzählweise sorgte das dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Und ja: wie gerne hätte icjh mit Meo getauscht.


Titel: Australien? Australien! – Ein Roadmovie
Autor: Tino Schrödl
Seiten: 288
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3764170165
Preis: € 14,95 (Broschiert)

Weit weg im Outback – Unser Leben in Australien (Urs Wälterlin)

weitwegoutbackUrs Wälterlin hat den Traum vieler Großstädter wahr gemacht: Er lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen mitten im australischen Busch. Umgeben von Eukalyptusbäumen kämpft der Hobby-Alphornspieler im beschaulichen Greentown mit seiner Familie gegen Überflutungen und Waldbrände an, sie scheren Schafe und suchen nach immer neuen Mitteln, um die Kängurus davon abzuhalten, den Salat im Garten zu fressen. Das Aussie-Provinzkaff ihrer Wahl ist wie ein Mikrokosmos von Australien: übersichtlich, liebenswert, freundlich – und gelegentlich furchtbar nervig.

Dieses Buch war eine Zufallsentdeckung, bei der mich nicht nur das Cover ansprach, sondern auch der Titel. Beides versprach ein amüsantes Buch über eine Auswandererfamilie. Da Australien zu meinen Traumzielen gehört und ich jeden verstehen kann, der den Schritt dorthin wagt, kam ich an diesem Buch nicht vorbei.
Im Nachhinein jetzt muss ich leider sagen, dass Cover, Titel und selbst der Klappentext ziemliche falsche Erwartungen schüren. Dem Klappentext entsprechend hatte ich mich über interessante und amüsante Episoden aus dem Leben der Auswandererfamilie gefreut. Eben ein heiterer Blick hinüber auf den fünften Kontinent.
Das stimmt allerdings nur bedingt so. Natürlich geht es um Familie Wälterlin. Darum, wie es dazu kam, dass sie ausgewandert sind. Darum, wie sie sich nach und nach ihr eigenes kleines Reich in dem Nest im Outback geschaffen haben, und wie sie dort leben. Da Urs Wälterlin als Journalist viel in Australien umher reist, bekommt man dabei auch einen Blick auf andere Gegenden dieses Kontinets gewährt, was für Abwechslung sorgt. Das fand ich ganz interessant und oft auch ziemlich spannend. Genauso wie die kleinen Abenteuer, die die Familie beim Bau ihrer Häuser erlebt. Oder wenn sie sich im Alltag mit den Australiern auseinandersetzen müssen, die sich von der Mentalität her doch sehr von der schweizer Familie unterscheiden. Das hätte für meinen Geschmack gerne das ganze Buch hindurch so weitergehen können, denn genau so etwas hatte ich erwartet.
Was ich klar nicht erwartet hatte, sind Moralpredigten darüber wie es in der Politik in Australien zugeht oder wie man auf diesem Kontinent mit der Landschaft und dem Klima umgeht. Und ich war auch nicht darauf vorbereitet, mich durch Wälterlins Kampf mit der Lokalpolitik lesen zu müssen. Das darf jetzt bitte niemand falsch verstehen. Ich finde nicht, dass all das uninteressant ist. Ganz im Gegenteil: sicher geht in Australien politisch einiges schief, selbstverständlich sollte man dort mit Land und Klima pfleglicher umgehen, keine Frage!
Aber mich erinnerte all das mehr an ein informatives Sachbuch, und das hatte ich mir nach dem Klappentext so nicht vorgestellt. Ich hätte gerne mehr über die Familie gelesen. Zum Beispiel mehr über die Bauarbeiten an den Häusern, mehr darüber, wie es den Kindern in der Schule ergeht, oder über den stetigem Kampf mit der Tierwelt wie salatfressenden Kängurus oder gefährlichen Schlangen. Urs Wälterlin spricht alle diese Themen zwar an, schlägt aber immer direkt einen Bogen hin zu allgemeinen Problemen, die Australien betreffen und damit zusammenhängen. Und das hat für mich auch nicht viel mit “Unser Leben in Australien” zu tun, denn um die Familie geht es dabei häufig nur im Ansatz.
Dabei bleibt auch etwas auf der Strecke, worauf ich mich bei diesem Buch besonders gefreut hatte. Der Humor nämlich! Der Klappentext klingt nach einem Buch, bei dem man gerne mal schmunzeln oder lachen kann und das Covermotiv sieht ebenfalls ganz lustig aus. Ich weiß es nicht genau, aber wenn es hochkommt, dann habe ich während des gesamten Buchs höchstens fünfmal gelächelt oder gegrinst. Ziemlich dürftig für meinen Geschmack.

Für mich ließ sich das buch ganz unterschiedlich lesen. Die Kapitel zuhause bei der Familie, ihrem Haus, den Nachbarn usw flogen nur so dahin. Dagegen fielen mir Urs Wälterlins Ausführungen über Politik, Umwelt usw oft ganz schön schwer. Die entsprechenden Kapitel zogen sich so ganz ordentlich. Dabei sind sie keineswegs länger.

Das Cover gefällt mir immer noch sehr gut. Es sieht lustig aus und das Känguru mit seinem Kleinen sind ausgesprochen niedlich geraten. Das macht so wirklich Lust auf dieses Buch.

Fazit:  Ich bin wohl mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Schuld daran sind der Klappentext und das Cover, die beide eine heitere Lektüre über eine Auswandererfamilie versprechen. Da erwarte ich halt keinen kritischen Blick auf Land, Leute und Politik, sondern mehr Episoden aus dem Familienleben, bei denen man auch mal lachen kann. Sicher sind das wichtige Themen, aber darauf ist man nach einem ersten Blick auf das Buch halt nicht vorbereitet.


Titel:  Weit weg im Outback – Unser Leben in Australien
Autor: Urs Wälterlin
Seiten:  368
Verlag: Ullstein Verlag
ISBN: 978-3548285351
Preis:  € 9,99

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H2O – Plötzlich Meerjungfrau (17) – Lewis unter Verdacht / Falsche Adresse

Titel: H2O – Plötzlich Meerjungfrau (17) – Lewis unter Verdacht / Falsche Adresse / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Katharina von Keller, Sonja Stein, Leonhard Mahlich ua

Lewis unter Verdacht
Als Cleos strenge Chefin im Freizeitpark von einem Delphin nass gespritzt wird, kann Cleo sich ein Lachen nicht verkneifen. Prompt wird sie gefeuert. Zur gleichen Zeit fragt Lewis im Freizeitpark nach einem Job. Er bekommt ihn und ahnt nicht, dass es der von Cleo ist. Als er es erfährt, ist er zerknirscht, beginnt seine Arbeit aber trotzdem. Emma und Rikki sind entrüstet und machen Lewis das Leben als Eisverkäufer schwer. Zu allem Übel büchst auch noch Ronnie, Cleos Lieblingsdelphin, aus dem Park aus. Lewis gerät unter Verdacht.

Falsche Adresse
Zane und Nate brettern mit ihren Motorrädern durch eine etwas heruntergekommene Gegend. Nate kann es nicht lassen und montiert von einem Motorrad das Typenschild ab. Als er vom Besitzer überrascht wird, brausen die beiden davon. Zane hat ein schlechtes Gewissen und will das Typenschild zurückbringen. Aber wieder wird er von dem wütenden Besitzer davon gejagt. Zane ahnt nicht, dass Rikki vom Fenster aus alles mitverfolgt hat – der Besitzer ist nämlich ihr Vater. Rikki will nichts mehr von Zane wissen. Sie schämt sich für ihr Zuhause. Zane versteht Rikkis Stimmungswandel nicht. Ob Emma und Cleo Rikki helfen können, zu ihrem Zuhause zu stehen?


Nachdem mir bei der letzten Folge nicht beide Geschichten gefallen haben, fand ich diese Folge rundum gut.
“Lewis unter Verdacht” ist gleichermaßen spannend, wie ich auch rasant. Und es wird deutlich, was Freundschaft ist und ausmacht.
In “Falsche Adresse” muss sich speziell Rikki einigen Dingen stellen. Hier geht es um Mut und darum, sich zu dem zu bekennen, der man ist. Auch wenn es ein typisches Happy End gibt, so fand ich es doch toll nochmal zu sehen, wie sehr Zane sich durch seine Gefühle für Rikki gewandelt hat.
Beide Geschichten haben also zwar nicht so viel mit dem Meerjungfrauen-Dasein der Mädchen zu tun, aber es gibt diesen beiden Teenie-Geschichten eine zusätzliche Würze.

An sich ist es müßig über die Sprecher jedes Mal auf’s Neue groß Worte zu verlieren. Hier hört man eine O-Ton-Serie zur TV-Sendung. Da hat man nichts zu befürchten. Das gilt natürlich auch wieder bei dieser Folge. Ich finde zwar, die Antworten in den Dialogen kommen oft viel zu schnell um ganz authentisch zu klingen, aber das ist auch das einzige Manko. Ein sehr kleines noch dazu.

Auch am Soundtrack wird sich wohl nichts ändern, was ich aber auch gut so finde. Nach so vielen Folgen machen die sommerlichen Klänge die Serie einfach aus. Da kommt sofort das Australien-Beachfeeeling auf.

Dieses Mal ziert ein TV-Ausschnitt mit Cleo und Lewis das Cover, was speziell zur ersten Geschichte gut passt. Ich finde, man sieht hier gleichzeitig, dass sie sich schon nahe stehen, dass es aber auch keiner so recht dem anderen eingestehen möchte. Niedlich!

Fazit: Zwei schöne Geschichten, die sich zwar nicht sonderlich um die Meerjungfrauen drehen, bei denen aber dafür andere wichtige Themen im Mittelpunkt stehen.

Englisch lernen mit den Looney Tunes (02) – Crocodile Daffy – Daffy Duck in Australien

Titel:  Englisch lernen mit den Looney Tunes (02) – Crocodile Daffy – Daffy Duck in Australien / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Gerald Schaale, Achim Schülke, Kerstin Draeger, Thomas Karallus u.a.

Inhalt: Daffy Duck möchte die Hauptrolle in einem Krokodiljägerfilm spielen. Dafür muss er aber zuerst das gefährlichste Krokodil der Welt besiegen:
Toothy Bruce aus dem Billabong von Bongerado. Zusammen mit seinem Freund Stuart reist Daffy daher nach Australien. Auf ihrem Weg über den Kontinent lernen die beiden einiges über die verschiedenen Landschaften und die Tierwelt Australiens und auch über die unterschiedlichen Jahreszeiten auf der Nord- und Südhalbkugel der Erde. Sie treffen den australischen Ureinwohner Mandu und eine Kängurudame mit ihrem Baby, die sie zu ihrem Ziel bringen: dem Billabong von Bongerado. Wird Daffy Duck den gefährlichen Toothy Bruce besiegen können?


In der zweiten Folge der neuen Lern-Hörspielserie spielt dieses Mal die lispelnde und leicht trottelige Ente Daffy die Hauptrolle. Ihm ist die Idee zu Kopfe gestiegen, die Hauptrolle in einem Krokodilfilm zu spielen. Doch dafür muss er mit dem gefährlichsten Krokodil kämpfen und es besiegen, sonst bekommt er die Rolle nicht. Also macht er sich zusammen mit Stuart, den man bereits aus Folge 1 kennt, auf den Weg nach Australien um das berühmte Krokodil Toothy Bruce aufzuspüren. Der Raum- und-Zeit-Tauscher spielt ebenfalls wieder eine Rolle und bringt die beiden nach Australien, wo sie eine wahrlich abenteuerliche Reise quer durch den Kontinent unternehmen. Wie man Daffy kennt, bleiben Chaos und verrückte Zwischenfälle dabei nicht aus, was für ordentlich Schwung und Spass sorgt.
Gleichzeitig lernt man nicht nur Englische Vokabeln und Aussprüche, sondern auch noch eine Menge über Australien. Mir persönlich war das in dieser Folge schon etwas zu viel Wissen, das vermittelt wird.

Das Prinzip, nach dem die englische Sprache vermittelt wird, wurde beibehalten. So ist die komplette Geschichte in Deutsch zu hören, so dass man sie durchweg versteht. Lediglich der Erzähler spricht Englisch, und “Mrs. Help”, deren Passagen immer mal wieder die Handlung unterbrechen. In diesen Einschüben werden mal Teile der Geschichte übersetzt, dann wieder Vokabeln geübt. Meist im Dialog mit Daffy und Stuart, was auch hier für Spass und Dynamik sorgt.

Nun ist es sicher lobenswert für den Erzähler und Mrs. Help Muttersprachler als Sprecher auszuwählen. Colin Solman gefällt mir auch sehr gut, da er nicht übertrieben deutlich und langsam spricht. Mit Emily Clark Brandt hatte ich dagegen so meine Probleme, da mir ihr Akzent etwas zu heftig ist, wenn sie Deutsch spricht.
Die Aussage “mit den Originalsprecherstimme von Daffy Duck” stimmt auch nur, wenn man sich auf den Film “Space Jam” bezieht und so ist Gerald Schaale für mich ganz klar nicht das Original. Er übertreibt es vor allem mit dem Lispeln.
Weitere Sprecher sind u.a.  Jens Wawrczeck, Robert Missler, Gustav Adolf Artz und Kerstin Draeger. Vor absoluten Aussetzern ist man also sicher.

Der Soundtrack klingt cartoonmäßig flott bzw schon direkt hektisch. Das passt gut zur Geschichte und ihren Charakteren, aber man muss es natürlich mögen. Mir liegt die Hektik eher weniger. Dafür bekommt man eine wirklich tolle Geräuschkulisse zu hören, die die Handlung veranschaulicht und für australisches Flair sorgt.

Im .pdf-Format findet man auf der CD wieder sehr umfangreiches Lernmaterial vor mit Vokabeltrainern, Übungen, Spielen. und vielen mehr. Insgesamt sehr schön und aufwendig gemacht und auch sehr durchdacht. Mit solchen Materialien macht das Lernen Spass. Dennoch stehe ich dem -pdf-Format hier weiter kritisch gegenüber. Andere Verlage legen ihren Lern-Hörspielen doch auch Übungshefte bei, mit denen man viel flexibler ist.

Daffy im Vordergrund, dahinter die Charaktere aus Australien, das Covermtoiv veranschaulicht gut das Chaos, in das sich die tapsige Ente hineinmanövriert hat.

Fazit:   Eine turbulente Abenteuergeschichte auf dem australischen Kontinent, bei der man nicht nur Englisch lernt, sondern auch noch einige Fakten über Australien vermittelt bekommt. Eben ein Lernhörspiel mit vertrauten Charakteren.

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