Band

Die Punkies (06) – Die Jagd nach der Masken-Band

Titel: Die Punkies (06) – Die Jagd nach der Masken-Band / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Daniel Axt, Marco Seidenberg, Robert Missler, Rüdiger Schulzki ua

Inhalt: Die Punkies freuen sich, dass sie in der Radio-Sendung Club Ole zu Gast sind. Doch dann geht ein dramatischer Hörer-Anruf im Studio ein, bei dem es im wahrsten Sinne des Wortes um Leben und Tod geht! Um zu helfen, müssen Leonie, Ben und Co. schnellstens die legendäre, schon lange verschollene Rock-Combo Smaxx aufspüren. Das Duo trat ausschließlich maskiert auf und verschwand spurlos von der Bildfläche. Die vertrackte Jagd nach der Masken-Band, bei der es für die Punkies so manch harte Nuss zu knacken gibt, beginnt. Und als wäre all das nicht genug, sind ihnen auch noch ihre ewigen Konkurrenten krashkiddz dicht auf den Fersen!


Da haben wir wieder eine Serie, aus der ich irgendwann rausgekommen bin. Zum Glück fällt der Neueinstieg hier ganz leicht. Die Reihe kann man gut mit jeder Folge beginnen, ohne dass man Probleme bekommt.
Natürlich sind die Punkies in erster Linie eine Band aus Freunden, doch sie müssen in dieser Folge auch mal wieder ihre Talente als Detektive unter Beweis stellen. Das ist eine nette Mischung, die bei Hörspielreihe für junge Hörer immer leicht aufgeht. Und auch hier ist sie prima gelungen. Der Aufhänger ist dramatisch genug, sodass man leicht nachvollziehen kann, dass die Freunde helfen wollen. Und die Daumen drückt man in solch einem Fall natürlich umso fester und hofft auch umso mehr, dass die Punkies Erfolg haben werden.
Bis dahin ist es jedoch ein steiniger Weg und da ich es nicht mag, wenn man junge Hörer mit deppert einfachen Rätseln für dumm verkaufen will, finde ich das so auch völlig in Ordnung. Das Rätsel, das gelöst werden muss, hat es ganz schön in sich und auf die Lösung oder auch nur den Lösungsansatz muss man erstmal kommen. Dabei ist aber nichts unglaubwürdig weit hergeholt, sondern gut nachvollziehbar. Das ist so prima gelungen.
Weitere Fragen werfen ein ominöser Banküberfall und die Maskerade der Band Smaxx auf und so wird es einfach nie langweilig und man versucht ständig, mit den Punkies mitzuknobeln.
Natürlich dürfen ihre Kontrahenten von den krashkiddz ebenfalls nicht fehlen, wobei die hier ausnahmsweise mal einen recht sympathischen Eindruck machen. Auch mal nett.

Als Special-Guest ist Laith Al-Deen in der Rolle von Studiobesitzer Marko mit von der Partie und beweist, dass er sich auch als Hörspielsprecher hören lassen kann. Linda Fölster übertreibt mir hier gelegentlich zu sehr, wobei ihr teilweise auch Sätze in den Mund gelegt werden, die man erstmal meistern muss. Und die erheblich erwachsener klingen als Eva sein dürfte.  Als Radiomoderator Ole Best ist Marco Seidenberg zu hören, dem allerdings etwas das Sonore einer Radiostimme fehlt.

Natürlich spielt Musik hier wieder eine wichtige und große Rolle. Es sind Stücke der Punkies zu hören, aber auch einer der Smaxx und natürlich lassen auch die krashkiddz von sich hören. Eine abwechslungsreiche Mischung, die den Geschmack der jugendlichen Hörerschaft treffen dürfte.

Selbstverständlich ist die Masken-Band auch auf dem Cover zu sehen. Da weiß man sofort, was man sich unter der Masken-Band aus dem Titel vorzustellen hat. Und die Masken stimmen schon neugierig darauf, was es mit ihnen auf sich hat.

Fazit:  Eine gelungene Geschichte mit einem angemessen dramatischen Aufhänger und einem Rätsel, bei dem man wirklich so richtig tüfteln muss. Das sorgt für Spannung und hält einen gut bei Laune.

Die Punkies (01) – Bühne frei für die Punkies

Titel: Die Punkies (01) – Bühne frei für die Punkies / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Niels Rieke, Robert Missler, Daniel Axt, Patrick Bach ua

Inhalt: Eine erfolgreiche Band müsste man sein, und vor ausverkauften Hallen kreischende Fansbegeistern! Leonie, Ben, Aylin, Lucas und Nikolas haben diesen gemeinsamen Traum! Als Punkies wollen die fünf Freunde voll durchstarten. Doch der Weg zum Pop-Olymp ist steinig. Erst einmal muss ein Haufen Hits komponiert werden! Und dafür braucht man einen Ort, an dem man ungestört üben kann. Doch ihre Rivalen von der Band krashkiddz haben die gleichen ehrgeizigen Ziele und sind scharf auf denselben Proberaum! Als es den Punkies gelingt, ihnen ein Schnippchen zu schlagen, schwören krashkiddz Rache und blamieren die Punkies vor der ganzen Stadt bis auf die Knochen. Doch so schnell gibt sich ein Punkie nicht geschlagen!


Als ich das erste Mal von der Reihe hörte und das Cover sah, habe ich direkt abgewunken. Aber irgendwann siegte dann doch die Neugier. Allerdings mit keinen großen Erwartungen. Daher hat sich diese erste Folge für mich auch prompt als große und positive Überraschung herausgestellt.
Zunächst lernt man die Bandmitglieder kennen. Und auch die haben sich teilweise noch nie live gesehen. So hat man alle Gelegenheit, sich einzufinden. Und die Jungs und Mädels sind glücklicherweise auch schon Teenies und durch die Bank super sympathisch und normal. Keinerlei Starallüren, sehr fein!
So verfolgt man, wie sich die Band formiert und hofft mit ihnen, dass es mit dem ersehnten Proberaum klappt. Das sorgt für die erste Spannung. Die krashkids sind die Erzrivalen der Punkies und machen ihnen zusätzlich das Leben schwer, denn auch sie haben es auf den Raum abgesehen und spielen ihnen später einen gemeinen Streich. Plötzlich scheint für die Punkies alles den Bach runter zu gehen. Sie taten mir richtig leid. Aber dann raffen sie sich zum Gegenangriff auf und es wird erneut spannend und auch turbulent. Das macht Spass!
Zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln gibt es ebenfalls so einige Gelegenheiten.
Rundum also eine wirklich tolle erste Folge.

Daniel Axt alias Ben hat mir prima gefallen. Er lässt Ben sympathisch und clever rüberkommen und gibt in dieser Rolle auch den Erzähler. Mein Favorit unter den Hauptsprechern ist Jenny Maria Meyer als coole Leonie. Patrick Bach ist als Nikolas zu hören und der ist unüberhörbar ein ganz gewitztes Kerlchen. Tim Kreuer fällt die Rolle des Lucas zu, der bei ihm etwas hibbelig und aufgedreht rüberkommt. Aber vermutlich ist Stillsitzen und Ruhebewahren eben nichts für einen Schlagzeuger. Und dann ist da noch Merete Brettschneider als Aylin mit von der Partie. Dank ihr hat man sofort ein Bild von dem einfach nur netten Mädchen vor Augen. Damit sind die Punkie-Sprecher komplett.

Musik spielt hier logischerweise eine große Rolle. Ich muss gestehen, dass die Musik der Punkies nicht so mein Fall ist. Zu sehr weichgespülte Popmusik einfach. Ehrlicherweise sagt mir der rockige Stil der krashkiddz deutlich mehr zu. Mal schauen, ob das so bleibt. An den Geräuschen gibt es nichts zu bemängeln, hier ist alles top in Ordnung.

Warum habe ich beim Anblick des Covers damals sofort abgewunken? Weil ich diesen Cartoonstil schlichtweg nicht mag. Was soll das? Die Punkies sind keine Kinder mehr! Und die Geschichte klingt auch nicht so als wäre sie für eine so junge Altersgruppe. Wieso sehen die Figuren auf dem Cover dann aus wie dem Kinderprogramm im TV entsprungen?

Fazit: Diese erste Folge war eine echte Überraschung für mich. Sympathische, jugendliche Hauptfiguren, eine spannende Story und manch amüsante Szene. Musikalisch sind die Punkies zwar nicht mein Fall, aber ansonsten defintitiv. Ich freue mich schon auf Folge 2.

Rock War (01) – Unter Strom

rockwar01Jay spielt Gitarre und schreibt Songs – doch seine Großfamilie und ein miserabler Drummer verhindern seinen größten Traum: Rockstar zu werden. Summer hat für kaum etwas anderes Zeit, als ihre schwerkranke Großmutter zu pflegen. Doch Summers Stimme ist dazu gemacht, Millionen zu begeistern – wenn ihr Lampenfieber es zulässt. Dylan liebt nichts mehr als das Nichtstun. Erst als der Rugby-Coach seiner Schule droht, ihn auf dem Rasen zu atomisieren, tritt Dylan widerstrebend einer Band bei – und entdeckt sein Talent. Alle drei stehen kurz vor dem größten Wettkampf ihres Lebens. Und sie spielen um alles.

Nein, Casting-Shows sind überhaupt nicht mein Fall. Weil dieses Wort häufig dort fällt, wo Werbung für “Rock War” gemacht wird, hatte ich meine Zweifel ob es etwas für mich sein könnte. Andererseits: es ist keine Fantasy, keine Dystopie, also hat das Buch eine Chance verdient. Leider hat es sie nicht so recht genutzt.
Der Großteil der Geschichte wird davon eingenommen, dass man die wichtigsten Figuren und ihr Leben kennenlernt. Dass alle einen Hang und ein Talent für Musik haben, ist bei diesem Titel und Klappentext schon mal keine Überraschung.
Mein größtes Problem waren aber die Charaktere selber. Jay beispielsweise machte auf mich den Eindruck eines ziemlichen Loosers, der ohne seine großen Brüder kaum durch sein dreizehnjähriges Leben. Es war mir ein ewiges Rätsel, wie es so jemand mal auf eine große Bühne schaffen will. Denn dazu gehören Mut, Courage und Selbstbewusstsein. Jay hatte in meinen Augen bis kurz vor Ende weder das eine, noch das andere. Und dass es bei ihm zuhause chaotisch zugeht und seine Brüder alle den Einschlag auf die schiefe Bahn haben, das hatte ich auch vor der x-ten Wiederholung dieser Tatsache auf dem Schirm. Das musste man mir nicht so oft unter die Nase reiben.
Dylan dagegen hat mächtig viel Selbstbewusstsein, aber zu nichts Bock. Er versucht, so bequem wie möglich durch die Zeit im Internat zu kommen, und als ihm dann endlich mal Grenzen aufgezeigt werden, stürzt er quasi in Verzweiflung. Ich mag solche Null-Bock-Haltung nicht und fand es gar nicht übel, dass er auf dem Rugby-Feld mal gezeigt bekommt, was ihm blühen kann, wenn er sich nicht zusammenreißt.
Dann gibt es da noch eine Mädelsclique. Coco, Lucy und Michelle. Coco und Lucy fand ich ganz in Ordnung, weil sie ziemlich normal rüberkommen. Michelle dagegen ging mir tierisch damit auf den Geist, dass sie ständig im Mittelpunkt stehen will, bewusst Leute provoziert und in die Sch**** reitet und die unmöglichsten Aktionen startet, die nur in Problemen enden können. Und nein, eine Krankheit ist dafür keine Entschuldigung oder Eklärung für mich.
Nur Summer mochte ich von Anfang an, obwohl auch sie einen Sack Probleme mit sich herumschleppt. Aber sie hat gelernt, sich mit ihrem Leben zu arrangieren. Sie hat es uf die ganz harte Tour gelernt, aber immerhin! Sie ist trotzdem kein schlechter Mensch, hat mit Kriminalität nichts am Hut, ist auch nicht aufmüpfig oder faul. Sie ist zwar ruhig, aber in entscheidenden Momenten beweist sie trotzdem eine Menge Mut.
Die Geschichte wechselt lange zwischen den einzelnen Figuren. Mal ist man bei der einen zu Gast, mal bei der anderen. So lernt man sie zwar gut kennen, aber spannend fand ich das nicht. Dass irgendwann der Wettbewerb Thema werden würde, war zudem von Anfang an klar. Das steht schließlich schon im Klappentext. Und dass es genau dieser Wettbewerb sein würde, der die Kids letztlich zusammenführen würde, das kann man sich ebenfalls denken.
Ein wenig Spannung kam für mich erst auf als die Jugendlichen sich auf den Weg zum Wettberwerb machen. Für viele von ihnen tauchen plötzlich Probleme auf, wegen denen sie es womöglich nicht schaffen würden. Auch Tempo kam erst hier auf, was aber viel zu spät war. Und ob es diese Aktion von Jays Bruder direkt beim Wettbewerb brauchte, das lasse ich mal dahingestellt. Das wirkte auf mich als hätte man gemerkt, dass das Bisschen Spannung bei der Anreise vielleicht doch etwas zu wenig war und als ob man nun unbedingt noch eine Schippe nachlegen wollte. Irgendwie gezwungen und ziemlich unnötig.

Immerhin ließ sich das Buch gut lesen. Der Stil ist schön jugendlich, was gut zu den Hauptfiguren passt und schlicht nicht schwer zu lesen ist. Der Wechsel zwischen den Jugendlichen sorgt durchweg für Abwechslung und die Kapitel haben diese Länge, bei der man immer denkt, dass man ja eins noch eben lesen kann ohne am nächsten Morgen nicht aus dem Bett zu kommen.

Mit dem Totenkopf, den Sternen und Blitzen und dem rotzigen Schriftzug trägt das Cover dem Thema Rockmusik auf landläufige Weise Rechnung. Das grelle Gelb bildet zudem einen kräftigen Kontrast zum Schwarz, wodurch das Motiv Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wieso der Hintergrund mausgrau aussehen musste, ist mir dagegen nicht ganz klar, aber ich mag halt die Farbe Grau auch überhaupt nicht. Vielleicht liegt es daran.

Fazit: Ich bin enttäuscht von “Rock War”. Die meisten Hauptfiguren waren mir unsympathisch und / oder gingen mir einfach tierisch auf die Nerven. Überraschen konnte mich die Geschichte ebenfalls nicht, zumal das mit dem Wettbewerb und dem Zusammentreffen der Kids dort schon vom Klappentext her bekannt war. Weitere Überraschungen gibt es leider nicht. Erst gegen Ende kam für einige wenige Kapitel mal etwas Spannung und Tempo auf, doch das ist kaum der Rede wert im Verhältnis zum Rest der Geschichte. Ich denke, ich werde die Reihe (mal wieder) nicht weiter verfolgen.

Diese Rezension entstand im Rahmen des Amazon Vine Produkttesterprogrammes!


Titel: Rock War (01) – Unter Strom
Autor: Robert Muchamore
Seiten: 380
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570162910
Preis: € 12,99 (broschiert)

Stolperherz (Britta Sabbag)

stolperherzSanny kann ihr Glück kaum fassen: Ausgerechnet Greg, der coole Bassist der Schulband Crystal, lädt sie ein, bei der letzten Probe vor den Sommerferien dabei zu sein. Doch es kommt noch besser: Die Jungs fragen sie, ob sie Lust hat, die Band auf ihrer Tour zu begleiten. Bisher war Sanny immer nur das unscheinbare Mädchen mit dem Stolperherzen, so genannt, weil sie mit einem Herzfehler geboren wurde. Doch Sanny zögert nicht lange – tischt ihrer Mutter kurzerhand eine Lüge auf und steht am nächsten Morgen pünktlich am Treffpunkt. Und einmal unterwegs beginnt für Sanny die aufregendste Zeit ihres Lebens.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein Buch gelesen habe und nach dem anschließenden Stichwortenotieren ein Zettelchen voll mit Lob und positiven Punkten vor mir liegt. Leider ist das sehr selten, aber bei “Stolperherz” hielt ich endlich  wieder ein solches Komplimentezettelchen in der Hand.
Ich weiß gar nicht, wo ich zu loben anfangen soll…
Am besten vielleicht bei Sanni, die ich vom ersten Moment an mochte. Natürlich tat sie mir leid wegen ihrer Krankheit, aber noch viel mehr habe ich sie bewundert. Für ihre guten Nerven, mit denen sie ihre überbesorgte Mutter aushält, für ihren Humor, den sie sich trotz allem bewahrt hat, für ihren Mut, sich über alle Verbote hinwegzusetzen und mit den Jungs auf Tour zu gehen und für ihren Willen, sich nicht von Kira und Michelle ausbooten zu lassen. Außerdem konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Es war für mich teilweise erschreckend wie ähnlich sich Sanni und ich (damals mit 15 Jahren) sind. Diese Schüchternheit und diese Unsicherheit, die Angst vor allen möglichen Dingen wie zB dem freien Sprechen vor eine Gruppe Leute usw. Darin habe ich mich so wiedergefunden, dass es ein Leichtes war, mich in Sanni hineinzufühlen.
Den nächsten Kelch Lob schütte ich über der Geschichte an sich aus. Welches Teeniemädel träumt nicht mal davon, mit einer Band auf Tour zu gehen? Sanni hat dieses Glück. Auch wenn sie nicht die Spitzenreiter der Charts begleitet, sondern eine eher lokal berühmte Band. Für sie ist es trotzdem das größte Abenteuer. Unter anderem, weil ein gewisser süßer Bassist natürlich mit von der Partie ist. Von Luxus und Starallüren ist hier weit und breit nichts zu finden. Man stapelt sich zum Schlafen in winzigen Zimmern oder gar dem Tourbus, die Clubbesitzer sind oft reichlich schräg drauf, aber ich habe das so als schön realistisch empfunden. Welche Schülerband darf schon in Luxussuiten nächtigen? Wohl keine.
Gerade weil es oft so unkomfortabel ist, immer wieder Probleme auftauchen und die Clubs meist Räucherbuden sind, kam bei mir beim Lesen dieses Gefühl einer solchen Tour umso besser auf. Das hat viel mehr Charme und Abenteuer als wenn man über eine glitzernde Musikwelt lesen würde. Ich war einige Male wirklich neidisch auf Sanni. Solch ein Abenteuer könnte mir auch gefallen und entsprechend gespannt habe ich es verfolgt.Vor allem auch, weil man dabei die die gleiche Freiheit spürt, die Sanni empfindet. Ich habe es ihr von Herzen gegönnt.
Als ebenso realistisch habe ich es es empfunden, dass Sanni nicht ab dem Moment, in dem sie in den Tourbus steigt, von allem akzeptiert und gemocht wird. Das wäre seltsam gewesen, wo sich fast alle vorher eher über sie lustig gemacht haben. Aber Sanni kämpft. Auf ihre zurückhaltende Art, aber sie kämpft und hält durch. Da ist es schön zu verfolgen, wie sie, die Jungs von der Band und die beiden anderen Mädchen sich allmählich einander annähern. Dabei muss Sanni zwar oft einstecken, doch sie lässt sich nicht beirren. Das fand ich toll! Und es macht sie nach und nach ein ganzes Stücke selbstbewusster und mutiger, ohne dass sie dabei ihr zurückhaltendes Wesen verliert. Sanni bleibt trotz allem ganz sie selbst.
Die Lovestory hier kommt eher dezent daher, was aber gut passt. Das ist süß und wunderschön und es passt zu Sannis Wesen.
Trotz aller Begeisterung habe ich mir ab und zu aber doch Sorgen gemacht, dass dieser Traum schneller endet als es Sanni und mir lieb sein konnte. Immerhin hat sie zuhause eine Lüge aufgetischt um mitfahren zu können und Lügen haben bekanntlich kurze Beine. Außerdem ist da ja immer noch Sannis Herzfehler. Ich habe immer wieder besorgt überlegt, wann ihr eines von beiden zum Verhängnis werden würde. Und ein bisschen schlechtes Gewissen ihrer Mutter gegenüber hatte ich auch.
Dass einer der Auftritte der Band auf dem Manschseefest in Hannover stattfindet, hat mich zusätzlich begeistert. Das Fest ist so klasse, ich war total begeistert als ich letztes Jahr dort war. Es ist immer toll,  wenn man sich beim Lesen alles so gut vorstellen kann.
Am Ende der Geschichte hat man genau wie Sanni eine Menge darüber gelernt, was Mut ist. Dass es manchmal lohnt, etwas Verrücktes zu tun. Dass man immer man selbst bleiben sollte und sich trotzdem weiterentwickeln kann. Dass der erste Eindruck täuschen kann und nicht entscheidend sein sollte. Dass jeder so seine Schwächen hat. Dass Freundschaftenschließen und Erwachsenwerden manchmal gar nicht so leicht ist, es aber lohnt, sich im positiven Sinne “durchzubeißen”. Hach, ich könnte noch ewig weiter schwärmen!

Wenn man so begeistert von einer Geschichte ist, dann liest sie sich selbstverständlich auch weg wie nichts. Speziell Sannis Humor hat mir das Lesen super leicht gemacht. Ich habe oft schmunzeln und sogar lachen müssen und konnte einfach nicht genug davon kriegen. Wen wundert es da, dass ich das Buch an einem Abend ausgelesen habe?

Vom Cover war ich sofort begeistert. So schön bunt und cool mit dem alten VW-Bus! Und dass es um Musik und Liebe geht, das sieht man ebenfalls auf den ersten Blick. Für mich vermittelt allein dieses Motiv irgendwie schon das Gefühl von Freiheit, Abenteuer und Glück.

Fazit:  Eine rundum wunderschöne Geschichte, nicht nur für Teeniemädels. Zum Lachen, zum Weinen, zum Mitfiebern, zum Träumen, einfach zum Wohlfühlen. Meine absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Lübve Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


Titel: Stolperherz
Autor: Britta Sabbag
Seiten: 203
Verlag: Lübbe Verlag
ISBN: 978-3414823816
Preis: € 12,99 (HC)

Die drei !!! (28) – Achtung, Promihochzeit!

Titel: Die drei !!! (28) – Achtung, Promihochzeit! / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher:Nicholas Müller, Tobias Diakow, Simona Pahl, Sonja Stein ua

dda28Inhalt: Marie, Kim und Franzi sind total aufgeregt: Nick Voss, der Sänger der Boyzzzz, wil heiraten! Ein Filmteam begleitet die Hochzeitsvorbereitungen für die Dokusoap “Nick & Eva in love” – und die drei !!! sind mit dabei! Doch die Vorfreude auf die Promihochzeit bleibt nicht ungetrübt, denn in Nicks Haus gibt es einen dreisten Diebstahl. Die drei Detektivinnen nehmen sofort die Ermittlungen auf. Zur ihrer Überraschung benehmen sich aber gleich mehrere Gäste im Haus äußerst verdächtig. Wer von ihnen will Nick und Eva schaden? Oder geht es vielleicht doch um etwas ganz anderes?


In dieser Folge spielt mal wieder Sänger Nick Voss von den Boyzzzz eine größere Rolle. Nachdem sein letzter Auftritt in der Reihe nun schon etwas zurückliegt, fand ich es ganz schön, mal wieder von ihm zu hören.
Ein neuer Fall für die drei !!! lässt dabei nicht lange auf sich warten. Die anstehende Hochzeit von Nick und seiner Freundin Eva wird von einem gemeinen Diebstahl überschattet. Der Sache muss nachgegangen werden!
Auch wenn mir das Setting hier etwas zu sehr Teenie-Mädels-mäßig ist mit der Hochzeit, der Dokusoap und der umschwärmten Band, so ist der Fall für die drei !!! gar nicht übel. Es gibt gleich einige Verdächtige und es hat mir Spass gemacht, selber Vermutungen anzustellen. Das macht die Geschichte spannend. Außerdem gibt es einige gefährliche und unheimliche Momente wie beispielsweise den Stromausfall. Die drei Mädels gehen einfallsreich und mutig zu Werke und bewegen sich mit bemerkenswerter Coolness unter den Künstlern. Dafür muss man sie einfach bewundern. Ich kann mir gut vorstellen, dass die jungen Hörerinnen sich nur zu gerne an die Stelle der drei Detektivinnen wünschen, wenn sie diese Folge anhören. Lediglich Nick hätte man gerne etwas weniger trottelig darstellen können.
Neben ihrem Fall wird vor allem Marie noch von einem ganz anderen Thema mit Beschlag belegt. Die neue Freundin ihres Vater soll samt Tochter bei ihnen einziehen. Das passt Marie gar nicht. Sicher ein Thema, das auch viele Jugendliche beschäftigt, von daher durchaus gerechtfertigt. Trotzdem dürfte man gerne etwas weniger dick auftragen. Maries Vater gegenüber seiner 13jährigen Tochter: “Natürlich würde ich nie etwas gegen deinen Willen tun, Prinzessin!” oder so ähnlich. Aha! Hat der keine eigenen Interessen? Und Adrian, die Stimme der Vernunft, übertreibt es auch ganz schön mit der Moralpredigt mit der er Marie ins Geewissen redet. Aber wenigstens stimmt bei ihm die Botschaft.

Die vier Bandmitglieder erweitern die Sprecherliste ganz enorm! So viele Sprecher habe ich in noch keiner Folge dieser Reihe angetroffen. Nicholas Müller, Andreas Becker, Marco Hontheim und Sascha Eigner erwecken die Jungs der Band zum Leben. Nicht immer sonderlich souverän, wie man leider sagen muss. Dafür sind die drei Hauptsprecherinnen gut aufgelegt wie immer.

Ja, hier dreht sich alles um die Band. Da darf es durchaus mal etwas mehr Musik sein. Mir war es aber eine Schippe zuviel. Ständig dudelt irgendein Lied im Hintergrund. Entweder eins von den Boyzzzz, das man schon aus der Reihe kennt, oder ein ganz aktueller Song von Jupiter Jones. Dazu dann noch die typischen Stücke der Serie zu den Szenenwechseln. Das war mir einfach zuviel.

Das Covermotiv steht der Story gut. Das glückliche Promipärchen vorne und im Hintergrund die festlich und glamourmäßig gekleideten drei !!!. Vom Krimi ist hier allerdings weit und breit nichts zu sehen. Wer dieses Cover sieht, den Titel liest und die Reihe nicht kennt, der wird kaum auf eine Detektivgeschichte schließen.Rentier150-1

Fazit:  Ein ordentlicher Fall für die drei !!!, der vor allem deshalb spannend ist, weil die Mädels es mit so vielen Verdächtigen zu tun haben. Dafür lief mir das Nebenthema mit Marie gegen den Strich und §im§ Nick war mir in einer Szene viel zu trottelig um glaubhaft zu sein.

Hast du das vierte Wort dieser Weihnachtsrallye – Woche gefunden?
Sammele 5 weitere in den Rezis dieser Woche und NIMM AM GEWINNSPIEL TEIL!

5

© 2019 Frontier Theme