Bauernhof

Mein Freund Max (16) – Max macht Ferien / Max hat keine Angst im Dunkeln

Titel: Mein Freund Max (16) – Max macht Ferien / Max hat keine Angst im Dunkeln / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 32 min / Sprecher: Manuel Elias, Daniel Kirchberger, Wolf Frass ua

mxInhalt: Hurra. Max fährt in den Ferien mit Mama und Papa, seiner Freundin Pauline und ihrer Mutter auf einen Bauernhof. Bald ist das Auto voll beladen und die Reise beginnt. Sie fahren Kanu, machen eine Radtour, übernachten im Zelt und viel zu schnell sind die Ferien auch schon wieder vorbei. Und dann erfahren wir, wie Max seine Taschenlampe bekam. Als Max nämlich einmal ganz dringend nachts Pipi muss, ist das Flurlicht, das nachts sonst immer an ist, aus. Es ist stockfinster im Flur. Und der Lichtschalter ist so weit weg. Max hat Angst. Aber zum Glück ist ja noch sein großer Bruder Felix da. Und Papa hat auch eine tolle Idee: Er schenkt Max eine kleine Taschenlampe. Die hat Max ab jetzt immer dabei – und braucht nie mehr Angst zu haben.


Neulich gab es noch neue Geschichten von Conni, nun sind die Jungs mit ihrem Freund Max dran. In der ersten der beiden Geschichten geht es mit Max in die Ferien auf den Bauernhof. Dabei erfährt man, was alles so nötig ist auf solch einer Reise und wie es auf einem Bauernhof so zugeht. Was es da nicht alles gibt! Da lernt man doch tatsächlich eine ganze Menge. Und dann wird es mit Papas neuer großer Liebe auch noch ganz witzig und turbulent.
Die Angst im Dunkeln, um die es in der zweiten Geschichte geht, die dürften sicher einige Kinder kennen. So leidet man anfangs mit Max mit. Doch als er dann seine Taschenlampe bekommt, da geht es auf manch spannende Entdeckungsreise. Und wie einfach es doch war, das Problem mit der Angst vor der Dunkelheit so lösen! Das düfte auch für die jungen Hörer (und auch deren Eltern!) eine Hilfe sein.
Somit hat man wieder zwei sehr lebensnahe Geschichten auf einer CD beisammen, bei denen man etwas lernt und auch eine Menge Spass hat.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir Daniel Kirchberger als Max besser gefallen hat als Manuel Elias, der hier zu hören ist. Er klingt mir über weite Strecken hinweg einfach nicht locker genug, wodurch das Pfiffige, das ich an Max bisher so mochte, ziemlich auf der Strecke bleibt. Seine junge Stimme wiederum passt aber ganz gut. Pia Stepat klingt als Freundin Pauline wesentlich lockerer.

Neben dem ohrwurmverdächtigen Titellied sind auch während der Geschichten ab und zu kurze Melodien zu hören, die für Auflockerung sorgen. Die Geräuschkulisse hält sich dezent im Hintergrund, lässt aber dennoch nichts vermissen. Für ein Kinderhörspiel ist das genau richtig so. Aus meiner Sichet.

Das Cover kommt in kräftigen, fröhlichen Farben daher und zeigt mitten im Herbst / Winter ein eher sommerliches Bild, das zur ersten Geschichte passt.

Fazit:  Zwei weitere schöne Geschichten, nahe am Leben der sehr jungen Hörerschaft. Hier werden zwei für diese Altersgruppe interessante Themen behandelt, die Spass machen, aber auch etwas zum Lernen bieten. Sehr fein!

Pünktchen das Küken (Dorothea Flechsig)

puenktchenDas Küken Pünktchen lebt mit seinem besten Freund, dem Jungen Hugo zusammen. Die beiden sind unzertrennlich. Doch eines Tages geht Pünktchen neugierig in die große Welt. Es hat viele Fragen. Ob die anderen Tiere Pünktchen helfen können?

Ich gebe es zu: mit einem niedlichen Tier auf dem Cover kriegt mich so ziemlich jedes Buch. Da ist es wohl nicht verwunderlich, dass ich Pünktchen unbedingt kennenlernen wollte.
Pünktchen schlüpft aus dem einzigen Ei des Geleges, das von einem Dachs geplündert wurde, und wird von dem kleinen Jungen Hugo aufgenommen, der sich fortan um sie kümmert. Dabei wird der Dachsüberfall natürlich nicht allzu vertieft um die jungen “Bilderbuchleser” nicht zu erschrecken. Gerade mal zwei Bilder werden darauf verwendet.

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Anschließend wendet sich die Geschichte gleich wieder Pünktchen zu, die sich kräftig aus der Schale pickt und die ersten tapferen Schritte auf dem Bauernhof macht, zu dem auch der Hühnerstall gehört. Auf diesen Bildern wirkt es ziemlich einsam und verlassen, doch das ist es zu Beginn der Geschichte ja auch. Aber es ist schön, dass genau diese Situation auch in den Bildern eingefangen wird. So können das auch die ganz Kleinen schon erfassen, die noch nicht lesen können.

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Dann wird Pünktchen von dem kleinen Hugo entdeckt, bekommt seinen Namen und so viel Liebe und Zuwendung, dass die beiden bald die besten Freunde sind.
Auch das wird in den Bildern sehr gut widergegeben. Einige sind einfach nur goldig, andere lassen einen schmunzeln und wieder andere sind schlicht rührend schön.
Eines Tages unternimmt Pünktchen einen Ausflug ohne Theo und lernt dabei eine Reihe anderer Tiere auf dem Hof kennen, die ihm erzählen, welche Aufgaben sie auf dem Hof haben. Dabei kann man sich die Tiere anschauen und ein bisschen was über sie lernen. Das hat mir prima gefallen, denn ich fürchte ehrlich, dass es tatsächlich Kinder gibt, die zB glauben, dass Kühe weiß-lila sind und Milch eben halt aus dem Supermarkt kommt.
Und ein wenig spannend ist Pünktchens kleiner Ausflug ebenfalls.

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Im weiteren Verlauf der Geschichte, die ich jetzt nicht komplett weitererzählen möchte und werde, wird eine sehr schöne Botschaft an den Leser vermittelt. In erster Linie sicher an die Kinder, aber -finde ich zumindest- auch an erwachsene (Vor)leser. Denn wünscht man sich nicht auch als Erwachsener oft, dass es jemanden gibt, der einen einfach genauso mag und lieb hat wie man ist? Na eben!

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Ich habe ja schon geschrieben, dass ich die Bilder in diesem Buch super schön und niedlich finde. Auch sicherer Quelle weiß ich, dass lediglich zwei davon mit Hilfe einer Attrappe entstanden sind, doch das fällt sicher niemandem auf, der es nicht weiß. Alle anderen Fotos zeigen echte Tiere und Gegenden, wodurch man sich direkt auf einen Bauernhof versetzt fühlt.

Meine fünf Lieblingsfotos zeige ich euch hier, aber es gibt natürlich noch viele, viele Bilder mehr im Buch.

Die Texte zu den Bildern sind schön kurz. Die meisten haben nur etwa vier Zeilen. Das lässt sich gut vorlesen ohne den jungen Zuhörer zu mit Text zu überfordern oder von den Bildern abzulenken.

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Fazit:  Ein wunderschönes Bilderbuch mit einer kleinen Geschichte, deren rührende Botschaft sich sicher nicht nur an Kinder richtet. Dank kurzer Texte lässt sich das Buch prima vorlesen und die Fotos werden sicher nicht nur Kinder begeistern. Ich könnte es mir außerdem als ideale Einstimmung auf Ferien auf dem Bauernhof vorstellen. Juliane Teutebergs Fotos machen richtig Lust darauf.

 Vielen Dank an Dorothea Flechsig und ihren Glückschuh Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel: Pünktchen das Küken
Autor: Dorothea Flechsig
Fotos: Juliane Teuteberg
Seiten: 42
Verlag: Glückschuh Verlag
ISBN: 978-3943030204
Preis: € 9,99  (HC)

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Wir Kinder aus Bullerbü

Titel: Wir Kinder aus Bullerbü / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Carla Sachse, Florentine Stein, Selina Böttcher, Lucas Ascacibar, Leon Seibel, Franz von Otting

bullerbüInhalt: Nur drei Höfe gibt es in Bullerbü. Dort wohnen Lisa, Bosse, Lasse, Inga, Britta und Ole. Im Sommer fangen die Kinder Krebse und belauschen den Wassergeist. Und im Winter bauen sie Schneeburgen und fahren Schlitten um die Wette. Es ist eben nirgendwo so schön wie im geliebten kleinen Bullerbü!


Im Moment wird im Bereich Hörspiel und Hörbuch eine Menge für erwachsene Hörfans getan. Nach “Ich und meine Schwester Klara” kürzlich, kommen nun die Kinder aus Bullerbü zurück. Ich weiß noch, dass ich die Geschichten um Lisa, Bosse, Inga, Lasse, Britta und Ole früher gern im TV angeschaut habe. Umso neugieriger war ich, ob das Hörspiel diese Zeit wieder würde heraufbeschwören können. Ganz klar: ja, dem Hörspiel gelingt das spielend. Acht Geschichten aus Bullerbü sorgen auf dieser CD für den unvergleichlichen Bullerbü-Charme. Lisa erzählt von den Abenteuer, die sie mit ihren Freunden erlebt. Beispielsweise vom Wettspringen im Heuschober, von Gruselgeschichten in der Nacht oder vom Höhlenbauen in den Felsen. Auch wenn das heute womöglich nicht mehr das ist, womit man die Kids von heute begeistern kann, wenn man hier zuhört, dann wird es zu den tollsten Abenteuern, die man als Kind erleben kann. Da wünscht man sich direkt hin nach Bullerbü so viel Flair kommt bei diesen Geschichten rüber. Trotzdem habe ich so meine Zweifel ob man junge Hörer von heute wirklich dafür begeistern kann. Die inzwischen erwachsenen Bullerbü-Fans dürften aber allemal ihren Spass an diesem Stück zurückgeholter Kindheit haben.

Den jungen Sprechern nimmt man die Begeisterung für die Abenteuer sofort ab, so authentisch hauchen sie ihren Charakteren Leben ein. Sie klingen fröhlich und gewitzt und es macht einfach Spass, ihnen zu lauschen. Und ich bin wahrlich kein großer Fan von Kindersprechern! Unter den Sprechern der erwachsenen Rollen sind Könner wie Peter Weis, Kerstin Draeger und Christine Pappert zu hören, was dafür bürgt, dass es auch hier nichts zu befürchten gibt.

Begleitet werden die Geschichten von eigens für dieses Hörspiel komponierten Musikstücken. Sie klingen fröhlich und weich und unterstützen gut die wohlig-heimelige Atmosphäre. Auch auf die Geräusche wurde offenkundig viel Wert gelegt. So wird das Geschehen gut veranschaulicht.

Das Cover gefällt mir gut. Es ist schön bunt und die Kinder auf dem Zaun machen einen sehr fröhlichen Eindruck. Im Cover findet man Informationen über die jungen Sprecher und noch weitere niedliche Bilder.

Fazit:   Mit diesem Hörspiel ist es wirklich sehr gut gelungen, die Geschichten aus Bullerbü zurückzuholen. Die Geschichten haben ganz viel Charme und machen einfach Spass. Hoffentlich lassen sich auch Kinder von heute dafür begeistern.

Mein Freundin Conni – Hörspiel zur TV-Serie (02)

Titel: Meine Freundin Conni – Conni auf dem Bauernhof / Conni schläft im Kindergarten / Conni geht zum Zahnarzt / Connis erster Flug / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 51 min / Sprecher: Selina Böttcher, Anton Wilms, Lasse Crohn, Lea Knief, Chiara Damare ua

Inhalt: Conni fährt zusammen mit Mama zu Freunden auf den Bauernhof. Dorft gibt es Schweine, Hühner, Enten und eine Menge anderer Tiere zu entdecken. Conni lernt sogar eine Kuh zu melken. Und dann gibt es da noch so herrliche Matschepfützen, in denen man mit Gummistiefeln rumstapfen kann. Das alles macht natürlich nur mit ihrer neuen Freundin Annika Spaß.
Das erste Mal nicht zuhause, sondern im Kindergarten schlafen? Conni kribbelt es im Bauch, wenn sie daran denkt. Doch dann wird es ein ganz besonderes Abenteuer mit einer Nachtwanderung und vielen tollen Überraschungen – und Conni stellt fest: Es ist einfach…super!


Da sind auch schon die nächsten vier Abenteuer der kleinen Conni. Dieses Mal ist sie sehr viel unterwegs. Dabei geht es wie gewohnt sehr vergnüglich zu und die Geschichten bleiben weiterhin sehr nahe am Leben der jungen Hörer. So hat man quasi zu jedem Erlebnis eine Conni-Geschichte parat, die mal Lust auf das Anstehende macht (Ausflüge etc.) und ein anderes Mal sicher die Angst davor nimmt (Zahnarzt etc.). Mir kommt Conni zwar ab und zu schon ungewöhnlich friedlich und verständig für ihr Alter vor, aber es schadet ja auch nicht, den Kids in dieser Hinsicht ein Vorbild zu sein 😉 Eigentlich kann man es drehen und wenden wie man will, Autorin Liane Schneider hat mit Conni einfach die beste Freundin für Kinder ins Leben gerufen. Mich hat bei diesen Geschichte nur verblüfft, dass Connis Bruder Jakob nicht dabei ist. Nicht mal im Urlaub! Dabei spielte er doch in der Umzugsfolge bereits mit. Da scheint die Hörspielreihe nicht der eigentlichen Reihung der Geschichten zu folgen.

Zahlreiche Sprecher bringen Connis Abenteuer zu Gehör. Und auch hier gibt es nichts zu bemängeln. Sie alle machen ihren Job wirklich gut, so dass man ihnen umso lieber zuhört. Selina Böttcher spricht dabei natürlich wieder Conni und lässt den fröhlichen Blondschopf sehr liebenswert klingen. Weitere Rollen übernehmen beispielsweise Peter Weis, Kartins Draeger und Svenja Pages.

Das Titellied macht Spass und es wird nicht lange dauern bis die Kinder es mitsingen können. Die Musikstücke während der Handlung sind zwar nicht so fein ausgearbeitet wie bei der regulären Reihe, aber sie sind ebenso fröhlich. Und ab und zu mischen sogar exotischere Klänge mit, besispielsweise bei der Reise nach Spanien. Dafür können die Geräusche sich hören lassen.

Auf dem Cover sind auch hier Ausschnitte aus der TV-Serie zu sehen. Weitere Bilder aus den Folgen kann man sich im Booklet anschauen.

Fazit:  Vier weitere spaßige und unauffällig lehrreiche Geschichten von Conni. Egal in welcher Form und in welchem Alter, “Conni” ist für mich jedes Mal ein kleines Wunder in der Hörspielwelt.

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