Baumhaus Verlag

Ein Hund namens Hausschuh – Eine Feriengeschichte (Wolfram Hänel, Ulrike Gerold)

Ein Hund namens Hausschuh - Feriengeschichten (Wolfram Hänel)Der kleine Hund Hausschuh fährt mit seiner Familie in die Ferien. Ein aufregendes Abenteuer beginnt, schließlich kennt er weder Hotels noch Meer und Strand. Und natürlich weiß er auch nicht, wie man sich an solchen Orten als Hund benimmt. Ungewollt zettelt Hausschuh eine Katastrophe nach der anderen an und kann gar nicht verstehen, warum sich niemand außer ihm zu erholen scheint. Denn dafür sind Ferien doch da, oder?

Ich liebe Tiere und bin Tiergeschichten deshalb ziemlich verfallen. So konnte ich bei diesem niedlichen Cover und dem witzigen Namen des Hundes einfach nicht widerstehen.
Hausschuh verreist mit seinen Menschen ans Meer. Und weil ein kleiner Hund die Welt nun einmal anders sieht als die Menschen, sorgt er bald für eine ganze Menge Chaos. Mir hat Hausschuhs Sicht auf die Welt prima gefallen. Die Autoren fangen den Blickwinkel eines Hundes gut ein. So kann man Hausschuh nur allzu gut verstehen, wenn er mal wieder etwas überhaupt nicht versteht und Probleme auf seine ganz eigene Art löst.
Das ist spaßig und auch ein wenig spannend. Ich war immer neugierig, was der Familie und Hausschuh als nächstes passieren würde.
Trotz allem Chaos kommt dabei bald eine schöne Urlaubsstimmung auf. Es dauerte gar nicht lange, dann wünschte ich mich bereits ebenfalls in einen Sommerurlaub am Meer. Der Strand, das Meer, der Wind, einfach schön! Da muss ich Hausschuh recht geben. Daher kann ich mir das Buch als wirklich tolle Urlaubslektüre für junge Leser vorstellen, die im Strandkorb etwas zum Schmökern haben möchten. Wie man an mir sieht, kann das Buch aber auch älteren Lesern Spass machen. Vorausgesetzt, sie kommen mit Kindebüchern klar und lieben Tiere bzw Hunde.
Hausschuhs Familie ist wohl die berühmte Geschmackssache. Ich habe mich mit ihnen etwas schwer getan. Die Tochter jammert die ganze Zeit nur wegen im Bodyboard herum und der kleine Sohn müffelt alle naselang ziemlich streng oder heult. Fröhlichen Urlaub! Dagegen erfährt man über die Eltern vergleichsweise wenig. Sie bleiben ziemlich blass in der Geschichte. Lediglich der Opa hat mir wirklich gefallen. Er hat die Ruhe weg und wenn es brenzlig wird, schnappt er sich Hausschuh und dreht mit ihm eine Runde. Er ist einfach eine schön gemütliche Figur und ein Opa, wie man es sich wünscht.

Das Buch liest sich für einen erwachsenen Leser weg wie nichts. Hausschuh erzählt locker und lustig in einfacher Sprache, sodass auch junge Leser damit keine Probleme haben werden. Die Kapitel sind angenehm kurz und die Schrift schön groß. Für mich war das Buch ein schönes Häppchen an einem Abend. Kinder werden damit aber bestimmt etwas länger geschäftigt sein.

Ich finde Hausschuh wirklich goldig! Außerdem sieht er ganz schön frech aus. So hatte mich das Cover schnell am Haken. Mit dem Strand, dem blauen Himmel und dem Strandspielzeug wird das Motiv auch dem Thema Urlaub gerecht. Ich finde, das Buch sieht einfach rundum nach der idealen Strandlektüre für Kids aus.

Fazit:  Mir haben Hausschuhs Abenteuer am Meer viel Spass gemacht. Es fällt leicht, sich auf Hausschuhs Blickwinkel auf die Welt einzulassen. Lediglich die Familie war nicht so ganz mein Fall, aber im Wesentlichen geht es hier ja schließlich um den frechen, kleinen Hund. Daher hat es mich nicht so richtig gestört. Eine schöne Strandlektüre für jüngere (und tierliebe ältere) Leser.


Titel: Ein Hund namens Hausschuh – Eine Feriengeschichte
Autor: Wolfram Hänel, Ulrike Gerold
Seiten: 128
Verlag: Lübbe Verlag / Baumhaus
ISBN: 978-3843210744
Preis: € 6,99 (TB)

Hexenheide (Mariette Aerts)

“Karim und Lenne wissen genau, dass sie nicht über die Heide gehen sollen, wenn sie von der Schule kommen, auch wenn der Weg viel kürzer ist. Denn auf der Hexenheide, irgendwo zwischen den Mooren, lauert ein dunkles Geheimnis. Aber Karim und Lenne haben Fragen. Was ist mit dem Mädchen Rinnie passiert, die im letzten Sommer plötzlich verschwunden ist? Was ist wahr an der Geschichte von der weißen Hexe? Welches Geheimnis umgibt die alte Wassermühle? Und überhaupt: wer ist die Frau mit den langen weißen Haaren und den merkwürdigen Augen, die ihnen begegnet? Eines Tages erscheint ein unheimliches Gesicht im Wasser, und nachts wandern Lichter über die Heide. Ein Spuk? Karim und Lenne erhalten mehr Antworten, als ihnen lieb ist.”

Dieses Buch und ich hatten keinen guten Start. Es beginnt bei drei Hexen, die über ihre Zukunft sinnieren, Diffuses planen und sich einfach so typisch präsentieren wie man es schon x-mal irgendwo gelesen oder gehört hat. Es ist zudem bis hierher nicht ersichtlich, wann die Geschichte spielt. Es hätte auch anno Schnnee sein können. Alles keine guten Voraussetzungen für mich. Daher wanderte das Buch beim ersten Versuch schnell wieder zurück ins Regal.
Im zweiten Anlauf habe ich dann aber durchgehalten bis zu Karim und Lenne und bin auch nicht mehr von ihnnen losgekommen. Ich habe “Hexenheide” in einem Rutsch gelesen.
Denn Karim und Lenne mochte ich sofort und es hat mich schwer beeindruckt und begeistert, wie fest und innig ihre Freundschaft ist.
Außerdem hat mir die Szenerie sehr gut gefallen. Ich mag Geschichten um so unheimliche, verlassene Orte wie diese Heide vor Karims und Lennes Ort. Und auch das Städtchen wird wunderbar urig beschrieben, so dass ich gerne dort war.
Doch das Idyll wird für Karim und Lenne dank der Pläne der Hexen aus der Heide -an die bisher eigentlich niemand glaubte- jäh zerstört. Es tut sich Seltsames im Ort. Nachts leuchten Lichter in der Heide und in der Stadt tauchen seltsame Frauen auf, die speziell Lenne faszinieren.
Dazu sei gesagt, dass das Buch völlig zu Recht ab 12 Jahren empfohlen wird. Der Gruselfaktor ist sehr genau auf dieses Alter abgestimmt, so dass keine schlaflosen Nächte zu befürchten sind.  Dazu trägt auch ein Funken Humor mit. Es gibt immer mal wieder Anlass für ein Schmunzeln.
Mich hat die Geschichte in einigen Punkten an den Film “Hexen hexen” erinnert, den ich wirklich gerne mag. Damit hatte sie bei mir schnell die ersten Punkte gute.
Trotz aller Spannung habe ich “Hexenheide” aber doch als recht lang empfunden. Speziell, wenn ich mir vorstelle, dass es für junge Leser gedacht ist. Selbst ich habe mich beim Anblick der noch zu lesenden Seiten gefragt, was Karim und Lenne noch alles erleben werden.
Zum Glück wird es trotz aller Länge niemals langweilig, und so hat sich jede weitere Seite klar gelohnt.

Wie gesagt habe ich einen (langen) Abend für “Hexenheide” gebraucht, was auch daran liegt, dann es sich gut und flüssig lesen lässt. Die Sprache und Erzählweise orientiert sich am Alter der angepeilten Leserschaft, ohne dabei aber je kindisch zu sein. Deshalb denke ich, dass auch ältere Leser gut mit dem Buch zurechtkommen werden.

Das Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn ich sonst nicht auf solche Motive mit Gesichtern stehe. Aber ich finde den Blick aus diesen auffallend grünen Augen durch das Blätterdickicht schön geheimnisvoll. Eine Ähnlichkeit mit dem Cover des ersten “Die Tribute von Panem”-Bandes ist aber unverkennbar.

Fazit: Mir hat “Hexenheide” gefallen. Eine spannende und ab und zu schaurige Geschichte, in der Freundschaft eine große Rolle spielt. Empfehlenswert für junge Fantasy-Einsteiger!

Danke an den Lübbe Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel: Hexenheide
Autor: Mariette Aerts
Seiten: 320
Verlag: Baumhaus by Lübbe
ISBN: 978-3833938740
Preis: 12,99 (HC)

Beastly (Alex Flinn / Simon Jäger)

Titel:   Beastly  / Verlag:   Lübbe Audio / Laufzeit:   ca. 298 min. / 4 CDs / Buch:   Alex Flinn / gelesen von:  Simon Jäger

Inhalt: Früher war ich die Sorte Typ, die jeder gerne wäre: jede Menge Geld, perfektes Aussehen – einfach ein perfektes Leben. Doch dann wurde ich verflucht. Und jetzt – jetzt bin ich bin eine Bestie. Kein Wolf oder Bär, nein, eine entsetzliche Kreatur mit aufrechtem Gang – ein Wesen mit Reißzähnen und Klauen. Aus jeder Pore sprießen mir Haare. Ich bin ein Monster. Du glaubst, ich erzähle Märchen? Falsch. Ich lebe in New York. In der Gegenwart. Ich bin keine Missbildung, bin nicht krank. Aber ich werde für immer so bleiben. Es sei denn, es gelingt mir, den Fluch zu brechen.


Da wächst augenscheinlich ein neuer Trend in der Fantasy-Literatur heran: man holt weltbekannte Märchen wieder aus der Mottenkiste  und verlegt sie -entsprechend modernisiert- ins Heute. “Beastly” ist meines Wissens nach der Vorreiter, aber eine “Aschenputtel”-Variante ist bereits auch im Anmarsch. “Beastly” lehnt sich an “Die Schöne und das Biest” an, wie der Titel womöglich und der Klappentext ganz eindeutig verraten. Es ist eine Mischung aus eben diesem Märchen und einer High School – Teenie-Story, was naürlich auch eine Lovestory einschließt.  Mir hat “Beastly” unerwartet gut gefallen.

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