Benjamin Blümchen

Benjamin Blümchen (142) – Das besondere Osterei

Titel: Benjamin Blümchen (142) – Das besondere Osterei  / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Katja Primel, Roland Hemmo, Wilfried Herbst ua

Der Bürgermeister bittet Benjamin um Hilfe, denn der Maharadscha von Wischnipur besucht Neustadt, um typische Ostertraditionen kennenzulernen. Kurzerhand packen alle aus dem Zoo mit an, bemalen Ostereier, backen einen Hefezopf und organisieren einen Osterumzug. Benjamin bastelt ein ganz besonderes Ei. Doch das wird gestohlen!


Ja, ich weiß, es ist Oktober, aber wir haben ja Phantasie. Also stellen wir uns für diese Folge kurz vor, es sei kurz vor Ostern. Eine neue Osterfolge habe ich als wirklich gute Idee empfunden. Insgesamt hat mir die Geschichte dazu auch ganz gut gefallen. Es kommt tatsächlich sowas wie Osterstimmung auf bei all den Ostertraditionen, die hier angeführt werden. Eierfärben, Osterfeuer, Osterumzug und das Backen eines leckeren Hefezopfs. Es macht Spass zu verfolgen, wie Benjamin und seine Freunde sich einsetzen um ein gelungenes Osterfest auf die Beine zu stellen.
Schön fand ich es auch, zwei altbekannte Charaktere mal wieder anzutreffen. Das sind der Maharadscha von Wischnipur, der zu Besuch kommt um die deutschen Osterbräuche kennenzulernen und Herr Schmeichler, der natürlich wieder sein Unwesen treiben muss. Von ihm und seinen Untaten geht so auch ein Minifunken Spannung aus, der die Handlung aufpeppt.
Natürlich ist auch dieser Folge wieder ein lehrreiches Kapitel angehängt. Dieses Mal bekommt man das Hefezopfrezept von Ottos Mutter mit auf den Weg.
Auszusetzen habe ich aber auch etwas, auch wenn es Kleinigkeiten sind. Einmal mehr muss sich eine arme Sprecherin als Lamm Flecki durch die Story meckern, was kein Stück authentisch klingt. Dann nervt Benjamin mit seinem “Poltern” auf die Dauer ganz schön. Und was mich am meisten gestört und geärgert hat: es ist ein Osterlamm. Die Verniedlichung ist ein Osterlämmchen, aber defintiv kein Osterlämmbchen oder Osterlämmpchen, wie es hier alle aussprechen. Damit die drei- oder vierjährigen Hörer es in einigen Jahren in der Schule dann direkt falsch schreiben, oder was soll der Unsinn?

Die Hauptsprecher machen ihren Job bewährt gut, wobei es Ulrike Stürzbecher als Karla mit den Verniedlichungen natürlich wieder mal übertreiben muss. Seltsam, dass ihr in der “Bibi Blocksberg”-Serie keine solchen Mengen davon in den Text geschrieben werden. Gerald Schaale gibt einen schmierigen und zwielichtigen Schmeichler, was gut zu der Figur passt. Und Denise Gorzelanny erweckt eine liebenswürdige Frau Meier von der Zookasse zum Leben.

Neben dem Titellied gibt es einige Geräusche zu hören, was insgesamt ein gewohnt solides Bild in diesem Bereich hinterlässt.

Osterstimmung verbreitet auch das Covermotiv. Schön, dass hier mal nur Benjamin zu sehen ist. Umgeben von bunten Ostereiern sorgt das für Osterstimmung und entspricht natürlich auch dem Titel.

Fazit:  Eine schöne neue Ostergeschichte in der Reihe, in der man viel über Oterbräuche erfährt und die ein klitzekleines bisschen spannend ist. Leider gibt es aber auch mehrere nervige Kleinigkeiten, an denen ich mich schon gestoßen habe.

Benjamin Blümchen (141) – Nachts in der Erfinderwerkstatt

Titel: Benjamin Blümchen (141) – Nachts in der Erfinderwerkstatt / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Santiago Ziesmer, Luisa Wietzorek ua

Benjamin und Otto werden von Eddi Eddison gebeten, eine Nacht in seiner Werkstatt zu verbringen. Sie sollen seine Erfindung für die Erfindermesse bewachen, denn er muss die Alarmanlage des Herrn Bürgermeisters reparieren. Und andere Erfinder wollen unbedingt herausfinden, was er gebaut hat. Das wird eine sehr turbulente Nacht!


Mit den Berufe- und Feiertagsfolgen ist es erstmal vorbei. Dafür hat in dieser Geschichte ein “alter Bekannter” einen Auftritt. Vom Titel her kann man es ahnen, es ist der Erfinder Eddi Eddison.
Der braucht Hilfe. In seiner Werkstatt steht eine neue bahnbrechende Erfindung für einen Wettbewerb. Als er nachts einen Auftrag für den Bürgermeister erledigen muss, bittet er Benjamin und Otto, in der Zeit auf seine Werkstatt und die Erfindung aufzupassen. Das ist etwas Besonderes: die Folge spielt komplett am Abend und bis in die Nacht hinein. Dazu kommt noch, dass man noch nie -soweit ich mich erinnere- einen solch ausführlichen Blick in Eddis Werkstatt geboten bekommen hat. Die Erfindungen haben allerdings wahlweise einen sehr albernen Namen oder eine sehr alberne Aufgabe. Mir haben einzig  die Vogelscheuchen gefallen. Die stelle ich mir nachts sogar etwas schaurig vor.
Natürlich lässt Eddis Konkurrenz nicht lange auf sich warten und bald ist das Haus belagert von anderen Erfindern, die angesichts Eddis Genie ihre Felle schwimmen sehen. Es geht turbulent zu als Benjamin und Otto das Haus und die Erfindung verteidigen. Vor dem Haus ist genauso viel los, denn Eddis Kontrahenten haben allerlei verrückte Ideen, wie sie ins Haus gelangen können. Der Schauplatz wechselt oft. Mal ist man drinnen bei Benjamin Otto dabei, mal bei den anderen rund ums Haus. Spannend ist das auch, denn für beide “Teams” wird es schließlich so richtig brenzlig.
Was ich mich nach der vorigen und dieser Folge nun endgültig frage: werden diese Kapitel am Ende Standard? Früher wurde Wissen in den Geschichten verpackt. Dagegen wirken diese Kapitel wie die sprichtwörtliche Brechstange, mit der nun Wissen vermittelt werden soll.

Albert Einstein, Karl Vierstein und hier mischt also Cyprian Zweistein mit. Gesprochen wird der hochintelligente Bengel von Luisa Wietzorek. Solche Konstellationen kennt man aus der Reihe ja. Ich mag aber Luisa Wietzoreks Stimme wirklich gerne und man kann sie für einen Jungen durchgehen lassen. Ein hochmütiger Ton rundet das Bild von Cyprian ab. Martina Treger ist als Brigitte Bruch mit dabei und vermittelt mit energischem Klang eine gute Vorstellung der zielstrebigen Erfinderin.

Das Titellied, ein paar Geräusche, alles ganz nett. So kennt man die Hörspiele dieser Reihe und auch diese Episode weicht davon nicht ab.

Das Covermotiv empfinde ich als sehr chaotisch. Man muss schon gut hinschauen um alles zu erkennen und zu begreifen. Ich hätte mich gefreut, wenn man auch an irgendeiner Stelle hätte erkennen können, was Benjamin und Otto in der Nacht erleben.

Fazit:  Eine mittelmäßige Folge, die immerhin mit einer recht spannenden Handlung punktet. Mir waren es aber zu viele neue Charaktere, von denen man wohl nichts mehr hören wird. Und ich fand auch die Erfindungen durchweg eine ganze Ecke zu albern. Da kennt man vernünftigere Erfindungen aus Eddis Werkstatt.

Benjamin Blümchen (140) – Weihnachtsmarkt im Zoo

Titel: Benjamin Blümchen (140) – Weihnachtsmarkt im Zoo / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Detlef Bierstedt, Klaus Dieter Klebsch, Ulrike Stürzbecher ua

Benjamin findet, alle Zootiere sollten zu Weihnachten ein Geschenk bekommen. Doch Herr Tierlieb und Wärter Karl zeigen ihm die leere Zookasse. Um sie zu füllen, schlägt Benjamin vor, einen Weihnachtsmarkt im Zoo zu veranstalten mit selbstgebastelten Dingen und selbstgebackenen Leckereien. Sofort machen sich alle an die Arbeit!


Es fällt bei dieser Serie so schwer, nicht bei jeder Folge zu vergleichen. Bei einer Weinhnachtsfolge komme ich daran aber auf keinen Fall vorbei. Somit muss ich sagen, dass mir diese Folge zwar recht gut gefallen hat, sie aber weder mit den früheren Weihnachtsgeschichten mithalten kann, noch einen neuen Aufhänger mitbringt. Der Zoo hat wie üblich kein Geld für Weihnachten, an dem jedes Tier ein Geschenk bekommen soll. Dieses Mal wollen Benjamin und seine Freunde die Kasse mit den Einnahmen aus einem Weihnachtsmarkt im Zoo auffüllen.
Eine schöne Idee und es macht auch Spass zu verfolgen, wie sie sich gemeinschaftlich daran machen, Weihnachtsschmuck usw zu basteln. Schön ein bisschen altmodisch mit Strohsternen und Plätzchen. Es schadet sicher nicht, den jungen Hörern mitzugeben, dass man nicht allen Kram um Weihnachten kaufen muss. Witzig geht es ebenfalls zu, denn manch ein Zoobewohner kann die Pfoten bei all den Leckereien nicht bei sich behalten.
Einen kleinen Schuss Spannung bekommt die Geschichte vor allem durch die Sache rund um Benjamins Geschenk. Und durch den plötzlichen Wintereinbruch, wegen dem der ganze Weihnachtsmarkt ins Wasser zu fallen droht.
Allerdings fehlt mir -um nochmal einen Vergleich anzustellen- einfach dieses urige, weihnachtliche Flair wie es die alten Weihnachtsfolgen an sich haben. Dabei hätte die Geschichte das Potenzial dafür gehabt, da bin ich mir ganz sicher. Wenn man beispielsweise das Ende dem Weihnachtsmarkt überlassen hätte, statt dem Heiligen Abend. Denn wie der Markt lief, erfährt man nur im Nebensatz. Die eine oder andere Szene vom Markt, vielleicht mit etwas festlicher Musik, das hätte sicher für Stimmung gesorgt.

Wieder einmal sind nur die bekannten Hauptfiguren am Werke und damit die vertrauten Sprecher. Darüber freue ich mich jedes Mal wieder. So sind Jürgen Kluckert, Till Hagen, Ulrike Stürzbecher, Katja Primel und Reinhard Scheunemann zu hören, die ihre Sache so ordentlich machen wie immer. Frau Stürzbecher dürfte man allerdings ruhig ein paar Verniedlichungen weniger in ihre Texte schreiben.

Immerhin gibt es einmal ein bisschen Weihnachtsmusik zu hören. Auch wenn sie dem Flair nicht auf die Sprünge hilft, man hat daran gedacht. Und gesungen wird abschließend auch.

Das Covermotiv passt zum Titel. Nur schade, dass es keine einzige Szene mit Benjamin an einem Weihnachtsmarktstand gibt. So gesehen hätte eine Szene mit den Vorbereitungen besser gepasst.

Fazit:  Insgesamt eine ganz nette Weihnachtsgeschichte, die man mal hören kann. Leider fehlt ihr jegliches Weihnachtsflair, was ich darauf schiebe, dass man vom Weihnachtsmarkt selber gar nichts hört. Beides habe ich als sehr schade empfunden.

Benjamin Blümchen (139) – Der Dinosaurierknochen

Titel: Benjamin Blümchen (139) – Der Dinosauerierknochen / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Detlef Bierstedt, Klaus Dieter Klebsch, Ulrike Stürzbecher ua

Als Benjamin und Otto mit Daisy, der Hündin von Baron von Zwiebelschreck Gassi gehen, buddelt sie einen Dinosaurierknochen aus. Professor Hieroglyphus ist begeistert: Genau dieser fehlt noch im Dinosaurierskelett des Neustädter Museums. Also wird der Knochen in der Museumswerkstatt präpariert. Doch am Morgen ist er verschwunden!


Mir hat ja bereits die vorige Folge wirklich gut gefallen, und das hat mich bereits überrascht. Ich weiß nämlich noch, dass ich bisher keine sonderliche hohe Meinung zu den neuen Benjamin-Folgen hatte. Umso verblüffter bin ich, dass auch dem “Dinosaurierknochen” ein Kompliment machen muss. Einzig, dass man neuerding immer sofort mitten hinein ins Geschehen geschubst wird, sagt mir gar nicht zu. Ich denke jedes Mal, ich habe versehentlich die Zufallswiedergabe aktiviert.
Egal. Benjamin betreut also Daisy, die Hundedame von Baron von Zwiebelschreck. Die buddelt den Dinosaurierknochen aus und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Was mir daran so gut gefallen hat ist, dass es mal nicht so geradlinig und vorhersehbar zugeht. Als der Knochen plötzlich verschwunden ist, rätseln Benjamin, Otto und Karla ganz schön, wer dahintersteckt. Verdächtige gibt es genug, aber irgendwie traut man niemandem den Diebstahl zu. So kann man für diese Serie durchaus recht lange mitknobeln, was Spass macht und für Abwechslung sorgt.
Die Auflösung ist dagegen dann schon etwas lasch, aber immerhin ganz witzig.
Und was ich der Folge ganz hoch anrechne: die scheinbar so offensichtlichen Bösewichte heißen glücklicherweise nicht Hinki und Pinki. Ich hatte es schon befürchtet und war endlos erleichtert als es nicht so war. Ich bin kein Fan neuer Charaktere bzw Gastfiguren in dieser Reihe, aber statt den beiden ist mir jeder recht.
Am Ende, quasi nach der eigentlichen Geschichte, gibt es noch einen Bonus-Track, in dem man etwas über den Saurier erfährt um dessen Knochen es zuvor ging. Natürlich von Benjamin und Otto. Eine schöne Idee, wie ich finde.

Was ich der Folge dagegen ganz schwer übelnehme ist, dass sich Anja Rybiczka auf das Nervigste durch die Geschichte kläfft. Ehrlich, Kiddinx, habt ihr kein echtes Hundegebell irgendwo im Archiv schlummern? Lobend sind dagegen Klaus Dieter Klebsch und Detlef Bierstedt zu erwähnen, die ein sehr spaßiges Touristenduo mimen: nämlich Bruce und Wayne. Ich bezweifle, dass Dreijährige den Gag verstehen, ältere Hörer dagegen sehr wohl. Da musste ich wirklich grinsen.

Musik und Geräusche: ja. Das Titellied und einige kleine Effekte, die sich gut einfügen und das Geschehen ein bisschen anschaulicher machen. Ganz getreu dem Stil dieser Reihe eben.

Obwohl es in der Geschichte eine Reihe neuer Figuren gibt, sind auf dem Cover nur die Hauptfiguren zu sehen. Vor einem Dinosaurierskelett natürlich. Mir gefällt das so. Mit den anderen Charakteren oder gewissen Szenen hätte das Motiv sicher überladen gewirkt.

Fazit:  Einmal mehr eine Folge, die mir Spaß gemacht hat. Sie ist mal nicht so geradlinig und vorhersehbar, was durchaus für etwas Spannung sorgt und Gelegenheit bietet, ein bisschen mitzuknobeln. Trotzdem verliert sich die Handlung darin nicht, sondern findet gegen Ende gut zu sich zurück.

Benjamin Blümchen (138) – Das neue Müllauto

Titel: Benjamin Blümchen (138) – Das neue Müllauto / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Ulrike Stürzbecher, Roland Hemmo, Wilfried Herbst ua

Auf dem Sommerfest der Stadtreinigung gibt es ein Tauziehen Benjamin gegen die Müllleute. Diese purzeln leider wild durcheinander und können erst einmal nicht mehr zur Arbeit gehen. Also müssen Benjamin und Otto das Leeren der Mülltonnen übernehmen. Sie dürfen sogar mit dem neuen Müllauto fahren. Doch dann wird es gestohlen.


Es bleibt nicht aus, dass einem beim Titel dieser Episode sofort die alte Folge “Benjamin Blümchen als Müllmann” einfällt. Wenn man vom Schlag her ein bisschen so ist wie ich, dann denkt man sich aber: immerhin endlich wieder eine Berufefolge. Das hat  bekanntlich über zahlreiche Geschichten hinweg gut funktioniert, das kann unmöglich gänzlich in die Binsen gehen. Noch nicht mal, wenn ein Beruf neu aufgewärmt wird.
Kurz und knapp: geht es auch nicht. Die Folge funktioniert gut. Es gibt anfangs sogar einige ordentlich eingebaute Verweise auf die alte Folge, was für ein wenig Charme von früher sorgt. Davon abgesehen ist die Geschichte aber ganz eigenständig. Nachdem sie eingangs für einige Einblicke in den Job des Müllmanns und die Funktionsweise eines Müllautos gegeben hat, beginnen Benjamin, Otto gemeinsam mit Karla ihre Tour. Das haut natürlich erstmal alles nicht so recht hin. Benjamin hat lange Zeit nicht mehr hinter einem Lenkrad gesessen. Seine ersten Fahrversuche gehen entsprechend nicht ganz ohne kleinere Schäden am blitzneuen Müllauto vonstatten. Das sorgt für ein Schmunzeln hier und da.
Das wirklich Abenteuer beginnt erst danach. Herr Pichler hat etwas im Müll entsorgt, was der Bürgermeister dringend zurückhaben möchte. Damit beginnt das Chaos, was letztlich darin gipfelt, dass das Müllauto gestohlen wird. Beulen und Kratzer, okay, aber wie sollen Benjamin und seine Freunde einen Diebstahl erklären? Das Müllauto muss wieder her, egal wie. Die Jagd auf das Auto ist leidlich spannend, weil man als Hörer weiß, was vorgefallen ist. Und auch, weil man sich fragt, wieso die Freunde einzeln hinter dem Auto herlaufen, statt dass Benjamin sie auf den Rücken nimmt, wodurch die defintiv schneller gewesen wären. Dafür kommt tatsächlich etwas Spannung auf als das kostbare Eigentum des Bürgermeisters darin nicht zu finden ist.
Auch das ist ein ganz dicker Pluspunkt an dieser Folge: außer der Müllabfuhrchefin Frau Saubermann sind ausschließlich Figuren mit von der Partie, die die Serie seit je her bevölkern.

Somit gibt es hinsichtlich der Sprecher auch kaum etwas zu bemängeln. Dass Ulrike Stürzbecher es mit der schrillen Stimme und den ewigen Verniedlichungen oft übertreibt, muss man wohl einfach so hinnehmen. Immerhin gelingt ihr aber ein liebenswert-listiger Ton gegenüber dem Bürgermeister erstklassig. Da habe ich doch mal grinsen müssen. Heike Schroetters sympathische Stimme und der energische Ton passt prima zu der Chefin der Müllabfuhr.

Eine Reihe Geräusche veranschaulicht hier vor allem die Funktionen des Müllautos. Musik findet man abgesehen vom Titellied nicht, doch das ist in der Reihe nichts Neues und geht somit in Ordnung.

Das Cover ist ebenfalls gelungen. Schön, Benjamin nochmal in seiner Müllmannkluft zu sehen. Das weckt Erinnerungen. Das neue Müllauto ist natürlich ebenfalls zu sehen. Außerdem darf man sich fragen, wieso der Bürgermeister eine Bananenschale am Zylinder hat. Das deutet das Dilemma der Geschichte an.

Fazit: Es ist immer noch so, dass Berufefolgen funktionieren. Sogar wenn dieser Beruf schon mal in einer Folge Thema war. Das weckt Erinnerungen. Die Story selber geht jedoch neue Wege, doch auch die können sich vor diesem Hintergrund hören lassen. Mir hat die Episode gefallen, von der Sorte darf es gerne mehr geben.

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