Bibi Blocksberg

Bibi Blocksberg (125) – Der Strandurlaub

Titel: Bibi Blocksberg (125) – Der Strandurlaub / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Bodo Wolf, Eduardo Mulone, Susanna Bonasewicz, Rosario Bona ua

Urlaub am Meer was gibt s Schöneres? Leider hat das Reisebüro vergessen, die Hotelzimmer zu buchen. Zum Glück können die Blocksbergs in ein anderes Hotel am Nachbarstrand ausweichen. Bernhard schnorchelt, Barbara liest und Bibi lernt surfen. Doch richtige Erholung kommt nicht auf: Nachts stört ein Heulen vom Meer die Urlaubsidylle.


Es ist beschämend, aber mit einem guten Jahr Verspätung widmen wir uns dann auch dieser Reihe mal wieder. Zum Glück ist gerade Sommer, da passt so eine Urluabsfolge gut. Diese Urlaubsstimmung wird auch prima rübergebracht mit dem Flug, dem Hotel, dem unangenehmen Vorfall und der folgenden glücklichen Wendung, mit Papis Schnorchelei und Bibis Surfkurs.
Der Zwischenfall zu Beginn lässt auch direkt mal etwas Spannung aufkommen, doch natürlich ist das längst noch nicht alles. Das wäre selbst für eine Folge dieser Serie zu wenig.
Nachts weht plötzlich ein unheimliches Heulen vom Meer zu Blocksbergs Hotel herüber. Eine feine, dezent unheimliche Szene, die Rätsel aufgibt. Was kann nur hinter diesem Geräusch stecken? Der Hotelbesitzer und sein Sohnemann wollen nicht so recht mit der Sprache raus, erzählen was von Spuk. Als Hörer hat man spätestens als der Besitzer des ersten Hotels bei den Eltern Blocksberg aufschlägt so eine Idee. Aber selbstverständlich muss es Bibi sein, die gemeinsam mit Thomaso einen spannenden und gar nicht so ungefährlichen nächtlichen Bootsausflug unternimmt und die Sache endgültig aufklärt.
Dabei wird dann auch ein bisschen gehext. Die Hexerei kommt hier nämlich sonst wieder viel zu kurz in meinen Ohren. Es ist also immer etwas los in dieser Geschichte. Da macht das Zuhören Spass.

Blocksberg urlauben in Italien und das muss man hören. Rosario Bona, Claudio Maniscalco und Eduardo Mulone sorgen dafür, dass das gelingt. Ihnen nimmt man den italienischen Akzent wenigstens ab. Sehr fein gemacht!

Ein paar zum Schauplatz passende Geräusche mehr hätte ich mir schon gewünscht. Ich denke da an mehr Meeresgeräusche wie zB Wellen. Was die Musik anbetrifft, beschränkt man sich wie gewohnt auf das Titellied.

Auch das Covermotiv vermittelt die volle Ladung Sommer- und Urlaubsflair mit der surfenden Bibi und den Eltern, wie sie am Strand und im Meer relaxen. Thomaso hat es ebenfalls aufs Cover geschafft.

Fazit:  Eine richtig schön sommerliche Urlaubsgeschichte mit spannenden Momenten und rätselhaften Ereginissen. Mir hat sie sehr gut gefallen!

Bibi Blocksberg (124) – Das verrückte Huhn

Titel: Bibi Blocksberg (124) – Das verrückte Huhn / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Bodo Wolf, Cathlen Gawlich, Luise Lunow ua

Inhalt: Als Frau Müller-Riebensehl Unterricht im Freien macht, will Bibi die Picknickdecke der Blocksbergs für sich und Moni herbeihexen. Doch stattdessen erscheint ein verrücktes Huhn, das ständig alle Leute erschreckt. Sie kann es weder zurückhexen noch herausfinden, woher es stammt. Da Barbara sehr beschäftigt ist, muss Bibi das Problem alleine lösen.


Bitte nicht schon wieder eine Tierfolge! Nach den Desastern mit Affen und Einhörnern war ich wirklich nicht angetan davon, dass wir es dieses Mal mit einem Huhn zu tun bekommen. Ich wollte mir einen gackernden Sprecher erst gar nicht vorstellen.
Aber ich muss sagen, dass ich das Huhn dieses Mal gar nicht so schlimm fand. Es nervt längst nicht so schlimm wie andere Tiere in den neueren Folgen dieser Reihe. Das kann aber auch daran liegen, dass ich Hühner toll finde und Affen nicht mag. Ich fand es jedenfalls unerwartet doch ganz witzig und niedlich.
Natürlich ist es ungewöhnlich, dass Barbara ihre Tochter mit dem gackernden Problem quasi im Stich lässt, aber das ist halt ein Element des Chaos, das in dieser Geschichte allgemein herrscht. Es geht wirklich chaotisch und hektisch zu und Bibi gerät in eine absurde Situation nach der anderen. Das macht Spass und ich habe hier und da wirklich schmunzeln müssen, wenn ich mir die Szenen vorgestellt habe. Dabei fragt man sich natürlich genau wie sie, woher dieses Huhn wohl kommt und wieso es sich nicht weghexen lässt. Das bleibt tatsächlich bis zum Schluss ein Rätsel.
Weiterhin punktet die Folge damit, dass sie keine nervigen Junghexen oder neue Charaktere ins Rennen schickt. Familie Blocksberg, Moni, Frau Müller-Riebensehl, Mania, Walpurgia und ein Zahnarzt und seine Helferin, mehr sind es nicht, und das reicht so auch! Gegen solche lieb gewonnenen und sympathische Figuren haben neue Hexen eben keine Chance. Schön, dass man hier im Blocksberg-Kosmos geblieben ist.

Cathlen Gawlich gackert sich fröhlich durch die Geschichte und damit ist es ihr zu verdanken, dass mir dieses Tier nicht auf die Nerven gegangen ist. Sonst sind die bekannten Sprecher am Werke und machen ihre Sache ganz prima. Schön, von Bodo Wolf alias Bernhard Blocksberg mal wieder ein bisschen mehr zu hören. In vielen neueren Folgen hat er ja eher eine kleine Rolle, hier dagegen nicht. Das hat mich wirklich gefreut.

Was Musik und Geräusche angeht, bewegt sich einmal mehr alles in vertrauten Bahnen. Alles Nötige ist da, aber nichts, was man eigens hervorheben oder bemängeln kann.

Selbstverständlich hst es das Huhn auch auf das Cover geschafft. Und wenn man so sieht, wie Bernhard in eine Tortenkatastrophe schliddert, dann wird auch deutlich, dass es in dieser Geschichte hoch hergehen wird.

Fazit: Überraschenderweise hat mir diese Folge ganz gut gefallen. Das Huhn nervt nicht, es geht turbulent und witzig zu, es ist auch ein bisschen spannend und es sind nur wenige, dafür aber ausschließlich bekannte und liebenswerte Figuren mit von der Partie. Fein!

Bibi Blocksberg (120) – Der Affe ist los!

Titel: Bibi Blocksberg (120) – Der Affe ist los! / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Stefan Meszerits, Gabriele Streichhahn ua

Inhalt: Bibi hat für ihre Hausaufgaben das Äffchen Chitta zu den Blocksbergs gehext. Für den Rückhexspruch benötigt sie allerdings ein bestimmtes Hexkraut. Und da sie für die Suche danach gerade keine Zeit hat, bleibt Chitta erstmal da. Das hat chaotische Folgen, vor allem, da Chitta einen Gelb-Tick hat und nichts in dieser Farbe sicher vor ihr ist.


Vor dieser Folge habe ich mich seit VÖ gedrückt, weil ich Schlimmstes befürchtet habe. Ich mag nämlich absolut keine Affen. Ich bin super tierlieb und habe inzwischen sogar eine Spinnenart gefunden, die ich niedlich finde, aber Affen gehen für mich gar nicht. Abgesehen davon war mir klar, dass man hier sicher keine echten Affenlaute zu hören bekommen würde. Stimmt auch!
Doch der Reihe nach. Ich habe mich hier wirklich mal wieder gefragt, was man sich bei manchen Folgen denkt?
Mal wieder eine Hexerei, die irgendwie ein bisschen daneben geht und nur mit ganz bestimmten Hilfsmitteln rückgängig gemacht werden kann, die natürlich nicht sofort greifbar sind. Hatten wir unter den neueren Folgen der Reihe ja auch erst wie oft? Reichen zwei Hände um es an den Fingern abzuzählen? Ich glaube, nicht.
Dann diese Handlung: Bibi hext Chitta (aus der Folge um den “Hexenschatz” bekannt) ins Haus und das Äffchen mischt alles ordentlich auf. Vor allem gelbe Dinge haben es ihr angetan. Eine kleine Katastrophe reiht sich an die andere, alles wirkt hektisch und überdreht. Sowas mag ich ja mal gar nicht. Das ist albern und sicher nicht witzig. Lediglich über den Tulpenverkäufer musste ich kurz schmunzeln.
Spannung sucht man bei dieser Folge absolut vergebens. Die ach so sonderbaren Vorkommnisse, die unmöglich auf Chittas Konto gehen können, sind genau das Gegenteil. Das dürfte selbst die junge Hörerschaft raffen, wer dahinter steckt.

Der Affe nervt kolossal, anders kann ich es gar nicht sagen. Sein Sprecher Stefan Meszerits (na klar, ein Sprecher!) tat mir die ganze Zeit fürchterlich leid, wie er da am Mikro “affig” tun musste. Leider konnte ich nicht herausfinden, wer hinter dem Kürzel F.O. Wien steckt, aber ich habe auf jeden Fall über seine Darbietung schmunzeln müssen. Das einzige kleine Highlight in dieser Story.

Da gibt es endlich mal eine Folge mit Musik, die über das Titellied hinausgeht und dann kommt sowas! Am Ende der Folge singt uns Kinder-Youtube-Star “Cute Baby Miley” (au weia!) noch einen Affensong. Fürchterlich. Ausserdem ist der Song ausgesprochen poppig. Da sind die lieben Kleinen, die bei der Geschichte vielleicht gerade so eingeschlummert sind, direkt wieder hellwach. Die Eltern dürften begeistert sein. Nicht. Ich war es auch nicht. Singende Kinder muss ich nicht haben.

Wenigstens dem Cover kann man keine Vorwürfe machen. Es ist bunt und das Motiv wirkt sehr lebendig. Das gefällt mir. Es verspricht an sich tatsächlich eine ganz witzige Folge.

Fazit:  Unspannender und alberner geht es nun wirklich nicht mehr. Der Affe nervt enorm, genau wie das unsägliche Lied am Ende.

Bibi Blocksberg (119) – …und der Feuerdrache

Titel: Bibi Blocksberg (119) – …und der Feuerdrache / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 43 min / Sprecher: Wilfried Herbst, Susanna Bonasewicz, Roland Hemmo ua

bibi119Inhalt: Bibi hext sich und den Bürgermeister aus Versehen auf die Burg Eintracht im Mittelalter. Von dort aus tyrannisiert Raubritter Eberhard mit einem Feuerdrachen die Bürger von Neudorf, dem späteren Neustadt. Da Bibis Hexkraft zunächst aufgebraucht ist, geraten sie in Gefangenschaft. Dennoch beschließen die beiden, dem Bösewicht das Handwerk zu legen!


Es ist nun mal so, dass ich Mittelaltermärkte zwar liebe, mich aber sonst eher wenig für diese Zeit interessiere. Drachen sind mir auch ziemlich egal. Daher hatte ich gewisse Bedenken bei dieser neuen Folge. Außerdem gibt es ja bereits “Bibi in der Ritterzeit” und damit würde sich diese Folge zwangsweise vergleichen lassen.
Grundsätzlich ist die Idee aber gar nicht übel. Der Bürgermeister hat sich mal wieder eine Gemeinheit überlegt um Neustadts Kasse zu füllen. Vor lauter Wut hext sich Bibi zusammen mit ihm ins Mittealter. Dort treibt ein Ritter mit einem gefährlichen Drachen seinerseits Geld bei der armen Bevölkerung ein. So erfährt der Bürgermeister mal aus erster Hand, wie sich so ein Vorgehen anfühlt. Das kann ihm definitiv nicht schaden. So weit, so gut.
Leider kann von Spannung keinerlei Rede sein. Schon das Cover verrät recht deutlich, was es mit dem Drachen auf sich hat. Der Charme und das Flair besagter “Ritterzeit”-Folge kommt auch zu keiner einzigen Sekunde auf. Und außerdem ist der Aufhänger zum x-ten Male, dass Bibis Hexkraft erschöpft ist. Und einmal mehr braucht es irgendeine Zutat für den Rückhexspruch, mal wieder mit einem total albernen Namen.

Der Bürgermeister spielt hier eine vergleichsweise große Rolle, daher ist Roland Hemmo sehr oft zu hören. Er nimmt den Bürgermeister nicht nur mit ins Mittelalter, sondern auch seine energische Stimme und den leicht arroganten Ton. Dirk Petrick gibt einen sympathischen Siegfried. Und Peter Flechtner nimmt man den bösen Ritter auch recht schnell ab.

Musik gibt es neben dem Titellied wie gewohnt nicht weiter. Dafür fällt die Geräuschkulisse wirklich auffallend gut aus. Vor allem scheint man endlich mal keinen Menschen ans Mikro gesetzt zu haben, nur damit ein Hund ein paarmal bellt.

Um in der Gestalt auf dem Cover einen Drachen zu erkennen, muss man womöglich wirklich vier oder fünf Jahre alt sein. Jedes ältere Kind wird ihm das nie und nimmer abnehmen. Ich persönlich finde es albern. Und wenn man schon einen Titel mit dem bedrohlichen Wort “Feuerdrache” wählt, dann darf man gerne auch die entsprechende Figur so ausfallen lassen.

Fazit: Eine gute Idee um dem Bürgermeister mal einen Spiegel vorzuhalten. Davon abgesehen ist aber alles beim Alten. Mal wieder Bibis Hexkraft erschöpft, mal wieder muss eine Zutat zum Zaubern gefunden werden und den Charme der “Ritterzeit”-Folge sucht man auch vergebens.

Bibi Blocksberg (118) – Die Austauschschülerin

Titel: Bibi Blocksberg (118) – Die Austauschschülerin / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 43 min / Sprecher: Bodo Wolf, Nicole Hannak, Susanna Bonasewicz ua

bibi118Inhalt: Familie Blocksberg erwartet eine Austauschschülerin: Emily aus London. Bibi freut sich schon sehr auf sie. Doch leider entpuppt sich das englische Mädchen schnell als absolutes Gegenstück zu ihr selbst. Sie scheint eingebildet, verwöhnt und pingelig zu sein. Der erste Eindruck kann aber leicht täuschen. Ob die beiden Mädchen Freundinnen werden?


Leider passiert es bereits automatisch, wenn ich von neuen Folgen der Reihe höre: erstmal bin ich skeptisch, oft genug auch absolut pessimistisch.
In diesem Falle erfreulicherweise völlig unbegründet! Zugegeben, die große Spannung sucht man hier vergebens, aber es gibt doch genügend Dinge, die die Geschichte interessant halten. Werden Bibi und Emily sich noch anfreunden? Wird die Schulparty doch bei den Blocksbergs stattfinden dürfen? Solche Fragen halten neugierig.
Bei mir hat die Folge in anderen Bereichen gepunktet. Beispielsweise damit, dass mal wieder richtig viel gehext wird. Damit, dass mich die Geschichte irgendwie an die alte Folge “Bibi in Amerika” erinnert hat. Damit, dass nicht die x-te neue Hexe vorgestellt wird, von der man später aber nie mehr etwas hören wird. Damit, dass es mal ganz ohne Junghexen geht, sondern nur um die Blocksbergs, Bibis Freundinnen und die Schule. Damit, dass die Geschichte mit Bibi und Emily zwar zwei Welten aufeinanderprallen lässt, aber eben auch zeigt, wie man solche Unterschiede überwinden kann. Damit, dass man beide Städte (Neustadt und London) nochmal kennenlernt, Vergleiche anstellen kann. Und zuletzt, dass man sogar ein paar Vokabeln Englisch aufschnappen kann.
Für mich sind das -wenn man es weiter greift- genau die Stärken, die die früheren Folgen auszeichneten. Und dafür nehme ich es mehr als gerne in Kauf, wenn es mal nicht so spannend ist. Dafür ist es unterhaltsam und in einigen Belangen wesentlich lebensnaher.

Die Sprecherliste fällt recht kurz aus. Als Emily ist Nicole Hannak zu hören. Sie lässt Amily anfangs etwas hochnäsig, aber nicht wirklich unsympathisch klingen. Irgendwie mag man die kleine Engländerin trotzdem. Später kann sie überzeugt sie mit fröhlichem und lebendigem Ton. Der englische Akzent ist nicht zu 100% glaubwürdig, aber auch nicht störend und allzu aufgesetzt. Ich würde Emily gerne mal wieder in einer Folge antreffen.
Neben Susanna Bonasewicz sind beispielsweise Eva-Maria Werth, Bodo Wolf und Gabriele Streichhahn mit von der Partie.

An Musik gibt es neben dem Titellied nichts weiter, was mich aber noch nie gestört hat. Dafür ist die Geräuschkulisse ganz prima und vermittelt einem ohne Probleme Bilder vom Geschehen. Das ist in meinen Augen auch völlig ausreichend bei einer Kinderreihe.

Das Cover zeigt den Moment als die Blocksbergs Emily von der Bahn abholen. Im Gegensatz zu den Blocksbergs schaut Emily wenig glücklich drein, was gut die Ausgangssituation der Geschichte rüberbringt.

Fazit:  Eine wirklich schöne Folge, die sich auf die Qualitäten und Themen der frühen Geschichten dieser Reihe besinnt. Es geht um Freundschaft, darum wie man Unterschiede überwinden und dann doch gemeinsam Spass haben kann. Und ein bisschen zu lernen gibt es auch. Dennoch kommt die Geschichte modern daher, ohne dass es gezwungen wirkt. Beides schließt sich also keineswegs aus. Solche Folgen dürfte es für mich gerne häufiger geben.

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