Bibi & Tina

Bibi & Tina (76) – Die Voltigier-Show

Titel: Bibi & Tina (76) – Die Voltigier-Show / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Dorette Hugo, Marius Clarén, Olaf Streichmann ua

bt76Inhalt: Bibi und Tina lernen richtig Voltigieren. Mit Tinas Bruder Holger als Longenführer. Die beiden sind rasch so gut darin, dass sie eine Einladung in ein Voltigier-Feriencamp bei Rotenbrunn bekommen. Am Ende lockt der Auftritt in der Show ‘Voltigier-Stars’ Doch zuvor geraten ihre Pferde Sabrina und Amadeus in große Gefahr!


Ich bin relativ spät in die Serie wieder eingestiegen, daher fehlen mir eine Menge Folgen. Also kann ich im Gegensatz zu Bibi nicht sagen, ob Voltigieren bisher nie ein Thema in der Reihe war. Aber Bibi wird es wissen. Mit dieser Folge wird dieses eklatante Versäumnis nun ausgebügelt.
Der Anfang ist dabei allerdings wenig aufregend. Bibi und Tina entdecken unter Holgers Anleitung ihre Begeisterung für das Voltigieren und sind -wie könnte es anders sein- höchst talentiert. So talentiert, dass sie sich beim Voltigier-Camp anmelden, wo sie unter fachkundiger Anleitung zusätzlichen Schliff erhalten sollen. Junge Hörerinnen, die selber voltigieren, werden davon sicher angetan sein, aber spannend geht anders.
Das bleibt dann auch so, als die Mädchen im Voltigier-Camp ankommen und ihren Trainer Ströcke kennenlernen. Der führt doch etwas im Schilde! Und damit man das auch gleich weiß, verhaspelt er sich artig einige Male. Ganz ehrlich, das kenne ich von “Bibi & Tina” anders! Normalerweise enttarnen sich die Bösewichte in dieser Serie nicht sofort und auf so offensichtliche Weise. Und bei Aussagen wie “Das sind wirklich zwei sehr schöne Exemplare! Die sind bestimmt viel Geld wert!” muss man jetzt auch nicht unbedingt die hellste Kerze auf dem Kuchen sein um zu verstehen, um was es Ströcke geht. Das dürften selbst die jungen Hörer durchblicken. Dafür gibt es gegen Ende eine schöne Überraschung mit Ströckes “Komplizen”. Außerdem ist es spaßig, wie Bibi, Tina und Co. Ströcke entlarven.

Olaf Streichmann spricht Ströcke obendrein noch ziemlich zwielichtig und umsympathisch. Selbst daran erkennt man gleich, dass Ströcke nicht der nette Voltigier-Trainer ist, den er nach außen hin gibt. Wanja Gerick alias Guido hat mir dagegen gut gefallen. Er hat eine angenehme und sympathische Stimme. Kein Wunder, dass Bibi ein wenig für Guido schwärmt.

Abgesehen vom Titellied wartet auch diese Folge mit keiner weiteren Musik auf. Dafür kann sich die Geräuschkulisse einmal mehr hören lassen und dürfte bei jungen Pferdefans im Nu Ponyhofstimmung aufkommen lassen.

Das Cover zeigt natürlich Bibi und Tina beim Voltigieren. Mit der Show hat das Motiv nichts zu tun.

Fazit:  Die Folge beginnt unspektakulär, und später entlarvt sich der Bösewicht so offensichtlich, dass nicht mal Kinder sonderlich überrascht vom weiteren Verlauf der Geschichte sein dürfen. Eine eher schwache Folge der Reihe.

Bibi & Tina (74) – Spuk im Wald

Titel: Bibi & Tina (74) – Spuk im Wald / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Dorette Hugo, Susanna Bonasewicz, Sven Hasper, Oliver Rohrbeck, Noah Wiechers ua

bt74Inhalt: Geister im Falkensteiner Forst? Bibi und Tina machen sich mit Alex und Freddy über diese Gerüchte lustig und erschrecken sich bei einem Zeltausflug immer wieder gegenseitig zum Spaß. Doch dann geschehen seltsame Dinge auf dem Martinshof: Sachen verschwinden aus dem Stall, seltsame Geräusche sind zu hören. Spukt es etwa doch?


Dank des Titels hatte ich mich auf diese Folge sehr gefreut. Mit Spuk und Grusel kann man mir immer kommen, auch wenn es hier natürlich auf die junge Hörerschaft abgestimmt sein würde. Das war mir klar und es wäre auch gar kein Problem gewesen. Allerdings finde ich, dass es in der Geschichte keinen einzigen auch nur ansatzweise schaurigen Moment gibt. Anfangs fragt man sich zwar, was im Wald vor sich geht, aber das ist allenfalls geheimnisvoll. Und auch die Geschichten, die sich Bibi, Tina, Alex und Freddy eim Zelten erzählen als sie dem “Spuk” auf den Grund gehen wollen, sind kein Stück schaurig. Nicht mal für Kinder!
Und als sich dann herausstellt, was im Wald vor sicht geht, erlebt die Handlung eine komplette Drehung hin zu einer Story, die mit Spuk nicht mal das Geringste zu tun hat.
Stattdessen bekommt man eine Geschichte zu hören, die einfach typisch “Bibi & Tina” auf dem Martinshof ist. Es geht um Kinder und ein Pferd, denen geholfen werden muss, was Bibi und Tina natürlich sofort in Angriff nehmen. Und nach einigem Hin und Her ist selbstverständlich auch eine Lösung gefunden.
Das ist zwar nicht schlecht, denn diese Reihe besteht ja aus Reiterhof-Geschichten, aber erstens ist es nicht spannend und zweitens sicher nicht das, was man bei diesem Titel erwartet. Und dabei kann die Serie es durchaus, für ein wenig Grusel zu sorgen. Das hat beispielsweise “Das Gespensterpferd” bereits vor Langem bewiesen.

Neben Dorette Hugo, Susanna Bonasewicz und Sven Hasper ist in dieser Folge mal wieder Freddy mit dabei, gesprochen von Oliver Rohrbeck. Es ist zwar immer etwas eigenartig für mich Mister Allwissend Justus Jonas in dieser Reihe anzutreffen, aber es bringt halt auch eine gewisse Würze hinein. Ich höre gerne von Freddy, da er auf mich erwachsener wirkt als Bibi, Tina und Alex. Die beiden Kinder mit dem armen Pferd werden von Gina Stiebitz und Noah Wiechers gesprochen. Gina Stiebitz habe ich dabei als sehr lebendig und engagiert empfunden, während mir Noah Wiechers zu emotionslos rüberkam angesichts dessen, was seinem Pferd droht.

Die Geräuschkulisse geht in Ordnung solange sie nicht versucht, für Gruselstimmung zu sorgen. Denn das gelingt ganz klar nicht. Die übrigen Reiterhof-Geräusche sind aber gewohnt gut und wird junge Pferdefans einmal mehr begeistern können.

Das Cover gefällt mir. Ich finde, es sieht nach einer schönen, schaurigen Geschichte aus mit dem nächtlichen Wald, den Fledermäusen im Hintergrund und den leicht verschreckten Mienen der Freunde. Es ist also nicht nur der Titel, der in die Irre führt.

Fazit: Dieser Spuk ist leider keine Sekunden lang gruselig. Nicht mal für Kinder. Und es dauert gar nicht lange, dann steht der Spuk auch gar nicht mehr im Mittelpunkt. Dann hat man einmal mehr eine typische Martinshof-Geschichte im Player, die nicht weiter besonders ist. Schade!

Bibi & Tina (73) – Verloren im Schnee

Titel: Bibi & Tina (73) – Verloren im Schnee / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Dorette Hugo, Sven Hasper, Susanne Bonasewicz, Eberhardt Prüter ua

b773Inhalt: Es ist Winter in Falkenstein, überall liegt Schnee. Als Mikosch zu Besuch kommt, bringt er zur Überraschung aller Skier mit. Er zeigt Bibi, Tina und Alexander, wie man sich darauf von Pferden ziehen lässt. Das „Skijöring“ macht allen riesengroßen Spaß. Doch dann bricht plötzlich eine Schneekatastrophe über Falkenstein herein!


Passend zur Jahreszeit gibt es hier eine Winterfolge aus Falkenstein zu hören. Und die hat mir wirklich gut gefallen. Obwohl ich wahrlich kein Fan von Schnee und Winter bin. Doch hier kommt sofort das Gefühl auf als könne es nichts Vergnüglicheres geben als mit Skiern und Pferden im Schnee unterwegs zu sein. Doch nach soviel Spass übernehmen Bibi, Tina, Holger und Mikosch, der zu Besuch auf dem Martinshof ist, eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie machen Schnee-Notdienst. Braucht jemand aus Falkenstein Hilfe, sind sie zur Stelle. Ab da kommt auch etwas Spannung in die Geschichte, denn die Freunde haben tatsächlich ein paar kleinere Aufgaben zu bewältigen. Noch spannender wird es dann als die Jungs plötzlich irgendwo im Schnee die Orientierung verlieren. Bibi und Tina machen sich auf die Suche und dabei kommen auch Bibis Hexenkräfte zum Einsatz. In Maßen natürlich, wie man das bei dieser Reihe kennt, aber immerhin! Und so ganz nebenbei ist auch Bibis und Mikoschs kleine Liebelei ganz süß anzuhören.

Mit Mikosch ist natürlich Björn Schalla mit von der Partie. Schön, dass man dabei geblieben ist. Nur wo ist sein Akzent denn hin? Gerd Holtenau ist in der Rolle vom Mühelnhofbauern ebenfalls mit dabei und ich mag diesen freundlich-brummigen Kerl einfach gerne. Klaus-Peter Grap gibt einen herrlich verschnupften Förster Buchfink und tat mir ehrlich leid wie er da ins Telefon schnieft und hustet.

Musik ist außer dem Titellied weiter nicht zu hören, dafür wird aber eine schöne Geräuschkulisse geboten, die einem das Geschehen veranschaulichen. Lediglich das Muhen der Kühe hat mir in den Ohren wehgetan. Wer kennt noch diese Kuhdosen von früher, die man umdrehen musste und dann war ein “muuuhh” zu hören? Genau die kommen hier offenbar zum Einsatz. Was vom Tonfall nicht annähernd zur bedrohlichen Situation passt.

Das Covermotiv zeigt die Freunde wie sie mit Pferden und Skier im Schnee ihren Spass haben. Da ist Schwung drin und es vermittelt sofort Winterstimmung.

Fazit:  Anfangs ist die Geschichte einfach nur schön mit den Unternehmungen der Freunde im Schnee, später wird es dann auch spannend. Mir hat die Folge Spass gemacht.

Bibi & Tina (72) – Der geheimnisvolle Falke

Titel: Bibi & Tina (72) – Der geheimnisvolle Falke / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Dorette Hugo, Eberhart Prüter ua

Inhalt: Bei einem Ausritt finden Bibi, Tina und Alex einen verletzten Falken und bringen ihn zu Förster Buchfink, wo er sich schnell erholt. Es stellt sich heraus, dass der Falke zahm ist und sich beim Förster sehr wohlfühlt. Die Kinder schließen das Tier schnell ins Herz. Doch dann erscheint ein Falkner und fordert das Tier zurück.


Bei einer der letzten Rezis zu dieser Reihe habe ich noch geschrieben, es sei gerade Kiddinx’ stärkste Serie. Ich hoffe, das trifft bei der nächsten Folge auch wieder zu. Den “Falken” fand ich ziemlich durchwachsen, um es freundlich auszudrücken. Bibi, Tina und Alex finden einen verletzten Falken, er wird aufgepäppelt, alle schließen ihn ins Herz und als dann der Abschied naht, ist der Jammer groß. Wo doch der Falkner auch noch solch ein herzloser Mensch ist! Ich fand es ja noch gut, dass es sich mal nicht um die Pferde dreht, aber davon abgesehen wird hier nichts Besonderes geboten, und Spannung kam bei mir dabei auch nicht auf. Vor allem wirkt die Story ganz schön hastig heruntergehaspelt, speziell als es darum geht, den Falken freizukaufen. Ich hätte sehr gerne Genaueres über Bibis und Tinas Versuch erfahren, das Geld zu sammeln. Diese Szenen beim Mühlenhofbauern oder mit Freddy, wieso konnte man die nicht noch einbringen? So lange kann das nicht dauern und schon hätte die Geschichte ausgewogener auf mich gewirkt.

Neben den vertrauten Sprechern sind als Gäste Frank Ciazynski als Falkner Motzke und Klaus-Peter Grap alias Förster Buchfink mit dabei. Mir hat es gefallen, dass -wenn es schon sein Name herausschreit- wenigstens Frank Ciazynskis Stimme nicht deutlich nach dem Bösewicht schlechthin klingt. Klaus-Peter Grap gibt einen sehr sympathischen Förster, den ich gerne mal wieder hören würde.

Erwähnenswert sind die Geräusche dieser Folge, speziell die Tiergeräusche. Denn da bellen und schreien keine Sprecher vor dem Mikrofon. Jedenfalls soweit ich das einschätze. Des Försters Hund klingt schön echt und auch der Falke kann sich hören lassen. Es geht doch, Kiddinx, jetzt noch bitte für “Bibi” und “Benjamin” übernehmen! Das wäre toll!

Eins sehr tierisches Cover, das mir genau deshalb wirklich gut gefällt. Und der Falke aus dem Titel steht im Mittelpunkt. Ein wirklich sehr schönes Motiv.

Fazit:  Die Folge ist nicht wirklich schlecht, aber mir fehlte halt das Neue, das Besondere daran, und auch ein Funken Spannung und Ausgewogenheit. Die echten Martinshof-Fans werden aber wohl eine vergnügliche Zeit damit verbringen.

Bibi & Tina (64) – Hilfe für die Tierpension

Titel:   Bibi & Tina (64) – Hilfe für die Tierpension / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 37 min  / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Dorette Hugo, Marius Claren, Oliver Rohrbeck, Margarete Hamm u.a.

Inhalt:   Als Bibi und Tina eine Katze finden, bringen sie diese auf den Martinshof. Doch es gibt so viele herrenlose Tiere! Plötzlich ist der ganze Stall voll. Ein Reiterhof ist aber kein Tierheim. Da erinnert sich Frau Martin an eine alte Dame von früher, die sich in Falkenstein um Tierwaisen kümmerte. Bibi und Tina wollen sie aufsuchen.


Ich habe Folge 63 zwar bisher nicht gehört, aber was ich von der 62 noch weiß und was ich nun in der 64 angetroffen habe, das verleitet mich doch zu der Aussage, dass die Folgen dieser Serie sich thematisch wirklich machen. Hilfe für die Tierpension greift ein trauriges Thema auf, das zur Ferienzeit alle Jahre wieder in die Schlagzeilen gerät: das Aussetzen der ach so geliebten Tiere, weil man nicht weiß wohin mit ihnen, wenn man verreist. Ich hätte es zwar besser gefunden, wenn die Folge im Sommer zur Ferienzeit erschienen wäre, denn da wäre es aktuell gewesen, aber das sehe ich jetzt nicht als so wild an, Hauptsache es kommt überhaupt in einer Folge zur Sprache. Somit geht das Thema dieser Folge also schon mal in Ordnung. Sonderlich spannend ist die Folge nicht, aber es ist ja auch keine Abenteuer-Folge. Dafür hat sie aber ihre lustigen Szenen und Dialoge und mit Hanna, Dr. Eichhorn und einem “neuen” Adeligen sind auch sehr sympathische Charaktere mit dabei. Tina verzichtet erfreulicherweise auf ihre Zickereien und das Geheule und es macht einfach Spaß, ihr, Bibi, Alex und Freddy bei ihrer Zusammenarbeit zu lauschen.

Die Sprecher der Hauptrollen sind in gewohnt guter Form und so lohnt eher ein Blick auf die Nebenrollen. Hanna Simon, die Besitzerin der Tierpension, wird von Margarete Hamm gesprochen. Mit ihrer warmen, freundlichen Stimme hat sie mir ein gutes Bild von dieser Person vermittelt, der man die Tierliebe sofort abnimmt. Besonders hat mir Frank Arnold als Fürst Hugo von Hohennasen gefallen. Er hat eine sehr sympathische Stimme und ich würde mir wirklich wünschen, ihn in dieser Serie nicht das letzte Mal gehört zu haben.

Neben dem Titellied gibt es wie gewohnt die typischen Reiterhof-Geräusche zu hören, mehr ist nicht drin. Dafür muss man unbedingt lobend erwähnen, dass die zahlreichen Tiere nicht von Menschen “gesprochen” werden, das hätte die ganze Folge verdorben. Das sollte man beibehalten, unbedingt!

Auf dem Cover sieht man die vier Freunde dabei, wie sie den Schuppen renovieren, und natürlich die Tiere aus der Tierpension. Ich finde, das Motiv bringt das Teamwork von Bibi, Tina, Alex und Freddy prima rüber und die Tiere sind durchweg sehr niedlich geraten. Ein schönes Cover für diese Folge.

Fazit:   Eine wichtiges Thema und eine schöne Geschichte drum herum, so mag ich diese Serie. Für die jungen Hörer geht diese Folge sicher absolut in Ordnung.

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