Bilder

Das Mädchen, das die Finsternis sieht (Jill Taynor)

maedchenfinsterDie 8-jährige Charlene zeichnet Bilder. Nichts Außergewöhnliches für ein Mädchen in ihrem Alter. Nur dass ihre Zeichnungen Abbilder grauenhafter Morde an Kindern sind, die in New York begangen werden.

ER hat es wieder getan. Wieder und wieder. ER liebt es, sie schreien zu hören. ER ist dem New York Police Department immer einen Schritt voraus, und niemand wird ihn je aufhalten können.

Bei diesem eBook war es ganz klar das Cover, das mich sofort angesprochen hat. Ich finde die Kleine ziemlich schaurig und es hat mich sofort interessiert, was es heißt, dass sie die Finsternis sieht.
Es heißt, dass die kleine Charlene immer in sich gekehrter wird und Bilder malt, die einem eine Gänsehaut bereiten. Jedenfalls ihrer Mutter und wenig später auch den Polizisten, die mit einem Fall um seinen Kindermörder auf der Stelle treten.
An der Story gibt es an sich wenig auszusetzen. Ein Kindermörder ist immer ein ziemlicher Garant für eine spannende und schaurige Geschichte. Dass Charlene Abbilder der Morde malt, ist ebenfalls nicht ohne. Und gemeinsam mit der Polizei habe ich lange Zeit genkobelt, wer der Mörder sein könnte. An so etwas habe ich immer meinen Spass und es hat hier eine Weile gedauert, bis ich mir sicher war, wer der Täter ist. Als Belohnung lag ich dann auch richtig. Es gibt nämlich nicht nur einen Verdächtigen. Außerdem wollte in unbedingt wissen, was Charlenes Mutter aus ihrem miesen Leben macht. Ich habe wirklich den Kopf darüber geschüttelt, wie lange und geduldig ihren Ehemann erträgt. Zum Glück erledigen sich einige Probleme in Thrillern ganz von alleine…
Ein paar Kapitel und Abschnitte sind aus Sicht des Mörders erzählt. So etwas bringt immer einen gewissen Pfiff in Geschichten, zumal man damit erstens den Ermittlern oft ein Stück voraus ist, zweitens aber auch, weil sie einem beim Mitknobeln helfen.
Der einzige inhaltliche Knackpunkt war für mich, wie New York beschrieben wird. Wie der hinterletzte Slum, der nur von Mord und anderen Verbrechen regiert wird. Der schiere Sumpf des Verbrechens quasi. Ich arbeite nicht bei der Polizei in New York, daher kann ich nicht sagen, ob das stimmt, aber hier wird in dieser Hinsicht dermaßen dick aufgetragen, dass man es schlichtweg nicht glauben kann.

So gut das bis hierher alles klingt, es gibt aber einen Haken an der Geschichte, der sie mir ziemlich verleidet hat, und das ist der Schreibstil. Das beginnt schon damit, dass der Killer natürlich erstmal keinen Namen hat. Es heißt immer “er lief”, “er musste zugeben” usw. Dabei wird das ER stets groß geschrieben. Ja, der Killer ist eine zentrale Figur, aber das weiß man auch ohne Großschreibung. Außerdem lese ich ein groß geschriebenes “ER” mit einer anderen Betonung als ein normal klein geschriebenes “er”. Und diese besondere Betonung passt selten zum Ton des restlichen Satzes. So lasen diese Sätze sich für mich sehr holprig. Übrigens wird es auch ER geschrieben, wenn zB die Polzisten über den Killer sprechen, was ich total unpassend fand.
Dazu kommen noch eine Menge sehr unbeholfen klingender Formulierungen. Mein “Liebling” dabei ist “Sie nahm das Telefon in die Hand.” An einer anderen Stelle griff sie zum Telefonhörer, was für mich deutlich besser klang. “Sie machte eine Geste” fand ich auch sehr hölzern. Überhaupt “machen” die Charaktere hier Vieles. Genauso recherchiert Polizisten Karen ständig. Nämlich immer, wenn sie sich an ihren Schreibtisch setzt. Und wenn sie nicht recherchiert, dann geht sie irgendwelche Fälle und Erkenntnisse durch. Und für mich hängen Indizien auch nicht einfach an einer Stellwand. Da hängen höchstens Zettel mit Bildern oder Notzigen zu Indizien.
Nein, sprachlich konnte mich die Geschichte gar nicht überzeugen und das hat sie mir letztlich auch verleidet

Das Cover gefällt mir, wie ich oben bereits geschrieben habe. Die zusammengekauerte Mädchengestalt mit den finsteren Augenhöhlen hat etwas wirklich Schauriges an sich. Ich wollte ihr nicht gegenüberstehen.

Fazit:  Der Fall für Detective Shields und ihre Kollegen geht völlig in Ordnung. Ein Kindermörder ist meist ein Garant für spannende und schaurige Thriller. Und ich habe auch eine ganze Weile geknobelt bis ich den Täter entlarvt hatte. Ich wäre also rundum zufrieden, wenn nicht dieser unbeholfene und schlichte Schreibstil wäre. Manche Formulierung tat mir richtig weh. Da sich das so durch die gesamte Story zieht, hat es mir die Geschichte leider komplett verleidet.


Titel: Das Mädchen, das die Finsternis sieht
Autor: Jill Taynor
Seiten: 73 (gedruckt, geschätzt)
Format: Kindle Edition
ASIN: B00K08TJZE
Preis: € 0,89 (eBook)

Die drei ??? (161) – Die blutenden Bilder

Titel: Die drei ??? (161) – Die blutenden Bilder / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Harald Dietl, Bruno Apitz ua

ddf161Inhalt: Dreizehn geheimnisvolle Bilder sorgen auf dem Schrottplatz von Justus’ Onkel Titus für allerhand Aufregung. Als sich eine ganze Reihe von zwielichtigen Gestalten für die Gemälde interessiert wittern die drei ??? einen Fall. Zu dumm, dass einige der Bilder bereits spurlos verschwunden sind. Justus, Peter und Bob müssen sich bei ihrer Suche beeilen, denn Rocky Beach wird von einem hinterhältigen Erpresser heimgesucht, der es ausgerechnet auf Kunstwerke abgesehen hat und eine mysteriöse Spur hinterlässt.


Schon wieder mal Bilder. Mit dem Gedanken bin ich an diese Folge herangegangen. Dabei hat sie solche Geringschätzung eigentlich gar nicht verdient. Denn hier schafft es das Thema “Bilder” tatsächlich mal, dass die Folge an Episoden von früher erinnert, die sich damit ebenfalls befassten. Die Geschichte fährt zunächst zweigleisig. Da sind einmal die geheimnisvollen Bilder, die auf dem Schrottplatz auftauchen und allerlei zwielichtiges Volk auf den Plan ruft. Dann ist da noch ein sogenannter Bildermörder, der in der Stadt umgeht. Er zerstört Gemälde und verunstaltet sie mit roter Farbe. Gerade die letzte Idee hat mir gut gefallen. So gut man Fälle um Bilder aus dieser Reihe schon kennt, dieser hier ist so auf jeden Fall mal etwas Neues.  Später laufen diese beiden Fälle sinnig zusammen. Bis dahin bedarf es allerdings einiger Ermittlungsarbeit, die ihren Namen hier verdient. Endlich mal keine kryptischen Rätsel, die gelöst werden müssen, sondern spannende Nachforschungen und einige nette Wendungen. Dennoch kann man dem Geschehen gut folgen, was mich immer wieder freut. Es geht also doch.  Zudem hat diese Folge einiges an Komik im Gepäck. Es gibt einige Sprüche, bei denen ich grinsen musste.

Die drei Hauptsprecher sind wie üblich prima in Form. Aber auch die übrigen Sprecher haben mir gefallen. Guido A. Schick gibt einen glaubhaft naiven Gehilfen auf dem Schrottplatz. Bruno F. Apitz vermittelt einem ein gutes Bild vom etwas brummigen, aber doch sympathischen Deforge. Und Harald Dietl war ohnehin eine kleine Überraschung für mich. Es gibt so Stimmen, die versetzen mich automatisch um einige Hör-Jahre zurück in die “gute alte” Hörspielzeit. Dazu gehört seine Stimme ebenso wie die von Karin Eckhold.

Musikalisch wird eine schöne Mischung geboten. Zwar gibt es auch hier ein paar Stücke zu hören, für die einfach nur die entsprechende Konserve geöffnet werden musste, aber sie halten sich in Grenzen. Dafür sind einige schöne Orchesterstücke zu hören, die ebenfalls früheres Flair heraufbeschwören. Es gibt tatsächlich einige Momente zum erfreuten Wundern bei dieser Episode. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich wegen solch einer Überraschung nun gerne wieder zig Folgen warten möchte ehe ich sie nochmal erlebe.

Das Cover verrät bereits einiges über die Geschichte. Aber es passt halt auch entsprechend gut dazu. Und dass der Titel in dieser Reihe gerne mal spektakulärer klingen als der inhalt es ist, das dürfte inzwischen jeder wissen.

Fazit:  Eine schöne Folge mit einem interessanten Fall, der eine erfrischend neue Idee an Bord hat. Zwar sind auch hier -wie bereits öfters- wieder Bilder das zentrale Thema, doch wirkt es keinesfalls ausgelutscht. Und deshalb hat mir die Episode gefallen.

 

Die drei ??? (151) – Schwarze Sonne

Titel: Die drei ??? (151) – Schwarze Sonne / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min  / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Tilo Schmitz, Klaus Dittmann ua

Inhalt: Bei einem Malkurs lernt Bob den sympathischen und begabten Denzel Hopkins kennen. Der Mann wird plötzlich beschuldigt, ein wertvolles Gemälde gestohlen zu haben. Denzel beteuert, das Bild noch nie gesehen zu haben und unschuldig zu sein. Wie konnte er dann bereits in der Vergangenheit immer wieder ein zentrales Motiv aus diesem Bild malen – die schwarze Sonne?
Die drei ??? müssen ihren gesamten detektivischen Spürsinn aufbieten, um diesen Fall zu lösen.


Wie gut, dass man alles, was nicht augenfällig eine Bedeutung hat, als Kunst bezeichnen kann. So wird es immer Künstler geben. Daher werden die Fälle der “???”, die sich zB um Malereien drehen so schnell wohl auch nicht ausgehen. Hier hat man mal wieder eine solche Folge im CD-Player. Mir hat sie insgesamt ganz gut gefallen, bis auf eine bzw zwei Kleinigkeiten die Auflösung betreffend. Dazu später. Zuvor bekommt man eine ganz unterhaltsame Folge geboten, die nicht allzu komplex ist, bei der man gut auch mal mitermitteln kann und die vor allem -das fehlt mir so oft bei den Folgen von heute- auch eine ganz schön schauerliche Passage hat. Im Dunklen gehört, kommt da durchaus eine kleine Gänsehaut auf.
Besagten Kleinigkeiten sind zum Einen die Erpressung mit dem Hund. Bitte, da geht es um Bilder, deren Wert in die Millionen geht. Und dann lässt sich jemand mit einem Hund unter Druck setzen? Jemand, der sonst ganz schön abgebrüht und voller krimineller Energie steckt? Zum Zweiten kommt der Hinweis auf den Täter schon sehr brachial daher. Da muss man nicht Justus Jonas heißen um zwei und zwei zusammenzuzählen.

Die drei Hauptsprecher sind in gewohnt guter Form und auch in den Nebenrollen hat man sich sprechermäßig nicht lumpen lassen. Hervorzuheben ist hier zweifellos Tilo Schmitz, der Denzel Hopkins spricht. Er lässt den talentierten Maler zwar sympathisch wirken, aber mit seiner tiefen und dunklen Stimme gelingt es ihm auch, dass man trotzdem stets im Zweifel bleibt, ob man ihm tatsächlich trauen kann. In weiteren Rollen mischen unter Anderem Regina Lemnitz, Martin May, Klaus Dittmann und Jürgen Thormann (genial als Greis!) mit.

Seitens der Untermalung gibt es nichts Neues zu vermelden. Die Stücke sind passig eingesetzt und unterstreichen die Stimmung der jeweiligen Szenen. Bei den Geräuschen kam mir -und das heißt was, denn mir ist es an sich völlig egal, ob irgendwo ewig lang ein Hund kläfft- Dorothys Gebell nicht besonders authentisch, ja sogar nervig, vor. Und auch dieses Huhn hat Nervpotenzial.

Ja okay, die schwarze Sonne ist auf dem Cover wiederzufinden. Damit ist allerdings erstens auch der Eindruck flöten, den der Titel eventuell vermittelt: dass die schwarze Sonne auch eine unheimliche Erscheinung sein könnte. Außerdem frage ich mich, wo die Flügel sind? Ansonsten sieht das Motiv Dank der Lichtspielereien gut aus.

Fazit:  Zwei kleine Häkchen gibt es in meinen Augen. Da es aber eine nachvollziehbare und leicht verfolgbare Handlung gibt, sowie einen schön schaurige Passage, und ein wirklich sehr gutes Sprecherensemble, hat mir “Schwarze Sonne” insgesamt sehr gut gefallen.

Gruselkabinett (58) – Pickmans Modell

Titel: Gruselkabinett (58) – Pickmans Modell / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca 65 min / Sprecher:

Inhalt: Die Gemälde von Richard Upton Pickman schockieren die Bostoner Kunstwelt. Es sind Darstellungen abscheulicher Wesen in nicht minder grauenerregenden Situationen. Henry Thurber ist mit der einzige im eher konservativen Kunstverein, der nicht von den Bildern abgestoßen, sondern im Gegenteil, sehr fasziniert von ihnen ist…


Mit “Pickmans Modell” trifft man eine weitere Geschichte von H.P. Lovecraft in dieser Serie an. Inhaltlich hat sie mir sehr gut gefallen, wenn ich sie auch etwas vorhersehbar fand. Aber hier geht es schon ganz gut zur Sache, viele Schilderungen erwecken alleine beim Hören einen gewissen Ekel, auf jeden Fall aber erzeugen sie eine schöne Gänsehaut. Genau das halt, was ich mir an sich vom “Gruselkabinett” erwarte. Eben mal keine romantische Schauergeschichte. Soweit ich weiß -ich habe mich erst etwas kundig machen müssen, denn Lovecraft-Kenner bin ich wirklich nicht- wird diese Geschichte ursprünglich in Form eines einzigen Monologes erzählt. Hätte man das übernommen, hätte man wohl ein Hörbuch zu hören bekommen. Somit finde ich die Umsetzung gut gelungen. Der eigentliche Monolog wird  durch den Dialog zwischen dem erzählenden Henry und seinem Freund Eliot aufgelöst, und Rückblenden streuen auch mal gespielte Szenen ein.
Ja, da ist trotz allen Lobes ein “Aber” zu riechen, oder? Stimmt! Denn mir war es trotzdem immer noch zu viel Monolog. Ich habe mir oft gewünscht, dass Eliott endlich mal unterbricht.

Wobei man Dietmar Wunder nichts vorwerfen kann. Trotz seiner langen Texte liefert er durchweg sehr gute Arbeit ab. Mit düsterer Stimme bringt er die Aufgewühltheit dieses Charakters und die wechselnden Emotionen während der Bekanntschaft mit Pickman eindrucksvoll zu Gehör und sorgt alleine schon für eine bedrückende und bedrohliche Atmosphäre. Als morbider Künstler Pickman ist Sascha Rotermund zu hören, der ihn zwar einerseits gar nicht so ungewöhnlich klingen lässt, der aber auch immer eine Spur Irrsinn durchklingen lässt.

Ich kann mich an keinen Moment erinnern, in dem keine Untermalung zu hören war. Mir sind durchgängig düstere, bedrückende und Unheil verheißende Musiken im Kopf geblieben, die im Nu für die nötige Stimmung sorgen. Am Ende wurde es mir dann aber doch zu laut. Da hätte man den ruhigen Klang durchziehen sollen, das hätte auch gepasst.

Ein finsteres Gewölbe, an den Wänden Bilder mit schauerlichen Motiven, das Cover passt gut zu der Geschichte. Allerdings wirkt es mir schon wieder zu romantisch, klassisch gruselig. Und das ist die Geschichte -in meinen Augen glücklicherweise- nicht.

Fazit: Eine Folge, die mir inhaltlich seit Langem mal wieder so richtig gut gefallen hat. Eben weil es keine Schauergeschichte ist, sondern durchaus handfest gruselig. Es hätte für meinen Geschmack aber ruhig noch etwas weniger Monolog sein dürfen. Das fand ich gelegentlich noch ganz schön anstrengend und wenig dynamisch.

Point Whitmark (33) – Das Schloss des Blutmalers

Titel: Point Whitmark (33) – Das Schloss des Blutmalers / Verlag: Sony / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Jürg Löw, Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Sonja Deutsch u.a.

Inhalt: Im Zuge einer Reportage über walisische Architektur werden Jay, Tom und Derek von einem Unwetter überrascht und gezwungen, die Nacht auf Glamorgan Castle zu verbringen. Ist es nur ein Gerücht, oder hat sich der Burgherr wirklich innerhalb des verlassenen Gemäuers begraben lassen? Es heißt, die Gemälde in den düsteren Korridoren wurden mit echtem Blut gemalt. Die Jungen stoßen das Tor zu einem lange vergessenen Geheimnis auf. Als körperlose Schreie durch die einsamen Flure hallen, gibt es für sie kein Entrinnen.


Diese Folge ist ein schöner Beweis dafür, dass Szenerie, Atmosphäre und der Fall an sich noch so gut und gelungen sein können, aber wenn der Ablauf so konfus ist, dass man schon nach wenigen Minuten nicht mehr durchsteigt, dann rettet das alles auch nicht mehr sehr viel. Der Schauplatz mit dem Schloss hat mir gefallen, die düstere, unheimliche und bedrückende Atmosphäre dort auch, und auch die Elemente walisischen Vorlksglaubens sind gut eingeflochten. Das Problem für mich ist einzig, dass Jay, Tom und Derek immer mal wieder getrennt werden und jeder fü sich seine Entdeckungen macht. Die mögen zwar zusammenhängen, aber mir war das einfach zu verwirrend um da den Überblick behalten zu können. Die Auflösung kommt dann ganz schlüssig daher. Nur wäre ich rein aus den Ereignissen und Entdeckungen geschlossen, da niemals drauf gekommen.

Eine wie gewohnt gute Sprecherriege bringt diese Geschichte zu Gehör. Wobei ich mich bei Hannelore Minkus als Adwen Cadoc zunächst gar nicht sicher war, ob da wirklich eine SprecherIN am Werke ist. Claus Dieter Clausnitzer, Heike Paul und Herr Steiner (?) übernehmen die Parts der verschrobenen Dorfbewohner und können darin mit markanten Stimmen überzeugen. Ohne solch etwas schräge Charaktere kommt eben keine Folge der Reihe aus. Bert Franzke fällt die Rolle des Maddox Jones zu, der diese Figur respekteinflößend grummelig klingen lässt.

Musik und Geräusche tragen maßgeblich dazu bei, für die nötige unheimliche Atmosphäre zu sorgen. Leise düstere Stücke aus dem Hintergrund, die an einen Horrorfilm erinnern, zu Schreckmomenten auch mal lautere Klänge, der Mix kann sich hören lassen. Dann und wann mischen auch mal Melodien mit, den dem walisischen Aspekt der Story gerecht werden. Die Geräusche sind vom Feinsten und für manche Gänsehaut gut.

Das Schloss auf dem Cover wirkt angemessen düster und bedrohlich. So passt es gut zur Geschichte. Und mit den kräftigen Farben reiht es sich prima in die Serie ein.

Fazit:  Tolle Szenerie, gruseliges Flair, ein interessanter Fall, aber eben leider auch ein konfuser Verlauf, bei dem ich im Nu den Überblick verloren habe.

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