Bombe

TKKG (199) – Verfolgungsjagd um Mitternacht

Titel: TKKG (199) – Verfolgungsjagd um Mitternacht / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Peter Weis, Volker Bogdan, Timo Kinzel, Manuela Dahm ua

tkkg199Inhalt: Nur noch 15 Stunden bis zum neuen Jahr. TKKG bereiten ihre Silvesterfeier bei Familie Sauerlich vor und rechnen nicht damit, so kurz vor dem Jahreswechsel noch in einen Kriminalfall verwickelt zu werden. Aber es kommt anders. Bei Stefan Thomsen, dem Besitzer eines Feuerwerkladens, wurde eingebrochen. TKKG gelingt es, die Verfolgung der Schwarzpulverbande aufzunehmen. Doch bald wird die Angelegenheit hochexplosiv und Tim, Karl, Klößchen und Gaby müssen auf der Hut sein, um nicht selber Opfer der kaltblütigen Ganoven zu werden!


Der Jahreswechsel liegt nun schon einige Tage zurück, doch mit dieser Folge kehren wir noch einmal dorthinzurück. Und müssen uns schon nach wenigen Sekunden darüber wundern, dass TKKG Raketen für das Feuerwerk kaufen wollen. Wann genau, sind sie denn 18 Jahre alt geworden? Habe ich da etwas verpasst? Ausgerechnet die sonstigen Moralapostel par excellence? Aber gut, ansonsten hätte der neue Fall ja keinen Aufhänger gehabt, schon klar. Da muss man über so etwas auffällig Unlogisches halt mal hinwegsehen können.
Der Fall beginnt nun also und schon nach -im Verhältnis zur restlichen Handlung- kurzer Zeit wissen TKKG und damit auch der Hörer haargenau, wer hinter dem Überfall steckt. Was die Verbrecher vor haben ist auch zeitig kein Rätsel mehr. Lediglich was das große Finale der Bande sein soll, das bleibt noch offen. Aber das reicht einfach nicht, um gebannt zu lauschen. Der wohl vermeintliche Dreh kommt auch nicht wirklich überraschend daher und so bleiben allenfalls die letzten paar Minuten der Geschichte, die wenigstens ein Fünkchen Dramatik an sich haben. Das ist wenig, sehr wenig!
Und dafür, dass der Fall sich komplett am Silvestertag abspielt, ist auch von Tempo nichts zu merken. Normalerweise ist solch ein kurzer Zeitraum ja oft schon ein Garant für Tempo, hier jedoch nicht. Ich hatte im Gegenteil sogar ab und zu das Gefühl, die Story dümpele vor sich hin. Und Willis ewiges “Ich habe Hunger!” nervte hier sogar mich mal, in solch einer Häufung bekommt man es hier zu hören. Das ist dann auch nicht mehr lustig.

Wie man mich hinsichtlicher der Sprecher ganz schnell glücklich machen kann? Ganz einfach: man setze zB Peter Weis in einem Hörspiel ein. Ich liebe seine Stimme einfach und ich habe mich so gefreut, ihn hier mal wieder zu hören. Den älteren, manchmal etwas zerstreuten Ladenbesitzer nimmt man ihm sofort ab. Guido Schick gibt einen sehr übereifrigen Nachbarn und konnte mich in die Irre führen, was mögliche Komplizen der Gangster angeht.

Die Musik fällt dieses Mal weder sonderlich negativ aus, aber auch nicht sonderlich positiv. Etwas weniger mühselig auf modern getrimmt, wäre mir ganz recht. Irgendwie sorgt das so nicht wirklich für die notwendige Stimmung, Tempo oder gar Spannung.

Das Cover verrät schon mal eine ganze Menge, ohne jedoch wirklich eine Szene aus der Geschichte zu zeigen. Lediglich anhand des Weihnachtsbaumes und der kleinen Explosion kann man erahnen, wann sie spielt und um was es gehen könnte.

Fazit: Obwohl sich die Geschichte an nur einem Tag abspielt, wollen weder Tempo, noch Spannung aufkommen. Von TKKGs offenbar plötzlicher Volljährigkeit mal ganz abgesehen. Regulär drücke ich bei sowas gern mal ein Auge zu, aber nicht bei den Vieren, die sonst nichts dringender zu tun haben als anderen ihre Verfehlungen unter die Nase zu reiben.

Mark Brandis (21) – Lautlose Bombe (1/2)

Titel: Mark Brandis (21) – Lautlose Bombe (1/2) / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Michael Lott, Jacob Weigert, Dorothea Anna Hagena, Elean Wilms ua

Inhalt: 2131: Cmdr. Brandis’ Halbbruder Jonathan West steht unter Verdacht, mit Verbrechern zu kooperieren, die vor dem Einsatz von biologischen Kampfstoffen nicht zurückschrecken. Trotz deutlicher Indizien glaubt Mark Brandis an dessen Unschuld und versucht, den untergetauchten Mediziner zu finden, bevor der Geheimdienst ihn eliminieren kann.


Bei dieser Doppelfolge ist es wie so oft bei der Reihe: so richtig spannend wird es erst zum Ende hin. Das heißt jetzt nicht, dass es vorher uninteressant wäre, aber die Geschichte hat bei mir dennoch einen ausgesprochen trägen Eindruck hinterlassen. Natürlich, man bangt um die kranke Ruth und man fragt sich, welche Rolle Marks Halbbruder Nat noch spielen wird, aber ich hatte lange nicht den Eindruck, dass sich da eine Katastrophe anbahnt. Stattdessen habe ich mich gefragt, wie ein sonst so besonnener und vernünftiger Mensch wie Brandis auf die Idee kommt, der Suff könnte irgendwelche Probleme lösen. Es hat mich erhlich gesagt ganz schön genervt, ihn so oft in diesem Zustand zu erleben. Glücklicherweise erlangt er gegen Ende seinen klaren Kopf wieder zurück und kann so seine Mission um die lautlose Bombe antreten. Wie gesagt, auf den letzten Kapiteln kommt endlich Schwung in die Story und sie wirkt auch deutlich griffiger als zuvor.

Jacob Weigert kenne ich ansonsten nur als Sprecher von bestimmten Kinder- bzw Jugendhörbüchern. Damit hängt es wohl auch zusammen, dass ich ihm die erwachsene Rolle von Marks Halbbruder bisher nur schwer abnehme. Obwohl er diesen Charakter an sich gut und glaubhaft spricht. Ich denke, im zweiten Teil wird mehr von ihm zu hören sein, so dass sich dieser Eindruck bei mir legen wird. Wenn man so will, ist es durchaus beeindruckend wie leicht es Michael Lott gelingt, Brandis einmal vernünftig und intelligent klingen zu lassen, ihn dann wieder besoffen lallend zu sprechen.

Da sich die Handlung nicht draußen im All abspielt, sind auch keine großen Weltraummusiken zu hören. Stattdessen herrscht eine eher bedrückende Untermalung vor, die der Handlung das passende Flair verleiht.

Das Covermotiv gewährt einen Blick ins Cockpit. Zugegeben, der kleinste Teil der Story dieses ersten Teils spielt sich in irgendwelchen Cockpits ab, aber mir gefällt das Motiv trotzdem besser als manch voriges. Denn dieses Motiv sieht für mich ganz nach SF aus und ist mal etwas Handfestes im Vergleich zu den ganzen Sternen, Planeten, ihren Oberflächen und irgendwelche Raumschiffen, die man quasi aus der Ferne ansieht.

Fazit:   So richtig spannend wird dieser erste Teil erst gegen Ende. Zuvor geht es ausgesprochen gemächlich vor und das Gefühl eine großen Gefahr wollte sich bis dahin bei mir nicht wirklich einstellen. Auf Teil 2 bin ich nun aber gespannt, da verspricht das Ende hier doch einiges.

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