Butler Parker

Butler Parker (02) – Parker im Netz der Spione

Titel: Butler Parker (02) – Parker im Netz der Spione / Verlag: Zauberstern Records / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher:  Lutz Riedel, David Nathan, Marius Claren, Karen Schulz-Vobach, Detlef Bierstedt u.a.

InhaltJosuah Parker, ist der Butler, des Rechtsanwaltes Mike Rander. Mit seinem Chef schlittert der Hobbydetektiv von einem aufregenden Fall in den anderen. Gemeinsam macht das Duo, Parker und Rander, die Chicagoer Unterwelt unsicher… wie auch im vorliegenden Fall, wo sich alles um Spione, Intrigen und einem verpatzen Urlaub dreht… Butler Parker macht im schönen Miami einige Tage Urlaub und möchte die Sonne, Strand, und eine unbeschwerte Zeit genießen, als er plötzlich in den Strudel einer außergewöhnlichen Spionageaffäre rein gezogen wird. Wer ist Henderson? Und wieso musste er sterben? Hinter welchen Unterlagen sind die Spione her? Und wird Butler Parker diesen höchst mysteriösen Fall überleben?


Seinen zweiten Fall unter Zaubersterns Dach meistert Parker beinahe im Alleingang. Sein Chef spielt hier nur eine kleine Rolle. Und auch sonst unterscheidet sich diese Folge deutlich vom Vorgänger. So spielt sie dieses Mal nicht in Chicago, sondern im sonnigen Miami.
Dort hat das Verbrechen offenbar mehr auf dem Kasten, zumindest erschien mir diese Geschichte wesentlich dynamischer und auchinteressanter als der Vorgänger. Außerdem macht hier ganz besonders Spaß, Parker bei seinen Nachforschungen zu begleiten. Denn er steckt ja zunächst irrtümlich in der Rolle eines Täters. Es ist schon ganz witzig, wie er sich darin „austobt“ und gleichzeitig der wachsame Hobby-Detektiv ist. Aber dabei bleibt es auch: genau wie bei der ersten Folge darf man auch von dieser Folge nicht die Hohe Kunst der Detektiv-Geschichten erwarten. Ich persönlich finde „Butler Parker“ daher auch äußerst entspannend. Da kann man einfach gemütlich zuhören und sich unterhalten lassen, und muss nicht jede Sekunde fit sein um den Durchblick zu behalten bzw zu bekommen.

Lutz Riedel alias Parker ist mit hörbarem Vergnügen bei der Sache und bringt den gewitzten Butler prima rüber. David Nathan meistert seine hier sehr kleine Rolle ebenfalls sehr souverän, und auch mit den übrigen Sprechern kann man soweit zufrieden sein. Solche Durchhänger wie die Dialekt-Typen aus dem ersten Teil bekommt man hier jedenfalls nicht mehr zu hören. Mit Udo Schenk, Detlef Bierstedt, Christian Rohde und anderen prominenten Namen am Start war das auch nicht zu erwarten.

Die Untermalung geht einmal mehr in Ordnung. Zwar werden auch dieses Mal nicht gerade virtuose oder außergewöhnliche Klänge geboten, aber sie bringen trotzdem Leben in die Geschichte. Was die Geräusche angeht ist ebenfalls alles im grünen Bereich, und somit kann man auch hier ganz zufrieden mit dem sein, was man zu Hören bekommt.

Im Gegensatz zum Cover des ersten Teils wirkt dieses hier nicht ganz  so trashig. Auf jeden Fall erkennt man sofort, dass es Parker dieses Mal wirklich an den Kragen geht, und das macht schon neugierig. Zudem wirkt die Gestalt vor ihm auch etwas unheimlich.

Fazit:  Mir hat „Parker im Netz“ der Spione eine Spur besser gefallen als die erste Folge. Vergnügliche Krimi-Unterhaltung, die speziell durch ihren Hauptcharakter glänzt.

Butler Parker (01) – Parker und die weiße Göttin

Titel: Butler Parker (01) – Die weiße Göttin / Verlag: Zauberstern Records / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher:  Lutz Riedel, David Nathan, Marius Claren, Karen Schulz-Vobach, Detlef Bierstedt u.a.

InhaltJosuah Parker, ist der Butler, des Rechtsanwaltes Mike Rander. Mit seinem Chef schlittert der Hobbydetektiv von einem aufregenden Fall in den anderen. Gemeinsam macht das Duo, Parker und Rander, die Chicagoer Unterwelt unsicher… wie auch im vorliegenden Fall, wo sich alles um die „Weiße Göttin“ dreht… Sie möchten erfahren wer oder was die weiße Göttin ist und in welcher Beziehung Butler Parker zu ihr steht? Und weshalb Mike Rander und sein Butler Opfer von tödlichen Anschlägen werden und wer hinter dieses Mordkomplott steckt?


Mit „Butler Parker“ hat es eine weitere Groschenroman-Reihe ins Hörspiel-Format geschafft. Und wenn man sich diese Herkunft vor Augen hält, dann kann „Die weiße Göttin“ tatsächlich ganz vergnüglich sein. Man darf halt nur keine wunders wie komplexe Handlung erwarten. Außerdem muss man angesichts der Dialoge schon sehr tolerant sein, was Nonsens-Sätze und platte Gags anbetrifft. Da habe ich wirklich manches Mal fassungslos den Kopf geschüttelt. Die größte Katastrophe, die mir in diesem Zusammenahng im Hörspiel begegnet ist, das war das hellauf begeisterte Publikum beim Auftritt der weißen Göttin. Die Story spielt in Chicago. Also bitte: was haben da dann Zuschauer mit solch ausgeprägten, deutschen Dialekten verloren? Das tut einfach nur in den Ohren weh.
Dafür hat mir das ungewöhnliche Duo aus Anwalt Rander und seinem detektivischen Butler prima gefallen. Parkers vornehmes Getue steht im krassen Gegensatz zu seinen Ermittlungsmethoden und Rander verfügt über einen herrliche trockenen Humor. Doch, die beiden machen Spass, da gibt es nichts.

Lutz Riedel leiht Parker seine Stimme und schafft es dabei, trotz aller Blasiertheit (und da schöpft dieser Charakter wirklich aus dem Vollen) glaubhaft und überzeugend zu klingen. Bei gewissen Satz-Kontruktionen habe ich das zutiefst bewundert. David Nathan trifft für den Anwalt und Lebemann Rander genau den richtigen Ton: durchaus intelligent und gebildet, gleichzeitig aber auch recht machomäßig. Karen Schulz-Vobach in der Rolle der Tänzerin Rita Malcona klang mir dagegen oft zu übertrieben erotisch-schlampig-versoffen.

Hinsichtlich der Untermalung gibt es nichts zu beanstanden. Sie bringt in die sonst eher ruhige Geschichte den nötigen Schwung und bei mancher Szene könnte man anhand der Geräusche glatt meinen, man sei in einem Actionfilm gelandet.

Auch dem Covermotiv sieht man die Herkunft des Stoffes deutlich an: reichlich trashig. Auf diese Art aber widerum sehr gelungen, denn nur so passt es zum Hörspiel.

Fazit:   Teilweise sehr trashig, aber wenn man so etwas mag, dann bekommt man mit „Butler Parker“ rund 70 Minuten Hörspiel-Vergnügen geboten. Mal sehen, was die nächsten Abenteuer bringen.

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