Butzemann

Hatschipuh (05) – Der Galtenzwelg / Der Wilderer

Titel: Hatschipuh (05) – Der Galtenzwelg / Der Wilderer / Verlag: Sebastian Kuboth / Eigenproduktion / Spielzeit ca. 41 min / Sprecher: Fritz Straßer, Fred Stillkrauth, Toni Berger, Eva Hatzelmann, Conny Glogger

Der Galtenzwelg: Hatschipuh und Dulliduh gehen in einen kleinen Vorgarten, um sich die Gartenzwerge anzusehen. Dort sitzt ein neuer Gartenzwerg in einem kleinen Teich. Hatschipuh wundert sich sehr über das Aussehen dieses Gartenzwerges, da er eine gelbe Haut und Schlitzaugen hat. Gerade als Hatschipuh sich über ihn lustig machen will, fängt dieser an zu sprechen…

Der Wilderer: Hatschipuh findet im Wald einen Hasen, der sich in der Drahtschlinge eines Wilderers gefangen hat. Da er ihn selbst nicht befreien kann, lockt Hatschipuh den Förster zu der Schlinge, um den Hasen zu helfen. Ob es dem Förster und seinen unsichtbaren Helfern gelingt, den bösen Wilderer zu fangen?


Bei “Der Galtenzwelg” habe ich wirklich lachen müssen. Es ist zu komisch, wie die Butzemänner versuchen, ihren neuen Freund zurück nach Hause zu schicken und welches Chaos sie damit auf der Post anrichten. Da weiß man gar nicht, wer einem mehr leid tun soll: die eifrigen Butzemänner, der arme “Galtenzwelg” oder doch der Postbeamte. Übrigens typisch ein Hörspiel aus den 80ern mit der Erkenntnis, dass Chinesen kein “r” sprechen können und der deshalb sonderbaren Redweise des “Galtenzwelgs” und der Bezeichnung “Schlitzaugen”. Da dürfte man heute in keinem Hörspiel mehr in diesem Maße bringen.

“Der Wilderer” schlägt ernstere Töne an, was dem Thema auch absolut angemessen ist. Der Anfang ist ausgesprochen traurig anzuhören. Da macht es anschließend richtig Freude, die Jagd nach dem Wilderer zu verfolgen und vor allem seine Bestrafung “mitzuerleben”. Immer wieder schön, dass in der Reihe auch solche Themen zur Sprache kommen. Da können die jungen Hörer gleich etwas Wichtiges lernen.

Regisseur und Autor der “Hatschipuh”-Geschichten und -Hörspielen ist in der Rolle des Dulli Tsching Peng zu hören und klingt dabei einerseits sehr witzig mit der “r”-freien Sprache, aber auch angemessen verzweifelt, da er sich nicht mehr unsichtbar machen und icht nach Hause gelangen kann. Die übrigen Butzemänner werden von den bereits vertrauten Sprechern zum Leben erweckt und hören sich dabei sehr goldig und liebenswert an. Der bayerische Dialekt der menschlichen Chakatere verleiht dem Hörspiel etwas Uriges.

Das Titellied ist immer wieder vergnüglich anzuhören, schwungvoll und lustig. Die Geräuschkulisse zeigt sich liebevoll gemacht und verleiht den Geschichten Anschaulichkeit.

Natürlich ist auf dem Cover Dulli Tsching Peng zu sehen, wie er von dem überraschten Hatschipuh betrachtet wird. Eine gute Wahl, wie ich finde. Das Motiv macht neugierig. Im Booklet findet man neben einem Ausmalbild auch ein kleines Rätsel.

Fazit:  Eine wirklich witzige Geschichte, eine die zum Nachdenken anregt und ein erstes Thema zur Sprache bringt. Wie immer eine gelungene Mischung, die ich wärmstens empfehlen kann.

 

Hatschipuh (04) – Der schusselige Bauer / Die Sonnwendfeier

Titel: Hatschipuh (04) – Der schusselige Bauer / Die Sonnwendfeier  / Label:  Sebastian Kuboth, Eigenproduktion / Laufzeit: ca. 41 min  / Sprecher:   Fritz Straßer, Fred Stillkrauth, , Toni Berger, Eva Hatzelmann, Conny Glogger u.a.

Der schusselige BauerHatschipuh und Schmirgli beobachten, wie ein schusseliger Bauer auf seinem Maisfeld versehentlich Hafer anpflanzt. Um die Ernte zu retten, holen die Butzemänner Raben,Möwen und Hamster zur Hilfe. Doch da entdeckt der Bauer die Vögel auf seinem Feld und vertreibt sie. Ob es unseren Butzemannfreunden gelingt, dem Bauer gegen seinen Willen zu helfen?

Die SonnwendfeierDulliduh nimmt Hatschipuh, Gänseblümchen und Schmirgli mit auf einen Berg zu einer Sonnwendfeier. Auf der Alm überraschen sie zwei Burschen, die Autoreifen und einen großen Holzhaufen anzünden wollen. Hatschipuh und seine Freunde versuchen,Schlimmstes zu verhindern…


Genau wie die vorige Folge bekommt man auch mit Episode 4 eine gelungene Mischung an Geschichten zu hören. “Der schusselige Bauer” ist sehr witzig mit der Wette zwischen Hatschipuh und Schmirgli, die sich gegenseitig das Übel zuschustern wollen, Gänseblümchen vom Singen abzuhalten. Und auch die Hilfsaktion der Butzemänner und Tiere ist lustig zu verfolgen. Vor allem die kleine Karawane aus Butzemännern und Hamstern mit vollgestopften Backen stelle ich mir äußerst goldig vor. Gleichzeitig gibt es in dieser Geschichte aber auch wieder etwas zu lernen, beispielsweise über Mais und Hafer.

“Die Sonnwendfeier” hat dagegen einen ernsten Kern, denn hier planen zwei Männer, anlässlich des Sonnwendfestes, Autoreifen zu verbrennen. Es wird deutlich gemacht, wie gefährlich das ist, ja, sogar verboten. Unterstrichen wird diese Botschaft dann noch durch die Aktion der Butzemänner. Die widerum ist aber ganz unterhaltsam. Somit vermittelt die Geschichte auf unterhaltsame Art eine wichtige Botschaft, die die jungen Hörer sicher erreichen wird.

Neben den vertrauten Sprechern, die die Butzemänner gewohnt goldig und liebenswert sprechen, sind in den Rollen der beiden Reifenverbrennern Michael Lerchenberg und Conny Glogger zu hören. Mir hat es gefallen, dass sie -obwohl sie ja ein Unrecht begehen wollen- nicht wirklich böse klingen. Erzähler Fritz Straßner überzeugt auch in dieser Folge damit, dass er den Hörer oft direkt anspricht. So fühlt man sich als Teil des Geschehens.

Das eingängige Titellied und eine schöne, niedliche Geräuschkulisse, die die Welt der Butzemänner vorstellbar macht, rundet den Gesameindruck schließlich ab.

Hatschipuh als Fluglotse für die helfenden Möwen? Oder was stellt das Covermotiv dar? Der kleine Kerl ist ja ganz goldig, aber etwas mehr Bezug zu einer der Geschichten wäre schon schön gewesen.

Fazit:  Erneut eine gelungene Mischung aus Spass und -es ist längst nicht so abstrakt, wie das hier jetzt sicher klingt- Wertevermittlung. Die “Hatschipuh”-Geschichten sind einfach ein Hörvergnügen,

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