Captain Future

Captain Future (06) – Kein Erdenmensch mehr

Titel: Captain Future (06) – Kein Erdenmensch mehr / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: ca. 73 min / Sprecher: Helmut Krauss, Hans-Jürgen Dittberner, Engelbert von Nordhausen, Wolfgang Völz, Jochen Schröder ua

cf06InhaltJohn Carey hat es geschafft. Er hat die Explosion seines Raumschiffs überlebt und schwebte jahrelang durch das Weltall. Nun, da er wieder auf Menschen gestoßen ist, muss er feststellen, dass sich alles, wofür er einmal egstanden hat, für die jetzigen Generationen geändert hat und nicht mehr existiert. Er ist ein lebendes Fossil, das sich auf der Erde nicht mehr zurechtfindet. Da kommt ihm die Aussicht mit Captain Future auf Reisen zu gehen, gerade recht. Er wusste nur nicht, dass sich sein Schicksal, so viele Jahre nach der Explosion seines Raumschiffes, endlich erfüllen sollte.


Als ich diese CD in den Player legte, war ich etwas in Sorge. Denn eigentlich bin ich seit Folge 2 aus der Serie raus. Zum Glück scheint man die Episoden dieser Reihe auch hören und verstehen zu können, wenn man nicht jede einzelne kennt. Die wichtigsten Charaktere hat man schließlich ohnehin präsent, wenn man Kind der 80er ist 😉
Für mich lässt sich diese Folge gut in zwei Teile aufteilen. Zunächst lernt man John Carey kennen, einen Menschen, der seit 1991 als im All verschollen galt. Er wird im Weltraum treibend von der Future-Crew aufgegriffen und muss erkennen, wie lange er “geschlafen” hat. Mir hat dieser Teil der Geschichte gut gefallen. Careys Entgeisterung und Schrecken kommen gut rüber, so dass er mir irgendwie ziemlich leid tat. Auch wenn ich selber es schon cool finden würde, in CFs Zeit “aufzuwachen”, so kann ich mir doch vorstellen, dass es für Carey ein Schock sein muss. Die Sichtweise auf das folgende Geschehen bleibt dann auch bei Carey. Er begleitet Captain Future und seine Leute auf einer Mission, bei der ein gewisser Mr. Lowther gestellt werden soll, der die Treibstoffversorgung übernommen hat und so die Raumfahrer ausnehmen will. Das klang anfangs ganz spannend und ich hatte mich auf ein recht fulminantes Finale gefreut. Das fiel dann allerdings ziemlcih dürftig aus und kam mir doch arg einfach vor. Und auch Lowther wirkte kaum bedrohlich. Wenn es nur immer so leicht wäre, solche Menschen dranzukriegen! Und wenn sie doch immer so naiv wären. Schade eigentlich, das hat mich ziemlich enttäuscht. Andererseits könnte man es auch so sehen, dass die Handlung bis dahin auch eher ruhig verläuft. Womöglich hätte ein lauteres Ende dazu nicht gepasst? Schwer zu sagen. Mir wäre es auf den Versuch angekommen.

Aushängeschild dieser Reihe ist es nachwievor, dass die Sprecher der TV-Serie aus den 80ern zu hören sind. Da kommen einem sofort Erinnerungen daran in den Kopf und einen Punkt Nostalgiebonus sichert die Reihe sich damit ebenfalls. Zwar hört man den Sprechern teilweise an, dass seither doch einige Jährchen in die Lande gezogen sind, doch der Leistung schadet das natürlich nicht. Diesen Stimmen lauscht man gerne, auch nach Jahren noch.  Engelbert von Nordhausen gibt einen angemessen grimmigen Mr. Lowther. Und Gordon Piedesack habe ich Careys Entsetzen und Verzweiflung ebenfalls sofort abgenommen.

Der Soundtrack sorgt natürlich ebenso für nostalgische Gefühle. Im Vergleich zu den Musiken, die andere SciFi-Hörspiele begleiten, mag sie wohl etwas sehr einfach wirken, aber für mich kommt dabei immer noch am schnellsten Science Fiction-Atmosphäre auf.

Das vertraute Covermotiv kommt dieses Mal mit einem rötlich-violett angehauchten Hintergrund daher. Diese dezente Abwechslung gefällt mir. So bleibt das Hauptaugenmerk auf das goldene F gerichtet. Deutlicher kann sich eine Serie kaum als solche zeigen.

Fazit:  Den Teil um Mr. Lowther hatte ich mir etwas spannender und am Ende spektakulärer gewünscht. Dafür konnte mich der Part um Carey überzeugen, der ohnehin eher mein Fall war. Somit hat die Folge bei mir einen recht positiven Eindruck hinterlassen.

The return of Captain Future (02) – Die Kinder der Sonne

Titel: The return of Captain Future (02) – Die Kinder der Sonne / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: / Sprecher: Hans-Jürgen Dittberner, Wolf Frass, Wolfgang Völz, Helmut Krauss ua

Inhalt: Professor Calin, ein Freund von Captain Future, ist auf dem Merkur umkreisenden Komenten Vulkan verschollen gegangen. Niemand weiß, wo er ist. Captain Future und seine Freunde machen sich auf, um den gemeinsamen Freund zu finden. Sie stoßen im Inneren des Kometen auf die Spuren einer alten Zivilisation und auf Anzeichen, dass Calin den alten Wegen gefolgt ist. Captain Future folgt seinem Freund – ohne zu ahnen, dass er angefangen hat mit seinem Leben zu spielen.


Ich war nach Folge 1 schon sehr skeptisch dieser zweiten Folge gegenüber. Allerdings muss ich nun zugeben, dass sie mir doch einen ganzen Tacken besser gefallen hat als der Vorgänger. Ich hatte hier zum ersten Mal den Eindruck, dass in der Geschichte wirklich etwas passiert. Die Crew um Captain Future sucht nach einem Freund und begibt sich dabei auf die Spur nach einer vergessenen Zivilisation und in Gefahr. Das ist an sich ganz spannend und interessant zu verfolgen und ausgesprochen kultig. Ich hätte es allerdings noch besser gefunden, wenn man Future und seinen Leuten die jeweiligen Emotionen deutlicher angehört hätte. Ganz egal was ihnen widerfährt, sie klingen durchweg erstaunlich gelassen und gleichförmig. Das nimmt natürlich selbst das kleinste Bisschen Action oder Tempo aus der Handlung. Zudem finde ich immer noch, dass diese Erzählweise ala “…”, rief er oder “…s”, sagte Otto” den Schwung derbe ausbremsen.

Wie gesagt, ein paar hörbare Emotionen mehr ständen so ziemlich jedem Sprecher bzw seinem Charakter ganz gut zu Gesicht. Dafür hatte ich den Eindruck, dieses Mal nicht ganz so viel von Erzähler Helmut Krauss zu hören. Vielleicht habe ich mich an seine azhlreichen Einsätze aber auch nur gewöhnt. Am liebsten höre ich hier noch immer Wolfgang Völz zu, der den Otto spricht. Ein wenig grummelig, aber auf sehr sympathische Art.

Musikalisch lässt sich die Reihe auch dieses Mal nicht lumpen. Die alt vertrauten und stimmungsvollen Stücke sind wie gewohnt gut eingesetzt und vermitteln hier besonders den Charme der alten TV-Serie. Ein paar Geräusche dürften es dafür gerne mehr sein. Sie würden die Szenerie sicher noch anschaulicher gestalten.

Das Covermotiv entführt einen ein weiteres Mal ins All, gibt aber ansonsten nicht viel her. Wobei ich das nicht so schlimm finde, denn so sieht man den CDs an, dass hier kein Kinder-Aufguss von “Captain Future” zu Gehör gebracht wird.

Fazit:  Folge 2 hat mir besser gefallen als der Erstling. Sie erinnerte mich eher an die TV-Serie und ich hatte hier mehr das Gefühl, dass tatsächlich etwas passiert und sich Future und Co. auf einer interessanten Mission befinden.

The return of Captain Future (01) – Die Rückkehr von Captain Future

Titel: The return of Captain Future (01) – Die Rückkehr von Captain Future / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: / Sprecher: Helmut Krauss, Hans-Jürgen Dittberner, Marie Bierstedt, Klaus Dittmann ua

InhaltSeit drei Jahren ist Captain Future, alias Curtis Newton, mit seinen Freunden Simon Wright, Otto und Greg verschwunden und keiner glaubt mehr daran, dass sie jemals zurückkehren werden. Und doch sind dunkle Schatten im verwaisten Labor im Krater des Tycho zu sehen. Schatten, die etwas Beängstigendes in sich tragen. Als Joan Landor und Ezella Garnie hinauf zum Mond fliegen um endgültig Abschied zu nehmen, ahnen sie nicht, dass die Schatten nur der Anfang sind. Plötzlich schweben sie in Lebensgefahr und drohen für immer ihre eigene Identität zu verlieren.


Ich muss im Vorfeld kurz erwähnen, dass ich weder die alten CF-Hörspielserie kenne, noch je ein CF-Buch gelesen habe. Mir wurde nämlich gesagt, dass die TV-Serie -mein einziger Bezug zu CF- mit der Buchvorlage nicht mehr viel zu tun hat, und dass sich diese neue Reihe halt nach den Büchern richtet. Ich finde aber nicht, dass ich mit falschen Voraussetzungen an diese Serie gegangen bin, denn auf dem Cover prangt dick die Ankündigung, dass man die Originalsprecher und Originalmusik der TV-Serie zu hören bekommt. Daher kann ich nicht finden, dass meine Erwartungshaltung total falsch war. Ich will der Geschichte jetzt auch nicht absprechen, dass die Handlung uninteressant und im Grunde inhaltlich auch spannend ist. Nur bei mir kan zumindest von der Spannung so gut wie nichts an. Über dem gesamten Hörspiel liegt für mich eine geradezu erstaunliche Ruhe. Selbst in solch dramatischen Momenten wie dem, als diese finstere Kreatur Joan übernimmt, habe ich keine Dramatik dabei empfunden. Alles zieht sich in Gemütsruhe dahin. Und wenn man dann -wie ich- die TV-Serie im Kopf hat, dann ist man mindestens verblüfft. Ich habe extra noch mal ein paar Folgen angeschaut, aber in jeder war mehr los als hier.

Einen Teil Mitschuld an dieser “Ruhe” trägt in meinem Falle der häufige Einsatz des Erzählers Helmut Krauss. Ja, ich weiß, es ist (bzw soll ein) inszeniertes Hörbuch (sein), da gehört ein nahezu allgegenwärtiger Erzähler dazu. Trotzdem hätte es für meinen Geschmack gerne weniger sein dürfen. Und vor allem hätte er sich solche Sätze wie “sagte die junge Frau.” am Ende einer Aussage von Joan sparen können. Ich höre schließlich, was sie sagt. Oder wenn es schon sein muss, dann auch konsequent bei allen Charaktere und immer. Die übrigen Sprecher machen ihre Sache prima und es ist natürlich klasse, eine ganze Reihe Stimmen von damals auch in der heutigen Reihe wiederzuhören. Natürlich hört man, dass sie älter geworden sind. Das ist aber ganz normal und für mich kein Grund für Kritik. Man sollte sich da als Fan einfach freuen, dass Highscore Music Wert darauf gelegt und sich diese “Mühe” gemacht hat.

Das Wiederhören mit der alten Musik ist selbstverständlich eine feine Sache und zumindest in dieser Hinsicht habe ich mich ein wenig zurück ins “Damals” versetzt gefühlt. Der Folge wurde aber auch neue Musik gegönnt, die sicher gut ist, für mich aber schon wieder ein wenig zu imposant. So klingt CF für mich halt einfach nicht.

Das Cover kommt recht schlicht daher, gefällt mir aber trotzdem. Es kommt beim Ansehen schon Weltraum-Stimmung auf. Und mit den Farbspielen und dem F ist es auch ganz augenfällig.

Fazit:  Kurz und ungut: mein Ding ist “Captain Future” so nicht. Zu zäh und Spannung und Dramatik kamen für mich hier nicht auf. Vielleicht kommt das aber noch mit Folge 2. Eine erste Episode muss ja immer auch erstmal den Boden für das Folgende ebnen und die große Handlung einleiten. Abwarten.

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