Cendrine Wolf

Oksa Pollock (03) – Der Treubrüchige

Titel: Oksa Pollock (03) – Der Teubrüchige / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 405 min / Buch: Anne Plichota, Cendrine Wolf / gelesen von: Cathlen Gawlich

Inhalt: Große Gefühle, tödliche Feindschaft und gleich zwei Welten, die vom Untergang bedroht sind: Oksa Pollock steht vor einer schier unglaublichen Herausforderung. Es gibt nur eine Rettung: Sie muss es nach Edefia schaffen. Doch dann gehen die Probleme für sie und ihren Gefährten Gus erst richtig los. Ein spannendes Fantasy-Abenteuer mit hohem Suchtfaktor. Nun endlich: der lang der erwartete Eintritt in die magische Welt Edefia.


Darauf haben die Fans der kleinen Huldvollen schon seit Beginn an gewartet: dieser dritte Teil führt sie nun endlich tatsächlich nach Edefia. In das Land, über das man bisher so viel gehört, von dem man im Verhältnis aber doch nur sehr wenig gesehen hat. Allerdings darf man nun nicht erwarten, es gehe bereits nach wenigen Kapiteln dorthin. Man muss schon noch geraume Zeit bis zu diesem großen Moment ausharren. Langweilig wird es bis dahin jedoch nicht, denn nach Edefia geht man bekanntlich nicht so leicht wie zum Nachbarhaus. Auf Oksa und ihre Anhängern warten bis dahin noch einige Schwierigkeiten und Aufgaben, die es zu meistern gilt. Dabei geht es hier ganz gut rund und es wird viel gekämpft. Angesichts dieser Actioneinlagen kam mir erstmals der Gedanke, dass sich die Geschichte von einer Erzählung für Kinder allmählich klar wegbewegt. Spätestens von diesem dritten Teil werden sich auch Jugendliche angesprochen fühlen. Hinzu kommt noch, dass hier -obwohl Oksa ja erst 13 Jahre alt ist- auch das Thema erste Liebe eine wesentliche Rolle spielt. Mit allem, was für junge Teenager dazu gehört. Ich habe oft gelesen, dass sich viele daran stören, dieses Thema schon bei einer 13jährigen einzubringen, aber mich hat das nicht weiter gestört. So eine kleine Lovestory, die hier ja auch noch ausgesprochen zart daherkommt, gehört zu einer guten Geschichte für mich halt dazu. Edefia selber dürfte die Fans sicher begeistern. Mir hat es vor allem gefallen, da es in einer ganzen Reihe von Elementen tatsächlich mal neue Ideen bietet. Das fasziniert gleich umso mehr. Gewisse Schwierigkeiten hatte ich damit, die Figuren gleich wieder auf die Reihe zu kriegen. Teil 1 und 2 liegen ja nun doch schon eine ganze Weile zurück. Wer da nicht gerade ein Elefantengedächtnis oder Teil 1 und 2 gleich mehrfach gelesen oder gehört hat, kämpft doch erstmal. Von daher hätte ich spätestens bei diesem dritten Teil ein Glossar der Charaktere im Booklet begrüßt. So musste es dann und wann für mich das allwissende Internet tun 😉

Cathlen Gawlich ist erneut schlichtweg eine Freude an Sprecherin. Mit ihrer Vielzahl an Stimmen haucht sie tatsächlich jeder einzelnen Person (und jedem magischen Wesen natürlich!) des Oksa-Universums einzigartiges Leben ein. Auch bei diesem dritten Teil habe ich darüber immer wieder begeistert gestaunt. Eine bessere Wahl hätte man für diese Saga nicht treffen können.

Nach Blau und Grün macht “Der Treubrüchige” nun mit einem kräftigen Orange als Hintergrund des Covermotivs im Regal auf sich aufmerksam. Ich finde, man sieht Oksa und Tugdual an, dass da etwas zwischen ihnen schwelt. So wie sie Rücken an Rücken dastehen. Zusammen mit dem Titel macht das neugierig auf die Story.

Fazit:  Auch wenn sich “Der Treubrüchige” noch mal eine gute Schippe Zeit nimmt, endlich geht es mit Oksa & Co. nach Edefia. Ein spannender und auch gefühlvoller dritter Teil, der Handlungsstränge aus den vorangegangenen Teilen zusammenführt und dann weiterentwickelt, so dass man mit Fug und Recht auf Teil 4 gespannt sein darf.

Oksa Pollock (02) – Die Entschwundenen (Anne Plichota & Cendrine Wolf / Cathlen Gawlich)

Titel: Oksa Pollock (02) – Die Entschwundenen / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 412 min / Buch: Anne Plichota & Cendrine Wolf / gelesen von: Cathlen Gawlich

Inhalt: Wenn dein bester Freund in Gefahr ist, wirst du dein Leben aufs Spiel setzen, um ihn zu retten. Die zweite große Prüfung für Oksa Pollock beginnt Kaum sind Oksa und Gus gemeinsam aus Orthons Fängen entkommen, da verschwindet Gus plötzlich auf seltsame Weise. Bald wird klar, dass er in einem Gemälde gefangen wurde und dass eigentlich Oksa hätte das Opfer sein sollen. Gemeinsam mit den Rette-sich-wer-kann , ihrem Vater und dem Jungen Tugdual folgt Oksa Gus in das Gemälde, um ihn zu retten. Dort warten nicht nur gefährliche Abenteuer auf sie. Oksa merkt, dass sie sich nicht nur zu Gus, sondern auch zu Tugdual hingezogen fühlt. Für wen soll sie sich entscheiden?


Als Huldvolle hat man es nicht leicht. Das hat Oksa schon in ihrem ersten Abenteuer feststellen müssen. Aber auch “Die Entschwundenen” halten wieder einige Herausforderungen für sie bereit. Ein wenig hat mich der Aufhänger der Geschichte ja an “Alice im Wunderland” erinnert. Da ist es ein Erdloch in eine sonderbare, fremde Welt, Oksa und die Rette-Sich-Wer-Kann purzeln quasi in ein Bild und landen an einem seltsamen, gefahrvollen Ort. Solch ein Land hat den Autorinnen natürlich erneut viel Spielraum für phantasievolle Ideen geboten, den sie auch fleißig ausnutzen. Nicht nur die Beschreibung der Welt mit seinen speziellen Eigenarten sind ideenreich erdacht, vor allem die Lebewesen dort fallen sehr einfallsreich aus. Die Mission Gus zu retten hält einige Prüfungen für Oksa und ihre Freunde bereit und es wird auch sehr bald deutlich, dass diese Welt im Bild nicht ungefährlich ist. Das hält die Geschichte durchgängig spannend und interessant, und ich konnte mir beim Hören gut vorstellen, dass es vielleicht auch mal PC- oder Konsolenspiele zur “Oksa”-Serie geben könnte. Der geradlinige Verlauf dieses zweiten Bandes mit den Prüfungen würde sich da anbieten. Gefallen hat mir außerdem -ich mag das oft ganz gerne- dieses sich anspinnende Gefühlschaos von Oksa gegenüber Gus und Tugdual. Oksa wird in diesem zweiten Teil immerhin 14 Jahre alt, da hat auch eine erste zarte Liebesgeschichte ihre Berechtigung, und die ist hier wirklich goldig geraten.

Cathlen Gawlich hat bereits “Die Unverhoffte” absolut genial gelesen, und auch bei “Die Entschwundenen” ist sie wieder zu hören. Ich kann oft nur ungläubig und bewundernd den Kopf darüber schüttelt, welch eine Fülle an Stimmen sie für die Charaktere und vor allem für die zahlreichen Wesen bereithält. Und welchem Engagement sie sich durch die Geschichte spricht, lacht, gackert (ich hätte so gerne eine Sensibylle! Dank Cathlen Gawlich bin ich fürchterlich verliebt in dieses hysterische Huhn ;)), wie sie Akzente umsetzt und als Plemplem gestelzt daher redet.  Das klingt über wite Teile schon nach HörSPIEL.

Auf dem Cover Oksa mit den beiden jungen Herren ihres Herzens: der offene, nette Gus und der geheimnisvolle und düstere Tugdual. Im Hintergrund angedeutet die wundersame Welt, in der sie durch das Bild gelandet sind. Mit gefällt der Zeichenstil der Figuren sehr gut, sie wirken schön lebendig. Und durch die Licht- und Schattenspielereien ist auch eine gewisse Spur des Unheimlichen zu erkennen, das auf Oksa und Co. lauert. Auch wenn auf der Rückseite des Booklets ein Überblick über die bisherigen Ereignisse zu finden ist, sollte man schon mit “Die Unverhoffte” in die Reihe einsteigen, sonst wird man schnell nicht mehr durchsteigen.

Fazit:  Mir hat dieser zweite Teil noch eine Spur besser gefallen als Teil 1. Spannend, einfallsreich voll phantasievoller Elemente und durch Oksas Schwärmerei für Gus und Tugdual auch sehr goldig.

Oksa Pollock – Die Unverhoffte (Cendrine Wolf & Anne Plichota / Cathlen Gawlich)

Titel: Oksa Pollock – Die Unverhoffte / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 420 min / Sprecher: Cathlen Gawlich / nach einem Buch von: Cendrine Wolf & Anne Plichota

InhaltHier kommt Oksa! Ninja, Kämpferin, Retterin Der Auftakt zur “Pollockmania” – dem Fanwunder Oksa Pollock ist nicht begeistert, als ihre Eltern beschließen, von Paris nach London zu ziehen. Gut, dass ihr Freund Gus und seine Familie mit von der Partie sind, und sie gemeinsam in die neue Schule kommen. So muss Oksa die Bosheiten des Klassenlehrers McGraw nicht allein aushalten. Doch dann passieren merkwürdige Dinge auf ihrer Handfläche lodert ein Feuerball, sie kann frei schweben und um ihren Nabel bildet sich ein sternförmiges Mal. Erst jetzt erfährt Oksa von ihrer wahren Herkunft und Bestimmung: Sie ist die “Unverhoffte”, die das verschwundene Land Edefia retten soll, aus dem ihre Familie einst vertrieben wurde. Doch auch Lehrer McGraw scheint eine Verbindung zu Edefia zu haben


Oksa Pollock – das kleine große Wunder, das kürzlich plötzlich die Leserwelt aufmischte- hat es sehr zügig auch ins Hörbuch-Format geschafft. Glücklicherweise! Denn auch wenn ich inzwischen oft gelesen habe, dass vielen Leuten die Geschichte zu einfach gestrickt ist, so kann ich nur sagen, dass sie mir sehr gut gefallen hat. Gerade weil sie, zumindest bislang, nicht allzu komplex ist. Deshalb kann ich den Vergleich mit “Harry Potter” auch nicht so recht nachvollziehen, denn in der Reihe deutet es sich ja schon im ersten Band an, dass sie mal eine Art Wissenschaft werden wird. Das ist bei “Oksa Pollock” nicht der Fall. So kann man der Handlung leicht folgen und all die phantasievollen Details genießen, die Cendrine Wolf und Anne Plichota für ihre Geschichte erdacht haben. Denn daran wird hier wahrlich nicht gespart. Von lustigen Kreaturen über interessante Waffen bis hin zur Story um Edefia (quasi eine Geschichte in der Geschichte) und einem Haufen sehr kreativer Namen und Bezeichnungen, ist alles dabei, was das junge Fantasyherz sich nur wünschen kann. Eine sympathische und wunderbar normale Hauptperson mit ausgefallenen Hobbys und eine Reihe illustrer weiterer Charaktere machen es einem sehr leicht Zugang zu ihnen zu finden. Doch natürlich ist “Oksa Pollock” auch spannend, wenn es auch -zugegeben- eine Weile dauert ehe davon wirklich die Rede sein kann. Das bedeutet aber nicht, dass es bis dahin langweilig zugeht, keineswegs. Die Story ist durchweg sehr unterhaltsam und macht einfach Spass.

Cathlen Gawlich ist auch so eine Sprecherin, die einfach alles kann, wie? Erzählen, passende und eindeutige Stimmen vergeben, ausländische Akzente imitieren, sich als magische Kreatur durch die Geschichte glucksen und krächzen… Das ist verblüffend anzuhören. Aber eben auch sehr genial! In einem Hörbuch habe ich sie hier zum ersten Mal gehört und es wird sicher nicht mein letztes mit ihr sein. Klasse!

Angesichts des abenteuerlichen Werdegangs der Geschichte hin zum richtigen Buch und Hörbuch hatte ich mir schon ein etwas umfangreicheres Booklet gewünscht. Dort findet man lediglich die Track-Auflistung. Der Look orientiert sich ganz an der Buchvorlage, was auch gut so ist. Der dunkle und so etwas mysteriös wirkende Hintergrund, davor die gewitzte Oksa, das ist ein Blickfang. Schön ist auch, dass man das Motiv für die CDs übernommen hat.

Fazit:   Ein sehr phantasievoller und unterhaltsamer Start in die Reihe, den ich jungen Fantasy-Fans nur wärmstens ans Herz legen kann. Oksa hat es mit Recht ins (Hör)buch-Format geschafft!

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