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Insel-Krimi (05) – Langeooger Dünenblut

Titel: Insel-Krimi (05) – Langeooger Dünenblut/ Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 58 min  / Sprecher: Matthias Keller, Julia Kaufmann, Peter Flechtner, Pat Murphy ua

Nach Burnout und Infarkt gibt der erfolgreiche Banker Steffen Wiesner seinen Job auf und zieht mit seiner Frau Lena auf die Insel Langeoog. Hier, fernab von der Hektik der Großstadt, möchten sie ein neues Leben beginnen. Doch erwarten die beiden hier nicht nur Insel-Idylle und skurrile Nachbarn, sie werden auch noch in einen Mordfall verwickelt.


Nun ist das Verbrechen also auf Langeoog angekommen. Wie üblich spielt auch diese Folge auf einer Insel, die man eigentlich als beschaulichen Urlaubsort kennt. Genauso wirkt es hier auch. Der Schauplatz wird mit viel nordischem Flair in Szene gesetzt, sodass man leicht verstehen kann, dass Steffen und seine Frau Lena hierhergekommen sind um nach dem Großstadtstress Ruhe zu finden. Die Geschichte nimmt sich Zeit dafür, das Inselfeeling heraufzubeschwören und die wichtigsten Figuren vorzustellen. Allzu viele sind es erfreulicherweise nicht und jeder bringt einen ganz eigenen Charakter mit. So fällt es leicht, den Überblick zu behalten. Niemand von ihnen wirkt so als könne er etwas ernsthaft Böses im Sinne haben. Hier und da gibt es kleinere Spannungen, doch die Motive sind nachvollziehbar und so richtig ernst wirkt es nicht. Daher habe ich mich eine ganze Weile gefragt, aus welcher Richtung innerhalb dieser Gruppe eine Tat wie ein Mord kommen soll.
Mit dieser friedlichen Ruhe ist es dann plötzlich jäh vorbei. Erst ein totes Tier, wenig später eine Leiche in den Dünen. Das ruft natürlich auch die Polizei auf den Plan, doch eine wichtige Rolle spielt der Herr Kommissar hier nicht. Dieser Krimi muss überwiegend ohne echten Ermittler auskommen und das klappt gut. Stimmig ist es außerdem, denn man hat ja bereits gemerkt, dass die Inselbewohner ein recht verschworener Haufen sind, in den auch Steffen und Lena schnell aufgenommen wurden.
So forschen vor allem Steffen, Lena und ihr neuer Nachbar nach. Nach und nach finden sich Erkenntnisse zusammen und es können erste Schlüsse gezogen werden. Das geht mit spürbarer Ruhe vonstatten, große Dramatik sucht man hier vergebens. Auch krimimäßig spannend würde ich die Geschichte nicht unbedingt nennen, aber es gelingt ihr auf jeden Fall, den Hörer neugierig und bei der Stange zu halten. Immerhin hat man die meisten Figuren schnell ins Herz geschlossen, da möchte man schon wissen, in wem man sich getäuscht hat.

Seitens der Sprecher gibt es Licht und Schatten gleichermaßen. Matthias Keller und Gerrit Schmidt-Foß haben mir gut gefallen. Sie lassen ihre Charaktere absolut gegensätzlich wirken. Der eine eher ruhig, der andere lebendig und hier und da ein bisschen frech. Diesen Schwung hätte ich mir von Dana Friedrich dagegen oft gewünscht. Ein bisschen mehr Energie, ein bisschen mehr Betonung an vielen Stellen. Pat Murphy erweckt mit breitem nordischen Dialekt einen sympathischen Schreiner zum Leben. Stefanie Schumann wiederum kam mir bei ihren Einsätzen zu steif und wenig authentisch vor.

Dafür, dass hier letztlich tatsächlich gemordet wird, präsentiert der Soundtrack sich ausgesprochen munter mit leichten Stücken, die gut zu einer Geschichte passen, welche auf einer Nordseeinsel spielt. Die Geräusche könnten gar nicht besser sein: tadellos eingefügt und in der Lage einem jede Szene vorstellbar zu machen.

Bisher mein Lieblingscover in dieser Serie. Allerdings vor allem wegen der verschiedenen intensiven Blautöne. Ich war davon und vom blutroten Schriftzug so abgelenkt, dass ich die Hand erst auf den zweiten Blick entdeckt habe. Ein Cover also, bei dem ein zweiter Blick auf jeden Fall lohnt.

Fazit: Mir hat die Geschichte gefallen. Sie ist angenehm geradlinig und kommt ohne große und laute Dramatik aus. Dafür ist sie von interessanten Figuren bevölkert und hat ganz viel Nordseefeeling im Gepäck. Spannend wäre zu viel gesagt, aber es bleibt vom Anfang bis zum Ende interessant und kann an dieser Stelle durchaus mehrmals überraschen.

Team Undercover (07) – Doppeltes Spiel

Titel: Team Undercover (07) – Doppeltes Spiel / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Patrick Mölleken, Max v.d. Groeben, Theresa Schulte, Lea Kiernan, Claudia Urbschat-Mingues ua

undercover07Inhalt: Beim Geocaching werden Eddie und Hannah Zeugen eines Autounfalls. Den Fahrer können sie gerade noch aus dem Autowrack befreien. Und bald merken die Kinder, dass einige finstere Gestalten auch Interesse am Schicksal des Unfallfahrers haben. Was hat der zu verbergen? Mit ihren Recherchen lenkten die Vier vom TEAM UNDERCOVER die Aufmerksamkeit der Bösewichte auf sich und bereuen schon bald, ihre Nase wieder mal zu tief in anderer Leute Angelegenheiten gesteckt zu haben.


Und schon wartet das nächste Abenteuer auf das Team Undercover! Das muss man dieser Folge lassen: zur Ruhe kommt man als Hörer dabei nicht einen Moment lang. Die Folge beginnt bereits mit einer dramatischen und spannenden Szene, die zum Nägelknabbern verleiten kann. Und genauso geht es auch weiter! Es gibt gleich mehrere Szenen, in denen man sogar um das Leben der Vier bangen muss. Das Besondere dieses Mal ist, dass die vier Kids in zwei Teams ermitteln. Denn nicht nur Eddie und Hannah sind den Verbrechern begegnet, auch Sara und Ben bekommen es mit der Bande zu tun, die wortwörtlich bis zum Äußersten gehen um ihr Vorhaben durchzuziehen. Das ist vielleicht für eine Jugendserie leicht gewagt, aber Typen dieser Art schrecken vor Waffen nun mal sicher nicht zurück und somit wirkt es hier durchaus realistisch. Das rechne ich einer solche Serie immer sehr hoch an! Die Auflösung am Ende, wer noch in die Geschichte verwickelt ist, konnte mich dann allerdings nicht überraschen. Das hatte ich schon geahnt. Und ich fand es auch etwas bedauerlich, derjenige gefiel mir sonst nämlich prima. Nebenbei bekommt man bei dieser Folge noch einen Crashkurs in Sachen Geocaching, was vielleicht ein paar Hörer neugierig machen könnte. Wer sich mit dem Thema bereits auskennt, der wird auf jeden Fall seine Freude daran haben. Das einzige, was mir speziell am Anfang ein wenig Bacuschmerzen bereitet hat ist, dass Hannah und Eddie abwechselnd schildern, was sie sehen. Da die Serie keinen Erzähler hat, geht das kaum anders, klar. Doch wer sich an so etwas wirklich richtig stört, der muss hier wohl mal die Zähne zusammenbeißen.

Die jugendlichen Sprecher machen ihre Sache hier prima, da gibt es nichts zu beanstanden. Sie klingen engagiert und haben hörbar ihren Spass an der Sache. In den erwachsenen Rollen geht es mit beispielsweise Claudia Urbschat-Mingues, Tilo Schmitz, Bernd Vollbrecht und Detlef Bierstedt ganz schön prominent zu, was die Charaktere durchweg glaubhaft klingen lässt.

Der Soundtrack braucht sich ebenfalls keineswegs verstecken. Speziell die dramatischen Szenen sind mit entsprechend aufwühlenden Stücken unterlegt. Mal etwas lauter, mal dezent leise aus dem Hintergrund. In dieser Hinsicht legt die Reihe für eine Jungendserie die Messlatte ganz schön hoch. Das gefällt!

Das Covermotiv hält einen Moment aus der besagten Anfangsszene fest. Mit dem Feuer im Hintergrund, den flüchtenden Kids und dem bewusstlosen Mann wird sofort deutlich, dass einen auf der CD ein spannender und packender Fall erwartet. Im Booklet findet man einen kurzen Text zum Thema Geocaching.

Fazit:   “Doppeltes Spiel” ist eine durchweg spannende und rasante Folge, die einem keine Sekunde zum Durchatmen lässt. Ich fand die getrennten Ermittlungen des Teams besonders reizvoll. Da merkt man, wie gut die Freunde zusammenarbeiten. Selbst wenn sie gerade mal nicht gemeinsam unterwegs sind.

Team Undercover (01) – Der Fluch des Anubis

Titel: Team Undercover (01) – Der Fluch des Anubis / Verlag:  Contendo / Laufzeit: ca. 66 min  / Sprecher:   Christoph Piasecki, Tatjana Auster, Tobias Diakow, Claudia Urbschat-Mingues, Patrick Bach, Robert Missler u.a.

Inhalt:   Zwei Dutzend geladene Gäste im archäologischen Museum von Rheinburg, unter ihnen die drei Freunde Freddy, Anne und Nick, das Team Undercover . Doch die feierliche Eröffnung endet im Chaos. Im Pyramidenlabyrinth erscheint Anubis, der ägyptische Totengott, der alle Anwesenden mit einem Fluch belegt. Durch das Sicherheitssystem im Museum eingesperrt, gibt es kein Entkommen! Als immer mehr Museumsgäste verschwinden wird ihnen klar: Sie sind in größter Gefahr. Ist der echte Anubis wirklich im Museum? Oder ist Anubis einer von ihnen?


Mit Team Undercover mischt ab Mitte November 2009 nun eine neue Hörspielreihe für Jugendliche im Ladenregal mit.
Der Fluch des Anubis ist der erste Fall der drei Freunde Freddy, Nick und Anne und hat mir ganz gut gefallen. Die Handlung spielt in einem Museum, in dem unter Anderem gerade eine Ägypten-Ausstellung stattfindet. Mit diesem eingeschränkten Raum, einer bestimmten Anzahl Personen im Museum und eben dem Verbrechen an sich, sind schon drei Faktoren gegeben, die für eine spannende Handlung bürgen. Hier kann man leicht mit dem Team Undercover zusammen ermitteln. Das Thema Ägypten, vor allem der sagenumwobene Fluch des Gottes Anubis, steuert dann noch einen gewissen Anteil an Grusel bzw Mystery bei und sorgt für die nötige Atmosphäre und zuletzt sind da auch noch die sympathischen Charaktere des Teams.
Besonders erfreulich finde ich es, dass man es hier mit einer Clique zu tun hat, die sich zwar als Detektive empfinden, die es aber zu keiner Gelegenheit raushängen lassen. Soweit ist an Der Fluch des Anubis alles dran, was zu einem unterhaltsamen und spannenden Detektivhörspiel gehört.

Der größte Wermutstropfen für mich sind allerdings die drei Sprecher Christoph Piasecki (Freddy), Tatjana Auster (Anne) und Tobias Diakow (Nick), denn sie sind allesamt bereits erwachsen, müssen aber nun über eine Stunde hinweg Jugendliche sprechen, und das hört man. Ich kann mir gut vorstellen, dass das sehr schwierig ist, gar keine Frage. Nur hört man das Bemühen, dieses Anstrengen, schon sehr deutlich. Da verrutscht leicht mal die Betonung, da stimmt das Tempo an mehreren Stellen nicht und jugendlich-lockere Sprüche wirken oft wenig überzeugend.
Das fällt umso mehr auf, da Christoph Piasecki, Tatjana Auster und Tobias Diakow eine Garde namhafter Sprecher zur Seite stehen. Mit dabei sind unter Anderem Claudia Urbschat-Mingues, Patrick Bach, Robert Missler, Karen Schulz-Vobach und Ulrike Stürzbecher.

Der Titelsong kommt leicht und rhythmisch daher und in diesem Stil sind auch die Musiken zwischen den Hörspielszenen gehalten. Gelegentlich sind auch mal orientalisch angehauchte Klänge zu hören, was gut zur Geschichte passt. Hier ist also für Abwechslung und Auflockerung gesorgt.
Die Geräuschkulisse fällt an einigen Stellen dagegen mager aus, da könnte man gut noch eine Schippe drauflegen.

Das Cover gefällt mir sehr gut, in erster Linie die Idee mit der Lupe, die einem sofort klar macht, dass es sich hier um eine Detektivreihe handelt und die dafür sorgen wird, dass man die Serie im Regal sofort ausmachen kann. Im Mittelpunkt des Covers steht -wie auch in der Geschichte- der ägyptische Gott Anubis und rundum sind weitere Motive der Geschichte zu sehen. Rundum gelungen. Das Booklet hält neben den Sprecherangaben noch einen witzigen Text von Freddy bereit.

Fazit:   Die Geschichte hat mir gefallen, sie ist gleichermaßen spannend wie auch unterhaltsam, die Inszenierung geht ebenfalls soweit in Ordnung, die Aufmachung stimmt, allerdings konnten mich die Sprecher des Team Undercover nicht überzeugen. Daher hoffe ich sehr, dass in dieser Hinsicht über die nächsten Folgen hinweg mehr Routine reinkommt, dass sie nicht mehr so angestrengt klingen. Ansonsten hat die Reihe zweifelsfrei Potenzial und wirkt erfrischend neu.

Team Undercover (02) – Das Rätsel der Halskette

Titel: Team Undercover (02) – Das Rätsel der Halskette / VerlagContendo / Laufzeit: ca. 67 min  / Sprecher:   Christoph Piasecki, Tatjana Auster, Tobias Diakow, Martin Sabel, Ulrike Stürzbecher, Rainer Marie Erhardt u.a.

Inhalt:   Eine 100 Jahre alte Halskette und ein Einbruch im Stadtarchiv. Als die drei Freunde italienische Briefe aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg erhalten, beginnt für das TEAM UNDERCOVER ein spannendes Abenteuer. Nicht nur, dass der Inhalt der Schriftstücke ihnen Rätsel aufgibt, die sie lösen müssen. Ihre Recherche über einen uralten Gerichtsprozess bringt sie ebenfalls in größte Gefahr, denn sie sind nicht die Einzigen, die das Geheimnis des Halskette lüften wollen. Können sie den mysteriösen Code der Briefe entschlüsseln?


Mit Das Rätsel der Halskette hat das Team Undercover nun also seinen zweiten Fall zu lösen.
Es scheint Markenzeichen der Reihe zu sein, dass die Fälle stets auch eine Verbindung in die Vergangenheit haben. Bei Folge 1 war es das Alte Ägypten, in der zweiten Folge führen die Spuren zurück bis zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Diese Mischung macht die Reihe zusätzlich interessant und soweit ich weiß, gibt es in dieser Hinsicht auch keine Konkurrenz. Die drei Freunde haben also wieder eine harte Nuss zu knacken und gehen die Sache erneut mit guter, solider Detektivarbeit an. Da gilt es zu beobachten, Personen zu befragen, verschlüsselte Botschaften zu übersetzen, aber auch mal nächtliche Extratouren zu unternehmen, auf denen man ins Stadtarchiv “einbricht” oder auf einem Friedhof nach vergrabenen Schätzen zu suchen.
An Spannung mangelt es also nicht und auch für eine wohlige Gänsehaut ist gesorgt, wenn die Freunde auf dem Friedhof herumstreichen, in ein offenes Grab fallen oder rot glühende Augen im Dunkel sehen.
Bisher ist die Serie für mich mit keiner anderen Reihe zu vergleichen, da sie glücklicherweise ihren ganz eigenen Stil hat. Einen leichten Dämpfer hat diese Einschätzung dann aber zum Ende dieser Folge hin damit erhalten, dass das Team Undercover nun einen erwachsenen Verbündeten hat: nämlich den katholischen Geistlichen der Stadt. Welche Serie mit einem Leuchtturm lässt da wohl grüßen?

Ein großes Lob muss man den Sprechern der Hauptrollen aussprechen, denn da hat sich zwischen den beiden Folgen eine ganze Menge getan. Erfreulicherweise versucht man nicht mehr auf Biegen und Brechen Erwachsene wie Jugendliche sprechen zu lassen, und schon klingt alles viel entspannter und echter. Hier und da gibt es wohl noch kleinere Aussetzer (an den jugendlich-coolen Sprüchen sollte noch gefeilt werden), aber insgesamt ist hier eine deutliche Verbesserung zu erkennen.
Infolgedessen ist die Kluft zwischen Christoph Piasecki, Tatjana Auster und Tobis Diakow und den Sprechern der kleineren Rollen merklich geschrumpft. Für die Nebenrollen hat man bekannte Sprecher aus dem Hörspiel-, Schauspiel-, und Rundfunkbereich eingesetzt, unter Anderem Ulrike Stürzbecher, Patrick Bach, Rainer Maria Erhardt und Annette Gunkel.

In Sachen Musik ist ebenfalls alles in trockenen Tüchern. Die Musiken klingen locker und leicht rockig und unterstreichen so den gewünschten modernen und jugendlichen Stil der Serie.
Zu entsprechenden Szenen bekommt man aber auch düstere, leisere Melodien zu hören und so ist an jeder Stelle für die passende Untermalung gesorgt.
Die Geräuschkulisse dagegen ist noch immer etwas dürftig, da darf in Zukunft gerne mehr kommen.

Das Cover fällt durch die Lupe ganz klar ins Auge und ich finde es immer wieder klasse, das bei dieser Serie der Wiederkennungseffekt nicht von einem Logo, sondern von einem Gegenstand ausgeht, der sich bei jeder Folge findet und der unmissverständlich klar macht, dass es sich hier um eine Detektiv-Reihe handelt. Die Szene hinter dem Lupenglas wirkt düster und mit dem Friedhof angemessen schaurig. Auch bei diesem Cover sind wieder die wichtigsten Elemente der Geschichte zu finden.

Fazit:   Nachdem mir Folge 1 aus verschiedenen Gründen recht “holprig” vorkam, geht es mit Folge 2 der Reihe deutlich aufwärts. Lediglich die Geräuschkulisse ist noch etwas verbesserungswürdig, ansonsten hat man mit Das Rätsel der Halskette eine spannende Folge im Player.

Team Undercover (03) – Das Haus der Geister

Titel: Team Undercover (03) – Das Haus der Geister / VerlagContendo / Laufzeit: ca. 77 min  / Sprecher:   Christoph Piasecki, Tatjana Auster, Tobias Diakow, Martin Sabel, Claudia Urbschat-Mingues, Patrick Bach u.a.

Inhalt:   Unheimliche Geräusche und nächtliche Schrecken. Frau Ildebrandt, die alte, blinde Dame, beginnt, an ihren Verstand zu zweifeln. Ihre vertraute Umgebung wird mehr und mehr zur Bedrohung. Alles um sich herum scheint sich wie von Geisterhand zu bewegen und zu verändern. Nichts ist mehr so, wie zuvor. Stimmen aus dem Jenseits bringen sie fast an den Rand des Wahnsinns. Können die drei Freunde ihr helfen und dem entsetzlichen Terror ein Ende bereiten?


Was ich dieser Serie seit der ersten Folge immer wieder zu Gute halte ist, dass sie nicht versucht, die jugendlichen Hörer mit vorhersehbaren Geschichten für dumm zu verkaufen. Auch Das Haus der Geister ist wieder ein sehr spannender Fall für die drei jungen Detektive, der einen einige Male prima in die Irre führt. Und auch wenn man nach und nach eine Ahnung von der Auflösung bekommt, so wird sie erst am Ende wirklich komplett präsentiert. Besonders gefallen hat mir das Gruselige in dieser Geschichte und da lässt man sich bei Contendo Media wirklich nicht lumpen. Die nächtlichen Szenen mit der geisterhaften Stimmen, der Musik und dem Jammern einer Katze, haben es schon sehr in sich. Speziell wenn man das Hörspiel vor dem Einschlafen im Dunklen hört, bescheren einem diese Szenen eine ordentliche Gänsehaut.
Das Ende führt den Hörer dann noch mal richtig an der Nase herum. Die Idee, die Überführung des Täters so anzulegen, ist zweifelsfrei gut, denn da kommt noch mal richtig Spannung auf, nur dem Erzähler hätte man gerne einen anderen Text geben dürfen, halt keinen, der den Beschreibungen der Nächte so sehr ähnelt. Das sorgt doch für Verwirrung. Sollte das gewünscht gewesen sein, dann ist es top gelungen 😉

Bei den Sprechern der drei Hauptrollen hat sich inzwischen ordentlich etwas getan. Sie klingen längst nicht mehr so steif wie bisher. Am besten von ihnen macht Tobias Diakow alias Nick seine Sache, aber auch Tatjana Auster und Christoph Piasecki hören sich schon deutlich lockerer an. Es wird, es wird, sehr schön!
Martin Sabel führt als Erzähler souverän und ruhig durch die Geschichte. Oft hört man ihn nicht, zumal es meist der Geschichte oder den Kindern überlassen wird, dem Hörer das Geschehen anschaulich zu machen, aber wenn er zum Einsatz kommt, greift er die spannende oder gruselige Stimmung klasse auf.
In den Nebenrollen geht es erneut recht prominent zu mit u.a. Claudia Urbschat-Mingues, Robert Missler, Patrick Bach und Ingrid Mülleder.

Hinsichtlich Musik und Effekten gibt es von mir ein ganz großes Lob für die schauerlichen Szenen in der Nacht. Denn hier hat man die unheimlichen Geräusche und die Klaviermusik wunderbar mit der regulären musikalischen Untermalung vermischt und die Mischung kann sich hören lassen.
Auch was die übrigen Geräusche angeht, hat die Serie einen Schritt nach vorne gemacht, denn wenn die Szenen es erfordern sind nun auch entsprechende Geräusche zu hören. Das war ja bei den vorigen Folgen nicht immer der Fall.

Das Cover ist mein Favorit der Serie, ganz klar. Natürlich ist man dem Layout mit der Lupe treu geblieben und durch das Lupenglas sieht man hier ein gespenstisches Haus mit einer schattenhaften Gestalt am Fenster. Durch das dunkle Blau wirkt das gesamte Motiv düster und geheimnisvoll.

Fazit:   In Das Haus der Geister gibt es in jeglicher Hinsicht deutliche Fortschritte zu vermelden, mir hat die Folge sehr gut gefallen. Spannend, überraschend gruselig und erfreulich eigenständig im Vergleich mit den alt eingesessenen Reihen dieses Genres.

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