Dämon

Gepenster-Krimi (11) – Das Tor zur Hölle

Titel: Gepenster-Krimi (11) – Das Tor zur Hölle / Verlag: Contendo Media, Audionarchie / Spielzeit: ca. 59 min / Sprecher: Jürgen Holdorf, Katharina von Keller, Robert Missler, Wolf Frass ua

gespkrimi11 Inhalt: Ein Geheimauftrag des Vatikans führt Padre Manzoni nach Jerusalem, wo er einer Archäologin bei der Suche nach einem vorchristlichen Tempel behilflich sein soll. Doch schon kurz nach seiner Ankunft versuchen dunkle Mächte, ihn ins Jenseits zu befördern. Der seit Jahrtausenden verschollene Tempel birgt den Schlüssel zum Schicksal der gesamten Menschheit und Padre Manzoni muss verhindern, dass die Diener des Bösen das Tor zur Hölle aufstoßen.


Erstmal Glückwunsch zur ersten Schnapszahl, liebe Gespenster-Krimis!
Und zur Folge: ich hatte echt Bedenken, denn alles mit Tempeln, Ritualen usw interesiert mich fast gar nicht. Glücklicherweise geht es dann zwar zu Anfang direkt um solch einen Tempel, doch der muss erstmal gefunden werden. Außerdem gilt es, eine Dämon in Schach zu halten und letzlich zu vernichten.
Kaum ist Padre Manzoni in Jerusalem angekommen, geht es ihm schon sehr damönisch ans Kollar. Dabei geht es wunderbar grausig und blutig zu und eine Atempause ist ihm bzw später auch seinen Gefährten kaum vergönnt. Das sorgt für Spannung und Tempo. Da fragt man sich doch mehr als einmal, ob dieser Kampf gegen die Höllenmächte überhaupt eine Chance haben wird.
Zum großen Finale kommt es dann aber doch in einem Tempel und das hat nicht nur eine -zumindest für mich- große Überraschung in petto, sondern auch nochmal eine weitere üppige Schippe an Blut, Leid und Tod in der Hinterhand. Ja, es gibt da tatsächlich Szenen, in denen man sich beim Hören innerlich krümmt. Und das macht Spass!
Schmunzeln musste ich allerdings auch einmal, denn aus des Dämons geiferndem Maul kommt so einiges, bei dem ich ihm irgendwie Recht geben musste 😉

Die Sprecherliste ist vergleichsweise kurz. Was mir aber noch besser gefällt, das sind Markus Pfeiffer und Jennifer Böttcher in den Hauptrollen. Ich hatte ja kürzlich erwähnt, dass mir gewisse Sprecher in Hauptrollen zu häufig anzutreffen sind, da kam mir das hier so wirklich sehr entgegen. Markus Pfeiffer gibt einen sympathischen und erfreulich unverborhrten Pater. Und Jennifer Böttcher macht als clevere und mutige Archäologin ebenfalls eine gute Figur.
Dank Robert Missler wirkt Amids kleiner Akzent niemals aufgesetzt, was ebenfalls ein großer Pluspunkt ist. Ach ja: und schreien und brüllen können sie alle vom Allerfeinsten!

Musik und Geräusche kommen äußerst opulent daher. Speziell beim Finale ist das schon sehr eindrucksvoll. Da vermischen sich Melodien wie man sie zu Ritualen erwarten würde mit kirchlichen Klängen, durchsetzt mit lauten, donnernden Geräuschen. Und das wirkt absolut und vermittelt einwandfrei die Dramatik des Geschehens.

Na, so stellt man sich das Höllentor doch vor! So wie auf dem Cover.  Feurig mit einem dämonischen Türsteher davor. Ein echter Blickfang im Regal!

Fazit:  Eine dämonisch starke Folge der Reihe, die richtig Laune macht! Mein Bedenken waren völlig unbegründet und ich kann diese Folge nur empfehlen! Übrigens ahne ich, dass das Ende hier noch nicht das tatsächliche Ende des Kampfes gegen die Kreaturen aus der Hölle sein wird.

Potzblitz – Die Zauberakademie (01) – Ein zauberhafter Anfang

Titel: Potzblitz – Die Zauberakademie (01) – Ein zauberhafter Anfang / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: / Sprecher: Lea Kiernan, Kai Hogenacker, Celina Walter, Santiago Ziesmer ua

potzblitz01Inhalt: Der erste Schultag auf der Potz Blitz Zauberakademie für junge Hexen und Hexer wird für Flo, Finn und Jazz zu einem aufregenden Erlebnis. Nicht nur, dass die Kinder endlich lernen, richtig zu zaubern. Ein finsterer Dämon scheint in den alten Gemäuern der Schule sein Unwesen zu treiben! Werden die drei es schaffen, das Geheimnis um die düstere Erscheinung zu lüften? Finde es heraus!


Schon lange war diese neue Serie angekündigt, nun endlich drehen sich die beiden ersten Folgen im CD-Player. Wie es sich für eine erste Folge gehört, schafft “Ein zauberhafter Anfang” zunächst Grundlagen. So lernt man Finn und Flo kennen, später dann Jazz und Luca, auf einem Begrüßungsrundgang erfährt man einiges über die Schule und ein paarLehrer begegnen einem hier auch schon. So ist man gut gerüstet und kann sich ein erstes Bild vom Schauplatz und den wichtigsten Figuren machen.
Nachdem dies gesichert ist, kommt die Geschichte um den Dämon ins Rollen. Das ist zwar recht spät, aber ich bin mir sicher, hätte man die Story direkt nach ein paar Minuten angestoßen, so hätte das für Verwirrung gesorgt. Da ist es mir lieber, ich weiß erstmal, was wo, warum und mit wem Sache ist. Die Zeit darf sich eine neue Reihe zu Beginn gerne nehmen.
Der Handlung um den Dämon wirkt trotzdem nie gehetzt und versteht es, für Spannung zu sorgen. Ein kleines bisschen schaurig ist sie ebenfalls. Aber das gehört sich bei Dämonen halt so.
Die Auflösung hat mir prima gefallen. Owohl dabei ein durchaus ernst zu nehmendes Ritual eine Rolle spielt, kommt der Spass nicht zu kurz. Ich habe so lachen müssen! Scheinbar gehört es bei Finn, Flo, Jazz und ihren Freunden und Lehrern dazu, dass -sobald es dramatisch wird- zunächst mal alles im Chaos zu versinken droht. Obendrein gewinnen die Freunde und die Schule dabei einen “Neuen” dazu, der schon jetzt mein Liebling ist:

“Gibt’s hier auch was zu trinken?”
“Ich kann Ihnen ein Wasser holen.”
“Ich sagte, was zum Trinken! Nicht zum Waschen!”😀

Ich bin kein Fan von Kinder-Sprechern. Das ist einfach so. Ich habe jedes Mal Bedenken. Lea Kiernan und Kai Hogenacker haben diese Bedenken aber im Nu zunichte gemacht. Die beiden passen als Flo und Finn einfach super zusammen und sind niedlich und witzig in ihren Dialogen. Obwohl Celina Walter hier und da noch etwas lockerer klingen könnte, hat sie mir am besten gefallen. Sie klingt schon etwas älter als Finn und Flo, und hat eine wunderbar markante Stimme.
Judy Winters warme Stimme passt gut zu dieser phanatsievollen Geschichte. Und Santiago Ziesmer mal als bösen Dämon zu erleben, das hat auch etwas für sich. Ungewohnt, aber das kann er eben auch!

Der Musik gelingt es schnell, die für diese Geschichte nötige Atmosphäre heraufzubeschwören. Die eingesetzten Stücke klingen aufwendig und erinnern an Filmmusik. Die Geräusche können sich ebenfalls hören lassen, so ist das Geschehen bestens in Szene gesetzt.

Auf dem Cover geht es rund! Der Dämon ist zu sehen und den entsetzten Mienen der Kinder kann man entnehmen, dass er für Aufregung und Angst in der Schule sorgt. Das macht schnell neugierig auf die Geschichte.

Fazit:  Ein rundum gelungener Einstieg in die neue Reihe. Spannend, turbulent, spaßig, mit liebenswerten Figuren und vielen frischen und neuen Ideen für ein magisches Universum. So führt “Potzblitz” Vergleiche mit gewissen anderen Reihen um junge Zauberer im Nu ad absurdum. Hier ist allemal genug Eigenständigkeit vorhanden um bei diesem Thema abzuwinken.

Jack Slaughter (20) – Der satanische Gral

Titel: Jack Slaughter (20) – Der satanische Gral / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 59 min / Sprecher: Simon Jäger, David Nathan, Till Hagen, Lutz Mackensy, Engelbert von Nordhausen ua

slaughter20Inhalt: Jacks Seele scheint für alle Ewigkeit verloren zu sein. Doch dann entdecken seine Eltern einen Hinweis auf die Rettung vor dem Fegefeuer. Allerdings weiß niemand, wo die Lösung aller Probleme versteckt sein könnte. In ihrer Verzweiflung ruft Kim den Höllenfürst herbei, und spielt mit ihm ein gefährliches Spiel, das allen Menschen in Jacksonville ihr Leben kosten könnte. Jack und seine treuen Mitstreiter haben keine andere Wahl: die Krieger des Lichts setzen alles auf eine Karte. Und sie pokern höher als jemals zuvor!


Sicher weiß ich natürlich nicht, aber in meinen Ohren klingt diese Folge sehr nach dem Ende der Reihe. Um Jacks Seele zurückzubekommen, legen er und seine Mannen sich mit dem Stellvertreter des Teufels auf Erden an. Dafür bedarf es zunächst der Anrufung von Lucy, die in einem schrägen Dialog endet, natürlich massig Waffen (von Sprengstoff bis zum Insektenvernichter) und den Tipps von Gradma Abigail. Soweit alles so chaotisch und amüsant wie eh und je. Diese Vorbereitungen nehmen den Löwenanteil der Geschichte ein.
Natürlich spielt auch Dooms Rückkehr eine Rolle, denn er will Jack nachwievor vernichten. Inklusive ganz Jacksonville. Allerdings fand ich, dass Doom hier letztlich doch ganz schön hintenan steht. Klar, es ist wichtig, dass Jack seine Seele zurückbekommt, aber immerhin ging es 19 Folgen hauptsächlich um den Kampf zwischen ihm und Doom! Da bin ich davon ausgegangen, dass darauf am Schluss auch das Hauptaugenmerk liegt. Das ist aber gar nicht der Fall. Stattdessen stehen der Gral und sein Hüter im Mittelpunkt, und Doom wird quasi so nebenbei noch erledigt. Das fand ich etwas schwach für einen Kampf, der schon so lange ausgefochten wird.
Wie gesagt, ich weiß nicht sicher, ob die Reihe mit dieser Folge endgültig abgeschlossen ist. Jacks  Schlagabtausch mit Doom hat ein Ende gefunden, er hat seine Seele zurück…und schon läuft in Jacksonville wieder alles wie immer und überall auf der Welt? Und die Freunde kehren in ein völlig normales Leben zurück? Ich kann mir das nicht recht vorstellen. Die Hölle muss doch noch mehr bösartige Kreaturen in petto haben! Andererseits kann ich mir eine Fortsetzung der Reihe ohne Grandma Abigails wertvolle Tipps nicht vorstellen. Doch leider ist Gisela Fritsch ja verstorben. Sie war für mich die Stimme für Jacks Großmutter. Eine andere ist für mich schwer vorstellbar. Also doch die absolut letzte Folge? Man darf gespannt sein

Die Sprecher wirbeln auch in dieser wohl finalen Episode mit unverkennbar viel Spass durch die Geschichte. Über Lutz Mackensys Interpretation des Teufels muss ich jedes Mal weider grinsen. Gelacht habe ich auch über Klaus Dieter Klebsch Satz “Ich trinke keinen Tee!”, für den man seine Stimme dämonisch verfremdet hat. Axel Lutter und Rainer Fritzsche geben in ihren bissigen Dialogen ein tolles Gespann ab. Und natürlich war es eine Freude, noch einmal Gisela Fritsch lauschen zu können.

Der Soundtrack bleibt sich treu mit der rockigen Gitarrenstücken und einigen wenigen melodiösen Klängen. Die Geräuschkulisse präsentiert sich wie gewohnt gut, sodass sich in diesem Bereich wieder ein stimmiges Bild ergibt.

Vom Cover starrt einen eine grausige Fratze an. Zusammen mit der blutroten Farbe wirkt das schon ganz schön gefährlich. Und vor allem war für mich mal auf Anhieb erkennbar, was ich da vor mir habe. Da hatte ich bei vielen der vorigen Folgen ja so meine Probleme.

Fazit:  Dies könnte gut wirklich die Abschlussfolge der Reihe sein. Ob sie es ist, bleibt abzuwarten. Ich hätte mir allerdings gewünscht, der Fokus hätte tatsächlich auf dem Kampf zwischen Jacke & Co. und Doom gelesen, statt auf dem mit dem teuflischen Pater. Deshalb fand ich die Folge, die zuvor gewohnt unterhaltsam war, am Schluss doch ganz schön mau.

Silber – Das erste Buch der Träume (Kerstin Gier / Simona Pahl)

Titel: Silber – Das erste Buch der Träume / Verlag: Argon Hörbuch / Spielzeit: ca. 575 min, 8 CDs / Buch: Kerstin Gier / gelesen von: Simona Pahl

silber01Inhalt: Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen.


Alleine schon wegen des Hypes um diese Geschichte wollte ich mich eigentlich davor drücken. Andererseits finde ich, dass man schon mitreden können sollte. Deshalb habe ich es mir also doch angehört. Und was soll ich sagen? Mir hat es tatsächlich gefallen! Allerdings in erster Linie wegen der unterhaltsamen Familien-  und Teeniegeschichte. Sowas mag ich irgendwie ganz gerne. Livs Familie ist ein liebenswerter Haufen von Chaoten, an der Schule gibt es die üblichen Zickereien und eine geheimnisvolle Lästertante, und das Thema Jungs kommt ebenfalls nicht zu kurz. Davon erzählt Liv so wunderbar locker und humorvoll, dass ich gerne zugehört habe.
Doch die Geschichte will mit Livs seltsamen Träumen ja auch mysteriös sein. Bis sich das aber überhaupt mal ordentlich andeutete, waren bereits zwei CDs vergangen.  Bis hierher hatte ich mich zwar alles andere als gelangweilt, aber ich fand die Anlaufzeit schon ziemlich lang. Von da an spielten die Träume dann eine etwas größere Rolle und ich muss sagen, dieser Teil der Geschichte ist phantasievoll erdacht. Da ich eh ein Fan von Geschichten bin, die von Träumen handeln, hat mir das ganz gut gefallen. Gefühlt stand es aber für mich hinter der fröhlichen Teenie-Familien-Schul-und-Lovestory zurück.
Das gilt ebenso für den Teil der Geschichte, der wohl unheimlich bis gruselig wirken will. Davon gehe ich jetzt mal aus, wenn sich das Geschehen um Friedhöfe, blutige Rituale und Dämonen dreht. Abgesehen davon, dass alles, was hier in dieser Hinsicht aufgeboten wird, nun wirklich nicht vor neuen Ideen strotzt, dauerte es glatt bis zum Ende der letzten CD ehe es eine Szene gab von der ich mit vorstellen konnte, dass sie jemanden gruseln könnte.
Nun ist dieses Hörbuch der erste Teil einer Trilogie, deshalb will ich die beiden letzten Punkte erstmal nicht überbewerten. Für jede gute Geschichte muss nun mal zunächst der Grundstein gelegt werden. “Silber” lässt sich dafür alle Zeit der Welt und füllt sie zumindest so unterhaltsam, dass Langeweile keine Chance hat.

Simona Pahl ist sicher einer der Gründe, wieso mir das Zuhören so viel Spass gemacht hat. Sie klingt jung und trifft genau den richtigen Ton für Liv: humorvoll, clever und pfiffig. Zudem klingt es durchweg nicht danach, dass sie den Text abliest. Ich hatte eher den Eindruck, sie erzählt frei. Das hilft ebenfalls dabei, 8 CDs nicht als ein Mammutprojekt zu empfinden.

Die 8 CDs kommen in einem schicken Klapp-Case daher, das bei mir allerdings schon nach zwei- oder dreimaligem Aufklappen einen Knick im Rücken bekam. Stabil ist anders und ab 6 CDs hat eine Hülle aus Kunststoff durchaus seine Berechtigung, wie ich finde. Das Motiv gefällt mir. Es wirkt phantasievoll und auch ein wenig verträumt und macht neugierig. Der Titelschriftzug geht dabei fast unter. Auf den einzelnen CD-Einschüben findet man ein Glossar der Personen aus der Geschichte, Hinweise und einen Gruß von Autorin Kerstin Gier.

Fazit: Ich habe “Silber” vor allem deshalb mit Vergnügen gehört, weil ich Livs Familie(nleben), ihre Schulgeschichten und das Thema Jungs so unterhaltsam fand. Das alles wird herrlich witzig erzählt. Der mysteriöse, phantastische und schauerliche Anteil der Story kam mir hier noch zu kurz. Da ist noch Luft nach oben. Weil es ein erster Teil einer Trilogie ist, gehe ich erstmal optmistisch davon aus, dass diese Luft noch genutzt werden wird.

Dorian Hunter (19) – Richtfest

Titel: Dorian Hunter (19) – Richtfest / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 73 min / Sprecher: Frank Gustavus, Iris Artajo, Detlef Tams, Lilli Martha König ua

Inhalt: Nach dem Tod ihres Oberhaupts nimmt die Schwarze Familie Dorian Hunters Mitstreiter ins Visier. Aus diesem Grund wird Lilian Hunter, die sich weiterhin in psychiatrischer Behandlung befindet, bei einem Ausflug in das idyllische Dorf Cruelymoe vom Secret-Service-Agenten Marvin Cohen begleitet. Die Vorsicht ist berechtigt, denn bald wird Cruelymoe heimgesucht: Die Toten stehen auf.


Diese Folge hat mich überrascht, denn Dorian Hunter spielt hier eine eher kleinere Rolle. Gestört hat es mich allerdings nicht, nachdem er mir mit seiner Art und seinem Verhalten in Folge 18 manchmal ganz gut auf den Keks gegangen ist. Außerdem ist mein Faible für Marvin Cohen schon immer größer gewesen als das für Hunter. Ich mag seine skrupellose Art und den trockenen, bösen Humor!  Somit bin ich bei dieser Episode voll auf meine Kosten gekommen. Denn die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Cohen, der -wie in Folge 18 erwähnt- zur Bewachung von Hunters Frau Lilly abkommandiert wurde, die mit ihrer Sanatroumsgruppe einen Ausflug in ein kleines Dorf unternimmt. Und dort wartete gleich noch etwas, für das ich aktuell absolut zu haben bin. Denn dort wütet alljährlich ein Dämon und -viel wichtiger!- die Toten kehren aus ihren Gräbern zurück. Zombies sind gerade Meins, es ist einfach so 😉 Entsprechend gut hat mir die Geschichte auch gefallen und speziell als ausgesprochen wird, wozu Lillys Gruppe tatsächlich in das Dorf gekommen ist, hatte ich eine wunderbar fiese Gänsehaut und war gespannt, ob Cohen und Co. das Unheil würden abwenden können. Es ist aber ebenso spannend zu verfolgen, wie sich die Handlung langsam auf diese Erkenntnis hin entwickelt und überall etwas Böses lauert. Wenn man beim Hören eines Hörspiels so einen Satz denkt wie: “Ich traue der Katze nicht!”, dann hat es ganz klar das gewisse Etwas 😉

Ich bin kein Fan von Kindersprechern und stehe dazu. Allerdings muss ich zugeben, dass die kleine Lilli Martha König mich ganz schön beeindruckt hat. Erstaunlich wie glaubhaft sie ihre nicht eben kleine Rolle hier spricht. Ebenso beeindruckt bin ich jedes Mal wieder von Iris Artajo, die Lilly Hunter so naiv und sympathisch spricht, dass man sich am liebsten sofort schützend vor sie stellen möchte. Über Frank Gustavus alias Marvin Cohen muss ich sicher nicht mehr viele Worte verlieren: einfach wunderbar finster und mit oft sehr bissigem Unterton. Klasse!

Die Untermalung ist wie gewohnt vom Feinsten und sorgt für eine herrlich düstere und bedrohliche Atmosphäre, die über jeder Szene liegt. Vereinzelt sorgen laute, krachende Effekte für Schreckmomente und auch das steht der Story sehr gut.

Das Cover gewährt den Blick in eine finstere Hütte, von wo eine schwarze Katze dem Betrachter mit leuchtenden Augen entgegensieht. Die Katze trifft man auch in der Geschichte an und von den düsteren Farben her wird man dem Gruselfaktor gerecht.

Fazit:  Mir hat dieses “Zwischenspiel” ausnehmend gut gefallen und ich habe diese Folge sicher nicht zum letzten Mal gehört. Mal weg vom sonstigen Geschehen der Serie, hinein in eine recht klassische Gruselstory mit einem grausamen Dämon und meinen gerade bevorzugten Schauergestalten: den Zombies.

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