Dark Mysteries

Dark Mysteries (07) – Das verbotene Zimmer

Titel: Dark Mysteries (07) – Das verbotene Zimmer / Verlag: Winterzeit Studios / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Karlo Hackenberger, Anne Helm, Till Hagen, Norbert Langer, Bern Vollbrecht

darkmys07Inhalt: Die verlassene Berghütte des Onkels zu Hüten während dieser auf einer Lesereise im Westen der USA unterwegs ist. Kein Problem denkt sich Scott, schnappt sich seine neue Flamme Olivia und fährt los. Doch was ihn dann erwartet ist der pure Horror. Ein verschlossenes Zimmer, aus dem unheimliche Stimmen erklingen. Sein Auto wird abgefackelt – eine Drohung ausgesprochen. Jemand treibt ein perfides, gemeines Spielchen mit ihm und Olivia. Und bald schon muss er einsehen, dass es kein Entrinnen gibt.


Diese Folge klang rein von der Inhaltsangabe her genau nach meinem Geschmack. Ich mag Geschichten, in denen sich Spannendes, Mysteriöses, vielleicht sogar Gruselige in einsamen Hütten abspielen. Guter Dinge wanderte die CD in den Player.
Es dauert allerdings nicht lange, bis der erste Dämpfer kam: Olivia! Ganz ehrlich, Scott hat in der einsamen, winterlichen Gegend alle Möglichkeiten der Welt dieses mürrische und zickige Mädel erfolgreich loszuwerden. Aber nein…
Also geht es mit den beiden auf die Hütte, und schon sehr bald ereignet sich eine ganze Reihe seltsamer Dinge. Das fängt bei einem seltsamen Brief vom verreisten Onkel an und reicht bis hin zu der einen oder anderen Leiche. Besonders seltsam ist das Rätsel um die verschlossene Tür. Eigentlich sind also genug Elemente vorhanden um eine unheimliche Stimmung heraufzubeschwören. Allerdings nimmt die Geschichte sich dafür keine Zeit, wie ich finde. Die beiden stolpern von einer Entdeckung zu anderen, aber keine wird wirklich mysteriös in Szene gesetzt. Deshalb habe ich mich zwar gefragt, was da auf der Hütte vor sich geht, aber wirklich spannend fand ich es nicht.
Am Ende geht es dann Schlag auf Schlag und man erlebt gleich mehrere Wendungen, die -zugegeben- überraschend kommen. Da ich aber bis zu diesem Ende gehofft hatte, vielleicht doch noch etwas Unheimliches anzutreffen, konnte das für mich auch nichts mehr retten.

In den Hauptrollen sind Karlo Hackenberger und Anne Helm zu hören. Karlo Hackenberger habe ich gerne ghört. Er hat mir schnell ein gutes und sympathisches Bild von Scott vermittelt. Anne Helm dagegen hat mit mürrischer Stimme und aufmüpfigem Ton im Nu dafür gesorgt, dass ich Olivia nicht mochte. Falls das so gewollt war, ist es tope gelungen. In weiteren Rollen sind Till Hagen, Bernd Vollbrecht und Norbert Langer zu hören.

Musikalisch kann sich die Folge hören lassen. Es sind meist leise Stücke zu hören, sodass man immer das Gefühl hat, das wirkliche Grauen warte erst noch auf Scott und Olivia. Und auf den Hörer natürlich, weshalb ich mich auch durch die Musik ganz schön getäuscht fühle. Die Geräuschkulisse geht völlig in Ordnung, hier fehtl es an nichts.

Auf dem Cover ist ein Sehschlitz in einer hölzernen Tür zu sehen. Das passt gut zum Titel und man wird gleich neugierig, was sich hinter dieser Tür wohl verbergen mag.

Fazit:  Ich habe in dieser Serie schon Spannendes und auch Gruseliges gehört, daher waren meine Erwartungen an „Der verbotene Zimmer“ sicher nicht ungerechtfertigt. Leider fand ich die Geschichte weder spannend, noch unheimlich. Dafür nimmt sie sich zu wenig Zeit dafür, die Momente mit entsprechendem Potenzial ordentlich auszukosten. Das konnte auch das Ende mit seinen Wendungen nicht ausgleichen.

Dark Mysteries (05) – Narbenherz

Titel: Dark Mysteries (05) – Narbenherz / Verlag: Winterzeit: / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Tanya Kahana, Corinna Dorenkamp, Michael Lott, Bert Stevens ua

dm05Inhalt: 13. Januar 1993: Er hat mir sein Herz geschenkt – wie schon sechs vor ihm. Jetzt brauche ich nur noch drei – dann erfüllt sich mein Schicksal.


Das nenne ich doch mal einen kurzen Klappentext. Da ich mich aber gefragt habe, wie man Herzen tatsächlich als Gegenstand sammeln kann und welches Schicksal gemeint ist, habe ich doch mal ein Ohr riskiert.
Grundsätzlich ist hier alles ganz nach meinem Geschmack. Ich mag gruselige Geschichten, die in amerikanischen Kleinstädten spielen. Ich mag es, wenn dort seltsame Morde geschehen und Teenager quasi im Mittelpunkt stehen und die wichtigsten Rollen einnehmen. All das ist hier gegeben und so hat mir „Narbenherz“ auch ganz gut gefallen. Es ist spannend, vor allem Dank einiger „Zwischenspiele“ zB in der Vergangenheit, und ein paar nette Schreckmomente gibt es ebenfalls. Außerdem habe ich hier und da durchaus selber gegrübelt, was hinter den Ereignissen stecken könnte und dabei auf eine angemessen blutige Auflösung gehofft. Der Wunsch wurde mir dann auch erfüllt. Ich hätte mir nur irgendeinen anderen Aufhänger gewünscht als Voodoo. Es ist schwer, mich mit diesem Thema noch zu begeistern. Das gibt also einen ganz persönlichen Punkt Abzug.

Die Sprecherriege hat mich positiv überrascht. Bei den bisherigen Folgen war ja immer mal einer oder eine dabei, die mich nicht überzeugen konnte. Hier war das durch die Bank nicht der Fall! Tanja Kahana und Corinna Dorenkamp geben ein aufgewecktes Teenager-Duo ab. Vor allem Tanja Kahana hat mir gefallen. Sie erinnerte mich stellenweise sehr an Dorette Hugo, die der Nancy in „A Nightmare on El Street“ ihre Stimme leiht. Und das passte wegen der Kleinstadt und den Morden so prima in dieses Hörspiel. Helgo Liebig trifft für den Sheriff den passenden, brummigen und herrischen Ton. Und die Rolle des fast ständig besoffenen Vaters war mal etwas, in der ich Michael Lott sicher nicht erwartet hatte.

Die Untermalung leistet sich so gut wie nie eine Pause. Fast immer sind Klänge zu hören, die für Atmosphäre sorgen. Mal dezent und leise, aber eindringlich aus dem Hintergrund, zwischendurch aber auch laut und effektheischend. Die Geräusche sind sorgfältig eingesetzt und klingen durchweg authentisch.

Das Cover gibt auch nicht gerade viel über den Inhalt des Hörspiels preis. Aber immerhin wirkt es mit der kindlichen Gestalt und dem Messer in deren Hand schön gruselig.

Fazit:  Mit Voodoo lockt man mich nur noch ganz schwer hinter dem Ofen vor, da hätte ich mir eine andere Idee gewünscht. Ansonsten aber eine feine, spannenden und blutige Folge, die für mich eine der besten der Reihe ist.

Dark Mysteries (04) – Schliesse nicht die Augen

Titel: Dark Mysteries (04) – Schliesse nicht die Augen / Verlag: Winterzeit / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Detlef Bierstedt, Henry König, Wolfgang Rüter, Susan Weckauf ua

Inhalt: Die Augen der Leiche rasten mit unglaublicher Geschwindigkeit auf ihn zu. Übergroß sah er die Pupillen und tauchte förmlich in sie hinein. Schemenhaft erkannte er bunte Formen auf sich zuschnellen. Grelle Lichter, die ihn blendeten. Dann – plötzlich – war alles SCHWARZ. Jedoch blieb es nicht lange dunkel. Das SCHWARZ veflüchtigte sich, zerfloß zu einer Form. Die eben noch konturlose, dunkle Fläche verwandelte sich in einen Mann. Darren erschrak. Der Mann hielt etwas in der Hand. Es war ein Revolver. Der Lauf zielte genau auf seinen Kopf. Er stand da wie gelähmt – konnte sich weder bewegen, noch etwas sagen. Und dann – blitze das Mündungsfeuer der Pistole auf.


Nachdem mir die vorigen Folge ja nicht so richtig gefallen hatte, ging es mit dieser hier gleich wieder deutlich bergauf. Die Idee hier ist ausgesprochen interessant und der Hauch Übersinnliches bleibt lange erhalten. Anfangs konnte ich mir zwar nicht wirklich vorstellen, worauf es letztlich hinauslaufen würde, aber nicht so, dass ich gerne abgeschaltet hätte. Dazu ist es zu spannend, was mit Palmer los ist, und auch die Morde geben genug Rätsel auf. So habe ich das Gefühl nicht durchzusteigen leicht ausgehalten und mich gerne darauf eingelassen, herauszufinden was hier vor sich geht. Solche Geduld habe ich nicht oft, doch hier ging es unterhaltsam genug zu um sie aufzubringen. Das Ende hat mich dann damit überrascht, dass die Auflösung trotz aller Undurchschaubarkeit zuvor recht logisch daher kam. Zudem wird es hier wieder ganz schön actionreich, was dieser Story ganz gut steht.

Detlef Bierstedt als Darren hat mir prima gefallen. Ich habe ihm seine Verzweiflung und auch seine Erschöpfung durch die Albträume sofort abgenommen. Auch Susan Weckauf alias Madison habe ich gerne zugehört, da sie eine recht markante Stimme hat. So wirkte diese Figur auch nicht so „typisch“ wie es sonst oft  bei weiblichen Charakteren der Fall ist. Wolfgang Rüter gibt einen guten Erzähler, dem es gelingt, die Spannung der Geschichte aufzugreifen.

Ich hatte den Eindruck, dass man sich bei dieser Folge in Sachen Musik ein wenig zurückgehalten hat. Im Vergleich zu den Vorgängerfolgen. Zwar sind auch hier nahezu pausenlos Klänge im Hintergrund zu hören, aber dort bleiben sie auch. Außer die Szene erfordert etwas mehr Kawumm. Dank dieser dezenten Untermalung entfaltet sich gleich eine zur Story passende Atmosphäre.

Das Cover ist mein persönliches Highlight der Reihe. Die Spiegelscherben mit den verschiedenen Gesichtern, darunter ein wirklich schauriges Gesicht, verspricht eine spannende und schaurige Geschichte. Genau das findet man auf der CD dann ja auch vor.

Fazit: Diese Folge hat mir gut gefallen. Spannend, mysteriös und für mehr als eine Gänsehaut gut. So darf es gerne weitergehen in der Serie.

Dark Mysteries (03) – Hotel der verlorenen Zeit

Titel: Dark Mysteries (03) – Hotel der verlorenen Zeit / Verlag: Winterzeit / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Kirstin Hesse, Leon Boden, Peter Flechtner, Marie Bierstedt, Jens Wendland, Frank Röth

Inhalt: Beherzt hatte ich die Klinke ergriffen, sie heruntergedrückt und die schwere Metalltür aufgezogen. Doch ich sollte nicht dazu kommen, den dahinterliegenden Raum zu betreten. Kaum war die Tür offen, fiel mir etwas entgegen – ein Körper. Geistesgegenwärtig warf ich die Hände vor, fing den Stürzenden auf – und erschrak. Meine Hände fassten in eine speckige, gallertartige Masse. Fleisch – Blut. Der Mann, der mir entgegenfiel war tot. Angewidert ließ ich los.


Folge 3 dieser Reihe beginnt ausgesprochen klassisch. Ein im Nichts gestrandetes Pärchen, dessen Verbaredung nicht auftaucht, sucht im strömenden Regen Unterschlupf in einem sonderbaren Hotel. Drinnen wirkt alles als habe jemand die Zeit auf die 40er-Jahre zurückgedreht, und in der Nacht ereignet sich Unheimliches. Das wäre so eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Ich mag diese Art Stories sehr und kann sie -wenn sie gut gemacht sind- auch gut zum x-ten Male hören. Die hier ließ sich also für meinen Geschmack verheißungsvoll an und als es später dann noch allen Grund zum Gruseln gab, war ich vollstens zufrieden. Dann allerdings nahm die Geschichte eine zwar unerwartete Wendung, aber dafür war auch die schöne schaurige Atmosphäre auf einen Schlag verschwunden, es wurde tempo- und actionreicher und es gab eine Wendung nach der anderen. Das ist zwar ebenfalls spannend, aber mir persönlich wäre der gruselige Stil bis zum Ende hin lieber gewesen. Ich fand auch, dass es sich mit diesem Hin und Her ein wenig zog. Und nachdem ich mich anfangs noch entspannt zurückgelehnt hatte, weil die Geschichte sich klar ein geradlinig anließ, so musste ich wenig später schon wieder sehr genau aufpassen, um bei dieser plötzlich so unruhigen Handlung folgen zu können. Das hat nachwievor für mich nichts von Hörvergnügen.

Kirstin Hesse alias Liz übernimmt gleichzeitig den Part der Erzählerin. Anfangs gefiel mir ihre Stimme wirklich gut, auch wenn ich fand, dass sie hier und da etwas unsicher klang, doch als sie später in heller Panik durch die Geschichte stürmt (was unter den gegebenen Umständen zwar verständlich ist), da fand ich sie manches Mal nur schwer auszuhalten. Peter Flechtner, der Liz‘ Freund Rick spricht, gibt sich zwar nicht wesentlich ruhiger, aber bei seiner Stimme fand ich es erträglicher. Die übrigen Sprecher wie Marie Bierstedt, Leon Boden und Frank Röth liefern eine ordentliche Leistung ab, ohne dabei aber groß zu glänzen.

Wie schon von den beiden ersten Folgen spielt auch hier Musik eine große Rolle und noch immer wird für meinen Geschmack damit übertrieben. Weniger ist manchmal eben doch mehr. Ständige Untermalung verliert irgendwann ihre Wirkung. Und vor allem darf sie nicht die Handlung übertönen.

Bei dem Cover hatte ich eher den Eindruck, in ein verlassenes Krankenhaus zu schauen. Mit dem Rollstuhl. Was hätte gegen eine altmodisch eingerichtete Lobby gesprochen? Zum Glück steht ja wenigstens im Titel etwas von einem Hotel, so dass man nicht mit ganz falschen Erwartungen an das Hörspiel geht.

Fazit:  Es fing so gut an. Ganz nach meinem Geschmack. Spannend und gruselig. Doch dann drehte die Geschichte plötzlich auf und sämtliche Atmosphäre war schlagartig dahin. Stattdessen wurde es unübersichtlicher und actionreichen. Wirklich schade.

Dark Mysteries (02) – Das Loch

Titel: Dark Mysteries (02) – Das Loch / Verlag: Winterzeit / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Melanie Hinze, David Turba, Yvonne Greitzke, Björn Schalla

Inhalt: Ein junges Paar verirrt sich nachts im strömenden Regen in einem Wald. Als sie auf eine weitere Frau treffen, die sich auch verirrt zu haben scheint, stoßen sie auf eine einsame, scheinbar verlassene Hütte. Die drei suchen Schutz in der Hütte, zumal irgendjemand sie mit Pfeilen beschießt. Dort empfängt sie ein Verrückter, vor dem sie in eine Bodenluke fliehen müssen. Sie sind nun Gefangene in einem labyrinthartigen Gewölbe, das schreckliche Geheimnisse und Überraschungen birgt.


Ein unheimliches, verlassenes Haus im Wald, ein Pärchen, das dort bei strömendem Regen auf den schieren Horror trifft…es gibt Rezepte für Geschichten, die bei mir so gut wie immer aufgehen. Entsprechend gut hat mir auch „Das Loch“ gefallen, das deutlicher in Richtung „Horror“ geht als sein Vorgänger. Ähnlich sind sich die beiden Folgen allerdings darin, dass die Ideen nun wirklich nicht neu sind. Mich kümmert das in diesem Fall aber wenig, dafür funktioniert die Idee hier einfach zu gut. Da das Hörspiel mit rund 47 Minuten nicht gerade lang ist, ist gewährleistet dass so etwas wie Langeweile nicht aufkommt. Es geschieht eigentlich immer etwas und auch wenn mich die entscheidende Wendung nicht überrascht hat -so etwas musste einfach kommen um der Story den letzten Schliff zu geben- so habe ich mich prima unterhalten gefühlt.

Erneut lauscht man einer recht kleinen Gruppe von Sprechern. Björn Schalla, Melanie Hinze und Yvonne Greitzke habe ich gerne zugehört. Sie geben eine unterhaltsame Truppe junger Leute ab und bringen gut rüber, wie unterschiedlich sie im Wesen sind. David Truba dürfte demnach die Rolle des Hausherren des finsteren Walddomizils zukommen und sorry, seine Darbietung fand ich ziemlich übertrieben. In meinen Augen klang er kaum menschlich.  Auch wenn ein gesunder Schuss Trash zur Geschichte gehört, möchte ich mich nicht wie in der Geisterbahn fühlen.

Musikalisch hält sich diese Folge etwas mehr zurück als der Vorgänger und ich habe die eingesetzten Stücke als ganz passig empfunden.

Mit viel gutem Willen kann ich dieses Mal sogar einen Zusammenhang zwischen Covermotiv und Story erkennen. Schön düster und mysteriös wirkt es auf jeden Fall.

Fazit:  Mir hat „Das Loch“ besser gefallen als die erste Folge. Ich mag diese trashige Art von Horror und habe mich von der rasanten Geschichte gut unterhalten gefühlt. Geschichten dieser Art darf es gerne mehr in der Reihe geben!

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