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Die Krumpflinge – Egon wird erwischt (Annette Roeder / Stefan Kaminski)

Titel: Die Krumpflinge (02) – Egon wird erwischt / Verlag: der Hörverlag / Spielzeit: ca. 64 min / Buch: Annette Roeder / gelesen von: Stefan Kaminski

krumpf02Inhalt: Nachdem Krumpfling Egon sich dem Menschenjungen Albert aus Versehen gezeigt hat, sind die beiden allerbeste Freunde geworden und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Doch dann funkt Lulu, das Nachbarsmädchen, dazwischen und lädt Albert zu sich nach Hause ein – natürlich ohne Egon! Der Krumpfling wird rasend eifersüchtig. Er schmiedet finstere Pläne und lässt nichts unversucht, seinen Spielkameraden wieder für sich allein zu haben. Doch natürlich kommt es auch diesmal anders, als Egon das geplant hat.


Der kleine Albi und der liebe Krumpfling Egon haben sich angefreundet. Doch wie es bei Freundschaften manchmal so geht: plötzlich gibt es da noch jemanden, mit dem der andere genauso gut befreundet ist. Schon ist die Eifersucht da und wie leicht tut man aus Efersucht mal etwas völlig Falsches. Es ist also auch bei diesem zweiten Teil wieder ein deutlicher Bezug zur Realität vorhanden. Hübsch verpackt in eine spannende und turbulente Geschichte. Albi hatte mein absolutes Mitgefühl als er zum Vater-Mutter-Kind-Spiel genötigt wird. Und als wäre das noch nicht übel genug, bringt Egon ihn in seiner Eifersucht in eine noch blödere Lage. Als Hörer kann man quasi zuhören wie Albi auf die ganz große Katastrophe zusteuert. Ich musste beim großen Knall zwar schon lachen, aber es war auch ein bitteres Lachen. Ich schätze aber, dass Albi sich daran gewöhnen muss. Wer so einen heimlichen Freund hat, bei dem einem niemand glauben würde, wenn man es erzählen würde, dann muss man halt oft dafür geradestehen.
Letztlich löst sich aber alles in Wohlgefallen auf, wobei die Versöhnung nochmal für ein Schmunzeln gut ist. In diesem Falle eine erfreutes Grinsen. Und man darf gespannt sein, was Egon und seine Freunde in Zukunft noch erleben werden.

Stefan Kaminski ist wie gewohnt in Topform und erweckt sowohl die Menschen, als auch die Krumpflinge zu munterem Leben. So erkennt man sofort, wer gerade spricht. Das klingt oft eher nach einem Hörspiel als nach einem Hörbuch. So werden die jungen Hörer viel Spass damit haben.

Ganz so wie auf dem Cover dargestellt ist die Situation nicht, in der Egon erwischt wird. Aber der Krumpfling im Licht der Taschenlampe passt trotzdem gut zum Titel. Auch wenn die Krumpflinge anders aussehen, so erinnern sie mich vom Verhalten und der Lebensweise irgendwie an Knurpsel Müllspüddel aus der “Sesamstraße”.

Fazit:  Ein turbulenter und amüsanter zweiter Teil, der genau wie der Vorgänger einen klaren Bezug zum realen Leben hat. So können die Kids beim Hören gleich eine kleine Lehre fürs Leben mitnehmen.

Die Krumpflinge – Egon zieht ein (Annette Roeder / Stefan Kaminski)

Titel: Die Krumpflinge – Egon zieht ein / Verlag: Der Hörverlag / Spielzeit: ca. 60 min / Buch: Annette Roeder / gelesen von: Stefan Kaminski

krumpf01Inhalt: Die junge, dreiköpfige Familie, die in die alte Villa gezogen ist, streitet und schimpft nie miteinander. Doch genau das wird für die Krumpflinge zum Riesenproblem: Innerhalb kürzester Zeit ist der kostbare Krumpftee aufgebraucht! Um den Vorrat wieder aufzufüllen, soll jetzt Egon nach oben zu Familie Artich ziehen und dort mit allerhand Streichen dafür sorgen, dass ordentlich gestritten, geschimpft und geflucht wird. Egon nimmt die Herausforderung an, aber nicht alles läuft so, wie die Sippenchefin sich das vorgestellt hat.


Als ich von den Krumpflingen hörte, war sofort klar, dass ich sie kennenlernen musste. Der kleine Egon sieht so goldig aus auf dem Cover. Krumpflinge sind klein und pelzig und leben im Gerümpel von Menschen. Ihren Lieblingstee brühen sie aus Schimpfwörtern, die sie bei den Mneschen im Haus hören. Als in Egons Haus aber eine Familie einzieht, in der nie jemand schimpft, ist guter Rat teuer! Und ausgerechnet Egon soll die Kohlen aus dem Feuer holen, wo es doch jedes Mal bereut, wenn jemand wegen seiner Schandtaten schimpft. Der kleine gutherzige Kerl, der sich so sehr anstrengt, ein echter Krumpfling zu sein, tat mir auf Anhieb ziemlich leid wie er so von seiner Sippe verspottet wird. Ich hätte die Bande, allen voran die Oma auf den Mond schießen können. Und irgendwie ahnt man, dass Egons Mission höchstwahrscheinlich ziemlich viel Chaos verursachen wird. So ist es dann natürlich auch, was sehr witzig  ist. Da geht es hoch her! Doch der Familie steht das ganz gut, denn mit ihrer Friedfertigkeit ist sie schon ganz schön schräg. Sohn Albi hat es da echt nicht leicht.
So gesehen passen Egon und er eigentlich ganz gut zusammen, doch es dauert eine Weile ehe sie sich begegnen. Bis dahin hat Egon Albis Eltern schon recht gut erzogen im krumpfling’schen Sinne. Ich war froh als es bei Familie Artich nicht mehr so artig zuging. Das Ende lässt auf noch viele lustige und spannende Abenteuer hoffen.

Die Krumpflinge sind Figuren, die wie für Stefan Kaminski gemacht sind. Hier kann er sich mit seiner Stimmvielfalt einmal mehr richtig austoben. Lediglich als schräbbelige Oma ging er mir schnell auf den Keks. Aber sonst erweckt er ein munteres Krumpflingvolk zum Leben und lässt Familie Artich -zumindest anfangs- geradezu eklig liebenswürdig und sanftmütig klingen.

Der Krumpfling-Song ist ein Ohrwurm aller erster Güte! Ich hatte ihn gerade mal zweimal gehört, da habe ich ihn schon vor mich hingesummt. Das wird der jungen Hörerschaft kaum anders gehen.

Fazit: Und die Moral von dieser witzigen und turbulenten Geschicht: man muss auch mal schimpfen, wenn einem danach ist, denn es gibt Krumpflinge, die aus diesen Worten ihren Lieblingstee brauen. Und die will man doch nicht verdursten lassen, oder? Na also!

Max Smart und die intergalaktische Müllabfuhr – Verschollen im All (Cas Lester / Oliver Rohrbeck)

Titel: Max Smart und die intergalaktische Müllabfuhr – Verschollen im All  / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 163 min auf 2 CDs / Buch: Cas Lester / gelesen von: Oliver Rohrbeck

maxsmartInhalt: Max Smart ist eigentlich ein ganz normaler Elfjähriger, der vom Kontakt mit Außerirdischen träumt. Er hat allerdings keine Ahnung, was WIRKLICH im Weltall vor sich geht. Während er vor seinem Computer sitzt, durchstreift Zillionen Lichtjahre entfernt das intergalaktische Müllraumschiff, die Große Dreckschleuder, die Galaxie 43b. Irrtümlicherweise für den neuen Käpt’n gehalten, wird Max an Bord gebeamt und sieht sich plötzlich nicht nur mit der seltsam aussehenden Besatzung, sondern auch mit rosaroten Killermaden und Explo-Schaum konfrontiert.


Ein solch seltsamer Titel macht mich immer besonders schnell neugierig, und es ist umso schöner, wenn mir die Geschichte dahinter so viel Spass macht wie diese hier. Max träumt zwar davon, mal auf Außerirdische zu treffen, doch als dieser Wunsch wahr wird, sieht vieles -eigentlich alles- ganz anders aus als er es sich vorgestellt hat. Statt auf einem modernen Raumschiff, landet er auf dem Raumschiff der intergalaktischen Müllabfuhr und inmitten einer Mannschaft, die die Bezeichnung “Team” beim besten Willen nicht verdient. Da sind Turbulenzen vorprogrammiert. Eine lebensgefährliche Fracht sorgt für zusätzliche Dramatik.
Mir hat Max’ Abenteuer vor allem deshalb so gut gefallen, weil sie mit zahllosen schrägen und verrückten Ideen gespickt ist und es immer wieder etwas zum Lachen gibt. Mal sind es die Dialoge, dann der Bordcomputer, der bevorzugt das voraussichtliche Sterbedatum der Mannschaft prognostiziert, dann Max wie er angsichts einer schneckenähnlichen, schleimigen Gestalt mit Augen an Tentakeln in Ohnmacht fällt oder auch die todbringenden Maden von Giftikon 1. Ich könnte noch so viel mehr aufzählen, aber das dürfte in etwa widerspiegeln, was einen auf der Großen Dreckschleuder erwartet.
Die Besatzung wird wunderbar bunt beschrieben mit farbenfrohen Haaren und türkisfarbenen Augen. Ich hatte irgendwie immer Figuren wie Panki aus Pankanien vor Augen, nur menschlicher von der Gestalt her und erwachsener vom Wesen. Die Vorstellung gefiel mir und ich denke, auch die jungen Hörer dürften sich gut ein Bild machen können. Selbst Jargal, die mit ihren Tentakeln und der schneckenartigen Schleimigkeit alles andere als hübsch beschrieben wird, wächst einem schnell ans Herz. Ich mochte sie sogar am liebsten von allen. Zusammen mit dem Gefahrenspürhund Schnuffi, der eine Nase hat, die wie eine rohe Frikadelle aussieht.
Für Spannung sorgt einmal, dass Max aufgrund einer falsch übersetzten Weltraum-Mail plötzlich Kapitän des Schiffs ist und eine arg chaotische Truppe befehligen muss, und zum Zweiten die hochexplosive Fracht an Bord! Wer sich mit Exploschaum erwischen lässt, wird seines außeriridischen Lebens nicht mehr froh! Also muss das Zeug weg. Unbemerkt, versteht sich. Doch das ist selbst im Weltraum gar nicht so einfach…vor allem, wenn der Bordcomputer beharrlich die verbleibende Lebenszeit der Besatzung ausrechnet.
Wer allerdings vermeiden will, dass seinem Kind ein paar zünftige Flüche ( “Elende Kotze!”) oder Schimpfwörter (“Du bist ja total plemplem!”) zu Ohren kommen, sollte die Finger von dem Hörbuch lassen. Aber ich behaupte mal kühn, dass ihnen hier nichts begegnen wird, was sie nicht bereits in der Grundschule mal gehört haben dürften. Ich finde ja immer, da soll man nicht so kleinlich sein.

Oliver Rohrbeck scheint selber ebenfalls viel Spass an der Geschichte zu haben. Für jede Figur hat er eine eindeutige Stimme bzw einen markanten Ton auf Lager, bei dem man sofort weiß, wen er gerade spricht und aus dem man ableiten kann, wie die Figur so drauf ist. Krawall klingt auch ziemlich krawallig, Jargals sympathische Stimme leiert auf melodiöse Weise und der Bordcomputer klingt arg hochmütig. Dabei wird Oliver Rohrbecks Stimme mit einem Effekt unterlegt, der sodass sie sich wie eine Computerstimme anhört. Überrascht hat es mich, dass der Hörer hier so oft direkt angesprochen wird. Natürlich wurde das von der Buchvorlage übernommen, aber es ist schon ungewöhnlich. So fühlt man sich mal mittendrin, mal wieder wie ein Beobachter von der Erde, dem vieles erst erklärt werden muss. Ab und zu wird einem sogar erlaubt, mal eine Szene wegzuhören. Beispielsweise wenn man Listen nicht mag oder Navigation oder Technik…

Eine ganze Reihe Geräusche veranschaulichen das Geschehen. Sie sind meist wirklich witzig und ein weiterer Grund dafür, dass ich so oft gelacht habe. Alleine schon der hochmütig piepende Bordcomputer oder das *sssstttt* der beschleunigenden Raumschiffs oder…ach, hört es euch einfach an 😀

Max, das Müllraumschiff im Weltall und ganz viel Müll. Damit gibt das Cover den Großteil dessen wieder, um was sich die Geschichte dreht.

Fazit:  Ich hatte riesigen Spass mit Max, Krawall, Jargal und den anderen von der “Großen Dreckschleuder”. Ein spannendes, aber auch sehr lustiges Weltraumabenteuer voller schräger Figuren und Ideen. Übrigens ganz bestimmt nicht nur ein Hörbuch für Kinder 😉

Ostwind – Zusammen sind wir frei (Filmhörspiel)

Titel: Ostwind – Zusammen sind wir frei / Verlag: der Hörverlag / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Hanna Binke, Marvin Linke, Jürgen Vogel, Marla Mrnn, Amber Bongardt ua

ostwindInhalt: Mika ist stinksauer. Weil sie die Versetzung in die nächste Klasse nicht geschafft hat, heißt es, den Sommer lang zu büffeln – und das ausgerechnet auf dem Pferdegestüt ihrer strengen Großmutter. Doch in der dunkelsten Box des Pferdstalls findet sie dort den wilden und scheuen Hengst Ostwind, den weder die beste Springreiterin am Hof noch Mikas Großmutter bändigen können. Das wird der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, denn Mika entdeckt ihre ganz besondere Gabe: Sie spricht die Sprache der Pferde! Wird sie es schaffen – entgegen aller Widerstände – Ostwind zu zähmen?


Seit Langem mal wieder ein Filmhörspiel, das seinen Weg zu mir gefunden hat. Angesprochen hatte mich in erster Linie das Cover, das ich wirklich schön finde. Was nun nicht heißen soll, dass die Geschichte nichts taugt! Sie ist ebenfalls schön, hat ihre spannenden, lustigen und zu Tränen rührenden Szenen, und wird jedem jungen Pferdefan das Herz im Leibe hüpfen lassen. Eines ist sie aber eben auch: vom Prinzip / Verlauf her nicht unbedingt neu. Geschichten um solch innige Freundschaften zwischen einem Mädchen und einem Pferd findet man zu Hauf in Buchhandlungen in der entsprechenden Ecke für pferdeverrückte junge Leser. So gesehen kann man mit “Ostwind” nichts falsch machen, wenn es zB als Geschenk für so jemanden gedacht ist. Derjenige käme hier voll und ganz auf seine Kosten. Ich bin jetzt nicht ganz so pferdeverrückt, aber mir hat “Ostwind” inhaltlich doch vergnügliche 80 Minuten bereitet.
Knackpunkt ist für mich dabei allerdings gewesen, wie der Film in’s Hörspielformat geholt wurde. Sitzt man im Kino oder vor dem Fernseher, sieht man natürlich gleich wie es an den Schauplätzen aussieht, wie die Personen sich zeigen usw. Das alles muss hier erzählt werden, und das ist eine ganze Menge. So kam bei mir der Eindruck auf, dass die Geschichte eigentlich wie ein Hörbuch erzählt / gelesen wird, während die Sprecher nur gelegentlich einen oder mehrere Sätze einstreuen. Da wurden halt die Filmszenen eingefügt. Das klingt entsprechend auch ganz anders und so klang es mir anfangs in den Ohren wie Flickschusterei. Man gewöhnt sich nach und nach zwar daran, aber der Eindruck eines unsteten Darbietung ist och zurückgeblieben.

Erzählerin Cornelia Dörr hat also eine ganze Menge zu tun mit ihren Beschreibungen. Da sie eine angenehme und warme Stimme hat, habe ich ihr aber doch ganz gerne gelauscht. Ihre Stimme passt -wie ich finde- gut zu dieser Geschichte. Außer ihr sind natürlich die Schauspieler aus dem Film zu hören, und ich denke, dazu muss man dann auch nicht mehr viel sagen. So wie sie im Film ihre Charaktere glaubhaft rüberbringen, so gelingt es logischerweise auch in diesem Hörspiel, das ja lediglich eine Aufnahme des Films ist. mit dabei sind zB Jürgen Vogel, Detlev Buck, Nina Kronjäger und Hanna Binke.

Musikalisch gibt es eine schöne und passende Mischung zu hören, der man es anhört, dass beim Soundtrack des Films viel Wert darauf gelegt wird. Geprägt ist er von meistenteiles rhythmischen Stücken, aber zu entsprechenden Szenen sind auch ruhigere Stücke zu hören. Die Geräusche bezieht das Hörspiel aus dem Film, was manchmal etwas dürftig klingt.

Ein hübsches Mädel und ein wunderschönes Pferd, das schaut man sich doch gerne an. Geht mir jedenfalls so. Im Booklet findet man Bilder aus dem Film, die Lust darauf machen, ihn sich anzuschauen. Ich werde das wohl auch, aber erst wenn er auszuleihen ist.

Fazit: Eine schöne geschichte mit spannenden und rührenden Momenten, die Pferdefans begeistern wird. Mir hat sie auch ganz gut gefallen. Allerdings scheinen Filmhörspiele nichts für mich zu sein, da ich mich an diesem Übermaß an Erzählung mit den eingestreuten Filmszenen gestoßen habe. Dann doch lieber ein Hörbuch.

 

Das Labyrinth der Träumenden Bücher (Walter Moers / Andreas Fröhlich)

Titel: Das Labyrinth der Träumenden Bücher / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 882 min (2 mp3-CDs) / Buch: Walter Moers / gelesen von: Andreas Fröhlich

Inhalt: Das Labyrinth der Träumenden Bücher spielt wieder auf dem phantastischen Kontinent Zamonien, in der Stadt Buchhaim, wo Hildegunst von Mythenmetz, der schriftstellernde Lindwurm, seinen Zuhörern einen weiteren Teil seiner abenteuerlichen Autobiografie erzählt.


Ich hätte auf meine Bedenken hören sollen, die mir sagten, dieses Hörbuch besser unbeachtet zu lassen. Denn schon die allgemeine Begeisterung für den Vorgänger “Die Stadt der träumenden Bücher” hatte ich nicht teilen können. Als Buch-Liebhaber hatte ich mich aber verpflichtet gefühlt. So ähnlich muss es auch beim “Labyrinth” gewesen in. Ich kannte den ersten Teil, da hat mich auch der zweite zu interessieren.
Anfangs habe ich Hildegunst Erzählungen auch noch ganz interessiert zugehört. Sprachlich ist die Geschichte wirklich hörenswert und es ist tatsächlich ganz nett, Details vom ersten Teil wiederzufinden. Aber ich brauche keine ewig lange Nacherzählung! Ich will auch der Welt von Zamonien keineswegs absprechen, dass sie phantasievoll und liebevolle und vor allem detailverliebt erdacht ist. Doch genau diese Detailverliebtheit ist der große Knackpunkt. Denn damit wird hier so sehr übertrieben, dass man irgendwann ganz automatisch abschaltet. Ich musste mich schwer zusammenreißen, Hildegunst blumigen Schilderungen weiterhin zu folgen.Rückblickend denke ich, man kann bequem mal einen (oder auch mehrere) Tracks überspringen, ohne beim weiteren Hören Verständnisprobleme zu haben. Es zieht sich, plätschert undramatisch dahin und so will und will eben auch keine Spannung aufkommen. Und das über 882 Minuten! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Zuletzt sei noch erwähnt, dass ich auch den Witz lange gesucht und dann schließlich aufgegeben habe.Ich komme auch mal 14undetwas Stunden ohne Lachen klar.

Dieses Werk wird von Andreas Fröhlich zu Gehör gebracht. Er wenigstens braucht sich nichts vorwerfen zu lassen. Ihm gelingt es sogar, eine gewisse Lebendigkeit in die Geschichte zu bringen. Davon abgesehen hat er zahlreiche Stimmen für die Charaktere auf Lager. Die dürftige Story kann er aber selbst mit dieser sehr guten Sprecherleistung nicht aufwerten.

Die Aufmachung des Hörbuchs ist vom Feinsten. Ein Digipack in einem Schuber, äußerlich gestaltet wie die Buchvorlage, und von ihnnen ebenfalls mit Zeichnungen einiger Wesen aus Hildegunsts Welt verschönert. Zudem findet man hier einige Fakten über Andreas Fröhlich und natürlich eine kurze Zusammenfassung (Sieh an! Es geht doch auch kurz!) der Geschichte.

Fazit:  Was soll ich lange drum herum reden? Langweilig. Das trifft es in einem Wort.

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