Derek Landy

Skulduggery Pleasant (01) – Der Gentleman mit der Feuerhand (Derek Landy)

Er ist kein gewöhnlicher Detektiv. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau. Er ist ein echter Gentleman. Und … er ist ein Skelett. Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie ihn in eine Welt voller Magie begleiten – eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zu Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet.

Diesen ersten Band habe ich bereits vor Jahren einmal gelesen, die Reihe dann aber als Hörbuch weiterverfolgt. Die Bücher habe ich dennoch weiterhin gekauft und nun plane ich, die Reihe nach und nach auch zu lesen. Seit geraumer Zeit bin ich für Fantasy allerdings kaum bis gar nicht mehr zu begeistern, von daher könnte das Unternehmen durchaus scheitern. Wir werden sehen.
Mit diesem ersten Teil und mir lief es aber erstmal ganz gut. Ich mag auch einfach so Vieles an der Serie. Ich finde die Idee mit dem Skelett super genial und Pleasants Humor ist genau mein Fall. Somit habe ich mich mit ihm schnell angefreundet. Mit Stephanie bin ich auch am Ende dieses Buches noch nicht so richtig gut Freund. Sie wirkt mir für eine Zwölfjährige zu erwachsen, zu abgeklärt bis überheblich und ist mir für ein Mädchen diesen Alters auch eine ganze Ecke zu mutig, taff und zu talentiert in einigen Dingen.
Wiederum muss ich zugeben, so eine typische Zwölfjährige hätte Pleasant an seiner Seite auch beim besten Willen nicht brauchen können. Denn es geht durchaus rund in der magischen Welt. Ein bereits ausgeschaltet geglaubter, böser Magier drängt zurück in die Welt und an die Herrschaft darüber. Er hat nicht weniger im Sinn, als die nutzlose Menschheit auszurotten. Und dabei geht er auch häufig gerne mal über Leichen. Das ist hier wörtlich zu nehmen, es gibt mehr als einen Toten in diesem ersten Band. Da ist eine Einstufung der Leserschaft ab zwölf Jahren schon ziemlich gewagt, wie ich finde. Genau das mag ich aber auch so gerne: wenn Jugendbücher sich so etwas Gewagtes trauen.
Auch Pleasant ist nicht gerade zimperlich bei seinen Unternehmungen, jedoch hat das bei ihm halt irgendwie einen gewissen Charme, und nie trifft es bei ihm unbeteiligte, unschuldige Menschen. Da kann man seinem Einsatz in so mancher deftigen Prügelei also kaum übelnehmen. Und man sorgt sich halt schnell auch um ihn, denn zum Glück ist er kein Held, der immer am längeren Hebel sitzt. Zumindest vorübergehend kann man ihm durchaus mal schaden. Das macht seine Figur glaubhafter. Soweit man das bei einem Skelettdetektiv überhaupt sagen kann.
Die Geschichte ist spannend, jedes Kapitel hat für sich schon einen kleinen Höhepunkt, und es geht rasant und actionreich zur Sache. Langeweile hat da rein inhaltlich keine Chance. Während man mit Pleasant, seinen Verbündeten und Stephanie mitfiebert, wenn sie ermitteln oder eben auch handfest kämpfen, fragt man sich gleichzeitig auch, was mal aus Stephanie werden wird. Ob sie es schaffen kann, halb in der realen, halb in der magischen Welt zu leben. Vor allem, weil ihr in beiden häufig nach dem Leben getrachtet wird.
Zuletzt mag ich an der Story (und der ganzen Reihe) einfach, wie einfallsreich und unverbraucht so viele Ideen daran sind. Obwohl es um Zauberer geht, kam mir nie “Harry Potter” in den Sinn. Die Zauberer in Pleasants Gefolge und bei seinen Gegnern sind deutlich anders erdacht. Zum Glück -denn ich kann der Reihe gar nichts abgewinnen- kommt auch nie eine “Herr der Ringe”-Stimmung auf. Dafür spielt Pleasants Reihe viel zu sehr in der realen Welt, was mir immer einen Pluspunkt wer ist. Sämtliche Figuren sind, auch wenn es zig Magier in der Literatur gibt, eben so ganz anders und deshalb so besonders. Und auch die Figuren nebenher, wie Vampire, die Hohlen oder der Troll sind von ihrer Art, ihren Eigenschaften und dem Aussehen her schön weit weg von den gängigen Vertretern ihrer Art. Phantasie hat Derek Landy defenitiv massig, und das zum Glück!
Ach so, ich hab den Humor vergessen. Denn nicht nur Pleasants Sprüche sind oft zum Totlachen, auch zahlreiche Formulierungen haben mich zum Grinsen und Lachen gebracht.

Ich habe das Buch in drei Etappen gelesen, was bei 344 Seiten auch kein Problem war. Die Kapitel haben genau die richtige Länge, sind weder zu kurz, noch zu lang und haben sehr einladende Titel. Zahlreiche Dialoge machen das Lesen angenehm und lassen schon mal zwei, drei Seiten im Rekordtempo dahinfliegen. Es gibt aber auch Abschnitte, die ich persönlich etwas anstrengend fand. Nämlich die Schilderungen der Kämpfe. Da bräuchte ich weit weniger Details und wäre trotzdem noch zufriden. Das hat mich dann wieder etwas ausgebremst. Ich hoffe sehr, dass solche Passagen in den weiteren Bänden nicht Überhand nehmen.

Das Cover liebe ich einfach heiß und innig. Die Figur Skulduggery Pleasant sieht schlichtweg cool aus und mit dem freundlichen Grinsen kein Stück gruselig. Dazu der düstere Hintergrund mit dem kontrastreichen Orange, das ist ein Hingucker durch und durch. Übrigens: das Buch hat ein ebenfalls orangefarbenes Lesebändchen! Lesebändchen finde ich immer toll.

Fazit: Obwohl ich mit Fantasy nicht mehr viel anfangen kann, so lief es mit diesem ersten Band von Pleasant und mir doch wirklich gut. Ich finde die Idee dieses ungewöhnlichen Detektivs cool und mag seinen Humor total. Die magische Welt wirkt unverbraucht und neuartig, nie hat man das Gefühl solche ähnlichen Figuren irgendwo anders schon mal angetroffen zu haben. Das ist heute auch schon viel wert und echt selten. Die Geschichte hat Spannung, Tempo und Action und schont die (junge) Leserschaft keineswegs! Hier gibt es Mord und Totschlag, das ist einfach so. Das muss man wissen, wenn man dem Nachwuchs das Buch in die Hand geben möchte. Ich mag solch mutige Jugendbücher.


Titel: Skulduggery Pleasant (01) – Der Gentleman mit der Feuerhand
Autor: Derek Landy
Seiten: 344
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3-7855-5922-2
Preis: € 16,90 (HC)

Skulduggery Pleasant (09) – Das Sterben des Lichts (Derek Landy / Rainer Strecker)

Titel: Skulduggery Pleasant (09) – Das Sterben des Lichts / Verlag: Hörcompany / Spielzeit: / Buch: Derek Landy / gelesen von: Rainer Strecker

pleasant09Inhalt: Der Krieg der Sanktuarien ist beendet. Doch der Kreis der Freunde um Skulduggery ist kleiner geworden und Walküre ist verschwunden. An ihrer Stelle kämpft ihr Spiegelbild an Skulduggerys Seite. Aber es hat etwas entwickelt, das ein Spiegelbild niemals verspüren darf: Gefühle. Derweil steht die ganze Zaubererwelt unter Spannung, denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann Darquise zurückkehrt.


Oh, wie habe ich mich vor diesem letzten Band dieser grandiosen Reihe gefürchtet! Ich habe mich an das Hörbuch lange nicht herangetraut aus Angst, meine Befürchtungen bestätigt zu bekommen. Nun habe ich es aber doch endlich gehört.
Und im Nullkommanichts waren meine Sorgen wie weggepustet. Denn eines muss man diesem Band lassen: an Tempo, Action und Spannung setzt er gegenüber seinen Vorgängern nochmal eine ganze Schippe obendrauf. Ständig passiert etwas, tun sich neue Erkenntnisse und Wendungen auf und ständig muss man um seine Lieblingsfiguren bangen. Immerhin wäre es ja nicht das erste Mal, dass Derek Landy beliebte Charaktere über die Klinge springen lässt. Ich hatte also gar keine Zeit und Gelegenheit, mir die ganze Zeit Gedanken um meine eine ganz große Angst zu machen.
Hin und wieder gibt es natürlich auch hier wieder etwas zum Lachen. So ganz ohne Humor wäre eine Pleasant-Geschichte für mich kaum denkbar. Das lockert dann wieder ein bisschen auf, was hier ehrlich gut tut. Denn soviel ist klar, an Kämpfen herrscht hier keinesfalls ein Mangel. Und die sind mitunter wirklich sehr brutal und blutig.
Als besonders bemerkenswert empfinde ich es, dass es Derek Landy  tatsächlich gelungen ist, jegliche Handlungsstränge und Ereignisse in diesem finalen Band schlüssig zusammenlaufen zu lassen. Bei einer solch komplexen Handlung, so einer vielseitigen Welt und solch illustren und verschiedenen Figuren ist das wahrlich eine reife Leistung.
Ob sich meine Angst bestätigt hat, werde ich hier jetzt natürlich nicht verraten. Einige meiner Leser hier kennen mich gut genug um alleine von einem “Ja” oder “Nein” schon etwas ableiten zu können 😉

Rainer Strecker brilliert natürlich auch in diesem Teil der Reihe. Er verleiht der Erzählung die nötige Düsternis und hat für jede Figur eine markante Stimme auf Lager. Bei der Vielzahl an Charakteren eine beeindruckende Leistung, die trotzdem nie bemüht klingt. Es fällt mir nach dieser Serie wirklich schwer zu glauben, dass ich mich nochmal auf ein anderes Hörbuch mit ihm als Sprecher werde einlassen können. Für mich ist er einfach die Stimme der Pleasant-Reihe.

Wie schon die vorigen Bände zieht auch das Finale in einer schicken und edlen Box ins Regal ein. Das Covermotiv lässt sehr viel Raum für Spekulationen. Ich finde, es wirkt wirklich endgültig. Einerseits gefällt mir das, weil ich voll und ganz dafür bin, dass Reihen -selbst wenn sie noch so gut laufen- ein festes Ende haben. Andererseits hat mir das Motiv auch wirklich Angst gemacht.

Fazit: Rundum ein würdiges Finale für diese großartige Reihe! Hier wird wieder alles geboten, was bisher so gut gefallen hat: Spannung und Action, dass man sich beim Fingernägelknabbern erwischt. Humor, dass man Tränen lachen muss. Und ein absolut schlüssiges Ende, was einfach nur beeindruckend ist. Diese Serie wird immer zu meinen absoluten Favoriten gehören.

Skulduggery Pleasant (08) – Die Rückkehr der toten Männer (Derek Landy / Rainer Strecker)

Titel: Skulduggrey Pleasant (08) – Die Rückkehr der toten Männer / Verlag: Hörcompany / Spielzeit: 840 min, 10 CDs / Buch: Derek Landy / gelesen von: Rainer Strecker

pleasant08Inhalt: Es herrscht Krieg! Doch diesmal ist es der Hohe Rat selbst, die Vereinigung aller Sanktuarien der Welt, der sich gegen die Iren wendet. Denn Irland ist eine Quelle der Magie und das weckt Begehrlichkeiten. Und so kämpfen nun Zauberer gegen Zauberer in einem sinnlosen Bruderkrieg, während im Verborgenen Hexen und Warlocks nur darauf warten, die Zauberergemeinschaft an ihrer verwundbarsten Stelle zu treffen. Aber Irland hat eine Geheimwaffe – die Toten Männer. Jene unerschrockene Truppe von Helden um Skulduggery Pleasant, die schon gegen Mevolent gekämpft haben. Und mitten unter ihnen ein neues Mitglied: Walküre Unruh, Skulduggerys erwachsen gewordene Gefährtin. Niemand ahnt, dass Walküre selbst die größte Zerstörung bringen wird .


Die Serie befindet sich auf der Zielgeraden. Diese Folge ist der vorletzte Teil. Ich finde es zwar bedauerlich, weil ich die Reihe einfach total genial finde, andererseits bin ich aber auch froh. Jede Serie sollte ein Ende finden, statt -wie so viele- ewig fortgesetzt zu werden bis sie letztlich nur noch vor sich hin dümpeln.
Walküre ist über die einzelnen Bände hinweg älter und reifer geworden, und genau wie sie ist die Reihe Band für Band spürbar erwachsener geworden. Ich habe diesen Band als merklich ernsthafter und noch einen ganzen Tacken düsterer und unheimlicher empfunden als seine Vorgänger. Und die waren auch nicht von schlechten Eltern. Doch das gehört zu dieser Geschichte, denn die ist nun mal alles andere als ein magischer Spielplatz. Da dürfen viele Szenen mit Recht drastisch ausfallen. Es herrscht nun mal Krieg in der magischen Welt und im Krieg wird nicht mit Federkissen geworfen. Das ist halt so.
Action wird also einmal mehr massig geboten und auch für Spannung abseits der Kampfplätze ist gesorgt.
Ich wusste manchmal gar nicht mehr, wem ich überhaupt noch trauen kann. Immer wieder offenbaren bisher als “gut” eingeschätze Figuren eine dunkle Seite, und umgekehrt natürlich auch. Man muss hier schon sehr fein aufpassen, ansonsten ist man schnell raus. Ich bewundere es, wie Derek Landy es geschafft hat, in einem Universum mit so vielen Figuren einen so guten Überblick zu behalten, und wie er selbst im achten Band noch an Ereignisse aus vorigen Bänden anknüpft um ein neues Bild davon zu gestalten. Was die Charaktere angeht, ist man mit den Hörbüchern übrigens klar im Vorteil, denn hier gibt es ein Glossar der Figuren. Das wäre bei den Büchern ebenfalls schön gewesen.
Ich weiß, oben habe ich noch geschrieben, dass Krieg nun mal nichts Lustiges ist, trotzdem hat mir der typische Humor der Serie in diesem Band etwas gefehlt. Er gehört für mich zu Skulduggery und Walküre, daher schmerzt es schon etwas, dass man ihn hier nicht im gewohnten Maße antrifft.
Nun bin ich auf das Finale gespannt. Es fällt schwer zu glauben, dass alles noch zu einem wirklich guten Ende finden wird. Und irgendwie habe ich auch ein paar Zweifel an der Schlüssigkeit des Endes. Doch insgesamt vertraue ich Derek Landy, dass er die Fans nicht mit einem halbgaren letzten Teil abspeisen wird.

Rainer Strecker greift die düstere Stimmung dieses Teils sehr gut auf. Alles andere hätte mich auch gewundert, wo er uns doch bereits sieben Bände mehr als gekonnt vorgelesen hat. Er ist eine gute Hilfe, sich im Figuren-Dschungel zurecht zu finden. Ohne die “Pleasant”-Reihe hätte ich wohl nie so viele Hörbücher mit ihm gehört. Daher ist er inzwischen die Stimme, die mich sofort zu Skulduggery, Walküre und den anderen versetzt.

Gäbe es nicht schon das Cover zum neunten Band (auf Englisch), dann wäre wohl das Covermotiv dieses Teils das Schlimmste und Beängstigendste der ganzen Serie. Man macht sich sofort Sorgen, was mit Walküre los ist, so wie sie in Pleasants Armen liegt. Und er schaut auch nicht gerade fröhlich auf sie herab. Im Hintergrund steht etwas in Flammen, was ebenfalls Unheil erahnen lässt. Auch dieses Mal ziehen die CDs in einer super schönen Box ins Regal ein.

Fazit:  Speziell nach diesem Band fällt es schwer, noch an ein gutes Ende der Reihe zu glauben. Es tut sich unglaublich viel. Mancher ist nicht mehr der, für den man ihn gehalten hat, liebgewonnene Figuren sterben und die Atmosphäre ist durchgängig düster, bedrohlich und beängstigend. Ich fiebere auf das Finale hin!

Skulduggery Pleasant (07) – Passage der Totenbeschwörer (Derek Landy / Rainer Strecker)

Titel: Skulduggery Pleasant (07) – Passage der Totenbeschwörer / Verlag: Hörcompany / Spielzeit: ca. 650 min / Buch: Derek Landy / gelesen von: Rainer Strecker

pleasant07Inhalt: Warum haben ganz normale Sterbliche plötzlich magische Fähigkeiten? Die wenigsten können damit umgehen. Wie zum Beispiel Jerry, der sich für einen Schmetterling hält. Ausgerechnet Walküre muss ihn ständig aus der Luft holen und das nervt. Schließlich wurde sie zur Weltenretterin ausgebildet und nicht zum Babysitter für durchgeknallte Sterbliche. Aber einige dieser Neu-Magier entwickeln so starke Kräfte, dass sie eine blutige Spur der Verwüstung durch das ganze Land ziehen. Nur ein sehr mächtiger Zauberer kann ihnen diese unglaubliche Macht gegeben haben. Einer, der seinen wahren Namen kennt. So wie Walküre selbst. Und er muss unbedingt gestoppt werden!


Ich bin über die letzten Jahre hinweg immer weniger zum Reihen-Fan geworden. Einfach, weil seither irgendwie alles fortgesetzt werden muss, auf Biegen und Brechen. Deshalb gehe ich auch an jeden “Pleasant”-Band verhalten heran und rechne mit plötzlich nachlassender Qualität. Bislang zum Glück und zu meiner riesigen Freude völlig grundlos.
Auch diesem siebten Band gelingt es wieder, eine neue Idee als Grundlage zu etablieren. Derek Landys Ideenreichtum scheint unerschöpflich zu sein. Plötzlich verfügen normale Sterbliche über magische Fähigkeiten. Was bei einigen noch niedlich und zum Totlachen komisch ist, hat bei anderen üble und blutige Folgen. Auch dieses Mal schont Derek Landy seine Leser- und Hörerschaft keineswegs. Es geht ordentlich rund und mitunter auch ganz schön brutal und grausig zu. Immerhin muss die Menschheit vor diesen plötzlich magisch veranlagten Menschen gerettet werden. Das geht nun mal nicht nur mit guten Worten. Somit stehen einmal mehr einige Kämpfe auf dem Programm, die für Spannung und Action sorgen.
Ebenso spannend ist die Frage, wie die Neu-Magier an ihre Fähigkeiten gekommen sind. Gemeinsam mit Skulduggery und Walküre geht man dieser Frage auf den Grund und natürlich setzen auch diese “Verantwortlichen” alles daran, mit ihrem Wirken fortfahren zu können. Auch in diesem Kampf wird mitunter kräftig auf den Putz gehauen. Für mich persönlich könnten diese Kämpfe hier und da gern etwas kürzer ausfallen. Ich finde solch lange Schilderungen nicht dauerhaft interessant. Aber diese Duelle gehören halt ins Pleasant-Universum. Daher muss man nun nich beim siebten Teil ankommen und sich darüber beklagen, dass Gewalt zu Pleasants und Walküres Job gehört.
Außerdem finde ich nachwievor, dass der Humor in den Geschichten einiges davon aufwiegt. Speziell die Dialoge zwischen Pleasant und Walküre haben es in sich, doch auch andere Figuren wissen zu amüsieren und an Situationskomik mangelt es ebenfalls nicht.

Was wären die “Skulduggery Pleasant”-Hörbücher ohne Rainer Strecker? Auch nach einer Pause zwischen zwei Teilen ist man dank ihm sofort wieder mitten drin im Pleasant-Universum. Und die einzelnen Figuren erkennt man durch seine markanten Stimmen auf Anhieb wieder. Das finde ich vor allem deshalb so genial, weil man es ja schon mit einem ganzen Haufen an Charakteren zu tun hat.

Die CD-Box zeigt sich dieses Mal in Schwarz und einem schönen, leuchtenden Türkisblau. Als zentrale Figur steht natürlich Skulduggery im Vordergrund. Hinter ihm sind finstere Gestalten in Anmarsch. Damit ist auf Anhieb klar, dass sich Pleasant und seine Verbündeten auch in diesem Teil wieder dem Bösen in den Weg stellen müssen.

Fazit: Ein spannender und actionreicher siebter Teil, der mit einer weiteren innovativen Idee punkten kann. Woher nimmt Derek Landy nur immer solche Ideen? Das ist einfach nur bewundernswert. Gleichzeitig gelingt es ihm, selbst den seit sechs Teilen quasi “alt eingesessenen” Charakteren neue Seiten zu verleihen. Ich kann die Reihe nur wärmstens empfehlen!

Skulduggery Pleasant (06) – Passage der Totenbeschwörer (Derek Landy / Rainer Strecker)

Titel: Skulduggery Pleasant (06) – Passage der Totenbeschwörer / Verlag: Hörcompany / Spielzeit:  ca. 522 min / Buch: Derek Landy / gelesen von: Rainer Strecker

pleasant06Inhalt: Die Totenbeschwörer brauchen Walküre nicht mehr. Walküre Unruh, alias Darquise, ist nicht länger die Topkandidatin für den Job als Todbringerin. Das ist eine gute Nachricht, aber die Sache hat einen Haken: Sie haben bereits einen Ersatz gefunden. Eine andere Person soll als Todbringerin die Grenzen zwischen Leben und Tod auflösen und so die ganze Welt umbringen. Klingt schlimm? Das ist es auch.


Mit “Passage der Totenbeschwörer” dreht sich bereits das sechste Abenteuer des detektivischen Skeletts und seiner Kollegin Walküre Unruh im CD-Player. Die Geschichte schließt direkt an den Vorgänger an.
Dieses Mal steht nichts Geringeres als das Leben von mehreren Millionen Menschen auf dem Spiel. Denn das brauchen die Todbringer um die Passage zum ewigen Leben zu bewältigen. Das muss natürlich unbedingt verhindert werden. Zunächst müssen Pleasant und Walküre allerdings erstmal herausfinden, was genau es mit dieser Passage genau auf sich hat. Das ist schon mal schön spannend und lässt einen einmal mehr über Derek Landys Ideenreichtum staunen.
Anschließend stürzt man sich dann in den Kampf um das Leben der halben Menschheit. Dabei geht wie gewohnt äußerst actionreich zu und man hat reichlich Gelegenheit, um Pleasant, Walküre und ihre Freunde zu bangen. Wer bisher seinen Spass an action- und temporeichen Kampfszenen hatte, der kommt hier einmal mehr voll auf seine Kosten. Und die Fans, die eher ihr Vergnügen an der Entwicklung der Figuren haben und sich für die Zusammenhänge der einzelnen Teile haben, können sich ebenso wenig beklagen. Es tun sich auch hier wieder ungeahnte Abgründe auf und manches finstere Geheimnis kommt ans Licht. Ich frage mich ja schon seit ein paar Teilen mehr, wie diese Reihe Rentier150-1jemals enden wird und welche Überraschungen Landy noch für uns auf Lager hat. Bis dahin sind es schließlich nur noch drei Teile, soweit ich weiß. Man darf gespannt sein.
Die vertraute düstere &heilige& Atmosphäre liegt auch wieder über diesem Teil. Zum Glück begegnet man aber auch dem bekannten Humor. Der ist zwar oft böse und rabenschwarz, aber eben auch total lustig. Es gibt einige Dialoge, bei denen ich grinsen musste. Ich mag diese Art Humor, denn er lockert die so aussichtlos wirkende Geschichte schön auf.

Rainer Strecker bringt auch diesen sechtsten Teil zu Gehör. Ich kann mir keinen besseren Sprecher für die “Pleasant”-Hörbücher vorstellen. Er fängt nicht nur die Atmosphäre der Geschichte ebenso gut ein wie ihre Komik, sondern hat dazu noch für jede Figur eine ganz markante Stimme in petto. Und das will schon etwas heißen, denn mittlerweile tummeln sich eine ganze Menge Figuren im Pleasant-Universum.

Mit seinem feurig rot-schwarzen Look reiht sich diese Box schick wie immer ins Regalfach ein. Schon aus dem Motiv kann man schließen, dass es auf den sechs CDs wieder ordentlich zur Sache geht. Im Booklet findet man neben der Trackeinteilung noch ein Glossar der Figuren, was ich immer ungemein nützlich finde, wenn mir ein Name mal nicht sofort etwas sagt.

Fazit:  Ein weiterer rundum gelungener Teil dieser Reihe. Der Kampf um das Leben von Millionen von Menschen sorgt für spannende und rasante Actionszenen. Es gibt aber auch immer wieder Passagen, in denen die Charaktere im Mittelpunkt stehen. Es ist schön zu verfolgen wie die Figuren sich entwickeln. Ich finde das bei einer Reihe auch immer sehr wichtig. Es wäre unglaubwürdig, wenn das Wesen der Charaktere durchweg auf der Stelle treten würde. Ein Schuss schwarzer Humor sorgt für ein Schmunzeln.

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