Die drei ??? Kids

Die drei ??? Kids (63) – Monster-Wolken

Titel: Die drei ??? Kids (63) – Monster-Wolken / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 65 min / Sprecher: Yoshij Grimm, Johannes Steck, Bert Franzke, Silke Haupt ua

Inhalt: Monster-Wolken über Rocky Beach. Hässliche Nebelfratzen lenken die Autofahrer ab, und Flugzeuge geraten in Gefahr. Doch wer ist für das Chaos am Himmel verantwortlich? Justus, Peter und Bob müssen eingreifen.


Ich muss sagen, dass ich dieser Folge alleine vom Titel her skeptisch gegenüberstand. Was bitte sollen denn Monster-Wolken sein? Aber immerhin klingt es leicht unheimlich, also wollte ich so schnell nicht die Flinte ins Korn werfen.
Leider haben sich meine Bedenken jedoch bestätigt. Von Monster-Wolken und schaurigem Geschehen kann hier absolut nicht die Rede sein.
Ich fand den Fall ehrlich gesagt ausgesprochen unspektakulär und dünn. Da haben sich die drei Freunde schon mit erheblich schwierigeren und brisanteren Fällen herumschlagen müssen. Der hier ist recht schnell durchschaubar und auch sonst gefühlt nicht wirklich ein Krimi, noch nicht einmal ein Kinder-Krimi.
Und ziemlich schnell kam der Punkt an dem ich dachte, wenn noch einmal jemand die Worte „Himmelsschreiber“ und „Himmelstinte“ benutzt, dann schreie ich. Auch wenn man hier einiges darüber erfährt, diese ständigen Widerholungen haben einen gewissen Nervfaktor.
Hinter alldem blieb für mich die Ermittlungsarbeit der Jungs leider ziemlich zurück. Alles ist so einfach gestrickt, da habe ich mich schnell gefragt, wieso die drei daran so lange herumknobeln müssen. Sie sind doch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Einzig Justus Nerven habe ich einmal bewundert, nämlich bei einem ganz bestimmten Anruf. Wobei man sich andererseits direkt fragen muss, wieso eine erwachsene Gesprächspartnerin darauf hereinfällt…

Die Sprecherliste ist angenehm übersichtlich. Andreas Ersson vermittelt einem schnell ein gutes Bild von David Miller. Und auch Hans-Eckart Eckhardt versteht es, mit markanter Stimme seiner Figur Charakter zu verleihen. Einzig besagte Gesprächspartnerin von Justus am Telefon klang für mich irgendwie sonderbar. Zu hören ist hier Silke Haupt, aber ihrer Stimme fehlt das Lebendige, und Justus unterhält sich ja nicht mit einer Tonbandaufnahme, sondern mit einer Person.

Von Musik und Geräuschen darf man hier keine großen Neuerungen erwarten. Die Reihe klingt wie sie klingt, das trifft auch auf diese Folge zu. Das ist nicht schlecht und bürgt für Wiedererkennungswert und im Grunde -wenn ich so genau darüber nachdenke- möchte ich es auch gar nicht anders haben.

Auf dem Cover findet man neben einem Flugzeug natürlich auch eine der Monster-Wolken. Dass ausgerechnet die drei mutigen Detektive davor wegrennen, ist schon ein bisschen merkwürdig.

Fazit: Für mich leider ein eher schwacher Fall für die jungen ???. Um Monster-Wolken geht es gar nicht so richtig, mehr um Sabotage und vor allem um die Himmelsschreiberei, über die man hier einiges erfährt. Schaurig sind die Wolken auch nicht wirklich. Eben alles sehr dünn, wenn man bedenkt, welche Rätsel die drei Freunde bisher schon gelöst haben.

Die drei ??? Kids (62) – Gefahr im Dschungel

Titel: Die drei ??? Kids (62) – Gefahr im Dschungel / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 60 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Roland Geiger, Charlotte Puder, Milton Welsh ua

Inhalt: Hilfe! Justus, Peter und Bob sind in einem gigantischen Dschungel-Haus gefangen! Und das nur, weil sie einem entführten Professor helfen wollten. Können die drei ??? Kids diesen Fall lösen?


Dieses Mal geht es also in den Dschungel. Nunja, ganz so wörtlich darf man das hier natürlich nicht nehmen. Es ist mehr so eine Art Dschungel- oder Tropenhaus, wie es der eine oder andere junge Hörer vielleicht schon mal in einem großen Zoo erlebt hat.
Nach einem interessanten Auftakt mit einer etwas schrägen neuen Bekanntschaft für die drei Freunde geht es dann auch direkt los. So ein Dschungelhaus klingt natürlich auch für die drei Detektive ganz interessant.
Auch wenn es kein echter Dschungel ist, für das nötige Maß an Dschungelfeeling genügt das Tropenhaus doch. Man fühlt sich schnell unter Palmen und Lianen versetzt, das ist wirklich gut gelungen.
Das neue Rätsel lässt allerdings schon ein wenig auf sich warten und ich hatte auch das Gefühl, dass die Freunde dieses Mal weniger ermitteln, sondern die meiste Zeit zusehen, dass sie aus der ganzen Nummer heile herauskommen. Was angesichts der wirklich arg depperten Verbrecher nicht allzu glaubhaft ist. Da haben die Freunde schon ernstere Situationen gemeistert.
Erst später wurde die Geschichte in dieser Hinsicht wieder griffiger. Denn kurz bevor die Verbrecher ihr Ziel erreichen, brauchen die Jungs wirklich eine clevere Idee. Und die fällt dann auch so aus, wie ich es von ihnen erwarte. Da waren sie dann doch wieder die drei ??? Kids, wie ich sie bisher kannte.

Die Sprecherliste ist erfreulich übersichtlich. Als etwas wirrer Professor ist Hans-Georg Körbel zu hören, der diese Figur mit angenehmer Stimme glaubhaft und sympathisch an den Hörer bringt. Charlotte Puders Stimme passt gut zu der jungen Assistentin des Professors und sie hat für die sehr unterschiedlichen Wesen von Jenny Fields genau den richtigen Ton auf Lager.

Dschungelmäßig fällt auch die Geräuschkulisse aus. Sie sorgt im Wesentlichen dafür, dass man sich so leicht in den Urwald versetzt fühlt. Musikalisch ist man beim Bewährten geblieben, was neben den wirklich guten Dschungelgeräuschen aber kaum auffällt.

Das Covermotiv erinnert ein bisschen an Tarzan mit den drei Jungs an der Liane. Der Gorilla ist natürlich auch zu sehen, denn er spielt eine wichtige Rolle. Rundum ist alle schön urwaldmäßig grün. Das passt zu Titel und Story.

Fazit:  So ein richtiger Fall mit Nachforschungen und einem Rätsel ist das hier in meinen Augen nicht. Die Freunde sind meistens damit beschäftigt, ihre eigene Haut zu retten und heile aus der Nummer herauszukommen. Erst zum Ende, als es wirklich brenzlig wird, blitzt die Cleverness der drei dann doch mal durch. Dafür ist aber das Setting top gelungen und es kommt wirklich Dschungelflair auf. Das ist bei solch eine Geschichte auch viel wert.

Die drei ??? Kids (61) – Alarm im Dino-Park

Titel: Die drei ??? Kids (61) – Alarm im Dino-Park / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Josef Vossenkuhl, Gerrit Stratmann, Claudio Pagonis ua

Inhalt: Werden die Dinosaurier-Skelette im Dinopark nachts wirklich lebendig und bedrohen den Parkbesitzer? Justus, Peter und Bob übernehmen den Fall und begeben sich in ein waghalsiges Urzeit-Abenteuer.


Mein Fall sind Dinosaurier ja nicht (mehr). Mir ist das Thema einfach schon zu verbraucht. Aber ich denke, dass es bei jungen Hörern noch immer sehr gut ankommt. Und darum geht es bei dieser Serie letzten Endes ja.
Kaum im Dino-Park angekommen wittern die drei Freunde ein neues Geheimnis bzw einen neuen Fall. Wieso und wovor hat der Besitzer solche Angst? Was könnte da nachts vor sich gehen? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, legen sie sich nachts auf die Lauer.
Das nächtliche Geschehen ist dann durchaus ein bisschen schaurig, doch anschließend und bei Tageslicht machen die Freunde neue Entdeckungen und forschen weiter nach. Bis sie schließlich einen entscheidenden Hinweis bekommen. Echte Detektivarbeit also.
Beim Finale dann wird es noch einmal so richtig turbulent, man kann es fast schon ein bisschen actionreich nennen. Aber eben auch ganz witzig. Denn wie die drei den Übeltäter zu fassen bekommen, dass hat schon etwas Comicartiges an sich.

Josef Vossenkuhl ist als Besitzer des Dino-Parks zu hören. Er legt ihm sowohl überzeugende Begeisterung für das Thema Dinosaurier in die Stimme, wie auch später die Angst als Paul Primus Pimbel von den nächtlichen Vorkommnissen berichtet. Clausio Pagonis lässt Tom ein bisschen trottelig klingen. Und Hendrik Martz hat genau den richtigen arroganten Ton für den Filmemacher Herbert Jackson auf Lager.

Neben bekannten Musikstücken sind hier zwischendrin auch immer mal dröhnende Geräusche zu hören, die Dinogeräusche sein sollen. Beispielsweise das Dröhnen unter den Schritten der Dinos oder das krachen Klappen eine Dinomauls.

Das Covermotiv ist tatsächlich ein bisschen schaurig mit dem Dinoschatten und den ängstlichen Blicken der drei Freunde. Es passt einwandfrei zum Titel und stimmt neugierig. Junge Dinofans dürften sich davon sofort angesprochen fühlen.

Fazit:  Für Dinofans eine rundum gelungene Folge mit einer spannenden Handlung und einem turbulenten Ende. Und ein bisschen was lernen kann man zwischendurch auch noch.

Die drei ??? Kids Adventskalender – Ein Rätsel in 24 Tagen

Titel: Die drei ??? Kids Adventskalender – Ein Rätsel in 24 Tagen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 146 min / Sprecher: Johannes Steck, Bert Franzke, Roland Geiger, Bernd Rumpf ua

Inhalt: Vorweihnachtszeit in Rocky Beach. Der Marktplatz verwandelt sich in einen riesigen, begehbaren Adventskalender. Doch bereits am ersten Tag verbirgt sich ein übler Scherz hinter der ersten Tür. Die drei ??? Kids müssen all ihren Spürsinn aufbieten, um das Weihnachtsfest zu retten.


Und auch diese Serie hat natürlich wieder ihre Adventskalender-Weihnachtsfolge am Start. Auf drei CDs kann man sich in 24 Kapiteln den Fall um die Krippe von Rocky Beach erzählen lassen.
Ich fand diese Folge irgendwie schwierig. Erstmal sind drei CDs schon wirklich eine Hausnummer, vor allem für so junge Hörer. Dass man eine Adventskalendergeschichte auch leicht auf zwei CDs erzählen kann, haben die Mädels von den Drei !!! ja kürzlich erst wieder bewiesen.‘
Dann ist es immer wieder schwierig, in den Adventskalendergeschichten der Kids Weihnachtsfeeling beim Hörer auszulösen. Da kann es noch so ausnahmsweise schneien in Rocky Beach Kalifornien. Und wie diese Folge beweist, reißt das auch eine Krippe nichts raus. Schon mal lange nicht mit einem massiv goldenen Christuskind.
Soweit zu dem, was ich an diesem Kalender nicht so dolle fand.
Dagegen hat mir die Idee mit dem begehbaren Adventskalender grundsätzlich gut gefallen. An sich eine wirklich schöne Idee, die man sich allgemein in Städten auch gut vorstellen kann.
Und auch den Fall fand ich allgemein gar nicht so übel. Er ist abwechslunsgreich und bleibt trotz stolzer 24 nicht gerade kurzer Kapitel fast durchgängig interessant und im Maße der Serie spannend. Die drei Freunde ermitteln viel, müssen sich einiges einfallen lassen und als Hörer ist man immer direkt mit dabei. Soll heißen, der Fall ist auch nicht vorhersehbar.

Die Geschichte spielt in Rocky Beach, alle Figuren kommen von dort und somit sind auch fast durchweg vetraute Stimmen zu hören. So ist Tommi Piper als Porter mit dabei. Ich weiß dank ihm nie, ob ich Porter nun mag, oder eben nicht. Roland Geiger hat wieder den etwas überzogenen italienischen Akzent für Giovanni parat. Besonders gut ist mir Eberhard Weißbarth im Kopf geblieben, der hier einen Pfarrer spricht und dem es gelungen ist, mich zweifeln zu lassen, ob man dieser Figur trauen kann.

Neben bekannten Musikstücken ist dann und wann auch mal eine weihnachtliche Melodie zu hören. Dem Weihnachtsflair hilft aber auch das leider nicht auf die Sprünge.

Die Krippe spielt in der Geschichte eine wichtige Rolle, also ist sie auch auf dem Cover zu sehen. Mittendrin natürlich die drei jungen Detektive. Mit Weihnachtsmannmützen, versteht sich. Im Booklet erfährt man, wie man sich in fünf verschiedenen Ländern „Frohe Weihnachten“ wünscht. Das ist eine coole Idee!

Fazit:  In Rocky Beach kann noch so viel Schnee liegen, weihnachtliches Flair kriegen die Geschichten einfach nicht hin. Damit muss man leben. Mir fehlt es trotzdem immer und mich stört dieses Bemühte jedes Mal. Drei CDs sind außerdem ganz schön happig. Der Fall selber ist aber ganz ordentlich und die drei Jungs beweisen echte Detektivfähigkeiten. Das macht widerum Spass. Also ein Adventskalender mit Licht und Schatten.

Die drei ??? Kids (60) – Gespensterjagd

Titel: Die drei ???? Kids (60) – Gespensterjagd / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher:  Jannik Schürmann, Robert Missler, Tommi Piper, Bert Franzke ua

Inhalt: Im großen Kino von Rocky Beach spukt es! Doch nicht nur dort, überall in der Stadt tauchen plötzlich geisterhafte Gestalten auf. Und das alles an Halloween! Die drei ??? Kids gehen auf Gespensterjagd.


Halloween steht vor der Tür und da gehen viele Hörspielserien einfach mal ganz mit der Zeit. So wie die um die drei jungen Detektive. Skelette halten Rocky Beach in Atem, eine alte Frau spricht von ebenso alten Flüchen und Geschichten. Dem müssen die Freunde natürlich gleich nachgehen.
Trotz Skeletten und Flüchen geht es hier nur ganz minimal unheimlich zu. Das ist für die jungen Hörer genau richtig und Eltern haben in dieser Hinsicht nichts zu befürchten. Ältere Hörer werden hier und da dagegen schon ein bisschen die Augen verdrehen. Denn während man von vielen anderen Folgen durchaus ernsthaftere Ermittlungen und Fälle gewöhnt ist, geht es hier mitunter schon ein bisschen arg albern zu. Alleine, wenn ich nur an den Titel des zweiten Films denke, der im Kino läuft. Oder wie die drei Freunde sich verkleiden und unter das Halloweenvolk mischen. Aber hey, die Geschichten sind für Kinder, da lässt man dann einfach mal Fünfe gerade sein.
Ein Rätsel ist es natürlich trotzdem, was da in der Stadt vor sich geht. Und die Hintergründe sind im Gegensatz zum vordergründigen Geschehen durchaus ernsthaft zu nennen. Darüber kann man sich spätestens bei der Auflösung ruhig auch mal ein paar Gedanken machen.

Ernst Meincke und Irmelin Krause-Latarius ergeben als Ehepaar Collodi und tolles Gespann. Sie klingen ein bisschen kauzig, aber sympathisch und nehmen einen so schnell für sich ein. Elmar Gutmann dagegen vermittelt einem einen weniger netten Eindruck seiner Figur. In einer Szene darf sich Tim Kreuer mal wieder als Skinny Norris durch das Geschehen ekeln, was er bewährt gut macht.

Musik und Geräusche kommen daher wie gewohnt. Auch das nimmt der Story nochmal die Chance darauf, wirklich gruselig zu sein.

Die Szene vom Cover gibt es so nicht in der Geschichte. Justus und Bob sind es nicht, die im Kino angesichts der Skelette Panik kriegen. Neugierig macht das Motiv aber schon. Das Skelett fällt einem schließlich sofort ins Auge und man fragt sich gleich, was es damit auf sich hat.

Fazit:  Eine schöne Geschichte zu Halloween, die nie wirklich gruselig ist. Da können die Eltern der jungen Hörer bedenkenlos zugreifen. Das Rätsel um die Skelette ist ganz nett und die Hintegründe und die Auflösung regen durchaus  zum Nachdenken an.

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