Die drei ??? Kids

Die drei ??? Kids (71) – Tatort Trampolin

Titel: Die drei ??? Kids (69) – Tatort Trampolin / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Johannes Steck, Tom Solo, Mareike Fell, Moira May ua

Die neueste Attraktion in Rocky Beach ist ein spektakulärer Jump-Park. Doch kurz nach der Eröffnung kommt es zu rätselhaften Pannen. Wer will den Park ruinieren? Die drei ??? Kids machen sich auf die Suche nach dem Täter und geraten dabei selbst in Gefahr.


Oft ist es so, dass einen Geschichten speziell ansprechen, wenn man gewisse Elemente von sich selbst oder seiner Umgebung kennt. So ging es mir bei dieser Folge, denn in der Nähe hat unlängst ein Trampolinpark eröffnet und auch so eine besondere Minigolfanlage gibt es nicht weit von hier. Sie ist sogar ähnlich gestaltet wie die, auf der die Kids ihre Runde Minigolf spielen. Auf jeden Fall sind es zwei Freizeitaktivitäten, die die junge Hörerschaft schnell begeistern wird. Man bekommt leicht Lust darauf, eine oder auch beide selber mal auszuprobieren.
Entsprechend schnell hat einen die Story  am Haken. Doch das Vergnügen wird überschattet, das stellt sich bald heraus. Es beginnt mit einem Streit unter Brüdern, der einen ihnen gegenüber misstrauisch stimmt und so hat man bereits den einen oder anderen Verdacht als es kurz darauf zu gefährlichen Zwischenfällen kommt. Mitten drin die drei ??? und man so hat gut Gelegenheit mit ihnen zu fiebern und zu knobeln.
Für zusätzlich Zündstoff sorgen Zeitungsartikel einer neuen Praktikantin bei der Zeitung, die über die Ereignisse berichtet und in deren Artikel die Freunde regelmäßig in ziemlich albernem Licht dastehen. Die Freunde haben also alle Hände voll zu tun und langweilig wird es nie.
Allerdings habe ich die Sache in einer Hinsicht als recht verhersehbar empfunden. Ich war mir schnell sicher, wer hinter den Vorfällen steckt, lediglich das Motiv blieb im Dunkel, womit wenigstens in der Richtung noch Spannung erhalten blieb. Außerdem hat es mich genervt, dass Kira Clarkson ständig mit vollem Namen erwähnt wird. Warum? Bei allen anderen Figuren reicht doch auch der Vorname oder der Nachname.

Tom Solo und Gilles Karolyi bilden ein prima Duo als zerstrittenes Brüderpaar. Jedem von ihnen nimmt man die Abneigung und Wut dem anderen gegenüber sofort ab. Einzeln für sich verstehen sie es aber auch, die Figuren sympathisch wirken zu lassen. Mareike Fell gibt eine engagierte und eifrige angehende Reporterin und ihr pfiffiger Ton verdeutlicht die Neugier von Kira Clarkson.

Bekannte Stücke begleiten das Geschehen. Hier gibt es keine Besonderheiten zu vermelden. Die Folge klingt wie eine Episode aus der Reihe klingt. Dafür gibt es eine ordentliche Geräuschkulisse, sodass jede Szene gut vorstellbar ist.

Das Cover zeigt natürlich die Situation im Trampolinpark. Einerseits ist der Spass daran erkennbar, doch die dunklen Schatten verraten auch, dass über diesem Vergnügen Unheil liegt.

Fazit:  Auch wenn ich den Fall hinsichtlich des Bösewichts recht durchschaubar fand, blieb aus anderer Richtung noch genug Spannung übrig. So wurde es niemals langweilig. Mit den beiden Attraktionen dürfte die Geschichte die junge Hörerschaft schnell ansprechen und begeistern.

Die drei ??? Kids (70) – Aufbruch ins All

Titel: Die drei ??? Kids (70) – Aufbruch ins All / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Achim Schülke, Marko Bräutigam, Frank Kessler ua

Justus, Peter und Bob freuen sich auf ein Inselabenteuer vor der Küste von Rocky Beach. Doch plötzlich taucht aus dem Wasser etwas Unheimliches auf. Ist eine Weltraumstation ins Meer gestürzt? Die drei Detektive ermitteln.


“Aufbruch ins All”…so richtig stimmt das nicht. Der Titel täuscht ganz gut, was mich -wie ich zugeben muss- schon ziemlich enttäusch hat. Es geht zwar in Teilen um den Weltraum, Weltraumfahrzeuge und Astronauten, doch das Geschehen spielt sich gänzlich auf der Erde ab. Ganz im Gegensatz zum Weltall oben, ganz weit unten auf dem Grund des Ozeans. Ich habe natürlich nicht erwartet, dass die drei Freunde ins All fliegen, aber der Schauplatz hätte für mich durchaus mehr mit dem Weltall zu tun haben dürfen.
Sonst kann man dem Fall nicht viel vorwerfen. Hier und da hatte ich zwar Probleme, den Schauplatzwecheln zu folgen, weil sie für mich nicht ganz logisch waren, aber die Detektive ermitteln fleißig, mal an Land, mal unter Wasser und arbeiten letztlich sogar mit Polizei und der ASA, der American Space Academy, zusammen (womit Justus natürlich unerträglich herumprotzen muss). Da ist Abwechslung drin und ein guter Schuss Spannung auch, speziell zum Ende hin bei der finalen Mission, bei der die Bösewichte überführt werden sollen.
Selbige sind für mich allerdings der große Wermutstropfen dieser Folge. Selten so ein deppertes Gangsterduo gehört. Das erschien mir selbst für diese Serie zu übertrieben.

Als Miller von der ASA ist Frank Kessler zu hören, der diese Figur recht undurchschaubar rüberkommen lässt. Man weiß lange Zeit nicht, was man von Miller halten soll. Daniel Sellier undMoritz Lindbergh sind als besagte Gangster zu hören und ergänzen sich in der dusseligen Art ihrer Charaktere einwandfrei. Der eine mit dröhnender Stimme, der andere mit heftigem Lispeln.

Kompliment an Geräusche und Effekte. Der Schauplatz auf dem Meer ist geräuschmäßig prima umgesetzt. Und bei ihren Tauchgängen klingen die Freunde auch entsprechend, leiser und dumpfer. Das ist ebenfalls sorgfältig und gut gemacht.

Auch das Cover täuscht kräftig Dinge vor, die nicht so sind. Ich sehe aber ein, dass so eine Rakete mit den drei Freunden eher neugierig stimmt als wenn man sie zB auf der Insel oder beim Tauchen sehen würde. Beides gab es ja bereits, wenn ich mich richtig erinnere.

Fazit:  Ein paar Dinge um das Weltall und die Raumfahrt spielen hier zwar eine Rolle, aber die Geschichte spielt sich doch ganz klar auf der Erde bzw unter Wasser ab. So ein bisschen getäuscht habe ich mich schon gefühlt. Die Geschichte selber ist aber ganz ordentlich geraten und hat ihre spannenden Momente. Leider aber auch zwei unsagbar dusselige Gangster. Da hätte man etwas weniger dick auftragen dürfen.

Die drei ??? Kids (69) – Die Rätselfalle

Titel: Die drei ??? Kids (69) – Die Rätselfalle / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 75 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Luise Lunow Daniela Thuar, Roman Rossa, Eva-Maria Kurz ua

Ein Hilferuf versteckt in einem Kreuzworträtsel! Das haben die drei ??? Kids noch nie erlebt. Wer braucht ihre Hilfe? Die Spur führt in ein geheimnisvolles Seniorenheim. Dort geht die spannende Rätseljagd weiter.


Wenn sich die jugendlichen Drei ??? mit solchen Rätseln herumschlagen müssen wie ihre jüngeren Ichs hier, dann befällt mich oft ein Grausen, weil sie mir dafür erstens zu alt wirken und die Rätsel zweitens meist absolut haarsträubend sind.
Den jüngeren Detektiven steht sowas dagegen gut. Es hat mir gefallen, wie die drei an diesen neuen Fall kommen und bald darauf beweisen sie auch schon, wie clever und gewitzt sie sind. Damit sind die dann auch mitten drin im Fall. Der entwickelt sich zügig weiter und bietet immer wieder neue kleinere Rätsel auf, die es zu lösen gilt. Das ist abwechslungsreich und gewährt erst nach und nach einen Blick hinter das, womit die Freunde es hier zu tun haben. So bleibt es stets spannend und unterhaltsam und die Zeit verfliegt gefühlt wie nichts. Es gibt eine Reihe verdächtige Personen und so kann man tatsächlich auch ein bisschen mitknobeln, was zumindest mir immer Spass macht.
Außerdem regt die Geschichte auch ein bisschen zum Denken an. Ich kann mir recht gut vorstellen, dass sich solche oder zumindest ähnliche Dinge auch in echten Seniorenheimen ereignen. Es schadet sicher nicht, einer Geschichte dieser Reihe eine Spur wirkliche Welt mit auf den Weg zu geben. Das tröstet eventuelle erwachsene Hörer dann vielleicht auch darüber hinweg, dass speziell Justus’ Ideen hier und da zu gewagt sind um gänzlich glaubhaft zu sein.

Solche Rätsel wie hier sind eindeutig Justus’ Ding und das bringt Jannik Schürmann auch genauso rüber. Voller Energie und Engagement und Cleverness. Luise Lunow ist als eine der Bewohnerinnen des Seniorenheims zu hören, wozu ihre markante Stimme wunderbar passt. Und auch Daniela Thuar nimmt man die noch sehr rüstige Seniorin auf Anhieb ab.

Musikalisch geht die Folge vertraute Wege. Die eingesetzten Stücke kennt man gut aus vorigen Folgen und sicher liegt es auch daran, dass sie nicht mehr groß für Spannung und Atmosphäre sorgen. Hier und da mal ein neues Stück würde der Reihe sicher nicht schaden. Die Geräusche kommen solide daher und machen die Szenen anschaulich.

Das Covermotiv bietet alles auf, was die Geschichte ausmacht. Das Rätselheft, mit dem der Fall seinen Anfang nimmt, die schaurige Hand, die für den ersten Schrecken sorgt und natürlich die drei Freunde. Speziell das Rätselheft passt gut zum Titel und das übrige Motiv kann man mit guten Willen sogar als eine Spur unheimlich bezeichnen.

Fazit:  Ein gelungener neuer Fall für die drei jungen Detektive, der vor allem damit punktet, dass er sich immer weiter entwickelt, neue Rätsel auffährt und so nie Langeweile aufkommen lässt. Speziell gefallen hat es mir, dass der Fall auch ein wenig zum Nachdenken anregt.

Die drei ??? Kids (68) – Chaos im Dunkeln

Titel: Die drei ??? Kids (68) – Chaos im Dunkeln / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 65 min / Sprecher: Yoshij Grimm, Bert Franzke, Roland Geiger, Florian Walter ua

Sonnenfinsternis in Rocky Beach. Doch kaum wird es dunkel, bricht plötzlich Chaos aus. Im Maya-Museum wird eingebrochen und Fahrzeuge bewegen sich plötzlich von selbst. Ein neuer Fall für die drei ??? Kids.


Nach einem Detektivfall klingt der Titel dieser Folge nicht gerade. Trotzdem passt er in meinen Augen ganz gut. Vor allem der Teil mit dem Chaos, denn als solches habe ich die Handlung über weite Teile hinweg empfunden.
Hier kommen so viele verschiedene Theman auf den Tisch. Angefangen mit Solaranlagen, über Maya-Mythen im Museum, einer Sonnenfinsternis bis hin zu Fahrzeugen, die sich augenscheinlich von selbst fortbewegen. Schon wenn man das jetzt so liest, fällt es schwer, da Zusammenhänge zu finden. Dafür wirkt es zu wild zusammengewürfelt und diesen Eindruck hat bei mir auch die Geschichte im Ganzen hinterlassen. Dabei blieb dann leider auch die Spannung ziemlich auf der Strecke.
Der Rest an Spannung verpuffte bedauerlicherweise auch recht schnell, denn ab einem gewissen Punkt wird die Sache -wieder einmal- viel zu durchschaubar. Ab da weiß man einfach, wie der Hase läuft. Und ich wage in diesem Falle sogar die Behauptung, dass selbst junge Hörer das erkennen werden. Das ist dann doppelt schade, denn für sie sind diese Geschichte ja in erster Linie gedacht.

David Wittmann ist unter den drei Hauptsprechern mein Favorit. Ich mag den ruhigen Ton, den er Bob gibt. Und mit dem er ein krasses Gegenteil von Yoshij Grimm ist, der Peter oft ziemlich überdreht wirken lässt. Bert Franzkes tiefe und ruhige Stimme passt gut zu Kommissar Reynolds, der hier verlauten lässt, dass er bald in Rente geht.

In Sachen Musik und Geräusche klingt diese Episode eins zu eins wie ihre Vorgänger. Bekannte Stücke sind zu hören, denen es längst nicht immer gelingt, den jeweiligen Szenen das passende Flair zu verleihen. Aber sorgen sie für einen hohen Wiedererkennungswert. Dafür kann sich die Geräuschkulisse hören lassen, die ist durchweg solide.

Die Sonnenfinsternis hat natürlich ihren Platz auf dem Cover gefunden und passt prima zum Titel. Der Bagger, vor dem die drei jungen Detektive weglaufen, stimmt neugierig. Und wenn man sich sehr anstrengt, dann wirkt das sogar ein bisschen unheimlich.

Fazit:  Mich konnte diese Folge nicht so recht überzeugen. Dafür wirken die diversen Themen eine Spur zu wild zusammengewürfelt, was zu Lasten der Spannung geht. Abgesehen davon, durchschaut man ab einem bestimmten Punkt sofort, was Sache ist.

Die drei ??? Kids (67) – Der goldene Drache

Titel: Die drei ??? Kids (67) – Der goldene Drache / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 71 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Uli Krohm, Thomas Nero Wolff ua

Ein Drache in Rocky Beach! Während eines Unwetters streckt er seinen Kopf zwischen den Wolken hervor und speit Gold! Ist an der alten Legende tatsächlich etwas Wahres dran? Justus, Peter und Bob gehen der Sache auf den Grund.


Mit Gold hat die Serie es scheinbar gerade. Neulich der Goldhund, nun ist es ein Drache am Himmel, der Goldstücke spuckt. Mit dem Erscheinen dieses Drachens geht die Geschichte recht schnell los, denn der Sache müssen die Jungs natürlich auf den Grund gehen.
Anfänglich hatte ich noch gewisse Probleme, ihre Handlungen nachzuvollziehen. So habe ich lange nicht begriffen, wie sie sofort darauf kommen, einem gewissen Haus einen Besuch abzustatten. Das wurde dann aber glücklicherweise besser. Das Geschehen hat durchaus Tempo, Längen gibt es keine. Es ist immer etwas los, ein paar illustre Figuren sorgen ebenfalls für Pep und Schwung und die Ermittlungen der Jungs gehen zügig voran. Das ist gegenüber der Vorgängerfolge eine absolute Verbesserung und auch der Weg, auf dem die Reihe weitergehen sollte. Denn so ist kontinuierlich für Spannung und Unterhaltung gesorgt. Ganz einfach gestrickt ist der Fall dieses Mal auch nicht. Hier gilt es durchaus mal, um die eine oder andere Ecke zu denken.
Die Auflösung bzw der Weg, wie die drei Jungs einigen der anderen Figuren aus der Klemme helfen ist einfallsreich und clever gemacht. Da können die Freunde einmal mehr beweisen, wie gewitzt sie sind. Das macht Spass.

Lutz Riedel gibt einen überzeugenden John Brady und verleiht ihn einen markanten Charakter. Auch Bradys gelegentliche Verwirrtheit kauft man ihm sofort ab. Patrick Winczewski ist als Nick Brady zu hören und er versteht es, ihm glaubhaft Leben verleihen. Silver ist auf Anhieb ein absoluter Unsympath und dafür sorgt Thomas Nero Wolff mit arrogantem Ton und überheblichen Sprüchen.

Ein Kompliment gilt der Geräuschkulisse, die das Geschehen vorstellbar und lebendig gestalten. Speziell die Szenen mit dem Drachen am Anfang, dem Gewitter usw sind in dieser Hinsicht prima gelungen. An Musikstücken gibt es nichts weiter Neues zu hören. Da klingt alles wie man es schon von vorigen Folgen kennt.

Der goldspeiende Drache hat es natürlich auch auf das Cover geschafft. Leuchtend und eine winzige Spur unheimlich ist er geraten, was mir gut gefällt.

Fazit: Diese Folge lässt sich nicht lange bitten, hier geht es schnell los mit dem neuen Fall für die jungen Detektive. Dieses Tempo behält die Story dann auch weiterhin bei mit vielen Ermittlungen und interessanten Charakteren. So ist eine kurzweilige, spannende Geschichte entstanden, die mir nach einem Stolperer am Anfang gut gefallen hat.

© 2019 Frontier Theme