Die drei ???

Die drei !!! (63) – Flammen in der Nacht

Titel: Die drei !!! (63) – Flammen in der Nacht / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 67 min / Sprecher: Kerstin Draeger, Clemes Gerhard, Tim Grobe, Achim Schülke ua

In Kims Nachbarschaft häufen sich seltsame Ereignisse: umgekippte Mülltonnen, verwüstete Beete und aufgebrochene Autos. Schnell geraten die Jugendlichen aus dem Wohnheim für Flüchtlinge in Verdacht. Die drei !!! beginnen zu ermitteln. Und dann steht eines Nachts die Flüchtlingsunterkunft in Flammen.


Alleine dem Titel nach hatte ich eine Geschichte um einen Brandstifter erwartet. Doch einen einzigen Fall gibt es hier für die Freundinnen nicht. Es gilt, gleich mehrere rätselhafte Vorkommnisse aufzuklären. Wer verwüstet die Gärten und kippt die Mülltonnen  in Kims Nachbarschaft um? Wer hat das Auto eines Nachbarn aufgebrochen? Ein mutmaßlicher Diebstahl steht im Raum. Und wer -und das ist das Kernthema dieser Folge- ist für den Brand in der Flüchtlingsunterkunft verantwortlich.
Damit greift die Geschichte ein ausgesprochen aktuelles und präsentes Thema auf. Heute findet sich ja nahezu täglich etwas zum Thema Flüchtlinge in den Nachrichten und Zeitungen. Rund um dieses Thema ist hier ein abwechslungsreicher neuer Fall entstanden, der den Mädchen ebenso Rätsel aufgibt wie dem Hörer. Schön, dass die Sache nicht so leicht zu durchschauen ist. So hält man die Hörer interessiert und bei der Sache.
Natürlich begegnen die Mädchen bei ihren Ermittlungen auch Menschen, die von den Flüchtlingen in der Nachbarschaft gar nicht begeistert sind und die üblichen Vorurteile und Allgemeinplätze kommen frisch weg auf den Tisch. Ich fand es gut, dass sowas nicht ausgeklammert wird, denn solche Leute gibt es nun mal leider auch. Und selbst ganz vorurteilsfrei kann man zu Beginn schon in Erwägung ziehen, dass wirklich die Kinder und Jugendlichen aus der Unterkunft hinter den Vorfällen stecken.
Mutmaßungen reichen den drei Detektivinnen natürlich nicht und so ermitteln sie sich mit viel Engagement durch die Angelegenheit.

Die komplette Familie Jülich ist in dieser Geschichte zu hören. Kerstin Draeger und Michael Bideller ergänzen sich als Elternpaar prima. Daniel Kirchberger und Jonas Hermann geben Kims clevere und manchmal nervige Brüder mit hörbarem Spass an der Sache. Elise Eikermann und Paul Guder stolpern in gebrochenem Deutsch als Aveen und Khaleed durch die Dialoge. So ganz nimmt man ihnen den ausländischen Akzent nicht ab, dafür gelingt es ihnen aber, die verschiedenen Stimmungen der beiden rüberzubringen und einem ein Bild von ihnen zu vermitteln.

Die vertrauten Musikstücke sind auch hier zu hören. Die Geräuschkulisse zeigt sich feiner und ausgefeilter, was gewissen Szenen ganz besonders gut steht.

Zu einem Titel mit “Flammen” passt das überwiegend in knalligem Rot gehaltene Cover natürlich einwandfrei. Ansonsten ist das Motiv recht schlicht gehalten. Außer einem Feuerwehrwagen und den aufgeregten Mädchen ist nichts zu sehen. Gerade das macht aber neugierig auf die Geschichte.

Fazit: Die Folge greift ein aktuelles Thema auf, bereitet es passig für die jugendliche Hörerschaft auf und zimmert rundherum einen interessanten Fall, in dem es gleich mehrere Fragen aufzuklären gilt. Das ist abwechslunsgreich und interessant gemacht.

Die drei !!! (62) – Spuk am Himmel

Titel: Die drei !!! (62) – Spuk am Himmel / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Sonja Stein, Leyla Bulut, Jürgen Holdorf, Frank Logemann ua

Unbekanntes Flugobjekt gesichtet! Aber nicht mal Marie glaubt wirklich daran, dass Außerirdische im Feld vor Franzis Haus landen. Oder etwa doch? Gemeinsam mit Kim und Franzi macht sie sich auf die Suche nach einer Erklärung. Dabei müssen die drei !!! allen Mut aufbringen und ahnen noch nicht, welches Geheimnis sich hinter dem Spuk am Himmel verbirgt.


UFOs? Warum eigentlich nicht? Mit dem Thema kriegt man mich leicht und ich hatte mich schon auf eine Geschichte um mysteriöse UFO-Sichtungen gefreut. Die Story lässt sich auch in dieser Richtung an und bietet gleich zu Beginn eine schöne, stimmungsvolle Szenerie und Situation. Ein bisschen unheimlich und vor allem rätselhaft.
Doch diesen Weg verlässt man dann relativ schnell wieder und die Handlung schlägt eine völlig neue Richtung ein, die man so sicher nicht erwartet hätte. Dabei bleibt sie aber auf jeden Fall interessant und auch spannend. Lange ist den Mädchen nicht genau klar, war vor sicht geht und auch als Hörer kann man gut miträtseln. Stetig ergeben sich neue Situationen, neue Wendungen, einige Figuren stehen gleich mehrmals in ganz neuem Licht da als zuvor und die Erkenntnisse der Mädels wollen mal wunderbar zusammenpassen, dann wieder gar nicht.  Ein schlüssiges Bild ergibt sich bis fast zum Ende nicht. Man spürt, dass es einen Zusammenhang zwischen alldem gibt, kann ihn aber nicht greifen.
Am Ende fügt sich dann alles passig zusammen und die Auflösung bietet ein schlüssiges Bild.

Neben den drei Hauptsprecherinnen, die in gewohnt guter Form sind, hat sich bei den Sprechern für mich vor allem Leyla Bulut in der Rolle der kleinen Lissy hervorgetan. Ihre helle Stimme und der aufgeweckte Ton passen prima zu dem Mädchen. Robert Knorr und Sven Nowatzky ergänzen sich als Brüderpaar ebenfalls gut. Oliver Wahrsitz vermittelt einem mit manchmal leicht knurrigen, aber nie unsympathischen Klang ein gutes Bild vom Hühnerbauern Ahlers.

Musikalisch wird “Hausmannskost” geboten, aber ich schätze, in dieser Hinsicht wird sich in der Reihe wohl nichts mehr ändern. So klingen die Hörspiele eben und irgendwie gehört es für mich mittlerweile auch dazu. Dafür fallen die Geräusche hier sehr ordentlich aus und verleihen den einzelnen Szenen einen lebendigen Klang.

Ein sehr schönes Covermotiv, wie ich finde. Aber ich habe ja auch einen Fimmel für nächtliche Szenen. Mir gefält das leicht Düstere jedenfalls prima. Es macht sofort neugierig und verspricht einen spannenden neuen Fall. Außerdem habe ich einen “Signs”-Knacks (und einen Maisfeld-Knacks) seit diesem Film. Alleine deshalb war das Cover bei mir schon für ein Schaudern gut.

Fazit:  Die Geschichte hält sich lange genug mit dem UFO-Thema auf um daraus gleich zu Beginn ordentlich geheimnisvolle und leicht unheimliche Atmosphäre ziehen zu können. Danach schlägt sie jedoch eine ungeahnt neue Richtung ein, bleibt dabei aber ebenso spannend und interessant. Sehr lange ist nicht klar, was hier vor sich geht und so bleibt es spannend bis zum Schluss.

Die drei ??? (200) – Feuriges Auge

Titel: Die drei ??? (200) – Feuriges Auge / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 295 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Eckart Dux, Jürgen Thromann, Udo Schenk, Karin Lieneweg ua

Justus Jonas ist verschwunden! Während Peter und Bob den Ersten Detektiv verzweifelt suchen, stolpern sie über Spuren aus ihrer eigenen Vergangenheit. Haben die drei ??? vor Jahren den „Fluch des Rubins“ wirklich gebannt und hat Justus’ Verschwinden etwas mit diesem längst zu den Akten gelegten Fall um diesen mysteriösen Edelstein zu tun? Schnell steht fest, dass das Feurige Auge mehr Geheimnisse birgt, als die drei ??? ahnen können.


Haltet die Steine schon mal bereit, denn nach diesem Artikel werden sicher ein paar Leute sie in meine Richtung werfen wollen, das ist mir schon im Vorfeld klar. Da haben wir sie nun also, die große (und vor allem lange) Jubiläumsfolge Nummer 200. Wie ich dem allgemeinen Tenor entnommen habe, werden sich die eingefleischten Fans der Serie alleine wegen des Titels schon auf diese Folge gefreut haben. Mir wurde erst im Laufe der ersten CD klar, dass es hier sehr viele Bezüge zur fünften Folge “Der Fluch des Rubins” gibt. Ich gebe direkt mal zu, dass ich diese Folge nicht kenne. Ob ich sie mir jetzt im Nachgang noch anhören werde, ist fraglich. Aber ich habe auch ohne dieses Vorwissen recht gut in die Geschichte gefunden, weil die Bezüge jeweils nochmal kurz im Dialog erläutert werden. Ich habe das alles also zur Kenntnis genommen, was mir insgesamt reichte um mich weitestgehend zurechtzufinden. Ganz ist es mir an diversen Stellen, je weiter die Story voranschritt, jedoch nicht gelungen. Das hat damit zu tun, dass ich keine schlappen 5 Stunden in Habacht-Stellung vor dem Player sitze(n) mag um auch ja mitzukommen. Irgendwann ist es bei mir einfach mal vorbei mit “wer war das nochmal?” oder “warum gehts jetzt nochmal dahin?” oder “was hatte derjenige nochmal mit demjenigen zu tun?” etc
Man kann quasi sagen, ich habe das Hörspiel in Abschnitten wahrgenommen. Die Geschichte hatte für mich ihre spannenden Szenen und Momente, dann aber wieder zog es sich in meinen Ohren unglaublich. Ich habe es anfangs sehr genossen, Justus nicht um die Ohren zu haben. Toll mal zu hören, dass Bob und Peter auch ohne ihn gut was auf Reihe kriegen, das hat mir richtig Spass gemacht. Als Justus wieder mit von der Partie war, fand ich das -ehrlich gesagt- schon fast etwas bedauerlich. Zum Glück hat mich die Erklärung, wie und warum er entführt wurde, darüber gut hinweggetröstet, denn die fand ich durchaus interessant und spannend erzählt. Somit gingen die beiden ersten CDs für mich noch in Ordnung. Hier war ich wirklich gerne ganz bei der Sache. Da war Schwung und Tempo drin und die Ermittlungen gestalteten sich unterhaltsam. Selbstverständlich ist das  das Feurige Auge bis dahin noch nicht gefunden, also muss es auf CD 3 und 4 gefunden werden.
Diese beiden CDs sind dann der Teil des Hörspiels, der mich längst nicht mehr so begeistern und fesseln konnte. Im Vergleich fehlte es mir durchweg an Tempo und auch wenn die Reise nach Indien natürlich ein besonderes Ereignis ist, konnte das nichts retten. Solch ein Ereignis macht eine Geschichte nicht zwingend interessant. Dafür hätte man vielleicht auch den Schauplatz klarer herausarbeiten müssen. So wirkliche Indien-Atmosphäre kommt jedoch zu keiner Sekunde mal auf. Dazu dann noch die teilweise wirklich langtamigen Abläufe, ich war jedenfalls alle paar Minuten raus aus dem Geschehen und musste mit dem jeweiligen Abschnitt neu anfangen. Spass macht das so nicht.
Das Ende kam dann wiederum gefühlt im Eilzugtempo daher. Schwuppdiwupp, die Sache, mit der man sich nun vier CDs lang beschäftigt hat, plötzlich ist sie aufgelöst. Glaubhaft geht jedenfalls anders.

Hinsichtlich der Sprecher habe ich dagegen gar nichts zu bemängeln. Bis in die kleinste Rolle alles vom Feinsten. Die drei Hauptsprecher sind engagiert mit dabei. Und bei Namen wie beispielsweise Jürgen Thormann, Eckart Dux, Stephan Chrzescinski, Udo Schenk, Till Hagen und und und hat man einfach nichts zu befürchten. Jeder von ihnen schafft es, einem ein klares Bild von seiner jeweiligen Figur zu vermitteln.

Musik und Geräusche haben sich für mich hier nicht jubiläumsmäßig hervorgetan. Da klingt für mich alles so wie die Serie inzwischen halt klingt. Überwiegend mit recht modernen Stücken, nur selten mal Melodien die aufwändiger klingen. Die Geräusche sind gut genug um das Geschehen vorstellbar zu machen. Aber auch wenn ich mich wiederhole, in diesen Belangen hätte man im Indien-Teil etwas sorgfältig sein dürfen. Sie waren die große Chance, dieser Passage das nötige Flair zu verleihen.

Die vier CDs stecken -in meiner Version- in einem schicken Pappschuber. Jede CD hat ihr eigenes Covermotiv in leuchtenden Farben und jedes für sich interessant genug, um auch mal genauer hinzuschauen. Dann entdeckt man nämlich auch schnell, dass sich die Motive untereinander hingelegt zu einem großen Bild zusammenfügen lassen.
Es gibt die Folge noch einer Deluxe Edition samt Fan-Sticker. Die “Box” lässt sich wie ein Kreuz zu allen vier Seiten hin aufklappen und in jedem “Arm” des Kreuzes steckt eine CD.

Fazit:  Folge 200 bringt zweifellos eine große Story mit. Obwohl ich Folge 5 nicht kenne, habe ich mich trotzdem gut eingefunden. Leider konnte mich die Story aber grob gefasst nur mit den beiden ersten beiden CDs begeistern und spannend und unterhaltsam bei Laune und bei der Sache halten. Auf den CDs 3 und 4 erschienen mir viele Abschnitte entschieden zu langatmig, sodass ich immer wieder raus war und neu beginnen musste. Irgendwie kam mir alles hier im Vergleich zu den anderen beiden CDs weit weniger interessant vor und nicht mal die Indienreise konnte daran etwas ändern. Das Ende kam mir dann im Verhältnis zum Rest zu schnell daher, wodurch für mich insgesamt einfach das Gleichgewicht der Story nicht passte.

Die drei ??? (199) – …und der grüne Kobold

Titel: Die drei ???  (199) – …und der grüne Kobold / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 76 min / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Udo Schenk, Axel Milberg, Heidi Berndt ua

Ein grüner Kobold mit blechernem Herzschlag, der nachts über die Flure geistert. Wahrlich keine gute Werbung für ein Hotel und eher abschreckend für die Gäste. Außer es handelt sich um Justus, Peter und Bob! Keine Sekunde glauben die drei Detektive, dass Kobolde wirklich existieren. Bis sie die Bilder der Überwachungskamera zu Gesicht bekommen. Sieht das, was die drei ??? da entdecken, nicht doch wie ein Kobold aus?


Dieses Mal ist es also ein Kobold, mit dem es die drei Detektive zu tun bekommen. Er hat Tante Mathilda erschreckt und aus dem Hotel flüchten lassen, in dem er umgeht. Das geht natürlich gar nicht. Der Sache muss auf den Grund gegangen werden. Zumindest mit dem Schauplatz, dem Hotel, hat die Geschichte soweit alles richtig gemacht. So ein alter Kasten, schon optisch ein bisschen unheimlich, düstere Gänge und ein esoterisch angehauchtes Betreiberehepaar, das kann sich erstmal durchaus hören lassen. Alles ist schön anschaulich und stimmungsvoll in Szene gesetzt.
Knackpunkt in meinen Ohren bei dieser Folge ist schlicht ihre Länge von deutlich über 70 Minuten. Denn trotz besagtem, gelungenen Setting und zahlreichen Wendungen, geht über eine solche Zeitspanne hin immer mal wieder die Spannung flöten. Das ist auch deshalb schade, weil man so noch nicht mal dafür belohnt wird, dass man so lange konzentriert bei der Sache bleibt. Das frustriert halt auch ein bisschen.
Die Auflösung hat alldem dann noch die Krone aufgesetzt. Erstmal (und ja, mich regt das auch nach fast 200 Folgen noch auf!), es wird doch wohl hoffentlich niemand glauben, dass sich eine ganze Gruppe von Erwachsenen von einem Teenager (was Justus ja nun mal ist) zusammentrommeln lässt und seinem auflösenden Monolog dann auch noch fast eine Viertelstunde lauscht?! Obendrein passte für mich des Rätsels Lösung irgendwie nicht vor den Rest des Falls. Avocadocreme, ist klar…
Zuletzt noch ein paar Worte zu dem vegan geführten Hotel. Ja, ich selber lebe vegetarisch, wo es ohne Probleme geht, auch vegan. Ich habe mich weder angegriffen, noch beleidigt gefühlt. Ich finde aber man hätte das Thema neutraler behandeln können. Man muss ja keine Werbung für den Veganismus machen, aber ihn konstant als komisch bis hin (bei den Speisen) als ekelhaft darzustellen, muss genauso wenig sein.

Im Gegensatz zur Story haben mir die Sprecher durchweg gut gefallen. Schön war es, Udo Schenk mal nicht als den Bösewicht zu hören. Hier darf er einer interessanten Figur seine Stimme leihen und gibt ihr dabei etwas Geheimnisvolles. Henrike Fehrs angenehme Stimme und ihr lebendiger Ton haben mir schnell ein Bild der jungen Elodie vermittelt. Besonders hat mir aber Werner Cartano alias Spencer gefallen. Dank ihm hat diese Figur wirklich Eindruck bei mir hinterlassen.

Die eingesetzten Musikstücke sind gut gewählt und passend platziert, was für Atmosphäre sorgt. Und auch die Geräuschkulisse kann sich hören lassen und gestaltet das Geschehen lebendig.

Das Covermotiv lässt einen den Kobold im Spiegel sehen, im Vordergrund gibt es nur die grüne Klaue. Eine interessante Idee, wie ich finde. Da muss man schon einmal mehr hinschauen um alles nur erfassen.

Fazit: Schauplatz und der Kobold legen eigentlich einen soliden Grundstein für diese Geschichte. Doch habe ich sie als zu lang empfunden, sodass trotz mehrerer Wendungen die Spannung zwischendrin immer mal wieder verpuffte. Außerdem passte die Auflösung für mich nicht mit dem vorangegangenen Geschehen zusammen.

Die drei ??? (198) – Die Legende der Gaukler

Titel: Die drei ???  (198) – Die Legende der Gaukler / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Andreas Fröhlich Herma Koehn, Katja Brügger, Sascha Rotermund ua

Ein kleiner Zirkus hält Einzug in die Stadt und mit ihm die schaurige Legende der zwei Lebenden und der drei Toten. Doch die Gaukler schweigen eisern über die seltsamen Phänomene, die die drei ??? in den Bann ziehen – denn wer über die Legende spricht, den überkommt schreckliches Unheil. Keine guten Voraussetzungen für Justus, Peter und Bob, die sich außerdem fragen müssen, was es mit ihrem mysteriösen Auftraggeber auf sich hat. Können sie das Geheimnis der Gaukler lüften?


Aus ganz verschiedenen Gründen kann ich mit dem Thema “Zirkus” nichts anfangen. Möglich, dass die Vorzeichen für diese Folge schon alleine aus der Richtung nicht gut standen. Dass ich am Ende des Hörspiels aber wortwörtlich kopfschüttelnd dasaß (und zwar jedes Mal), hatte aber doch andere Gründe.
Allem voran, dass das, was man zu Beginn für den neuen Fall hält, nach einer Weile quasi mit einem *Ätsch* als Finte aufgelöst wird. Man hat die drei Detektive doch tatsächlich hinters Licht geführt und ausgenutzt! Sowas aber auch!
Und jetzt? Das kann es schließlich noch nicht gewesen sein, das wäre wirklich etwas kurz für eine Folge.
Zum Glück (wenn man so will) nimmt der eigentliche Fall aber jetzt erst seinen Lauf. Sonderlich schnell ist er dabei allerdings nicht unterwegs. Die Handlung zieht sich im Gegenteil wie Kaugummi und ist gespickt mit hanebüchenen Ideen, bei denen man sich nur die Haare raufen kann.
Es gibt keine einzige Szene, die auch nur einen Funken spannend wäre, weil faktisch nichts passiert. Die drei Detektive rödeln so vor sich hin und die Gaukler machen durchweg einen auf super geheimnisvoll ohne dass dieser Eindruck aber beim Hörer ankommt. Ich fand die Handlung dadurch auch null flüssig im Erzählstil. Das ist alles so holprig wie der Weg, der die Gauklertruppe auf ihren Festplatz geführt hat.
Und dann ist das noch die Auflösung. Selten etwas so Lasches zu hören bekommen in dieser Serie. Nicht mal hier gibt es für länger als 30 Sekunden mal etwas Dramatik. Danach ist alles nur noch Quatscherei und so wirklich böse hat der Täter das ja alles auch nicht gemeint. Es tut ihm ja sogar leid, ach Gottchen, wie rührend! Das kann nicht der Ernst dieser Geschichte sein…

Der überwiegende Anteil der Namen auf der Sprecherliste sagte mir gar nicht. Das will aber weder etwas heißen, noch ein Qualitätsmerkmal sein. Darum gebe ich auf solche ersten Eindrücke nichts und warte erstmal ab. Mit Santiago Ziesmer in einer wichtigen Rolle hat man zB alles richtig gemacht. Er gibt einen überzeugenden Elliot Littlehorn und den Gaukler nimmt man ihm bei seiner Darbietung am Anfang auch schnell ab. Manuela Eifrig hat mir tatsächlich auch recht gut gefallen. Sie bringt die verschiedenen Launen ihrer Figur gut rüber. Davon abgesehen haben Julian Horeyseck, Malin Steffen, Vivian Brünner & Co. bei mir keinen nennenswerten Eindruck hinterlassen. Schade, denn an sich bin ich für neue Stimmen immer zu haben…

Musik? Ja, ist vorhanden, rettet aber in diesem Falle auch nichts mehr. Wo keine Grundlage für Atmosphäre ist, da kann auch Musik keine dazuschustern. Das ist halt so. Die Geräusche sind okay, aber das sollte für eine Reihe mit bald 200 Folgen ja nun auch kein besonderes Aushängeschild mehr sein.

Ich mag keinen Zirkus und Clowns noch viel weniger. Darum ist das Cover auch nicht mein Fall.

Fazit:  Irgendwie hat die Folge für mich überhaupt nicht funktioniert. Langgezogen, holprig, hanebüchen und unspannend. Ich bin null reingekommen in diese Geschichte, auch nicht beim dritten Anhören. Auf einen weiteren Versuch habe ich keine Lust mehr.

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