Die drei ???

Die drei ??? (196) – Das Geheimnis des Bauchredners

Titel: Die drei ??? (196) – Das Geheimnis des Bauchredners / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 66 min / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Wolfgang Kaven, Barbara Focke, Lutz Mackensy

Patricia Osborne hat Probleme mit ihrem neuen Mitbewohner Mr. Giggles. Der bereitet ihr schlaflose Nächte. Denn statt in seinem Sessel zu bleiben, wandelt er zur Abendstunde durchs Haus. Ein Fall von Ruhestörung? Das klingt nicht nach einem Fall für die drei Detektive. Doch dann erfahren Justus, Peter und Bob, dass Mr. Giggles eine Bauchrednerpuppe ist! Und für Patricia Osborne steht fest: Mr. Giggles ist vom bösen Geist seines Puppenspielers besessen.


Manchmal versteht die Serie es doch noch, einen zu überraschen. Beispielsweise damit, dass mal wieder eine Figur auftaucht, die man bereits von früher kennt. Hier ist es Patricia Osborne. Allzu sehr wird auf sie nicht eingegangen, aber das Wesentliche, ihr Hang zu Übersinnlichem, ihre Affinität zu Sekten, wird natürlich aufgegriffen. So weiß auch jeder, der sie bis hierher noch nicht kannte, was ihr Wesen auszeichnet.
Anschließend wendet das Geschehen sich direkt der Bauchrednerpuppe aus dem Titel zu. Sie scheint lebendig geworden zu sein, im Haus herumzuwandern und die Bewohner in Gefahr zu bringen. Ich bin bekanntlich überhaupt kein Fan von Puppen in (gruseligen) Geschichten. Es gibt nicht viel, was ich schauriger finde als Puppen. Daher muss ich sagen, dass mir das hier wirklich gut gefallen hat. Alleine dadurch hatten viele Szenen für mich tatsächlich etwas Unheimliches an sich und manche Vorstellung war für eine feine Gänsehaut gut. Ob das Hörern, die keinen Horror vor Puppen haben, auch so geht, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Die Ermittlungen der drei Freunde verlaufen geradlinig und nachvollziehbar, auch wenn sie durchaus mal eine Weile im Dunklen tappen. Nach und nach offenbaren sich aber die Hintergründe des Geschehens. Dieser Verlauf gibt einem als Hörer gut Gelegenheit, selber ein wenig Vermutungen anzustellen. So macht der Fall wirklich Spass und versteht es auch, für Spannung zu sorgen, da er sich niemals in Nebensächlichkeiten verfranst.

Auch die Sprecher haben mir durchweg gut gefallen. Allen voran Wolfgang Kaven alias Osiris, der dieser Figur den nötigen Schuss an Rätselhaftigkeit verleiht. Fast lässt er ihn sogar ein wenig unheimlich wirken, sodass ich Osiris nie so recht getraut habe. Barbara Focke ist als Patricia Osborne zu hören. Es gelingt ihr, sie gut abgehoben wirken zu lassen, ohne dabei jemals zu übertreiben. Lutz Mackensy leiht der Puppe seine Stimme und hört sich dabei wirklich gruselig an.

Die Musik kommt grundsolide daher. Bekannte Stücke sind ebenso zu hören, wie hier und da eine Melodie, die zumindest mir nicht bekannt vorkam. So ist für ein bisschen Abwechslung gesorgt. Die Geräuschkulisse ist gut, da gibt es nichts zu bemängeln.

Selbstverständlich ist die Puppe -Mr. Giggles- auch auf dem Cover zu sehen. Wie gesagt, ich finde solche Puppen immer gruselig, daher macht auch dieses Motiv einen solchen Eindruck auf mich.

Fazit: Da ich solche (Bauchredner)puppen sowieso gruselig finde, hat mir diese Folge sehr gut gefallen. Ich fand sie unheimlich und spannend, da sich der Fall ausschließlich auf sich selbst konzentriert, sich nie verfranst und so zum Miträtseln einlädt.

Die drei ??? (195) – Im Reich der Ungeheuer

Titel: Die drei ??? und der schwarze Tag / Spielzeit: ca. 74 min / Verlag: Europa / Sprecher: Andreas Fröhlich, Sabine Hahn, Gordon Piedesack, Michael Prelle ua

Als die drei ??? von einem berühmten Stuntman um Hilfe gebeten werden, ahnen sie noch nicht, welch unglaubliches Abenteuer sie erwartet. Auf ihrem Weg in die Hollywood Hills werden die Freunde getrennt: Während Justus einer mysteriösen Drohung nachgeht, geraten Peter und Bob in eine beängstigende Welt des Schreckens?


Auf die Ungeheuer aus dem vielversprechenden Titel muss man bei dieser Folge etwas warten. Zunächst ist von denen nichts zu hören. Der Fall lässt sich zweigeteilt an. Es wirkt als hätten die drei Freunde es mit zwei ganz unterschiedlichen Fällen zu tun. So teilen sie sich auf und man begleitet sie getrennt. Justus’ Fall fällt dabei eine Spur dramatischer aus mit einer Morddrohung. Allerdings hat mich Mrs. Flagstafff bereits nach fünf Sätzen unglaublich genervt mit ihrer Stimme, ihrem Ton und ihrer Art. Erstaunlich auch, dass Justus nicht schneller durchschaut, was Sache ist.
Da war ich lieber bei Peter und Bob mit dabei. Mit ihnen landet man schließlich auch endlich bei den Ungeheuern aus dem Titel. Das ist zwar eine coole Idee und die Vorstellung der Halle fand ich auch durchaus interessant, dafür war mir der Fall für die zwei jedoch zu dünn. Ein Collier suchen? In den Ungeheuern? Da kennt man aus der Reihe dramatischere Fälle.
Glücklicherweise laufen die beiden Handlungsstränge später zusammen und als die drei Detektive wieder gemeinsam ermitteln, da nimmt die Story tatsächlich noch Fahrt auf. Es erwarten einen einige nette Wendungen und überraschende Entdeckungen, Ermittlungen und sogar eine einigermaßen schaurige und dramatische Szene. In Summe kommt also die zweite Hälfte der Story bei mir deutlich besser weg als die erste Hälfte.

Sabine Hahn ist als die erwähnte Mrs. Flagstaff zu hören, und das -in meinen Ohren- deutlich zu ausführlich. Ich mag ja wirklich Frauen mit markanten Stimmen, aber diese Stimme tat mir schnell in den Ohren weh. Das war mir zu viel des Guten. Daniela Hoffmann dagegen lässt Charmayne Robertson ausgesprochen sympathisch klingen. Man nimmt ihr die Verzweiflung zu Beginn auf Anhieb ab.

Akustisch wird bekannte Kost geboten. Es sind überwiegend Stücke zu hören, die einem in der Reihe schon das eine oder andere Mal begegnet sind. Sie sind aber gut und stimmig eingefügt. Auch die Geräusche sind ordentlich platziert. Beides hätte aber speziell die Atmosphäre in der Halle mit den Ungeheuern noch etwas unheimlicher ausfallen lassen dürfen.

Das Cover gewährt einen kleinen Einblick in die Halle mit den Figuren. Die roten Augen und die schaurigen Fratzen sorgen für einen Funken Grusel.

Fazit: Mir hat die Geschichte erste ab der Mitte gefallen. Bis dahin kam mir das Geschehen entschieden zu dünn vor. Ab der Hälfte mausert es sich aber und so hinterlässt die Folge doch noch einen ganz ordentlichen Eindruck.

Die drei ??? und der schwarze Tag (6 Kurzgeschichten)

Titel: Die drei ??? und der schwarze Tag / Verlag: Europa / Sprecher: Andreas Fröhlich, Michael Hark, Dorette Hugo, Tommi Piper, Douglas Welbat ua

Wenn die drei ??? ermitteln, ist das immer ein schwarzer Tag für Verbrecher. Und manchmal bringt das Detektivbüro sogar schneller als sonst Licht ins Dunkel: Sei es in einem stockfinsteren Verlies, auf der Jagd nach einem schwarzen Phantom oder in einem Dunkelrestaurant Justus, Peter und Bob lösen jeden Fall.
Sechs verzwickte, experimentierfreudige, rätselhafte Kurzgeschichten aus Rocky Beach!


Die sechs Kurzgeschichten um die drei ??? sind auf drei CDs untergebracht und jeweils zwischen etwa 30 und 40 Minuten lang. Für mich war es eine recht durchwachsene Mischung, sodass mir selbst diese Spielzeit durchaus mal zu lang war. Und das will bei so knackig kurzen Geschichten schon etwas heißen, denke ich. Doch im Einzelnen:

1. Das schwarze Verlies – Diese Geschichte hat mir von der Atmosphäre her gut gefallen. Gleich von Anfang an liegt etwas Rätselhaftes und Bedrohliches in der Luft und genau wie die drei Freunde steht erstmal komplett ahnungslos da. Viel passiert allerdings nicht, es wird vor allem geredet. Und das fand ich irgendwann vor allem anstrengend und war entsprechend froh als Bewegung ins Geschehen kam.

2. Schwarze Seelen – Weniger düster als die erste Erzählung und mit mehr Bewegung, worüber ich froh war. Diese Story würde ich tatsächlich als einen richtigen Fall für die Detektive bezeichnen, nur eben kurz und direkt auf den Punkt. Hier kann man sogar ein bisschen miträtseln. In der zweiten Hälfte wurde mir dann aber auch wieder zu viel des Rätsels in Dialogen aufgelöst und es wurde auch hier mühsam, sich durchgängig zu konzentrieren.

3. Ein schwarzer Tag für Mr. Kingstone – Das Besondere hier ist einfach schon, dass ausgerechnet Skinny Norris mit einem Auftrag für die Detektive daherkommt. Für mich gehört diese Geschichte aber aus einem anderen Grund zu den Favoriten der Sammlung. Ich finde nämlich den Schauplatz einfach nur cool und interessant und halte ihn für ideal für eine ???-Story. Nur die Auflösung kommt etwas kurz angebunden daher.

4. Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? – Ich bin bekanntlich kein Fan von Geschichten, in denen kleine Kinder eine wichtige Rolle spielen. Doch hier ist das nur zu Beginn der Fall, danach entwickelt die Handlung sich zu einem durchaus interessanten und rätselhaften Fall mit einer ziemlich klassischen Schatzsuche. Meine Lieblingsgeschichte dieser Sammlung!

5. Die schwarze PhantOma – Diese Erzählung punktet vor allem durch einen ungewöhnlichen Erzählstil. Ich musste mich daran erstmal gewöhnen und so richtig gefallen hat er mir selbst am Ende noch nicht. Ein bisschen schräg geht es hier auch zu, aber immerhin ist es doch recht spannend.

6.Das schwarze Nest – Das könnte ich in einem Wort machen: Quatsch! Etwas ausführlicher: ja, ich erkenne Satire, ich weiß, wenn etwas nicht ernst gemeint ist und mir fällt durchaus auf, wenn sich eine Geschichte und ihre Figuren gehörig selbst auf die Schüppe nehmen. Das hier fand ich aber einfach nur zum Fremdschämen peinlich und albern. Am liebsten hätte ich diese Erzählung auf halber Strecke mit blutenden Ohren abgebrochen, aber ich habe mich durchgebissen. Um Himmels Willen, nein. Wenn das lustig ist, dann ist wohl mein Sinn für Humor kaputt.

Bei den Sprechern sind mir vor allem zwei Stimmen im Kopf geblieben. Das ist einmal die von Dorette Hugo, die hier gleich zwei Rollen bestreitet, nämlich die eines Zwillingspärchens. Anfangs fand ich noch, dass man die Mädels  gut unterscheiden kann, später klangen sie dann so ähnlich, dass man aufpassen muss. Das ist geschickt gemacht. Juliane Szalay konnte mich als Kelly dagegen deutlich weniger überzeugen. Ihre Parts klingen oft gestellt, was schade ist, denn Kelly spielt in zwei der Fälle eine durchaus wichtige Rolle.

Was Musik und Effekte angeht, kommen die sechs Erzählungen ganz verschieden daher. Leider passen sie eingesetzten Stücke nicht immer so richtig, dafür können sich die Geräusche aber hören lassen. Und auch die Akustik in dem finsteren Raum in der ersten Geschichte ist klanglich gut in Szene gesetzt.

So sehr mir das Cover mit den drei unheilvollen Motiven auch gefällt (schwarze Katze, Freitag, der 13. und die schattenhafte Teufelsgestalt), was all das mit den drei Geschichten zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

Fazit: Eine durchwachsene Sammlung an Kurzgeschichten. Einige sind stimmungsmäßig gut, versumpfen dann aber in Dialogen, wodurch sie sich ziehen. Andere sind aufgrund von besonderen Schauplätzen und klassischen Ideen dagegen wirklich hörenswert. Eine geht in Sachen Erzählstil neue Wege, was mir nicht gefallen hat. Und eine war für mich einfach nur horrender Blödsinn.

Die drei ??? (194) – …und die Zeitreisende

Titel: Die drei ??? (194) – …und die Zeitreisende / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 77 min / Sprecher: Lutz Mackensy, Katja Brügger, Oliver Rohrbeck, Rosemarie Wohlbauer ua

Was hat es mit dem geheimen Zeitreise-Experiment von Quentin Kurtz auf sich? Weshalb wurden er und seine Tochter Aurora vom CIA gesucht? Und wohin verschwanden die beiden vor mehr als 30 Jahren spurlos? Als die drei ??? sich dieses mysteriösen Falles annehmen, scheinen die Gesetze der Logik außer Kraft gesetzt zu sein. Denn plötzlich steht die verschollene Aurora leibhaftig vor ihnen – ohne auch nur einen Tag gealtert zu sein.


Natürlich kommen mir oft Bewertungen anderer Hörer unter und ja, die lese ich teilweise auch. Darum weiß ich, dass ich mit meiner Meinung zu dieser Episode etwas verlassen auf weiter Flur stehe. Ich mache es kurz und knapp: mir hat die Folge richtig gut gefallen! Und dabei bin ich kein ausgewiesener Fan der drei Detektive.
Einmal finde ich das Thema einfach interessant und spannend. Zeitreisen, das wäre doch mal was! Sicher, sowas gibt es nicht, über die Glaubwürdigkeit der Story muss man also nicht diskutieren. Doch wird hier so lange die Theorie hochgehalten, dass es ja vielleicht doch jemandem gelungen sein könnte, Zeitreisen möglich zu machen, dass man es irgendwann wirklich in Erwägung zieht. Und das auch ganz schön lange! Erst spät findet die Geschichte zurück auf den Boden der Realität, doch selbst dann gibt es noch Momente, wo man denkt aber vielleicht ja doch… Das fand ich einfach cool, manchmal sogar ein bisschen spooky und obendrein sind viele Momente und Dialoge auch noch stimmig in Szene gesetzt.
So rätselt man gemeinsam mit den drei Detektiven geraume Zeit, was für ein Spiel da mit der Theaterdiva gespielt wird und es bleibt lange spannend. Selbst das an vielen Stellen kritisierte Ende hat mir zugesagt. Mich stört sowas nämlich nicht, wenn es gut gemacht ist. In meinen Ohren ist das hier der Fall. Geschmackssache, natürlich!

Rosemarie Wohlbauer findet für die abgehalfterte Theaterdiva genau den richtigen überheblichen und exzentrischen Ton. Manchmal übertreibt sie aber auch, wobei ich vermute, dass das bewusst so gemacht ist. Mich hat sie an diesen Stellen dann aber doch mehr genervt als unterhalten. Lutz Mackensy gibt einen wunderbar gelackten Frank Firhaus und Katja Brügger darf sich als resolute Conchita Dominguez austoben, was ihr einwandfrei gelingt. Man sieht die tobende und sicher wild gestikulierende Conchita sofort vor sich.

Zugegeben, der Soundtrack der Folge ist gewöhnungsbedürftig und bestimmt nicht jedermanns Sache. Mir hat er gefallen, auch wenn er ungewöhnlich ist. Vielfach wird auf Geräusche statt auf Musik gesetzt und diese Geräusche könnten tatsächlich aus einer Sciencefiction Geschichte stammen. Sie klingen fremd, oft durchdringend und stehen der Story so ausgezeichnet. In meinen Ohren jedenfalls. Und auch die eingesetzten Melodien schlagen diesen Weg ein, was gut zusammenpasst.

Das Covermotiv mag ich ebenfalls. Das leuchtende Ziffernblatt wirkt wie ein Strudel, in den das schattenhafte Mädchen hineingeht. Der Strudel in eine andere Zeit vielleicht?

Fazit:  Es lässt sich nicht ändern: mir hat die Folge wirklich Spass gemacht. Die Geschichte schafft es tatsächlich, dass man so etwas Unmögliches wie Zeitreisen in Erwägung zieht und hält diese Spannung auch lange hoch. Nenebei ist es auch noch eine Spur spooky. Über die Glaubwürdigkeit muss man nicht diskutieren, die ist quasi nicht existent. Aber das Unglaubliche wird in meinen Ohren sehr gut verkauft.

Die drei ??? (193) – Schrecken aus der Tiefe

Titel: Die drei ??? (193) – Schrecken aus der Tiefe / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Achim Buch, Andreas Fröhlich, Tommi Pieper, Stephan Chrzescinski ua

Ein Angler kämpft in seinem kleinen Boot mit seinem Fang, geht über Bord und wird unter Wasser gezogen … Justus, Peter und Bob sind Augenzeugen dieser Szene und eilen prompt zu Hilfe. Als der Mann sich endlich in Sicherheit befindet, stammelt er schreckensbleich immer wieder dieselben Worte: „Im See ist ein Monster!“
Aber jeder weiß: Monster gibt es nicht … Oder etwa doch?


Mit welcher Art Schrecken aus der Tiefe es die drei Detektive zu tun bekommen, ist alleine vom Cover her schnell klar. Ein Ungeheuer im Stil von Nessie. Das habe ich als angenehm klassisch empfunden. Doch dieser Schrecken ist nicht lange das Thema. Recht bald löst sich auf, dass es gar kein zweites Nessie gibt. Doch natürlich steht nun erst recht eine Frage im Raum: wer steckt hinter dieser Show und vor allem, warum eigentlich?
Mir haben die Ermittlungen der drei Jungs lange wirklich Spass gemacht. Es ist interessant, die Dorfbewohner kennenzulernen und es tauchen immer neue Details auf, die das Rätsel weiter ausschmücken. Dazu kommt noch eine Reihe von Szenen bzw Ereignissen, in denen die drei Freunde in ernste Schwierigkeiten geraten. Das hilft der Spannung durchaus gut auf die Sprünge.
Leider kommen dann aber speziell zwei Elemente ins Spiel, die mir den bislang ganz ordentlichen Eindruck der Folge ziemlich verleidet haben. Das sind einmal diese Rätselverse. Erstens habe ich sie als extrem albern empfunden. Zweitens kann wohl niemand ohne Justus’ Genie darauf kommen, wie sie zu übersetzen sind. Der zweite Punkt ist diese Sache mit dem Transportmittel “Papierschiffchen”. Aha. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Smilies verwende ich in meinen Besprechungen nicht, aber hier darf man sich gerne einen Smilie vorstellen, der die Augen verdreht.

Achim Buchs brummiger, aber sympathischer Ton passt gut zu Mac Anderson. Ich konnte ihn mir so sehr leicht vorstellen. Auch Dorothea Hagena hat mir ein gutes Bild ihrer Figur vermittelt. Man nimmt ihr die zurückhaltende Art der Cynthia Wetmore gut ab. Tommi Piepers Stimme ist eine gute Wahl für Sheriff Rolins. Er lässt ihn energisch klingen, was einer solchen Figur gut steht.

Einige Stücke passen in dieser Folge nicht so richtig zu ihren Szenen, das war jedenfalls mein Eindruck. Davon abgesehen wird aber eine ganz solide Untermalung geboten. In Sachen Geräusche hat man sich weiter nichts vorzuwerfen. So klingen die heutigen Folgen dieser Reihe nun mal. Damit sollte man sich inzwischen zumindest ein Stück weit abgefunden haben.

Also so wie das Ungeheuer auf dem Cover dürfte das Schwimmtier in der Story nun wirklich nicht aussehen. Aber ich sehe natürlich ein, dass es an dieser Stelle einen Blickfang braucht, der den Betrachter neugierig stimmt.

Fazit: An sich hat mir die Story über weiter Teile hin ganz gut gefallen. Ein schöner, klassischer Aufhänger, interessante Ermittlungen und die eine oder andere brenzlige Situation, das ist unterhaltsam und spannend. Leider haben mir die hanebüchenen Rätselverse und die Papierschiffchen diesen guten Gesamteindruck ein Stück weit verleidet.

© 2019 Frontier Theme