Die letzten Helden

Die letzten Helden (07) – Das todgeweihte Kind

Titel:   Die letzten Helden (07) – Das todgeweihte Kind / Verlag:   Holysoft Sprecher:   Philipp Zieschang, Hans-Georg Panczak, Dieter Hallervorden, Max Felder, Thomas Friebe, Klaus-Dieter Klebsch u.a.

InhaltIn einer folgenschweren Nacht wird ein kleiner Junge vom Schicksal dazu auserkoren, die Welt in den Untergang zu führen. Doch das lebenslustige Waisenkind Adran denkt überhaupt nicht daran, einem vorbestimmten Schicksal zu folgen. Gemeinsam mit seinen Freunden Artur, Maria und Michael gaunert er sich liebenswert durchs Leben, bis ihn aber das Schicksal eines Tages doch noch einholt. Graf Guildenstern, das Oberhaupt der Guildensternbank, verfolgt ganz eigene, finstere Pläne vor dem Hintergrund des drohenden Weltuntergangs. Er ist auf der Suche nach Adran, denn er weiss um dessen Schicksal und will ihn für seine eigenen Zwecke missbrauchen. Doch der Junge hat noch andere, mächtige Freunde, die ihm unerkannt im Hintergrund zur Seite stehen. Gemeinsam mit dem Wanderer und dem magischen Folianten Store nimmt Adran den Kampf gegen die Mächte auf, die die Welt in den Abgrund stürzen wollen…


Mit stolzen 6 CDs läutet Holysoft den zweiten Akt der groß angelegten Fantasy-Saga um “Die letzten Helden” ein. An phantasievollen Ideen fehlt es der Folge nicht und durch eigene kleine Geschichten in der Geschichte bleibt es auch durchweg unterhaltsam und interessant. Spannend ist es insofern, dass man sich dank vieler kleiner Andeutungen auf Ereignisse und Charaktere des ersten Aktes, schnell fragt, worin wohl der Zusammenhang besteht und wie die beiden Akte mal zusammenlaufen werden. Letzteres ist übrigens wirklich sehr gelungen und für mich eine der besten Szenen dieser Folge.
Es gibt aber auch Minuspunkte, und der größte ist leider ausgerechnet das Kind aus dem Titel. Anfangs fand ich den kleinen Adran noch ganz sympathisch und seine freche Art gefiel mir. Als sich dann aber herausstellte, dass nichts und niemand dem Bengel etwas anhaben kann, dass er immer eine Spur schlauer, mutiger oder cooler war als alle anderen, da ging er mir sehr bald auf die Nerven. Und als verliebter Großkotz war es dann kaum noch auszuhalten. Glücklicherweise stand ihm irgendwann Store zur Seite, der mir mit seiner großen Klappe das Zuhören dann wieder sehr erleichtert hat 🙂 Ich war übrigens sehr froh als er endlich mitmischte und später dann auch Eye. Mir hatte der bissige Witz, den man sonst von der Serie kennt, ganz schön gefehlt.
Ein weiteres Manko ist der Sprachstil. Es ist mir schon in den vorigen Folgen aufgefallen, dass sich immer mal wieder Begriffe oder Redewendungen einschleichen, die so sehr aus dem Heute sind, dass sie in der Geschichte kantig wirken.
Und davon hat auch “Das todgeweihte Kind” eine ganze Menge auf Lager. Ich bin im Normalfall weiß der Himmel kein Fan von altmodischer Redeweise, aber wenn der größte Teil einer Geschichte so erzählt wird, dann passen solch moderne Ausdrücke einfach nicht dazu.
Zuletzt sei noch erwähnt, dass 6 CDs ja wirklich toll sind für eine Folge, aber es hätte gerne auch knapper zugehen dürfen. Vor allem was so Szenen anbetrifft, die einzig dazu dienen, Glückskind Adran vorzuführen. Vielleicht wäre er mir dann auch länger sympathisch geblieben 😉

Der Sprechercast wirkt auf den ersten Blick beeindruckend, allerdings verteilt er sich ganz gut auf die 6 CDs, so dass man nicht befürchten muss, irgendwann den Überblick über die Charaktere zu verlieren. Glückspilz Adran wird von Philipp Zieschang gesprochen, der mich ehrlich überrascht hat, denn im Allgemeinen bin ich so jungen Sprechern skeptisch gegenüber. Aber er meistert seine Rolle wirklich gut, und nur ganz selten gibt es mal Sätze zu hören, die nicht ganz so überzeugend klingen. Allerdings klang er mir zum Ende hin zu sehr nach einem Kind um an einer Frau herumzubaggern, die unüberhörbar mehr als doppelt so alt sein könnte wie er. In den Nebenrollen trifft man dagegen häufiger Sprecher an, denen man deutlich anhört, dass sie keine Profis sind. Da bin ich aber nicht so sensibel, daher hat mich das nicht gestört. Außerdem wiegen Namen wie Christian Rode, Gerrit Schmidt-Foss, Andreas von der Meden, Gabrielle Pitermann, Andreas Mannkopf und Thomas Friebe das allemal auf.

Die Untermalung hat mich bei dieser Folge insbesondere bei unheimlichen Szenen sehr an heutige Gruselfilme erinnert. Das soll aber keine Kritik sein, denn sie fügen sich trotz dieses modernen Ansatzes gut in die Geschichte ein. Insgesamt geht es wie gewohnt wuchtig und allumfassend zum, kaum eine Szene ohne stimmige, musikalische Begleitung. Lediglich ein Stück ist mir in nicht so guter Erinnerung geblieben, es ist -meine ich- auf der zweiten CD zu hören und dabei habe ich mich spontan gefragt, ob ich gerade in einem Disney-Hörspiel gelandet bin, so klimperig klingt es.

Die drei Jewelcases mit den je zwei CDs ziehen in einem schicken Pappschuber ins Regal ein. Jede CD hat ihr eigenes Cover -ich war schon in Sorge, ob alle drei CDs das gleiche Motiv haben würden wie der Schuber- und bringt ein umfangreiches Booklet mit, in dem ich gerne geblättert habe. Eine ordentliche Ausstattung, da gibt es nichts.

Fazit:   Ingesamt ohne Zweifel eine beeindruckende und unterhaltsame Auftaktfolge für den zweiten Akt der Saga, die den Fans viel Freude bereiten dürfte. Es gibt zwar auch das eine oder andere Manko, aber ich denke, das wird sich mit den nächsten Folgen wieder verlieren. Auf sechs CDs, hintereinander gehört, fällt so etwas sicher eher auf, als wenn zwischen den Episoden jeweils eine größere Pause liegt.

Die letzten Helden (06) – Das Tor der Toten

Titel:   Die letzten Helden (06) – Das Tor der Toten / Verlag:   Holysoft Sprecher:   Dietmar Wunder, Kim Hasper, Wolfgang Bahro, Klaus D. Klebsch, Gisela Fritsch u.a.

InhaltDer erste Schritt zum geheimnisvollen Konzil der Elemente ist die Erschaffung eines Seelenvertrauten. Der letzte Schritt führt den Suchenden durch das Tor der Toten. Ein letzter Schritt, der den Magier X und seinen Begleiter Amon von Falkenfels vor ein schier unlösbares Problem stellt, denn das Tor der Toten können nur Tote durchschreiten. Doch bevor sie sich der Lösung stellen können, verschlägt es die Gefährten zurück in die durch das Imperium überrannte Grafschaft Falkenfels und dort finden sie den im Sterben liegenden Grafen Falkenfels, Amons Vater. Vor Trauer und Wut dem Wahnsinn nahe, beginnt Amon an der Aufrichtigkeit seines Begleiters zu zweifeln, denn alle Zeichen auf den geheimen Drahtzieher des Anschlags und den Mörder seines Vaters deuten auf seinen Gefährten, den Magier X…!


Diese Etappe so kurz vor dem Ziel hat es für Sir X, Amon und Eye noch mal so richtig in sich. So geht es zunächst zurück in Amons Heimat, die Grafschaft Falkenfels, wo eine böse Überraschung auf Amon wartet: sein sterbender Vater. Doch damit beginnt das Grauen für den “Schwertschwinger” erst. Denn ihn suchen unheimliche Visionen heim, die ihm zeigen, dass ausgerechnet Sir X dafür verantwortlich sein soll. Das sät natürlich auch beim Hörer für Zweifel und Misstrauen und man erkennt, dass man über den Magier bislang eigentlich sehr wenig weiß. Da ist es schon spannend zu verfolgen, ob und wie sich diese Frage schließlich auflöst. Und auch das Tor der Toden an sich stellt eine Herausforderung dar, zumal es eben nur Tote durchschreiten können. Ich habe es weder Sir X noch Amon zugetraut, die eigentlich nur logische Konsequenz daraus zu ziehen, blieb aber doch die ganze Zeit unsicher.

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Die letzten Helden (05) – Jenseits des Meeres der verlorenen Seelen

Titel:   Die letzten Helden (05) – Jenseits des Meeres der verlorenen Seelen/ Verlag:   Holysoft Sprecher:   Dietmar Wunder, Kim Hasper, Jürgen Kluckert, Manfred Lehmann, Gordon Piedesack u.a.

InhaltUm das mysteriöse Konzil der Elemente zu finden, müssen viele Prüfungen bestanden werden. Prüfungen, die den Magier X bald das Leben zu kosten drohen, denn verfolgt durch das Imperium und durch einen magischen Angriff gefährlich verletzt läuft ihm und seinem Gefährten Amon von Falkenfels die Zeit davon. Die einzige Chance, dem Leichenlord, einem der großen Generäle des Imperiums zu entkommen, liegt bei der Crew der „Eternity“, einem Piratenschiff, dass Angst und Schrecken auf den Meeren der sieben Winde verbreitet, und deren Schiffsärztin Lich. Doch was zuerst wie eine sichere Rettung aussieht, entpuppt sich schon bald als neuer Alptraum, denn die Eternity umgibt nicht nur ein Geheimnis und die Gefährten stolpern in ihr bislang gefährlichstes Abenteuer…


Über den Wolken, in der Wüste, im Gebirge…da fehlte ein Abenteuer für Sir X und Amon auf hoher See ja geradezu. Hier ist es also nun. Sir X kämpft um sein Leben und auch auf Amon lauert in dieser Geschichte der Tod, was ordentlich Spannung in die Sache bringt. Aber der Tod steht den beiden hier nicht nur als Schreckgespenst gegenüber, sondern überaus real, was gewissen Szenen durchaus auch etwas Grusel verleiht. Mit beispielsweise einem Wal, der sich Amon zum Schutz einverleibt, gibt es auch wieder einige Details die an recht klassische Geschichten erinnern. Es ist erstaunlich, wie gut sich so etwas in eine so moderne Fantasygeschichte einfügt. Zwar erinnert manches schon irgendwie an “Fluch der Karibik”, aber das ist nicht so aufdringlich, dass es einem das Hörvergnügen trüben könnte.

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Die letzten Helden (04) – Das Herz des Kristallwaldes

Titel:   Die letzten Helden (04) – Das Herz des Kristallwaldes/ Verlag:   Holysoft / Laufzeit: / Sprecher:   Dietmar Wunder, Kim Hasper, Christian Rode, Michael Pan, Martin Kessler, Ernst Meincke u.a.

InhaltDie Suche nach dem Konzil der Elemente, jenem sagenumwobenen Ort ewigen Wissens, treibt den Magier X und seinen jungen Begleiter Amon von Falkenfels immer weiter an. Mit seinen letzten Worten gab Bastrabun, der Titan der Erde, einen neuen Hinweis auf den Aufenthaltsort, dem die beiden Gefährten nun in Ristan, einer kleinen Gemeinde im Herzen des Kristallwaldes, nachgehen. Tatsächlich treffen sie bald auf einen als einsamer Eremit lebenden Druiden, der weit mehr über ihr Ziel zu wissen scheint, als sie es sich erhofft hatten. Doch einmal mehr steht ihre Reise unter keinem guten Stern, denn eine geheimnisvolle Seuche hat das Dorf Ristan heimgesucht: Der rote Tod.


Die Suche nach dem Konzil der Elemente geht weiter und auch der Ort Ristan ist eine Station, die große Gefahr birgt. Diese Folge bleibt dem Stil der Serie absolut treu. So wird hier eine spannende Geschichte geboten, mit einer guten Portion schwertschwingender Action und pahntasievollen Ideen. Das zeichnet die Reihe bislang überhaupt für mich aus: dass keine Folge wie ein Aufguss schon mal dagewesener Ideen wirkt. Ein wenig schauerlich geht es ebenfalls zu als Amon und Sir X Zeuge einer Attacke des Roten Tods werden und so hat man eine sehr gelungene Mischung beisammen, die sich hören lassen kann.

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Die letzten Helden (03) – Die Wüste der Ewigkeit

Titel:   Die letzten Helden (03) – Die Wüste der Ewigkeit / Verlag:   Holysoft / Laufzeit: / Sprecher:   Dietmar Wunder, Kim Hasper, Christian Rode, Michael Pan, Martin Kessler, Ernst Meincke u.a.

Inhalt:   Der Weg zum Konzil der Elemente, jenem geheimnisumwitterten Ort, an dem magisches Wissen verankert liegt, scheint für den Magier X und seinen Begleiter Amon von Falkenfels vorerst beendet. Gefangen und X´ magischen Fähigkeiten beraubt, verschleppen Sklavenhändler sie in die Wüstenhauptstadt Karakesh, wo sie getrennt voneinander verkauft werden. Während es X gelingt, seinem Käufer zu entkommen, muss Amon nicht nur sein Geschick im Zweikampf auf Leben und Tod in der Arena beweisen, sondern auch das Wüstenmädchen Aisha beschützen. Doch was hat es mit den immer wieder auftauchenden Harpyien auf sich? Und welche Rolle spielt der alte Magier Nebahath in diesem Spiel? Erstmals steht X vor einem Rätsel, dass er scheinbar selbst mit all seinem Wissen und Verstand nicht zu lösen vermag…


Im dritten Teil der groß angelegten Fantasy-Serie wird der Hörer wortwörtlich in die Wüste geschickt, und das gleich auf zwei CDs. Hörspiele auf zwei CDs sind normalerweise nicht unbedingt mein Fall, da sie mich meist nicht über die volle Länge hinweg fesseln können, irgendwo taucht dann doch gerne mal die eine oder andere Länge auf. Daher war ich sehr überrascht, dass ich Die Wüste der Ewigkeit in einem weg gehört habe. Sir X und Amon haben immer wieder neue Abenteuer zu bestehen und so ist die Geschichte wirklich von der ersten bis zur letzten Minute sehr spannend. Einen guten Schuss Humor bekommt man ebenfalls auch in dieser Folge geboten, so wird beispielsweise auf äußerst unterhaltsame Art ein bekanntes Märchen eingeflochten. Aber auch Bemerkungen von Sir X, Amon und ganz besonders Eye sind wieder für manchen Lacher gut. Die Kulisse und sie einzelnen Charaktere rund um Sir X und Amon sind auch bei der dritten Folge wieder äußerst phantasievoll erdacht und anschaulich gestaltet.

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