Dieb

Die drei !!! (52) – Das rote Phantom

Titel: Die drei !!! (52) – Das rote Phantom / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Sonja Stein, Traudel Sperber, Clemens, Gerhard, Volker Hanisch, Oliver Warsitz ua

Inhalt: Ein Phantom geht um! Ein dreister Dieb versucht, Franzis Rucksack zu stehlen. Sofort ist ein Motorradfahrer auf seiner roten Maschine zur Stelle und schlägt den Dieb in die Flucht. Die ganze Stadt ist in Aufruhr: sobald ein Unrecht geschieht, ist der rote Rächer schon zur Stelle. Wer ist das Phantom? Der Ehrgeiz der drei Detektivinnen ist geweckt. Bei einer Verfolgungsjagd kommen Kim, Franzi und Marie hinter das Geheimnis und erleben eine erstaunliche Überraschung.


Unitymedia hat es scheinbar endlich hinbekommen: ich habe wieder zuverlässiges Internet, also geht es hier auch direkt weiter. Und zwar mit einem Hörspiel einer Serie, bei der ich ehrlich gesagt nicht mehr mit einer allzu großen Überraschung gerechnet habe. Doch genau die ist mit “Das rote Phantom” eingetreten und für mich ist sie ein echtes Highlight der Serie.
Die Geschichte hält sich mit langen Vorreden gar nicht auf. Schon nach wenigen Minuten haben die Freundinnen einen neuen Fall, der umso brisanter ist, weil er eine von ihnen betrifft. Wer ist dieser Motorradfahrer, der Franzi in der brenzligen Situation geholfen hat? Und der auch noch einigen anderen Menschen aus der Stadt in ähnlichen Momenten half? Genau genommen machen sich die Freundinnen dieses Mal nicht auf die Suche nach einem Verbrecher.     Natürlich, der Rucksackdieb muss entlarvt werden, aber im Vordergrund steht die Suche nach dem Motorradfahrer. Und auch wenn ich schon realtiv zeitig so einen Verdacht hatte (der später prompt bestätigt wurde), so fand ich die Suche nach ihm ausgesprochen spannend. Die drei Freundinnen lassen sich von nichts und niemandem ablenken, was der Handlung Tempo gibt,  und forschen hartnäckig nach und beweisen hier einmal mehr so richtig Mut. Ich weiß nicht, ob ich an ihrer Stelle so einfach in den Motorradclub hineinmarschiert wäre. Da kann man sie einfach nur bewundern.
Auch dieses Thema zeichnet die Geschichte für mich irgendwie aus, denn es ist die erste Episode ohne einen “typisch mädchenhaften” Anstrich, wie ihn die bisherigen Folgen meistens mitbrachten.

Die drei Hauptsprecherinnen sind gewohnt frisch und gut aufglegt am Werke. Als Birte Anders ist Saskia Bellahn zu hören, die mir schnell ein Bild von der eifrigen Polizeianwärterin vermittelt hat und mit ihrer markanten Stimme heraussticht. Rosemarie Wohlbauer gibt eine wunderbar rüstige Frau Michalik. Und Oliver Warsitz hört man gut an, wie sehr seine Figur Joe Weidner zwischen seinem Leben als Familienvater und dem als wildem Motorradfahrer hin- und hergerissen ist.

Klanglich ragt die Folge allerdings nicht aus der Reihe heraus. So sind vertraute Stücke zu hören, denen es aber gelingt, gewissen Szenen durchaus Tempo zu verleihen. Eine gelungen Geräuschkulisse trägt ihr Übriges dazu bei, dass man sich das Geschehen jederzeit gut vorstellen kann.

Auf dem Cover ist natürlich das Phantom zu sehen. Der Motorradfahrer vermittelt direkt etwas von dem Tempo der Geschichte und wirkt durchaus geheimnisvoll. Dass die Freundinnen bei seinem Anblick ganz aufgeregt sind, ist unverkenntbar. Und so wird man leicht neugierig auf die Folge.

Fazit: Eine gewisse Vorhersehbarkeit kann man der Folge nicht absprechen. Dennoch ist sie spannend, weil die Mädels sich dieses Mal nicht die kleinste Ablenkung leisten, immer voll am Ball sind und weil der Story der mädchenhafte Anstrich fehlt.  Was mich übrigen sehr gefreut hat!

Die drei ??? (168) – GPS-Gangster

Titel: Die drei ??? (168) – GPS-Gangster / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Lutz Mackensy, Peter Weis, Caroline Kiesewetter ua

ddf168Inhalt: Die drei ??? kommen zu spät: sie können die Prinzessin nicht vor der Katastrophe retten! Zum Glück ist es nur ein Geocaching-Wettbewerb, bei dem Justus, Peter und Bob ihr Ziel um Haaresbreite verfehlen. Doch aus dem Spiel wird gefährlicher Ernst, als der geheimnisvolle Captain Skull auf der Bildfläche erscheint. Auf seinem Raubzug durch Rocky Beach spielt er ein rätselhaftes Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Wird er über Leichen gehen? Können die Detektive den Wettlauf mit der Zeit gewinnen?


Wenn man selbst Geocaching als Hobby hat, dann kommt man an dieser Folge einfach nicht vorbei. Wer von diesem Thema noch keine Ahnung hat, der wird zunächst recht ausführlich auf Stand gebracht. Das heißt natürlich auch, dass sich zunächst überhaupt gar kein neuer Fall für die drei Detektive andeutet.
Als der Fall sich dann endlich auftut, klingt er gar nicht mal so übel. Ein Dieb ist der Stadt unterwegs, der sich Captain Skull nennt, Wertgegenstände stiehlt und dann der Polizei Hinweise und Koordinaten zuspielt, mit deren Hilfe man ihn fassen könnte. Das orientiert sich am Thema Geoaching und könnte durchaus eine spannende Geschichte ergeben. Natürlich kriegt die Polizei es nicht auf die Reihe, Skull zu fassen. Da braucht es Justus’ Genie, und dank einer Bekanntschaft schaffen die Freunde es, der Polizei offiziell helfen zu dürfen. Ich dachte, ich höre nicht richtig! Hallo? Das sind Teenager! Auf eigene Faust ermitteln, gerne! Ab und zu zusammen mit der Polizei, auch noch okay. Aber als erklärte Unterstützung der Polizei?!
Sei’s drum! Davon abgesehen hat man nun wneigstens endlich einen Fall und kann die Freunde bei ihren Nachforschungen begleiten. Fürs Erste ist damit ein einigermaßen geradliniger und übersichtlicher Verlauf gegeben und man hat genug Gelegenheit, selber zu grübeln, wer Skull sein könnte. Was ich mich dabei die ganze Zeit gefragt habe: wieso stiehlt jemand etwas, versteckt es und lockt die Polizei dann auf die eigene Fährte? Da muss der Täter entweder größenwahnsinnig oder verrückt sein. Als ich die Auflösung hörte, blieb mir lediglich ein Kopfschütteln. Selten ist mir solch ein schwaches Motiv begegnet! Allerdings war die Geschichte damit noch nicht am Ende!
Es gilt noch ein paar weitere Fragen aufzuklären, und dabei verfranst sich die Story total! Was da plötzlich alles an Erkenntnissen zusammenkommt, da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Und auch das Motiv, das hier noch auf den Tisch kommt, ist einfach nur schwach. Was ist denn bitte aus den echten Verbrechern geworden, die aus Habgier, Boshaftigkeit oder meinetwegen auch Hass stehlen?

Durchwachsen geht es auch bei den Sprechern zu. Den Hauptsprechern kann man soweit nichts vorwerfen, und auch Holger Mahlich und Peter Weis wissen zu überzeugen. Besonders gefallen hat mir Lutz Mackensy, der Nigel Tillerman zu schrägen Leben erweckt. Leider spielt er nur eine kleine Rolle. Caroline Kiesewetter dagegen klang mir viel zu alt um noch als Teenager im Alter der Detektive durchzugehen. Und Nicholas Müller alias Josh hinterließ bei mir einen arg unsicheren Eindruck.

Musik und Geräusche gehen in Ordnung. Abgesehen von dieser einen Szene im Nationalpark, bei der es im Hintergrund klingt als sei der Flughafen samt startender Maschinen gleich um die Ecke. Sollen das Vögel sein?! Die Musikstücke sorgen für das jeweils nötige Flair und zeigen sich erfreulich klassisch.

Bei diesem Titel konnte es kein anderes Motiv geben als ein GPS-Gerät. Im Display natürlich der Totenkopf (engl. Skull), das passt soweit ganz gut. Aber es sieht halt wieder gefährlicher und bedrohlicher aus als es nachher im Hörspiel dann ist.

Fazit:  Das war ein Satz mit x in meinen Ohren. Ein Fall, der spät in die Gänge kommt, hanebüchene Ereignisse, absolut schwache Motive und ein Ende, bei dem man erst beim zweiten oder dritten Hören durchsteigt. Und über allem schwebt natürlich Justus Genie ohne das hier mal wieder gar nicht gegangen wäre.

TKKG (186) – Die schlafende Chinesin

Titel: TKKG (186) – Die schlafende Chinesin / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Klaus Dittmann, Traudel Sperber, Eberhard Haar ua

tkkg186Inhalt: Die Millionenstadt ist in Aufruhr: Eine Skulptur von unschätzbarem Wert wurde still und heimlich aus dem Kunstmuseum gestohlen! Wie konnte es im Museum zu so einer fatalen Sicherheitspanne kommen? Fernsehen, Radio und Zeitungen stürzen sich wie die Geier auf den peinlichen Skandal. Tim, Karl, Klößchen und Gaby sind sich fast sicher, den Dieb zufällig bei seiner Flucht beobachtet zu haben – und schalten sich ein. Was hat der Dieb mit der Skulptur vor? Was hat die adelige Frau von Dünkelsheim mit dem Kunstdiebstahl zu tun? Und warum wurde im Museum kein Alarm ausgelöst? TKKG nehmen die Spur auf – sie führt in den düsteren Moorsteiner Wald.


In dieser Folge hält ein Kunstraub die Freunde von TKKG auf Trab. “Die schlafende Chinesin” wurde gestohlen! Wo ist das wertvolle Stück und weg hat es aus dem Museum entwendet? Nun ist Kunst nicht gerade eines meiner größten Interessengebiete, aber natürlich taugt ein Kunstraub immer für einen ordentlichen Krimi, und der ist mit dieser Episode wirklich gelungen.
Langeweile hat keine Chance, es dreht sich durchgängig alles um die gestohlene Skulptur. Selbst eine Figur, die ich anfangs noch für reichlich überflüssig hielt, wird gegen Ende überraschend und unerwartet wichtig. Doch nicht nur sie! Man kann bei dieser Geschichte gut mitknobeln, denn es gibt gleich mehrere Verdächtige. Darunter sogar eine Verwandte von einem Mitglied der TKKG-Bande. Da habe ich gestaunt!
Und das Motiv für den Täter gibt zusätzlich Rätsel auf. Schön, wenn einen bei einem Krimi für junge Hörer die Lösung nicht sofort anspringt.
Das Ende hat dann auch noch die eine oder andere Überraschung in petto. Beispielsweise ist das Motiv des Täters mal kein 0815-Motiv oder ewig weit hergeholt. Und wie die Freunde schließlich die Wahrheit ans Tageslicht bringen, das hat Showqualität!

Es ist müßig über die Hauptsprecher groß Worte zu verlieren. Da passt wie immer alles. Traudel Sperber hat es geschafft, dass ich nie genau wusste, ob ich Tante Doro nun mag, oder eher doch nicht. Sie trifft den typischen Tanten-Ton wirklich perfekt. Und der kann mitunter auch mal nerven. Birke Bruck gibt eine unüberhörbar arrogante Frau von Dünkelsheim. Ich habe diese Frau sofort vor mir gesehen.

Und um die Sache rund zu machen, kann man auch über Musik und Geräusche nichts Schlechtes sagen.

Das Covermotiv zeigt eine Szene aus der Geschichte. Die Freunde sind bei ihrer Suche nach Spuren auf eine versteckte Tasche gestoßen. Das macht neugierig. Nur der arme Oskar tut mit leid. Er sieht ja aus als stände er kurz vor einem Kollaps!

Fazit:  An dieser Folge habe ich rein gar nichts auszusetzen. Sie ist spannend, hat Tempo und lädt zu Miträtseln ein.

TKKG (185) – Der unsichtbare Dieb

Titel: TKKG (185) – Der unsichtbare Dieb / Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher:  Wolfgang Draeger, Volker Bogdan,  Dietmar Krause, Woody Mues ua

tkkg185Inhalt: Als Tim von seinem Morgenlauf zurückkommt, macht er eine Entdeckung: seine Schweizer Taschenuhr ist aus seinem Internatszimmer verschwunden! Unerklärlicherweise hat der Dieb nicht eine einzige Spur hinterlassen. Noch rätselhafter wird die Sache, als Tim, Karl, Gaby und Klößchen von einem weiteren Diebstahl erfahren, bei dem die Polizei ebenfalls keinerlei Spuren entdecken kann. Treibt ein undsichtbarer Dieb sein Unwesen in der Millionenstadt? TKKG gelingt es, die Fährte des geheimnisvollen Verbrechers aufnehmen. Noch ahnen sie nicht, zu wem ihre Ermittlungen sie führen werden…


Der Titel dieser Folge klingt nicht allzu spektakulär, aber doch geheimnisvoll. Der Anfang der Geschichte machte diesen Eindruck dann allerdings wieder ziemlich zunichte. Tims Uhr wurde gestohlen. Natürlich machen sich TKKG umgehend an die Suche nach dem Täter, die sie zunächst zu einem Mitschüler führt. Auch wenn es im Internatszimmer keine Spuren vom Dieb gibt, sonderlich geheimnisvoll ist das nicht. Ich fürchtete schon, die Geschichte würde auf diesem Level weiter vor sich hin dümpeln.
Doch der weitere Verlauf hat mich dann ehrlich überrascht.  Denn plötzlich wird die Geschichte -für eine TKKG-Folge- ganz schön komplex. Man sollte hier schon bei der Sache sein. Die Folge nebenbei zu hören und alles mitzubekommen, das stelle ich mir mindestens schwierig vor. Erfreulicherweise hebt die Story dabei nicht ab. Größere Absurditäten findet man nicht. Das hat mir gefallen. Genau wie die Tatsache, dass eine plötzliche Wendung TKKG bzw speziell ein Mitglied der Bande vor einenRentier150-1 erschreckenden Verdacht stellt. Da habe ich beim Hören %was% ungläubig den Kopf geschüttelt, aber so ganz sicher war ich mir eben doch nicht. Man hat bei dieser Folge also wirklich gut Gelegenheit, bei dem Fall mitzuknobeln. Es ist nicht so, dass man ihn im Nullkommanichts durchschaut hat. Und ein wenig Grusel ist ebenfalls mit dabei. TKKG in ihrer Version von “Die Vögel”.

Dazu trägt auch bei, dass sich die Sprecher der Verdächtigen sich lange, sehr lange, nicht schon durch böse Sprüche oder einen Gangsterslang verraten. Angela Roy gibt eine glaubhafte und ernsthafte Wissenschaftlerin und zweite Vorsitzende eines Technikunternehmens. Woody Mues gelingt es ebenfalls, dass man seiner Figur gegenüber stets gewisse Zweifel hegt, sich aber nie wirklich sicher ist. Lediglich Alexandra Doerk als Tiertrainerin konnte mich nicht überzeugen. Da passt die Betonung häufig einfach nicht. Ihre Stimme klingt verstellt und viel zu hoch.

Ein ordentlicher Soundtrack begleitet die Geschichte. Es sind tatsächlich mal Stücke zu hören, die nach einem Jugendkrimi klingen. Leise und drängend aus dem Hintergrund. Das ist mir hier wirklich aufgefallen. Schön. Die Geräusche gehen ebenfalls in Ordnung. Insofern in diesem Bereich eine ganz feine Sache.

Irgendwie passt das Covermotiv für mich nicht ganz zur Geschichte, owbohl es eine Szene daraus zeigt. Man fragt sich allenfalls, was TKKG zu einer Tiertrainerin führt. Aber für eine Geschichte um einen geheimnisvollen Dieb wirkt es auf mich doch etwas zu winterlich-idyllisch. Trotz der erschrockenen Gesichter der Freunde.

Fazit:  Nach einem bedenklich unspektakulären Anfang mausert sich die Story ganz ordentlich. Sie ist für die Verhältnisse dieser Reihe recht komplex und hält eine Wendung bereit, die einen staunen und tatsächlich auch zweifeln lässt. Für mich eine der besseren Folgen der Serie.

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