Don Harris

Don Harris – Psycho Cop (10) – Der Anschlag

Titel: Don Harris – Psycho Cop (10) – Der Anschlag / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher: Dietmar Wunder, Udo Schenk, Bernd Rumpf, Marie Bierstedt u.a.

Inhalt: Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit spürte er, wie der Wunsch nach einem normalen Leben in ihm aufkeimte. Ein Leben fernab von dem Wahnsinn, mit dem sich Don fast täglich konfrontiert sah. Zum ersten Mal sehnte er sich nach der Zeit zurück, als er nur ein Agent unter vielen war – und nicht der Auserwählte, wobei er keine Ahnung hatte, was das überhaupt bedeutete. Noch nicht.


Diese Folge hat mich leicht besorgt zurückgelassen. Findet die Reihe damit etwa ihren Abschluss? Das könnte man glatt denken, denn das Ende fällt zwar offen aus, präsentiert aber auch eine Wendung, die Serienfinale gewertet werden könnte. Ich fände das bedauerlich, denn nach der vorigen Folge, die mir entschieden zu wenig übersinnlich daher kam, macht  „Der Anschlag“ in dieser Hinsicht wieder Boden gut. Und auch in Sachen Spannung und Action hat man keinen großen Grund zu klagen, beides ist in gesundem Maße vorhanden und so klingt hier eine unterhaltsame Geschichte aus den Lautsprechern. Hier und da haben mich kleinere Aspekte aber auch staunen und schmunzeln lassen. Harris hat ein intensives Flugtrainign hinter sich und „landet“ seinen Gleiter trotzdem in den Bäumen? Und der Oberboss der Höllensöhne lässt sich so leicht austricksen?

Hinsichtlich der Sprecher gibt es wenig zu beanstanden. Lediglich für Zazie-Charlotte Pfeiffer in der Rolle von O’Donnells Tochter Carrie konnte ich mich nicht erwärmen. Erstens klingt sie mir zu alt für eine 16jährige und zweitens viel zu hölzern. Dietmar Wunder gibt einmal mehr einen überzeugenden Don Harris, der in dieser Folge menschlicher wirkt als in den bisherigen Episoden. Und die Rolle des Gideon ist natürlich wie gemacht für Udo Schenk,  den Bösewicht-Sprecher schlechthin.

Der Soundtrack kombiniert laute, wuchtige Stücke, die dem Action-Aspekt Rechnung tragen, und düstere Melodien, die für unheimliche Atmosphäre sorgen. Die Geräusche fallen überzeuegnd aus und sind stets passig eingefügt. Hier ist alles im grünen Bereich.

Das Covermotiv lässt nicht auf die Handlung schließen, weckt aber einen leisen Verdacht was das Ende anbetrifft. Don Harris wirkt verloren auf der dunklen Straße und sein Gesichtsausdruck zeigt Enttäuschung. Im Gegensatz zu den vorigen Covers, die meist actionreiche Szenen zeigt, setzt dieses Motiv mehr auf Stimmung.

Fazit:   Diese Folge wäre eine würdige „letzte Folge“. Dennoch fände ich es schade, wenn sie wirklich der Abschluss der Reihe wäre, denn die Richtung stimmt endlich wieder, so darf es gerne weitergehen. Allerdings schreit das Ende förmlich nach einer Fortsetzung, also will ich die Hoffnung mal nicht frühzeitig aufgeben…

Don Harris – Psycho Cop (09) – Dämonicus

Titel: Don Harris – Psycho Cop (09) – Dämonicus / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 51 min / Sprecher: Dietmar Wunder, Liane Rudolph, Berenice Weichert, Martin Kessler u.a.

InhaltAus einem archäologischen Institut in London wurde eine kostbare Statue gewaltsam entwendet. Der sogenannte Dämonicus gilt als einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Funde überhaupt. Dabei konnte seine wahre Bedeutung bislang, trotz umfassender Untersuchungen, nicht enthüllt werden.
Don Harris Nachforschungen ergeben, dass von dem griechischen Artefakt eine tödliche Gefahr ausgeht. Der Dämonicus dient offenbar als eine Art Gefäß und enthält Blutreste der legendären Medusa …


„Dämonicus“ ist die letzte Folge dieser Serie, die noch auf einer Romanvorlage von Jason Dark basiert. Wie sich die Serie dann weiterhin gestaltet, wenn andere Autoren am Werke sind, wird sich erst zeigen. „Dämonicus“ zieht jedenfalls noch mal alle Register. Mit knapp 50 Minuten Spielzeit bleibt auch keine Zeit für Langatmigkeit und so geht es von Anfang bis Ende tempo- und actionreich zu. Zudem gefällt mir die Idee, eine neue „Medusa“ aus der DNA der „echten“ Medusa zu züchten sehr gut. Diese Verbindung zwischen altertümlicher Mythologie und moderner Wissenschaft ist clever gemacht und durchaus interessant. Der vertraute Schuss Humor der Serie fehlt natürlich auch dieser Folge nicht. Dafür sorgen schon die Wortgefechte zwischen Harris und der Journalistin Jones.
Was mir dagegen nicht so gut gefällt ist, dass die Höllensöhne nur noch eine eher untergeordnete Rolle spielen und auch Harris‘ Fähigkeiten kaum noch von Belang sind. Das dürfte sich bei den nächsten Episoden gerne ändern, denn eigentlich sind doch genau diese Elemente der Aufhänger der Reihe.

Sprechermäßig alles im grünen Bereich. Dietmar Wunder kann einmal mehr als Don Harris überzeugen. Berenice Weichert als widerborstige Reporterin Jones hat mir besonders gefallen. Sie vermittelt ein sehr gutes Bild dieser eigenwilligen Person. Liane Rudolph fällt der Part der Wissenschaftlerin Jelena Katz zu und es gelingt ihr, die Forscherin sowohl abgeklärt, in gewissen Szenen aber auch Einfühlsam und schuldbewusst klingen zu lassen. Mit u.A. Martin Kessler und Tobas Kluckert sind weitere namhafte Sprecher am Werk, die hier nichts anbrennen lassen.

Der Soundtrack zeigt sich wie gewohnt wuchtig und krachend, eben wie es zu einem Action-Thriller passt. Die Geräusche greifen diesen Stil ebenfalls auf und so hat man auch in diesem Belang keinen Grund zur Klage.

Das Cover dieser Folge hat mich besonders angesprochen, auch wenn es erneut genau nach der Groschenroman-Vorlage aussieht, nach der das Hörspiel entstand. Aber es fasst die wichtigsten Elemente der Geschichte zusammen und ist farblich sehr stimmig.

Fazit:  Etwas mehr Höllensöhne, drittes Auge und Psycho dürften es in den nächsten Folgen schon gerne wieder sein. Ansonsten aber eine rasante und actionreiche Folge, die Fans der Reihe bestens undterhalten dürfte.

Don Harris – Psycho Cop (08) – Triaden-Terror

Titel:   Don Harris Psycho-Cop (08) – Triaden-Terror / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 50 min / Sprecher:  Dietmar Wunder, Claudia Urbschat-Mingues, Engelbert v. Nordhausen, Martin Kessler u.a.

InhaltDon Harris findet in seiner Londoner Wohnung einen geflochtenen Seidenschal – eine Todesbotschaft der chinesischen Triaden?
Sein Freund Terry Sheridan rät ihm, in dieser Angelegenheit dessen Bekannte Li um Rat zu bitten. Als Harris schließlich Li aufsucht, entgehen beide nur knapp einem Anschlag. Don Harris scheint in das Fadenkreuz der Triaden geraten zu sein, die ihre bösartigen Machenschaften nicht mehr nur in Asien betreiben. Oder stecken hinter all dem die Höllensöhne…?


Wüsste man es nicht von dieser Serie, dann würde man bei dieser Folge eine ganze Weile gar nichts davon ahnen, dass die Story einen übersinnlichen Einschlag hat. Denn die Handlung ist erstmal wenig mysteriös, sondern viel eher actionreich, spannend und unterhaltsam. Doch selbstverständlich wird im Verlauf der Bogen hin zu den Höllensöhnen geschlagen, die es auf Don Harris abgesehen haben und weiterhin versuchen, ihn auszuschalten. Bei dieser Folge ist mir allerdings so deutlich wie noch nie aufgefallen, dass Autor Jason Dark für zahlreiche Groschenroman-Serien verantwortlich ist. Das hört man hier ebenfalls sehr deutlich mit teilweise schon sehr abgedroschenen und wenig intelligenten Bemerkungen. Dieser Stil schlägt wohl irgendwann immer wieder durch.

Den Sprechern kann man weiterhin nichts ankreiden, da ist alles im grünen Bereich. Dietmar Wunder gelingt es wie eh und je einerseits den coolen Agenten raushängen zu lassen, andererseits aber auch die menschliche Seite deutlich zu machen. Gerrit Schmidt-Foss hat hier erfreulicherweise richtig viel zu sagen, seine jugendliche, sympathische Stimme höre ich immer wieder gerne. Übrigens wurde auch bei dieser Folge davon abgesehen, die chinesischen Charaktere mit einem „typischen“ Akzent zu versorgen, was ich gut finde.

Ein toller Soundtrack macht die Sache schließlich rund. Düster und sehr atmosphärisch und auch den asiatischen Elementen wird mit passenden Klängen Rechnung getragen. Dazu eine gelungene Geräuschkulisse und so gibt es in diesem Bereich nichts beanstanden.

Dem Covermotiv ist schon zu entnehmen, dass die Action bei dieser Folge im Vordergrund steht. Mir wirkt das Motiv allerdings zu sehr Groschenroman-Like.

Fazit:   Eine Spannende und unterhaltsame Geschichte, die das übersinnliche Thema zwar nur anreißt, aber nie aus den Augen verliert. Hörenswert!

Don Harris – Psycho-Cop (07) – Drei Gräber in Sibirien

Titel:   Don Harris Psycho-Cop (07) – Drei Gräber in Sibirien / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 51 min / Sprecher:  Dietmar Wunder, Claudia Urbschat-Mingues, Engelbert v. Nordhausen, Martin Kessler u.a.

Inhalt:   Alan Bancroft, ein erfolgreicher Journalist und inoffizieller Informant des MI6 und der ESI, verschwindet spurlos während seiner Recherchen über Grigori Rasputin in Sibirien.
Mit der Hilfe von Larissa Chamova, einer russischen FSB-Agentin, soll Don Harris aufklären, was mit dem Verschollenen geschehen ist. Das letzte Lebenszeichen Bancrofts liefert Harris nur wenige Hinweise: Rasputin und die Höllensöhne. Die Suche führt sie in ein entlegenes Kloster nahe dem sibirischen Bergdorf Mutow. Es birgt ein unheilvolles Geheimnis, das die ganze Welt verändern könnte …


Es geschehen noch Zeichen und Wunder, dies‘ hier ist so eines: „Don Harris“ geht endlich weiter. Mich freut das sehr, ich mag diese Serie einfach. Daran hat auch die lange Pause nichts geändert. Mit „Drei Gräber in Sibirien“ bringt Folgenreich eine weitere spannende Folge zu Gehör, die sich einerseits der Rasputin-Legende bedient und darüber einen gelungenen Bogen zu den bisherigen Geschehnissen der Serie spannt.

(mehr …)

Dorian Hunter (03) – Der Puppenmacher

Titel:   Dorian Hunter 3 – Der Puppenmacher / Verlag:   Zaubermond / Laufzeit:   ca. 75 min / 27 Tracks / Sprecher: Thomas Schmuckert, Claudia Urbschat-Mingues, Frank Felicetti, Jürgen Thormann, Tim Kreuer, Gisela Trowe, Udo Schenk u.a. .

Inhalt: Sie fallen die Menschen an wie tollwütige Hunde. Ein Biss ihrer spitzen schwarzen Zähne bedeutet für das Opfer den sicheren Tod.
Was verbindet Lord Hayward, einen alten Mann mit Beziehungen zu höchsten diplomatischen Kreisen, mit den dämonischen Puppen, die London unsicher machen?
Dorian Hunter nimmt unter den Augen des Secret Service die Spur auf – und ist Jäger und Gejagter zugleich.


Wie nach den Folgen 1 und 2 nicht anders zu erwarten, legt der Zaubermond Verlag auch mit „Der Puppenmacher“ ein von der ersten bis zur letzten Minute spannend-gruseliges und atmosphärisches Hörspiel vor.
Musste man bei der vorigen Folge noch sehr konzentriert zuhören um die Handlung zu verfolgen und verstehen, so fällt dies beim „Puppenmacher“ um einiges leichter. Die Handlung verläuft hier sehr geradlinig, die Szenen bauen aufeinander auf, man findet sich nicht mehr von einer Sekunde auf die andere in einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort wieder.
Das soll nun aber nicht heißen, dass „Der Puppenmacher“ leichte Hör-Kost ist.
Es empfiehlt sich schon, dem Hörspiel aufmerksam zu folgen…nur ist das eben nicht mehr so anstrengend.

Als besonders lobenswert ist anzuführen, dass die Geschichte um mordende Puppen nicht in Kitsch und Albernheit abrutscht, wie man vielleicht befürchten könnte. Hier hat das Zaubermond-Team ganze Arbeit geleistet, die Puppen sind wahrlich furchteinflößend.
Außerdem scheint sich in „Der Puppenmacher“ das „Team“ um Dorian Hunter zu erweitern. Da wäre zunächst der Polizist Donald Chapman, der Hunter nach dieser Geschichte notgedrungen endlich glauben muss, aber auch der Hermaphrodit Phillip, der ganz spezielle Fähigkeiten zu besitzen scheint.

Aus der wie üblich prominent besetzten Sprecherliste verdienen hier Frank Felicetti als Donald Chapman und Tim Kreuer alias Phillip Hayward besondere Erwähnung. Frank Felicetti nimmt man den sarkastischen Polzisten sofort ab, schon nach wenigen Sätzen sieht man ihn quasi vor sich. Die Rolle des geisteskranken Phillip gehört sicher zu den schwierigsten in diesem Hörspiel. Tim Kreuer meistert diese Aufgabe mit Bravour, beeindruckend und in jedem Moment absolut glaubhaft.

Musikalisch bleibt „Dorian Hunter“ seiner elektronischen Linie treu. Dennoch geht es in „Der Puppenmacher“ etwas ruhiger zu als in den beiden ersten Folgen. Die Musik ist zwar fast allgegenwärtig, kommt hier aber eher schleichend, unterschwellig daher. Bombastische Klänge hört man nicht mehr so oft, aber an den Stellen, an denen sie nötig sind, sind sie natürlich auch da. Diese zurückhaltendere Musikkulisse nimmt der Handlung im Vergleich zu den ersten beiden Folgen zwar einiges an Tempo, aber keineswegs ihren Grusel-Faktor. Den weiß sie nach wie vor wunderbar auszulösen und zu betonen.

Auf dem Cover ist eine mysteriöse Person ganz in Schwarz und mit Zylinder zu sehen. Genaueres lässt sich nicht erkennen, eben sehr geheimnisvoll und damit der Hörspielreihe voll entsprechend.

Fazit: Wieder eine geniale Folge der Reihe, nichts für zart besaitete Hörer, aber wer auf top produzierte und moderne Grusel-Hörspiele steht, der darf „Dorian Hunter“ einfach nicht ignorieren.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme