Drache

Die drei ??? Kids (58) – Spur des Drachen

Titel: Die drei ??? Kids (58) – Spur des Drachen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Tommi Piper, Bert Franzke, Bernhard Bettermann ua

Inhalt: Ein Drache in Rocky Beach! Ein unheimlicher Einbrecher mit Drachenmaske verbreitet Angst und Schrecken. Im Villenviertel macht er Jagd auf Schmuck und Diamanten. Zum Glück hinterlässt das Ungeheuer bei seinen Einbrüchen so einige Spuren. Für Die drei ??? Kids beginnt eine aufregende Verfolgungsjagd.


Dieses Mal ist es also ein Drache, der die drei Freunde in Atem hält. Gleich am ersten Tag in ihrem neuen Job als Prospektverteiler für Porter stolpern sie in diesen neuen Fall. Abgesehen davon, dass mir ein paar Mal zu oft der “grüne Drache” erwähnt wird, fand ich diese neue Folge aber doch ganz in Ordnung. Hier und da hapert es ein bisschen mit der Logik, aber irgendwie muss es ja spannend und interessant bleiben. Außerdem hatte ich mal kurz so eine Ahnung (die sich auch bestätigte), aber trotzdem war ich doch neugierig darauf, wie die Freunde das neue Rätsel lösen würden. Speziell gefallen hat mir, dass es zu einem gewissen Zeitpunkt tatsächlich so aussieht als könnten sie zum ersten Mal einen Fall nicht lösen. Das macht die Figuren irgendwie menschlicher. Und zeigt nebenbei auch, dass man niemals aufgeben sollte. Das tun die drei Freunde nämlich trotz dieser düsteren Aussichten auch nicht. Und so fällt ihnen letztlich doch noch etwas ein um den Drachen zur Strecke zu bringen.

Was die Sprecher anbelangt gab es für mich vor allem zweierlei zu bemerken. Einmal haben wir da Bert Franzke statt Klaus Dittmann als Kommissar Reynolds. Das überrascht und ich musste mich auch erstmal daran gewöhnen, aber dann hat er mir in dieser Rolle doch gefallen. Zweitens kommt es mir bei den Hauptsprechern von Folge zu Folge so vor als hätten sie die Ansage, möglichst cartoonig-schräg und überdreht rüberzukommen.  Speziell auf Yoshij Grimm alias Peter trirfft dies zu, und das ist dann unglaubwürdig und nervt auch schon mal. Tommi Piper ist einmal mehr als Porter zu hören, wirkte auf mich dieses Mal aber eher unsympathisch. .

Die Musik kommt wie üblich vetraut daher, legt aber zu gewissen Szenen auch mal Tempo zu um das Tempo des Geschehens zu unterstreichen. Das passt zusammen. Auch an den Geräuschen gibt es nichts weiter zu bemängeln. Bewährte “??? Kids”-Kost eben.

Mit dem vielen Grün machte das Cover auf mich auf den ersten Blick einen weihnachtlichen Eindruck. Erst dann habe ich den Drachen entdeckt, der durchaus ein wenig schaurig ausschaut. In Kinderaugen jedenfalls wohl. Ein Motiv, das der Story gerecht wird.

Fazit:  Eine ordentliche neue Folge, die der Fangemeinde sicher Spass machen wird. Allzu genau darf man nicht hinsehen / hinhören, aber ich schätze, der jungen Hörerschaft werden die kleinen unlogischen Momente kaum auffallen, und auf die jungen Hörer kommt es hier schließlich an.

Bibi Blocksberg (119) – …und der Feuerdrache

Titel: Bibi Blocksberg (119) – …und der Feuerdrache / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 43 min / Sprecher: Wilfried Herbst, Susanna Bonasewicz, Roland Hemmo ua

bibi119Inhalt: Bibi hext sich und den Bürgermeister aus Versehen auf die Burg Eintracht im Mittelalter. Von dort aus tyrannisiert Raubritter Eberhard mit einem Feuerdrachen die Bürger von Neudorf, dem späteren Neustadt. Da Bibis Hexkraft zunächst aufgebraucht ist, geraten sie in Gefangenschaft. Dennoch beschließen die beiden, dem Bösewicht das Handwerk zu legen!


Es ist nun mal so, dass ich Mittelaltermärkte zwar liebe, mich aber sonst eher wenig für diese Zeit interessiere. Drachen sind mir auch ziemlich egal. Daher hatte ich gewisse Bedenken bei dieser neuen Folge. Außerdem gibt es ja bereits “Bibi in der Ritterzeit” und damit würde sich diese Folge zwangsweise vergleichen lassen.
Grundsätzlich ist die Idee aber gar nicht übel. Der Bürgermeister hat sich mal wieder eine Gemeinheit überlegt um Neustadts Kasse zu füllen. Vor lauter Wut hext sich Bibi zusammen mit ihm ins Mittealter. Dort treibt ein Ritter mit einem gefährlichen Drachen seinerseits Geld bei der armen Bevölkerung ein. So erfährt der Bürgermeister mal aus erster Hand, wie sich so ein Vorgehen anfühlt. Das kann ihm definitiv nicht schaden. So weit, so gut.
Leider kann von Spannung keinerlei Rede sein. Schon das Cover verrät recht deutlich, was es mit dem Drachen auf sich hat. Der Charme und das Flair besagter “Ritterzeit”-Folge kommt auch zu keiner einzigen Sekunde auf. Und außerdem ist der Aufhänger zum x-ten Male, dass Bibis Hexkraft erschöpft ist. Und einmal mehr braucht es irgendeine Zutat für den Rückhexspruch, mal wieder mit einem total albernen Namen.

Der Bürgermeister spielt hier eine vergleichsweise große Rolle, daher ist Roland Hemmo sehr oft zu hören. Er nimmt den Bürgermeister nicht nur mit ins Mittelalter, sondern auch seine energische Stimme und den leicht arroganten Ton. Dirk Petrick gibt einen sympathischen Siegfried. Und Peter Flechtner nimmt man den bösen Ritter auch recht schnell ab.

Musik gibt es neben dem Titellied wie gewohnt nicht weiter. Dafür fällt die Geräuschkulisse wirklich auffallend gut aus. Vor allem scheint man endlich mal keinen Menschen ans Mikro gesetzt zu haben, nur damit ein Hund ein paarmal bellt.

Um in der Gestalt auf dem Cover einen Drachen zu erkennen, muss man womöglich wirklich vier oder fünf Jahre alt sein. Jedes ältere Kind wird ihm das nie und nimmer abnehmen. Ich persönlich finde es albern. Und wenn man schon einen Titel mit dem bedrohlichen Wort “Feuerdrache” wählt, dann darf man gerne auch die entsprechende Figur so ausfallen lassen.

Fazit: Eine gute Idee um dem Bürgermeister mal einen Spiegel vorzuhalten. Davon abgesehen ist aber alles beim Alten. Mal wieder Bibis Hexkraft erschöpft, mal wieder muss eine Zutat zum Zaubern gefunden werden und den Charme der “Ritterzeit”-Folge sucht man auch vergebens.

Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene Königskrone (Ralf Leuther / Santiago Ziesmer)

Titel: Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene Königskrone / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 80 min / Buch: Ralf Leuthe / gelesen von: Santiago Ziesmer

zaubererInhalt: Oh nein! König Schläfchen hat seine Krone verloren und ohne die kann kein Fest gefeiert werden. Dabei hatte sich Prinzessin Pustilla schon so darauf gefreut. Zum Glück ist der kleine Zauberer Wackelzahn zur Stelle und versucht, die Krone wiederherzuzaubern. Doch leider geht bis zu dem Zeitpunkt, an dem er seinen ersten Wackelzahn verliert, beim Zaubern häufig etwas schief. Also machen sich der kleine Zauberer und die Prinzessin auf den Weg, um die Krone zu finden. Schaffen sie es rechtzeitig?


Vielleicht ahnt es der eine oder andere bereits: dieses Hörbuch war Pflicht wegen des niedlichen Drachen auf dem Cover, der mich an “Elliot, das Schmunzelmoster” erinnert.
Die Geschichte wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen, war ich so unterschreiben würde. Ältere Hörer dürfen sich daher nicht allzu viel Spannung erwarten, denn die gibt die Story schlicht nicht her. Für kleine Kinder ist das Maß an Spannung aber sicher prima, denn der kleine Zauberer und die Prinzessin erleben auf ihrer Suche nach der Köngkrone schon so einiges. Mir hat dabei der Ideenreichtum prima gefallen. Sei es der Flugdrache namens Faltterich oder der Fisch namens Aurelius oder Borstel, der Bär. Sie alle sind wirklich liebenswert und goldig. Und mit jedem Kapitel lernt man jemand Neues kennen. Somit dürfte sich das Hörbuch auch gut dazu eignen, es Abend für Abend kapitelweise zu hören. Bei gut 80 Minuten Spielzeit ist das bei einem Hörbuch für kleine Kinder ohnehin empfehlenswert so.
Und natürlich bleibt man auf diese Weise durchweg neugierig, wie und ob die Freunde die Krone wiederfinden. Und so sehr sich der kleine Ritter Rübe seinen ersten Kampf wünscht, selbst am Ende bekommt er ihn nicht. Das darf man wohl verraten. Das Ende gäbe es zwar her, aber die Handlung bleibt friedlich. Ganz so, wie es sich für ein Hörbuch mit dieser Altersempfehlung gehört. Und auf gewisse Weise kann man dabei sogar noch etwas lernen. Nämlich, wie man Konflikte lösen kann.

Santiago Ziesmers Stimme ist so markant, dass man ihn -egal, wie er sie verstellt- überall heraushören würde. Somit klingen die Figuren hier durchweg sehr ähnlich. Dafür kann man die Charaktere gut am Ton unterscheiden. Santiago Ziesmer liest locker und fröhlich, sodass man ihm leicht zuhören kann. Und Spass macht es auch noch.

Wie schon geschrieben, gefällt mir das Cover wegem dem goldigen Drachen so gut. Doch auch die Prinzessin und der kleine Zauberer sind gut getroffen und liebenswert dargestellt. Der Ritter hinten am Drachenschwanz natürlich ebenfalls. Und wenn ich das sage, dann muss das so sein. Denn sonst kann man mich mit Drachen, Zauberern, Prinzesinnen usw meilenweit jagen 😉

Fazit:  Ein schönes, abwechslungsreiches und lustiges Hörspiel für Kinder ab etwa 4 Jahren. Mit seinen stattlichen 80 Minuten Spielzeit eignet es sich prima dazu, es Abend für Abend kapitelweise zu hören.

Hui Buh (23) – Die Jagd nach dem Drachen

Titel: Hui Buh (23) – Die Jagd nach dem Drachen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher:  Stefan Krause, Maximilian Artajo, Christian Gaul, Cathlen Gawlich ua

hui23Inhalt: Als Hui Buh eine steinerne Ritterfigur umstürzt, ahnt er nicht, dass er damit gerade einen urzeitlichen Drachen erweckt hat. Als dieser das Land in Angst und Schrecken versetzt, können nur noch die Jahrtausende alten Wächter von Schloss Burgeck helfen, den Drachen zu besiegen und das Königreich zu retten.


Drachen sind jetzt an sich nicht mein Thema. Dementsprechend skeptisch habe ich die CD in den Player gelegt. Lange Vorreden hat man hier nicht zu befürchten. Es dauert gar nicht lange, ehe das drachenmäßige Drama und Chaos losbricht.
Insgesamt ist es eine sehr abwechslungsreiche und vielseitige Geschichte. Da ist einmal natürlich das Drachenthema, aber man lernt auch neue Kreaturen kennen, die zu Burgeck gehören, man begleitet Hui Buh und Tommy und Sophie in die Geisterwelt und erlebt den König im Kampf gegen das Ungeheuer. Langeweile kommt hier keine Sekunde lang auf. Mir hat vor allem die Szene mit dem dünnen Lexikon gefallen. Einfach zu schön und witzig! Dem Kerlchen möchte ich gerne nochmal in einer Folge begegnen.
Gewürzt ist alles mit so manchem lustigen Dialog, bei dem man mindestens schmunzeln muss. Ich habe sogar einige Male herzlich lachen müssen. Hui Buh und der König, gewisse Untertöne und Sitzplätze auf den Köpfen anderer…das macht Spass.
Trotzdem, alles in allem kam mir die Folge wirklich sehr lang vor. So unterhaltsam das alles ist, irgendwie hat man für mich doch etwas zu viel in die Geschichte hineingepackt. Ich habe mich doch ein paar Mal gefragt, wann es denn nun mit dem Drachen weitergehen würde. Einfach, weil so viel anderes geschieht.

Hier muss ich meinen Liebling der Folge einfach vornan stellen: Christian Gaul als besagtes dünnes Geisterlexikon. So eine liebenswert affektierte Stimme und dann dieser zickige Ton. Einfach herrlich! Die Szene hätte gern noch länger sein dürfen. Als Geisterdiva “Die mollige Molly” ist unverkennbar Cathlen Gawlich zu hören, die hier wieder mal ihre vielseitige Stimme beeindruckend zur Schau stellt. Und so wenig ich Christoph Maria Herbst im TV aushalte, so sehr gefällt er mir in der Rolle von König Julius.

Musikalisch zeigt die Folge sich einmal mehr ziemlich gewaltig mit beeindruckenden Stücken und Melodien, die jeder Szene ihre eigenes Flair verleihen. Das klingt eindrucksvoll und angemessen spukig. Auch in Sachen Geräusche gibt es nichts zu beanstanden. Das Geschehen wird anschaulich an den Hörer gebracht.

Auf dem Cover sieht es mehr danach aus als würden die Bewohner von Burgeck vom Drachen gejagt, statt anders herum. Doch so wird auf Anhieb deutlich, dass von dem Drachen eine ernste Bedrohung ausgeht.

Fazit:  Die Folge kam mir sehr lang vor. Und auch wenn es nie langweilig wird, ein bisschen kürzer wäre sie auch nicht schlechter gewesen. Da bin ich mir sicher. Ein bisschen Ausdauer braucht man also, dafür wird man aber mit einer abwechslungsreichen Story belohnt.

William von Saargnagel und der purpurne Traum (Alfons Theodor Seeboth)

purpurnetraumWilliam wusste schon immer, dass er anders war als die anderen Kinder seines Alters. Wie anders, erfährt er, als sich ihm die kleine Drachendame Nildani offenbart, die viele Jahre in einem Kettenanhänger um seinen Hals schlief. Sie führt ihn in eine Welt voller Magie und hochmoderner Technologie. Als William von ihr erfährt, dass er ein Druide ist und auf eine magische Schule gehen muss, beginnt für die beiden ein Abenteuer, von dem William nie zu träumen gewagt hätte. Zusammen mit Nildani findet er endlich seine Familie, bestreitet sein zusätzliches Dasein als Werwolf und schafft es, sich als zukünftiger Graf von Saargnagel zu etablieren. Doch auch das Dunkle aus Williams Vergangenheit greift um sich.

Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks gelesen, nachdem ich auf der Buchmesse schon so von dem schönen Cover angetan war. Da führte daran einfach kein Weg vorbei.
Die Geschichte hat auch einiges wirklich gut gemacht. Für meinen Geschmack jedenfalls. Erstens ist die Hauptperson William ein Jugendlicher, und ich habe ein Faible für Jugendbücher. Wobei ich mir aber vorstellen kann, dass auch erwachsene Fantasy-Fans ihren Spass daran haben werden. Was gleich zum zweiten meiner persönlichen Pluspunkte führt. Es ist Fantasy aber ohne diese Wesen, die bei mir sofort eine Allergie auslösen: Elfen, Orks und all diese Gestalten aus Richtung Tolkien. Da kann ich mich mit Zauberern, Druiden, Werwölfen und Drachen weit besser arrangieren. William, seines Zeichens Jung-Druide, mochte ich sehr schnell. Und seine kleine Drachendame Nildani schon mal lange, so goldig wie sie beschrieben wird und mit ihrer frechen großen Klappe! Ich habe bei einigen Dialogen zwischen ihr und William grinsen müssen, da geht es oft ganz schön rund.
Genau wie in der Handlung an sich auch. Hier ist immer etwas los, sodass es niemals langweilig wird. Zunächst lernt man natürlich in erster Linie die wichtigsten Charaktere und Zusammenhänge kennen, wie es sich für einen ersten Band gehört. Die Figuren und Schauplätze sind schön anschaulich beschrieben. So kann man sie sich gut vorstellen. Zu meiner großen Freude wird mit diesen Schilderungen auch nicht übertrieben. Ich brauche zB keine halbseitige Beschreibung einer Wiese. Da übertreiben es viele Fantasy-Autoren mit ihrer Liebe zum Detail. Alfons Theodor Seeboth hat für mich genau das richtige Maß dabei getroffen. Anschaulich, aber nicht zu ausführlich. Schön!
Es gibt aber auch zwei Knackpunkte für mich bei dieser Geschichte. Sie hätte nämlich gerne spannender sein können. Dabei mangelt es nicht an brenzligen Situationen, nein, aber William meistert sie stets quasi aus dem Handgelenk. Egal, was es ist, es gelingt bzw nimmt ein gutes Ende. Daran kann man sich leider gewöhnen, was bei mir zur Folge hatte, dass ich irgendwann nicht mehr mitgefiebert habe.
Damit hängt auch gleich Knackpunkt zwei zusammen: ich mochte William wirklich, mir wurde er aber nach und nach zu sehr zu einem kleinen Heiligen, der bereitwillig verzeiht -sogar wenn ihn der neue Freund zuvor ewig getrietzt hat- und völlig selbstlos durch das Geschehen geht. Wenn ich nicht wüsste, dass William stets alles gelingt, würde ich mir Sorgen machen, denn so viel Selbstlosigkeit würde jedem sonst in seiner Situation irgendwann zum Verhängnis werden.
Und ich wette, ihm steht noch einiges bevor, denn das eigentliche Abenteuer nimmt hier nur in Ansätzen seinen Lauf. Selbst was es mit dem titelgebenden “purpurnen Traum” auf sich hat, wird noch nicht ganz klar.
Generell hat mich bei der Geschichte die unglaubliche Ähnlichkeit mit “Harry Potter” verblüfft. Es sind wirklich massig sehr ähnliche Elemente enthalten. Da der Autor an der Leserunde teilnahm, hat er mir auf diese Anmerkung hin erklärt, dass solche Elemente sich auch schon in Fantasygeschichten von Potter finden lassen. Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Um das zu wissen müsste ich ja alles gelesen haben, was das Genre seit Anbeginn in den Buchhandel gebracht hat.
Fakt ist aber: wer seinen “Harry Potter” kennt (und dafür reicht alleine Band 1 dieser Reihe), der wird hier viel Liebgewonnenes in kleinerer Abwandlung wieder antreffen. Das kann für Fans dieser Bücher auf der Suche nach neuem Lesestoff ja durchaus ein Vorteil sein.

Die Kapitel sind nicht gerade kurz, aber weil immer etwas los ist und Dank der amüsanten Dialoge zwischen William und Nildani. lesen sie sich gut und leicht. So ein Funken Humor macht bei mir in dieser Hinsicht gut etwas aus. Die Titel der Kapitel sind außerdem immer so verheißungsvoll, dass man einfach wissen möchte, was als nächstes passiert. So kamen mir die ziemlich genau 400 Seiten gar nicht so viel vor.

Ich bin seit der Messe hin und weg von diesem Cover. Der Drache ist so goldig und der Wolf so schön…hach! Außerdem mag ich die düstere und leicht unheimliche Szenerie sehr gerne. Ein wunderschönes Cover für einen Fantasyroman.

Fazit:  Mir hat das Buch ein paar unterhaltsame Leseabende beschert. Speziell Nildani habe ich sehr schnell in’s Herz geschlossen und ich habe oft über das Geschehen und gewitzte Dialoge geschmunzelt. Die Phantasiewelt hier klingt sehr einladend und wird erfreulicherweise ohne Ausschweifungen beschrieben
Ich hoffe, das Leben wird für William noch etwas anstrengender, denn bisher läuft bei ihm für meinen Geschmack alles zu glatt. Das nimmt Spannung raus. Und ein paar charakterliche Ecken und Kanten würde es ihm vielleicht auch bescheren. Das fände ich ebenfalls prima.

Vielen Dank an den Wölfchen Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


Titel:  William von Saargnagel und der purpurne Traum
Autor: Alfons Theodor Seeboth
Seiten:  400
Verlag: Wölfchen Verlag
ISBN: 978-3943406252
Preis:  € 16,90 (TB)

© 2019 Frontier Theme