Elea Eluanda

Elea Eluanda (01) – Das Labyrinth der blauen Eulen

Titel: Elea Eluanda (01) – Das Labyrinth der blauen Eulen / Verlag: Zauberstern Records / Spielzeit: ca. 52 min / Sprecher: Giuliana Jakobeit, Udo Schenk, Till Hagen ua

newelea01Inhalt: Elea hat vor einem halben Jahr bei einem schweren Autounfall ihre Eltern verloren. Seitdem ist das 13jährige Mädchen querschnittsgelähmt.
Nun soll also Elea bei ihrer Tante Lissy in Altenberg leben, davor muss sie aber noch ins Sommerinternat und den Schulstoff nachholen, den sie verpasst hat. Zum Glück lernt sie dort ihre Mitschülerin Biggi kennen. Die zwei Mädchen werden schnell Freundinnen und schon bald beginnt in den unterirdischen Gängen von Altenberg, die abenteuerliche Suche nach dem Labyrinth der blauen Eulen und dem sagenumwobenen Eulenstaub.


Elea Eluanda ist zurück! Endlich ist es soweit! Die Fans dürften sich freuen.
Ich muss gestehen, dass ich mich nicht mehr so richtig an die alte Reihe erinnere. Der Eindruck ist geblieben, natürlich, und ich weiß auch noch, dass ich die Reihe sehr gerne mochte. Nur Zechy hat mich immer genervt.
Also musste ich selbstverständlich auch die neue Reihe kennenlernen. In dieser ersten Folge erfährt man endlich etwas über den Unfall, bei dem Eleas Eltern starben und über Eleas erste Zeit im Rollstuhl. Und darüber, wie das eigentlich damals so mit Ezechiel war. Alleine deshalb ist die Geschichte schon spannend und interessant, denn darüber erfuhr man in der “alten” Reihe ja kaum etwas.
Die meisten Charaktere von damals trifft man auch hier wieder an. So gibt es ein Wiederhören mit Tante Lissy, Opi Kopi und dem Bartels. Aber es gibt auch eine neue Figur, nämlich Biggi. Mit ihr freundet Elea sich an. Zunächst dachte ich nur “was soll das denn jetzt?” und dass ich mich kaum an Biggi würde gewöhnen können. Doch das ging im Affenzahn. Ich mochte Biggi schon nach kurzer Zeit richtig gerne und hoffe, sie bleibt nicht nur vorläufiger Lückenbüßer für Ravi und Rosa.
In Summe finde ich, dass diese neue Folge eine ganze Ecke “erwachsener” klingt, reifer, nicht mehr so kindlich. Bei Elea habe ich die Elea von damals erstmal gar nicht richtig rausgehört. Ich musste nachsehen, ob es noch die gleiche Sprecherin ist. Aber auch die Dialoge klingen “älter”, jugendlicher, was passt, denn Elea ist ja bereits 13 Jahre alt. Mir gefällt das super gut so! Und ich hoffe, Zechy verdirbt das später nicht wieder. Einzig bei Eleas Mitschülern ist das mit dem “älteren Klang” in die Binsen gegangen. Dazu gleich mehr!
Ach so, ja, also…es ist leider so, auch wenn er hier nur ein paar Sätze hat: Zechy nervt mich immer noch. Ich kann an ihm nichts Süßes oder Lustiges. Aber weil die Geschichten stets top waren, nehme ich ihn in Kauf.

Giuliana Jakobeit ist natürlich wieder als Elea zu hören und damals wie heute weiß sie in der Rolle zu überzeugen. Genauso gibt Helmut Krauss wieder den Opi Kopi, was ebenfalls gefällt. Als Bartels ist Udo Schenk zu hören, dessen Stimme bestens zu der Rolle passt. In der Rolle der Lissy ist nun Victoria Sturm zu hören, deren markante Stimme mir prima gefällt. Und Till Hagen führt als Erzähler durch die Geschichte und zwar so, als sei er direkt beim Geschehen dabei. Bei kleineren Rollen sollte man aber etwas sorgsamer auswählen. Eleas doofe Mitschüler klingen entschieden zu alt für diese Rollen und übendrein auch nicht gerade überzeugend.

Das Titellied hat -soweit ich mich erinnere- seinen Text behalten, was prima ist. Es kommt rockiger daher als damals. Mir gefällt das so. Die Geräuschkulisse lässt keine Wünsche offen. Abgesehen von diesem Gelächter im Klassenraum. Das erinnert leider arg an diese TV-Reihen mit dem falschen Publikumsgelächter.

Die neue Coverillustration ist nicht mein Fall. Ich kann es noch nicht mal genau begründen. Elea finde ich längst nicht so hübsch wie früher. Und sonst wirkt das auf mich einfach so, als habe man mit aller Gewalt weg wollen von den “flachen” Zeichnungen von damals, und das ist etwas aus dem Ruder gelaufen.

Fazit:  Sehr viel Sonne, aber auch ein bisschen Schatten. So startet die neue Reihe um “Elea Eluanda”. Insgesamt hat es mir aber alleine deshalb schon sehr gut gefallen, weil es nicht mehr so kindlich klingt wie früher! Und weil man ein paar Einblicke in das Davor der alten Reihe bekommt. Die Hauptsprecher sind top und das neue Titellied ebenfalls. Naja, und Zechy…ich komme um ihn ja eh nicht herum 😉

Elea Eluanda (01) – Der Elefantengott

Titel:   Elea Eluanda (01) – Der Elefantengott / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 35 min / Sprecher:  Giuliana Jakobeit, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Müller, Heidrun Bartholomäus, Helmut Krauss, Peter Groeger u.A.

Inhalt:   Elea bekommt einen neuen Mitschüler: den gut aussehenden Ravi. Seine Eltern wollen das erste indische Restaurant in Altenberg eröffnen. Doch da wird ihr einziger Glücksbringer gestohlen: eine Elefantengottstatue.
Als der unschuldige Opi Kopi für den Dieb gehalten wird, wollen Elea und Ravi helfen. So kommt es, dass sie Eleas drollige blaue Tröstereule Ezechiel in das geheimnisvolle Land Arambolien führt.
Ein spannendes Abenteuer beginnt.


2003 tauchte Elea Eluanda erstmal in dem Kiddinx-Hörspiel auf, nämlich in Folge 78 der Bibi Blocksberg – Serie mit dem Titel Bibi Blocksberg und Elea Eluanda.
Scheinbar kam diese Figur eines Mädchens, das seit einem Unfall, im Rollstuhl sitzt, so gut bei den kleinen Hörern an, dass man sich entschied, Elea eine eigene Serie zu gönnen.
So erschien dann im Herbst 2003 die erste Folge “Der Elefantengott”.

Dem Klappentext der Folge zum Trotz kann man von dieser Folge nicht behaupten, dass sie bereits das erste Abenteuer der Freunde erzählt.
Hauptsächlich stellt sie die wichtigsten Charaktere der Serie vor, man erfährt wie es dazu kam, dass Elea im Rollstuhl sitzt und wie sie zu Ezechiel kam.
Das soll keine Kritik sein, denn die Reihe hat ja wirklich mehr Figuren, die man kennen sollte, als beispielsweise Bibi Blocksberg. Und selbstverständlich muss an den Hörer gebracht werden, wieso Elea im Rollstuhl sitzt.
Nun ist es aber nicht so, dass man permanent Infos um die Ohren gehauen bekommt. Die Informationen sind säuberlich verpackt in  eine sehr schöne, einfühlsame Geschichte, die einem aber auch klar macht, dass man mit Elea ein durchaus selbstbewusstes Mädchen vor sich hat, das sich so leicht nicht unterkriegen lässt.
Mir hat sehr gut gefallen, dass Eleas Mitschüler ihr am ersten Schultag nicht voller Verständnis begegnet sind, ich hätte das für unrealistisch gehalten. Denn leider schlägt Menschen mit Behinderung oftmals eher Unsicherheit oder gar Ablehnung entgegen, und es ist nie zu früh, Kindern zu vermitteln, dass das eben nicht so sein sollte und dass es im Übrigen völliger Quatsch ist, weil auch Leute im Rollstuhl ganz normale Menschen sind. Diese Geschichte macht das deutlich ohne dabei zu übertreiben oder die Handlung nur darauf zu reduzieren.
Das “Abenteuer” um die verschwundene Elefantengottstatue nimmt wie bereits gesagt nur einen vergleichsweise geringen Teil des Hörspiels ein und dient wohl vornehmlich dazu, das Traumland Arambolien vorzustellen. Spannend ist es aber auch, keine Frage.
Ein Aspekt der Reihe wird wohl aber doch die Geister scheiden: Ezechiel.
Natürlich ist die Idee schön, Elea einen kleinen Tröster zur Seite zu stellen und bestimmt ist der blaue Federwisch auch niedlich, aber das Tierchen hat auch seine weniger angenehmen Seiten. Erstens ist seine Sprache, dieses Arambolisch, nicht eben leicht zu verstehen und ich halte es für fraglich, ob Siebenjährige damit problemlos klar kommen, denn Ezechiel spricht schnell, wenn er mal loslegt und Elea kann ja nicht dauernd übersetzen. Zweitens hat Ezechiels Stimme, spätestens wenn er sich aufregt, einen Nerven zermürbenden Klang.

Womit wir schon halbwegs bei der Sprecherbesetzung der Reihe angekommen wären.
Mit Giuliana Wendt und Tobias Müller hat man für Elea und Ravi zwei tollen Sprecher gewählt, die auch hörbar Spaß an der Sache haben und die man nicht schon aus unzähligen Hörspielen kennt.
Erwähnen muss man hier selbstverständlich Gerrit Schmidt-Foß, der Ezechiel zu seiner unverwechselbaren Stimme verhilft. Kaum wiederzuerkennen und fraglos eine geniale Leistung.

Das Titellied kann sich hören lassen, hat einen schönen Text und Ohrwurm-Qualität.
Bei einer Kiddinx-Produktion unbedingt erwähnenswert ist, dass man auch während des Hörspiels ein wenig Musik geboten bekommt und seien es nur kurze, indisch angehauchte Melodien im Restaurant von Ravis Eltern.
Ich könnte mir vorstellen, dass gerade diese Serie davon profitieren würde, wenn man auch während der Handlung Musik einfließen ließe.

Das Cover ist sehr farbenfroh gehalten und am oberen Rand findet man sogar eine rot-gelbe “Girlande”, die Erinnerungen an das alte Kiosk-Design weckt.
Im Innenteil gibt es neben der Sprecher-Liste noch ein kleines Arambolisch-Wörterbuch und eine Sammelkarte, die man ausschneiden kann.
Fazit:   Ein ausgesprochen gelungener Start in eine neue Serie. Schon alleine durch die Phantasiewelt Arambolien wird man sich hier noch auf viele spannende Geschichten freuen dürfen.
Aber auch die vielen interessanten Charaktere sind sicher für weitere Abenteuer gut.

Elea Eluanda (25) – Freitag, der 13.

Titel:   Elea Eluanda (25) – Freitag, der 13. / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 42 min / 8 Tracks  / Sprecher:  Giuliana Jakobeit, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Müller, Heidrun Bartholomäus, Helmut Krauss, Peter Groeger u.A.

Inhalt:   Bei Elea geht heute alles schief: Eine Füllung fällt aus dem Zahn, ihr Hemd hat einen riesigen Fleck und das Referat in der Schule geht völlig daneben. Kein Wunder, es ist ja Freitag, der 13. Sie verkriecht sich zu Hause unter die Decke. Zum Glück hat Ezechiel eine neues Programm auf dem Universator entdeckt: Man kann die Vergangenheit ins Bessere verändern! Gespannt hören sich die beiden das an


Wer kennt sie nicht?
Diese Tage, an denen von morgens bis abends alles schief geht und man sich von jedermann unverstanden fühlt?
Das hat wohl schon jeder mal erlebt.
Und wenn man dann auch noch meint, gerade sei Freitag, der 13. dann nimmt man den Aberglauben auch recht schnell an, selbst wenn man eigentlich nicht daran glaubt.
Genau das erlebt in dieser Folge auch Elea, was sie mir gleich noch mal sympathischer gemacht hat als sie es vorher schon war.
Denn wenn sie nicht eifersüchtig ist oder Heimweh hat, dann kennt man sie ja eigentlich nur gut gelaunt und optimistisch.
Damit ist sie zwar ein gutes Vorbild für die jungen Hörer, aber die wissen sicher aus eigener Erfahrung, dass man eben nicht jeden Tag so gut drauf ist.
Freitag, der 13. stellt einen solchen Tag sehr gut dar.
Die Folge bringt glaubhaft rüber, wie leicht man es für sich annimmt, dass man einen Pechtag hat und auch wie schnell man dann unfair anderen gegenüber wird.
Dank dem Programm in Ezechiels Universator wird aber später auch deutlich gemacht, dass all die Katastrophen eines solchen Tages objektiv betrachtet oft gar nicht so schlimm gewesen sind.
Man hätte sie sogar meistens recht leicht bewältigen oder ganz verhindern können wenn…ja, wenn man nicht so davon überzeugt gewesen wäre, dass an solch einem Tag einfach alles schief gehen müsse.
Ich muss allerdings sagen, dass ich die “verbesserte Version” des Tages aus dem Universator an mehreren Stellen etwas überzogen fand.
Zwar macht das den Kontrast zwischen den beiden Fassungen des Tages besonders deutlich, aber die Universator-Version ist doch etwas zu perfekt.
So wie Elea und ihre Familie und Freunde darin handeln muss man sie schon fast als Heilige bezeichnen.
Da hätte man auch etwas weniger dick auftragen können und die Botschaft der Folge wäre bestimmt trotzdem beim Hörer angekommen.
Außerdem fehlt es der Folge schlichtweg an Spannung.
Jetzt könnte man sagen: ja, die Folge spielt ja auch nur in Altenberg und die richtigen Abenteuer spielen sich in Armbolien ab.
Aber das stimmt so nicht. Es gibt zahlreiche Altenberg-Folgen, die trotzdem spannend sind z.B. weil man wissen möchte, ob das Taj-Mahal wirklich geschlossen werden muss oder weshalb sich Olli so kratzbürstig benimmt oder oder oder.
In Freitag, der 13. begleitet man Elea zwar bei ihrem schlechten Tag, hat später Spaß an Ezechiels neuem Programm und freut sich schließlich, dass Elea wieder fröhlich ist, aber spannend geht es dabei nicht zu.

Giuliana Jakobeit spricht die schlechtgelaunte Elea genauso glaubhaft, wie die fröhliche, lustige Elea, und auch die anderen Sprecher wissen auf ganzer Linie zu überzeugen.
In Freitag, der 13. ist auch Bianka Krahl alias Tessa wieder mit von der Partie und geht in der Rolle der boshaften Klassenschönheit voll auf.
Obwohl sie nicht zu den sympathischsten Charakteren der Serie gehört, macht es immer wieder Freude ihr zuzuhören.

Wenn man vom Titellied und Ezechiels kleinem “Liedchen” absieht, dann bekommt man in dieser Folge an Musik nichts weiter geboten.
Dafür sind die Effekte ausgesprochen gelungen und klingen durchweg authentisch.
Lediglich das Geräusch beim Ein- und Ausschalten des Universators hätte etwas leiser ausfallen dürfen.

Auf dem Cover sieht man Elea mit mürrischem Gesicht in ihrem Bett sitzen, neben sich Ezechiel, der sie zu trösten versucht.
Der Kalender neben dem Bett zeigt das verhängnisvolle Datum an.
Das stimmt so zwar nicht mit der Geschichte überein, denn da hängt der Kalender in der Küche, aber auf dem Cover abgebildet, macht er natürlich umso schneller klar, weshalb Elea so wütend schaut.
Insgesamt also ein passendes und wie immer sehr schön gezeichnetes Cover.

Fazit Freitag, der 13. hält dem Hörer gekonnt einen Spiegel vor und regt dazu an, sich vom nächsten “Pechtag” nicht mitreißen zu lassen.
Dennoch hätte etwas weniger (dick aufgetragene) Botschaft und dafür etwas mehr Spannung der Folge gut getan.
Als nettes Gimmick empfinde ich den VÖ-Termin, der ja ebenfalls auf einen Freitag, den 13. fällt.

Elea Eluanda (10) – Überraschung aus Indien

Titel:   Elea Eluanda (10) – Überraschung aus Indien / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min / Sprecher:  Giuliana Jakobeit, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Müller, Heidrun Bartholomäus, Helmut Krauss, Peter Groeger u.A.

Inhalt:   Ravis Kusine Jamuna kommt zu Besuch nach Altenberg. Elea freut sich auf den Gast aus Indien. Doch dann verbringt Ravi viel Zeit allein mit seiner Kusine und vernachlässigt Elea. Elea wird deshalb eifersüchtig und lässt sich nicht einmal mehr von Ezechiel aufheitern.
Erst durch eine ganz besondere Überraschung gelingt es Ravi, Eleas Freundschaft zurückzugewinnen.
Ein spannendes Abenteuer voller Missverständnisse.


Schon nach wenigen Folgen dieser Serie war ich eigentlich der Ansicht, dass man mit der Altersempfehlung “ab 7 Jahre” etwas zu tief angesetzt hat.
Diese Folge bestätigt das wohl am besten.
Denn wenn die Hauptcharaktere um die 14 Jahre alt sind, dann kommt man um die Themen Freundschaft und Verliebtsein kaum herum, sei es im Bücher- oder auch im Hörspiel-Bereich.
Genau mit diesen Themen befasst sich Überraschung aus Indien auf eine sehr einfühlsame und wunderschöne Art.
Man kann sich problemlos in Elea hineinversetzen und ihre Gefühle wie Eifersucht, Traurigkeit und Verletztheit verstehen. Gleichzeitig merkt man aber auch an verschiedenen Stellen, wenn Elea ungerecht wird. Denn natürlich will die Geschichte auch an den jungen Hörer bringen, dass man in einer solchen Situation oft mal leicht etwas missversteht oder völlig überbewertet.
Dabei versinkt die Geschichte trotz des romantischen Themas niemals in Kitsch oder Gefühlsduselei, es bleibt immer ausgesprochen realistisch und nachvollziehbar.
Besonders aufgefallen ist mir, dass -obwohl Elea bis fast zum Ende hin wirklich nicht gut von Jamuna denkt- einem dieses Mädchen aus Indien trotzdem nicht unsympathisch ist.
Dem Hörer wird die Wahl gelassen, ob er Jamuna nun mag oder eben nicht und das, obwohl Elea ihre Abneigung ja wirklich sehr deutlich zeigt.

Neben dem Core-Team der Serie Giuliana Jakobeit, Tobias Müller, Heidrun Bartholomäus und Helmut Krauss ist hier besonders Uschi Hugo in ihrer Rolle als Rosa König zu erwähnen.
Es ist zu herrlich wie sie das erst bis über beide Ohren verliebte, dann zutiefst enttäuschte Mädchen spricht, so überzeugend und mit so viel echter Verzweiflung in der Stimme.
R. Venkataraju leiht Kusine Jamuna ihre Stimme. Sie klingt wunderbar sanft und spricht mit einem leichten Akzent, der -ich kann es nicht beurteilen- vielleicht sogar tatsächlich indisch klingt.

Neben dem Titellied bekommt man in dieser Folge ein besonderes musikalisches Highlight geboten: Ravis Lied, das er für Elea singt und aufnimmt. Hier merkt man eindeutig, dass Tobias Müller neben seiner Synchronarbeit in einer Band singt und spielt. Er hat eine tolle Stimme dafür und der gleichzeitig lustige wie auch gefühlvolle Text tut das Übrige dazu. Top!

Das Cover zeigt eine wichtige Szene aus dem Hörspiel und passt entsprechend gut dazu. Ezechiel ist natürlich ebenfalls abgebildet, obwohl man in der Geschichte nicht besonders viel von ihm hört.

Fazit:   Für mich DIE Empfehlung der Serie. Einfach eine wunderschöne, einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Verliebtheit und Eifersucht. Die Altersempfehlung darf man hier mal ganz großzügig übersehen. In dieser Geschichte werden sich auch Teenager wiederfinden.

Elea Eluanda (012) – Ferien am wilden Fluss

Titel:   Elea Eluanda (012) – Ferien am wilden Fluss / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 35 min / Sprecher:  Giuliana Jakobeit, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Müller, Heidrun Bartholomäus, Helmut Krauss, u.a.

Inhalt:   Elea hatte sich schon darauf gefreut, ihre Ferien gemeinsam mit Ravi zu verbringen. Doch der verreist überraschend in ein Ferienlager nur für Jungen. Kurz entschlossen fährt Elea mit ihrer Freundin Rosa in ein Tipizeltlager nur für Mädchen. Bald stellt sich heraus, dass das Lager der Jungen ganz in der Nähe liegt. Als Olli in große Gefahr gerät, beginnt eine spannende Rettungsaktion.


Mit Ferien am wilden Fluss legt die Serie -wie es der Titel schon verrät- die erste Ferien-Folge vor. Genauer gesagt, Ferien in einem Zeltlager. Na, wenn das nicht schon für Spannung bürgt. Wo Elea und ihre Freunde sind, da ist schließlich immer etwas los.
Und in Sachen Spannung wird den jungen Hörern in dieser Folge auch wirklich einiges geboten. Zum Beispiel die Fahrt im Heißluftballon und erst recht Ollis Rettung aus dem reißenden Fluss. Hier müssen die Kinder mal wieder beweisen, dass sie wirkliche Freunde sind, die einander nicht im Stich lassen.
Von Arambolien hört man in dieser Folge nichts und auch Ezechiel hat keine sonderlich groß Rolle, was wiederum bedeutet, dass sich sein arambolisches, kreischendes “Geschnabel” im vertretbaren Rahmen hält. Ein paar Mal die Zähne zusammengebissen und schon ist es auch ausgestanden.
Zwei Kleinigkeiten haben mich dann aber doch gestört.
Erstens: Elea Mischnik, Rosa König, Otto Kopnick…offenbar traut man der jungen Hörerschaft durchaus zu, mit normalen Nachnamen zurecht zu kommen. Da frage ich mich in dieser Folge doch, wieso die Leiterin von Elea Tipi-Camp Frau “Munter-Drauflos” heißen muss. Und wieso trägt die Frauengruppe, die dieses Camp durchführt bitte “Die Kratzekatzen”?
Ich dachte wirklich, über solche Albernheiten wäre die Reihe erhaben.
Zweitens: seit 11 Folgen wird immer wieder deutlich gemacht, wie gut Elea im Rollstuhl zurecht kommt und dass sie sich auf keinen Fall unterkriegen lassen soll. Aber hier wird aus der Sache mit dem Rolli plötzlich solch ein Akt gemacht?

An den Sprechern gibt es wie gewohnt nichts auszusetzen, alle sind mit hörbarer Begeisterung bei der Sache.
Erst jetzt habe ich festgestellt, dass Tessa von Bianca Krahl gesprochen wird. Das macht sie mir in ihrer Rolle zwar nicht sympathischer, aber ich hätte da niemals die “Joyce Kramer” aus Gabriel Burns herausgehört.

Außerdem Titellied herrscht musikalisch auch in dieser Folge eine absolute Flaute. Ich finde immer noch, dass gerade dieser Serie auch Musik während der Handlung gut stehen würde.
Das erlebt man ja schon in den Folgen, in denen die Nationalhymne von Arambolien gesungen wird. Es passt einfach wunderbar.
Dafür wird man mit einer Geräuschkulisse vom Feinsten entschädigt und das ist schließlich eine Menge wert, gerade wenn man an die großen Kiddinx-Reihen Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen denkt.

Das Cover zeigt eine der schönsten Szenen der Folge mit Elea und Rosa im Ballon. Sehr goldig ist der ängstliche Zechy getroffen.
Fazit:   Eine sehr schöne und spannende Folge, genau richtig für Kids ab 7 Jahren. Für mich hat sie trotzdem die zwei erwähnten “Schönheitsfehler”.

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