Elfen

Max und das Geheimnis des Wurzelmagiers

Titel: Max und das Geheimnis des Wurzelmagiers / Verlag: BVK / Spielzeit:  ca. 62 min / Sprecher: Dirk Petrick, Luisa Wietzorek, Cathlen Gawlich, Maria Koschny, Tanja Schmitz ua

maxInhalt: Max liebt Märchen. Die besten Geschichten erzählt ihm jeden Abend sein Großvater heimlich, damit seine Mutter nichts davon mitbekommt. Sie hält sie für unnütze Fantastereien. Als eine seltsame Pummelfee Max entführt, geraten Wirklichkeit und Märchenwelt durcheinander und langsam wird klar, dass Großvater in das Ganze verwickelt ist.


Bei Märchen bin ich meist etwas hin- und hergerissen. Hier verriet aber bereits der Titel, dass ich nicht die x-te Version eines bereits sattsam bekannten Märchens zu hören bekommen würde. Daher war ich neugierig. Mir hat die Geschichte gefallen. Obwohl sie mit Elfen und Feen und lebendigen Winden sehr an klassische Fantasy erinnert, die bekanntlich nicht mein Fall ist. Hier bin ich wegen der guten Mischung damit zurecht gekommen. Denn Max, seine Mutter und sein Opa sind zunächst eine ganz normale kleine Familie. Und ich mag es immer, wenn sich das Phantastische in die normale Welt einschleicht, diese aber als Teil der Geschichte erhalten bleibt. Das gelingt hier vornehmlich in Gestalt von Max‘ Mutter, die den Märchen, die ihr Vater Max so oft erzählt, skeptisch gegenübersteht. Sie ist stets die „Stimme der Vernunft“, über die ich sehr froh war. Denn sie war mein Bezug zurück in die normale Welt als die Handlung ins Phantastische abtauchte. Die Geschichte ist spannend, denn man bangt nicht nur mit dem entführten Max, sondern ist dazu noch gespannt, wie die Mutter und der Großvater ihm helfen werden. Zudem ist sie mit den Elfen und Feen sehr niedlich geraten, was Kindern sicher gefallen wird. Und über ein paar Namen darf man gerne auch mal schmunzeln.

Als Erzähler ist Autor Dirk Petrick zu hören. Er blickt als älterer Max auf das Geschehen zurück und berichtet davon.  Dabei klingt er aber immer noch recht jugendlich, was mir für ein Kinderhörspiel gut gefällt. So ist immer noch eine gewisse Identifizierung möglich. Der junge Max wird von Luisa Wietzorek gefallen, die ihre Sache wirklich prima macht. Nur ab und zu hatte ich das Gefühl, dass sie über Sätze stolpert, die einem Neunjährigen so wohl eher nicht über die Lippen kommen würden. Maria Koschny gibt eine herrlich boshafte verzauberte Elfe. Und Cathlen Gawlich zeigt in der Rolle von Max‘ Mutter eine weitere ihrer zahlreichen Stimmen.

Die Untermalung ist ziemlich ruhig gehalten. Es sind schöne Stücke zu hören mit Melodien, die zum Träumen einladen. Wie ich finde eine sehr gute Wahl gerade für dieses Hörspiel, das ja sehr phantasievoll ist. Da kann man sich leicht zu Max hinträumen. Die Geräuschkulisse geht ebenfalls in Ordnung. Ich bin ohnehin der Meinung, dass man ein Kinderhörspiel damit nicht überfrachten sollte. Sie sollten in erster Linie dafür sorgen, dass man sich das Geschehen vorstellen kann. Und das gelingt hier gut.

Das Covermotiv steht der Geschichte prima. Mit diesem Blick in das geheimnisvollen Dunkel im grünen Wald und dem Titel macht es neugierig auf die Geschichte. Die Lichteffekte der Feen verzaubern das Bild.

Fazit:  Eine schöne und spannende Geschichte für junge Fantasy-Fans, die nebenbei lehrt, dass man sich seine Phantasie so lange wie möglich bewahren sollte.

Filly Fairy (08) – Alertas Geburtstagsschatz / Puks heimlicher Wunsch

Titel: Filly Fairy (08) – Alertas Geburtstagsschatz / Puks heimlicher Wunsch / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Celine Fontanges,  Monika Barth, Nadine Schreier, Rainer Schmitt ua

Inhalt: Die abenteuerlustige Prinzessin Alerta hat in zwei Tagen Geburtstag. Ihre Eltern, König Oberon und Königin Titania, haben eine tolle Idee: sie wollen ihr eine richtige Schatzsuche schenken! Doch auf einmal ist die Karte verschwunden, die Alerta zu dem gut versteckten Schatz führen soll. Ob Waldläufer Pando helfen kann?

+ eine weitere Geschichte: Puks heimlicher Wunsch


Nach den Einhörnern, sind wir mit diesen beiden Folgen wieder bei den Filly Fairys angekommen. Ich muss sagen, mir haben die Geschichten um die kleinen Feen-Pferdchen beide ganz gut gefallen. „Alertas Geburtstagsschatz“ ist spannend, denn man fragt sich schon, wie Alertas Familie die Geburtstagsüberraschung doch noch auf die Beine stellen wollen, nachdem ihnen Alerta ungewollt einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, und die Schatzsuche selber ist ebenfalls eine spannende Angelegenheit. Aber natürlich ist es irgendwie auch ganz witzig, dieses Chaos um dieses besondere Geburtstagsgeschenk. „Puks heimlicher Wunsch“ fand ich dagegen in erster Linie lustig. Der Rollentausch zwischen Hausmädchen Puk und Prinzessin Theada macht Spass. Man wartet irgendwie immer darauf, dass ihnen jemand auf die Schliche kommt und freut sich, wenn die beiden dann doch mit ihrem Trick durchkommen.

Mir gefällt Isabella Grothe als Erzählerin dieser Serie jedes Mal sehr gut. Sie erzählt mit warmer Stimme und einem Ton, der mich immer an die alten Märchenerzählungen zB bei „Erzähl mir was“ erinnert. Schön märchenhaft, so dass man sich beim Hören sofort wohlfühlt. Da geben sich die eigentlichen Sprecher deutlich munterer. Kristina von Weltzien, Celine Fontages und Nadine Schreier geben sehr niedliche Fillys ab, aber mit zB Rainer Schmitt, Bern Stephan und Jannik Endemann ist auch wieder eine Reihe männlicher Stimme in dieser rosaroten Welt zu hören.

Fröhliche Melodien begleiten die beiden Geschichten. Zugegeben, in dieser Hinsicht klingt alles ziemlich gleich, aber der Stil passt halt zu den Fillys. Und die jungen Hörer wird das kaum stören. Die Geräusche gehen ebenfalls in Ordnung. Ohne sie, könnte man leicht vergessen, dass man hier den Abenteuern von pferdeähnlichen Wesen lauscht.

Optisch ist natürlich wieder alles sehr pink gehalten, eben die Filly-Farbe. Allerdings finde ich, man hätte ein passenderes Motiv wählen können. Beispielsweise Alerta auf ihrer Schatzsuche. So stehend im Schlossgarten gibt das Motiv nicht viel her.

Fazit: Eine hauptsächlich spannende, eine mehr lustige Geschichte. Insgesamt eine schöne Kombination, bei der Filly-Fans sicher auf ihre Kosten kommen werden.

Die Elfen (04) – Der Fluch des Schicksalswebers

Titel: Die Elfen (04) – Der Fluch des Schicksalswebers / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Dagmar Dreke, Martin May, Tilo Schmitz, Simona Pahl ua

Inhalt: Die Festung Phylangan ist gefallen! Die Trolle haben ihren ehemaligen Königssitz zurückerobert und die Elfenkönigin Emerelle wurde von ihren Getreuen in Sicherheit gebracht. Um der Königin habhaft zu werden, schickt die Trollschamanin Skanga ihre Späher, die geisterhaften Yingiz, die Emerelles Fährte bis ins Fjordland zur Menschensiedlung Firnstayn folgen. Herzog Dumgar und der Rudelführer Orgrim erhalten den Auftrag, die Elfenherrscherin zu stellen koste es, was es wolle ..


Bernhard Hennens „Elfen“-Saga geht bei Folgenreich in die vierte Runde. Bisher konnte mich diese Serie mit keiner Folge so wirklich begeistern. Dieser hier halte ich immerhin zu Gute, dass man keine ewig langen Schlachten-Szenen geboten bekommt, sondern eine durchgängige und griffige Handlung. Für meinen Geschmack vermittelt solch eine Geschichte deutlich mehr Atmosphäre und Spannung als ständige brüllende und schwertklingende Kämpfe. Entsprechend angenehm war ich dann auch von dieser Episode überrascht, da speziell die Stimmungen der einzelnen Szenen sehr deutlich und greifbar rüberkommen. Das gilt vor allem für die Passage, in der die Menschen bei klirrender Kälte auf der Flucht sind. Da schaudert man bei Hören ganz automatisch. Es bleibt aber trotzdem dabei, dass mich die Geschichte nicht mitzureißen vermag. Dadurch dass sie sehr komplex ist wirkt sie auf mich auch recht behäbig. Fans dieser Art Fantasy schätzen das sicher, mir fehlt es hier schlichtweg an Schwung.

An den Sprechern liegt das allerdings ganz klar nicht, denn in dieser Hinsicht bekommt man hier durchweg klasse Leistungen geboten. Dagmar Dreke ist mir in dieser Folge besonders aufgefallen, da sie Asla mit solcher Intensität spricht, dass man ihre jegliche Stimmung sofort abnimmt. Andreas Mannkopff übernimmt den Part von Ole Ragnarsson und lässt ihn ausgesprochen lebendig und engagiert klingen, und mit beispielsweise Tilo Schmitz und Frank Felicetti sind auch auf Seiten der Trolle großartige Sprecher zu hören.

Dem Soundtrack kann man ebenso wenig einen Vorwurf machen. Mit großen und eindrucksvollen Musikstücken kommt hier echtes Fantasy-Flair auf, daran gibt es nichts zu rütteln. Leisere Stücke helfen der Atmosphäre zusätzlich auf die Sprünge. Auch die Geräuschkulisse ist ohne Zweifel vom Feinsten. Wenn es alleine damit und mit den Sprechern getan wäre….

Dem Covermotiv nimmt man Dank der Düsternis und dem Gesichtsausdruck des Menschen sofort ab, dass sich auf der CD dahinter eine eher ruhige, aber doch bewegende Story verbirgt. Im Booklet findet man neben den Sprecherangaben noch einen Text von Autor Bernhard Hennen, in dem er einen kleinen Einblick in seine Recherchen gewährt.

Fazit:  Inhaltlich für mich einen Tacken besser als die Vorgänger. Trotzdem ist dies ganz klar nicht meine Richtung Fantasy, und auch diese Folge hat nichts an sich, was das ändern könnte.

 

Die Elfen (03) – Königsstein

Titel: Die Elfen (03) – Königsstein / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Bernd Rumpf, Kerstin Draeger, Cathlen Gawlich, Tilo Schmitz, Peter Weis, Sascha Rotermund u.a.

Inhalt: Alfadas und sein Heer haben Albenmark erreicht doch die Menschen sind in der Elfenfestung Phylangan alles andere als willkommen. Fürst Landoran ist überzeugt, die Festung, die einst unter dem Namen »Königstein« das Herz des Trollreichs bildete, auch ohne ihre Hilfe verteidigen zu können. Die Trolle jedoch haben es nicht darauf abgesehen, ihren Königstein zu erstürmen. Mithilfe ihrer Schamanin Skanga schicken sie einen »Geist« ins Innere, der schlimmer wütet als tausend Trolle …


Die Ereignisse in Hennens Fantasy-Welt gehen in die dritte Runde. Nachdem mir Folge 2 recht gut gefallen hatte, da sie sich eher ruhig präsentierte, geht es in „Königsstein“ kämpferisch wieder ganz ordentlich zur Sache. Schlachten und Kämpfe werden geführt, militärische Entscheidungen gefällt… Und wieso so plötzlich? Weil die Trolle wieder auf den Plan treten und sich dieses Mal in Auseianndersetzung mit dem Heer der Menschen stürzen. Vielleicht stehe ich ja alleine mit dieser Meinung da, aber solche Kämpfe wecken bei mir keine Spannung, geschweige denn, dass ich ihnen mit Interesse lausche. Das einzige, was mich bei der Stange hält ist, dass es mich schon interessiert, welches Ende diese ganzen Anfeindungen, Schlachten, Komplotte usw mal nehmen werden. Denn mit jeder Folge kommen neue Aspekte hinzu, mit jeder Folge lernt man die verschiedenen Völker besser kennen und entwickelt dadurch auch Sympathien. Nachdem mir Elfen und Trolle zu 0815 sind, liegen meine Sympathien inzwischen bei den Kentauren, die in dieser dritten Folge endlich eine größere Rolle spielen.

Was die Sprecher anbetrifft, bleibt mir nichts anderes übrig als mich zu wiederholen. Bei einer solch feinen Besetzung kann nichts schief gehen. Als Trolle grummeln und brüllen sich u.a. Tilo Schmitz, Douglas Welbat und Frank Gustavus durch die Geschichte. Martin Keßler leiht dem Kentauren Orimeds seine Stimme und klingt in dieser Rolle stolz und Ehrfurcht gebietend. Unter den Elfen-Sprechern findet man beispielsweise Peter Weis, Andreas von der Meden und Bernd Rumpf.

Mehr Schlachten, mehr laute und eindrucksvolle Untermalung. Hier kracht es mitunter wieder aus dem Boxen und verdeutlicht so die Dramatik dieser Szenen. Eine umfassende und vielfältige Geräuschkulisse macht das Geschehen und die Szenerie sehr gut vorstellbar, so dass man oft das Gefühl hat, man stehe neben den Charakteren.

Mir machen die Anekdoten von Bernhard Hennen immer sehr viel Spaß, die man in den Booklets findet. Auch dieses Mal gibt es dort wieder eine amüsante Erzählung, die zwar so direkt mit der Folge nichts zu tun hat, aber eben schön zu lesen ist. Das Covermotiv zeigt einen Elfen, dieses Mal mit dem Gesicht dem Betrachter zugewandt. Im Hintergrund haben es erstmals auch die Trolle aufs Cover geschafft. Man sieht diesem Motiv die Bedrohlichkeit an, die man auch in der Geschiche spüren kann.

Fazit:  Diese Folge setzt wieder mehr auf Action. Die Lage zwischen den verfeindeten Heerscharen spitzt sich spürbar zu. Fans der Reihe kommen hier sicher wieder voll auf ihre Kosten.

Die Elfen (02) – Firnstayns Kinder

Titel: Die Elfen (02) – Firnstayns Kinder / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Bern Rumpf, Cathlen Gawlich, Annette Gunkel, Luise Lunow, Eckart Dux u.a.

InhaltDas Fjordland mit seinen menschlichen Bewohnern ist vom neu entbrannten Krieg der Trolle gegen die Elfen bisher unberührt geblieben. Das »Nichts«, eine abgrundtiefe, gefährliche Schwärze, trennt beide Welten. Dem Elfen-Schwertmeister Ollowain gelang es jedoch, das Nichts zu überwinden und die verwundete Königin Emerelle in der kleinen Siedlung Firnstayn zu verstecken.
Schon bald verbreitet sich die Kunde von der Ankunft der Fremden – und König Horsa Starkschild lässt ein Heer zusammenstellen, um den Elfen im Kampf beizustehen …


Weiter geht es mit den Abenteuern in Bernhard Hennens Fantasy-Welt. Nachwievor steht Emmerels Flucht im Mittelpunkt, doch bringt man in diesem zweiten Teil ein weitere Volk ein, die Menschen nämlich. Trolle, Elfen, Menschen, schon jetzt deutet sich klar an, dass Hennens Saga komplexer und vielseitiger ist als man es nach dem ersten Part vielleicht noch vermutet hatte.
Mir jedenfalls ist es sehr entgegen gekommen, dass hier nun auch Menschen mitmischen, da Trolle und Elfen meinen Geschmack einfach nicht zu treffen vermögen. Zudem hat es mir gefallen, dass es in dieser Folge eher ruhig zugeht. Es braucht nicht immer Kämpfe und waffengeführte Kriege, auch im Ruhigen können Komplotte geschmiedet und Intrigen gesponnen werden. Was mir allerdings noch immer sauer aufstößt, das ist dieser niveaulose Witz der Geschichten, der in Sprüchen daher kommt, die so platt sind, dass sie unter der geschlossenen Tür durchgeschoben werden könnten. Da frage ich mich wirklich, was das soll.

Wie schon in der ersten Folge kann man den Sprechern nichts ankreiden. Dafür bürgt eine durchweg prominete Besetzung, die das Geschehen glaubhaft zu Gehör bringt. Mit dabei sind u.a. Peter Weis, Bernd Rumpf, Luise Lunow, Martin Keßler und Sascha Rotermund. Erzähler Helmut Zierl hat als Alvias auch einen Part in der Handlung, was gut funktioniert.

Die Handlung präsentiert sich ruhiger, entsprechend hat man auch in Sachen Soundtrack einen Gang zurückgeschaltet, was der Geschichte aber gut steht. So fallen die seltenen wuchtigeren Stücke auch mehr auf und verdeutlichen umso mehr die Dramatik der jeweiligen Szenen.

Im Booklet findet man eine kurze Erzählung von Bernhard Hennen, die davon berichtet, wie es zu der kleinen Kadlin und dem Hund „Blut“ kam, die einen Part in der Geschichte innehaben. Schön und amüsant zu lesen. Das Covermotiv gefällt mir. Es strahlt gleichermaßen Ruhe wie Kampfwillen aus, was mit der Folge gut harmoniert.

Fazit:  Ich werde nie ein Fan der Serie werden, aber mir hat diese zweite Folge doch eine Spur besser gefallen als Teil 1. Die Hörspiele dürften aber gerne etwas kürzer ausfallen, schlappe 80 Minuten sind schon hart.

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