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Rockes Welt #03 – Wenn einer eine Reise tut…

Hallo ihr Lieben!

Wir sind zurück aus dem Urlaub! Es war echt cool! Ich muss euch unbedingt davon erzählen!
Aber das Wichtigste zuerst: ich habe mich durchgesetzt und durfte im Handgepäck mitreisen!

Das sah fast genauso aus wie auf diesem Foto beim Probesitzen als es noch hieß, ich solle in den Koffer.

rocketascheAber das mit dem Außenfach hat dann leider nicht geklappt, ich musste ins Hauptfach. Deshalb habe ich vom Flughafen leider nichts gesehen. Dabei war da richtig was los, soweit ich es erlauscht habe. Erst eine Bombenwarnung und später mussten wir sogar einen ganz anderen Flieger nehmen als geplant, weil unserer irgendwie Verspätung hatte. Mal ganz ehrlich: wie kann etwas, das so schnell fliegt noch zu spät dran sein? Aber es geht wohl doch.

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Ich durfte erst im Flugzeug aus der Tasche raus und bin natürlich sofort zum Fenster gestürmt. Aber erstmal waren wir ja noch am Boden. Angeblich konnte man da einen Airbus sehen. Ein fliegender Bus? Also ich habe schon Busse gesehen und die sahen erstens anders aus und geflogen sind sie auch nicht.

rocke3Dann ging es aber endlich los! Ich bin ja noch nie geflogen und ich muss schon zugeben, dass mir etwas flau zumute war. Zum Glück können wir Ratten uns nicht übergeben. Das hat sicher auch die Leserattz und ihr Männchen gefreut, hehe!
Oben angekommen wurde es dann aber schnell besser. Ich finde ja, dass dieses Foto ganz besonders schön ist.

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Weil die Leserattz Angst hatte, dass ich mich langweile und Unsinn anstelle (ich doch nicht!), hat sie mir ein Hörspiel aus dem Bordprogramm herausgesucht. „Faust Junior – Die Wissensdetektei – Die Rückkehr des Rattenfängers“ hieß das. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob sie mir damit irgendwas sagen wollte. Was meint ihr? Aber lustig war es schon! Übrigens soll mal jemand passende Kopfhörer für Rattenohren designen. Das sieht doch total affig aus so!

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Als das Hörspiel durch war, habe ich mir mal angeschaut, wie wir geflogen sind. Ganz schön viel Wasser. Und ich glaube, wir haben sogar Eis gesehen als wir nahe an Grönland vorbeigeflogen sind. Ich kann zwar ganz toll schwimmen, aber in Eiswasser…nee, da mag ich Eis in einer Waffel lieber. Am liebsten Vanille und Schokolade. Und Nuss. Wenn noch jemand das Käseeis erfinden würde, wäre ich die glücklichste Ratte der Welt!

Jetzt habe ich noch ein paar Fotos für euch von mir in New York. Viele sind es nicht. Irgendwie hatte die Leserattz oft Angst, mich aus dem Rucksack zu lassen. Auf dem „Empeier Stäit Bilding“ hätte ich ja wegfliegen können. Dabei hätte ich mich richtig gut festgehalten, ganz sicher. Und ich lasse mich auch nicht so einfach klauen! Meine Zähne sind messerscharf. Da hätten mich die New Yorker aber kennengelernt! Andererseits ist es aber auch ganz lieb, dass sie sich so um mich gesorgt hat, oder? Und dabei war ich immer, egal wohin die beiden gegangen sind! Gucken konnte ich also immer! Und es gab so viel zu sehen!

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Das bin ich am „Teims Skwär“. Da haben sie Pause gemacht und ich durfte raus aus dem Rucksack. Ich sage euch, da war vielleicht was los! Und überall Lichter und Geblinke. Gut, dass meine Augen nicht so gut sind. Da war ich endlich mal froh darüber, sonst wäre ich vielleicht blind geworden. Und dann hätte ich nicht mehr lesen können. Und dann…nee, darüber möchte ich lieber nicht nachdenken. Gefallen hat es mir trotzdem. Wir Ratten leben ja meist in großen Gruppen zusammen. Deshalb macht mir solch ein Trubel nichts aus.

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Ich habe ja schon gesagt, dass sie dauernd Angst hatte, ich könnte wegfliegen oder entführt werden. Deshalb durfte ich auf der „Brucklin Britsch“ nur mit der Leserattz zusammen auf das Foto. Hui, bin ich klein gegen die Häuser dahinten!

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Auf diesem Foto sehe ich zum Glück wieder größer aus. Das war auf einer Fähre zu einer Insel, die „Stäiten Eiländ“ heißt.

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Von unterwegs hatte man einen echt coolen Ausblick auf die Stadt!

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Als echter Charmeur, der ich nun mal bin, hatte ich natürlich auch bald einen kleinen Urlaubsflirt an der Pfote. Die Leserattz hat sich halb totgelacht. Was kann ich denn dafür, dass die Mädels so auf mich fliegen? Leider spricht sie nur Englisch und das kann ich gar nicht gut. Sollte ich vielleicht mal lernen…?

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Auf diesem Foto bin ich echt winzig. Hoffentlich könnt ihr mich überhaupt sehen. Das da hinter mir ist ein echtes Raumschiff! Ich habe gelesen, dass auch schon mal Ratten im Weltall waren. Aber die waren Versuchstiere und mussten schlimme Versuche über sich ergehen lassen. Oft sind sie auch gestorben. Dann bleibe ich doch lieber winzig, aber immerhin lebendig auf der Erde.

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Einen Tag hatten wir wirklich schlechtes Wetter. Da sind wir zu einem Einkaufszentrum gefahren. Mit einem Bus! Und war hat dieser Bus gemacht? Er ist gefahren! Busse fliegen nicht! Sag‘ ich doch! Was sie mir da auf dem Flughafen wieder weismachen wollten…

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Die Leserattz hatte während des Urlaubs Geburtstag. Den haben wir mit einem „Kocktäil“ in einem Restaurant gefeiert, das sich ganz langsam dreht. Das war cool! Nicht nur das Drehrestaurant, sondern auch der „Kocktäil“. Ich habe ein paar Mal nippen dürfen. Süß und dann das leckere Obst, schmatz! Danach war mir dann leider etwas komisch. Ich stand plötzlich so wackelig auf den Pfoten! Keine Ahnung, was das war. Und als ich dann das ganze Obst weggeputzt habe, da hat sie ganz schön gemeckert und gesagt, das Alkohol nichts für Ratten ist. Wieso ist er dann so lecker?

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Ja, ich gebe zu, ich sitze ganz schön schief da und die Füße sind irgendwie auch nicht so wie sie gehören. Aber da drehte sich schon nicht mehr nur das Restaurant, sondern auch alles andere. Ich glaube, Alkoholobst rühre ich so bald nicht mehr an. Irgendwie ist das aber unfair! Ihr Männchen und sie haben jeder ein ganzes Glas getrunken und trotzdem nicht schief dagesessen.

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Das bin ich im „Senträl Park“ auf so einem Berg aus Stein. Das war schön da! Da konnte man toll faul sein und in der Sonne rumliegen oder picknicken. Und ich habe ein paar Tiere kennengelernt. Ein ziemlich hektisches Eichhörnchen und schwimmende Schildkröten und ein paar Enten.

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Als echte Leseratten haben wir uns natürlich auch ein paar Buchläden angeschaut. Einer hieß „Strand Bucks“, dabei war da weit und breit nirgends ein Strand. Das schwöre ich! Nur Bücher. Total viele Bücher! Und das ist mindestens genauso toll wie ein Strand, nicht wahr? Das da oben ist nur ein Regal. Damit war der ganze Laden vollgestopft. Und die Regale reichten echt bis zur Decke!

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Wahnsinn! Da wäre ich ja sofort eingezogen. Und ich glaube, die Leserattz auch!

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Dieser Laden hieß „Bucks of Wonder“. Da gibt es nur Bücher für Kinder und Jugendliche. Als Leseratte ist man in New York echt im Paradies, das sage ich euch!

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Das waren meine Fotos vom Urlaub. Ich hoffe, sie haben euch gefallen!

Nur eins hat mir an New York nicht gefallen. Stellt euch vor: die legen in den U-Bahnschächten Rattengift aus! Nicht zu fassen! Ich muss da mal an Ratnesty International schreiben, glaube ich.

Ich nehme mit jetzt das Englischwörterbuch vor. Ihr hättet mal hören sollen, was die Leserattz zu meinem Englisch gesagt hat! Woher soll ich das denn bitte können, wenn sie es mir nicht beibringt? Dabei wette ich, dass ihr mich trotzdem verstanden habt, oder? Trotzdem, es kann ja nicht schaden, ein bisschen Englisch zu können.

Lerneifrige Grüße

Euer Rocke

Fear Street – Ice-Cold Terror – He’s coming to geht you (R.L. Stine / Brian Munatones )

Titel: Fear Street – Ice-Cold Terror – He’s coming to geht you  / Verlag: Pons / Spielzeit: ca. / Buch: R.L. Stine / gelesen von: Brian Munatones

fearstreet.inddInhalt: „Ich bin nicht verrückt“, denkt Melissa. Doch sie ist die Einzige, die den Einbrecher sehen kann. Und der macht ihr das Leben zur Hölle: Er manipuliert ihre Bremsen und  stößt sie beinahe aus dem Fenster. Wer ist er? Und was will er von ihr? Melissa weiß nur eins: Sie muss ganz schnell sein Geheimnis lüften – bevor sie tot ist!


Im letzten Jahr hat der PONS-Verlag, der sich seit je her durch neuartige Ansätze in Sachen Fremdsprachenvermittlung auszeichnet, auch der Gruselgeschichten des bekannten Autors R.L. Stine angenommen. Zwei Geschichten gibt es aktuell, jeweils in einem Set bestehend aus einem Buch mit der ins Englische übersetzten Geschichte und Übungen, und außerdem einer mp3-CD, auf der die Story als Hörbuch vorliegt.

Mit Ice-Cold Terror hat man eine Geschichte aus dem Jahre 2009 in Händen. Mir ist zwar nicht ganz klar, wieso der ursprüngliche Titel „Haunted“ nicht beibehalten wurde, aber sei’s drum. Dies ist jedenfalls eine Fear Street Geschichte, die sich an schon etwas ältere Fans der Reihe richtet. Melissa selber ist bereits sechzehn, da dürften am ehesten die jugendlichen Fans aufhorchen. Die Geschichte selber ist ausgesprochen spannend und hat auch durchaus gruselige Momente zu bieten. Zudem lässt sich lange nicht durchschauen, welches Spiel hier mit Melissa gespielt wird. Das erschließt sich einem erst nach und nach. Da macht es Spass anhand der Ereignisse und Melissas Entdeckungen selber Vermutungen anzustellen. Die Auflösung dann hat mir sehr gut gefallen, da sie einen ganz unerwarteten Dreh an sich hat. Da merkt man dann besonders, dass mit dieser Geschichte nicht mehr die ganz jungen Fear Street-Anhänger angesprochen werden sollen. Das macht zudem auch der Schuss Romantik deutlich, der hier vorhanden ist. Wer wie ich viel mehr Paul-Fan ist als Buddy-Anhänger, der darf sich gerne mal bei mir melden 😉

Zum Set gehört einmal das Buch mit der Geschichte. Hier kann man sie wahlweise nach- oder mitlesen. Nach jedem Kapitel wird eine Frage gestellt, deren Antwort Auskunft darüber gibt, ob die Geschichte inhaltlich verstanden wurde. Damit dies so ist, findet man am Fuß jeder Seite eine Übersicht über mögliche schwierige Vokabeln mit ihrer Übersetzung. Im Anhang des Buches findet sich dann noch eine komplette Vokabelübersicht, sowie kleine Aufgaben in denen diese Begriffe eingesetzt werden sollen. Und ein paar weitere Fragen zum sprachlichen Verständnis sind hier ebenfalls untergebracht.

Dem Buch liegt außerdem eine mp3-CD mit der Geschichte in einer Hörbuchfassung bei. Gelesen wird sie von Brian Munatones. Ich bin immer froh, wenn Hörbücher, die eine Sprache vermitteln sollen, von Muttersprachlern gelesen werden. Eben so wie hier. So klingt das Gehörte authentisch. Brian Munatones liest schön deutlich und in gemäßigtem Tempo, so dass man ihm gut folgen und ihn verstehen kann. Das (Hör)buch richtet sich an Schüler am dem 3. Lernjahr. Ich kann mir vorstellen, dass sie mit dem Gehörten ganz gut klar kommen. Notfalls kann man einen Track ja auch mehrmals hören, oder im Buch nachschlagen falls etwas unklar ist. Brian Munatones betont außerdem prima und variiert seine Stimme auch etwas. So macht das Hörbuch einen lockeren Eindruck und klingt kein Stück nach Schulunterricht.

Das Cover gefällt mir sehr, aber ich bin von den Fear Street – Geschichten und ihren Covers seit je her angetan. Ich finde es richtig schön düster mit der Schattengestalt, dem knorrigen Baum und dem Mond dahinter. Da wird schon ein wenig klar, um was es in der Geschichte geht. Das gleiche Motiv findet sich auf der CD aufgedruckt.

Fazit:  Eine spannende und schaurige Geschichte mit einem unerwarteten Kniff, die sich an die etwas älten Fans der Reihe richtet. Buch und Hörbuch ergeben eine schöne Kombination, mit der sich Englisch mittels einer tollen Story lernen und verbesseren lässt. Englischunterricht mal ganz anders, das ist eine tolle Abwechslung zum Schulterricht.

 

 

Chacha-Casha – Das kleine Chamäleon (Dorothea Flechsig / Luise Helm, Dela Gakpo & Natascha Kespy)

Titel: Chacha-Casha – Das kleine Chamäleon / Verlag: Glückschuh Verlag / Spielzeit: ca. 72 min / Buch: Dorothea Flechsig / gelesen von: Luise Helm, Dela Gakpo, Natascha Kespy

Inhalt: Chacha-Casha ist ängstlich und achtet immer darauf, dass ihn ja keiner sieht. Unter den anderen Chamäleons gilt er deshalb als Feigling. Doch als seine Freunde in Gefahr geraten, nutzt Chacha-Casha sein Talent und wird damit der Held des ganzen Gartens.


Nach Petronellas ganzem Zoo und der Fledermaus Sandor erobert nun ein kleines Chamäleon namens Chacha-Casha die CD-Player in den Kinderzimmern! Und das gleich mehrsprachig! Die Geschichte ist ausgesprochen niedlich geraten und ich habe mit Chacha-Casha unter den Hänseleien seiner Chamäleonkollegen gelitten. Doch eines Tages kann er zeigen, welchen Mut er besitzt. Das kleine Abenteuer ist kindgerecht spannend. Außerdem kann man sich Chacha-Cashas Garten sehr gut vorstellen und sich dorthin träumen. Das Besondere an diesem Hörbuch ist aber, dass die Geschichte gleich in drei Sprachen darauf zu hören ist: in Deutsch, Englisch und Französisch! Im Anbetracht dessen, dass heute bereits in der Grundschule zumindest Englischunterricht stattfindet, finde ich es gar nicht verkehrt, wenn die Kinder auch mit einem Hörbuch mit der Sprache in Kontakt kommen. Irgendwas schnappt man doch immer auf. Wer schon etwas Englisch kann, kann hier prüfen, ob er so schon mit der Geschichte klarkommt. Gleiches gilt natürlich auch für die französische Fassung.

Die deutsche Version wird von Luise Helm gelesen, die in der Geschichte hörbar aufgeht. Sie hat sehr niedliche Stimmen parat und schluchzt oder ruft auch schon mal. Dela Gakpo liest die englische Version ebenfalls schön lebendig und langsam, so dass Englischanfänger gut folgen können. Da ich kein Wort Französich spreche oder verstehe, kann ich zu der Fassung nichts sagen. Für mich klingt das alles nach Sprachgewurschtel 😉 Ich bin mir aber eigentlich sehr sicher, dass auch Natascha Kespy eine unterhaltsame Version auf Lager hat!

Das Titellied ist schwungvoll, fröhlich und ist ein echter Ohrwurm. Ich habe noch einige Zeit nach dem Hören vor mich hin gesungen. Natürlich ist auch das Lied in allen drei Sprachen zu hören. Es gibt außerdem noch einen Track, in dem nur die Musiken und Geräusche der Geschichte zu hören sind. So können Kinder, die noch andere Sprachen beherrschen, die Geschichte in diesr  Sprache erzählen. Die Geräusche sind ebenfalls klasse! Da kommt richtig ein wenig Dschungelstimmung auf!

Ein herrlich buntes Cover mit einem knuffigen Chacha-Casha ziert dieses mehrsprachige Hörbuch. Ich muss ja immer an das niedliche Froop-Chamäleon dabei denken 😉 Jedenfalls finde ich den Kleinen hier ausgesprochen niedlich und so herrlich grün! Im Booklet kann man die Geschichte in allen drei Sprachen nach- oder mitlesen.

Fazit:  Eine schöne Geschichte und durch die Mehrsprachigkeit gleich für mehrere Altersgruppen geeignet. Zum Hören und (Nach)spielen für die (ganz) Kleinen und für etwas ältere Kinder, die bereits einen Sinn für fremde Sprachen haben. Wer schon etwas Englisch oder Französisch spricht, kann hier etwas dazu lernen oder seinen vorhandenen Kenntnissen einen weiteren Schliff geben.

Rezension – Vertigo (Kristina Dunker)

Eva is sixteen and experiencing all of the excitement of being in love for the first time. And this weekend promises to be special, as she and her boyfriend, Julian, will be spending time at his parents’ country house. Nothing could be more perfect. Except the journey to the country is anything but, and Eva’s dream weekend is turning into a total nightmare. When Eva’s train is delayed, she is unable to pick up Julian. She soon finds herself alone on a forest road late at night—and the witness to a group of teenagers beating a young boy. As she somehow sneaks by unnoticed, she also loses her diary, an incredibly personal book that holds all of her secrets—including details of her visits to a psychotherapist. So when she meets a kindred spirit who shares her demons and seems to know so much, she has to wonder whether he has read her thoughts.

Die letzten Bücher, die ich auf Englisch gelesen habe, waren die „Harry Potter“-Bände. Das ist also schon eine Weile her. Entsprechend unsicher war ich, ob ich nicht aus der Übung bin. Aber ich habe mich getraut. Immerhin ist es ein Jugendbuch. Das konnte  nicht so schwierig werden. Wurde es auch nicht, aber dazu später.
Für meinen Geschmack hat die Geschichte einen etwas ungewöhnlichen Verlauf. Sie lässt sich recht harmlos und leicht an. Eva freut sich auf das Wochenende alleine mit ihrem Freund Julian in der alten Mühle seiner Eltern. Eva mit ihrer Schwärmerei für Julian mochte ich sofort. Es ist einfach schön zu lesen, wie verliebt sie ist und in welch herrlichen Farben sie sich das gemeinsame Wochenende ausmalt. Ab und zu ist es auch kitschig, aber auf eine nette und liebenswerte Art. Es tropft nicht zwischen den Seiten vor.
Doch auf dem Weg zu Julian, der bereits in der Mühle ist, geht einiges schief. Evas Züge haben Verspätung und als sie endlich im Ort ankommt, kann Julian sie wegen einer Verletzung nicht vom Bahnhof abholen. So macht sich Eva nachts alleine auf den Weg durch den Wald. Als Leser spürt man bereits bei ihrer Entscheidung dazu, dass sie verhängnisvolle Folgen haben wird. Schon in diesem Moment hängt die Bedrohung spürbar in der Luft und nimmt zu, je weiter sie in den Wald geht. Die Szenerie ist schön düster beschrieben und Eva schildert ihren Fußmarsch auch recht ängstlich. Da kann man beim Lesen schon eine Gänsehaut bekommen.
Im Wald wird Eva Zeugin, wie eine Gruppe Jugendlicher einen jungen Mann verprügelt. Nicht nur für Eva ein erschreckendes Erlebnis, auch ich war baff. Ich hatte mit allen möglichen Schrecken gerechnet, die auf Eva lauern könnten, aber nicht mit solch einer Szene. Eva überzeugt sich zwar, dass der junge Mann noch lebt, aber in ihrer Angst flieht sie und verliert dabei ihr Tagebuch. Das ist deshalb schlimm, weil Eva ihrem Tagebuch seit langer Zeit alles anvertraut. Beispielsweise auch, dass sie in psychotherapeutischer Behandlung ist. Man erfährt natürlich zuvor, wieso und wie es ihr inzwischen geht. So hat man Vertrauen in sie, dass es ihr inzwischen besser geht. Aber einen leisen Zweifel sät diese Tatsache doch. Das ist nicht nur bei erwachsenen Psychothrillern so. Das funktioniert auch bei Jugendthrillern hervorragend.
Natürlich erzählt Eva Julian von ihrem Erlebnis und damit weicht jegliche Romantik und jeglicher Kitsch aus der Geschichte. Es hat mir direkt weh getan zu lesen, wie Evas Traum vom verliebten Wochenende platzt. Denn Julian reagiert nicht gerade zartfühlend und verständnisvoll.
Übber gewisse Umstände und Zusammenhänge beschlich mich bereits an diesem Punkt ein Verdacht, der sich später als wahr herausstellte. Enttäuscht war ich über diese Vorhersehbarkeit aber nicht. Dafür fand ich die Geschichte bis dahin einfach zu spannend. Aber ich habe mich natürlich gefragt, womit Kristina Dunker die restlichen Seiten gefüllt hat. Eigentlich hätte die Geschichte hier beendet sei können.
Allerdings ist da  noch das Tagebuch um dessen Verlust solch ein Drama gemacht wurde. Dem muss doch eine Beutung zukommen! Um die dreht sich im Wesentlichen der weitere Verlauf der Handlung. Parallel und im Zusammenhang damit, wird der Frage nach dem Warum hinter der Prügelei im Wald nachgegangen, was unerwartet weite Kreise zieht. Das ist zwar auch ganz spannend und das Ende des Buches reicht erneut einem erwachsenen Thriller zur Ehre, aber ein leichtes „Anhängsel-Gefühl“ ist beim Lesen bei mir geblieben. Mit der Bestätigung meiner Vermutung etwa auf Seite 150 war für mich die meiste Luft raus.

Ich gebe zu, ich habe nicht jedes einzelne Wort verstanden. Das muss man auch nicht um die Handlung zu verstehen. Die meisten Worte, die ich nicht kannte, konnte ich aus dem Zusammenhang heraus übersetzen. Eva ist ein 16jähriger Teenager. Sie erzählt locker, wunders wie schwierige Vokabeln begegnen einem nur selten. Für diese Fälle lagen mein zerfledderter Langenscheidt ebenso parat wie das Handy mit der praktischen leo-App. Aber wie gesagt: wenn es hochkommt, habe ich fünf Begriffe nachgeschlagen. Mit einem ordentlichen Schul-Englisch kommt man mit „Vertigo“ gut klar.

Das Cover gefällt mir. Ich mag die Waldszenerie und die Unschärfe, in der sie dargestellt ist. Im Medizinischen ist „Vertigo“ mit „Schwindel, Schwindelgefühl“ zu übersetzen. Dazu passt dieser Wirbel gut, der ein wenig so aussieht wie die Ringe, die entstehen, wenn man einen Stein ins Wasser wirft.

Fazit: Die Geschichte hat einen eigentümlichen Verlauf, denn nach 150 Seiten hätte auch gut Schluss sein können, ohne dass ich etwas zu bemängeln gehabt hätte. Die restliche Handlung wirkte auf mich ein wenig wie ein Anhängsel. Trotzdem hat mir „Vertigo“ insgesamt gefallen. Eva mochte ich sofort. Ich konnte gut mit ihr mitfühlen. Und die Geschichte bleibt spannend bis zum Schluss. Ein sehr ordentlicher Thriller für Jugendliche also.

Diese Rezension entstand im Rahmen des Amazon Vine Produkttesterprogrammes!


Titel: Vertigo
Autor: Kristina Dunker
Seiten: 232
Verlag: amazon crossing
ISBN: 978-1611090482
Preis: € 7,80 (TB)

Conni & Co. (06) – Conni, Mandy und das große Wiedersehen (Dagmar Hoßfeld / Ann Cathrin Sudhoff)

Titel: Conni & Co. – Conni, Mandy und das große Wiedersehen / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 156 min, 2 CDs / Buch: Dagmar Hoßfeld / gelesen von: Ann Cathrin Sudhoff

InhaltWieder steht die 6a Kopf: Die andere Sechste aus England hat alle zum Gegenbesuch eingeladen! Conni freut sich riesig darauf, ihre Austauschschülerin Mandy wiederzusehen. Wie das wohl so ist, allein im Ausland unterwegs zu sein? Der Ausflug nach London wird ein echtes Abenteuer. Und die Abschlussparty erst … Wird Conni sich trauen, Phillip zu fragen, ob er sie mag?


Auf dieses Conni-Hörbuch hatte ich mich besonders gefreut, denn der Vorgänger „Conni und die Austauschschülerin“ ist mein Lieblingshörbuch der Serie. Genau wie für Conni ist es auch für den Hörer schön, die flippige und liebenswerte Mandy wiederzutreffen und ihre gemeinsamen Erlebnisse zu verfolgen. Dabei erfährt man in diesem Hörbuch einiges über London und die Stadt Brighton, darf gespannt verfolgen wie die Kids es schaffen, nach der Trennung der Gruppe auf einer Stadtbesichtigung wieder zur Jugendherberge zu finden, und ist mit dabei wie eine Strandparty geplant und gefeiert wird. Ein wesentliches Thema ist hier aber Connis erste Verliebtheit in ihren Mitschüler Phillip. Das Thema wird sehr einfühlsam angegangen, aber ohne jeglichen Kitsch. Das ist sehr süß anzuhören.
Witzig ist auch der deutsch-englische Sprach-Mischmasch, der zwar in erster Linie Spass macht, bei dem man aber schon auch etwas lernen kann. In Sachen Lernen hat mich aber auch etwas gestört. Und zwar ist es bei einigen Themen überdeutlich, dass man den jungen Hörern Wissen vermitteln möchte. Beispielsweise das Thema „Euro und englische Pfund“, oder auch das Thema „Eurotunnel“. Das kenne ich von „Conni“ so brachial nicht, einer Reihe, die Wissen sonst quasi nebenbei vermittelt.

Als Sprecherin ist wie gewohnt Ann-Cathrin Sudhoff am Werke, die auch dieses Hörbuch wunderbar liest. Schön jugendlich locker, oft mit einem hörbaren Augenzwinkern und zwar dezenten, aber schon deutlichen Stimmvariationen für die einzelnen Charaktere.

Die Untermalung klingt so fröhlich wie man „Conni“ kennt. Leichte und jugendlich peppige Melodien, die gut zu der unterhaltsamen und spaßigen Geschichte passen. Vereinzelt sind auch wieder passige Geräusche eingestreut.

Das Layout zeigt sich hell und fröhlich bunt mit den liebgewonnenen Charakteren auf dem Cover. Mit dem roten Doppeldeckerbus ist auch der Bezug zu England gegeben und Connis Schwarm Phillip ist ebenfalls zu sehen. Damit vereint das Motiv gut die wesentlichen Themen der Geschichte.

Fazit:  Turbulent, spaßig, spannend, süß und liebenswert…eben typisch Conni! Meine Empfehlung!

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