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Englisch lernen mit den Looney Tunes (03) – Pesky Pirates – Bugs Bunny und der Piratenschatz

Titel: Englisch lernen mit den Looney Tunes (03) – Pesky Pirates – Bugs Bunny und der Piratenschatz / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Sven Plate, Jens Wawrczek, Wolf Frass, Tim Kreuer u.a.

Inhalt: Eigentlich wollte sich Bugs Bunny die Münzen von seinem Boss doch nur ansehen. Leider verliert er dabei das wertvollste Stück der Sammlung:
eine Goldmünze aus einem Piratenschatz. Da gibt es nur eins. Er muss dorthin, wo der Schatz gefunden wurde: Auf die Insel Tortuga ins Jahr 1713.
Wie gut, dass sein Freund Stuart weiß, wie man den Raum-und-Zeit-Tauscher bedient. Bugs und Stuart reisen ins 18. Jahrhundert und finden den Schatz. Aber leider werden sie dabei von Captain Redbeard überrascht, einem berüchtigten Piratenkapitän. Redbeard verschleppt Bugs und Stuart auf sein Schiff. Bei ihrer Flucht erleben die beiden einige Abenteuer und lernen eine Menge über Piraten, Haie, schlechtes Wetter und das Zählen von Goldmünzen.


Was den Hauptcharakter angeht, ist die Reihe wieder beim Anfang angekommen. Diese Geschichte dreht sich wieder um ein Abenteuer von Bugs Bunny, natürlich zusammen mit dem gebeutelten Stuart. Nachdem mir Tweetys Urlaub so gar nicht gefallen hat, hat mir “Pesky Pirates” viel Spass gemacht. Mit Bugs steht ein sehr gewitzter Charakter im Mittelpunkt, der einen leicht mal zum Lachen bringt. Hier ist alles vertreten, was eine ordentliche Piratengeschichte ausmacht: Goldmünzen, ein Schatz, eine Schiffsfahrt und nicht zuletzt ein äußerst unangenehmer Pirat selber, der Bugs und Stuart mächtig auf Trab hält. Gleichzeitig gibt es auch wieder einiges zu lernen, nicht nur in sprachlicher Hinsicht. Und in eine solch amüsante Story verpackt, macht das Lernen auch noch Spass.

Erzähler und Mrs. Help sind natürlich auch wieder mit von der Partie. So wird einerseits durch den Erzähler, der durchweg Englisch spricht, Konzentration und Verständnis der fremden Sprache trainiert, andererseits gibt Mrs. Help mit ihren Übungen Hilfestellung, falls die jungen Hörer dem Erzähler nicht komplett folgen konnten. Zusammen mit dem üppigen Lernmaterial pädagogisch eine runde Sache.

Sven Plate empfinde ich inzwischen als einen sehr passenden Sprecher für Bugs. Er klingt in dieser Rolle nicht nur pfiffig, sondern auch sehr goldig. Als Captain Resbeard ist Wolf Frass zu hören, der diesen grummeligen Charakter gelungen umsetzt. Und Tim Kreuer leiht Maat Jimmy seine Stimme, und lässt ihn sehr sympathisch wirken.

Neben der cartoonigen Untermalung sind auch wieder passige Stücke zur Geschichte zu hören, die so piratenwürdig klingt. Eine Stärke der Reihe sind zweifellos die Geräusche, die deutlich authentischer daher kommen als man es von einer Story aus dem Cartoon-Bereich vielleicht erwartet.

Ich habe erst mal google befragen müssen, denn Yosemite Sam war für mich immer in erster Linie ein Cowboy. Deshalb habe ich mich schon gefragt, wieso er auf dem Cover hier den Piraten gibt. Aber offenbar ist Sam der Allround-Bösewicht der Looney Tunes und kann somit auch als Pirat durchgehen. Bugs Bunny, von Sam mit dem Säbel bedroht, im Angesicht hungeriger Haie lässt auf eine spannende Geschichte hoffen.

Fazit:  Informativ und lehrreich, allerdings auf eine sehr vergnügliche und spannende Weise. Das dürfte bei den jungen Hörern gut ankommen.

 

Englisch lernen mit den Looney Tunes (03) – Surfer Bird – Tweety geht surfen

Titel:  Englisch lernen mit den Looney Tunes (03) – Surfer Bird – Tweety geht surfen / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Tanja Geke, Jens Wawrczek, Kerstin Draeger, Holger Mahlich u.a.

Inhalt: Immer nur Filme drehen! Der arme Tweety ist völlig überarbeitet. Zur Erholung schickt ihn der Big Boss der Warner Bros. Movie Studios nach Hawaii. Stuart, der Assistent vom Boss, soll auf Tweety aufpassen. Aber das ist gar nicht so einfach, denn Tweety möchte auf Hawaii alles kennen lernen, was man nur kennen lernen kann. Gemeinsam erleben Tweety und Stuart Abenteuer beim Surfen, treffen hawaiianische Musiker und besuchen ein echt hawaiianisches Fest, ein Luau. Bei ihrem Ausflug lernen die beiden eine ganze Menge über die farbenfrohe Insel Hawaii, ihre Vulkane und auch darüber, was man für eine Reise in einen Koffer packen sollte.


Nach Bugs und Daffy dreht sich in der dritten Folge der deutsch-englischen Hörspielreise alles um das Vögelchen Tweety. An der Seite von Stuart geht es mit Hilfe des Raum- und Zeittauschers nach Hawaii. Von einem Abenteuer kann dieses Mal allerdings keine Rede sein. Man ist halt bei Tweetys Urlaub mit dabei, weshalb man Spannung hier vergebens sucht. Die Story plätschert vor sich hin und wirkt mächtig in die Länge gezogen. Im Anbetracht dessen, dass es mit rund 53 Minuten die bislang kürzeste Folge ist, will das schon was heißen. Gegen Ende versucht ein Vulkanausbruch noch mal wenigstens etwas Schwung in die Sache zu bringen, doch zu dem Zeitpunkt rettet das auch nichts mehr. Zu allem Überfluss nervt Tweetie auch nch mit einem deutlichen Sprachfehler und Babysprache. Das macht das Zuhören auch nicht spaßiger.

Der bereits erprobte Mix aus englischen Erzählpassagen und Übungen mit Mrs. Help und den Charakteren bewährt sich auch bei dieser Folge. Für weitere Übungen ist auch wieder umfangreiches und liebevoll gestaltetes Lernmaterial auf der CD zu finden.

Meine Hochachtung vor Tanja Geke. Die ganze Zeit diesen eititei-Kleinkind-Ton anzuschlagen und ständig Buchstabenvertauscher reinzubringen, das stelle ich mir auf Dauer sehr anstrengend vor. Und nein, es klingt überhaupt nicht niedlich, nur albern! Jens Warczeck darf dieses Mal einen recht missgelaunten Stuart geben, was dagegen sehr goldig rüberkommt. Die Parts des Erzählers und Mrs. Help fallen den bereits vertrauten Stimmen von Colin Solman und Emily Clark Brandt zu, die souverän Englischvokabeln und Sprachgefühl vermitteln.

Musikalisch wird die vertraute Mischung aus turbulenten, fast schon hektischen Cartoon-Melodien, und Stücken, die dem Schauplatz entsprechen, geboten. Hawaiianische Stücke sorgen für Urlaubs-Flair. Eine Reihe authentischer Geräusche rundet den guten Gesamteindruck in diesem Bereich ab.

Tweety surft. Was hätte man auch sonst als Motiv nehmen sollen? Es passiert ja nichts weiter. Immerhin bringt es etwas Urlaubsstimmung rüber, mehr aber auch nicht.

Fazit:  Vom Lerneffekt so gut wie alle Episoden der Reihe. Die Story allerdings dümpelt vor sich hin wie Tweety auf dem Surfboard. Leider ziemlich langweilig.

Englisch lernen mit den Looney Tunes (02) – Crocodile Daffy – Daffy Duck in Australien

Titel:  Englisch lernen mit den Looney Tunes (02) – Crocodile Daffy – Daffy Duck in Australien / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Gerald Schaale, Achim Schülke, Kerstin Draeger, Thomas Karallus u.a.

Inhalt: Daffy Duck möchte die Hauptrolle in einem Krokodiljägerfilm spielen. Dafür muss er aber zuerst das gefährlichste Krokodil der Welt besiegen:
Toothy Bruce aus dem Billabong von Bongerado. Zusammen mit seinem Freund Stuart reist Daffy daher nach Australien. Auf ihrem Weg über den Kontinent lernen die beiden einiges über die verschiedenen Landschaften und die Tierwelt Australiens und auch über die unterschiedlichen Jahreszeiten auf der Nord- und Südhalbkugel der Erde. Sie treffen den australischen Ureinwohner Mandu und eine Kängurudame mit ihrem Baby, die sie zu ihrem Ziel bringen: dem Billabong von Bongerado. Wird Daffy Duck den gefährlichen Toothy Bruce besiegen können?


In der zweiten Folge der neuen Lern-Hörspielserie spielt dieses Mal die lispelnde und leicht trottelige Ente Daffy die Hauptrolle. Ihm ist die Idee zu Kopfe gestiegen, die Hauptrolle in einem Krokodilfilm zu spielen. Doch dafür muss er mit dem gefährlichsten Krokodil kämpfen und es besiegen, sonst bekommt er die Rolle nicht. Also macht er sich zusammen mit Stuart, den man bereits aus Folge 1 kennt, auf den Weg nach Australien um das berühmte Krokodil Toothy Bruce aufzuspüren. Der Raum- und-Zeit-Tauscher spielt ebenfalls wieder eine Rolle und bringt die beiden nach Australien, wo sie eine wahrlich abenteuerliche Reise quer durch den Kontinent unternehmen. Wie man Daffy kennt, bleiben Chaos und verrückte Zwischenfälle dabei nicht aus, was für ordentlich Schwung und Spass sorgt.
Gleichzeitig lernt man nicht nur Englische Vokabeln und Aussprüche, sondern auch noch eine Menge über Australien. Mir persönlich war das in dieser Folge schon etwas zu viel Wissen, das vermittelt wird.

Das Prinzip, nach dem die englische Sprache vermittelt wird, wurde beibehalten. So ist die komplette Geschichte in Deutsch zu hören, so dass man sie durchweg versteht. Lediglich der Erzähler spricht Englisch, und “Mrs. Help”, deren Passagen immer mal wieder die Handlung unterbrechen. In diesen Einschüben werden mal Teile der Geschichte übersetzt, dann wieder Vokabeln geübt. Meist im Dialog mit Daffy und Stuart, was auch hier für Spass und Dynamik sorgt.

Nun ist es sicher lobenswert für den Erzähler und Mrs. Help Muttersprachler als Sprecher auszuwählen. Colin Solman gefällt mir auch sehr gut, da er nicht übertrieben deutlich und langsam spricht. Mit Emily Clark Brandt hatte ich dagegen so meine Probleme, da mir ihr Akzent etwas zu heftig ist, wenn sie Deutsch spricht.
Die Aussage “mit den Originalsprecherstimme von Daffy Duck” stimmt auch nur, wenn man sich auf den Film “Space Jam” bezieht und so ist Gerald Schaale für mich ganz klar nicht das Original. Er übertreibt es vor allem mit dem Lispeln.
Weitere Sprecher sind u.a.  Jens Wawrczeck, Robert Missler, Gustav Adolf Artz und Kerstin Draeger. Vor absoluten Aussetzern ist man also sicher.

Der Soundtrack klingt cartoonmäßig flott bzw schon direkt hektisch. Das passt gut zur Geschichte und ihren Charakteren, aber man muss es natürlich mögen. Mir liegt die Hektik eher weniger. Dafür bekommt man eine wirklich tolle Geräuschkulisse zu hören, die die Handlung veranschaulicht und für australisches Flair sorgt.

Im .pdf-Format findet man auf der CD wieder sehr umfangreiches Lernmaterial vor mit Vokabeltrainern, Übungen, Spielen. und vielen mehr. Insgesamt sehr schön und aufwendig gemacht und auch sehr durchdacht. Mit solchen Materialien macht das Lernen Spass. Dennoch stehe ich dem -pdf-Format hier weiter kritisch gegenüber. Andere Verlage legen ihren Lern-Hörspielen doch auch Übungshefte bei, mit denen man viel flexibler ist.

Daffy im Vordergrund, dahinter die Charaktere aus Australien, das Covermtoiv veranschaulicht gut das Chaos, in das sich die tapsige Ente hineinmanövriert hat.

Fazit:   Eine turbulente Abenteuergeschichte auf dem australischen Kontinent, bei der man nicht nur Englisch lernt, sondern auch noch einige Fakten über Australien vermittelt bekommt. Eben ein Lernhörspiel mit vertrauten Charakteren.

Englisch lernen mit den Looney Tunes (01) – Playing Dracula – Bugs Bunny auf Schloss Dracula

Titel:  Englisch lernen mit den Looney Tunes (01) – Playing Dracula – Bugs Bunny auf Schloss Dracula / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Sven Plate, Jens Wawrczeck, Andreas von der Meden u.a.

InhaltDer Raum-und-Zeit-Tauscher ist defekt und der arme Stuart soll ihn reparieren. Aber bei der Reparatur geht etwas schief und Stuart und Bugs Bunny werden in ein unbekanntes Land und eine unbekannte Zeit katapultiert. Wo sind sie nur gelandet? Und wann? Sie klopfen an die Tür einer düsteren Burg und treffen dort ausgerechnet auf Graf Dracula. Aber ist das wirklich der echte Graf Dracula oder geht es auf dieser Burg vielleicht nicht mit rechten Dingen zu? Ehe Bugs und Stuart nach Hause zurückkehren können, erleben sie eine ganze Menge Überraschungen und lernen einiges über Vampire, Fledermäuse, Graf Draculas Familie und das richtige Essen zur richtigen Zeit.


Nun hat es sich also auch Karussell zur Aufgabe gemacht, ihren jungen Hörern beim Erlernen der englischen Sprache zur Seite zu stehen. Warum das nun ausgerechnet mit den Looney Tunes sein muss, weiß ich zwar nicht, aber es gefällt mir. Ich bin selber Fan, vor allem von Bugs und Daffy. Das Abenteuer auf Schloss Dracula ist zwar nicht gerade das Neueste vom Neuen, aber Spass macht es allemal. Schon alleine, weil Bugs und Stuart so manchen pfiffigen Spruch auf Lager haben, und weil Bugs einen wunderbar, listigen Sinn für Humor hat. Und auch Graf Dracula und sein Diener Igor sind für ein Schmunzeln gut. Das Ende finde ich besonders gelungen, da habe ich richtig lachen müssen. Eine witzige Idee.

Die komplette Geschichte wird auf Deutsch erzählt, sie ist also in jedem Falle verständlich. Lediglich der Erzähler spricht Englisch. Zudem wird die Handlung regelmäßig -aber in recht großen Abständen unterbrochen. Während dieser Unterbrechungen werden Themen der Geschichte aufgegriffen und auf Englisch erläutert. Diese Erläuterungen finden im Dialog zwischen einer Sprecherin und den Charakteren statt, so dass diese Lektionen lebendig und unterhaltsam wirken.

Als Erzähler ist Colin Solman zu hören, der zwar langsam und deutlich spricht, aber trotzdem gut betont. Die weibliche Stimme der Lektionen gehört Emily Clark Brandt. Auch sie spricht deutlich und langsam, was aber durch den Dialog mit den Charakteren aufgelockert wird.
Sven Plate spricht hier Bugs Bunny, so wie auch im Film “Space Jam” und seine Stimme passt gut zu dieser Figur. Er lässt den Hasen gewitzt und liebenswert klingen. Jens Wawrczeck leiht Stuart seine Stimme, der für die unfreiwillige Zeitreise verantwortlich ist. Er spricht oft sehr hektisch und kleinlaut, so dass man schnell Mitgefühl für Stuart entwickelt.  Die Rollen von Dracula und seinem Igor fallen Thomas Karallus und Andreas von der Meden zu, also zwei ebenfalls bekannten Sprechern, die ihre Parts souverän und glaubwürdig meistern.

Die Musik zeigt sich meist flott und cartoonmäßig, während einiger Szenen im Schloss sind aber auch unheimliche, leise Stücke im Hintergrund zu hören, die tatsächlich für ein kleines bisschen Grusel sorgen. Die Geräusche klingen durchweg authentisch und veranschaulichen gut, was sich bei Bugs und Konsorten gerade tut.

Die CD enthält zudem 13 Seiten reich bebildertes Lernmaterial (als .pdf)  mit Spielen, Ausschneide- und Ausmalbildern und allerlei Gimmicks mehr, bei denen man die eben gelernten Vokabeln wiederholt, oder die Lektionen noch mal durchgehen oder auffrischen kann. Grundsätzlich gut gemacht, aber mir gefällt es dann doch besser, wenn solchen Hörspielen ein Heftchen beiliegt. Um gut mit diesem Material arbeiten zu können, muss man es ausdrucken und Tinte ist nicht eben günstig. Bei mittlerweile sechs Folgen der Reihe geht das gut ins Geld. Und mit gleich loslegen ist es so auch nicht weit her.

Das Covermtoiv wirkt der Story entsprechend kindgerecht schaurig, aber mit der goldigen Fledermaus und dem entsetzen Bugs auch ausgesprochen niedlich. Das rückwärtige Cover empfinde ich dagegen als arg überladen.

Fazit:  Eine unterhaltsame und kindgerecht gruselige Geschichte, bei der es Spass macht, nebenbei Englisch zu lernen. Das Lernmaterial im .pdf-Format dagegen finde ich sehr unglücklich gewählt. Solange nur gelesen oder Bilder angeschaut werden müssen, ist es noch okay. Aber große Teile müssen halt ausgedruckt werden um damit zu arbeiten und das dauert erstens und kostet zweitens.

Love takes detour – Liebe auf Umwegen

Titel: Love takes a detour – Liebe auf Umwegen / Verlag: Langenscheidt / Laufzeit: ca. 210 min / Buch: Christine Spindler / gelesen von: Nicola Ransom

Inhalt: Nike ist Brüder-geschädigt. Zumindest meint das ihre beste Freundin Annika. Wie sonst wäre es zu erklären, dass sie sich mit ihren fast vierzehn Jahren noch kein einziges Mal verliebt hat? Dabei haben Amors Pfeile Nikes Herz schon längst getroffen, sie weiß es nur noch nicht.


Und hier haben wir den Gegenpart zu Langenscheidts Fußball-Englischtrainer, der wohl eher auf lernwillige Jungs abzielt: ein Mädchen-Hörbuch für die Hörerschaft so um die 14 Jahre. Man darf aber auch gerne älter sein, denn diese Geschichte macht einfach Spaß. Natürlich, es ist eine Teenie-Lovestory, sowas muss man mögen, aber sie ist erstens nicht besonders kitschig, dafür aber umso lustiger. Ein wenig erinnert sie mich an die “Freche Mädchen – Freche Bücher” – Serie, der Stil ist ähnlich. Mit Nike, ihren Freunden und vor allem ihrer durchweg chaotischen Familie ist schon mal für illustre Charaktere gesorgt. Die haben obendrein so manchen frechen Spruch parat und die Irrungen und Wirrungen von Nikes erster Liebe sind einfallsreich und ebenfalls sehr amüsant. Nike erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und für ihre vierzehn Jahre hat sie eine erstaunlich abgeklärte, aber teenagertypische Sichtweise, die mich mehrfach zum Lachen gebracht hat. Der Mix aus Deutsch und Englisch -was hier nicht strikt getrennt ist- trägt das Übrige dazu bei.

Schauspielerin Nicola Ransom bringt “Love takes a detour” zu Gehör und da sie ebenso gut Englisch wie Deutsch spricht, ist sie dafür auch ideal gewählt. Sie trifft den richtigen Ton für die freche Nike, schafft es aber auch ohne große Stimmakrobatik den übrigen Charakteren Profil zu verleihen. Sie liest locker und flüssig weg, gerade so als würde sie tatsächlich frei erzählen. Was kann man mehr erwarten?

Im mehrseitigen Booklet findet man wie gewohnt ein Glossar der wichtigsten Vokabeln, die man benötigt um “Love takes a detour” komplett zu verstehen. Mich hat hier ein wenig die Vielzahl der Vokabeln überrascht. Immerhin wird das Hörbuch auf dem rückwärtigen Cover “ab 4 Jahren Englisch” empfohlen. Da sollte man einen Großteil der aufgeführten Vokabeln schon kennen, da sind wirklich Allerweltswörter darunter. Außerdem findet man im Booklet einen Test, mit dem man ermitteln kann, wie sehr man verliebt ist 😉 Süß!

Pink! Mehr gibt es zum Look des Hörbuchs kaum zu sagen. Die Farbe für Mädchen und die Liebe. Ich finde das aber ganz gut so, denn so springt einen nicht direkt an, dass es sich hier um ein Lehr-Hörbuch handelt. Von der Farbe der Verkehrsschilder auf Langenscheidt zu schließen, das ist nicht gerade naheliegend, also okay so.

Fazit:   Eine äußerst witzige Geschichte, die mit einem lockeren Mischmasch aus Englisch und Deutsch unterhält und Sprachwissen vermittelt. Von allen Hörbüchern dieser Art, die ich bislang gehört habe, mein Favorit!

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