Europa

Die drei ??? (200) – Feuriges Auge

Titel: Die drei ??? (200) – Feuriges Auge / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 295 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Eckart Dux, Jürgen Thromann, Udo Schenk, Karin Lieneweg ua

Justus Jonas ist verschwunden! Während Peter und Bob den Ersten Detektiv verzweifelt suchen, stolpern sie über Spuren aus ihrer eigenen Vergangenheit. Haben die drei ??? vor Jahren den „Fluch des Rubins“ wirklich gebannt und hat Justus’ Verschwinden etwas mit diesem längst zu den Akten gelegten Fall um diesen mysteriösen Edelstein zu tun? Schnell steht fest, dass das Feurige Auge mehr Geheimnisse birgt, als die drei ??? ahnen können.


Haltet die Steine schon mal bereit, denn nach diesem Artikel werden sicher ein paar Leute sie in meine Richtung werfen wollen, das ist mir schon im Vorfeld klar. Da haben wir sie nun also, die große (und vor allem lange) Jubiläumsfolge Nummer 200. Wie ich dem allgemeinen Tenor entnommen habe, werden sich die eingefleischten Fans der Serie alleine wegen des Titels schon auf diese Folge gefreut haben. Mir wurde erst im Laufe der ersten CD klar, dass es hier sehr viele Bezüge zur fünften Folge “Der Fluch des Rubins” gibt. Ich gebe direkt mal zu, dass ich diese Folge nicht kenne. Ob ich sie mir jetzt im Nachgang noch anhören werde, ist fraglich. Aber ich habe auch ohne dieses Vorwissen recht gut in die Geschichte gefunden, weil die Bezüge jeweils nochmal kurz im Dialog erläutert werden. Ich habe das alles also zur Kenntnis genommen, was mir insgesamt reichte um mich weitestgehend zurechtzufinden. Ganz ist es mir an diversen Stellen, je weiter die Story voranschritt, jedoch nicht gelungen. Das hat damit zu tun, dass ich keine schlappen 5 Stunden in Habacht-Stellung vor dem Player sitze(n) mag um auch ja mitzukommen. Irgendwann ist es bei mir einfach mal vorbei mit “wer war das nochmal?” oder “warum gehts jetzt nochmal dahin?” oder “was hatte derjenige nochmal mit demjenigen zu tun?” etc
Man kann quasi sagen, ich habe das Hörspiel in Abschnitten wahrgenommen. Die Geschichte hatte für mich ihre spannenden Szenen und Momente, dann aber wieder zog es sich in meinen Ohren unglaublich. Ich habe es anfangs sehr genossen, Justus nicht um die Ohren zu haben. Toll mal zu hören, dass Bob und Peter auch ohne ihn gut was auf Reihe kriegen, das hat mir richtig Spass gemacht. Als Justus wieder mit von der Partie war, fand ich das -ehrlich gesagt- schon fast etwas bedauerlich. Zum Glück hat mich die Erklärung, wie und warum er entführt wurde, darüber gut hinweggetröstet, denn die fand ich durchaus interessant und spannend erzählt. Somit gingen die beiden ersten CDs für mich noch in Ordnung. Hier war ich wirklich gerne ganz bei der Sache. Da war Schwung und Tempo drin und die Ermittlungen gestalteten sich unterhaltsam. Selbstverständlich ist das  das Feurige Auge bis dahin noch nicht gefunden, also muss es auf CD 3 und 4 gefunden werden.
Diese beiden CDs sind dann der Teil des Hörspiels, der mich längst nicht mehr so begeistern und fesseln konnte. Im Vergleich fehlte es mir durchweg an Tempo und auch wenn die Reise nach Indien natürlich ein besonderes Ereignis ist, konnte das nichts retten. Solch ein Ereignis macht eine Geschichte nicht zwingend interessant. Dafür hätte man vielleicht auch den Schauplatz klarer herausarbeiten müssen. So wirkliche Indien-Atmosphäre kommt jedoch zu keiner Sekunde mal auf. Dazu dann noch die teilweise wirklich langtamigen Abläufe, ich war jedenfalls alle paar Minuten raus aus dem Geschehen und musste mit dem jeweiligen Abschnitt neu anfangen. Spass macht das so nicht.
Das Ende kam dann wiederum gefühlt im Eilzugtempo daher. Schwuppdiwupp, die Sache, mit der man sich nun vier CDs lang beschäftigt hat, plötzlich ist sie aufgelöst. Glaubhaft geht jedenfalls anders.

Hinsichtlich der Sprecher habe ich dagegen gar nichts zu bemängeln. Bis in die kleinste Rolle alles vom Feinsten. Die drei Hauptsprecher sind engagiert mit dabei. Und bei Namen wie beispielsweise Jürgen Thormann, Eckart Dux, Stephan Chrzescinski, Udo Schenk, Till Hagen und und und hat man einfach nichts zu befürchten. Jeder von ihnen schafft es, einem ein klares Bild von seiner jeweiligen Figur zu vermitteln.

Musik und Geräusche haben sich für mich hier nicht jubiläumsmäßig hervorgetan. Da klingt für mich alles so wie die Serie inzwischen halt klingt. Überwiegend mit recht modernen Stücken, nur selten mal Melodien die aufwändiger klingen. Die Geräusche sind gut genug um das Geschehen vorstellbar zu machen. Aber auch wenn ich mich wiederhole, in diesen Belangen hätte man im Indien-Teil etwas sorgfältig sein dürfen. Sie waren die große Chance, dieser Passage das nötige Flair zu verleihen.

Die vier CDs stecken -in meiner Version- in einem schicken Pappschuber. Jede CD hat ihr eigenes Covermotiv in leuchtenden Farben und jedes für sich interessant genug, um auch mal genauer hinzuschauen. Dann entdeckt man nämlich auch schnell, dass sich die Motive untereinander hingelegt zu einem großen Bild zusammenfügen lassen.
Es gibt die Folge noch einer Deluxe Edition samt Fan-Sticker. Die “Box” lässt sich wie ein Kreuz zu allen vier Seiten hin aufklappen und in jedem “Arm” des Kreuzes steckt eine CD.

Fazit:  Folge 200 bringt zweifellos eine große Story mit. Obwohl ich Folge 5 nicht kenne, habe ich mich trotzdem gut eingefunden. Leider konnte mich die Story aber grob gefasst nur mit den beiden ersten beiden CDs begeistern und spannend und unterhaltsam bei Laune und bei der Sache halten. Auf den CDs 3 und 4 erschienen mir viele Abschnitte entschieden zu langatmig, sodass ich immer wieder raus war und neu beginnen musste. Irgendwie kam mir alles hier im Vergleich zu den anderen beiden CDs weit weniger interessant vor und nicht mal die Indienreise konnte daran etwas ändern. Das Ende kam mir dann im Verhältnis zum Rest zu schnell daher, wodurch für mich insgesamt einfach das Gleichgewicht der Story nicht passte.

Fünf Freunde (132) – …und das Rätsel um den Stromausfall

Titel: Fünf Freunde (132) – …und das Rätsel um den Stromausfall / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Alexander Mettin, Lina Maria Millat, Maud Ackermann ua

Stromausfall in Kirrin! Durch clevere Notlösungen können die Bewohner des Felsenhauses das größte Chaos verhindern. Da heißt es, Saboteure seien am Werk gewesen, und die Fünf Freunde finden einen alarmierenden Hinweis, der das bestätigt. Gemeinsam mit Jenny, einer Mitschülerin von George, folgen sie einer Spur von rätselhaften Hinweisen und bringen Licht in ein dunkles Geheimnis.


Ein Stromausfall sorgt in Kirrin für Aufregung. Damit beschäftigt sich ein Gutteil dieser Geschichte. Insgesamt finde ich das eine nette Idee, auch wenn man einen neuen Fall hier überhaupt noch nicht erahnen kann. Aber es ist ein interessantes Szenario, das man sich in diesem Ausmaße schwer vorstellen kann. Genauso interessant fand ich es, wie Quentin, Fanny und die Freunde damit umgehen. Hier kommt man leicht ins Staunen, wie aufwendig gewisse Dinge ohne Strom sein können, aber auch darüber,  wie man sich in solch einer Situation behelfen kann. Auch die Aufregung im Ort kommt gut rüber, speziell als sich offenbart, was es bedeutet, wenn nicht nur der eigene Haushalt, sondern eine ganze Stadt samt Läden, Banken usw ohne Strom dasteht. Außerdem lernt man eine Menge über Strom, woher er kommt und was mit ihm passiert ehe er in der heimischen Steckdose zur Verfügung steht.
Erst danach schwenkt die Handlung um Richtung neuer Fall. Denn hinter dem Stromausfall scheint mehr zu stecken als ein technischer Fehler. Die Freunde kommen einer seltsamen Sache auf die Spur, tatkräftig unterstützt von einer gewissen Jenny, die mit ihrer Familie bereits lange ohne Strom lebt, weil sie die drastisch gestiegenen Rechnungen nicht mehr zahlen konnten. Mir hat dieser neue Fall (wenn man es denn so nennen möchte) nur halb gefallen. Ich fand es gut, dass es mehrere Wendungen gibt und man sich lange nicht sicher sein kann, wer hinter den Ereignissen steckt. Allerdings habe ich die Ermittlungen der Freunde größtenteils als ziemlich konstruiert und wenig glaubhaft empfunden. Es sind ein paar Zufälle zu viel im Spiel und dass ihnen die Bewohner von Kirrin die Story mit dem Schulprojekt abkaufen und ihnen ihre Stromrechnungen zeigen, darüber konnte ich nur den Kopf schütteln.
Zum Ende hin kommt dann eins zum anderen und so ergibt sich wenigstens bei der Auflösung noch ein recht schlüssiges Bild.

Wie schon erwähnt ist eine Jenny hier mit von der Partie, gesprochen von Lina Maria Millat. Mir klang sie mit ihrer hellen Stimme viel zu kindlich um zu den Freunden zu passen. Außerdem werden ihr Sätze in den Mund gelegt, über die muss man einfach stolpern. So kommt es, dass sie häufig hölzern und abgelesen klingt. Theresa Underberg alias Anne darf an einer Stelle sogar mal laut werden und das steht der Figur prima. So würde ich sie gerne öfter hören.

Der Moment als der Strom ausfällt und der als er wieder da ist, fand ich gut und unverkennbar eingearbeitet. Man hört trotz der lebendigen Stimmung am Tisch deutlich, wie es im Hintergrund plötzlich still wird. Genauso markant ist es als bei der nachbarschaftlichen Grillerei plötzlich wieder Musik zu hören ist.

Ich mag es nicht albern. Das Covermotiv ist entsprechend nicht mein Fall. Als ob man mit einem Fahrrad und dessen Dynamo so viel Strom erzeugen könnte um eine Gefriertruhe am Kühlen zu halten.

Fazit:  Das überraschende Finale und die interessante Situation in Kirrin retten die Folge ein Stück weit. Der “Fall” und die Ermitlungen waren mir zu zufalllastig und oft schlichtweg unglaubwürdig.

Fünf Freunde (131) – …verfolgen die Fahrraddiebe

Titel: Fünf Freunde (131) – …verfolgen die Fahrraddiebe / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Ivo Möller, Maud Ackermann, Michael Lott, Udo Schenk ua

Sonne, Strand und Meer – die Ferien haben wunderbar begonnen, bis das Fahrrad von Anne gestohlen wird. Dank Julians Geschicklichkeit bekommt Anne zwar mit einem alten reparierten Rad Ersatz, doch die Tatsache bleibt: Fahrraddiebe scheinen nicht nur in Kirrin, sondern offenbar in der ganzen Region rund um New Haven ihr Unwesen zu treiben! Das lässt die Fünf Freunde nicht in Ruhe. Als ein Fahrrad praktisch vor ihren Augen gestohlen wird, setzen sie alles daran, den Dieben auf der Spur zu bleiben.


Als ich den Titel dieser Folge gehört habe, habe ich bereits gestutzt. Zwar kann man nach weit über 100 Folgen nicht dauernd das Rad neu erfinden, wofür ich absolut Verständnis habe, doch ein Fall um Fahrraddiebstähle erschien mir trotzdem zu schwach. Doch man ist ja Optimist und hört erstmal.
Bedauerlicherweise hat sich dieser erste Eindruck schnell bestätigt. Wobei der Anfang gar nicht übel ist und ein paar andere Szenen sind auch ganz typisch Fünf Freunde mit entsprechendem Flair, doch der Fall ist wirklich arg dünn geraten. Spannend will es trotz gestohlener Räder nie werden.
Ermittlungen würde ich die Unternehmungen der Freunde in diesem Falle auch nicht nennen. Mal beobachten sie hier etwas, dann da, alles ergibt sich so nach und nach und vor allem zum Großteil aus Zufällen heraus. Bei solch einem Verlauf kann man als Hörer natürlich auch nicht wirklich miträtseln. Als erwachsener Hörer ist das ja meistens eh nicht so sehr gegeben, bei den Hörern der angepeilten Zielgruppe aber sicher doch. Und selbst die werden hier wohl leider in die Röhre gucken. So plätschert das Geschehen recht unaufgeregt und zäh vor sich hin und vermittelt vor allem das Wissen darüber, was eine Flex und ein Bolzenschneider sind. Falls es irgendein Hörer noch nicht wissen sollte…
Positiv zu erwähnen ist in meinen Augen nur, dass die Freunde sich hier ein paar Mal nicht ganz so untadelig verhalten wie man es sonst von ihnen kennt. Bei ein paar Aktionen lassen sie gerne mal Fünfe gerade sein. Ob man das nun als Aushängeschild für die Folge werten sollte, bezweifele ich aber sehr.

Das Hörspiel wird vornehmlich von den Hauptsprechern bestritten. In kleineren Rollen sind beispielsweise Udo Schenk und Michael Lott zu hören. Beide machen ihre Sache selbstverständlich tadellos, auch wenn sie nicht ganz so viel zu sagen haben. Udo Schenk als Kommissar zu hören, der durchaus mal nachsichtig mit den Kindern ist, ist eine Abwechslung im Vergleich zu seinen sonstigen Rollen. Und Michael Lott gibt einen engagierten Verkäufer.

Geräusche und Musik bewegen sich absolut in vertrauten Bahnen. Die meisten eingesetzten Stücke kennt man bereits, so richtig überraschend neue Klänge gibt es nicht zu hören. So ergibt sich in dieser Hinsicht der von der Reihe bekannte Eindruck.

Das Cover zeigt eine Szene aus der Geschichte. Eine, in der wenigstens etwas Bewegung ist. Der Flohmarkt und der Ort im Hintergrund sind erfreulich detailreich gestaltet.

Fazit: Eine schwache Folge, vom Thema her und von den Nachforschungen der Freunde erst recht. Viel zu oft hat Kommissar Zufall die Finger im Spiel. Da kann von Spannung leider keine Rede sein. Schade.

Die drei ??? Kids (71) – Tatort Trampolin

Titel: Die drei ??? Kids (69) – Tatort Trampolin / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Johannes Steck, Tom Solo, Mareike Fell, Moira May ua

Die neueste Attraktion in Rocky Beach ist ein spektakulärer Jump-Park. Doch kurz nach der Eröffnung kommt es zu rätselhaften Pannen. Wer will den Park ruinieren? Die drei ??? Kids machen sich auf die Suche nach dem Täter und geraten dabei selbst in Gefahr.


Oft ist es so, dass einen Geschichten speziell ansprechen, wenn man gewisse Elemente von sich selbst oder seiner Umgebung kennt. So ging es mir bei dieser Folge, denn in der Nähe hat unlängst ein Trampolinpark eröffnet und auch so eine besondere Minigolfanlage gibt es nicht weit von hier. Sie ist sogar ähnlich gestaltet wie die, auf der die Kids ihre Runde Minigolf spielen. Auf jeden Fall sind es zwei Freizeitaktivitäten, die die junge Hörerschaft schnell begeistern wird. Man bekommt leicht Lust darauf, eine oder auch beide selber mal auszuprobieren.
Entsprechend schnell hat einen die Story  am Haken. Doch das Vergnügen wird überschattet, das stellt sich bald heraus. Es beginnt mit einem Streit unter Brüdern, der einen ihnen gegenüber misstrauisch stimmt und so hat man bereits den einen oder anderen Verdacht als es kurz darauf zu gefährlichen Zwischenfällen kommt. Mitten drin die drei ??? und man so hat gut Gelegenheit mit ihnen zu fiebern und zu knobeln.
Für zusätzlich Zündstoff sorgen Zeitungsartikel einer neuen Praktikantin bei der Zeitung, die über die Ereignisse berichtet und in deren Artikel die Freunde regelmäßig in ziemlich albernem Licht dastehen. Die Freunde haben also alle Hände voll zu tun und langweilig wird es nie.
Allerdings habe ich die Sache in einer Hinsicht als recht verhersehbar empfunden. Ich war mir schnell sicher, wer hinter den Vorfällen steckt, lediglich das Motiv blieb im Dunkel, womit wenigstens in der Richtung noch Spannung erhalten blieb. Außerdem hat es mich genervt, dass Kira Clarkson ständig mit vollem Namen erwähnt wird. Warum? Bei allen anderen Figuren reicht doch auch der Vorname oder der Nachname.

Tom Solo und Gilles Karolyi bilden ein prima Duo als zerstrittenes Brüderpaar. Jedem von ihnen nimmt man die Abneigung und Wut dem anderen gegenüber sofort ab. Einzeln für sich verstehen sie es aber auch, die Figuren sympathisch wirken zu lassen. Mareike Fell gibt eine engagierte und eifrige angehende Reporterin und ihr pfiffiger Ton verdeutlicht die Neugier von Kira Clarkson.

Bekannte Stücke begleiten das Geschehen. Hier gibt es keine Besonderheiten zu vermelden. Die Folge klingt wie eine Episode aus der Reihe klingt. Dafür gibt es eine ordentliche Geräuschkulisse, sodass jede Szene gut vorstellbar ist.

Das Cover zeigt natürlich die Situation im Trampolinpark. Einerseits ist der Spass daran erkennbar, doch die dunklen Schatten verraten auch, dass über diesem Vergnügen Unheil liegt.

Fazit:  Auch wenn ich den Fall hinsichtlich des Bösewichts recht durchschaubar fand, blieb aus anderer Richtung noch genug Spannung übrig. So wurde es niemals langweilig. Mit den beiden Attraktionen dürfte die Geschichte die junge Hörerschaft schnell ansprechen und begeistern.

Die drei ??? Kids (70) – Aufbruch ins All

Titel: Die drei ??? Kids (70) – Aufbruch ins All / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Achim Schülke, Marko Bräutigam, Frank Kessler ua

Justus, Peter und Bob freuen sich auf ein Inselabenteuer vor der Küste von Rocky Beach. Doch plötzlich taucht aus dem Wasser etwas Unheimliches auf. Ist eine Weltraumstation ins Meer gestürzt? Die drei Detektive ermitteln.


“Aufbruch ins All”…so richtig stimmt das nicht. Der Titel täuscht ganz gut, was mich -wie ich zugeben muss- schon ziemlich enttäusch hat. Es geht zwar in Teilen um den Weltraum, Weltraumfahrzeuge und Astronauten, doch das Geschehen spielt sich gänzlich auf der Erde ab. Ganz im Gegensatz zum Weltall oben, ganz weit unten auf dem Grund des Ozeans. Ich habe natürlich nicht erwartet, dass die drei Freunde ins All fliegen, aber der Schauplatz hätte für mich durchaus mehr mit dem Weltall zu tun haben dürfen.
Sonst kann man dem Fall nicht viel vorwerfen. Hier und da hatte ich zwar Probleme, den Schauplatzwecheln zu folgen, weil sie für mich nicht ganz logisch waren, aber die Detektive ermitteln fleißig, mal an Land, mal unter Wasser und arbeiten letztlich sogar mit Polizei und der ASA, der American Space Academy, zusammen (womit Justus natürlich unerträglich herumprotzen muss). Da ist Abwechslung drin und ein guter Schuss Spannung auch, speziell zum Ende hin bei der finalen Mission, bei der die Bösewichte überführt werden sollen.
Selbige sind für mich allerdings der große Wermutstropfen dieser Folge. Selten so ein deppertes Gangsterduo gehört. Das erschien mir selbst für diese Serie zu übertrieben.

Als Miller von der ASA ist Frank Kessler zu hören, der diese Figur recht undurchschaubar rüberkommen lässt. Man weiß lange Zeit nicht, was man von Miller halten soll. Daniel Sellier undMoritz Lindbergh sind als besagte Gangster zu hören und ergänzen sich in der dusseligen Art ihrer Charaktere einwandfrei. Der eine mit dröhnender Stimme, der andere mit heftigem Lispeln.

Kompliment an Geräusche und Effekte. Der Schauplatz auf dem Meer ist geräuschmäßig prima umgesetzt. Und bei ihren Tauchgängen klingen die Freunde auch entsprechend, leiser und dumpfer. Das ist ebenfalls sorgfältig und gut gemacht.

Auch das Cover täuscht kräftig Dinge vor, die nicht so sind. Ich sehe aber ein, dass so eine Rakete mit den drei Freunden eher neugierig stimmt als wenn man sie zB auf der Insel oder beim Tauchen sehen würde. Beides gab es ja bereits, wenn ich mich richtig erinnere.

Fazit:  Ein paar Dinge um das Weltall und die Raumfahrt spielen hier zwar eine Rolle, aber die Geschichte spielt sich doch ganz klar auf der Erde bzw unter Wasser ab. So ein bisschen getäuscht habe ich mich schon gefühlt. Die Geschichte selber ist aber ganz ordentlich geraten und hat ihre spannenden Momente. Leider aber auch zwei unsagbar dusselige Gangster. Da hätte man etwas weniger dick auftragen dürfen.

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