Europa

Fünf Freunde (124) – …auf der Suche nach Timmy

Titel: Fünf Freunde (124) – …auf der Suche nach Timmy / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Ivo Möller, Elga Schütz, Hrald Weiler, Michael Lott, Achim Schülke ua

Inhalt: Julian, Dick, Anne und George wollen nur kurz zum Bäcker, um Proviant für ein Picknick zu kaufen. Doch als sie wieder heraus kommen, ist Timmy weg. Eine fieberhafte Suche beginnt. Schließlich finden sie Timmy bei einem Hundetrainer, doch niemand will ihnen glauben, dass es ihr Hund ist. Mit größter Hartnäckigkeit bleiben sie an der Sache dran und kommen so einem düsteren Geheimnis auf die Spur.


Ausgerechnet Timmy, dem Liebling alller, geht es in dieser Folge an den Kragen. Timmy soll weggelaufen sein. Warum eigentlich nicht, fragt man sich da. Das kommt bei dem bravsten Hunden mal vor.
Andererseits ist Timmy natürlich der klügste aller Hunde und dass der klügste aller Hunde einfach mal einem fremden Menschen hinterher läuft, fällt schon schwer zu glauben. Die Freunde jedenfalls glauben keine Sekunde daran und beginnen sofort mit der Suche. Als Hörer weiß man, wo Timmy abgeblieben ist, dennoch ist es ganz spannend zu verfolgen, welche Ideen die Freunde haben um ihren Timmy zurückzubekommen. Dass allerdings ein Tierheim(mitarbeiter) so negativ dargestellt wird, hat mich dabei schon ziemlich gestört. Man sollte den jungen Hörern schon ein positiveres Bild dieser Einrichtungen und ihrer Angestellten vermitteln.
Die Suche nach Timmy mündet natürlich direkt in den nächsten Fall für die verbliebenen vier Freunde, den sie mit gewohnter Hartnäckigkeit verfolgen. Speziell George tat mir dabei an einigen Stellen ehrlich leid, denn es sieht mehr als einmal hoffnungslos aus und man fragt sich wirklich, wie sie beweisen will, dass Timmy ihr Hund ist. Dabei muss man ausser Acht lassen, dass Hunde in England (soweit ich weiß) genauso gechippt werden müssen wie hierzulande. Und wenn auch nicht der Timmy-Doppelgänger gechippt ist, Timmy wird es bei seiner verantwortungsbewussten Familie wohl sein. Wieso also konnte der Tierarzt nicht einfach bei dem falschen Timmy nach dem Chip suchen, keinen finden und so beweisen…? Vermutlich, weil die Story dann ein frühzeitiges Ende gefunden hätte.
Auch Georges Beweisführung am Ende fand ich etwas arg dünn. Aber man musste wohl an den Anfang anknüpfen, an dem sie Timmy Kunststücke beibringt. Und genauso dünn ist das Motiv der Täter, denn das fühlt man schon ewig vorher quasi mit dem Handschuh.

Erfreulicherweise hört man den Bösewichten hier nicht auf Anhieb an, dass sie die Bösewichte sind. Harald Weiler alias Craig gehört beispielsweise dazu. Ich war mir die ganze Zeit unsicher, ob er wirklich durch und durch ein Verbrecher ist.  Peter Kirchberger gibt mit lauter Stimme und energischem Ton einen glaubhaften Filmchef. Sven Dahlem lässt den Tierarzt freundlich und fürsorglich klingen, was gut zu diesem Part passt.

Eine stimmige Musikkulisse begleitet das Geschehen und schlägt zu besonders aufregenden Szenen auch mal schnelle und drängende Klänge an. Im Rahmen des Klangs dieser Serie natürlich, aber es fällt schon auf.

Das Cover zeigt die Freunde im Tierheim. Das Motiv wirkt freundlicher als die Geschichte es vermittelt. Dass Timmy sich nicht im Gehege befindet, sieht man als Fan natürlich sofort. So gibt es hier keinen Hinweis darauf, wo Timmy stecken könnte. Das stimmt neugierig.

Fazit: Über Gewisse Dinge darf man sich hier keine Gedanken machen. Was das Motiv der Täter angeht, ist leicht zu durchschauen. Und Georges Beweise am Ende sind mehr als dünn. Dafür ist die Suche nach Timmy anfangs ganz spannend und es gibt mehrere Rückschläge für die Freunde, was einen gut bei Laune hält.

 

Kati & Azuro (17) – Gefährliche Dreharbeiten

Titel: Kati & Azuro (17) – Gefährliche Dreharbeiten / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Linda Fölster, Manuela Bäcker, Peter Bieringer, Jürgen Holdorf, Daniel Kirchberger ua

Inhalt: In der Nähe des Fasanenhofs wird ein Fernsehfilm gedreht! Der bekannte Regisseur, Rudi Smolarek, hat Katis Vater gebeten hatte, ihm mit den Pferdeszenen im Film zu helfen – und Kati und Cleo haben die Aufgabe der jungen Schauspielerin Carolin Vonder beizubringen, wie man mit Pferden umgeht. Ein anstrengender Ferienjob findet Cleo, denn Carolin hat wirklich kein Talent im Umgang mit Tieren – und auch als Schauspielerin scheint sie nicht unbedingt die beste Wahl zu sein. Ein Talent für Katastrophen hat sie aber allemal.


Dieses Mal ist es also ein Filmdreh, der Kati und Cleo in Atem hält. Pferdefilme gibt es reichlich und junge Pferdenärrinnen sind schnell davon begeistert, warum also nicht?
Sehr lange Zeit dreht sich hier auch erstmal alles nur um diesen Film und die unsägliche Schauspielerin Carolin. Ich konnte schnell nachvollziehen, wieso Kati und Cleo nicht sonderlich angetan von ihr sind. Sie ist schon ganz schön nervig. Aber auch für einige wirklich witzige Situationen gut. Beispielsweise als sie die Cousinen und Mats beim Lauschen erwischt. Oder als die Freunde sie bei diversen Gelegenheiten gründlich auf den Arm nehmen.
Das Rätsel, das Kati und Cleo in dieser Folge lösen, kommt also erst recht spät zur Sprache. Bis dahin muss man sich damit begnügen, das Geschehen an einem Filmset zu verfolgen. Das ist ja auch nicht uninteressant.
Dafür dass die Geschichte erst so spät um die Ecke kommt, hat dieses Rätsel es aber durchaus in sich. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass da nochmal so etwas kommen würde. Und es war auch ganz interessant zu verfolgen, wie die Sache aufgeklärt wird. Und so ganz an den Haaren herbeigezogen ist dieses Szenario auch gar nicht. In der Promiwelt ist sicher einiges in dieser Richtung los.

Manuela Bäcker gibt eine glaubhaft hochmütige, aber nicht ganz unsympathische Carolin. Michael Bideller und Ela Nitzsche bilden ein tolles Gespann in den Rollen von Graf und Gräfin von Pomnitz. Daniel Kirchberger hat mir als Mats ebenfalls gut gefallen, so laubübisch wie er klingt.

Die vertrauten Klänge begleiten auch diese Geschichte, sodass man sich schnell wieder in die Reihe einfühlen kann. Und auch die Geräuschkulisse leistet sich keinen Schnitzer. Wobei ich mich hier speziell gefragt habe, wieso Carolins Hund abwechslunsgreicher bellen kann als ein schwarz-weißer Kollege aus einer Schwesternserie. Wieso geht das hier, aber dort nicht?

Auf den ersten Blick gibt das Cover nichts über irgendwelche Filmdreharbeiten preis. Erst auf den zweiten oder gar dritten Blick entdeckt man die Drohne. Aber selbst die hat mit einem Film ja nicht so viel zu tun. Das Motiv mit den Pferden dürfte den jungen Hörerinnen zwar sicher gefallen, wirkt sonst aber ziemlich beliebig austauschbar.

Fazit:  Das Rätsel kommt hier erst sehr spät um die Ecke, hat es dafür aber immer noch gut in sich. Ansonsten steht hier der Spass im Vordergrund, den Kati, Cleo und Mats mit den Filmleuten und am Set haben.

Die drei ??? Kids (60) – Gespensterjagd

Titel: Die drei ???? Kids (60) – Gespensterjagd / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher:  Jannik Schürmann, Robert Missler, Tommi Piper, Bert Franzke ua

Inhalt: Im großen Kino von Rocky Beach spukt es! Doch nicht nur dort, überall in der Stadt tauchen plötzlich geisterhafte Gestalten auf. Und das alles an Halloween! Die drei ??? Kids gehen auf Gespensterjagd.


Halloween steht vor der Tür und da gehen viele Hörspielserien einfach mal ganz mit der Zeit. So wie die um die drei jungen Detektive. Skelette halten Rocky Beach in Atem, eine alte Frau spricht von ebenso alten Flüchen und Geschichten. Dem müssen die Freunde natürlich gleich nachgehen.
Trotz Skeletten und Flüchen geht es hier nur ganz minimal unheimlich zu. Das ist für die jungen Hörer genau richtig und Eltern haben in dieser Hinsicht nichts zu befürchten. Ältere Hörer werden hier und da dagegen schon ein bisschen die Augen verdrehen. Denn während man von vielen anderen Folgen durchaus ernsthaftere Ermittlungen und Fälle gewöhnt ist, geht es hier mitunter schon ein bisschen arg albern zu. Alleine, wenn ich nur an den Titel des zweiten Films denke, der im Kino läuft. Oder wie die drei Freunde sich verkleiden und unter das Halloweenvolk mischen. Aber hey, die Geschichten sind für Kinder, da lässt man dann einfach mal Fünfe gerade sein.
Ein Rätsel ist es natürlich trotzdem, was da in der Stadt vor sich geht. Und die Hintergründe sind im Gegensatz zum vordergründigen Geschehen durchaus ernsthaft zu nennen. Darüber kann man sich spätestens bei der Auflösung ruhig auch mal ein paar Gedanken machen.

Ernst Meincke und Irmelin Krause-Latarius ergeben als Ehepaar Collodi und tolles Gespann. Sie klingen ein bisschen kauzig, aber sympathisch und nehmen einen so schnell für sich ein. Elmar Gutmann dagegen vermittelt einem einen weniger netten Eindruck seiner Figur. In einer Szene darf sich Tim Kreuer mal wieder als Skinny Norris durch das Geschehen ekeln, was er bewährt gut macht.

Musik und Geräusche kommen daher wie gewohnt. Auch das nimmt der Story nochmal die Chance darauf, wirklich gruselig zu sein.

Die Szene vom Cover gibt es so nicht in der Geschichte. Justus und Bob sind es nicht, die im Kino angesichts der Skelette Panik kriegen. Neugierig macht das Motiv aber schon. Das Skelett fällt einem schließlich sofort ins Auge und man fragt sich gleich, was es damit auf sich hat.

Fazit:  Eine schöne Geschichte zu Halloween, die nie wirklich gruselig ist. Da können die Eltern der jungen Hörer bedenkenlos zugreifen. Das Rätsel um die Skelette ist ganz nett und die Hintegründe und die Auflösung regen durchaus  zum Nachdenken an.

Die drei !!! (51) – Krimi-Dinner

Titel: Die drei !!! (51) – Krimi-Dinner / Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher: Sonja Stein, Flemming Stein, Volker Hanisch, Ingo Abel, Julia Fölster ua

Inhalt: Mit einem Sternekoch gemeinsam kochen und dabei einen Kriminalfall lösen? Klar, dass Kim, Franzi und Marie beim Krimi-Dinner im Jugendzentrum dabei sind. Doch mittendrin verschwindet der Koch plötzlich spurlos und aus Spiel wird Ernst. Die drei !!! beginnen sofort mit den Ermittlungen und ahnen noch nicht welche Ausmaße Neid und Missgunst unter Konkurrenten haben können.


Der Titel dieser Folge hat mich sofort angesprochen, denn ich würde selber gerne auch mal ein Krimi-Dinner erleben. Allerdings konnte ich mir kaum vorstellen, dass man im Hörspiel so einen Krimi im Krimi ordentlich umsetzen kann.
Zunächst geht es auch erstmal um den Kochkurs, der parallel zum Krimi-Dinner läuft. Dabei lernt man alle Mitspieler kennen und natürlich auch den Koch und Leiter der Veranstaltung. Dann beginnt der Fall für die Teilnehmer und ich muss schon sagen, dass ich die als ziemlich mühselig empfunden habe. Da muss man sich plötzlich noch die Rollennamen der Mädchen und Jungs merken und es ist auch nicht wirklich spannend, wie sie ihre gefundenen Kästen durchforsten und aus den Hinweisen darin Schlüsse ziehen. Das wirkt schlichtweg hölzern, was meine Bedenken vom Anfang bestätigt hat. Zudem habe ich es nicht verstanden, wieso die drei Freundinnen plötzlich mal jede für sich ermitteln möchten.
Doch dann dreht die Handlung weg von gespielten Krimi zu einem waschechten neuen Fall für die Mädels, die dann auch endlich beschließen, doch wieder gemeinsam zu ermitteln. Von da an fand ich den Fall gleich viel lebendiger und interessanter. Die Auflösung widerum, also der Grund für die Ereignisse, ist dann aber doch wieder so eine Sache. Aber sicher musste irgendwie ein Zusammenhang mit dem Kochkurs hingebogen werden. Das zumindest schafft die Auflösung. Die Mädels haben aber defintiv schon ernsthaftere und dramatischere Fälle gelöst. Das ist einfach so.

Volker Hanisch lässt Maxime zwar oft ein bisschen arg überspannt klingen, aber auf jeden Fall auch ganz sympathisch. Das sieht bei Ingo Abel und Angela Quast schon ganz anders aus. Sie übernehmen die Parts der Bösewichte und das hört man auch stets heraus. In den kleinere Rollen der Krimi-Dinner-Teilnehmer sind beispielsweise Flemming Stein, Julia Fölster und Anton Sprick zu hören.

Vertraute Musikstücke und eine ordentliche Geräuschkulisse begleiten und untermalen das Geschehen.

Auf dem Cover sind die Freundinnen in Kochkleidung zu sehen. Auf den neuen Fall weist lediglich das Messer hin. So fragt man sich schnell, was bei diesem Dinner wohl vorfällt.

Fazit:  Wie geahnt ist die Umsetzung des Krimis im Krimi eher trocken und mühselig zu verfolgen. Wäre es so weitergegangen, wäre die Geschichte voll in die Binsen gegangen. Doch dann dreht die Handlung und mausert sich wieder zu einem Fall ganz im Stil der übrigen Folgen der Reihe. Lediglich die Auflösung ist etwas dürftig.

Hui Buh (26) – Die kaiserliche Urkunde

Titel: Hui Buh (26) – Die kaiserliche Urkunde / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Stefan Krause, Ulrike Stürzbecher, Marie-Luise Schramm, Debora Weigert ua

Inhalt: König Julius und die königliche Familie werden zur Krönung von Prinzessin Annabella von und zu Felsensee geladen. Was anfangs wie ein schöner, freundlicher Ausflug beginnt, endet in einem gefährlichen Komplott, bei dem König Julius beinahe Schloss Burgeck und sein Königreich verliert.


Irgendwie kriegen die Bewohner von Schloss Burgeck ja nichts so richtig hin, ohne dass es erstmal gewisse Komplikationen zu bewältigen gibt. Wie diese Geschichte beweist, scheint das sogar ein Problem der gesamten Familie zu sein. Bis es allerdings damit losgeht, dauert es schon geraume Zeit. So lange nämlich, dass ich mich schon gefragt hatte, wann man denn mal endlich auf diese Urkunde zu sprechen kommen würde. 80 Minuten sind schon echt ein Klacken Holz für ein Kinder(!)hörspiel! Und ich als deutlich älterer Hörer sehe das genauso.
Als es dann endlich mit der Urkunde zur Sache geht, nimmt die Story dann aber doch noch gut Tempo auf und obwohl man ahnt, wer hinter dem Steich steckt, ist es doch spannend zu verfolgen, wie die Freunde demjenigen auf die Spur kommen. Mitten drin natürlich Hui Buh, womit das Chaos an sich schon vorprogrammiert ist. Wo er ist, geht es turbulent zu, aber gerade nach diesem trägen Start tut das der weiteren Handlung einfach nur gut. Einige pfiffige und witzige Sprüche und Dialoge lassen einen auch mal schmunzeln.

Ich hatte es letzthin schon mal erwähnt: es macht mir immer wieder Spass, Christian Rode – Sherlock Holmes mal in gänzlich anderen Rollen zu hören. Auch hier ist er anzutreffen, worüber ich sehr grinsen musste. Debora Weigert gibt eine ausgesprochen sympathische Annabella von und zu Felsenstein, genauso wenig hochmütig wie Julius und seine Familie.

Muskalisch hält man sich an den bewährten Stil. Sehr schöne Stücke, die schnell für Flair und Charme sorgen und hier und da durchaus einen etwas gruseligen Einschlag haben. Geräuschemäßig kann man sich ebenfalls nicht beklagen, man kann sich das Geschehen jederzeit leicht vorstellen.

Das Covermotiv finde ich persönlich etwas übervoll mit dem Schloss, Hui Buh, den beiden Kutschen, den vielen Pferden usw. Was das alles mit der Urkunde aus dem Titel zu tun hat, kann man nicht mal ansatzweise erahnen. Da wäre weniger mehr gewesen.

Fazit:  Die Geschichte braucht wirklich ewig lange, ehe es mal mit der Urkunde losgeht. Das zieht sich! Zum Glück kommt dann aber endlich doch Tempo in die Sache undauf bewährt chaotische Art und Weisel kommen Hui Buh, König Julius und seine Freunde einer ausgemachten Schweinerei auf die Spur!

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