Felicity Media GmbH

Jack Deveraux – Dämonenjäger

Titel: Jack Deveraux – Dämonenjäger / Verlag: Aurelia by Felicity Media GmbH / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Patrick Roche, Werner Uschkurat

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Inhalt: Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Jack dessen Buchladen. Dort entdeckt er ein mysteriöses Buch und kommt einem gut gehüteten Geheimnis der Deverauxs auf die Spur.

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Ein Dämonenjäger! Na, da freuen wir uns doch jetzt alle, oder? Wo es davon doch im Hörspiel- und Hörbuchbereich sonst kaum welche gibt 😉
Doch so voreilig sollte man hier mit seinem Urteil nicht sein. Es lohnt sich, Jack Deveraux kennenzulernen. Wobei vom Dämonenjäger zunächst noch nicht viel zu erkennen ist. Das ist aber nur logisch, immerhin müssen ja erstmal die nötigen Grundlagen für die Handlung geschaffen werden. So erfährt man, wie Jack zu seinem Buchladen kam, und lernt seine Kollegin Emma kennen, die ihm bald nicht nur im Laden mit Rat und Tat zur Seite steht. Kaum hat man dieses Rüstzeug an die Hand bekommen, hält aber auch schon das Dämonische in die Geschichte Einzug. Jack lernt ein paar äußerst verdächtige Leute kennen und entdeckt ein Buch mit gruseligem Eigenleben. Ich fand es vor allem schön zu hören, dass Jack nicht sofort den obercoolen Dämonenjäger raushängen lässt, sondern sich unverkennbar nur schwer mit seinem Zweitjob arrangiert.
Zum Finale hin, als er erstmals als Dämonenjäger Einsatz zeigen muss, meistert er das schon ganz gut. Da sind Spannung ein Schuss Action drin.
Erfreulicherweise mischt in der Story auch ein schöner Funken Humor mit. Speziell in den Dialogen zwischen Jack und Emma. Und in Jacks Gedanken über seine Angestellte. Da darf dann auch mal geschmunzelt werden.

Patrick Roche habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal gehört. Er klingt angemessen jung, locker und zum Glück nicht so -ich-hab-doch-eh-alles-im-Griff-mäßig, wie die alteingesessenen Dämonen- und Geisterjäger. Das kommt frisch und sympathisch rüber. Für Emma hält er ebenfalls einen pfiffigen Tonfall bereit. Ich muss mal nachforschen, ob man ihn noch in anderen Produktionen antreffen kann. Das würde mich interessieren.

Mit Musik wird hier nicht gespart. Genau wie in den “Mystery Diaries” gibt es kaum eine Szene, die nicht von Musik begleitet wird. Genau wie schon dort finde ich das auch hier zwar etwas zu viel, muss aber widerum sagen, dass man bei der Auswahl der Stücke unüberhörbar große Sorgfalt hat walten lassen. Der Soundtrack präsentiert sich abwechslungsreich und stimmungsvoll, was viel vom Flair des Hörbuchs ausmacht.

Da es sich um ein Hörbuch zum Download handelt, gibt es kein Cover im eigentlichen Sinne. Dafür aber ein schickes Artwork, das einen ansehnlichen Jack Deveraux vor einer geheimnisvoll leuchtenden Landschaft zeigt. Nur über die Darstellung der Emma wundere ich mich etwas. Immerhin steht in der Geschichte der Verdacht im Raum, sie könne mehr für Jacks Vater gewesen sein als nur seine Angestellte. Wow, dann lagen zwischen den beiden aber ein paar Jährchen!

Fazit:  In dieser ersten Episode geht es vor allem darum, Grundlagen zu schaffen Jack Deveraux ist (noch) kein obercooler und abgebrühter Dämonenjäger, und wird es hoffentlich auch nie werden. Doch seinen ersten “Fall” meistert er schon ganz ordentlich. Ich hoffe, es bleibt bei dieser eher lockeren Gangart, die obendrein recht humorvoll daher kommt.

Mystery Diaries – Schattenherz

Titel: Mystery Diaries – Schattenherz / Verlag: Aurelia by Felicity Media GmbH / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Anke Kortemeier

schattenherzInhalt: Die junge Sarah liebt Bücher über mystische Wesen und magische Welten. Kurz nach ihrem 21. Geburtstag wird sie eines Abends auf dem Nachhauseweg von zwei Männern überfallen, und von einem geheimnisvollen Unbekannten gerettet.

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Aurelia bzw die Felicity Media GmbH ist eine dieser Zufallsentdeckungen, von denen es gerne mehr geben dürfte. Nach kurzem Stöbern hatte ich gleich drei Titel entdeckt, die interessant klangen.
Den Anfang machen heute de “Mystery Diaries” mit “Schattenherz”. Eine Geschichte, die vor allem Fans der aktuell so angesagten Romantasy ansprechen dürfte. Üblicherweise bin ich kein Fan davon, aber irgendwie sprach mich der Titel an, weil er mir sofort ein bestimmtes Bild vor Augen zauberte. Aber auch sonst hat die Geschichte bei mir einen guten Eindruck hinterlassen. Mit Sarah habe ich mich schnell angefreundet. Vor allem weil sie wirklich Charakter hat und nicht im Nu zum liebeskranken Dummchen wird, sobald der geheimnisvolle Kieran auftaucht. Und auch Kieran und seinen Freund Finn mochte ich. Sie wirken zwar durchaus rätselhaft, haben aber auch ganz menschliche Züge an sich.
Die Story erfindet nicht unbedingt das Rad neu. Der Verlauf ist recht typisch mit dem mysteriösen Zusammentreffen, einer Herausforderung für Sarah, die sie vor eine schwere Entscheidung stellt und dem gefährlichen Showdowan gegen Ende. Und natürlich -es gehört sich für dieses Genre einfach so- spielt auch die Liebe zwischen Sarah und Kieran eine wichtige Rolle. Ein ganz dickes Plus dabei ist es, dass hier in keinem Punkt übertrieben wird. Es geht weder kitschig zu, noch ziehen sich Kämpfe ewig hin, und Finn und Kieran sind auch keine Lichtgestalten. Das wäre in 69 Minuten alles wohl auch kaum unterzubringen gewesen. So ist das Geschehen schön kurzweilig, nicht abgehoben und auch ganz spannend.

Anke Kortemeier hat mir prima gefallen. Sie lässt Sarah schön selbstbewusst und realistisch klingen, sodass man sich leicht ein Bild von der jungen Frau machen kann. Für Kieran und Finn hätte ich mir etwas markantere Stimmen gewünscht, aber da Sarah erzählt, wer was sagt und da auch nicht so viele Charaktere mitwirken, fällt es trotzdem leicht den Überblick zu behalten. Beeindruckt hat Anke Kortemeier mich gegen Ende bei finalen Kampf. Bösewicht Toran verleiht sie einen wirklich boshaften Ton und sie scheut sich auch nicht zu schreien, wenn das Geschehen es erfordert.

Was die Untermalung angeht, war es mir hier etwas zuviel des Guten. Kaum eine Szene, die nicht von Musik begleitet wird. Das fand ich nicht immer wirklich notwendig. Dafür ist es aber unverkennbar, mit wieviel Sorgfalt die Stücke ausgewählt wurden. Sie sind stets gut auf die Atmosphäre der Szenen abgestimmt, hilft mal der Spannung auf die Sprünge, verdeutlicht mal die Freiheit bei einem Drachenflug oder schürt die Dramatik am Ende. Eine Reihe Geräusche sind ebenfalls eingestreut.

Fazit:  Eine schöne kurzweilige Fantasygeschichte mit romantischem Einschlag, die eindeutig von den nur 69 Minuten Spielzeit profitiert. So hat Langeweile keine Chance und es fällt leicht, sie in einem Rutsch zu hören. Ich bin gespannt auf weitere Geschichten aus den “Mystery Diaries”.

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