Filmset

Die drei !!! (46) – Filmstar in Gefahr

Titel: Die drei !!! (46) – Filmstar in Gefahr / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Alina Degener, Patrick Bach, Julia Fölster, Thomas Karallus ua

dda46Inhalt: Und Action! Die drei !!! sind bei einem Dreh in der Filmstadt dabei. Hinter den Kulissen geht es hoch her: Die Garderobe von Hauptdarsteller Adrian wurde durchwühlt, Maries Stiefelabsatz angesägt und dann tauchen auch noch Umschläge voller Bargeld auf. Kim, Marie und Franzi stürzen sich sofort in die Ermittlungen – trotz der Gefahr, die auf sie wartet.


Da ist also mal wieder eine Folge in dieser Reihe mit einem so total typischen Mädchen-Titel, dass ich arge Zweifel hatte. Zunächst dauert es eine ganze Weile bis der Fall ins Rollen kommt. Dann aber nimmt er zum Glück einen ganz ordentlichen Verlauf, der nich im Seifenoperstil daherkommt. Die seltsamen Ereignisse häufen sich und nehmen nach und nach an Bedrohlichkeit zu, was für Spannung sorgt. Und da man gemeinsam mit den Detektivinnen eine ganze Reihe Leute am Set kennenlernt, die alle irgendwie eine gewisse Schrulle an sich haben, hat man auch einiges an  Gelegenheit mitzuknobeln.
Worauf es am Ende hinausläuft, das war für mich tatsächlich eine kleine Überraschung, denn in diese Richtung hatte ich zuvor gar nicht gedacht, zumal es keine großartigen Anhaltspunkte dafür gab. Obendrein geht es gegen Ende einer der Freundinnen ganz schön an den Kragen und plötzlich zieht das Tempo der Story nochmal an und man kann nur hoffen, dass die beiden anderen Detektivinnen sie fix finden. Der Trick, den sie dabei anwenden, ist niedlich und clever zugleich.

Alina Degener gibt eine herrlich zickige und überhebliche angehende Schauspielerin. Mica Mylo in der Rolle der Sybille hat mich mit ihrer markanten Stimme begeistert und Tobias Diakow lässt Schauspieler Adrian sehr sympathisch wirken. Und Thomas Karallus verpasst seiner Figur Luc trotz deren verdächtigen Namen glücklicherweise keinen französischen Akzent. Ich hatte ehrlich schon Angst.

Musik und Geräusche bewegen sich in dem gewohnten Fahrwasser der Reihe. Das bietet zwar keine Überraschungen, hat aber auf jeden Fall einen hohen Wiedererkennungswert. Und schlecht ist es deshalb ganz sicher nicht. Bis auf diese nervige Kuckucksuhr gibt es dieses Mal auch keine weiteren seltsamen Geräusche bei dem Clubtreffen und Kims Tagebucheinträgen zu hören.

Sollen das auf dem Cover die drei Freundinnen auf einer Leinwand sein, oder wie darf ich das Publikum und die Kamera deuten? Sonderlich viel gibt das Motiv so definitiv nicht über die Geschichte her. Da hätte man gerne eine Szene aus der Geschichte nehmen dürfen.

Fazit: Bis auf die relativ lange Anlaufszeit, durch die mir die Folge auch arg lang vorkam, eine wirklich ordentliche neue Geschichte um die drei Detektivinnen. Bei mir konnte sie vor allem durch konstante Spannung, den unerwarteten Dreh am Ende und das rasante Finale punkten.

Die drei !!! (26) – Tatort Filmset

Titel: Die drei !!! (26) – Tatort Filmset / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min  / Sprecher: Robert Missler, Christine Pappert, Mere Brettschneider, Achim Buch, Sonja Stein ua

dda26Inhalt: Marie erhält eine kleine Rolle in der ‚Vorstadtwache’ und Kim und Franzi sind mit zu den Dreharbeiten eingeladen. Aber kaum sind die ersten Filmaufnahmen im Kasten, bahnt sich hinter der Kamera ein neuer Fall für die drei !!! an. Die Hauptdarstellerin Naomi erzählt ihnen, dass sie jemand vergiften wollte. Die Detektivinnen begegnen dieser Behauptung erst einmal mit Zurückhaltung. Doch als Naomi kurze Zeit später aus unerklärlichen Gründen plötzlich ohnmächtig wird, glauben auch Kim, Franzi und Marie, dass sie es hier mit einem tückischen Mordkomplott zu tun haben.


Die Fälle der drei Mädchen spielen sich ja oft an recht schillernden Orten ab. Dieses Mal ist es als das Filmset an dem die Vorabendseriegedreht wird, in der Maries Vater den Kommissar spielt. Sicher träumen viele der jungen Hörerinnen ebenfalls von einer Chance wie Marie hier sie mit einer Gastrolle erhält. Deshalb finde ich diese Idee gar nicht schlecht. Das gilt genauso für den Fall an sich, der tatsächlich ganz spannend ist und einen gemeinsam mit den Detektivinnen manches Mal an der Nase herumführt. So kann man lange Zeit mitknobeln. Erfreulicherweise steht das Thema Liebe hier sehr zurück. Bis auf wenige Bemerkungen über Michi und eine weitere Szene ist davon nicht zu spüren. Ich habe nichts gegen dieses Thema in dieser Reihe, aber oft hat es schon einen Fall ausgebremst. Das ist dieses Mal nicht der Fall. Endlich wieder eine Folge, die ich ruhigen Gewissens als Detektivgeschichte durchwinken kann. Gestört haben mich lediglich ein paar Kleinigkeiten. Zum Beispiel Maries Angewohnheit zur Übung für ihre Rolle am Set wild um sich zu fotografieren. Da muss man sich nicht groß fragen, wofür diese Bilder mal gut sein werden. Oder auch, dass Marie einem Staatanwalt alleine mit Hilfe ihres Charmes pikante Details aus dem Kreuz leiert. Realistisch sieht wohl anders aus.

Die drei Hauptsprecherinnen sind wieder prima in Form und ich lausche ihnen immer wieder gerne. Wie ich finde, passen die Stimmen von Sonja Stein, Mia Diekow und Merete Brettschneider sehr gut zusammen. Zudem klingen sie angemessen jugendlich. Ihre “Klientin” in diese Fall wird von Simone Pahl gesprochen, die mir Naomi schnell sympathisch gemacht hat. Zu meiner Freude klingen bei keiner der Schauspielerinnen Starallüren durch. Das gilt genauso für Christine Pappert alias Donna. Robert Missler, der die Rolle des Professors übernimmt, wartet dagegen mit einer gehörigen Schippe Überheblichkeit auf. Seiner Rolle steht das aber und muss so sein.

Der Soundtrack der Reihe hat sich inzwischen in meinen Ohren eingenistet. Leichte und fröhliche Stücke, die aber auch mal Tempo aufnehmen, wenn das Geschehen es erfordert. Eine ordentliche Geräuschkulisse lässt ebenfalls nichts anbrennen.

Das Covermotiv trägt dem Titel und damit dem Schauplatz der Geschichte Rechnung. Da weiß man sofort, woran man mit dieser Episode ist. Im Booklet findet sich dieses Mal der Hinweis auf ein Spiel mit den “Drei !!!”, das allerdings leider nur Apple-Nutzern Freude bereitet. Schade eigentlich, ich hatte mich im ersten Moment beim Überfliegen schon gefreut. Aber da auf keinem meiner Geräte der Apfel prangt, schaue ich vorläufig in die Röhre.

Fazit:  Eine spannende Geschichte, die sich nicht vom Thema Liebe ablenken lässt und somit als echter Detektivfall durchgeht. Kleinere Offensichtlichkeiten und eine gewisse Realitätsferne haben diesem guten Eindruck keinen Abbruch getan. Weiter so!

 

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