Fohlen

Ostwind (04) – Auf der Suche nach Morgen (Kristina Magdalena Henn, Lea Schmidtbauer / Anja Stadlober)

Titel: Ostwind (04) – Auf der Suche nach Morgen / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: 5 CDs, ca 330 min / Buch: Kristina Magdalena Henn, Lea Schmidtbauer / gelesen von: Anja Stadlober

Inhalt: Der Frühling kommt nach Kaltenbach und Ostwinds Fohlen erobert alle Herzen im Sturm. Mika und Ora sind unzertrennlich. Doch in Maria Kaltenbach erwacht der alte Ehrgeiz. Sie sieht vor allem das große Potenzial der jungen Stute und begeht einen folgenschweren Fehler: Gegen Herrn Kaans Willen überredet sie Mika, das Fohlen auf einer Schau zu präsentieren – und am Morgen danach ist Ora spurlos verschwunden. Als die Suche nach ihr im Sand verläuft, ist Mika am Boden zerstört und kurz davor, die Hoffnung aufzugeben. Bis Tausende Kilometer entfernt, in der Wildnis Andalusiens, ein schwarzer Hengst seine Herde verlässt und auf Petros Hacienda auftaucht.


Bleiben wir noch kurz bei Ostwinds und Mikas Abenteuern. Und natürlich denen von Ora, denn das Fohlen stellt den Aufhänger zu diesem vierten Teil. Es war ja schon länger zu spüren, dass Maria Kaltenbach eben doch noch an der Sportreiterei hängt und auch der Zucht recht zugeneigt ist. Und da kommt ein Fohlen wie Ora gerade recht.
Solche Ausstellungen haben für mich immer einen sehr faden Beigeschmack. Ich bin absolut kein Fan von so etwas, daher kam mir das hier auch etwas arg verklärt rüber. Aber sei’s drum. Junge Pferdefreunde hören so etwas sicher mit anderen Ohren, von daher lasse ich es durchgehen.
Die Suche nach Ora ist wirklich spannend und man hat reichlich Gelegenheit zum Mitfiebern, Hoffen und Bangen. Gewürzt wird das noch mit der stets spürbaren Liebe zwischen Pferd und Mensch und ihrer geradezu unwirklichen Verbindung miteinander. Ein bisschen träumen darf man beim Hören also auch und so ein märchenhaftes Flair gehört wohl auch zu einer ordentlichen Pferdegeschichte, sogar, wenn die Figuren (und auch die Fans) im Laufe der gesamten Reihe älter und reifer geworden sind. Dieser gewissen Charme gehört einfach dazu
Und er tut der Spannung auch keinerlei Abbruch.

Selbstverständlich ist auch hier wieder Anja Stadlober zu hören, der es einmal mehr gelingt, das Wesen der Figuren, sowie die Atmosphäre an den Hörer zu bringen. Es ist auch ganz wesentlich ihr zu verdanken, dass man sich so gut in Mika und die anderen hineinversetzen und mit ihnen fühlen kann. Mir gefällt sei je her auch sehr gut, dass man die Figuren bei ihr gut unterscheiden kann und immer weiß, wen man gerade “vor sich” hat.

Das Cover sagt über die Geschichte nicht gerade viel aus. Aber schön ist es allemale. Zum ersten Mal sieht man Ora und die Strandlandschaft im Hintergrund lädt zum Träumen ein. Von Mika ist kaum etwas zu sehen, aber die paar Haarsträhnen reichen doch.

Fazit:  Eine weitere Geschichte um Mika und die Pferde, die neben Spannung und Tempo auch viel Gefühl bietet und viel Raum für Träumereien lässt. Eben alles, was man als junge Pferdenärrin von einer Geschichte um Pferde erwartet. Wieder einmal rundum gelungen und sehr schön!

Conni (40) – Conni und das neue Fohlen

Titel: Conni (40) – Conni und das neue Fohlen / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 71 min / Sprecher: Lea Sprick, Alina Degener, Tanja Dohse, Florentine Stein, Volker Hanisch ua

conni40Inhalt: Conni und Anna fahren für ein paar Tage auf den Ponyhof. Sie freuen sich auf die Pferde und wollen sich auf die Prüfung zum Großen Hufeisen vorbereiten. Doch es gibt Neuigkeiten: Conni kann nicht auf Karlina reiten. Die wird bald ein Fohlen bekommen. Als der Tierarzt nicht rechtzeitig eintrifft, reiten die Kinder los, um ihn zu holen.


Einmal mehr geht es mit Conni und ihrer Freundin Anna auf den Ponyhof. Pferdebegeisterte Hörerinnen werden sich freuen!  Doch ehe die Geschichte sich dem Fohlen aus dem Titel zuwendet, nimmt sie sich zunächst eines sehr ernsten und traurigen Themas an. Doch wer Tiere liebt und mit ihnen lebt, der darf sich davor eben nicht verschließen. Auch im Kindesalter nicht. Deshalb ist es berechtigt und realistisch. Es wird sehr einfühlsam und auf die kindliche Logik zugeschnitten darauf eingegangen. Das ändert aber nichts daran, dass trotzdem die eine oder andere Träne fließen könnte. Übrigens sogar bei älteren Hörern…*räusper*
Erst danach dreht sich alles um das Fohlen und die anstehende Prüfung. Das ist mit einem nächtlichen Ritt und der Prüfung schön spannend. Ponyfans dürften dabei voll auf ihre Kosten kommen. Und so ganz nebenbei lernt man auch noch etwas über die Freundschaft und Vertrauen. Nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Mensch und Tier. Wobei gerade Letzteres anfangs noch witzig, später dann aber richtiggehend rührend ist.

Die jungen Sprecher geben eine muntere Truppe ab. Allen voran natürlich Lea Sprick als Conni selbst. Und wer Connis Pendant “Max” kennt, der wird  ihn hier-natürlich in anderer Rolle- ebenfalls antreffen. Die erwachsenen Sprecher schaffen es, dass sie auf einer Seite zwar so klingen wie die besten Freunde der Kids, bei Bedarf aber auch eine gewisse Strenge und Ernsthaftigkeit herauskehren. Das finde ich gut so. Alles andere wäre in einer Situation wie zu Beginn der Folge oder gegen Ende bei der Prüfung wenig glaubwürdig.

Meist sind die vertrauten lebendigen und fröhlichen Melodien zu hören. In der ernsthaften ersten Hälfte, orientiert man sich aber auch am Geschehen und schlägt ruhigere Töne an. Das passt gut dazu und anders hätte es auch gar nicht sein dürfen. Dass es für eine etwas traurigere Stimmung sorgt, das ist nur berechtigt.

Das Cover zeigt natürlich eine schöne Ponyhof-Szene. Conni und Anna besuchen das neue Fohlen und seine Mutter auf der Weide. Pferdenärrinnen dürfte dabei das Herz vor Freude im Leibe wiehern.

Fazit: “Conni” kann auch ernsthaft, wie diese Folge beweist. Sie gibt eine gute Sichtweise auf solches Geschehen wider. Für Spannung sorgen ein nächtlicher Ausritt und die Prüfung für das Große Hufeisen.

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