Folgenreich

Die Zeitmaschine ( 2 / 2 )

Titel: Die Zeitmaschine ( 2 / 2 ) / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 59 min / Sprecher: Hans-Georg Panczak, Udo Schenk, Reinhard Kuhnert ua

Inhalt: Die folgenreiche Hörspieladaption von H.G. WELLS Die Zeitmaschine ist ein zweiteiliges Hörspielerlebnis der besonderen Art. Nie wurde die packende Geschichte um einen Mann, der in eine ferne Zukunft reist und dort das Grauen erlebt, aufwendiger inszeniert. Mit herausragenden „Hollywood-Stimmen“, einem phantastischen Sounddesign und filmreifer Musik wird Wells visionäres Werk zum Kopfkino.


Und da kommt auch schon Teil 2 der „Zeitmaschine“. Nachdem der Zeitreisende Jack im ersten Teil noch eher kleinere Abenteuer erlebt und nur einen ersten Blick in das verhängnisvolle Jahre in ferner- ferner Zukunft geworfen hat, wird dieser hier nun vertieft.
Nachwievor war ich der Meinung, dieses Jahr sei zwar nicht ganz ohne Fehler, aber zumindest auch nicht absolut menschenfeindlich und finster.
Dieser Eindruck änderte sich in diesem zweiten Teil dann aber schnell und sehr gründlich. Diese augenscheinlich so rosarote Welt voller naiver Menschen hat gewaltige Schattenseiten. Und die lernt Jack auf seiner Suche nach der Zeitmaschine und einem Weg zurück in seine Zeit ausgiebig kennen. Dabei tastet sich die Geschichte langsam und vorsichtig an das Kernproblem heran, wodurch der Schrecken hinterher umso größer ist. Bei einigen von Jacks Entdeckungen bekommt man wahrlich eine Gänsehaut, andere sind auf verrückte Art faszinierend, wieder andere sind vor dem grausigen Hintergrund einfach nur rührend anzuhören.  Und es ist spannend anzuhören, wie sich Jack und Weena durch all diese Situationen hindurchkämpfen.
Gleichzeitig weiß man nicht so recht, worauf man hoffen soll. Dass Jack zurückreisen kann? Dass er in der Zukunft bei Weena und ihrem Volk bleibt und ihnen hilft? Beides ist für eine ganze Weile gut denkbar und man ist gespannt, wohin die Handlung kippen wird. Dass Jack noch einmal in seine Zeit zurückkehrt, das ist klar. Immerhin erzählt er seinen Freunden ja von seinem Abenteuer. Aber danach?
Diese Frage lässt dann auch das Ende schließlich offen, wodurch man noch eine Weile über die Geschichte nachdenkt.

Mit Luisa Wietzorek hat man für die Rolle der Weena eine sehr gute Wahl getroffen. Sie kriegt den Balanceakt zwischen einem noch sehr kindlichen Mädchen und einer jungen Frau wunderbar hin. Auch Hans-Georg Panczak versteht es wieder darin zu überzeugen, Jacks Gefühlslagen in dieser Ausnahmesituation glaubhaft an den Hörer zu bringen.

Wie schon in Teil 1 zeigt sich die Musik hier eher zurückhaltend, aber doch sehr abwechslungsreich. Mal sind ruhige, atmosphärische Stücke zu hören, dann wieder wird die Untermalung unruhige, wenn es in einer Szene dramatisch zugeht. Es gibt ein, zwei Schreckmomente und sie sind klanglich auch genauso umgesetzt, sodass man hier schnell mal zusammenzuckt. Das ist top gemacht!

Auf dem Cover findet man das Motiv der Uhr wieder, das es schon auf dem Cover von Teil 1 gab. Hier allerdings bildet es mehr den Hintergrund zu dem künstlich wirkenden Gesicht. Soll das Weena sein? Vorstellen kann ich es mir. Auf jeden Fall ein augenfälliges Motiv.

Fazit: Bildete Teil 1 noch den Auftakt zur Geschichte, so legt diese hier so richtig los. Spannend, erschreckend, dramatisch, dann wieder hoffnungs- und ein bisschen gefühlvoll. Eine super gelungene Mischung mit einem Ende, bei dem man sich seinen Teil denken kann / soll / muss.

Die Zeitmaschine ( 1 / 2 )

Titel: Die Zeitmaschine ( 1 / 2 ) / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 59 min / Sprecher: Hans-Georg Panczak, Udo Schenk, Reinhard Kuhnert ua

Inhalt: Die folgenreiche Hörspieladaption von H.G. WELLS Die Zeitmaschine ist ein zweiteiliges Hörspielerlebnis der besonderen Art. Nie wurde die packende Geschichte um einen Mann, der in eine ferne Zukunft reist und dort das Grauen erlebt, aufwendiger inszeniert. Mit herausragenden „Hollywood-Stimmen“, einem phantastischen Sounddesign und filmreifer Musik wird Wells visionäres Werk zum Kopfkino.


Bekanntlich bin ich für Klassiker nicht unbedingt zu haben. Bei Geschichten nach H.G. Wells mache ich da aber gerne eine Ausnahme, und so zog die „Zeitmaschine“ auch in meinen Player ein.
Dieser erste Teil legt gewisse Grundsteine für die weitere Geschichte. So lernt man den Erfinder der Zeitmaschine (Jack) und seine Freunde und Kollegen kennen. Außerdem erfährt man etwas darüber wo und als was sie arbeiten und wie speziell Jacks Situation an der Universität ist. Das ist für das weitere Geschehen alles mehr oder weniger von Bedeutung, bringt einem aber auf jeden Fall die Figuren nahe, was ich immer wichtig finde. Ohne eine gewisse Nähe zu den Figuren kann ich nur schwer mit ihnen fühlen und mitfiebern.
Der größte Teil dieses ersten Teils befasst sich dann aber tatsächlich bereits mit der Zeitmaschine bzw zunächst um ein Miniaturmodell davon. Anhand dessen erläutert und demonstriert Jack die Funktionen und Fähigkeiten. Das alleine -speziell die Demonstration- ist schon wirklich interessant und ich habe gebannt gelauscht. Gewisse Erläuterungen sind aber auch ehrlich schwer zu fassen und zu verstehen. Da muss man Jacks Erklärung dann einfach mal Glauben schenken.
Im letzten Drittel begibt sich Jack dann selber auf Zeitreise. In ein Jahr, das noch nicht einmal nur zahlenmäßig für mich vorstellbar war. Zuvor erlebt er Abenteuer bei kleineren Zwischenstopps, was schon ganz spannend ist. Doch so richtig interessant wird es eben erst in dieser unfassbaren Zukunft. Erfreulicherweise wird diese Zukunft noch nicht sonderlich bedrohlich beschrieben. Ich habe ja gewaltig etwas gegen all die finsteren Zukunftsvisionen, die gerade so den (Hör)buchmarkt überfluten. Bis zum Ende dieses ersten Teils erlebt Jack zwar kleinere Abenteuer und die sind auch ganz interessant und irgendwie schwingt durchaus mit, dass da noch etwas Schlimmeres nachkommen wird, doch so richtig ist davon hier noch nicht viel zu spüren. Und so bin ich dem Geschehen zwar fasziniert gefolgt, aber (noch) ohne größere Sorgen um Jack. Als es für ihn dann tatsächlich übel wird, ist dieser erste Teil prompt vorbei. Ein Cliffhanger vom Feinsten!

Die Sprecherliste ist -was die wichtigsten Rollen anbetrifft- erfreulich kurz. Als Jack ist Hans-Georg Panczak zu hören und er bringt die Begeisterung und den Enthusiasmus seiner Figur absolut glaubwürdig rüber. Als er später gewissermaßen den Erzählerpart übernimmt und von seiner Zeitreise berichtet, setzt er die Stimmungen von Jack gekonnt um, sodass man als Hörer sofort mit ihm fühlt und hofft und bangt. Je nach Situation. Jacks Freund und Kollege Peter wird von Udo Schenk gesprochen und seine Stimme führt einfach immer dazu, dass ich seiner aktuellen Figur nicht traue. So war es auch hier, allerdings ohne Grund wie sich herausstellte. Es ist interessant, ihn mal bei einer Figur mit anderem Wesen zu hören. In einer kleineren Rolle ist Susanna Bonasewicz zu hören und ich muss gestehen, dass es gedauert hat bis ich sie erkannt habe. Sie klingt hier so gar nicht nach einer gewissen kleinen Hexe.

Musik ist hier ein relativ großes Thema, wobei sie überwiegend ruhige Töne anschlägt, dann und wann auch während der Dialoge im Hintergrund. Es sind futuristische Klänge zu hören, was natürlich super zur Geschichte passt. Und an einigen Stellen kommt sie auch ein bisschen düster daher, sodass man ahnt, dass die Geschichte irgendwann kippen wird von interessant zu bedrohlich. Lautere Klänge werden höchstens mal zu besonders dramatischen Momenten angeschlagen. Die Geräusche sind top, aber auch nicht gerade im Übermaß vorhanden. Genau richtig eben: so viel wie nötig, aber nicht mehr.

Die Uhr vom Cover hört man zu Beginn der Geschichte unheilvoll ticken. Und mit einer Uhr ist natürlich ein Bezug zur Zeit gegeben, wodurch das Motiv einwandfrei zur Story passt. Was es mit dem Mann auf sich hat, da darf man hier zunächst noch spekulieren.

Fazit:  Mir hat dieser erste Teil bereits super gut gefallen. Eine interessante Geschichte, die bereits hier sehr spannende Momente hat. Dazu ein faszinierendes Abenteuer und eine angenehm kleine Runde Beteiligter, in die man sich als Hörer quasi hinein begibt. Ich bin neugierig, wie es weitergeht.

Mark Brandis (30) – Planetaktion Z

Titel: Mark Brandis (30) – Planetaktion Z / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: David Nathan, Fabian Kluckert, Michael Lott ua

brandis30Inhalt: 2136: Ein Notruf hat den Raumnotrettungskreuzer »Florence Nightingale« zur »Barrakuda« geführt. Im leeren Luxuskreuzer entdeckt Vormann Grischa Romen Spuren eines Verbrechens, das er sich nicht erklären kann. Als er zur Erde zurückkehrt, stellt er fest, dass sich das politische Klima der Union inzwischen verändert hat. Bereits ausgerottet geglaubte Fremdenfeindlichkeit ist wieder aufgeflackert, und bald muss der stolze Tzigan um sein Leben fürchten.


Ganz ehrlich gesagt, empfinde ich diese Besprechung als vergleichsweise schwierig. Hauptsächlich deshalb, weil sie bei mir nicht in erster Linie den Eindruck einer Science Fiction Story hinterlassen hat. Natürlich spielen Großteile der Geschichte im Weltraum und auf Raumkreuzern usw, doch das stand für mich hier nicht im Mittelpunkt.
Stattdessen habe ich die rassistische Einstellung Grischa gegenüber und dem daraus resultierenden Umgang mit ihm als zentrales Thema empfunden. Und damit ein Thema, das auch gerade heute in unserer Zeit allgegenwärtig und präsent ist. Es ist schon eine Sauerei, wie mit Grischa hier umgegangen wird und ich war wirklich empört. Aber ich habe eben auch oft den Kopf über ihn geschüttelt. Statt dass der Kerl -wo er doch weiß, was man von ihm hält und denkt- einfach mal im richtigen Moment die Klappe hält, statt auszurasten! Und sich dieser Bande anzuschließen, wo er doch ahnt, dass da nur Elend bei rauskommen kann! Er ist doch ein solch schlauer Bursche und kann sich nicht denken, dass es in seiner Situtaion ratsam wäre, erstmal die Füße stillzuhalten?
Somit habe ich die ersten beiden Drittel der Geschichte zwar als empörend empfunden, konnte aber nicht nachvollziehen, dass sich der sonst so kluge Grischa zu solch einem Quatsch hinreißen lässt.
Natürlich gerät Grischa mit den anderen Tzigarni am Ende in eine lebensgefährliche Situation und die Rettungsaktion bringt dann endlich einen Schuss Action ins Geschehen. Und außdem eine Menge Dramatik. Ich habe selten bei einem Hörspiel geheult, aber hier! Und wehe, das bleibt tatsächlich so!

Bei dieser Reihe muss man über keinen Sprecher mehr große Worte verlieren. David Nathan glänzt als Grischa Romen, lässt ihn anfangs selbstbewusst und stolz, später oft verzweifelt und kleinlaut klingen. Fabian Kluckert hat mir mit seiner klaren Stimme ebenfalls sehr gut gefallen. Und Michael Lott weiß in seinen vergleichweise seltenen und kurzen Szenen genauso gut zu überzeugen. Hier darf er wieder einige Male die im Prolog gepriesene Menschlchkeit herausklingen lassen.

Da es wirklich bis zum letzten Drittel dauert ehe es hier actionmäßig zur Sache geht, präsentiert sich der Sountrack lange Zeit eher ruhig und zurückhaltend, versteht es dabei aber dennoch, die jeweils nötige Atmosphäre heraufzubeschwören. Der Geräuschkulisse ist ein weiteres Mal nichts vorzuwerfen. Hier klingt insgesamt alles wie aus dem sprichwörtlichen Bilderbuch.

Das Cover gewährt dieses Mal einen Blick hinein in ein Raumschiff. Der Qualm, der aus der offenen Tür quillt und das Blut verheißen nichts Gutes. Das stimmt neugierig auf die Geschichte.

Fazit:  Die Folge befasst sich mit einem ganz aktuellen Thema, und das obwohl sie uns 122 Jahre voraus ist. Ich war ehrlich empört darüber, wie man mit Grischa umgeht, fand aber andererseits auch, dass er sich einige Male echt deppert anstellt. Man muss halt auch wissen, wann man mal besser die Klappe hält! Dennoch bin ich fassungslos über den Ausgang der Geschichte. Das kann es doch nicht sein!

Mark Brandis – Raumkadett (04) – Hinter den Linien

Titel: Mark Brandis – Raumkadett (04) – Hinter den Linien / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 49 min / Sprecher:

brandisjunior04Inhalt: Zwischen der neugegründeten Union und den asiatischen Republiken herrscht Kalter Krieg. Der junge Mark Brandis bekommt die Gelegenheit, bei einem Grenzpatrouillenflug dabei zu sein. Alba Bravo, die Pilotin des Zweimannjägers, ist schnell und furchtlos. Als sie verfolgt werden, glaubt Mark noch, alles sei unter Kontrolle. Doch plötzlich versagen die Systeme, und die beiden müssen abspringen 50 Kilometer hinter der Grenze.


Kaum hat Mark Brandis Junior den unfreiwilligen Sprung aus was weiß ich wie vielen Metern Höhe verkraftet, muss er schon wieder von einem Fluggerät abspringen. Das scheint in Brandis Ausbildungszeit wohl sein Schicksal gewesen zu sein. Allerdings stürzt er dieses Mal nicht ins Meer, sondern hinter die Grenze zum Feindesland.
Man könnte denken, dass es dort nun so richtig rund geht und Brandis und die Pilotin gleich mehrfach in lebensgefährliche Situationen geraten, doch davon ist hier reinewegs nichts zu spüren. Wirklich spannende Momente sucht man vergebens. Hier und da wird es zwar mal brenzlig, aber ich hatte nie das Gefühl von Dramatik. Vielleicht, weil mir Pilotin Alba Bravo eine Spur zu abgebrüht und cool vorkam. Bei solch einer Figur geht man halt nicht davon aus, dass ihr irgendwas ernsthaft etwas anhaben könnte. Und so jemand passt natürlich auch noch problemlos auf einen Kadetten wie Brandis auf. Was soll das schiefgehen?
Auf die politischen Hintergründe des Krieges wird hier nicht nennenswert eingegangen. Ich bin zwar absolut kein Fan von Politik, aber es hätte der Story womöglich zu mehr Tiefgang verholfen und Interesse an den Vorgängen zwischen der Union und den Republiken geweckt. Vielleicht hätte man über diese Schiene noch etwas rausholen können.
Das Ende hat dann zum Glück noch eine schöne Wendung in petto, die ich absolut nicht hatte kommen sehen. Das hat ein kleines bisschen Boden gut gemacht für die Geschichte.
Übrigens beweist eine Szene gegen Ende nur zu gut, dass in Mark Brandis bereits als Jugendlicher ein kleiner Heiliger gesteckt hat. Der ist offenkundig mit ihm mitgewachsen und zu dem großen Heiligen geworden, über den ich beim erwachsenen Brandis gerne mal genervt stöhne.

Den Sprechern kann man nichts vorwerfen. Manja Doerings markante und kräftige Stimme vermittelt ein gutes Bild der energischen Pilotin. Und auch Daniel Claus kann einmal mehr als junger Brandis glänzen. In dieser Folge beweist er vor allem, dass er dem Hörer verschiedenste Gefühle glaubhaft vermitteln kann.

Die eingesetzte Musik ist wie gewohnt sehr gut ausgewählt und verleiht gewissen Szenen quasi den letztem Schliff. Die Geräusche können sich ebenfalls hören lassen und haben mir speziell das Geschehen im Dschungel anschaulich gemacht.

Das Covermotiv verspricht ganz klar mehr Spannung und Action als die Geschichte sie nachher bietet. Dennoch, beim Kauf weiß es so auf sich aufmerksam zu machen, da bin ich sicher. Die felsige Landschaft und die finsteren Gestalten macht schon etwas her.

Fazit:  Da wäre mehr drin gewesen, da bin ich mir sicher. Langeweile kommt zwar nicht gerade auf, aber echte Spannung eben leider auch nicht. Während man in Sachen Sprecher und Musik / Geräusche gut mit der erwachsenen Brandis-Reihe mithalten kann, dürfte in Sachen Story gerne noch ein Schippchen draufgelegt werden. Eine eher mäßige Folge der Reihe.

Porterville (03) – Staffel 3 – Folgen 13 -18

Titel: Porterville (03) – Staffel 3 – Folgen 13 -18 / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 519 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Manja Doering, Tobias Kluckert ua

porter03Inhalt: PORTERVILLE ist keine normale Serie, wie man sie kennt. Denn sie funktioniert wie eine Art Puzzle: So ist jede neue Folge wie ein neues Puzzle-Teil. Das bedeutet, die Geschichten beginnen nicht unbedingt da, wo man bei der letzten Folge aufgehört hat. Doch mit jeder neuen Folge erhält man tiefere Einblicke in die Stadt und ihre Bewohner, bis sich das rätselhafte Gesamtbild immer mehr zusammensetzt und am Ende die Frage geklärt wird: „Was ist das dunkle Geheimnis der Stadt Porterville?“

„Die Stadtmauer. Für einen kurzen Moment glaube ich, noch ein bleiches Schimmern neben den geborstenen Brettern zu sehen, doch dann ist es weg. Niemand folgt uns. Wir sind allein. Und wir sind Draußen!“


Da ist es endlich: das „Porterville“-Finale! Die Fans dürfen jubelnd durch die Wohnung tanzen!
Und ja, die dritte Stefallen hat tatsächlich eine Menge Antworten auf Fragen auf Lager, die einem bei den beiden vorigen Staffeln in den Kopf gekommen sind. Geschickt findet in den Geschichten eines zum anderen, sodass sich bis zum Ende ein griffiges Bild ergibt. Bis dahin bekommt man aber noch eine ganze Reihe neue Überraschungen und Wendungen geboten, Langeweile hat hier einmal mehr absolut keine Chance.
Mit der Auflösung hatte ich -so wie sie hier daher kommt- nicht gerechnet, das muss ich zugeben. Trotzdem konnte sie mich überzeugen. Vielleicht auch deshalb, weil ich bei den vielen Verstrickungen in den beiden vorigen Staffeln gelegentlich generell bezweifelt hatte, dass es jemals zu einem sinnigen und überzeugenden Ende kommen würde. Gewissen Hörspielreihen dürfen sich daran gerne ein Beispiel nehmen. Es darf gerne lange geheimnisvoll und mysteriös zugehen, aber man sollte einen Plan für das Ende haben und zielstrebig daraufhin arbeiten. Dass das gut funktioniert, beweist „Porterville“ zur Genüge.

Als Sprecher sind zu hören: Oliver Rohrbeck, Timmo Niesner, Manja Doering, Tobias Kluckert, Marius Clarén, Gerrit Schmidt-Foß und Peter Flechtner. Bei diesen Namen ist es eigentlich überflüssig, darüber viele Worte zu verlieren. Ihnen allen gelingt es gekonnt, den Hörer mit nach Porterville zu nehmen und ihnen das Geheimnisvolle und Mysteriöse dieser Stadt zu vermitteln.

Mit der finsteren Gasse und der seltsamen Kapuzengestalt reiht sich das Cover dieser dritten Box nahtlos in die Reihe ein. Dieses Mal lenken blaue Akzente die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den Schuber. Die „Porterville“-Boxen haben es ganz klar verdient, mit Front nach vorne im Regal zu stehen.

Fazit:  Insgesamt ein würdiger Abschluss der Reihe, der einen nochmal so richtig in die düstere Atmosphäre von Porterville hineinzieht. Trotz einer Reihe weiterer Wendungen findet die Geschichte hier ein schlüssiges Ende, das zu überraschen weiß.

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