Freund

Mein fremder Freund (Emma Haughton)

Mein fremder Freund (Emma Haughton)Im Alter von 13 Jahren verschwindet Hannahs bester Freund Danny – ohne eine einzige Spur zu hinterlassen. Drei lähmende Jahre voller Bangen und Hoffen später taucht er ebenso unvermittelt wieder auf. Verändert, ohne Erinnerung an die letzten drei Jahre, aber am Leben. Und das ist das Einzige, was zählt, denken Hannah und seine Eltern. – Zunächst. Denn nach und nach müssen sie erkennen, dass der Junge an ihrer Seite ihnen erschreckend fremd ist. Kann es wirklich sein, dass er sich so verändert hat? Oder ist dieser junge Mann womöglich gar nicht Danny?

Ich habe derzeit irgendwie kein Glück mit Büchern. Hoffentlich ist diese Strähne bald vorbei. So soll es bitte nicht weitergehen.  Wie die meisten Bücher zuvor, konnte auch “Mein fremder Freund” nicht von sich überzeugen. Dabei klingt die Klappentext verheißungsvoll. Es ist schließlich eine schlimme Vorstellung, dass der beste Freund eines Tages einfach spurlos verschwindet. Welche Angst man in der Situation aussteht, das mag ich mir gar nicht vorstellen. Und wie hin- und hergerissen man sich fühlt, wenn er plötzlich wieder auftaucht, aber total verändert ist. Auch keine schöne Vorstellung.
Doch leider kam weder das eine noch das andere so bei mir an. Gut, die Geschichte verläuft zunächst zweigleisig. Ein Handlungsstrang spielt im Heute, drei Jahre nach Dannys Verschwinden. Dass Hannah da den größten Schrecken bereits hinter sich hat und ein Stück weit abgeklärt auf das Vergangene schauen kann, das kann ich nachvollziehen. Aber in dem Handlungsstrang, der vom Geschehen vor drei Jahren erzählt, da hätte ich mir doch eine gehörige Portion Dramatik mehr gewünscht. Dannys Eltern wirken sehr verzweifelt, das passt. Aber Hannah hat auf mich nur äußerst selten diesen Eindruck gemacht. Das fand ich schade, denn das hätte der Dramatik und Spannung sicher gut auf die Sprünge geholfen. Und unglaubwürdig fand ich es auch, wenn man immer wieder liest, dass Hannah und Danny doch wie Pech und Schwefel gewesen sein sollen. Hannah erwähnt ein paarmal, dass Danny sich vor seinem Verschwinden verändert hatte. Das wirkt gerade so, als wolle sie sein Verschwinden damit erklären. Dadurch habe ich von der angeblich innigen Freundschaft kaum etwas gespürt.
Nachdem es also geraume Zeit so unspektakulär zugeht, ereignet sich plötzlich ein Zwischenfall zwischen Hannah und ihrem Vater, bei dem man spürt, dass dahinter mehr stecken könnte. Etwas, das vielleicht auch mit Dannys Verschwinden zu tun hat. Damit hat man als Leser wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt, an dem man mit dem Knobeln anfangen kann. Auf die Auflösung wäre ich allerdings im Leben nicht gekommen. Und ganz ehrlich, dass Danny deshalb verschwunden ist, das wirkte auf mich reichlich unlogisch. Da hätte ich andere Reaktionen glaubhafter gefunden.
Doch ehe die Wahrheit auf den Tisch kommt, taucht Danny plötzlich wieder auf. Da sollte man doch meinen, dass Hannah als beste Freundin außer sich vor Freude ist. Zumindest im ersten Moment. Aber nichts! Nicht mal für drei Sätze. Dass ihr danach Bedenken kommen, das habe ich verstanden. Aber im ersten Moment in dieser Situation, da hatte ich doch mehr spontane Freude erwartet. Auch um nochmal zu verdeutlichen, wie nahe die beiden sich mal standen.
Danny ist also zurück, aber völlig verändert. Seine Familie und Freunde bemühen sich redlich, darüber hinwegzusehen. Wer weiß schon, was Danny in den drei Jahren erlebt hat? In dieser Zeit kann so viel passieren, das einen Menschen verändert. Das stimmt zweifelsohne, aber was sich Dannys Familie und Hannah von ihm gefallen lassen müssen, das ich schlicht eine Frechheit. Und ganz ehrlich, bei allem “der verlorene Sohn ist zurück”-Glück, da wäre ein gehöriges Donnerwetter mehr als berechtigt gewesen. Und nicht nur einmal. Ich habe mich tierisch darüber aufgregt, dass sich Hannah und Dannys Eltern das alles von diesem halbwüchsigen Rotzlöffel gefallen lassen.
Das Ende selber hält keine große Überraschung bereit. Irgendwie hat man gewisse Dinge längst geahnt. Und das “Warum?” um Dannys Verschwinden wirkte auf mich reichlich dünn und einmal mehr unglaubwürdig. Ein Dreizenjähriger, der sich solche Gedanken macht und solche Konsequenzen daraus zieht? Da gibt es anderen Formen der Rebellion, die ich nachvollziehbarer gefunden hätte.

Rein inhaltlich hat mich die Geschichte schon nicht bei Laune gehalten. Die überwiegend erzählenden Passagen haben mein Lesetempo zusätzlich ausgebremst, sodass ich mich jeden Abend überwinden musste, weiterzulesen. Und nicht mal die eigentlich knackig kurzen Kapitel konnten mich dazu verleiten, mehr als zwei oder drei zu lesen.

Das Cover gefällt mir soweit ganz gut. Als kleiner Wasserangsthase bereiten mir solche Motive ohnehin eine Gänsehaut. Aber es ist damit außerdem ein Bezug zur Geschichte gegeben, das gefällt mir auch. Das kann man nicht von jedem Cover behaupten. Und etwas düster und geheimnisvoll wirkt es auch. Das passt alles.

Fazit: Kurz und knapp: für mich fehlte es der Geschichte durchweg an Dramatik. Hannahs bester Freund verschwindet und trotzdem hatte ich beim Lesen das Gefühl als plätschere das alles nur so vor sich hin. Dann taucht Danny wieder auf und von Riesenfreude ist nicht mal in den ersten Momenten des Wiedersehens etwas zu spüren. Wie glaubwürdig ist das denn, bitte? Und obendrein musste ich mich noch darüber aufregen, was sich Hannah und Dannys Eltern alles von Danny gefallen lassen. Bei allem Verständnis für “Oh, der verlorene Sohn (Freund) ist zurück, jetzt bloß nichts falsch machen, sonst haut er wieder ab!”, Danny ist sechzehn Jahre alt und benimmt sich wie die Axt im Walde. Nein, das muss sich in meinen Augen niemand gefallen lassen, auch nicht in dieser Situation. Basta!


Titel: Mein fremder Freund
Autor: Emma Haughton
Seiten: 352
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570402719
Preis: € 8,99 (TB)

Hundherum glücklich – Ein Freund – Ein Buch (Mara Andeck)

hundherumEin Hund ist ein echter Freund – und den möchte man möglichst gut kennen. Hundherum glücklich ist darum kein Ratgeber, sondern eine unterhaltsame Sammlung von Fakten rund um den Hund, überraschend, schlau und voller Witz. Hier bekommen Hundebesitzer Antworten auf all die Fragen, die sie sich beim Gassigehen stellen: Warum heben Rüden beim Pinkeln ihr Bein, Hündinnen aber nicht? Sehen Hunde fern – und wenn ja, welche Filme mögen sie? Und gibt es schlagfertige Alternativen zu dem abgegriffenen Satz: “Der tut nichts, der will nur spielen”? Ein Buch, das Mensch und Tier glücklich macht.

Ich liebe Hunde und habe bei Mara Andecks Jugendbüchern wirklich herzlich gelacht. Da war es nur logisch, dass ich mir auch dieses Buch zulegen würde. Ich mus gestehen, ich hatte etwas anderes erwartet. Ich dachte irgendwie, Mara Andeck würde in erster Linie von ihrem Hund erzählen und was sie bereits gemeinsam erlebt haben.
Das stimmt so direkt nicht. Natürlich berichtet sie ab und zu von ihrem Hund, aber im Wesentlichen ist das Buch ganz allgemein gehalten und nimmt sich den verschiedensten Themen rund um den wedelnden Hausgenossen an. Da geht es beispielsweise um den Hundeführerschein, den Umgang mit den Hinterlasenschaften des Vierbeiners, selbstgemachte Hundeleckereien und dem Hund in anderen Kulturen. Aber auch ernste Themen wie den Tod des geliebten Tieres oder Tierversuche an Hunden kommen zur Sprache. Um nur ein paar der Themen zu nennen, die man in diesem Buch antrifft.
Mit dieser abwechslungsreichen Mischung dürfte Mara Andeck den Geschmack jedes Hundehalters oder Hundliebhabers treffen. Die Hundehalter werden ihren Liebling sicher in einigen Passagen wiedererkennen. Und wer -wie ich- keinen Hund hat, diese Tiere aber trotzdem toll findet, der wird sich auf jeden Fall mit größtem Vergnügen durch die Kapitel lesen. Für beide “Parteien” gibt es hier aber obendrein und ganz klar auch noch viel zu lernen. Über einige Informationen habe ich einfach nur den Kopf geschüttelt. Was für ein Quatsch, was manche Gesetze um den Hund so vorschreiben. Andere wie zB beim Thema Tierversuche haben mich schaudern und am Verstand der Menschen zweifeln lassen. Und über wieder andere habe ich schlichtweg nur gestaunt, meist im positiven Sinne!
Schön ist an diesem Buch, dass es wirklich sehr objektiv geschrieben ist. Sicher, hier und da blitzt schon durch, wie sehr Mara Andeck ihren Hund und Hunde allgemein mag, doch es ist selten. So wird kein Verhalten -egal ob das des Hundes oder das des Menschen- je verurteilt oder vorgeführt. Es bleibt dem Leser und eventuellen Hundehalter überlassen, was er von den geschilderten Informationen hält und wie er sie für sich einsortiert. Ich kann es gar nicht leiden, wenn mir ein Buch gleich auch eine Wertung aufdrücken will, deshalb fand ich das bei diesem Buch wirklich toll! Da können Hundehalter und Hundefreunde eine ganze Menge für sich mitnehmen.

Das Buch liest sich leicht und vergnüglich. Nicht so zum Tränenlachen witzig wie Mara Andecks Teenie-Bücher, aber doch mit einem spitzbübischen Augenzwinkern und Humor. Da macht das Lesen einfach Spass. Zudem sind die einzelnen Kapitel meist knackig kurz. Da kann man auch mal ein paar mehr hintereinander lesen, ohne dass es anstrengt.

Das Cover lädt zum Kraulen ein. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, denke ich. Sehr hübsch! Wer Hunde mag, der wird auch dieses Motiv mögen. Toll sind auch die zahlreichen Illustrationen im Buch. Liebevoll gezeichnet und zum Grinsen komsich.

Fazit: Ein hundherum gelungenes Buch für alle Hunde-Fans! Interessant, informativ, zum Schmunzeln, Staunen und gelegentlich auch zum Kopfschütteln und ein Tränchen verdrücken. Außerdem ist es mit vielen witzigen Illustrationen sehr liebevoll gestaltet. Mara Andeck hat mich auch mit diesem Buch wieder überzeugt.

Danke an den Lübbe Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel: Hundherum glücklich – Ein Freund. Ein Buch.
Autor: Mara Andeck
Seiten: 304
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3785724866
Preis: 18,00 (HC)

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Boy Nobody – Ich bin dein Freund. Ich bin dein Mörder. (Allen Zadoff)

boynobodyMit 12 Jahren wurde er rekrutiert, um tödliche Missionen zu „erledigen“. Mit 16 ist BOY NOBODY einer der Besten. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Weil er seine Zielobjekte schnell und effektiv aus dem Weg räumt. Seine aktuelle Mission ändert jedoch alles: Denn die Zielperson ist ganz und gar nicht, was sie scheint. Und sie kommt ihm gefährlich nahe. Zu nahe. Aber BOY NOBODY wird auch diesen Auftrag erfolgreich zu Ende bringen. Weil er einer der Besten ist. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Oder etwa nicht?

Bei diesem Buch lockte mich das Cover, aber auch die Geschichte klang dem Klappentext nach nicht verkehrt. Immerhin mal wieder ein Jugendbuch, das nicht in irgendeiner fernen Zukunft und im Elend spielt.
Die Geschichte hält sich mit langen Vorreden nicht auf. Man ist direkt bei einem von Bens Job dabei. Dabei lässt die Story einen zunächst im Dunklen tappen. Es sieht alles nach einer ganz normalen Szene unter Kumpels aus. Doch lange lässt der Schrecken nicht auf sich warten und dann wird deutlich, worin Bens Job besteht. Dieser unmittelbare Einstieg hat mir gut gefallen. Anschließend erfährt man dann von Ben, wie seine Vorgeschichte aussieht, wie er zu seinem Job kam, was mit seinem früheren Leben passierte. Da ich kein Fan ausschweifender Erklärungen bin, hat es mich gefreut, dass Ben stets präzise auf den Punkt genau erzählt, nicht mehr als nötig um den Leser in’s Bild zu setzen.
Ansonsten hatte aber ich ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis zu Ben. Einerseits fand ich ihn und seinen Job schon ganz cool. So eiskalte Auftragskiller haben für mich halt stets einen gewissen Reiz. Andererseits habe ich oft einen ganz normalen, durchschnittlichen Sechzehnjährigen vor mir gesehen und mich gefragt, ob es möglich ist, aus so jemandem einen Killer wie Ben zu machen. Ich habe da so meine Zweifel, ehrlich gesagt. Trotzdem habe ich es hingenommen. Auch weil man sich darüber bei so einer Geschichte keine Gedanken machen darf. Jugendliche Leser werden das eh nicht tun und an sie richtet sich das Buch schließlich in erster Linie. Die werden Ben cool finden, und das war er auch für mich.
Allerdings konnte ich mich trotzdem nicht richtig mit ihm anfreunden. Ich habe ihn zwar gerne bei seinen Aufträgen begleitet, aber mitfiebern konnte ich zB nicht. Wie auch, wenn jemand so kalt und gefühllos ist, wie Ben? Stets berechnend und nie ängstlich? Wie soll ich mit einer Figur mitfiebern, wenn mir reglmäßig gesagt wird, dass sie allem und jedem gewachsen ist? Um mich mit einer Figur anzufreunden, muss ich mich an irgendeiner Stelle in sie hineinfühlen können, und das ging hier sehr, sehr lange gar nicht.
Ich hatte gehofft, Bens Begegnung mit seinem neuen Zielobjekt Sam würde daran etwas ändern. Dass in diesem Moment wenigstens ein paar Gefühle reinkommen würden, doch selbst das war nicht der Fall. Ben kommen zwar Zweifel an gewissen Faktoren seines Lebens, aber Gefühle? Kaum der Rede wert! Und Sam steht ihm in Sachen Coolness und Abgebrühtheit kaum etwas nach. So blieb es dabei, dass ich spürbar von außen auf das Geschehen geblickt habe, es mich aber nicht gefangenen nehmen konnte.
Erst zum Ende hin kam dann auch bei mir Spannung auf. Zwar nicht, weil ich plötzlich so dicke mit Ben und Sam gewesen wäre, aber das Ende hält immerhin eine rasante Verfolgungsjagd  und ein paar unerwartete Wendungen bereit, die die Handlung zuvor in ganz anderem Licht dastehen lassen. Das hat Spass gemacht. Außerdem ist das Ende sehr konsequent.
Leider lässt es viel Raum für eine Fortsetzung. Wie ich im Nachhinein erfahren habe, ist dieser Band der Auftakt zu einer Reihe. Das wusste ich zuvor nicht und hatte mich auf einen Jugendroman gefreut, der endlich mal wieder für sich steht. Daher hat mich das offene Ende hier enttäuscht.

336 Seiten hat das Buch, aber es kam mir überhaupt nicht so vor. Ben erzählt in kurzen, klaren Sätzen ohne unnötiges Gequatsche drumherum. Das passt, weil es so militärisch klingt, und es bringt Tempo in den Lesefluss. Richtige Kapitel gibt es nicht. Alle drei, vier Seiten beginnt ein neuer Abschnitt  mit einem fettgedruckten ersten Satz. Weil diese Abschnitte so schön kurz sind, habe ich oft gedacht ‘ach komm, einen mehr noch, ist ja nicht viel’ und plötzlich waren wieder 100 Seiten dahin. Sowas mag ich.

Beim Cover finde ich vor allem die schattige Darstellung der Stadt im Hintergrund toll. Und mit dem Fadenkreuz und dem leuchtend roten Fadenkreuz ist es auch noch ein echter Hingucker. Schön auch, dass sogar die Buchdeckel ein wenige gestaltet sind. So hat man nicht einfach nur ein nacktes Buch in Händen, wenn man -wie ich- beim Lesen den Umschlag entfernt.

Fazit:   Die Idee von “Boy Nobody” hat mir richtig gut gefallen, und Ben fand ich wirklich cool! Allerdings konnte ich mich durch seine kühle, abgeklärte und gefühllose Art nicht in ihn hineinversetzen und somit nicht mit ihm fiebern. Dafür brauche ich einen gefühlsmäßigen “Kontakt” zu einer Figur. Entsprechend hat es mir zwar Spass gemacht, ihm bei seiner Arbeit zuzusehen, aber spannend fand ich es nicht. Das änderte sich erst ganz zum Schluss. Erst da kamen Tempo und Spannung auf, was letztlich von einem erfreulich kompromisslosen Ende gekrönt wurde.

Diese Rezension entstand im Rahmen des Amazon Vine Produkttester Programms!


Titel: Boy Nobody – Ich bin dein Freund. Ich bin dein Mörder.
Autor: Allen Zadoff
Seiten: 336
Verlag: Bloomoon Verlag
ISBN: 978-3845800059
Preis: € 16,99

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Mein Freund Max (02) – Max geht nicht mit Fremden mit / Max übernachtet bei Pauline

Titel: Mein Freund Max (02) – Max geht nicht mit Fremden mit / Max übernachtet bei Pauline / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 31 min / Sprecher: Philipp Draeger, Elena Wilms, Jenny Böttcher ua

Inhalt: Max wartet auf dem Spielplatz auf Mama. Das dauert. Und dann fängt es auch noch an zu regnen! Vielleicht sollte Max mit dem Mann mitgehen, der ihn nach Hause bringen will? Aber Max ist nicht dumm. Er weiß, was er tun muss / Max darf zum ersten Mal bei Pauline übernachten. Schnell packt er seinen Koffer: Schlafanzug, Zahnbürste, Kuscheltier und natürlich die kleine Taschenlampe. Aber ob Max ohne den Gutenachtkuss von Papa und Mama einschlafen kann?


Weiter geht es mit Maxens Alltagsabenteuern. Dieses Mal vermittelt die eine Geschichte eine sehr wichtige Botschaft. Die andere begleitet Max bei seiner ersten Übernachtung bei Freundin Pauline. Denn auch das kann ein kleines Abenteuer sein, wenn man erst sechs Jahre alt. Hier wird schön auf die Bedenken des Kleinen eingegangen, aber auch mit lustigen Unternehmungen herausgearbeitet, welchen Spass so eine Übernachtung machen kann. Autor Christian Tielmann gelingt es ebenso gut wie der Autorin der “Conni”-Geschichten, sich in die Sichtweise der Lütten zu versetzen. Ich finde das immer wieder beachtlich und bewunderswert und finde es daher gut, dass nun auch die Jungs einen “Freund” bekommen, mit dem sie Spass haben können.

Hier sind durch die Bank geübte junge Sprecher wie Philipp Draeger, Feline Günther und Anton Wilms zu hören, die den Charakteren glaubhaft Leben und Wesen einhauchen. Und auch bei  den erwachsenen Sprechern gibt es nichts zu beanstanden. Auch hier sind Könner am Werke und somit sind Max’ Geschichten in diesem Bereich eine runde Sache.

Das Titellied trägt mir nachwievor etwas zu sehr auf was Max’ Fähigkeiten anbetrifft, aber es macht Spass und hat Ohrwurmqualität. Fröhliche Stücke, die sehr an “Conni” erinnern begleiten die Geschichten und auch die Geräusche können sich hören lassen.

Das Covermotiv orentiert sich auch bei dieser Folge an der ersten der beiden Geschichten. Dafür versteckt sich hinter der CD ein Bild passig zur zweiten Geschichte. Der fröhlich bunte Stil passt gut zu einem Hörspiel für diese Altersgruppe.

Fazit:  Auch die zweite Folge hat mir gut gefallen. Ich kann mir leicht vorstellen, dass Max ebenso flott Fans sammeln wird, wie “Conni” es geschafft hat.

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