Freundschaft

Der zauberhafte Wunschbuchladen (Katja Frixe / Uta Dänekamp)

Titel: Der zauberhafte Wunschbuchladen / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 175 min, 3 CDs ungekürzt / Buch: Katja Frixe / gelesen von: Uta Dänekamp

Inhalt: Furchtbar, wenn die beste Freundin in eine andere Stadt zieht! Wie gut, dass Clara noch Frau Eule und ihren Buchladen hat. Umgeben von all ihren Lieblingsbüchern, dem reimenden Kater Gustaf und dem sprechenden Spiegel Herrn König fühlt sie sich nicht so allein. Ganz besonders nicht in kuscheligen Mondscheinlesenächten. Denn wie sagt Frau Eule so schön: „Heute ist kein Tag für schlechte Laune!“


Als waschechte Leseratte hatte mich das Hörbuch alleine schon mit Titel und Cover am Haken. Ich liebe es, in Buchläden zu stöbern. Bestimmt erst recht, wenn es ein so schöner, zauberhafter und verwunschener Buchladen wäre, wie der, in den Clara sich gerne zurückzieht. Er wird wunderbar anschaulich beschrieben, sodass man sich sofort dorthin wünscht. Auch wegen der liebenswerten „Bewohner“ wie Frau Eule und dem frechen Kater Ich konnte Clara nur zu gut verstehen, solch einen Ort müsste eigentlich jeder haben. Überhaupt fiel es mir wunderbar leicht, mit Clara „Freundschaft zu schließen“. Sie ist eine sehr liebenswerte Figur, die sich leider mit allerlei Problemchen herumschlagen muss. Ihre beste Freundin wird wegziehen, weil es bei deren Eltern nicht zum Besten steht und in der Schule ist es ebenfalls nicht immer leicht.
Problemchen also, die bestimmt auch die jungen Hörer kennen dürften. So magisch die Geschichte ist, sie ist also doch auch sehr nahe im realen Leben. Diese Kombination gefällt mir immer sehr gut und auch hier ist sie toll gelungen. Ich konnte mich schnell und gut in Clara hineinversetzen und mit ihr fühlen. Dabei gab es oft etwas zum Lachen, doch es sind auch nachdenkliche, rührende Momente mit dabei.
Die große Frage ist natürlich, ob Claras Freundin Lene tatsächlich wegziehen wird. Obwohl es eine Geschichte für die jüngeren Hörer ist, lässt sie sich nicht bereits nach kürzester Zeit vorhersehen und beantworten. Aber wenn Frau Eule sagt, dass heute kein Tag für schlechte Laune ist, dann müsste doch eigentlich alles gut ausgehen. Oder? Man weiß es lange nicht, wodurch es auch lange spannend bleibt.

Uta Dänekamp habe ich hier zum ersten Mal gehört und es hat mir sofort gefallen, wie sie die Geschichte liest. Sie hat eine passend junge Stimme und liest herrlich lebendig, mit viel Schwung und Humor. Aber eben auch mit ernsteren Tönen, wenn es bei Clara mal nicht so lustig zugeht. Ich hatte keine Mühe, Uta Dänekamp über längere Zeit hinweg zu lauschen.

Das bunte Cover gefällt mir bei jedem Anschauen noch einen Ticken besser. Es macht Spass, die Bücher zu betrachten und man bekommt direkt einen Einblick in den Buchladen aus dem Titel. Der Kater ist so goldig und Clara sieht sympathisch und ein bisschen frech aus.

Fazit:  Es gibt sie wirklich, die Magie der Bücher. Erst recht in diesem Buchladen. Eine wunderschöne Geschichte voller Magie, Phantasie, aber auch ganz realen Themen, denen sicher viele Kinder mal begegnen. Eine rundum gelungene und zauberhafte Mischung.

TKKG (200) – Der große Coup

Titel: TKKG (200) – Der große Coup / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 124 min / Sprecher: Sascha Draeger, Martin May, Marianne Bernhardt, Renate Pichler, Michael Lott ua

Inhalt: In der Internatsschule, die Tim, Karl, Gaby und Klößchen besuchen, gibt es etwas zu feiern. Alle sind da: Schüler, Eltern, Lehrer, Politiker und Journalisten, sowie jemand, mit dem TKKG ganz und gar nicht gerechnet haben. Denn kaum haben die Festreden im Foyer begonnen, schleicht ein vermummter Mann in das Zimmer von Tim und Klößchen. Was zuerst wie ein normaler Diebeszug aussieht, verwandelt sich schnell in einen verzwickten Fall, in dessen Verlauf das eine oder andere Bandenmitglied kurzfristig oder gar für immer verloren geht.


Hallo, großes TKKG-Jubiläum mit dem vollmundigen Titel! Diese Folge kommt auf zwei CDs daher und verspricht einen besonders großen Fall für die Freunde. Der lässt sich aber zunächst eher ruhig an mit einer Feierlichkeit am Internat und einer Entdeckung im Adlernest später.
Man muss aber zugeben, dass sich der Fall dann doch noch ordentlich mausert. Klößchen wird entführt, die Erpresser fordern eine horrende Summe und natürlich begeben sich Tim, Karl und Gaby sofort auf die Suche nach ihrem Freund. Die ist angenehm abwechslungsreich und durchaus spannend, aus verschiedenen Richtungen sogar. Natürlich hinsichtlich der Entführung, aber auch wegen der Suche nach Willi in verfallenen Gebäuden, diversen Fallen, in die die Freunde tappen, näcthtlichen Unternehmungen und noch einigen Dingen, die zwar nicht unmittebar mit der Entführung zu tun haben, dem Hörer aber doch zu denken geben und Fragen aufwerfen. Nicht zuletzt die Frage, ob dieser Fall das Ende von TKKG sein wird, Warum, wieso, weshalb, das muss man selber hören.
Gleichzeitig spürt man beim Hören, wie dick die Freundschaft zwischen den Vieren ist. Das hat mir wirklich gut gefallen. Ich finde, so deutlich kam das bislang nirgends rüber. Das passt an die Stelle einer Jubiläumsfolge. Genauso schön ist es, mal alle Eltern der Vier anzutreffen, in vergleichsweise großen Rollen sogar.
Nichtsdestotrotz, mit Entführungen hatten TKKG schon zu tun, mit Erpressern ebenfalls. So gesehen ist der Fall nicht ganz so herausragend wie der Titel verheißt. Und irgendwie denke ich auch, man hätte das alles gut auf die Länge einer CD straffen können. Es passiert ja an sich nicht mehr als sonst, nur die Szenen fallen deutlich länger aus.

An Tobias Diakow alias Karl haben ich mich inzwischen gut gewöhnt und ich höre ihn gerne in dieser Rolle. Auch wenn seine Stimme nicht ganz so markant ist wie die seines Vorgängers. Aber er klingt auch nicht so ganz obergescheit wie Niki Nowotny. An Rhea Harder in der Rolle der Gaby werde ich mich wohl nie ganz gewöhnen, aber sie ist nun mal dabei und hat meist ja auch nicht so viel zu sagen. Sascha Draeger und Manou Lubowski sind fit dabei wie eh und je.
So schön ist es finde, hier die Eltern der Freunde allesamt anzutreffen, so sehr habe ich mich doch bei allen gefragt, wieso sie so klingen als seien ihre Kinder nicht 13 Jahre alt, sondern bereits doppelt so alt. Speziell Willis Mutter klang mir nicht nach Teenangermutter, sondern eine ganze Ecke älter. Das passt irgendwie nicht so recht.

Was Musik und Geräusche anbetrifft, klingt es nicht unbedingt jubiläumsmäßig. Die Folge klingt mit den verwendeten Stücken und ihrer Geräuschkulisse ganz so wie ihre Vorgänger. Was nichts Schlechtes bedeutet.

Auf dem Cover sind die Freunde zu sehen wie sie nachts auf einem Friedhof einer finsteren Gestalt folgen. Ein angenehm düsteres Motiv, das einenn spannenden Fall verspricht. Ein bisschen schaurig ist es auch, was mir ja eh immer gut gefällt.

Fazit:  Einzig hinsichtlich der Spielzeit eine Jubiläumsfolge und ein größerer Coup als die übrigen Folgen der Reihe. Dennoch ein wirklich spannender Fall, nicht nur was die Entführung und die Erpressung anbetrifft. Hier wird auch die Freundschaft und der Zusammenhalt von TKKG auf die Probe gestellt, was zusätzlich für Brisanz sorgt. Insgesamt hätte aber sicher auch eine CD für die Story gereicht.

Gespenster Krimi (12) – Der gehörnte Abt

Titel: Gespenster Krimi (12) – Der gehörnte Abt / Verlag: Contendo Media, Audionarchie / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Luisa Wietzorek, Luise Lunow, Sven Plate, Lutz Riedel ua

Inhalt: Die Diagnose Krebs im Endstadium lässt den jungen Daniel verzweifeln. Gemeinsam mit seinen besten Freunden Aarón und Lucia möchte er einen letzten gemeinsamen Trip in das dichte spanische Waldgebiet Selva de Oza unternehmen. In der Tiefe der Wildnis wartet das unaussprechliche Böse auf sie. Bereit, aufzuerstehen, um die Welt in unermessliches Chaos zu stürzen.


Das kriminell gespenstische Dutzend ist voll! Als Einstieg geht es direkt in finstere Zeiten und anschließend wartet für Daniel auch im Hier und Heute ein großer Schrecken. Seine Freunde Aaron und Lucia sind kaum besser dran, nur in anderer Hinsicht. Man weiß also direkt, in welche Richtung es hier geht und auch die Figuren werden gleich gut vorgestellt mit allen Facetten. Sowohl die großartige Freundschaft, die sie vereint, als auch die Schattenseiten ihres Lebens. So baut man schnell eine Beziehung zu ihnen auf und kann sich leicht in sie hineinfühlen und später mit ihnen hoffen und bangen.
Auf der gemeinsamen Reise holt sie dann endgültig der Schrecken ein. Vorfälle reihen sich aneinander, die mal nur seltsam sind, dann wirklich gruselig, mitunter auch erschreckend blutig und durchaus auch mal trashig. Da ist Tempo drin und Langeweile kommt rein von der Handlung / Story nicht eine Sekunde lang auf. Ein fulminantes Finale rundet die Story schließlich ab.
Es gibt allerdings ein paar Dinge, die mich gestört und geärgert haben. Sie betreffen vornehmlich die Erzählweise. Auf mich wirkte die Geschichte teilweise wirr und zerrissen durch die Wechsel zwischen den Schauplätzen und den Figuren und zwischen der Realität und Träumen. Das hätte für mich geradliniger sein dürfen.
Heißen die Jungs eigentlich DAAniel und AAron oder DanieLL und AaroNN? Mal werden die Namen auf der ersten Silbe betont, dann betont sie jemand auf der letzten Silbe.  Eine Gestalt ist im finsteren Halbdunkel „vorsichtig“ auszumachen. Vorsichtig? „Kaum“ oder auch „schwer“, aber vorsichtig? Gegen Ende heißt es „Mit weit aufgerissenen Augen wirbelten die zahlreichen Arme und Beine…“ Die Arme und Beine haben Augen?! Und es gibt noch ein paar Stellen mehr, an denen für mein Empfinden Sätze sprachlich unnötig ausgeschmückt werden, damit sie möglichst viel Wirkung erzielen. All das zieht sich durch die gesamte Geschichte und wurde für mich so zu einem ziemlichen Ärgernis.

In den Hauptrollen sind Charistian Zeiger, Sven Plate und Luise Wietzorek zu hören und keiner von ihnen leistet sich auch nur den kleinsten Ausrutscher. Christian Zeiger habe ich Daniels Verzweiflung sofort abgenommen, Luisa Wietzorek ist sowohl anfangs als Aarons toughe Schwester glaubhaft, als auch später als die Ängstlichste aus der Gruppe. Luise Lunows und Karins Lienewegs markante Stimmen sorgen bei den ersten Auftritten der beiden Nonnen noch für eine ordentliche Gänsehaut. Später schwadronieren sie allerdings so ausführlich, dass es anstrengend und eintönig wird. Und Erzählerin Alexandra Lange, deren Stimme ich wirklich mag, erzählt so gemächlich, traurig, schwermütig und ohne viel Betonung, dass es für mich schnell  ermüdend wurde ihr zu lauschen.

Musikalisch wird einmal mehr ganz großes (Ohren)kino geboten. Es sind eindrucksvolle Stücke zu hören, aber auch leisere, Gefahr verheißende Melodien. Beides hat seine ganz eigene Wirkung und sorgt im Nu für die nötige Stimmung und Atmosphäre. Hinsichtlich der Geräusche gibt es ebenfalls nicht das Geringste auszusetzen.

Das Covermotiv kommt ein bisschen sehr düster daher. Ich hätte es besser gefunden, wenn man die Hörner so gut hätte sehen können wie die Flügel(?). Und eine tiefschwarze Kapuze, unter der nichts das Geringste zu erkennen ist, ist auch nicht per se schaurig.

Fazit:  Dramatisch, spannend, schaurig und teilweise auch splattermäßig blutig. Tempo hat die Story auch reichlich Insofern gibt es nichts zu beanstanden. Auf mich wirkte sie aber teilweise wirr und zerrissen erzählt, wodurch diese Eindrücke nie lange aufrecht erhalten wurden und letztlich verpufften. Und dann habe ich mich noch über einige Kleinigkeiten in der Erzählweise geärgert. In Summe bleibt daher bei mir ein eher durchwachsener Eindruck vom Abt zurück.

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance (Estelle Laure / Julia Meier)

Titel: Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance / Verlag: Goya Libre / Spielzeit: ca. 245 min, 3 CDs / Buch: Estelle Laure / gelesen von: Julia Meier

Inhalt: Die 17-jährige Lucille sollte sich eigentlich auf ihr letztes Highschool-Jahr freuen: Sie versteht sich gut mit ihrer kleinen Schwester Wren, ihre beste Freundin Eden steht immer an ihrer Seite und sie ist heimlich in Edens Zwillingsbruder Digby verliebt. Er vielleicht auch in sie? Doch am ersten Schultag nach den Sommerferien kommt Lucilles Mutter nicht wie versprochen aus dem Urlaub zurück und die beiden Schwestern sind auf sich allein gestellt. Wie soll Lucille sich und Wren versorgen, ohne dass das Jugendamt etwas merkt? Zum Glück stehen Eden und Digby ihr zur Seite, doch dann ereignet sich ein schrecklicher Unfall und Lucille muss endgültig lernen, auf eigenen Beinen zu stehen.


Ich bin ja ein Fan von Jugendbüchern und es ist auch das einzige Genre, in dem es für mich mal eine Geschichte von einem amerikanischen Autor sein darf. In keinem anderen Genre sonst bin ich dafür noch zu haben. Und kurz gesagt, ist es auch genau dieser Aspekt, wegen dem mich diese Geschichte letztlich doch nicht überzeugen konnte.
Aber ich werde mit dem Positiven anfangen, denn auch davon bringt sie einiges mit. So mochte ich zB Lucille sehr schnell wirklich gerne. Genauso ihre Freunde und Geschwister. Das ist immer schon viel wert, denn mit solch einer Einstellung zu den Figuren folgt man einer Geschichte doch gleich umso lieber. Es hätte hier und da zar etwas mehr Tiefe sein dürfen, ein paar Informationen usw mehr über die Figuren, aber mir hat es so gereicht, da ich kein Freund von allzu ausufernden Beschreibungen bin.
Mir taten Lucille und ihre Geschwister zunächst auch wirklich leid als sie sich urplötzlich in einer Situation wiederfinden, die sicher für jeden Jugendlichen (und ein Stück weit sicher auch für Erwachsene) absolut neu und die totale Herausforderung ist. Ich habe mich gefragt, wie sie die Sache meistern werden und es hat mir Spass gemacht, zu verfolgen, wie speziell Lucille an der Situation wächst und sich weiterentwickelt. Mir ist es wichtig, dass ich bei Figuren eine solche Entwicklung bemerke. Das finde ich immer spannend.
Nun zu den Knackpunkten. Mir ist es bei Geschichten amerikanischer Autoren einfach zu öft untergekommen, dass sie in irgendeiner Hinsicht unnötig übertreiben. Genauso habe ich auch hier empfunden, denn was nach dem ersten Schicksalsschlag alles an Katastrophen auf Lucille einprasselt war mir einfach zu viel. So viel, dass es ins Unglaubwürdige rutschte.
Und ob man angesichts all dessen noch an dieses Ende glauben mag, lasse ich mal dahingestellt. Natürlich, es entspricht dem Titel, aber so richtig authentisch kam es mir nicht mehr vor.

Julia Meier hat mir als Sprecherin sehr gut gefallen. Sie hat eine angenehme Stimme und bringt die Gefühle der Figuren glaubhaft und intensiv an den Hörer. Das verleiht der Geschichte ihre Atmosphäre und bringt den Hörer dazu, mit den Charakteren zu fühlen.

Das Cover ist mit den knalligen, bunten Farben ein echter Hingucker. Allerdings finde ich, dass man schon gut hinsehen muss um darin den Titel lesen zu können. Die CDs sind ebenfalls in bunten Farben gehalten und man findet im Booklet einige Informationen über Autorin und Sprecherin.

Fazit:  Dass ich dieses Hörbuch nicht an einem gewissen Punkt abgebrochen habe bzw mich davon habe ablenken lassen, liegt vor allem an den durchweg sympathischen Figuren, in die ich mich gut einfühlen und mit denen ich leicht mitfühlen konnte. Allerdings war es mir dann doch entschieden zu viel Dramatik / Schicksal, als dass ich es noch glaubhaft finden konnte. Und so konnte mich die Story trotz der liebenswerten Figuren nicht überzeugen konnte.

Die Punkies (01) – Bühne frei für die Punkies

Titel: Die Punkies (01) – Bühne frei für die Punkies / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Niels Rieke, Robert Missler, Daniel Axt, Patrick Bach ua

Inhalt: Eine erfolgreiche Band müsste man sein, und vor ausverkauften Hallen kreischende Fansbegeistern! Leonie, Ben, Aylin, Lucas und Nikolas haben diesen gemeinsamen Traum! Als Punkies wollen die fünf Freunde voll durchstarten. Doch der Weg zum Pop-Olymp ist steinig. Erst einmal muss ein Haufen Hits komponiert werden! Und dafür braucht man einen Ort, an dem man ungestört üben kann. Doch ihre Rivalen von der Band krashkiddz haben die gleichen ehrgeizigen Ziele und sind scharf auf denselben Proberaum! Als es den Punkies gelingt, ihnen ein Schnippchen zu schlagen, schwören krashkiddz Rache und blamieren die Punkies vor der ganzen Stadt bis auf die Knochen. Doch so schnell gibt sich ein Punkie nicht geschlagen!


Als ich das erste Mal von der Reihe hörte und das Cover sah, habe ich direkt abgewunken. Aber irgendwann siegte dann doch die Neugier. Allerdings mit keinen großen Erwartungen. Daher hat sich diese erste Folge für mich auch prompt als große und positive Überraschung herausgestellt.
Zunächst lernt man die Bandmitglieder kennen. Und auch die haben sich teilweise noch nie live gesehen. So hat man alle Gelegenheit, sich einzufinden. Und die Jungs und Mädels sind glücklicherweise auch schon Teenies und durch die Bank super sympathisch und normal. Keinerlei Starallüren, sehr fein!
So verfolgt man, wie sich die Band formiert und hofft mit ihnen, dass es mit dem ersehnten Proberaum klappt. Das sorgt für die erste Spannung. Die krashkids sind die Erzrivalen der Punkies und machen ihnen zusätzlich das Leben schwer, denn auch sie haben es auf den Raum abgesehen und spielen ihnen später einen gemeinen Streich. Plötzlich scheint für die Punkies alles den Bach runter zu gehen. Sie taten mir richtig leid. Aber dann raffen sie sich zum Gegenangriff auf und es wird erneut spannend und auch turbulent. Das macht Spass!
Zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln gibt es ebenfalls so einige Gelegenheiten.
Rundum also eine wirklich tolle erste Folge.

Daniel Axt alias Ben hat mir prima gefallen. Er lässt Ben sympathisch und clever rüberkommen und gibt in dieser Rolle auch den Erzähler. Mein Favorit unter den Hauptsprechern ist Jenny Maria Meyer als coole Leonie. Patrick Bach ist als Nikolas zu hören und der ist unüberhörbar ein ganz gewitztes Kerlchen. Tim Kreuer fällt die Rolle des Lucas zu, der bei ihm etwas hibbelig und aufgedreht rüberkommt. Aber vermutlich ist Stillsitzen und Ruhebewahren eben nichts für einen Schlagzeuger. Und dann ist da noch Merete Brettschneider als Aylin mit von der Partie. Dank ihr hat man sofort ein Bild von dem einfach nur netten Mädchen vor Augen. Damit sind die Punkie-Sprecher komplett.

Musik spielt hier logischerweise eine große Rolle. Ich muss gestehen, dass die Musik der Punkies nicht so mein Fall ist. Zu sehr weichgespülte Popmusik einfach. Ehrlicherweise sagt mir der rockige Stil der krashkiddz deutlich mehr zu. Mal schauen, ob das so bleibt. An den Geräuschen gibt es nichts zu bemängeln, hier ist alles top in Ordnung.

Warum habe ich beim Anblick des Covers damals sofort abgewunken? Weil ich diesen Cartoonstil schlichtweg nicht mag. Was soll das? Die Punkies sind keine Kinder mehr! Und die Geschichte klingt auch nicht so als wäre sie für eine so junge Altersgruppe. Wieso sehen die Figuren auf dem Cover dann aus wie dem Kinderprogramm im TV entsprungen?

Fazit: Diese erste Folge war eine echte Überraschung für mich. Sympathische, jugendliche Hauptfiguren, eine spannende Story und manch amüsante Szene. Musikalisch sind die Punkies zwar nicht mein Fall, aber ansonsten defintitiv. Ich freue mich schon auf Folge 2.

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