Fünf Freunde

Fünf Freunde (130) – …und die Glocke der Wikinger

Titel: Fünf Freunde (130) – …und die Glocke der Wikinger / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Ivo Möller, Udo Schenk, Jürgen Thormann, Wolfgang Häntsch ua

Die Fünf Freunde verbringen ihre Ferien in Nordengland. Während Onkel Quentin wichtigen Forschungen nachgeht, besuchen die Kinder ein historisches Wikingerdorf. Dort begegnen sie dem alten Mr. Rasmussen, der behauptet, ein echter Wikinger zu sein. Kurz darauf ist er verschwunden, und mit ihm eine tausend Jahre alte Glocke. Und das ist erst der Anfang einer Reihe von Merkwürdigkeiten, denen die Fünf Freunde beharrlich auf der Spur bleiben, bis sie ein fast unglaubliches Geheimnis lüften.


Für diesen Satz darf man mich gerne steinigen, aber die Wikinger interessieren mich nicht sonderlich. Somit stand die Folge für mich zunächst nicht gerade unter einem guten Stern. Dazu kam noch ein wenig kreativer Anfang. Die Kinder müssen -mal wieder- wegen Onkel Quentins Wissenschaft verreisen. Man könnte meinen, sie würden das schon kennen. Doch George mufft herum als wäre es das erste Mal und nervte mich damit obendrein auch noch.
Mein Eindruck besserte sich erst mit der Ankunft in dem kleinen nordenglischen Ort und dem ersten Besuch im Wikingermuseum. Das lag weniger am Museum an sich, denn -wie gesagt- die Wikinger sind nicht mein Interessengebiet, aber ich mochte den alten Mr. Rasmussen auf Anhieb sehr gerne. Ihm habe ich sogar bei seinen Ausführungen über die Wikinger gerne zugehört. An dieser Stelle kann man einiges über sie lernen. Das schadet ja bekanntlich nie.
Schon bald allerdings ereignet sich Seltsames. Die wertvolle Glocke der Wikinger ist verschwunden und auch von Mr. Rasmussen fehlt jede Spur. Die fünf Freunde machen sich umgehend auf die Suche und bald reiht reiht sich eine Merkwürdigkeit an die nächste. Wie so oft ist man den Freunden als Hörer sicher ein Stück voraus, aber es macht dennoch Spass, ihre Nachforschungen zu verfolgen. Die gehen hier angenehm zügig voran, sodass es niemals langatmig wird.

Wolfgang Häntsch verleiht Mr. Rasmussen seinen ganz eigenen Charakter. Mal wirkt er absolut sympathisch, dann wieder lässt er ihn ruppig und undurchschaubar klingen. Madeleine Tusk gibt Caroline ein ausgesprochen arrogantes Wesen und einen höchst unfreundlichen Ton. Gestaunt habe ich über Alexandra Garcias Darbietung zu Beginn der Folge. Enttäuscht, verärgert, okay, aber George klingt schlichtweg nur zu Tode gelangweilt und so lust- und kraftlos als ginge es auf ihr Ende zu.

Die eingesetzten Musikstücke bieten eine Mischung aus alten und neuen Melodien. Sie tragen nicht besonders zur Atmosphäre bei, dabei hätten einige Szenen es verdient gehabt. Dafür gibt es eine feine Geräuschkulisse, die keine Wünsche offen lässt.

Im Gegensatz zum Cover der vorigen Folge, ist dieses Mal das wichtigste Element der Geschichte zu sehen. Dazu die Freunde auf ihrer Suche, natürlich schön oldschool mit einer Karte und inmitten einer interessanten Landschaft. Das passt gut zusammen und zur Reihe.

Fazit:  Mich konnte die Folge erst nach einer ganzen Weile begeistern. Der Start mit uns ging gründlich daneben. Glücklicherweise wurde es dann dank interessanter Figuren und kurzweiligen Ermittlungen doch noch spannend.

Fünf Freunde (129) – …und die kleinen Detektive

Titel: Fünf Freunde (129) – …und die kleinen Detektive / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Jannik Endemann, Tim Kreuer, Lelio Fontanges, Alexandra Garcia ua

In ihrem neuen Abenteuer verschlägt es die Freunde in ein Zeltlager. Als zwei geplante Betreuer ausfallen, übernehmen sie die Verantwortung für drei jüngere Kinder, die sich “Die kleinen Detektive” nennen. Doch dann verschwinden die Kleinen und die Lagerleitung erhält eine beunruhigende anonyme Botschaft. Jetzt heißt es klug zu handeln! Mit höchster Aufmerksamkeit und raffinierten Tricks gehen die Fünf Freunde in dieser Sache vor. Und mit der Hilfe der schlauen Kinder wird schließlich einer gemeinen Bande das Handwerk gelegt.


Vermutlich erinnert sich außer mir kaum noch jemand an die Kiosk Hörspielserie “Die kleinen Detektive” aus den Achtzigern. Falls doch, dürfte zumindest diesen Leuten einleuchten, dass ich angesichts des Titels dieser Folge ganz schön irritiert war.
Doch natürlich hat beides nichts miteinander zu tun. Die Geschichte beginnt in einem Zeltlager, an dem die fünf Freunde in den Ferien teilnehmen. Relativ schnell lernt man gemeinsam mit ihnen die besagten kleinen Detektive kennen, und die sind wirklich noch sehr klein bzw jung. Ich befürchtete schon das Schlimmste was Nerverei naseweiser Kinder angeht. Glücklicherweise sind die kleinen Detektive aber wirklich ganz schön schlau und vernünftig für ihr Alter und heulen nicht bei der erstbesten Gelegenheit herum. Ganz im Gegenteil, sogar als es ernsthaft brenzlig wird, handeln sie sehr besonnen. Wie wahrscheinlich das ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber in dieser Hinsicht sind mir zu vernünftig geratene Kinder ehrlich lieber als heulende.
Die fünf Freunde übernehmen es, auf die kleinen Detektive aufzupassen, doch dann geschieht das Unglück: die Kleinen gehen im Wald verloren. Auch wenn ich es seltsam fand, dass die Großen sich auf den Deal mit den Kleinen einlassen, so verantwortungsbewusst sie sonst immer sind, aber ein bisschen kann man es auch nachvollziehen.
Und als wäre das noch nicht schlimm genug, geraten die Kleinen auch noch an zwei ganz gemeine Kerle, die sie entführen. Das ist der einzige Moment, wo die Vernunft der Lütten mal kurz aussetzt. Doch das braucht es halt um die eigentliche Story in die Gänge zu bringen. Mir hat sie trotz anfänglicher Bedenken wirklich gut gefallen. Die Großen müssen die Angelegenheit besonders schlau und vorsichtig angehen und die Kleinen müssen all ihren Grips zusammenkratzen um mitzuarbeiten. Das ergänzt sich auf spannende Weise und einige ernsthaft bedrohliche Situationen steuern nochmal einen Schuss Dramatik bei.

Lelio Fontanges, Viviana Brunner und Sten Brettschneider sind in den Rollen der kleinen Detektive zu hören. Mit ihren hellen Stimmen und dem aufgeweckten Ton bringen sie viel frischen Wind in die Geschichte. Tim Kreuer  gibt Betreuer Tom einen überzeugend pflichtbwussten Ton.

Musik und Geräusche sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. So kommt leicht die passende Stimmung auf und das Geschehen ist wunderbar anschaulich.

Von den kleinen Detektiven ist auf dem Cover keine Spur zu sehen. Man erkennt aber auf Anhieb, dass die fünf Freunde etwas oder jemanden suchen und der Hintergrund mit den Containern und dem großen Kran stimmt neugierig.

Fazit: Ich hatte ernste Bedenken, die aber glücklicherweise unbegründet waren. Die kleinen Detektive nerven kein Stück. Stattdessen erlebt man hier schlaue und spannende Zusammenarbeit zwischen ihnen und den fünf Freunden, die mit einer wirklich ausgesprochen gefährlichen Lage zurechtkommen müssen.

Fünf Freunde (128) – …und der unsichtbare Feind

Titel: Fünf Freunde (128) – …und der unsichtbare Feind/ Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Theresa Underberg, Tim Knauer, Claus Fuchs, Peter Franke ua

Ein alter Seemann hat in Kirrin ein Fischgeschäft eröffnet und bringt mit seinem Gesang zum Akkordeon so richtig Stimmung in das kleine Fischerdorf. Doch hat er auch seinen Laden richtig im Griff? Ein Missgeschick folgt dem nächsten, und schließlich meint jemand, Kirrins Bürger vor Aale-Peter warnen zu müssen. Allerdings schriftlich und ohne sich selbst zu erkennen zu geben. Das macht die Fünf Freunde skeptisch. Sie ermitteln bis tief in die Nacht, um Aale-Peter zu helfen.


Ein neues Fischgeschäft hat in Krrin eröffnet, geführt von einem ehemaligen Seemann. Als die Freunde ihn kennenlernen, mögen sie ihn auf Anhieb. Das konnte ich gut nachvollziehen, denn Aale-Peter (wie er genannt wird) ist wirklich ein sehr netter, sympathischer Kerl mit einer liebenswert rauen Art. Ein echter Seebär eben.
Da kann man leicht verstehen, dass die Freunde ihm sofort helfen wollen als es so aussieht, als ob jemand Aale-Peters Geschäft sabotieren wolle. Ein Drohbrief taucht auf und plötzlich läuft eine Maus im Laden herum, was die Gesundheitsbehörde auf den Plan ruft. Zunächst gibt es nur einen Verdächtigen, doch irgendwie will man nicht so recht glauben, dass ausgerechnet er dahintersteckt. Allerdings war ich auch ratlos, wer sonst hinter den Vorkommnissen stecken könnte.
Einen Anhaltspunkt gibt es sehr lange nicht. Erst nach einer aufwendigen Suche der Freunde ergibt sich eine erste Spur. Wobei es zugegeben ein arger Zufall ist, dass sie bei ihrer Suchmethode tatsächlich so schnell Erfolg haben. So klein wirkt Kirrin hier nämlich nicht. Aber manchmal braucht es eben auch Glück.
In einer nächtlichen Aktion kommen die Freunde dem Täter dann endgültig auf die Spur und damit ist klar, wer hinter den Taten steckt. Für meinen Geschmack etwas zu früh und auch etwas zu leicht. Vor allem aber haben wir hier einen Täter, der ohne große Gegenwehr gesteht und sich viel zu schnell auf ein Abkommen mit Aale-Peter einlässt. Selbst sein Motiv ist ziemlich dürftig. Die Auflösung geht also insgesamt viel zu leicht von der Hand.

Peter Frankes gelingt es auf Anhieb, einem Aale-Peter sympathisch zu machen. Seine raue Stimme, die gutgelaunte Art, das nimmt einen sofort für diese Figur ein. Barbara Focke findet einen angemessen strengen Ton für die Angestellte des Hygieneamtes. Und Claus Fuchs schafft es, dass einem seine Figur trotz allem nicht gänzlich unangenehm erscheint.

Neben einigen Musikstücken sind mehrmals Seemannslieder mit Akkordeon und Gesang zu hören. Das lockert unglaublich auf und steht der Geschichte (und vor allem Aale-Peter) ganz wunderbar.

Das Cover zeigt selbstverständlich Aale-Peter und sein Geschäft. Natürlich sind auch die Freunde mit Timmy zu sehen. Über den Feind aus dem Titel gibt diess Motiv weiter nichts her und so kann man bereits beim Anblick der Bildes rätseln, um welche Art Feind es sich handeln könnte.

Fazit: Im Großen und Ganzen eine wirklich schöne, spannende Folge, in der die Freunde ganz viel ermitteln und so dem Täter auf die Spur kommen. Leider wirkt dieser dann aber arg einfach gestrickt und viel zu schnell einsichtig, was mich nicht so richtig überzeugen konnte.

Fünf Freunde (127) – …und die Teufelsbucht

Titel: Fünf Freunde (125) – …und die gemeine Falle / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher: Ivo Möller, Tim 2003Knauer, Achim Buch, Frank Roder, Manfred Reddemann ua

Mit dem Motorboot von Fischerssohn Alf erkunden die Fünf Freunde die Küste von Kirrin und hören zum ersten Mal von der gefährlichen Teufelsbucht. Kurz darauf kommt es dort gleich zwei Mal zu Unfällen und die Freunde werden zu Lebensrettern. Doch warum läuft jemand, dem sie das Leben retten, vor ihnen davon und betrügt sie obendrein? Da heißt es auf der Spur bleiben. Ihr neues Abenteuer hält die Fünf Freunde so richtig auf Trab.


Der Titel dieser Folge klingt nicht nur verheißungsvoll, sondern ist auch einfach so typisch für diese Reihe. Das Meer, Felsen, Buchten, das gehört seit je her zu der Serie. Und es kommt zu Beginn auch gut zur Geltung und sorgt für das vertraute Flair. Auch wenn man sich natürlich schon fragt, wieso die Freunde von dieser gefährlichen Bucht bislang offenbar nichts wussten.
Soweit, so gut. Auch die Story lässt sich -jedenfalls anfangs- nicht lumpen. Es gibt ein paar dramatische und aufregende Szenen, die einen leicht packen. Erst muss der Schrecken angesichts eines Betrugs überwunden werden, dann gilt es, jemand quasi aus Seenot zu retten. Es ist also zunächst einiges los.
Im weiteren Verlauf war mir die Geschichte allerdings viel zu geradlinig. Die Freunde laufen eigentlich die ganze Zeit nur einer Person hinterher. Verlieren sie mal aus den Augen, finden sie dann wieder, nehmen erneut die Verfolgung auf und so weiter und so weiter. Selbst kleinere Wendungen und / oder Überraschungen sucht man hier vergebens und so wird es auch nie wirklich spannend. Die Frage ist an sich nur, wann sie den / die Missetäter endlich erwischen und überführen. Da haben die Freunde tatsächlich schon schwierigere und komplexere Fälle aufgeklärt.

Mit Tim Knauer hat man für die Rolle des Alf eine gute Wahl getroffen. Auch wenn er älter klingt als die Sprecher der Freunde ergänzt er die Bande gut und klingt jung genug um nicht allzu sehr herauszustechen. Daniel Schütter ist als Tom zu hören und es gelingt ihm, einen in Ungewissheit über diese Figur zu lassen. In diesem Falle ist das gut so.

Musik und Geräusche retten leider auch nicht viel. Dabei präsentiert sich beides ganz gut hier. Alles ist dank der Geräusche schön anschaulich und die eingesetzten Melodien haben durchaus das Zeug, Szenen eine gewisse Stimmung zu verleihen. Wenn diese denn in irgendeiner Form speziell gewesen wären.

Das Cover ist gelungen, da gibt es nichts. Die Szenerie passt zu den “Fünf Freunden” und der Rettungshubschrauber verspricht einen ordentlichen Schuss Dramatik. Man fragt sich sofort, was zu seinem Einsatz geführt hat.

Fazit:  Anfangs gar nicht so übel, doch dann lässt die Story leider schnell und spürbar nach. An sich passiert nichts, außer dass die Freunde dem Übeltäter hinterherrennen bis sie ihn endlich erwischen. Nichts Rätselhaftes, keine nennenswerte Überraschung oder Wendung, einfach nichts.

Fünf Freunde (126) – …und die gefährlichen Wurzeln

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