Fußball

Die drei ??? Kids (59) – Fußballhelden

Titel: Die drei ??? Kids (59) – Fußballhelden / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 52 min / Sprecher: Sven Gerhardt, Tommi Piper, Bert Franzke, David Wittmann ua

Inhalt: Pech für den FC Rocky Beach: Das Maskottchen muss ins Gefängnis! Aber wer steckte bei dem Überfall auf Porters Laden in dem Kostüm? Niemand traut sich, sie Maske zu lüften, denn das bringt angeblich Unglück. Kein Zweifel für Justus, Peter und Bob, dass hier eine fiese Verschwörung im Gange ist


Nanu, eine Fußballfolge so einfach aus dem Nichts heraus? Ohne, dass gerade irgendeine EM oder WM läuft? Seltsam, aber das lassen wir jetzt mal aussen vor.
Das Maskottchen des PSC ist verschwunden und seither gehen am Stadion und in der Stadt wundersame Dinge vor sich. Klingt eher unspektakulär, oder? Und als das habe ich diesen neuen Fall auch empfunden. Das Getue um das Maskottchen wird schnell nervig und auch wenn die Jungs genauso gute Detektivarbeit leisten wie immer, so kommt keine richtige Spannung auf.
Was unter Anderem auch daran liegt, dass die Ganoven dieses Mal beeindruckend doof ausgefallen sind. Und die Idee der Freunde, sie festzusetzen, ist selbst für diese Reihe arg kindisch. Obendrein wirken die meisten Polizisten aus Rocky Beachs Fußballclub auch nicht unbedingt helle. Und so richtige Fußballatmosphäre will leider ebenfalls nichts aufkommen. Ich schätze, das geht leichter, wenn parallel zu solch einer Folge wirklich ein Fußball-Großereignis läuft. Dann springt man als Hörer stimmungsmäßig leichter auf das Thema auf.

Bert Franzke ist weiterhin als Kommissar Reynolds zu hören. Schlägt er bei seiner Figur bei Ermittlungen sonst eher einen energischen Ton an, so kommt dieses Mal unüberhörbares Engagement für den Fußballsport rüber. Bei den drei Hauptsprechern ist alles beim Alten. Hier und da klingen sie eine ganze Spur übermotiviert, machen ihre Sache sonst aber gut.

Bei Musik und Geräuschen gibt es nichts Neues zu vermelden. Alles klingt so, wie man es von der Reihe kennt. Auffällig und ebenfalls an der Grenze zum Nervigen ist allerdings dieser fast ständig vorhandene Fußballplatzsound mit Horn und Trillerpfeife und Publikumsjubel. Da fällt es schon auf, dass es immer der gleiche Ausschnitt ist.

Auf dem Cover sieht man die drei Freunde für ihren Verein jubeln. Das passt zwar einwandfrei zum Fußballthema, in der Geschichte selber findet man diesen Moment so allerdings nicht. Junge Fußballfans dürften sich aber trotzdem angesprochen fühlen.

Fazit:  Für mich eher eine schwache Folge, da der Fall nie so richtig spannend wird und das Getue um das Maskottchen auf Dauer schon etwas albern wird. Für eingefleischte Kids- und Fußballfans ist sie aber vielleicht noch ganz okay so.

TKKG (197) – Bei Anpfiff Übergabe

Titel: TKKG (197) – Bei Anpfiff Übergabe / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Robin Brosch, Tobias Diakow, Rhea Harder, Tim Grobe

tkkg197Inhalt: Fußballeuropameisterschaft. Die Menschen in der Millionenstadt sind im Fußballfieber: Schwarz-rot-goldene Fähnchen, Leinwände und Fußballfans wohin das Auge reicht. Auch Klößchen, der mit Sport sonst nicht viel am Hut hat, fiebert mit der deutschen Nationalmannschaft mit. Kurz vor dem Achtelfinale schlittern Tim, Karl, Gaby und Klößchen in einen Fall, der die Polizei schon lange beschäftigt. Gesucht wird der Drahtzieher eines illegalen Fußballwettringes. Seine genaue Identität kennt niemand, man nennt ihn den “Kopf” und man weiß, dass er äußerst skrupellos ist. TKKG finden heraus, dass der Kopf zwei Komplizen hat. “Die Hand” erledigt die tägliche Arbeit des kriminellen Wettringes. Und dann ist da noch “die Faust”. Auf diese Bekanntschaft hätte Tim gern verzichtet.


Inzwischen ist es eine geradezu bedauerliche Logik: es ist Fußball-EM, also muss auch die aktuelle Folge mit dem Thema Fußball zu tun haben. Dieses Mal ist es ein illegaler Wettring, der TKKG beschäftigt. Damit ist man zum Glück ziemlich abseits des Spielfeldes, was schon mal viel wert ist.
Ansonsten muss ich sagen, dass es schon schlechtere Fußball-Folge gab. Diese hier hat zwar auch ihre Längen und dann und wann hatte ich das Gefühl, TKKG rödeln relativ hilf- und sinnlos vor sich hin, aber es gibt auch wirklich spannende Szenen. Und die Auflösung ist springt einen auch nicht direkt an.
Dass am Ende groß gefeiert wird, ist so eine Sache. Klar, für TKKG und ihren Freund Nico ist das Thema erledigt, aber man muss natürlich sagen, dass dieser Erfolg an sich ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Aber das sind wohl einfach so Gedankengänge, die man nach dem Hören verdrängen sollte.
So richtig gestört haben mich nur Kleinigkeiten. Beispielsweise Klößchens hochnotpeinliche Fan-Gesänge. Natürlich darf man sich freuen, singen und seine Mannschaft feiern, aber doch nicht so!  Und dann die Tatsache, dass die Freunde sich in der Bibliothek bei den Jugendhörspiel-CDs verstecken. Oben drauf dann noch die Titel einiger alter Folgen dieser Serie und schon wusste ich vor Peinlichkeit nicht mehr, wohin mit mir. Sowas ist doch wirklich völlig unnötig und meilenweit weg von witzig.

Nico wird von Tobias Diakow gesprochen. Für einen Siebtklässler klingt er mir zwar etwas zu alt, aber das kann man auf manchen Hauptsprecher genauso umlegen. Von daher, okay. Davon abgesehen hat er mir gefallen. Er ergänzt das Team ganz prima. Auch Jürgen Holdorf hat mir gefallen. Er bringt die Verzweiflung von Nicos Vater glaubhaft rüber.  Und Tim Grobe habe ich den leicht zwielichtigen Kneipenbesitzer auch leicht abgenommen.

In Sachen Musik geht es eher ruhig und unauffällig zu. Die Stücke drängen sich nie groß in den Vordergrund, außer wenn sie Szenen trennen. Für mich hätten sie gerne etwas intensiver ausfallen dürfen um gewissen Szenen zusätzlich Spannung und Dramatik zu verleihen.

Dafür dass die Folge die EM zum Aufhänger hat, sieht man auf dem Cover erstaunlich wenig davon. Irgendwie passt mir das so ganz gut. Denn mit den dunkel gekleideten Polizisten und den finster dreinschauenden Festgenommenen wird die Neugier sicher mehr geweckt als mit Fußballflaggen.

Fazit:  Von ein paar Details und teilweise etwas desorientiert wirkenden Ermittlungen eigentlich eine ordentliche Folge. Das gab es beim Thema Fußball durchaus schon schlimmer. Von daher bin ich ganz zufrieden mit TKKGs neuem Fall. Kann man hören (und sich ein paar Gedanken dazu machen).

Die drei ??? (176) – …und der gestohlene Sieg

Titel: Die drei ??? (176) – …und der gestohlene Sieg / Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher: Andreas Fröhlich, Tina Eschmann, Dorothee Sturz, Ursula Sieg ua

ddf176Inhalt: Zwei Tore liegen das Frauenteam der LA Strikers zurück – zehn Minuten vor Abpfiff. Nicht nur die drei ??? glauben das Fußballspiel gegen die haushoch überlegenen Rochester Ravens sei schon entschieden. Doch plötzlich wendet sich das Blatt und die Strikers nehmen den Pokal mit nach Hause! Ein zweifelhafter Sieg, finden auch die drei Detektive. War Bestechung im Spiel? Anpfiff für die Ermittlungen! Diese bringen Justus, Peter und Bob auf die Spur eines skrupellosen Erpressers…


Die Reihe kann die Finger offenbar nicht vom Thema “Fußball” lassen, obwohl noch keine Fußball-Folge jemals ein Aushängeschild war. Erfreulicherweise spielt das Thema hier eher eine Nebenrolle. Es stellt den Aufhänger, mehr ist es zum Glück nicht.
Zunächst war ich mit der Geschichte auch ganz zufrieden. War beim Sieg der Strikers wirklich Bestechung im Spiel? Falls ja, wer steckt dahinter, und warum eigentlich? Das ließ sich nicht übel an. Die drei Detektive nehmen den Fall auf, ermitteln zunächst auch ganz schlüssig und als Hörer kann man schon ein bisschen miträtseln. Das hätte meinetwegen gerne so weitergehen dürfen.
Doch dann kam der Moment, der den guten Start im Nullkommanichts wieder zunichte machte. Nichts gegen “Der Zauberer von Oz”, aber als sich in dieser bis dahin ganz ernsthaften Detektivgeschichte plötzlich alles um Winki-Soldaten, Kampfbäume und fliegende Affen drehte, dachte ich doch, ich stehe im Wald! Was Justus dann aus irgendwelchen Motiven auf Vasen herausliest, ist für mein Empfinden mächtig weit hergeholt. Genauso weit wie die Tatsache, dass sich das einst neunjährige Kinder ausgedacht haben sollen. Ja, ganz sicher doch!
Dabei hatte doch alles ganz vielversprechend angefangen…

Den Sprechern kann man nichts vorwerfen. Die drei Hauptsprecher sind fit mit dabei wie eh und je. Außerdem hat mir Ursula Sieg in der Rolle der verwirrten Beatrice sehr gut gefallen. Es gelingt ihr gut, dem Hörer ein Bild der alten Dame zu vermitteln. Dorothee Sturz gibt eine sympathische Sidney. Von ihr würde ich gerne mal wieder hören.

Hinsichtlich der Untermalung gibt es ebenfalls nichts nennenswert auszusetzen. Überraschenderweise klingt die Folge in dieser Hinsicht nicht so wie schon zig andere zuvor. So gelingt es den Stücken, gewissen Szenen die nötige Athmosphäre zu verleihen. Was die Geräusche angeht, habe ich nur eine kurz Frage: Peters MG klingt wie ein rostiges, quietschendes Fahrrad? Seit wann?

Auf dem Cover ist der Pokal zu sehen, der im Verlauf der Geschichte in den Mittelpunkt rückt. Ich finde allerdings, dass der Löwe darauf weder dämlich, noch feige dreinschaut. So wird das Motiv in der Geschichte beschrieben. Ein Fußball ist natürlich auch abgebildet, obwohl es nicht zentral darum geht.

Fazit: Nach einem eigentlich ganz vielversprechenden Start kam dann doch wieder der Moment, in dem ich mir wortwörtlich an den Kopf gefasst habe. Von der Erpressung zum “Zauberer von Oz”, dem “Dschungelbuch” und “Alice im Wunderland” und zu drei Mädchen, die angeblich schon mit neun Jahren über Justus Intellekt verfügten. Hilfe, nein..!

Die drei ??? (164) – Fußball-Teufel

Titel: Die drei ??? (164) – Fußball-Teufel / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Tim Kreuer, Oliver Rohrbeck, Douglas Welbat, Holger Mahlich, Achim Schülke ua

ddf164Inhalt: Eigentlich wollen die drei ??? am Felsen Hooked Nose nur nach einem verschwundenen Hund suchen, doch schon bald taucht ein düsterer Mann mit Pferdefuss auf. Ist der Hooked Nose wirklich ein verfluchter Ort, an dem der Teufel umgeht? Und was hat der junge Fußballer Lenni Carson mit dem Geheimnis des Felsen zu tun? Müssen es Justus, Peter und Bob bei ihren Ermittlungen dieses Mal wirklich mit dem Teufel persönlich aufnehmen?


Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich bei diesem Titel nicht allzuviel erwartet hatte. Vom Thema Fußball hin zu einem spannenden und rätselhaften Fall für die drei Detektive ist es gefühlsmäßig für mich doch ganz schön weit.
Somit war ich vom Anfang schon mal positiv überrascht. Die drei Jungs suchen einen entlaufenen Hund und begegnen dabei dem Teufel persönlich. Von Fußball zunächst weit und breit keine Spur. Dafür ein ganz ordentlicher Aufhänger.
Kurz darauf streift die Geschichte dann doch das Thema Fußball. Allerdings eher nebensächlich. Und das bleibt es glücklicherweise auch die restliche Folge über. Stattdessen dreht sich bald alles um einen alten Indianerstamm und dessen Geheimnisse. Vor allem um ein eigenartiges Lied, das indianischen Ursprung zu sein scheint und immer wieder auftaucht. Gut, sonst sind es die Rätsel, dieses Mal hat es sich eben als Lied verkleidet. Das ist nicht der große Wurf, aber immerhin mal eine Abwechslung. Außerdem klingt es -gesungen- durchaus ein wenig unheimlich.
Die Ermittlungen der Detektive haben ebenfalls ist unheimlichen Momente und laden außerdem zum Mitknobeln ein. Vor allem wenn Justus die Zählweise der Indianer erklärt, könnte ein Stift und Papier zum Mitschreiben und Ausprobieren sinnvoll sein. Am Ende wird man dann nochmal schön in die Irre geführt. Wobei ich das Geschehen am Ende doch für etwas weit hergeholt halte. Diesen Mechanismus und seine Funktionsweise möge mir bitte mal jemand erklären. Oder muss ich hinnehmen, dass Indianer “sowas” eben können? Generell halte ich das nämlich für ziemlich unmöglich.

An den Sprechern gibt es weiter nichts auszusetzen. Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck geben auch in Folge 164 noch glaubhaft ein jugendliches Detektiv-Trio ab. Sie haben mich speziell bei der Szene mit dem vermeintlichen Engel zum schmunzeln gebracht. Tim Kreuer weiß als Fußballtalent Lenni zu überzeugen, dem seit einiger Zeit Unheimliches widerfährt. Und Douglas Welbat hat mir das Bild eines Mannes vermittelt, der in seinem Leben bereits üble Dinge erlebt und daraus ernsthafte Konsequenzen gezogen hat.

Die Untermalung geht in Ordnung. Es gelingt ihr, bestimmten Szenen ein spannendes und / oder unheimliches Flair zu verleihen. Und auch die Geräusche können sich hören lassen und veranschaulichen das Geschehen gut.

Bei dem Titel musste ein Fußball auf dem Cover zu sehen sein. Man sollte sich aber mehr auf die Höhle und den Schatten im Hintergrund konzentrieren. Beides hat mit der Story entschieden mehr zu tun als der Fußball. Zum Glück!

Fazit:  Glücklicherweise streift die Folge das Thema “Fußball” nur ganz am Rande. Stattdessen wird eine Story mit Indianer, alten Indianerritualen und unheimlichen Höhlen geboten. Das passt eindeutig besser in die Reihe. Das Ende halte ich für ziemlich unrealistisch, aber wer weiß? Indianer sind / waren immer ein besonderes Völkchen…wer weiß, was die alles können? Vielleicht sogar das hier!

Der Metzger sieht Rot (Thomas Raab)

metzgerrotWas tut man nicht alles aus Liebe? Willibald Adrian Metzger zum Beispiel, der feinsinnige Restaurator, überwindet seine Abneigung gegen Massenveranstaltungen und begleitet seine heiß verehrte Danjela zu einem Heimspiel ihrer Lieblingsmannschaft – mit tragischem Ende. Denn auch der Tod löst diesmal seine Eintrittskarte und zeigt auf dem Spielfeld die finale Rote Karte. Als tags darauf überdies Danjela ihrer Neugierde zum Opfer fällt, ist es vorbei mit der Gelassenheit Metzgers. Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und findet dabei etwas erschreckend anderes.

Auf diese Reihe wurde ich durch einen späteren Band aufmerksam. Da ich aber in Reihenfolge lese, ging es mit diesem zweiten Band der Serie los. Der erste war in der Buchhandlung leider gerade nicht vorrätig, und ich wollte nicht warten. So kann ich zumindest sagen, dass ein Quereinstieg in die Reihe wohl mit jedem Band möglich ist.
Ganz einfach wurde mir der Start aber leider nicht gemacht. Und zwar ausgerechnet wegen Willibald Adrian Metzger persönlich, der so gar nicht mein Geschmack einer Hauptperson war. Erstens optisch (der Beschreibung nach halt) und zweitens -viel wichtiger- vom Wesen und seinen Denkweisen her. Gesunde Skepsis gewissen Dingen gegenüber ist völlig okay für mich, doch hier grenzte das für mich schon an sture Verbohrtheit. Beispielsweise den Themen Handy, Fußball oder einem wehrlosen Hund gegenüber, der sich sein Schicksal sicher nicht selbst ausgesucht hat und betreut werden muss.
So dauerte es bis ich mit dem Metzger warm wurde. Gelungen ist das letztlich hauptsächlich, weil man deutlich spürt, wie sehr er seine Danjela liebt, und weil er bald ein ganz schön helles Köpfchen beweist.  Das ist auch notwendig, denn der Fall, der mit einem Fußballer beginnt, der  auf dem Spielfeld einfach tot umfällt, wird bald sehr persönlich für den Metzger. Ausgerechnet Danjela  wird von fremdenfeindlichen Ultras ins Koma geprügelt!
Ich mag Krimis mit Ermittlern, die nicht von der Polizei oder der Kripo sind meist ganz gerne. Das hat mir auch hier prima gefallen, weil es doch eine ganz eigene Art der Nachforschungen mit sich bringt. Zudem hat mich die Geschichte damit überrascht, welche Hintergründe sich nach und nach auftun und welche Ausmaße der Fall so annimmt.
Allerdings fiel es mir ab und zu ganz schön schwer, genau zu begreifen, was gerade geschieht. Oder welche Erkenntnisse der Metzger gewonnen hat. Das hatte aber im Wesentlichen sprachliche Gründe. Der Inhalt ist wohldurchdacht, daran gibt es nichts auszusetzen. Ich musste mich halt damit abfinden, gelegentlich eine Passage zweimal zu lesen.
Erfreulicherweise gibt es ab und zu auch Anlass für ein Schmunzeln. Ich mag einfach Krimis, die einen Schuss Humor mitbringen. Hier ist es sogar ein sehr schöner, feinsinniger Humor, der auf diese Art wunderbar treffsicher und bissig ist.

Ganz ehrlich, ich fand “Der Metzger sieht Rot” unglaublich schwer zu lesen. Ein Schachtelsatz jagt den nächsten. Der Rekord lag bei einem Satz bei ganzen 12 Zeilen. Das mag charakteristisch für diese Reihe sein. Das mag für das Talent von Thomas Raab in Wort und Schrift sprechen. Trotzdem frage ich mich, ob es notwendig ist. Und auch wenn ich mich nach geraumer Zeit daran gewöhnt hatte, ist dies der ausschlaggebende Grund, wieso ich wohl keinen weiteren Metzger-Krimi lesen werde.

Das Cover war es, was mich auf den späteren Band aufmerksam machte. Und auch bei “Der Metzger sieht Rot” sprach mich das Cover sofort an. Sehr niedlich mit dem Plüschhasen. Auch wenn ich darin keinen Bezug zur Geschichte sehe. Aber es ist ein Blickfang, daran gibt es nichts zu rütteln. Ich finde außerdem, dass so gleich deutlich wird, dass man mit diesem Buch auch einige heitere Minuten erleben wird.

Fazit:  Ein spannender Fall und ein Ermittler der etwas anderen und besonderen Art, an die ich mich erst gewöhnen musste. Genauso musste ich mich erst mit dem speziellen Schreibstil von Thomas Raab anfreunden, was mir wohl nur für dieses eine Buch gelungen ist. Mir hat diese Mühe den Krimigenuss leider ziemlich verdorben. Es kann nicht sein, dass man alle naselang Sätze mehrfach lesen muss um sie inhaltlich zu verstehen. Schade, ich hatte ehrlich gehofft, eine neue Krimiserie für mich zu entdecken. Aber es kann halt nicht immer klappen.


Titel: Der Metzger sieht Rot
Autor: Thomas Raab
Seiten: 320
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492254632
Preis: € 9,99 (TB)

amazonbutton

© 2019 Frontier Theme