Gabriel Burns

Gabriel Burns (35) – Haus der Seele

Titel:   Gabriel Burns (35) – Das Haus der Seele / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 53 min / Sprecher:   Ernst Meincke, Björn Schalla, Bianca Krahl, Silke Super, Bernd Vollbrecht, Stefan Müller-Ruppert u.a.

Inhalt:   Er lag unter herabgestürztem Schutt begraben. Regen drang durch das Loch im Dach. Und schwemmte das Blut von seiner Stirn. Das Tal hatte sich geöffnet! Die Schächte offenbarten vertikal abfallende Tunnelwände, in deren Flanken hunderte von Grabmälern eingelassen waren. Der Fahle Ort strebte seiner Erfüllung entgegen. Jangal Mandir ertrank im Tosen des Monsuns.

Die Zerstörungskraft von tausend Sonnen, gebündelt in einem menschlichen Herz. Umgeben von der Allgegenwart des Alten Feindes. Gabriel erhob sich unter den Seinen. Er war frei.
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Diese Serie ist immer wieder für eine Überraschung gut. Ich bin ja auch so jemand, der ziemlich begeistert mit der Serie angefangen hat, dem es aber irgendwann alles viel zu verworren wurde. So verworren, dass ich teilweise ehrlich keine Lust mehr hatte, noch weiter zu hören. Seit einigen Folgen bessert sich das jetzt aber wieder, da hier endlich auch mal Zusammenhänge deutlich werden. In dieser Folge setzt sich das Abenteuer in Indien fort und natürlich geht es genauso mystisch, düster und geheimnisvoll zu wie gewohnt, aber ich war doch verblüfft darüber, dass man trotzdem so manche Antwort auf ewig lang offene Fragen bekommt. Antworten, die durchaus auch schockierend sind….und -so kennt man die Serie ja- gleich wieder neue Fragen aufwerfen. Aber das gehört eben zu Gabriel Burns dazu und es spricht ja auch nicht dagegen, wenn man dafür auch mal einige Fragen auflöst. So wie in den letzten Folgen darf es also gerne mit der Serie weitergehen, dann bin ich auch wieder mit mehr Begeisterung dabei, ganz sicher.

Einer der dicksten Pluspunkte der Serie sind ohne jeden Zweifel die Sprecher. Hier sind neben den “üblichen Verdächtigen” wie Bernd Vollbrecht, Bianca Krahl, Ernst Meincke und Björn Schalla nur drei weitere Sprecher am Werk. Doch Norman Matt, Stefan Müller-Ruppert und Silke Super sind schließlich auch nicht erst seit gestern in der Branche und entsprechend passig fügen sie sich in die Riege ein. Eine runde Sachen also.

Der Soundtrack ist wieder typisch Gabriel Burns. Bombastisch, mysteriös und sehr, sehr finster. Das sorgt für eine absolut dichte und packende Atmosphäre, die einen von der ersten bis zur letzten Minute nicht mehr loslässt. Die indisch angehauchten Klänge hier und da kamen mir darin fast ein wenig sperrig vor, andererseits aber sorgen sie aber für passenden Lokalkolorit.

Ein cleverer Kniff ist mit dem Cover gelungen. Den oberen Teil dieses Gesichtes hat man ja schon auf dem Cover der Folge 34 sehen können und dort hat es allenfalls einen etwas fremdartigen Eindruck gemacht. Jetzt so komplett ist vom fremdartig kaum noch etwas übrig geblieben, bösartig und gefährlich trifft es viel eher.

Fazit:    Wie gesagt, ich erwarte ja nicht, dass man mir die ganze Gabriel-Burns-Story auf einen Schlag aufschlüsselt, aber gelegentlich ein paar Antworten wie in dieser Folge sind schon ganz schön und halten einen auch bei der Stange. Jedenfalls mehr als mit jeder neuen Folge ein neuer Sack an Fragen und Rätseln. Und dass es deshalb nicht weniger mysteriös zugehen muss, das beweist Folge 35 ganz klar.

Gabriel Burns (30) – Weiß

Titel:   Gabriel Burns (30) – Weiß

VerlagUniversal

Laufzeit:   ca. 54 min

Sprecher:   Jürgen Kluckert, Bern Vollbrecht, Björn Schalla, Viola Sauer, Ernst Meincke, Max Oscar Schälte, Mario v. Jascheroff u.A.
Inhalt:   Die Luft flimmerte. Der Gang hatte eine Biegung gemacht und plötzlich war er allein. Die weißen Mauern der Villa verloren an Sustanz. Der Hauch vergangener Äonen überkam ihn – als die Erde noch jung war.

Über der Stadt thronte ein bleicher Mond zwischen blutleeren Sternen. Das Rauschen lederner Schwingen drang durch die Nacht.

Die Ankunft der Engel. Er sehnte sich nach ihnen und nach dem Ende aller Zweifel.
Endlich, von den Fans der Serie lang erwartet, ist sie da.
Die Jubiläums-Folge von Gabriel Burns, von der sich viele ein paar (oder auch mehr) Antworten erhoffen.

Ob „Weiß“ tatsächlich Antworten gibt, das muss letztlich jeder für sich entscheiden, sicher aber nicht in dem erhofften Maß.
Nachwievor bleibt Vieles ungeklärt.
Wer ein fulminantes Ende mit der großen Auflösung erwartet, wird enttäuscht werden.
Eines jedenfalls sei verraten: Steven wird in dieser Folge vor eine schwere Entscheidung gestellt und mit dieser Entscheidung scheint einer der Haupthandlungsstränge zu enden.
Ich schreibe bewusst ‚scheint‘ , denn konnten wir uns in der Gabriel Burns – Reihe jemals einer Sache sicher sein…?

Wie üblich kann über die Sprecher nichts anderes gesagt werden, als dass sie oberste Liga sind.
Besondere Erwähnung verdient jedoch der Erzähler.
Jürgen Kluckert hat es zwar bisher in jeder Folge geschafft durch Betonung und Pausen Atmosphäre zu schaffen, Stimmungen zu vermitteln und dem Hörer Szenen so zu schildern, dass man sie quasi vor sich sieht.
In „Weiß“ –es ist nahezu unglaublich- gelingt es Kluckert tatsächlich, sich in dieser Hinsicht noch zu steigern.

Auch die Musik ist wie gewohnt vom Feinsten, vielfältig und immer exakt auf die jeweiligen Szenen abgestimmt.
Am Ende erwartet den Hörer eine Überraschung in Form des Liedes „Here comes the flood“
Ursprünglich stammt es von Peter Gabriel (da könnte der wahre Fan glatt ein kleines Wortspielchen zwischen dem Namen des Sängers und der Hörspielreihe vermuten), im Anschluss an „Weiß“ hören wir eine Coverversion davon.

Dass Folge 30 etwas Besonderes sein würde, das ließ das Cover bereits im Vorfeld erahnen.
Ungewohnt hell nach 29 Folgen mit düsteren Covermotiven zeigt es eine Szene aus dem Hörspiel und passt ohne jede Frage zum Titel des Hörspiels.

Fazit:   Das lange Warten hat sich gelohnt.
Mit „Weiß“ ist Volker Sassenberg ein Hörspiel gelungen, das die Bezeichnung ‚Jubiläumsfolge‘ verdient.
Es war schwer vorstellbar, dass „Gabriel Burns“ sich noch würde steigern lassen.
„Weiß“ beweist in jeder Hinsicht das Gegenteil.

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