Gänsehaut

Gänsehaut (64) – Die Schule des Schreckens (R.L. Stine)

gaense64Jack Banyon ist ein richtiger Angsthase. Das meint zumindest sein Vater, ein berühmter Horrorfilm-Regisseur, und versucht, seinen Sohn dazu zu bringen, es wenigstens zuzugeben. Doch bei den Dreharbeiten in einer verlassenen Schule in einer verlassenen Stadt kriegt es auch Jacks Vater mit der Angst zu tun.

Wir bleiben den “Gänsehaut”-Büchlein noch etwas treu. In den beiden letzten Juli-Tagen hätte ich kein “richtiges” Buch mehr geschafft. Aber ein “Gänsehaut” am Abend geht immer.
Dieses hier fand ich recht durchwachsen.
Vor allem, weil die titelgebende Schule erst in der zweiten Hälfte ins Spiel kommt. Zuvor lernt man Jack und seinen Vater ausgieibg kennen. Und vor allem ihren ewigen Kampf darum, wer eigentlich recht hat. Jack, wenn er sagt, er hätte vor nichts Angst, schon lange nicht vor den Filmen seines Vaters. Oder eben Jacks Vater, der sich immer wieder Schikanen und streiche ausdenkt um Jack dazu zu bringen, seine angebliche Angst einzugesteht. Das ist zweimal ganz witzig, meinetwegen auch dreimal, aber dann reicht es irgendwo auch. Mir ging dieses “Ich habe keine Angst!” – “Gib’ zu, dass du Schiss hast” nach einer Weile gehörig auf den Wecker.
Wenn dann endlich die Story um die Schule auf den Tisch kommt, hat man das Buch bereits halb durch. Aber immerhin kommt dann mal endlich Schwung in die Sache. Es gibt einige unheimliche Szenen und spätestens jetzt merkt man, dass Jack eben kein Angsthase ist. Stattdessen wird sein Vater ein bisschen zum Angsthasen. Und vor allem werden durch die Vorkommnisse seine Dreharbeiten sabotiert. So wenig ich ihn vorher wegen der Drangsaliererei von Jack mochte, nun tat er mir noch leid.
Die Auflösung kam dann überraschend. Zugegeben, damit hatte ich nicht gerechnet. Das gelingt den “Gänsehaut”-Büchern nicht so häufig, deshalb ist es erwähnens- und lobenswert.

Dieses Mal musste ich mich zusammenreißen, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Einfach weil es mich anfangs mit dem ewigen Hin und Her ein bisschen anödete. Das dämpft mein Lesetempo immer. Dafür ging es später wieder gewohnt zügig als es endlich um die Schule ging. Die Kapitel sind kurz wie gewohnt und der Schreibstil angenehm leicht.

Ich weiß nicht, ob es etwas Besonderes ist, aber mein Buch hat so einen Glitzerrahmen um das Bild von dem Ghul. Das passt für mich nicht richtig zu der Reihe, die ja gruselig sein möchte. Keine Ahnung, was man damit bezwecken möchte. Vielleicht, dass auch ein paar Mädels darauf aufmerksam werden?

Fazit:  Eine durchwachsene Geschichte. In der ersten Hälfte erreicht sie durch den ständigen Hickhack ein gewisses Nervpotenzial. In der zweiten Hälfte kommt dann endlich die Schule aus dem Titel ins Spiel und schon geht es auch spannungsmäßig aufwärts.


Titel: Gänsehaut (64) – Die Schule des Schreckens
Autor: R.L. Stine
Seiten: 125
Verlag: cbj / Random House
ISBN: 978-3570217863
Preis: gebraucht ab € 0,50 (TB)

Gänsehaut (26) – Die unheimliche Puppe kehrt zurück (R.L. Stine)

geanse26Slappy, der Puppenmann, sorgt in der Familie von Trina und Dan für Unruhe. Doch dieses Mal ist er nicht allein. Unterstützung erhält er von den alten, ausrangierten Bauchrednerpuppen von Trinas Vater, denn dieser war früher Bauchredner und hat noch ein ganzes Arsenal von Puppen auf dem Speicher. Die Puppen stellen das ganze Haus auf den Kopf, und natürlich glaubt den Geschwistern niemand, dass nicht sie es sind, die ihrem ungeliebten Cousin Sam einen Streich nach dem anderen spielen. Sie stecken in der Klemme. Eines Nachts legen ich die beiden auf die Lauer und erleben eine böse Überraschung.

Bisher ist dies mein zweiter “Gänsehaut”-Band um die böse Bauchrednerpuppe Slappy. Insgesamt ist es aber der dritte Teil um diesen Kerl innerhalb der Buchreihe. Teil 1 “Die Puppe mit dem starren Blick” hatte mir nicht gefallen. In erster Linie, weil ich Bauchredner(puppen) schlicht nicht mag. Daran hat sich zwischenzeitlich nichts geändert, erst recht nicht durch dieses Buch.
Slappy ist und bleibt einfach ein widerliches Geschöpf, und auch die übrigen Bauchrednerpuppen hier haben bei mir keinen guten Eindruck hinterlassen. Hinzu kommt noch -auch das ist wie in Band 1- dass mir Slappys ständiges “Macht dies, Sklaven!” und “Ihr werdet mir dienen, Sklaven!” tierisch auf den Keks ging. Platter geht es wohl kaum, oder? Das wird vermutlich selbst bei der jungen Leserschaft ankommen, vor allem wenn sie bereits andere “Gänsehaut”-Bücher kennen. Die die Geschichten können sowas ganz klar besser. Anders und besser und wirklich schaurig. Aber “Sklaven hier, Sklaven da” ist alles andere als schaurig.
Immerhin hat mir das Geschwisterpaar in dieser Geschichte besser gefallen als dieses unglaubwürdig streitlustige Duo in der anderen Geschichte. Trina und Dan zanken sich zwar auch oft, aber es wirkt authentischer. Außerdem können sie sich -als es drauf ankommt- dann doch auf einander verlassen. Das hat sie mir sympathisch gemacht. Ein gewisser Sam mischt ebenfalls noch mit. Und auch wenn man als Leser natürlich weiß, dass er nicht hhinter den ganzen Vorkommnissen steckt, so haben Trina und Dan doch an dieser Theorie zu knobeln. In diesem Zusammenahng erlebt dann auch der Leser noch die eine oder andere Überraschung.

Wie üblich sind die 123 Seiten flott und leicht zu lesen. Die Kapitel sind kurz, da kann man auch mal einige mehr am Stück lesen. Und zahlreiche Dialoge lockern ebenso auf wie die Tatsache, dass aus Trinas Sicht erzählt wird.

Auf dem Cover thront Slappy wie der König der Bauchrednerpuppen auf einem zerschlissenen Sessel. Da ich diese Puppen wie gesagt sowieso schaurig bis eklig finde, ist es für mich ein wirklich gruseliges Motiv. Und einmal mehr kann es bei mir mit seinen kräftigen, leuchtenden Farben punkten.

Fazit:  Meine zweite Begegnung mit Slappy hat mir von den Kindern her besser gefallen. Dieses Geschwisterpaar fand ich ganz sympathisch und Sam bildet eine gute Ergänzung zu ihnen. An meiner Abneigung Slappy gegenüber hat sich nichts geändert. Am schlimmsten finde ich es, wie er vom Wesen und seiner Audrucksweise her ist. Das ist nicht gruselig, sondern platt und billig. Das kann die Reihe klar besser.


Titel: Gänsehaut (26) – Die unheimliche Puppe kehrt zurück
Autor: R.L. Stine
Seiten: 123
Verlag: cbj / Random House
ISBN: 978-3570204627
Preis: gebraucht ab € 0,87 (TB)

Gänsehaut (34) – Die Geisterschule (R.L. Stine)

gaense34Die labyrinthischen Gänge seiner neuen Schule machen Tommy schwer zu schaffen. Noch verwirrender aber sind die verzweifelten Hilferufe, die außer ihm keiner hören kann. Haben diese Geisterstimmen vielleicht etwas mit der Schulklasse zu tun, die vor vielen Jahren unter mysteriösen Umständen verschwand?

Der Monat hatte noch einen Abend. Da ich kein angelesenes Buch mit in den neuen Monat nehme, habe ich mir an diesem letzten Abend ein “Gänsehaut” – Büchlein geschnappt.
Zunächst war die Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Kaum erwachsene Charaktere, meistens dreht sich alles um Tommy, seine Freunde und die seltsamen Ereignisse in der Schule. Tommy ist -wie so oft bei R.L. Stine- ein ganz normaler Junge, mit Schwächen, aber auch mit einer guten Portion Mut und natürlich Neugierde. Ich mochte ihn auf Anhieb. Bei seinen Freunden Ben und Thalia hatte ich da zunächst so meine Probleme. Ben kommt sich so unglaublich lustig vor, ist es aber gar nicht. Thalia ist unglaublich eitel und zückt alle paar Minuten ihren Lippenstift. Das sind so Eigenschaften, mit denen ich nicht gut kann.
Später besserte sich das dann, jedenfalls bei Ben. Man lernt ihn nach und nach etwas besser kennen und ohne seine unlustigen Sprüche ist er einfach ein netter Kerl und guter Kumpel.
Eine ganze Weile lang fand ich die Geschichte spannend und sogar recht gruselig. Unheimliche Stimmen, sind eben etwas, das immer wieder gut funktioniert. Wenn man es geschickt anstellt. Das ist R.L. Stine hier gut gelungen. Gemessen daran, dass es ein Kinderbuch ist natürlich.
Schlecht wird sie später nicht. Wenn ich das sagen würde, wäre es übertrieben. Die Idee ist klasse und durchaus kreativ. So etwas habe ich noch nicht gelesen. Noch nicht mal ähnlich. Aber noch kenne ich ja nicht alle “Gänsehaut” – Bücher. Vielleicht begegnet mir so etwas nochmal.
Spannend geht es ebenfalls weiterhin zu. Für Tommy und Ben wird es wirklich richtig, richtig knapp. Das kann schon mal einen vor Spannung abgeknabberten Fingernagel kosten.
Mein Aber ist ein ganz persönliches Aber: ich mag nämlich Geschichten nicht, die anno irgendwas spielen.
Und in “Die Geisterschule” geht es gehörig tief in die Vergangenheit. Für Schwarz-Weiß habe ich genauso wenig übrig. Nicht bei Filmen oder sonstigen Sendungen, nicht bei Comics, maximal bei Klamottenkombinationen. Und wenn sich dann in einer Geschichte vieles um dieses Schwarz-Weiß dreht, dann steht das bei mir nicht unter einem allzu guten Stern. Das klingt jetzt ganz schön diffus, das weiß ich. Aber wenn ich mehr verraten würde, wäre die Überraschung über die sonst wirklich gute Idee dahin.
Wie von der Reihe nicht anders zu erwarten liest sich “Die Geisterschule” weg wie nichts. Kinder im Alter der Zielgruppe werden sicher etwas länger dafür brauchen und entsprechend länger ihren Spass damit haben. Für mich war es ein Snack an einem Abend. Und ich mag die “Gänsehaut”-Snacks unter Anderem genau deshalb.

Das Covermotiv passt gut zum Thema Schule mit den Schließfächern, den Büchern und den benoteten Arbeiten. Die Augen und der Totenkopfsticker sorgen dafür, dass der Grusel nicht zu kurz kommt. Das die Bücher grau dargestellt sind, ist mir erst eben beim Schreiben der Rezi aufgefallen. Damit ist ein Bezug zur Geschichte vorhanden, der aber kaum auffällt. Davon lenken die übrigen kräftigen Farben ab.

Fazit: Der Geschichte liegt eine wirklich gute und kreative Idee zugrunde. Sie ist auch durchaus spannend. Sie kann nichts dafür, dass ich eine Allergie gegen alles Alte habe. Für mich war es daher zwar einer der schwächeren Bände, doch wer diese Abneigung nicht hegt, der wird sich dafür besitmmt begeistern können.


Titel: Gänsehaut (34) – Die Geisterschule
Autor: R.L. Stine
Seiten: 123
Verlag: cbj / Random House
ISBN: 978-3570205983
Preis: gebraucht ab € 0,01 (TB)

Gänsehaut (29) – Die Geisterhöhle

gaensehoehleWas verbirgt sich in der geheimnisvollen Höhle am Strand? Der 12-jährige Jerry und seine Schwester Terri verbringen die Sommerferien bei verwandten am Meer. Hier entdecken die beiden eine Höhle zwischen den Felsen, die geradezu nach Abenteuer riecht. Doch ihre neuen Freunde Sam und Louisa warnen sie, die Höhle sei gefährlich. Ein Gespenst halte sich dort versteckt, ein über dreihundert Jahre alter böser und gefährlicher Geist. Doch Jerry und Terri können ihre Neugier nicht zähmen. Eines Tages schleichen sie zur Höhle und machen eine erstaunliche Entdeckung.

Es war mal wieder Zeit für einen Happen “Gänsehaut” zwischendurch und dieses Mal kam die “Geisterhöhle” an die Reihe. Mir hat dieser Geschichte ausnehmend gut gefallen.
Erstens hat mir der Schauplatz gefallen. Dieses kleine Dörfchen in der Nähe von Meer, der schaurige Friedhof und die unheimliche Höhle. Das alles passt prima zusammen und sorgt sofort für die nötige Atmosphäre.
Zweitens war lange unsicher, ob ich an diesen Geist in der Höhle glauben sollte. Eigentlich glaubt man ja nicht an so etwas, aber es ist schließlich eine Gruselgeschichte. Da soll es sowas wie Geister eben doch mal geben. Selbst als man dem Geist gemeinsam mit Jerry und Terri quasi gegenübersteht, kann man sich nicht sicher sein. Das sorgt natürlich für eine gewisse Spannung. Ich konnte gut verstehen, dass die Kinder der Sache auf den Grund gehen möchten. Allerdings begeben sie sich dabei mehrmals in Gefahr, wodurch ebenfalls Spannung aufkommt. Langeweile hat hier ganz klar keine Chance.
Das Ende präsentiert sich so, wie man es schon von manch anderem Buch aus dieser Reihe kennt. Das ist zwar einerseits ein wenig schade, andererseits hat die Reihe inzwischen so viele Bände, dass man wohl kaum mal zwei oder mehr Bücher dieser Art hintereinander lesen wird. Daher finde ich das nicht so schlimm. Außerdem mag ich diese Art Auflösung wirklich gerne. Auch wenn ich sie bereits kenne, eine gewisse Überraschung birgt sie trotzdem jedes Mal aufs Neue.
Das einzige, was mich allmählich etwas stört ist, dass sich Geschwister bei R.L. Stine so oft so spinnefeind sind. Das mag so sein, das weiß ich nicht. Aber auf Dauer und in fast jeder Geschichte, da nervt das auf die Dauer irgendwann doch, dieses ewige Rumgezicke.

Wie gewohnt hat das Buch um die 120 Seiten, das ist eben ein kleiner Snack für Zwischendurch. Das Buch liest sich gut und zügig wie immer. Die Schrift ist recht groß und die Kapitel haben genau die richtige Länge. Nicht zu kurz und nicht zu lang. Mit jedem kommt man ein gutes Stück voran.

Was das Covermotiv nun mit der Geschichte zu tun hat, das erschließt sich mir nicht. Natürlich kommt ein Friedhof in der Geschichte vor. Und der Schemen über dem Grabstein geht durchaus als Geist durch, aber es ist nicht das Bild, das ich beim Lesen vom Geist vor mir hatte. Zudem hätte ich mir eben die Höhle auf dem Cover gewünscht. Dieses Motiv wirkt austauschbar.

Fazit: Eine durchweg spannende Geschichte mit wirklich gruseligen Momenten. Das hat mir prima gefallen. So mag die “Gänsehaut”-Geschichten. Das Ende bzw die Auflösung kennt man, wenn man bereits das eine oder andere Buch der Serie gelesen hat. Für mich hat es aber jedes Mal aufs Neue seinen Reiz.


Titel: Gänsehaut (29) – Die Geisterhöhle
Autor: R.L. Stine
Seiten: 121
Verlag: cbj / Random House
ISBN: 978-3570206942
Preis: gebraucht ab € 0,18 (TB)

Gänsehaut (08) – Die Puppe mit dem starren Blick (R.L. Stine)

gaense08 Kris ist sauer auf ihre Schwester Lindy, denn die spielt sich mit Slappy, ihrer Bauchrednerpuppe, mal wieder in den Vordergrund. Da beschließt Kris, sich auch eine Puppe zuzulegen. Doch kaum ist die dann im Haus, geschehen dinge, für die es keine Erklärung gibt. Oder doch?

Ich mag keine Bauchrednerpuppen. Nicht etwa, weil ich sie unheimlich oder gruselig finde, sondern weil ich die Shows mit ihnen einfach albern und zum Fremdschämen peinlich finde. Ein wenig skeptisch bin ich also an diese “Gänsehaut”-Geschichte herangegangen. Aber ich war bereit, mich zur Abwechslung mal vor eine Baurednerpuppe zu gruseln. Besser als sich für sie zu schämen.
Ich muss aber gestehen, dass mich auch Puppe Mr. Wood  und seine Geschichte nicht wirklich begeistern konnten.
Das liegt zum einen daran, dass ich Mr. Wood wirklich einfach nur eklig und bösartig fand. Natürlich, so muss er sein, er ist ja die böse, dämonische Puppe. Aber seine Streiche sind nicht schaurig, sondern eben schlicht bösartig. Das ist für mich schon ein Unterschied. Wenn ich mich grusele bzw eine Figur unheimlich finde, okay. Aber ich mag beim Lesen nicht dauernd des Bedürfnis haben, einer Figur mal ordentlich eins hinter die Löffel zu geben. Mr. Wood aber hätte ich aber mit Vergnügen sofort in einen Gartenhäcksler gesteckt.
Zweitens ging es mir gegen Ende tierisch auf den Senkel, dass Mr. Wood dauernd erwähnt, dass er besondere Fähigkeiten habe! Spätestens nach dem dritten Mal will man endlich wissen, welche Fähigkeiten das sein sollen. Und ich bin mir sicher, dass sich auch junge Leser das fragen werden. Das ist sicher kein Problem, das ich habe, weil ich kein Kind mehr bin.
Mein drittes wesentliches Problem mit der Geschichte hat mit Mr. Wood nichts zu tun. Auf mich wirkten Kris’ und Lindys ewige Streitereien, das ständige Gezicke und das dauernde Konkurrenzdenken absolut unglaubwürdig. Dass sich Geschwister nicht sonderlich mögen, das kommt sicher vor. Streit kann an der Tagesordnung sein und sicher kommt auch Neid oft genug vor. Aber die beiden Mädels liegen ja quasi ständig auf der Lauer, wie sie einander das nächste Mal eins reinwürgen können. Das fand ich doch übertrieben.
Wenigstes wird die Geschichte gegen Ende wirklich spannend. Wie kann man solch eine Kreatur wie Mr. Wood nur loswerden? Ich hatte echt keine Idee nach allem, was die Puppe bis dahin bereits überstanden hat. Entsprechend neugierig war ich dann auch. Und im letzten Satz steckt dann nochmal ein feiner, gewitzter Dreh.

Wie man es von der Reihe kennt, liest sich das Büchlein weg wie nichts. Dafür sorgen eine große Schrift, viele Dialoge und sehr kurze Kapitel. Da fliegen die Seiten nur so dahin. Und jungen Lesern wird das Lesen so sicher schmackhaft gemacht. Das kann nur gut sein!

Irgendwie sieht die Puppe auf dem Cover durchaus gruselig aus, das muss man dem Buch lassen. Vor allem die Augen lehren einen das Schaudern. Eines der gruseligsten Motive, die mir in der Reihe bisher begegnet sind.

Fazit:  Eine Puppe, die nicht gruselig, sondern einfach nur bösartig ist und ein absolut unglaubwürdiger Dauerzoff zwischen Kris und Lindy haben mir die Geschichte ziemlich verleidet. Da konnte auch das doch recht spannende Ende nicht viel rausreißen. Es gibt bessere “Gänsehaut”-Geschichten, ganz klar. Solche, bei denen man sich nicht ärgern muss.


Titel: Gänsehaut (08) – Die Puppe mit dem starren Blick
Autor: R.L. Stine
Seiten: 123
Verlag: cbj / Random House
ISBN: 978-3570124703
Preis: gebraucht ab € 0,88 (TB)

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