Gedankenspione

Jack Slaughter (17) – Gedankenspione

Titel: Jack Slaughter (17) – Gedankenspione / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Simon Jäger, David Nathan, Marie Bierstedt, Lutz Mackensy, Engelbert von Nordhausen ua.

Inhalt: Jack hat einen äußerst hohen Preis dafür bezahlt, um seine Eltern vor dem sicheren Tod zu retten: ein gefährlicher Killer wurde auf Jack angesetzt. Sollte er sterben, bevor er seine unsterbliche Seele zurückgewinnen konnte, wird er für alle Zeit in der Hölle schmoren. Zum Glück ist Jacks bester Freund wieder da, um ihm beizustehen. Tony hat allerdings ein erregendes Erlebnis mit einer schönen Frau, die einen kleinen Haken hat: sie steht nicht auf One-Night-Stands!


Merke, es geht immer noch dramatischer! Selbst bei einer solch abgedrehten Serie! Nicht nur, dass Jack seine Seele los ist, nein, auch Doom ist wieder hinter ihm her, der Teufel persönlich sowieso und obendrein noch ein geheimnisvoller „Schläferagent“, der irgendwie Jacks Eltern gefolgt zu sein scheint. Denn die sind -ausgerechnet dem Teufel sei Dank- einem Erschießungskommando entkommen und in Jacksonville gestrandet. Jack muss also auch noch mit einer plötzlichen Überdosis Familie klarkommen. Und Tony droht die Ehe. Klingt irre? Nein, nicht wenn man diese Reihe kennt. Dann weiß man, wie schräg und chaotisch es hier zugeht. Und in dieser Hinsicht stellt diese Folge klar  einen Höhepunkt dar. Sonderlich übersinnlich geht es dabei dieses Mal nicht zu, jedenfalls für mein Empfinden. Und spannend ist es allenfalls in der Frage, wie die liebenswert-kaputte Heldentruppe nun wieder aus dieser Nummer herauskommen wird. Dafür hat mir Tony sehr bald leid getan mit seinem verliebten Anhängsel. Darüber konnte ich -nachdem er die zotigen Sprüche aufgegeben hatte- dann doch auch mal grinsen. Und es hat mir gefallen, endlich Jacks Eltern „kennenzulernen“, nachdem man so viel von ihnen gehört hat.

Die Sprecher sind wie gewohnt durchweg gut aufgelegt und mit unüberhörbarem Spass bei der Sache. Engelbert von Nordhausen gibt einen betont machomäßigen Vater Slaughter und Katharina Lopinski eine äußerst resolute Mutter Slaughter. Und Marie Bierstedt darf sich auf das Süßlichste in der Rolle von Tonys Geliebten austoben.

Musikalisch wird wie gehabt eine bunte Mischung geboten. Von rasant und rockig bis hin zu tatsächlich ganz stimmungsvollen, düsteren Stücken ist alles dabei.

Auf dem Cover ist das Grab der „Tochter des Lichts“ zu sehen. Mit Polizeiabsperrung. So wie Jacks Eltern es bei ihrer Ankunft vorfinden. Nun ja, ein offenes Grab mit unheimlichem Licht, darüber finstere Bäume, deren Äste wie Klauen zum Grab hinab greifen, das will ich mal für eine solche „Gruselstory“ als verheißungsvoll durchgehen lassen.

Fazit:  Schlimmer geht immer! Und in dieser Folge erwischt es die Freunde wirklich heftig und gleich in mehrerer Hinsicht. Da ist Chaos vorprogrammiert. Und  das wird feste ausgekostet. Nicht unbedingt spannend, nicht sonderlich übersinnlich, aber so liebenswert kaputt wie man es von der Reihe kennt.

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