Geld

So rot wie Blut (Salla Simukka / Nina Petri)

Titel: So rot wie Blut / Verlag: Hörcompany / Spielzeit: ca. 323 min / Buch: Salla Simukka / gelesen von: Nina Petri

Inhalt: Lumikki Andersson ist ein 17-jähriges Mädchen, das gelernt hat, sich selbst zu verteidigen und niemandem zu vertrauen. Früher wurde sie gemobbt, nun ist sie ein einsamer Wolf – scharfsinnig, sarkastisch und wirklich tough. Als sie in der Dunkelkammer ihrer Schule auf einen Fall von Geldwäsche stößt, findet sie sich plötzlich in einem Strudel unvorhersehbarer Ereignisse wieder. Es ist der kälteste Winter des Jahrhunderts; die Straßen von Tampere sind gefroren und weiß wie Schnee. Und nichts färbt weißen Schnee so rot wie Blut.


Auf diese Geschichte hatte ich mich sehr gefreut, umso größer ist die Schande, dass das Hörbuch so lange ungehört im Regal stand. Zwar sind Themen wie Geldwäsche und Drogen nicht mein Fall, aber Lumikki klang im Klappentext nach meinem Geschmack. So als könne ich mich gut in sie hineinversetzen, sie gut verstehen.
Grundsätzlich stimmt das auch. Lumikkis Entwicklung hin zu ihrer jetzigen Art konnte ich gut nachvollziehen. Dank einiger Einblicke in ihre Vergangenheit ahnt man, was ihr früher passiert ist. Und da hat es mich nicht erstaunt, dass sie nun so zurückhaltend ist, gut beobachten kann, clever ist und auch irgendwo ziemlich abgebrüht. Das sind halt die Folgen solcher Vorfälle. Soweit konnte ich mit Lumikki also durchaus etwas anfangen.
Mein Problem mit ihr widerum war aber, dass ich ihre Entscheidungen und Handlungen oft nicht verstehen konnte. Es gibt zahlreiche Situationen, in denen ich mich ehrlich gefragt habe, wie man in dieser Situation nur auf solche Ideen kommt. Und da sich das nach und nach häuft, überschattete dieses Verhalten den anfangs noch so guten Eindruck von Lumikki.
Andererseits sind es gerade diese Momente, die zu spannenden Szenen führen. Wer es alleine darauf abgesehen hat und über Schwächen der Figur hinwegsehen kann, der dürfte mit der Story seinen Spass haben. Lumikki stürzt sich in eine wirklich gefährliche Hetzjagd, der es weder an Tempo, noch an Dramatik fehlt.
Das Ende ist sinnig und hat einige Überaschungen auf Lager. Zum Rätsel um das Geld, aber auch zu den offenen Fragen, die man im Laufe der Handlung hinsichtlich der Hauptfigur sammelt.

Nina Petri schlägt sich wacker mit dieser nicht ganz so leicht erzählten Geschichte. Ihre Stimme passt gut dazu und sie versteht es, Lumikkis Charakter und die oft ganz verschiedenen Stimmungen der einzelnen Kapitel rüberzubringen. Ich habe ihr gerne gelauscht und es ist ihr zu verdanken, dass ich so gut mitgekommen bin. Als Buch gelesen, hätte ich wohl ein paar Schwierigkeiten mit der Geschichte gehabt.

Das dunkle Cover passt gut zu einem Thriller. Die roten Blutstropfen bilden dazu einen starken Kontrast und lassen beim Anblick des Covers wenig Gutes für das Mädchen vermuten. Das Mädchen selber wirklich geheimnisvoll und in sich gekehrt, was absolut Lumikkis Wesen entspricht.

Fazit:  Eine durchaus spannende und temporeiche Geschichte, die für mich aber ausgerechnet durch die Hauptfigur Minuspunkte absahnte. Denn so sehr ich Lumikkis Charakter verstehen konnte, so wenig konnte ich ihre Handlungen und Entscheidungen nachvollziehen.

Die Krumpflinge – Egon rettet die Krumpfburg (Annette Roeder / Stefan Kaminski)

Titel: Die Krumpflingee – Egon rettet die Krumpfburg / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 76 min / Buch: Annette Roeder / gelesen von: Stefan Kaminski

egon05Inhalt: Albi hat sich für seine Mutter ein tolles Geburtstagsgeschenk ausgedacht! Leider braucht er dafür mehr Geld als sein Sparschwein hergibt. Ein Glück, dass Egon Krumpfling, Albis niedlicher kleiner Freund mit dem grünen Wuschelfell, ganz genau weiß, wie man schnell etwas Geld verdienen kann: Die beiden nehmen sich eine der zahlreichen Handtaschen aus Oma Krumpflings Sammlung und verhökern sie auf dem Flohmarkt. Dass die beiden Freunde sich damit aber viel Ärger einhandeln und sogar die Krumpfburg in Gefahr bringen, ahnen sie nicht.


Die Abenteuer von Albi und seinem kleinen grünen Freund Egon gehen in die mittlerweile fünfte Runde. Aufhänger ist einmal mehr ein Thema bzw ein Problem, das sicher manches Kind mal beschäftigt. Die Reihe ist mit ihren Themen immer angenehm nahe am Leben ihrer Hörerschaft. Ich denke, das wird einer der wesentlichen Gründe sein, wieso sie so gut ankommt.
Albi braucht nun also Geld um seiner Mutter ein schönes Geburtstagsgeschenk kaufen zu können. Doch Geld fällt nicht vom Himmel und so schmiedet er gemeinsam mit Egon einen Plan, wie man am besten zu Geld kommen könnte. Dass sie Oma Krumpfling eine Tasche stibitzen, ist natürlich falsch und hat ungeahnte Folgen. Das wird hier auch gut vermittelt. Erstens klaut man nicht, das kann man Kindern nicht oft genug nahebringen. Und falsches Verhalten zieht Konsequenzen nach sich. So vermittelt die Story obendrein auch noch gewisse Werte. Das kann sicher auch nicht schaden und erinnert mich an viele andere, bereits ältere Hörspiele. Bei denen hat es auch funktioniert, daher hoffe ich, dass es auch hier klappen wird.
Ein bisschen spannender hätte es ruhig zugehen können, da hatten die Vorgänger ein bisschen mehr in petto, das macht die Geschichte dieses mal aber mit viel Chaos und Trubel und Spass wett. Das ist auch nicht verkehrt. Für mich war es ab und zu hart an der Grenze zum Überzogenen, aber ich bin da auch ziemlich empfindlich in der Hinsicht. Das dürfte also nicht für alle gelten.

Stefan Kaminski meistert natürlich auch Albis und Egons fünftes Abenteuer mit Bravour. Es ist einfach so: für solch eine Geschichte gibt es wohl keinen pasenderen Sprecher. Er hat so viele Stimmen und Tonlagen auf Lager, greift das Rasante der Geschichte einwandfrei auf und macht das Hörbuch so zu einem bunten Vergnügen.

Das Cover springt einen mit dem Rot quasi an. Ich muss gestehen, mir gefällt das nicht so richtig. Im Vergleich mit den Vorgängern. Aber es macht natürlich so auf sich aufmerksam im Ladenregal. Und das Motiv mit Albi und Egon (und natürlich der Tasche!) sieht schon mal ganz spaßig aus.

Fazit:  Die vorigen Folgen waren etwas spannender, dafür geht es hier sehr rasant und turbulent zu. Das macht Spass und entschädigt gut. Die Geschichte ist nahe an den jungen Hörern und vermittelt inmitten des ganzen Spaßes auch noch eine ganze Reihe wichtiger Werte.

Zwei um die Welt – In 80 Tagen ohne Geld (Hansen & Paul Hoepner)

zweiumdieweltEndlich zieht es die beliebten Globetrotter wieder in die Welt! Von Berlin aus reisen sie per Anhalter, Zug, Bus und Flugzeug um den Erdball. Die finanziellen Mittel wollen sie verdienen: als Handwerker, Umzugshelfer und Verkäufer selbst gestalteten Schmucks – Betteln ist ausgeschlossen. Und so gelangen sie in einem klapprigen Bulli nach Montpellier. Begegnen gleich mehreren Schutzengeln in Lissabon. Und reparieren auf dem Weg nach Vancouver das Lieblingsspielzeug eines Vollblut-Rockers. Sie lernen, dass man nicht zu Fuß nach Myanmar einreisen kann, wie schwer es ist, auf Indiens Straßen Geld zu verdienen, und erreichen in letzter Minuten den Zug nach Russland.

Wie ich auf dieses Buch gestoßen bin, weiß ich gar nicht mehr. Es war auf jeden Fall reiner Zufall. Es sprach mich einfach vom Titel her an, wo ich selber doch auch am liebsten immer nur umherreisen würde. Das es bei den beiden Autoren ohne Geld gelingen sollte, spielte da keine wesentliche Rolle. Mir ging es vor allem darum, zumindest per Buch weg zu kommen und Länder und Orte kennenzulernen.
Das ist der Buch auch prima gelungen. Dabei gefiel es mir am besten, dass die Brüder überwiegend Länder bereisen, die nun nicht in jedem Reisekatalog auf Seite 1 stehen. So etwas ist dann natürlich besonders reizvoll. Und wenn ich einfach mal davon ausgehe, dass das Geschriebene der Wahrheit entspricht, dann sind mir einige dieser Länder dabei so sympathisch geworden, dass ich sie für eventuelle Reisen im Hinterkopf behalten habe. Es gibt aber auch Länder, die überhaupt nicht attraktiv beschrieben werden. Auch das empfinde ich als sehr ehrlich. Manches davon hat mich sehr beeindruckt. Bei mir wirken solche Schilderungen meist intensiver als Schreckensbilder in beispielsweise TV-Reportagen. Und dann sind da noch ein paar durchaus prominente Reiseländer, die mich ohnehin immer schon gereizt haben. Und was darüber hier geschrieben, das hat mir vor Sehnsucht und Fernweh glatt die Tränen in die Augen getrieben.
So bin ich gerne mit den Hoepner-Brüdern gereist, von denen ich bis zu diesem Buch noch gar nichts gehört hatte.
Es ist spannend, welche Länder sie bereisen und was sie dort erleben. Und natürlich ist da auch immer die Frage, ob ihre Reise um die Welt ohne Geld überhaupt gelingen wird. Doch irgendwie geht es -trotz mehrerer Rückschläge und Misserfolge- immer weiter voran. Nicht zuletzt, weil die beiden selbst in den unwirtlichsten Ländern oft auf Menschen stoßen, die ihnen gerne helfen und ihre Mission unterstützen. Das hat mich teilweise wirklich sehr berührt. Wenn man zB liest, wie ihnen in einem Land, wo die Menschen selber kaum über die Runden kommen, so gut es nur ging geholfen wurde.
Ich habe in einigen Besprechungen gelesen, dass die Mission der Brüder reichlich verlogen sei. Weil sie ja für alle Fälle eben doch eine Kreditkarte in der Tasche haben. Da frage ich mich doch, wer hätte das in ihrer Situation nicht? Es kann schließlich immer etwas passieren, wo man ohne Geld einfach nicht weiterkommt. Da wäre ich auch froh, wenn ich dann noch die Notfall-Kreditkarte in der Hinterhand hätte. Das hat für mich mit verlogen gar nichts zu tun. Es zeichnet die Brüder letztlich ja auch aus, dass sie davon keinen Gebrauch machen. Selbst in den schlimmsten Situationen ist da kaum mehr als ein Gedanken an diese Sicherheit, aber sie wird eben nicht genutzt. Was daran unehrlich ist, soll mir bitte gerne mal jemand erklären.
Als Reiseführer taugt dieses Buch allerdings nichts. Wer es sich mit diesem Ansinnen kauft, der wird enttäuscht werden. Selbstverständlich werden -wie schon gesagt- viele weniger bekannte Reiseziele besucht und erwähnt, man erfährt auch einiges darüber, aber als Reiseführer kann man das auf keinen Fall bezeichnen. Ich denke aber, dass das Buch auch gar kein Reiseführer sein will. Es ist eine Geschichte über ein bemerkenswertes Abenteuer. Oder auch Experiment. Je nachdem, wie man das sehen möchte.

Das Buch ist immer abwechselnd mal aus Hagens, mal aus Pauls Sicht geschrieben. Das sorgt für Abwechslung, denn auch wenn sie Zwillinge sind, haben sie doch verschiedene Charaktere. Und gehen gewisse Dinge auf ganz verschiedene Arten an. Auch das habe ich als ganz spannend empfunden, denn irgendwie müssen sie sich doch oft auch erst zusammenraufen. Aber egal, wessen Kapitel man gerade liest, sie lesen sich alle angenehm leicht und flüssig.

Das Cover zeigt die Hoepner-Bruder irgendwo auf der Welt in einem Bus, wie sie aus dem Fenster schauen. Für mich strahlt dieses Motiv bereits Abenteuer und Freiheit aus. So hat es mich sofort angesprochen.

Fazit:  Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Es ist spannend zu lesen, wie die Brüder ihr Abenteuer bewältigen, mit allen Höhen und Tiefen. Und es ist interessant, neben bekannten Reiseländern auch Länder kennenzulernen, die diesen Ruhm nicht genießen. Einige davon sind für mich dadurch gleich interessanter geworden. Als Reiseführer darf man das Buch nicht verstehen, das ist es nicht und -wie ich denke-  will es auch nicht sein.


Titel: Zwei um die Welt – In 80 Tagen ohne Geld
Autor: Hagen und Paul Hoepner
Seiten: 304
Verlag: Malik Verlag
ISBN: 978-3890294698
Preis: € 19,99 (HC)

Meine Freundin Conni (43) – Conni bekommt Taschengeld / Conni verkleidet sich

Titel: Meine Freundin Conni (43) – Conni bekommt Taschengeld / Conni verkleidet sich / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 41 min / Sprecher: Selina Böttcher, Henry König, Barbara Fenner ua

conni43Inhalt: Endlich bekommt Conni Taschengeld. Jedes Geldstück wirft sie in ihr dickes Sparschwein. Und wenn das voll ist, kauft sich Conni das kleine Spielzeugpony mit dem Geheimversteck. Bis es soweit ist, zählt Conni immer wieder mit Mama ihr gespartes Geld, lässt sich von Opa ausländische Münzen zeigen und eröffnet sogar ein eigenes Konto auf der Bank.
Dann bekommt Conni eine Geburtstagseinladung, auf der “Bunte Meereswelt“ steht. Sie freut sich, aber als was soll sie sich verkleiden? Die Kostüme zu Hause passen alle nicht. Dann sieht Conni dieses wunderschöne Meerjungfrauen-Kostüm. Das möchte sie haben – aber es ist viel zu groß. Doch die rettende Idee kommt manchmal schneller als man denkt.


Geld ist bereits für Kinder ein Thema, schließlcih bekommen die meisten ab einem bestimmten Alter ihr erstes Taschengeld. Auch Conni möchte endlich Taschengeld bekommen um sich ein Spielpony kaufen zu können. Aber natürlich muss man dafür auch eine Menge über Geld, seinen Wert und den ordentlichen Umgang damit lernen. Gemeinsam mit Conni erfahren die jungen Hörer in dieser ersten Geschichte einiges über Geld. Mir war es fast ein wenig zu viel davon, denn vor lauter Informationen geht der Geschichte der Schwung verloren und das Spielpony rückt weit in den Hintergrund. Ich denke, ein paar Fakten weniger hätten es auch getan. Schließlich sollten Conni-Geschichten nicht nur belehren, sondern vor allem auch Spass machen.
Der steht bei der zweiten Geschichte zum Glück wieder ganz im Mittelpunkt. Es macht Spass, mit Conni zu überlegen und auszuprobieren, als was sie zur Kostümparty gehen könnte. Außerdem hat es mir gefallen, dass Connis Kostüm letztlich in gemeinschaftlicher Arbeit mit Eltern und Großeletern entsteht und etwas ganz Besonderes wird. Man muss halt nicht ständig etwas Neues kaufen. Oft liegt Schönes und Ausgefallenes so nahe. Auf der Party wird dann gespielt und gefeiert und man hört den Kindern das Vergnügen dabei an.

Natürlich sind in dieser Folge wieder die bereits lang vetrauten Sprecher zu hören. Selina Böttcher gibt eine aufgeweckte und fröhliche Conni. Christian Rudolf und Barbara Fenner haben hier als Papa und Mama mal mehr zu sagen als in anderen Folgen. Sie kommen sehr sympathisch rüber. Besonders gefällt mir aber immer wieder Henry König als lieber und gemütlicher Opa. Auf meiner CD klingen die Stimmen der erwachsenen Sprecher ziemlich dumpf und als kämen sie aus größerer Entfernung. Das kenne ich aus der Reihe gar nicht, deshalb hat mich das ziemlich gewundert. Vielleicht kann mir ja jemand sagen, ob das bei anderen CDs dieser Folge auch so ist? Das wäre toll!

Neben dem fröhlich Titellied, das man schnell mitsingen kann, sind während der Geschichten weitere lebendige Stücke zu hören. Meist orientieren sie sich an bekannten Kinderlieder, die die jungen Hörer sicher wiedererkennen werden.

Das Cover ist auf die erste Geschichte zugeschnitten. Mit dem Kaufladen, dem Sparschein und den Geldmünzen wird schnell klar, um was es darin geht.

Fazit: Bei “Conni bekommt Taschengeld” blieb mir der Spass einer Conni-Geschichte zu sehr auf der Strecke vor lauter Informationen rund um das Thema “Geld”. Dafür hat “Conni verkleidet sich” richtig Spass gemacht. So gleicht sich das schön aus.

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (32) – Warum haben Regenwürmer keine Nase?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (32) – Warum haben Regenwürmer keine Nase? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 46 min / Sprecher: Kathrin Bachmann, Tobias Künzel, Thomas Böttcher ua

moni32Inhalt: Die kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen und ihr bester Freund, der Regenwurm Schorsch, bekommen Besuch von Schorschs Opa. Allerdings ist der Regenwurmopa ein kleines Schlitzohr und verlangt, dass die Gartenbewohner für den Salat bezahlen sollen. Schließlich haben die Regenwürmer mit ihrer Humuserde für den prächtigen Wuchs gesorgt. Für die Blätter, die Herr Günter nun frisst, muss er Federn von sich hergeben, die Schorsch dann gegen eine Nase eintauschen will. Zum Glück weiß der gelehrte Graugänserich, warum ein Regenwurm die gar nicht braucht, und Schorsch findet heraus, dass man Freundschaft nicht kaufen kann.


Verwandtenbesuch im Garten von Monika und ihren Freunden! Schorschs Opa schaut vorbei! Das wäre an sich ein Grund zur Freude, doch Schorschs Opa ist vor allem eines: geschäftstüchtig! Und prompt soll Futter plötzlich etwas kosten. Das sorgt für Aufregung. Und für jede Menge Spass. Ich musste schon sehr lachen wie die Tiere da über ihr Futter verhandeln und -sehr zu Günters Leidwesen- Federn zur Währung erklären. Doch bei allen Verhandlungen stellt sich bald heraus, dass die Wichtigsten Dinge nicht käuflich sind. Freundschaft und Liebe zum Beispiel. Eine schöne Botschaft.
Selbstverständlich gibt es neben diese witzigen Handlung auch eine Menge zu lernen. Nicht nur darüber, wieso Regenwürmer keine Nase haben und trotzdem riechen können. Es geht auch um andere Sinnesorgane und das Wachstum verschiedener Tiere und Pflanzen. Dabei habe selbst ich gestaunt. Denn einige Tiere und Pflanzen halten echte Rekorde in Sachen Wachstum. Wie man es von dieser Reihe kennt, kann man hier also auch als älterer Hörer noch etwas lernen.

Neben den Stammsprechern mischt hier Thomas Böttcher als Schorschs Opa mit. Er hat eine schöne und warme Stimme für einen Opa-Regenwurm. Und er hat Schorschs Dialekt. Gut, sie sind verwandt. Trotzdem, ich bekomme da immer noch eine Gänsehaut. Trotzdem ich Schorsch jetzt schon seit 32 Folgen kenne. Zwei sächselnde Regenwürmer, das ist schon nicht ohne!

Eine handvoll Geräusche entführen direkt in den Garten der Freunde, vor allem mit viel Vogelgezwitscher. Doch es klappert auch in der Küche des Erzählers. Und als Günter erklärt, wie Fliegen hören, da wird das Klingeln einer Fahrradklingel eingesetzt um das zu veranschaulichen.

Im Booklet findet man dieses Mal eine Anleitung zum Basteln eines Papierfliegers. Ich muss gestehen, ich kann das absolut nicht. Da werde ich mir die Anleitung mal gründlich zu Gemüte führen müssen. Das Cover ist niedlich und witzig. Niedlich mit dem Feder-Bart vom Schorsch und witzig mit Günters sorgenvollem Blick auf seinen Bürzel.

Fazit:  Der Besuch von Schorschs Opa bringt Schwung in den Garten! Es ist spaßig, wie er versucht, den Freunden sowas wie Geschäftssinn beizubringen. Am Ende steht eine schöne und wichtige Moral. Und aus Günters Schlauberger-Vorträgen können Groß und Klein eine Menge lernen.

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