Gespenster

Die drei ??? Kids (60) – Gespensterjagd

Titel: Die drei ???? Kids (60) – Gespensterjagd / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher:  Jannik Schürmann, Robert Missler, Tommi Piper, Bert Franzke ua

Inhalt: Im großen Kino von Rocky Beach spukt es! Doch nicht nur dort, überall in der Stadt tauchen plötzlich geisterhafte Gestalten auf. Und das alles an Halloween! Die drei ??? Kids gehen auf Gespensterjagd.


Halloween steht vor der Tür und da gehen viele Hörspielserien einfach mal ganz mit der Zeit. So wie die um die drei jungen Detektive. Skelette halten Rocky Beach in Atem, eine alte Frau spricht von ebenso alten Flüchen und Geschichten. Dem müssen die Freunde natürlich gleich nachgehen.
Trotz Skeletten und Flüchen geht es hier nur ganz minimal unheimlich zu. Das ist für die jungen Hörer genau richtig und Eltern haben in dieser Hinsicht nichts zu befürchten. Ältere Hörer werden hier und da dagegen schon ein bisschen die Augen verdrehen. Denn während man von vielen anderen Folgen durchaus ernsthaftere Ermittlungen und Fälle gewöhnt ist, geht es hier mitunter schon ein bisschen arg albern zu. Alleine, wenn ich nur an den Titel des zweiten Films denke, der im Kino läuft. Oder wie die drei Freunde sich verkleiden und unter das Halloweenvolk mischen. Aber hey, die Geschichten sind für Kinder, da lässt man dann einfach mal Fünfe gerade sein.
Ein Rätsel ist es natürlich trotzdem, was da in der Stadt vor sich geht. Und die Hintergründe sind im Gegensatz zum vordergründigen Geschehen durchaus ernsthaft zu nennen. Darüber kann man sich spätestens bei der Auflösung ruhig auch mal ein paar Gedanken machen.

Ernst Meincke und Irmelin Krause-Latarius ergeben als Ehepaar Collodi und tolles Gespann. Sie klingen ein bisschen kauzig, aber sympathisch und nehmen einen so schnell für sich ein. Elmar Gutmann dagegen vermittelt einem einen weniger netten Eindruck seiner Figur. In einer Szene darf sich Tim Kreuer mal wieder als Skinny Norris durch das Geschehen ekeln, was er bewährt gut macht.

Musik und Geräusche kommen daher wie gewohnt. Auch das nimmt der Story nochmal die Chance darauf, wirklich gruselig zu sein.

Die Szene vom Cover gibt es so nicht in der Geschichte. Justus und Bob sind es nicht, die im Kino angesichts der Skelette Panik kriegen. Neugierig macht das Motiv aber schon. Das Skelett fällt einem schließlich sofort ins Auge und man fragt sich gleich, was es damit auf sich hat.

Fazit:  Eine schöne Geschichte zu Halloween, die nie wirklich gruselig ist. Da können die Eltern der jungen Hörer bedenkenlos zugreifen. Das Rätsel um die Skelette ist ganz nett und die Hintegründe und die Auflösung regen durchaus  zum Nachdenken an.

The Real Ghostbusters (01) – Die Geisterjäger

Titel: The Real Ghostbusters (01) – Die Geisterjäger / Verlag: Soundtales Productions / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Tom Westerholt, Bianca Füll, Björn Korthof, Timo Blaustein, Jens Döring ua

ghostbusters01Inhalt: Dr. Venkman, Dr. Stantz und Dr. Spengler. Drei verrückte, aber hochbegabte Uni-Doktoren auf der Suche nach Geistern und Gespenstern. Als man sie wegen ihrer unorthodoxen Methoden feuert, gründen sie eine eigene Firma: Die Geisterjäger.
Mit allerlei ungetesteter Experimentaltechnologie brechen sie auf zu ihrem ersten großen Auftrag. In einem Hotel spukt es.


Den “Ghostbusters”-Film habe ich zigmal gesehen und die Hörspiele auf MC stehen nahezu komplett in meinem Regal. Man kann also sagen, dass ich ein kleiner Fan der Geisterjäger bin. Somit führte an diesem Hörspiel kein Weg vorbei.
Zunächst lernt man die drei Geisterjäger Peter, Egon und Ray kennen. Sie alle sind ein wenig schräg drauf und haben eine Vorliebe für Wissenschaften, die andere Wissenschaftler bestensfalls skeptisch betrachten. Im Nu sind sie ihre Jobs an der Uni los und gründen schließlich ihr eigenes Unternehmen. Damit hat mir diese Folge nichts Neues erzählt, aber ich hatte trotzdem Spass daran. Speziell die Dialoge und bestimmte Sprüche waren für ein Grinsen gut und bei einigen Situationen musste ich sogar lachen. Wenn man sich die mal bildlich vorstellt…das hat schon was!
Nach einer ordentlichen Durststrecke flattert dann zum allseitigen Erstaunen tatsächlich der erste Auftrag ins Hauptquartier und man stürzt sich mit wenig Ahnung, dafür aber mit umso wagemutigeren Ausrüstung in den Kampf gegen das Übersinnliche. Da ist Chaos vorprogrammiert und es geht entsprechend turbulent zu. Da fragt man sich dann unweigerlich, ob und wie die Geisterjäger die Geister in den Griff kriegen wollen, was durchaus für Spannung sorgt. Aber eben auch wieder für ganz großes Vergnügen. Deshalb ist mir auch nicht so ganz klar, wieso das rückwärtige Cover das Hörspiel für Hörer ab 12 Jahren empfiehlt. Gruselig ist es nicht, das muss man ganz klar sagen, dafür aber ausgesprochen witzig. Ich meine, wie sollen sich die Kids denn ein PKE-Gerät basteln oder sich einen Nuklearbeschleuniger besorgen? Eben!

Auf der Sprecherliste geht es nicht gerade prominent zu. Aber Hörer, die nicht nur den Mainstream hören, der in den Ladenregalen steht, dürften trotzdem den einen oder anderen vertrauten Namen finden und damit wissen, dass hier durchaus Leute vom Fach zu hören sind. Wer es professioneller wünscht, der kann ja “Jack Slaughter” hören 😉 Mir hat es jedenfalls nichts ausgemacht. Solange ich höre, dass die Sprecher Spass an der Sache und Ehrgeiz mtibringen, kann ich leicht über eine verrutschte Betonung und ähnliche kleine Schwächen hinweghören. Wer sich daran stößt: macht es erstmal besser! Mit dabei sind zB Tom Westerholt, Timo Blaustein, Binca Füll, Björn Korthoff und Stefanie Puke.

Musikalisch gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden. Sicher, keine filmreife Soundkulisse, aber gut ausgewählte Stücke, die die jeweiligen Szenen passend untermalen. Eine Reihe Geräusche veranschaulicht das Geschehen. Das einzige, was mich in diesem Bereich wirklich gestört hat, ist die Sache mit der Lautstärke. Es gibt Passagen, da musste ich lauter drehen um sie zu verstehen. Leider habe ich dann vergessen, wieder leiser zu stellen, woraufhin mich die gute Frau aus der nächsten Szene geradezu anschrie.

Das Cover zeigt das komplette Ghostbusters-Team, inklusive Slimer und Sekretätin Janine. Ein passendes Motiv, das deutlich macht, mit welcher Begeisterung die Truppe bei der Sache ist. Es lässt aber gleichzeitig auch ahnen, dass es dabei schon mal hoch hergehen kann.

Fazit:  Mir hat die erste Folge Spass gemacht. Solange ich höre, dass die Macher mit Spass dabei sind, kann ich über die eine oder andere Schwäche gut hinwegsehen. Wer das nicht kann, der muss dann eben über Trödelmärkte laufen und sich die alte MC-Serie mühselig zusammensuchen. Ich weiß, wovon ich spreche.

Bibi & Tina (74) – Spuk im Wald

Titel: Bibi & Tina (74) – Spuk im Wald / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Dorette Hugo, Susanna Bonasewicz, Sven Hasper, Oliver Rohrbeck, Noah Wiechers ua

bt74Inhalt: Geister im Falkensteiner Forst? Bibi und Tina machen sich mit Alex und Freddy über diese Gerüchte lustig und erschrecken sich bei einem Zeltausflug immer wieder gegenseitig zum Spaß. Doch dann geschehen seltsame Dinge auf dem Martinshof: Sachen verschwinden aus dem Stall, seltsame Geräusche sind zu hören. Spukt es etwa doch?


Dank des Titels hatte ich mich auf diese Folge sehr gefreut. Mit Spuk und Grusel kann man mir immer kommen, auch wenn es hier natürlich auf die junge Hörerschaft abgestimmt sein würde. Das war mir klar und es wäre auch gar kein Problem gewesen. Allerdings finde ich, dass es in der Geschichte keinen einzigen auch nur ansatzweise schaurigen Moment gibt. Anfangs fragt man sich zwar, was im Wald vor sich geht, aber das ist allenfalls geheimnisvoll. Und auch die Geschichten, die sich Bibi, Tina, Alex und Freddy eim Zelten erzählen als sie dem “Spuk” auf den Grund gehen wollen, sind kein Stück schaurig. Nicht mal für Kinder!
Und als sich dann herausstellt, was im Wald vor sicht geht, erlebt die Handlung eine komplette Drehung hin zu einer Story, die mit Spuk nicht mal das Geringste zu tun hat.
Stattdessen bekommt man eine Geschichte zu hören, die einfach typisch “Bibi & Tina” auf dem Martinshof ist. Es geht um Kinder und ein Pferd, denen geholfen werden muss, was Bibi und Tina natürlich sofort in Angriff nehmen. Und nach einigem Hin und Her ist selbstverständlich auch eine Lösung gefunden.
Das ist zwar nicht schlecht, denn diese Reihe besteht ja aus Reiterhof-Geschichten, aber erstens ist es nicht spannend und zweitens sicher nicht das, was man bei diesem Titel erwartet. Und dabei kann die Serie es durchaus, für ein wenig Grusel zu sorgen. Das hat beispielsweise “Das Gespensterpferd” bereits vor Langem bewiesen.

Neben Dorette Hugo, Susanna Bonasewicz und Sven Hasper ist in dieser Folge mal wieder Freddy mit dabei, gesprochen von Oliver Rohrbeck. Es ist zwar immer etwas eigenartig für mich Mister Allwissend Justus Jonas in dieser Reihe anzutreffen, aber es bringt halt auch eine gewisse Würze hinein. Ich höre gerne von Freddy, da er auf mich erwachsener wirkt als Bibi, Tina und Alex. Die beiden Kinder mit dem armen Pferd werden von Gina Stiebitz und Noah Wiechers gesprochen. Gina Stiebitz habe ich dabei als sehr lebendig und engagiert empfunden, während mir Noah Wiechers zu emotionslos rüberkam angesichts dessen, was seinem Pferd droht.

Die Geräuschkulisse geht in Ordnung solange sie nicht versucht, für Gruselstimmung zu sorgen. Denn das gelingt ganz klar nicht. Die übrigen Reiterhof-Geräusche sind aber gewohnt gut und wird junge Pferdefans einmal mehr begeistern können.

Das Cover gefällt mir. Ich finde, es sieht nach einer schönen, schaurigen Geschichte aus mit dem nächtlichen Wald, den Fledermäusen im Hintergrund und den leicht verschreckten Mienen der Freunde. Es ist also nicht nur der Titel, der in die Irre führt.

Fazit: Dieser Spuk ist leider keine Sekunden lang gruselig. Nicht mal für Kinder. Und es dauert gar nicht lange, dann steht der Spuk auch gar nicht mehr im Mittelpunkt. Dann hat man einmal mehr eine typische Martinshof-Geschichte im Player, die nicht weiter besonders ist. Schade!

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