Ghostbusters

The Real Ghostbusters (09) – Hundstage

Titel: The Real Ghostbusters (09) – Hundstage / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Jens Döring, Carolin Kram, Laura Schmidt, Claus Hirt ua

gb09Inhalt: Louis Tully ist ganz unten angekommen: Nach dem geplatzten Pakt mit einem Dschinn schlägt er sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Geliebte weg, Ansehen weg, nun wird ihm auch noch der Werbevertrag für die “Schlüsselmeister”-Kosmetiklinie gekündigt. Als er meint, es könne nicht mehr schlimmer kommen, taucht ein alter Bekannter auf, den Louis eigentlich nie wieder sehen wollte: Der furchtbare Dämonenhund Gozers.


Bislang hat mir die Reihe durchweg gut bis sehr gut gefallen. Mit dieser Episode konnte sie bei mir nicht so richtig punkten, leider. Erstens dauert es reichlich lange ehe sich al etwas wirklich Geisterhaftes ereignet. Bis dahin plätschert die Story mehr vor sich hin. Nicht uninteressant, ich habe auch echt Mitleid mit Louis gehabt und musste herzlich über Elaines Kommunikationsversuche in New York lachen, aber insgesamt war es mir einfach zu wenig Geistergeschichte.
Zweitens erschien mir Gozers neuerlicher Auftritt irgendwie wie ein Notstopfen mangels neuer Ideen. Ich meine, hey, es ist New York! Da sollte es doch von Geistern, Dämonen und anderen finsteren Kreaturen nur so wimmeln! Und dann müssen sich die Jungs mit einem „alten Bekannten“ herumschlagen? Nein, da möchte ich in der nächsten Folge doch lieber wieder mit neuen Spukgestalten zu tun bekommen.

Mein Sprecher-Highlight war hier Laura Schmidt, die mir als Mädchen vom Land (Elaine) wirklich sehr gut gefallen hat. Sie bringt Elaines trockenen Humor prima rüber. Jens Döring gefällt mir ebenfalls immer besser. Ich mag Louis irgendwie, was ich vor allem wohl ihm verdanke. Er klingt so niedlich! Man möchte Tully die ganze Zeit beschützen. Nur manchmal, da möchte ich ihm auch eine reinhauen ;), und sei es nur, damit er das Quasseln mal einstellt.

Der Soundtrack zeigt sich einmal mehr fröhlich bunt gemischt und ein bisschen schräg. Eben so wie es die Geschichten dieser Reihe auch sind. Das hat was Cartooniges an sich, was gut dazu passt.

Bei dem Cover musste ich einige Mal hinsehen ehe ich das Motiv ganz erfasst hatte. Den Höllenhund habe ich erst mit Vorsagen durch den Titel erkannt. Es liegt bei mir hauptsächlich am Hintergrund, der neben Hund und Louis noch Aufmerksamkeit auf sich zieht mit seiner Struktur. Das ist etwas zu viel. Für mein Auge jedenfalls.

Fazit: „Hundstage“ kam mir vor wie ein Lückenfüller mangels neuer Ideen. Die Geschichte kommt schwer in die Pötte und fährt dann lediglich einen alten Bekannten auf. Immerhin ist das Rundherum ganz unterhaltsam, sonst hätte ich wohl frühzeitig aufgegeben. Ich hoffe, mit Folge 10 geht es wieder aufwärts.

The Real Ghostbusters (08) – Die Säule von Manhattan

Titel: The Real Ghostbusters (08) – Die Säule von Manhattan / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 35 min / Sprecher: Björn Korthoff, Timo Blaustein, Hanna-Unn Hava ua

gb08Inhalt: Ray hat eine furchtbare Vision: Ein gigantisches Erdbeben wird die Stadt vernichten und im Meer versinken lassen. Nur ein Hirngespinst? Plötzlich rumort es tatsächlich überall. Das Abenteuer treibt die Geisterjäger tief in die Eingeweide der Millionenstadt.


Wow, nur 35 Minuten Spielzeit, das ist aber wirklich knapp bemessen und auch selten. Ich mag solche Hörspiel-Snacks zwischendurch aber ganz gerne. Das bedeutet nämlich, dass die Geschichte sich nicht lange warmlaufen darf und es zügig zur Sache geht.
Genau wie es hier der Fall ist. Anfangs kommt kurz idyllische, friedliche Stimmung auf, aber kurz darauf geht es schon so richtig rund. Ein Erdbeben scheint Manhattan in Schutt und Asche zu legen. Das hat mich irgendwie beeindruckt, denn das muss dann schon ein ordentliches Beben sein.
Selbstverständlich lässt Ray seine Vision nicht mehr los und er hält seine Kollegen damit mächtig auf Trab. Die haben aber gerade eigentlich ganz andere Dinge im Kopf und sind wenig angetan. Das sorgt für lustige Momente und bissige Dialoge.
Doch letztlich können sich die Geisterjäger den Tatsachen nicht verschließen. Ich muss gestehen, dass mich die Vorstellung der Unterwelt von Manhatten ziemlich begeistert hat. Irre, wenn man sich das mal bildlich vorstellt.
Dort unten kommt es dann zum Showdown, der den bis hierher noch fehlenden Schuss Action ins Geschehen bringt.
Somit ist diese Folge trotz ihrer Kürze einmal mehr eine runde Sache, die Spass macht.

Es ist so und wird vermutlich so bleiben: wer auf Profisprecher Wert legt, der sollte seine Ohren von dieser Reihe fern halten. Dafür hört man den Sprechern aber ihr Vergnügen bei der Sache an. Außerdem kennt man sie nicht schon aus jedem Hörspiel von der Ecke. Namentlich sind uA mit von der Partie: Dennis Can, Bianca Füll und Dorle Hoffmann.

Musikalisch zeigt sich die Folge von ihrer besten Seite. Die Stücke passen zum Geschehen, sind mal lauter, wenn es rundgeht, dann wieder leiser und drängender, wenn für Spannung gesorgt werden soll. Ein gewisser Hang zum cartoonigen Stil kann man ihnen dabei nicht absprechen.

Wie es geht, dass ein Covermotiv gar nichts über die Story auf der CD dahinter aussagt?
So wie hier!
Aber immerhin ein Gruppenbild der chaotischen Geisterjägertruppe.

Fazit:  Kurz und knackig, so hat mir die Folge gut gefallen. Kein langer Anlauf bis zum ersten Drama, anschließend die gewohnt chaotische Vorgehensweise der Truppe und ein würdiges Finale mit einem Großeinsatz der Protonenstrahler. Cool!

The Real Ghostbusters (07) – Rückkehr nach Morrisville

Titel: The Real Ghostbusters (07) – Rückkehr nach Morrisville / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher:  Jan Mahn, Denis Can, René Siepmann, Katja Runge ua

gbusters07Inhalt: Ein Hilferuf aus der Heimat, schon ist Ray zur Stelle. In dem verträumten Kaff Morrisville angekommen, trifft der quirlige Para-Forscher nicht nur auf einen ungewöhnlichen Spuk, sondern auch auf allerlei alte Freunde – wie die süße Elaine. Wird Ray seine Jugendliebe vor den Mächten des Bösen retten können?


Manchmal schaue ich nicht erst auf den Klappentext, und dann werde ich so überrascht wie hier. Nämlich mit einer Folge mit stattlichen 60 Minuten Spielzeit! Wow! Aber auch sonst unterscheidet sich die Folge für mich von ihren Vorgängern.
So wusste ich am Anfang gar nicht wirklich, wo die Handlung gerade spielt und wieso sie mal anderswo als im Hauptquartier beginnt. Da musste ich mich erst einfinden.
Außerdem erlebt man nicht nur häufig einen Schauplatzwechsel zwischen Manhatten und Morrisville, sondern die Geschichte springt auch in der Zeit. Man bekommt in Rückblenden gewisse Ereignisse aus Rays Jugend zu hören. Das fand ich wirklich klasse! Schön, mal mehr über einen der Geisterjäger zu erfahren. Gleichzeitig werden damit neue Figuren eingeführt, die auch in der Handlung im Hier und Heute wieder auftauchen. Clever gemacht! Aber -und wer will, der kann mich gerne wieder dafür steinigen- ich war froh, dass es einen Erzähler gibt, der kurz erwähnt, wo und in welcher Zeit man sich gerade befindet.
Erfrischend neuartig fand ich es zudem, dass die neue Aufgabe für die Geisterjäger eben mal nicht in Manhattan auf sie wartet. Ich war gerne in Morrisville zu Gast. So eine lauschige Kleinstadt ist doch immer ein feiner Schauplatz für eine Geistergeschichte.
Was sie keineswegs geändert hat in dieser Episode, das ist das Chaos, dass die Geisterjäger bei ihren Unternehmungen regelmäßig um sich herum verbreiten. Ein neues Flugzeug im Fuhrpark des Teams ist daran nicht ganz unbeteiligt. Besonders grinsen musste ich darüber, wie das Problem im Morrisville gelöst wird. Manchmal ist es eben doch ganz effektiv, wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt.

Ein paar weitere Sprecher sind natürlich ebenfalls notwendig, wenn man an andere Orte oder eben auch mal ein Stück in der Vergangenheit zurückreist. Mir haben vor allem Laura  Schmidt als Rays Jugendliebe Elaine und Jan Mahn in der Rolle von Rays damaligem Kumpel Alan gefallen! Gegen die beiden wirken die Hauptsprecher tatsächlich hier und da etwas blass und zu bemüht locker. Spass macht es aber allemal wieder, ihnen zu lauschen.

Musikalisch kommt die Folge deutlich aufwendiger daher als ihre Vorgänger. Dann und wann sind richtige Melodien zu hören, statt den gewohnten Stücken im Cartoonstil. Das sorgt regelmäßig für Flair bei diesen Szenen. Am Ende der Folge ist ein song zu hören, der Ohrwurmqualität hat.

Das einzige, womit ich mich nicht anfreunden kann, ist das Cover. So langweilige Brauntöne! Wo ist das Bunte der vorigen Cover geblieben? Darin hätte man sicher genauso gut die verschiedenen Elemente, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen, unterbringen können. Sie heben sich mir hier zu wenig vom Rest der Motivs ab. Dafür ist Slimer mit seinem Rucksack sehr niedlich geraten.

Fazit:  Folge 7 der Reihe legt in jeder Hinsicht ein beachtliches Schippchen drauf. Sei es die etwas komplexere Handlung, der andere Schauplatz, wirklich gute Sprecher oder auch die aufwändigere Musik- und Geräuschkulisse. Da bleibt mir nur zu sagen: wow, weiter so!

The Real Ghostbusters (06) – King Tully

Titel: The Real Ghostbusters (06) – King Tully / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 35 min / Sprecher: Jens Döring, Denis Can, Binca Füll, Pascal Runge ua

gbusters06Inhalt: Louis Tully, Superstar! Männer wie Peter Venkman beneiden ihn, Frauen wie Dana verzehren sich nach ihm – Alle zusammen lieben sie ihn. Er ist der Größte unter den Kleinen! Klare Sache, dass auch die Geisterjäger den Großmeister um Hilfe bitten, als sie an einem harten Fall zu knabbern haben.


Den erfahrenen Hörer dieser Reihe stürzt diese Folge zunächst mal in ernste Verwirrung. Wieso betet plötzlich alle Welt -die Geisterjäger eingeschlossen- plötzlich Tully an? Gegen Ende soll er gar zum König erklärt werden!
Und wenn man auch als Geisterjäger davon überzeugt ist, in Tully ihren Herrn und Großmeister vor sich zu haben, dann ist es gar nicht so einfach zu erkennen, dass da irgendwas schlichtweg nicht stimmen kann! Erst recht nicht, wenn man auch noch einen anderen Problemfall unter dem Dach der Zentrale zu klären hat.
Es herrscht also mal wieder ganz schön Chaos, das die Geisterjäger auf bewährt schräge und ganz eigene Art bewältigen. Dabei gibt es wieder eine Menge zu lachen. Vor allem über den verwirrten Tully habe ich mich köstlich amüsiert. Er ist nämlich zunächst der einzige, dem der Trubel um seine Person nicht so ganz geheuer ist. Allerdings wäre Tully nicht Tully, wenn er sich damit nicht doch arrangieren würde. Kleiner Mann ganz groß, könnte man sagen.

Die vertraute Sprechertruppe ist auch hier wieder am Werke. Sie macht ihre Sache zunehmend besser. Vor allem hört man jedem von ihnen erstens den Spass bei der Sache an, zweitens aber auch, dass sie weder ihre Rollen, noch die Geschichte so richtig ernst nehmen. Lachen musst ich über den Einsatz Pascal Runge als Dschinn, der durch den Hall, mit dem seine Stimme unterlegt ist, klingt wie ein Karussellansager auf der Kirmes. „Leeeetzteeee Rundeeee….“ 😉

Musikalisch geht es gewohnt flott und abwechslungsreich zu. Dabei kommt zwar keine Gruselstimmung auf, dafür passt es aber prima zum schrägen Geschehen. So kommt Schwung in die Geschichte. Und ein wenig 80iesmäßig klingt es mitunter auch.

Auf dem Cover steht natürlich  Tully im Mittelpunkt. Umgeben von den Frauen, die ihn anbeten und die -selbstverständlich- größer sind als er.

Fazit: Diese Folge stürzt einen erstmal gründlich in Verwirrung. Anschließend stellt man sich unweigerlich die Frage, wie die Geisterjäger damit zurechtkommen werden. Das sorgt für ein wenig Spannung und das übliche Chaos, das ihre Arbeit stets mit sich bringt.

The Real Ghostbusters (05) – Angst vor dem bösen Mann

Titel: The Real Ghostbusters (05) – Angst vor dem bösen Mann / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Dorle Hoffmann, Tajo Schmidt, Martin Bäcker ua

gbusters05Inhalt: Im Keller ihres neuen Anwesens macht die junge Familie Caster einen seltsamen Fund: Ein unheimlicher Schrank sorgt für Unbehagen. Noch ungewöhnlicher wird es in der darauf folgenden Nacht, als ein gewaltiger, diabolischer Ziegenbock dem Schrank entsteigt und Angst und Schrecken verbreitet. Als die Caster-Kids in der Feuerwache um Hilfe bitten, glauben unsere Freunde zunächst an ein Hirngespinst – Einzig Egon aktiviert, die Augenbrauen alarmiert hochgezogen, schon mal die Spektralbomben.


Bisher kannte ich aus Kinderzimmern eher die Monster unter dem Bett. Der böse Mann ist mir dort noch nicht untergekommen. Aber natürlich kenne ich diese Bezeichnung, und Monster unter dem Bett wären vielleicht eine Spur zu kindisch gewesen.
Jedenfalls haben die Geschwister Megan und Kenny so ihre nächtlichen Probleme mit dem bösen Mann. Gerade die Nachtszenen sind tatsächlich ein wenig schaurig.
Da die Eltern -wie zu erwarten war- nicht an den bösen Mann glauben, engagieren die Kids selber die Ghostbusters, und die greifen dann so richtig durch. Ich fand, dass die Geschichte im Nullkommanichts vorbei war, nachdem die Ghostbusters sich des bösen Mannes angenommen hatten. Da steckt gut Tempo drin und natürlich auch das vertraute Chaos, das sich unweigerlich um die Truppe entwickelt, wenn sie in Aktion tritt.
Ein paar witzige Bemerkungen und pfiffige Dialoge sorgen dafür, dass man auch bei dieser Episode wieder das eine oder andere mal schmunzeln kann.

Die Sprecher sind mit dem gewohnten Engagement bei der Sache. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass die Betonung hier und da mal ein wenig verrutscht. Vor allem Tajo Schmidt und Katja Runge haben mir prima gefallen. Sie geben en munteres Geschwisterpaar ab, dem ich gerne zugehört habe.

Musikalisch geht es recht gemischt zu, wobei die gruseligen und actionreichen Szenen stets besonders passig unterlegt sind.

Das Covermotiv verrät schon ziemlich deutlich, womit es die Geisterjäger in dieser Geschichte zu tun bekommen. Mit einem nächtlichen Kinderschreck. Ich finde das Motiv klasse. Bisher einer meiner Favoriten in dieser Reihe.

Fazit: Eine Geschichte um eine sehr klassische und weithin bekannte Gruselgestalt: den bösen Mann. Dabei geht es teilweise durchaus schaurig zu, zum Ende hin aber auch turbulent und actionreich. In meinen Ohren rundum gelungen.

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