Götter

Göttlich verliebt (Josephine Angelini / Tanja Geke)

Titel: Göttlich verliebt / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 420 min / Buch: Josephine Angelini / gelesen von: Tanja Geke

goettlichverliebtInhaltEin zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas?


Da ist er nun also: der Abschluss der “Göttlich”-Trilogie. Bisher hatte die Reihe mich nicht gerade vom Hocker gehauen, deshalb bin ich selbst erstaunt, dass ich nun sagen muss, dieser dritte Teil hat mir gut gefallen. Auch wenn es anfangs mit Helens Reisen durch die Zeit so gar nicht nach meinem Geschmack zuging. Es scheint aber so, dass ich mit so etwas besser klarkomme, wenn ich es höre statt es selber lesen zu müssen. Und so bin ich gut durch diesen recht ausführlichen Start gekommen und fand es auch durchaus spannend. Neue Problematiken hinsichtlich der Mythologie stellen sich einem hier nicht, das muss man klar so sagen. Ich fand das aber in Ordnung so, denn man muss eh schon bei der Sache sein um durch die Handlung zB der Rückblenden zu steigen und noch den Roten Faden der Story im Auge zu behalten. Da war ich froh, dass ich mich nicht noch in etwas Neues einfinden musste. Außerdem denke ich, mit neuen Entwicklungen hätte die Geschichte auch zu überladen gewirkt. Da hat Josephine Angelini ein gutes Maß erwischt.
Trotzdem der Titel verdächtig danach klingt, spielt Helens und Lucas Liebe hier keine allzu große Rolle. Anhänger dieser romantischen Schiene werden das eventuell bedauern, aber ich fand das gut so. Ich habe wirklich nichts gegen eine schöne Lovestory, aber hier geschieht einfach dermaßen viel um die beiden und ihre Freunde herum, da hätte ich romantische Szenen alle naselang als fehl am Platze empfunden. Und es ist ja nicht so, dass es deshalb weniger um Beziehungen geht. Auch Freundschaften sind schließlich Beziehungen und die stehen hier viel deutlicher Mittelpunkt. Wobei übrigens auf alle wichtigen Charaktere eingegangen wird. Da sicher jeder Hörer / Leser so seinen Liebling hat, kommt niemand dabei zu kurz.
Und so kann man mit der Geschichte, vor allem als Finale der Trilogie, auf ganzer Linie zufrieden sein.

Tanja Geke war seit dem ersten Teil ein Highlight für mich, da ich mit der Geschichte ja nicht so recht warm werden wollte. Aber sie liest sie mit einer solch lebendingen und jungen Stimme, dass ich mir die Story dennoch gerne von ihr habe erzählen lassen. Dank dezenter, aber doch eindeutiger Stimmvariationen fällt es zudem leicht, bei ihr die einzelnen Charaktere sofort zu erkennen. Das erleichtert den Überblick.

Das Covermotiv reiht sich einwandfrei in die Serie ein. Nebeneinander betrachtet sind die drei Boxen ein echter Hingucker. Ich mag hier speziell die warmen Farben gerne.

Fazit:  Ein würdiger Abschluss der Trilogie, der sich nochmal richtig ins Zeug legt, und sich dabei in erster Linie auf das “göttliche Geschehen” konzentriert, statt ganz auf die Lovestory zu setzen.

Göttlich verdammt (Josephine Angelini / Tanja Geke)

Titel: Göttlich verdammt / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 410 min / gelesen von: Tanja Geke / nach einem Buch von: Josephine Angelini

Inhalt: Entdecke die Göttin in dir! Unerfüllte Sehnsucht, sagenhafte Kräfte Die 16-jährige Helen lebt gemeinsam mit ihrem Vater auf der amerikanischen Insel Nantucket. Als die Familie Delo in die Nachbarschaft zieht, spürt sie von Anfang an Aggressionen. Gleichzeitig plagen sie Alpträume und sie beginnt, außergewöhnliche Fähigkeiten an sich zu entdecken, die sie von ihren Mitschülern unterscheiden. Als sie sich mit Lucas Delo anfreundet, muss sie erfahren, dass die beiden sich nicht lieben dürfen: Sie stammen von griechischen Göttern ab, und ihre Familien sind verfeindet. Wenn Lucas und sie zu ihrer Liebe stehen, bricht ein Krieg aus Die erste Folge einer grandiosen Trilogie um schicksalhafte Liebe, eine antike Fehde und ein göttliches Erbe – fesselnd und unwiderstehlich.


Nachdem Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler und Co. bis Oberkante Unterlippe “verheizt” worden sind, wendet die Romantasy sich nun Höherem zu: den Gottheiten. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten. Eine wahnsinnig komplizierte, herzzerreißende Liebe zwischen zwei Teenagern mit außergewöhnlichem Erbe. Familienfehden und damit einhergehend große Dramatik. Das läst zum Mitleiden, Mithoffen und Mitfiebern ein. Zweifellos. Nur neu ist es nicht unbedingt. Ganz im Gegenteil erinnern die Charaktere hier im Wesen, in ihren Problemen und ihrem Miteinander ganz arg an “Twilight”. Nur wird hier auf der göttlichen Schiene gefahren, statt auf der bissigen. Die Verknüpfung zwischen der Lovestory und der griechischen Mythologie ist ganz ordentlich gelungen, da gibt es nichts. Das macht neugierig auf das Thema, was ich gerade bei Jugendhörbüchern immer klasse finde. Allerdings muss sich “Göttlich verdammt” damit gleich den nächsten Vergleich gefallen lassen. Der da heißt: “Pery Jackson”. Denn auch diese Reihe hat als Dreh- und Angelpunkt die griechische Mythologie.

Tanja Geke hat mir als Sprecherin sehr gut gefallen. Sie liest jugendlich locker, wie es dem Stil der Geschichte entspricht. Ohne große Stimmakrobatik verleiht sie den Personen markante Stimmen, und es gelingt ihr sehr gut, die jeweiligen Stimmungen der Szenen aufzugreifen und an den Hörer weiterzugeben. So fällt es leicht, ihr zuzuhören und dabei der Geschichte zu folgen.

Als Bonus-Track findet man auf der sechsten CD den Song “Where do I belong” von DemiGoddes.

Ein Gesicht bzw einen Teil davon als Covermotiv zu wählen ist in diesem Genre ebenfalls sehr verbreitet. Auch da reiht sich “Göttlich verdammt” passig ein. Der altmodische Stil gefällt mir ganz gut und auch die warmen, golden leuchtenden Farben sind schön anzusehen. Im Booklet findet man die Tracklists der CDs.

Fazit:  Der Auftakt zu einer weiteren Romantasy-Trilogie, die bei Fans dieses Genres gut ankommen wird. Es bleibt aber dabei, dass sich “Göttlich verdammt” in Sachen Charaktere bei “Twilight” und vom Thema her bei “Percy Jackson” anlehnt. Womöglich bekommt die Saga ja in den folgenden Teilen noch den Dreh zu mehr Eigenständigkeit.

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