Gruselkabinett

Gruselkabinett (146) – Der rote Raum

Titel: Gruselkabinett (146) – Der rote Raum / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 60 min  / Sprecher: Valentin Stroh, Horst Naumann, Dagmar von Kurmin ua

England 1899: Was geht vor sich in dem berüchtigten roten Raum des Schlosses Lorraine, in dem noch niemand eine ganze Nacht ausgehalten hat, ohne dem Wahnsinn zu verfallen oder zu versterben? Simon Price will gegen den ausdrücklichen Rat der Besitzerin und der alten Dienstboten, dem Spuk mit modernster Technik, einem Phonographen, zu Leibe rücken und riskiert damit seinen Verstand und sein Leben.


Der Titel dieser Folge gibt zunächst wenig von der Handlung preis und klingt recht unspektakulär. Genau das hat mich neugierig auf die Folge gemacht. Ich wollte wissen, was an diesem roten Raum so Besonderes ist. Glücklicherweise klärt sich das bereits in den ersten Minuten der Geschichte. Der rote Raum befindet sich in einem nahezu verlassenen Schloss und in diesem Raum ereignen sich unbekannte Schrecken. Diese haben bereits mehreren Menschen, die dort genächtigt haben, den Tod gebracht. Sie sind schier vor Angst gestorben. Was genau dort umgeht, weiß jedoch niemand. Nur, dass der Raum gefährlich ist.
Das hört man hier so oft, dass es mir schon zu viel war. Ich bin mir sehr sicher, nachdem man zehnmal gehört hat, wie gefährlich es ist, dort eine Nacht zu verbringen, glaubt man es. Es braucht keine weiteren zehn Erwähnungen in dieser Richtung. Genauso wenig wie die dutzendfache Bitte, Price möge die Sache doch lassen.
So gesehen gefiel mir Simon Price ausgesprochen gut. Er ist für die damalige Zeit ein modern eingestellter Mensch, ausgerüstet mit der aktuellsten Technik von 1899 und einer guten Portion Mut. Ich konnte verstehen, dass er unbedingt eine Nacht in diesem Raum verbringen will. Umso mehr, je mehr Einwände ihm entgegenschlagen. Quasi: jetzt erst rechtt!
Doch kaum hat er den Raum bezogen, geht es los und es geschieht Unheimliches. Das ist bemerkenswert eindringlich in Szene gesetzt, auch wenn man nur Price hat, der seine Beobachtungen schildert. Abends zum Einschlafen im Dunklen gehört, ist einem die eine oder andere Gänsehaut gewiss. Beeindruckend, das haben bislang nur wenige Hörspiele bei mir geschafft.
Leider wird das Ende diesem Geschehen überhaupt nicht gerecht. Plötzlich ist die Geschichte aus. Dass Price die Sache überlebt, wusste man durch den Prolog bereits. Somit gibt es aus dieser Richtung keine Überraschung. Und dass Price’ wissenschaftliche Ausrüstung nicht arbeitet wie gewünscht, das hat man sich bereits denken können. Sonst hätte er anfangs nicht so rätselhaft erzählen müssen. Und zu dem Raum und seinem Geheimnis muss man sich selbst etwas überlegen, wenn man denn möchte.

Valentin Stroh habe ich hier zum ersten Mal gehört und er hat mir ausgesprochen gut gefallen. Anfangs schlägt er einen sympathischen und selbstbewussten Ton an. Im roten Raum angekommen wechselt er dann gekonnt zu einem erst furchtsamen Klang, der bald in helle Panik umschlägt.

Einen Großteil seiner Atmosphäre verdankt das Geschehen im roten Raum der eingesetzten Musik, die dicht, dumpf und bedrohlich daherkommt. Auch eine Reihe feiner Geräusche ist zu hören. So tobt die ganze Zeit unüberhörbar ein Gewitter um das Schloss und das Knistern des Kaminfeuers ist stetig zu hören.

Selbstverständlich ist das Covermotiv in Rot getaucht, was zum Titel passt. Trotzdem hätte ich der Geschichte alleine vom Cover her nicht so viel Grusel zugetraut, denn Price wirkt in dieser Szene noch nicht sonderlich ängstlich. Und die seltsame Hand sieht nicht besonders schaurig aus.

Fazit:  Diese unendliche Aneinanderreihung von Warnungen vor dem roten Raum und den Bitten, Price möge sich die Nacht dort aus dem Kopf schlagen, nervte mich in der ersten Hälfte ganz schön. Die zweite Hälfte hat mich dafür aber gut entschädigt mit wirklich sehr gruseligem Geschehen. Dass das Ende dann so gänzlich unaufgeregt daherkommt, fand ich wiederum enttäuschend.

Gruselkabinett (147) – Die Höllenfahrt des Schörgen Toni

Titel: Gruselkabinett (147) – Die Höllenfahrt des Schörgen-Toni / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 54 min  / Sprecher: Ursula Sieg, Stephanie Kellner, Benedikt Weber, Jacques Breuer ua

Colin und Alwyne Hargreaves, das übersinnliche Ermittler-Duo aus “Heimgesucht”, “Heimgekehrt” und “Heimweh”, bleiben 1934 im Salzburger Lungau auf einer Reise in einem Schneesturm mit dem Automobil stecken. Ein Mann in einem Pferdeschlitten bietet ihnen an, die Nacht auf dem angeblich unbewohnten Schloss Moosham zu verbringen. Die Engländer ahnen nicht, auf was sie sich einlassen, als sie das vermeintlich großherzige Angebot annehmen.


Hurra, ein Wiederhören mit Colin und Alwyne Hargreaves! Ich hatte die Folge per Zufall ausgewählt und habe mich sehr gefreut, die beiden wieder anzutreffen. Ich mag sie einfach unheimlich gerne. Sie haben eine super sympathische Art an sich und ich liebe ihre schlagfertigen und witzigen Dialoge. In dieser Folge werden sie von Colins Tante begleitet, die den beiden in dieser Hinsicht in nichts, aber auch gar nichts nachsteht. Sie hat eine unglaublich große Klappe und ebenfalls auf alles eine Antwort. Ich habe ehrlich einige Male über ihre Bemerkungen lachen müssen, so gewitzt kommen sie daher.
Etwa auf der Hälfte schlägt die Geschichte dann ins Rätselhafte um. Der große Wurf ist die Schauergeschichte allerdings leider nicht. Grusel will jedenfalls zu keiner Sekunde wirklich aufkommen. Dank einer von Alwynes Visionen erfährt man, was hinter den Vorkommnissen im Schloss steckt. Dabei geht es aber wie so oft einfach um eine unglückliche Liebesgeschichte, deren Folgen die Hargreaves gemeinsam mit der Tante nun ausbaden müssen. Und so ein Pakt mit dem Teufel, nun ja, das hat man halt auch bereits an der einen oder anderen Stelle schon mal gehört.

Ursula Sieg geht in der Figur von Colins Tante so richtig auf. Ich bin mir sicher, das Tantchen ist genauso bissig und überdreht gedacht und sie hat dafür exakt den passenden Ton in petto. Wie geschrieben, ich musste wirklich mehrmals lachen und das hat klar mit der Betonung der jeweiligen Textpassage zu tun. Ich bin bekanntlich kein großer Fan von Kindersprechern, aber Clara Fischer als Pamela hat mir richtig gut gefallen, speziell in der Szene, in der  sie von Siegmund angegriffen wird. Man nimmt ihr ihre Angst auf Anhieb ab.

Musikalisch geht es dieses Mal durchweg ruhig und verhalten zu, obwohl einige Szenen inhaltlich durchaus dramatisch sind. Rein von der Musik her hatte diese Folge für mich fast etwas Märchenhaftes an sich. Bei den Geräuschen wurde gute Arbeit geleistet. Schritte und andere Geräusche im Schloss sind beispielsweise mit einem passigen Hall versehen. Und auch die verschiedenen Schauplätze sind mit Geräuschen vorstellbar in Szene gesetzt.

Das Cover finde ich ganz gelungen. Ein Schloss, der Teufelskopf und die Kutsche in rasender Fahrt, das passt zur Geschichte und deutet an, was hinter dem Titel steckt.

Fazit:  Die erste Hälfte hat mir prima gefallen. Ich liebe die Dialoge zwischen Colin und Alwyne. Und dann mischt hier auch noch Colins Tante mit, die mit den beiden problemlos mithalten kann. Ich habe wirklich oftmals lachen müssen. Die zweite Hälfte hat mich leider eher enttäuscht, da es nie richtig schaurig zugeht. Und hinter dem Geschehen steckt etwas, das man schon oft in Geschichten gehört hat. Im Westen nix Neues sozusagen.

Gruselkabinett (145) – Das unheimliche Puppenhaus

Titel: Gruselkabinett (145) – Das unheimliche Puppenhaus / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 54 min  / Sprecher: Bodo Primus, Dagmar von Kurmin, Sigrid Burkholder ua

London 1895: Als Mr. Dillet, ein bekannter Sammler, im Antiquitäten-Laden des Ehepaars Chittenden ein uraltes Puppenhaus entdeckt, ist er sich sicher, dass er es haben muss. Er ahnt nicht, dass es nun mit dem Nachtschlaf für ihn und seine Frau erst einmal aus und vorbei sein wird und die Chittendens im Grunde froh sind, das unheimliche Puppenhaus endlich losgeworden zu sein.


Wie lange habe ich keine Folge aus dieser Serie mehr gehört. Neulich hatte ich plötzlich Lust darauf und habe einfach mitten reingegriffen. Wie sich herausgestellt hat, war das Puppenhaus eine gute Wahl um wieder in die Reihe einzusteigen.
Warum? Weil man zwar vom Titel her und nach den ersten fünf Minuten weiß, wie die Story weiterlaufen wird, weil genau das aber auch unglaublich kurzweilig erzählt wird. Weil der Verlauf absolut geradlinig ist und man jederzeit problemlos mitkommt. Weil der Vorfall in der Nacht zwar etwas langatmig erzählt wird, die Bilder, die er einem vor Augen zaubert, aber eben doch interessant und leicht schaurig sind. Weil einem die Geschichte, die sich im Puppenhaus ereignet, Rätsel aufgibt. Weil man sich die gleichen Fragen stellt, wie Mr. und Mrs. Dillet und deshalb nur zu gut nachvollziehen kann, dass sie der Sache auf den Grund gehen wollen.
Entsprechend gespannt bin ich ihren Nachforschungen gefolgt. Ja, auch in diesem Teil gibt es wieder eine langgezogene Passage, doch es bleibt interessant. Vor allem, weil ja noch einige weitere Fragen offen bleiben. Die Antworten darauf hätten mich ebenfalls brennend interessiert und ich hatte sogar ein paar eigene Ideen im Kopf, wie sie ausfallen könnten.
Mit denen muss ich mich nun wohl zufriedengeben, denn im Hörspiel werden sie nicht beantwortet. Das war für mich einerseits der Schwachpunkt an der Folge. Die interessanteste und spannendste Frage, deren Beantwortung einen Batzen Grusel hätte einbringen können, die wird nicht beantwortet. Andererseits macht es aber Spass, sich selbst Antworten zu überlegen. So bleibt das Hörspiel noch etwas länger im Kopf. Das gelingt nicht jedem Hörspiel. So gesehen ist das Ende vielleicht sogar gut so wie es ist. Ich schätze, das muss jeder für sich entscheiden.

Ein Pluspunkt ist auch der sehr überschaubare Sprechercast. Gerade mal sieben Sprecher sind hier am Werke. Matthias Lühn und Sigrid Burkholder ergänzen sich als Ehepaar Dillet sehr gut. Beide schlagen oft einen sympathischen und -für das Jahr 1895- ausgesprochen lockeren Ton an.  Bei den Beobachtungen im Puppenhaus fungieren sie gewissermaßen als Erzähler und dabei gelingt es ihnen schnell, einen Funken Grusel aufkommen zu lassen. Besonders gefreut habe ich mich aber über das Widerhören mit Bodo Primus, der hier mit viel Engagement einen sehr geschäftstüchtigen Antiquitätenhändler gibt. Ich mag seine angenehme Stimme einfach so gerne.

Musik und Geräusche sind vom Feinsten wie immer bei dieser Reihe. Oft ist es mir ja zu viel Musik bei den Gruselkabinetten, doch hier war das nicht der Fall. Die Stücke halten sich sehr im Hintergrund und sorgen von dort für Atmosphäre.

Das Covermotiv gefällt mir ebenfalls. Natürlich ist das Puppenhaus zu sehen, sowie das Ehepaar Dillet, das sichtlich erschrocken auf die Szene in der Tür zum Haus blickt. Schaut man genauer hin, erkennt man die beiden Särge, die herausgetragen werden. Das stimmt neugierig.

Fazit:  Eine herrliche kurzweilige Folge, die zwar ihre Längen hat, aber doch durchgängig interessant bleibt. Am Ende bleiben wichtige Fragen jedoch offen. Ich fand das einerseits nicht so toll, andererseits bietet es Futter für die eigene Phantasie. Das muss jeder selber entscheiden, ob einem das Ende gefällt oder nicht.

Gruselkabinett (128) – Der Streckenwärter

Titel: Gruselkabinett (128) – Der Streckenwärter / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Bodo Primus, Matthias Lühn, Rolf Berg, Timmo Niesner

Inhalt: Das Leben eines Streckenwärters im viktorianischen England war hart, entbehrungsreich und einsam. Die Verantwortung, die diesen Männern übertragen wurde, war jedoch sehr groß. Aber erklärt das wirklich, warum sich der Streckenwärter dieser Geschichte von einer grauenhaften Erscheinung heimgesucht fühlt?


Manchmal gibt es Geschichten, an denen ich alleine aufgrund des Titels nicht vorbei komme. Wenn dann noch eine Lok auf dem Cover zu sehen ist, ist es ganz vorbei. So hatte mich diese Folge des Gruselkabinetts schon für sich gewonnen, ohne dass ich auch nur den Klappentext kannte.
Aber mir hat die Geschichte dann auch tatsächlich gefallen. Sie ist quasi eine Geschichte in einer Geschichte. Einmal berichtet eine Reisender von seiner Begegnung mit dem Bahnwärter, später erzählt ihm dieser dann seine eigene Geschichte. Das ist geschickt ineinander geschachtelt und ich habe beiden neugierig gelauscht und konnte mich gut in beide hineinfühlen. In den Streckenwärter noch ein bisschen mehr als in den Reisenden. Und das, obwohl keiner hier auch nur einen Namen hat. Jedenfalls wird keiner erwähnt.
Die Geschichte des Bahnwärters ist zwar ein Stück weit vorhersehbar, aber immer noch spannend genug. Es ist eine stimmungsvolle Schauergeschichte ohne echten Grusel, aber doch mit einigen gelungenen Gänsehautmomenten, die vor der Kulisse des einsamen Streckenwärterhäuschens, des Tunnels und der vielbefahrenen Strecke besonders intensiv ausfallen. Alleine die Vorstellung von einer Person auf den Gleisen und einer monströsen Lok samt Zug in der Anfahrt, zum Schaudern.
Das Ende ist konsequent, das muss ich zugeben. Dennoch tat es mir wirklich sehr leid und ich hätte es mir anders gewünscht. Andererseits schwingt vorher nicht gerade viel Hoffnung mit. Somit bin ich mit dem konsequenten Ende doch zufrieden.

Ganze vier Sprecher bestreiten diese Geschichte, wovon klar Matthias Lühn als Reisender und Bodo Primus als Streckenwärter den Löwenanteil übernehmen. Matthias Lühn lässt den Reisenden freundlich und sympathisch klingen. Bodo Primus (ich wusste doch, ich kenne die Stimme woher: “Faust, die Wissensdetektei”) gibt dem Streckenwärter eine markante Stimme und einen rauhen Ton. Anfangs wenig sympathisch, später dann umso mehr. Er bringt die Angst des Mannes gut und intensiv rüber.

Wie man es von dieser Serie kennt, bringt auch diese Episode eine üppige musikalische Klangkulisse mit. Überwiegend leise und dezent aus dem Hintergrund heraus, was der Stimmung und dem Gänsehautfaktor überaus zuträglich ist. Geräusche gibt es nicht allzu viele, aber die, die es gibt, sind wirkungsvoll eingefügt.

Der Tunnel auf dem Cover sieht wirklich beeindruckend und schön aus. So einen Eisenbahnunnel würde ich ja gerne einmal sehen. Wie schon erwähnt, als Eisenbahn-Fan kriegt man mich mit einer Lok immer. Entsprechend gefällt mir das Motiv wirklich sehr gut.  Der Totentkopf im Dampf der Lok deutet an, dass hier Schauriges vor sich geht.

Fazit:  Eine schöne Geschichte in der Geschichte, der man auf Anhieb gespannt lauscht. Sie ist zwar an einigen Stellen etwas vorhersehbar, das tut der düsteren Athmosphäre aber keinerlei Abbruch. Mir hat “Der Streckenwärter” prima gefallen.

Gruselkabinett (113) – War es eine Illusion?

Titel: Gruselkabinett (113) – War es eine Illusion? / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Patrick Bach, Jannik Endemann, Bernd Rumpf ua

gk113Inhalt: Ein Schul-Inspektor reist zu einer ländlichen, von Sumpfland umgebenen Schule und hat dort Erlebnisse, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen.


Auf diese Folge hatte ich mich gefreut, denn der Inhalt klang nach meinem Geschmack. Seltsame Ereignisse an einer Schule in einem Moor.
Trotzdem bin ich im Nachhinein eher enttäuscht davon. Warum? Beispielsweise, weil sie nicht eine Minuten lang unheimlich oder gar gruselig ist. Aus den zwei Szenen mit entsprechendem Potenzial wird nicht, aber auch gar nichts gemacht. Eine spätere Entdeckung ist zwar grausig, aber eher im Stil eines Krimis, nicht in dem einer Schauergeschichte. Und auch am Ende, an dem ich mittlerweile verzweifelt auf DEN Knalleffekt gehofft hatte, gab es nichts in der Richtung. Dramatisch ist das Ende bzw die Auflösung, aber beim besten Willen nicht unheimlich.
Verzweifelt habe ich deshalb gehofft, weil zwischen erwähnten zwei Szenen und dem Ende nichts Besonderes geschieht. Nichts Gruseliges (mal wieder), nichts Dramatisches, nicht Trauriges, nichts Schönes…alles plätschert so sehr vor sich hin, dass sich die knapp 56 Minuten für mich zogen wie Kaugummi.
Die Auflösung kam -was den “Täter” anbetrifft- nicht sonderlich überraschend. Seine Geschichte dagegen hat es dann schon mehr in sich. Aber halt auch wieder eher im Stil eines Krimis. Da ist nicht Übersinnliches, Gespenstisches dran.

Die Sprecher trugen auch dazu bei, dass ich mit der Geschichte nicht warm wurde. Schulinspektor Frazer blieb mir sehr fern, da ich bei ihm immer irgendwie eine gewisse Distanz und Kühle herausgehört habe. Sogar in den Momenten, in denen er sich zB fürchtet. Jannik Endemann lässt Frazers Freund meist so arrogant klingen, dass er mir einfach nicht sympathisch werden wollte. Dagegen konnte mich Bernd Rumpf gänzlich von sich überzeugen.

Endlich eine Folge dieser Reihe ohne durchgängige Musikkulisse. Die eingesetzten Stücke sind gut platziert und unterstreichen die Stimmung und Amtosphäre der Szenen. Weniger kann halt auch mehr sein. Die Geräusche sind einmal mehr gut, da gibt es nichts.

Die neblige Szenerie auf dem Cover passt gut zur Geschichte. Man rätselt gleich, wer diese Person in den Schemen sein könnte.

Fazit:  Mehr ein Krimi als eine Schauergeschichte. Aber für einen guten Krimi in der Mitte einfach zu sehr in die Länge gezogen.

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