Hacker

Mord in Serie (27) – Im Netz der Spinne – Teil 2

Titel: Mord in Serie (27) – Im Netz der Spinne – Teil 2 / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Stephanie Kirchberger, Luisa Wietzorek, Lutz Mackensy ua

Inhalt: Der gefährliche Hacker Spider X ist tot! Doch irgendjemand verfolgt weiter dessen mörderischen Plan und arbeitet eine Todesliste ab. Um die digitale Spur des Killers aufzunehmen, ist die Polizei auf die Mitarbeit eines ebenbürtigen Hackers angewiesen.So muss ein Pakt mit dem Teufel eingegangen werden.


Meiner Erfahrung nach können zweite Teile so gut wie nie mit ihrem Vorgänger mithalten, eher im Gegenteil. Daher hatte ich bei diesem zweiten Teil durchaus so meine Bedenken.
Allerdings wurde ich ganz schön überrascht. Ich muss sogar sagen, dass mir diese Fortsetzung noch einen ganzen Tacken besser gefallen hat als der Erstling. Dank ihm weiß man als Hörer nun zwar, mit wem man es zu tun hat, wer falsch spielt, wer welche Interessen durchsetzen möchte und wem dafür so manches Mittel recht ist. Trotzdem ist die Geschichte noch spannend vom Anfang bis zum Ende. Das verdankt sie mancher überraschender Wendun, einigen dramatischen Vorfällen und einem rasanten Tempo, bei dem man die Ohren anlegt.
Zudem haben mir gewisse Ideen wirklich gut gefallen. Die Sache mit dem Auto beispielsweise und der damit verbundenen, halb virtuellen, halb realen Jagd. Überhaupt zieht die Story aus diesem virtuellen Aspekt ihren ganz besonderen Reiz. Natürlich sind viele solche Spielerein spaßig und heute nicht mehr wegzudenken, doch hier wird  aufgezeigt, dass eben dies auch seine Schattenseiten hat. Ich habe uA bei der Szene mit einem Bluetootharmband und Turnschuhen mit Smartship schon gedacht, dass es an einigen Stellen durchaus zu weit geht.
Einige Male musste ich auch schmunzeln, was ich immer gerne mag. Marina und Isabelle liefern sich manches amüsante Wortgefecht.

Stephanie Kirchberger versteht es auch hier mit klarer Stimme und energischem, befehlsgewohnten Ton zu überzeugen. Luisa Wietzorek hat mich damit überrascht, wie boshaft ihre so angenehme Stimme klingen kann. Aber eben auch, wie pfiffig und gewitzt. Rüdiger Schulzki gibt einen sympathischen Chef. Und Tobias Schmidt, dessen markante Stimme ist so mag, versteht es damit als Bösewicht zu überzeugen.

Musik und Geräusche kommen filmreif daher, das kann man gar nicht anders sagen. Jedes Musikstück, jedes Geräuscht sitzt und wirkt auf den Punkt. Das unterstreicht die Spannung das Tempo der Handlung einwandfrei.

Das Covermotiv ähnelt sehr stark dem des ersten Teils, ist nur dieses Mal in Grün gehalten und im Zahlenmeer ist deutlich ein Totenkopf zu erkennen. Ein wunderbar düsteres Motiv, das ein Stück weit verrät, in welchen Welten sich die Geschichte bewegt.

Fazit:  In meinen Ohren noch einen ganzen Schlag spannender und rasanter als der erste Teil und ein klares Highlight in der Serie.

Mord in Serie (26) – Im Netz der Spinne

Titel: Mord in Serie (26) – Im Netz der Spinne / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: / Sprecher: Stefanie Kirchberger, Lutz Mackensy, Luisa Wietzorek, Uve Teschner, Tobias Schmidt ua

Inhalt: Der mysteriöse Unfalltod eines aufstrebenden Lokalpolitikers ruft Ermittlerin Marina Forster auf den Plan. Jemand scheint die Luxuslimousine gehackt und den tödlichen Crash provoziert zu haben. Hinter dem perfiden Mordanschlag steckt offenbar ein legendärer Hacker, der im Deep Web unter dem Namen Spider X bekannt ist. Und er hat bereits weitere Opfer im Visier! Doch wie stoppt man ein Phantom, das per Mausklick ganze Existenzen auslöschen kann?


Nachdem die letzte Folge der Reihe den Hörer in die USA geführt hat, nimmt diese ihn mit in die dunkelsten Ecken des Internets. Irgendwo dort lauert ein äußerst talentierter Hacker, der gleich zu Beginn das erste Opfer in den Tod rasen lässt.
Die Polizei muss handeln und Ermittlerin Forster wird mit dem Fall betraut. Nun bin ich ja allgemein kein Fan von weiblichen Ermittlern, aber mit Marina Forster bin ich doch unerwartet schnell warmgeworden. Ich mochte ihre energische und direkte Art sehr schnell. So habe ich ihre Nachforschungen mit Spannung verfolgt. Auch, weil sie sich ja quasi zweigleisig abspielen. Einmal virtuell auf der Jagd nach dem Hacker, aber natürlich auch ganz im Hier und Jetzt um den Hacker als Menschen dranzukriegen. Lange sieht es alles andere als gut damit aus und es kommt zu weiteren dramatischen Vorfällen, die auf das Konto des Hackers gehen. Außerdem erlebt Forster auch ganz persönliche Angriffe. Langeweilie hat hier also keine Chance.
Etwa im letzten Drittel wird die Handlung richtiggehend rasant, nur um kurz darauf ihren größten Dreh auszupacken. Ich habe da durchaus gestaunt, aber mir hat es auch richtig gut gefallen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Eine wirklich gute Idee! Und diese Überraschung bringt dann noch alles Rüstzeug für ein dramatisches Finale mit. Herz, was willst du mehr?
Ein bisschen nachdenklich stimmt die Geschichte auch. Schließlich sind die meisten Menschen im Netz unterwegs, benutzen zig Geräte, die online gehen und so auch ein Ziel für Verbrecher darstellen können. Diese Vernetzung kann halt doch irgendwo ein sehr zweischneidiges Schwert sein.

Forster wird von Stefanie Kirchberger gesprochen und gibt ihr -wie schon erwähnt- einen angemessen energischen Ton. An anderen Stellen gelingt es ihr dann widerum, die Ermittlerin ganz menschlich klingen zu lassen. Tobias Schmitz hat mir ebenfalls gut gefallen. Ich mag seine markante Stimme und er hat mir ein gutes Bild von Götz vermittelt. Er hat es aber auch geschafft, dass ich Götz die meiste Zeit eher misstrauisch betrachtet habe. Rüdiger Schulzki ist als Chef Claußen zu hören und vermittelt dessen Autorität mit klarer, ruhiger und fester Stimme. Schmunzeln musste ich über Katja Brügger in der Rolle einer biestigen älteren Dame.

In Sachen Musik geht es recht abwechslungsreich zu. Es sind sowohl leise, aus dem Hintergrund heraus bedrohlich wirkende Stücke zu hören, als auch schnelle und lautere Stücke zu action- und temporeichen Szenen. Gelegentlich sind feine elektronische Geräusche mit eingestreut, was gut zum virtuellen Aspekt der Story passt.

Die dunkle Kapuze aus Computerpixeln wirkt schön düster und die leuchtenden Zahlenkolonnen an Stelle eines Gesichts bilden dazu einen starken Kontrast. Anhand daran kann man schon ganz gut ableiten, wo die Spinne aus dem Titel ihr Netz gesponnen hat.

Fazit: Eine spannende und rasante neue Folge, in der das Verbrechen aus dem Internet heraus in Hannover für Angst und Schrecken sorgt. Eine coole Idee, wo das Internet heutzutage kaum noch wegzudenken ist und viele denken, sie müssten dauernd online sein. Mehrere Wendungen und dramatische Vorfälle sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Und nachdenklich macht die Story ebenfalls.

Black Out (Andreas Eschbach / Stefan Kaminski)

Titel: Black Out   / Verlag:   ArenaVerlag / Laufzeit:   ca 406 min / 6 CDs / Buch:   Andreas Eschbach / gelesen von:  Stefan Kaminski

Inhalt:  Christopher ist auf der Flucht. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Serenity ist er unterwegs in der Wüste Nevadas. Irgendwo dort draußen muss Serenitys Vater leben, der Visionär und Vordenker Jeremiah Jones, der sämtlicher Technik abgeschworen hat, nachdem er erkennen musste, welche Gefahren die weltweite Vernetzung mit sich bringen kann. Doch eine Flucht vor der Technik ist das heute überhaupt möglich? Serenity ahnt bald, auf was und vor allem auf wen sie sich eingelassen hat. Denn der schwer durchschaubare Christopher ist nicht irgendjemand. Christopher hat einst den berühmtesten Hack der Geschichte getätigt. Und nun ist er im Besitz eines Geheimnisses, das dramatischer nicht sein könnte: Die Tage der Menschheit, wie wir sie kennen, sind gezählt.


Seit es das Internet gibt, weitet es sich zusehens aus. Einst nur wenigen Leuten zugänglich, finden heute schon Navigationsgeräte, Handys und kleinste mp3-Player den Weg in die virtuelle Welt. Und wir empfinden das meist als super praktisch. Insofern ist Andreas Eschbachs “Black out” und der Gedanke dahinter womöglich gar nicht so abwegig. Wer weiß schon, wohin diese Entwicklung noch führen wird? Ist die Idee vernetzter Menschen da wirklich nur Zukunftsmusik?

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