Höhle

Gänsehaut (29) – Die Geisterhöhle

gaensehoehleWas verbirgt sich in der geheimnisvollen Höhle am Strand? Der 12-jährige Jerry und seine Schwester Terri verbringen die Sommerferien bei verwandten am Meer. Hier entdecken die beiden eine Höhle zwischen den Felsen, die geradezu nach Abenteuer riecht. Doch ihre neuen Freunde Sam und Louisa warnen sie, die Höhle sei gefährlich. Ein Gespenst halte sich dort versteckt, ein über dreihundert Jahre alter böser und gefährlicher Geist. Doch Jerry und Terri können ihre Neugier nicht zähmen. Eines Tages schleichen sie zur Höhle und machen eine erstaunliche Entdeckung.

Es war mal wieder Zeit für einen Happen “Gänsehaut” zwischendurch und dieses Mal kam die “Geisterhöhle” an die Reihe. Mir hat dieser Geschichte ausnehmend gut gefallen.
Erstens hat mir der Schauplatz gefallen. Dieses kleine Dörfchen in der Nähe von Meer, der schaurige Friedhof und die unheimliche Höhle. Das alles passt prima zusammen und sorgt sofort für die nötige Atmosphäre.
Zweitens war lange unsicher, ob ich an diesen Geist in der Höhle glauben sollte. Eigentlich glaubt man ja nicht an so etwas, aber es ist schließlich eine Gruselgeschichte. Da soll es sowas wie Geister eben doch mal geben. Selbst als man dem Geist gemeinsam mit Jerry und Terri quasi gegenübersteht, kann man sich nicht sicher sein. Das sorgt natürlich für eine gewisse Spannung. Ich konnte gut verstehen, dass die Kinder der Sache auf den Grund gehen möchten. Allerdings begeben sie sich dabei mehrmals in Gefahr, wodurch ebenfalls Spannung aufkommt. Langeweile hat hier ganz klar keine Chance.
Das Ende präsentiert sich so, wie man es schon von manch anderem Buch aus dieser Reihe kennt. Das ist zwar einerseits ein wenig schade, andererseits hat die Reihe inzwischen so viele Bände, dass man wohl kaum mal zwei oder mehr Bücher dieser Art hintereinander lesen wird. Daher finde ich das nicht so schlimm. Außerdem mag ich diese Art Auflösung wirklich gerne. Auch wenn ich sie bereits kenne, eine gewisse Überraschung birgt sie trotzdem jedes Mal aufs Neue.
Das einzige, was mich allmählich etwas stört ist, dass sich Geschwister bei R.L. Stine so oft so spinnefeind sind. Das mag so sein, das weiß ich nicht. Aber auf Dauer und in fast jeder Geschichte, da nervt das auf die Dauer irgendwann doch, dieses ewige Rumgezicke.

Wie gewohnt hat das Buch um die 120 Seiten, das ist eben ein kleiner Snack für Zwischendurch. Das Buch liest sich gut und zügig wie immer. Die Schrift ist recht groß und die Kapitel haben genau die richtige Länge. Nicht zu kurz und nicht zu lang. Mit jedem kommt man ein gutes Stück voran.

Was das Covermotiv nun mit der Geschichte zu tun hat, das erschließt sich mir nicht. Natürlich kommt ein Friedhof in der Geschichte vor. Und der Schemen über dem Grabstein geht durchaus als Geist durch, aber es ist nicht das Bild, das ich beim Lesen vom Geist vor mir hatte. Zudem hätte ich mir eben die Höhle auf dem Cover gewünscht. Dieses Motiv wirkt austauschbar.

Fazit: Eine durchweg spannende Geschichte mit wirklich gruseligen Momenten. Das hat mir prima gefallen. So mag die “Gänsehaut”-Geschichten. Das Ende bzw die Auflösung kennt man, wenn man bereits das eine oder andere Buch der Serie gelesen hat. Für mich hat es aber jedes Mal aufs Neue seinen Reiz.


Titel: Gänsehaut (29) – Die Geisterhöhle
Autor: R.L. Stine
Seiten: 121
Verlag: cbj / Random House
ISBN: 978-3570206942
Preis: gebraucht ab € 0,18 (TB)

The Wall (04) – Ein Licht in tiefer Nacht

thewall04Während der eine Teil der Gruppe versucht, die Schläfer zu bergen, brechen Jack Dary und Jonas Strokkursson unter Tyrells Leitung zu einer gefährlichen Expedition auf. Ihr Ziel: den mysteriösen Forschungskomplex ausfindig zu machen, den sie auf den Computermonitoren gesehen haben. Hier, so hoffen die Männer, werden sie endlich Antworten auf die Fragen nach dem Sinn ihres Martyriums sowie den Erbauern der Wand erhalten. Doch was sie finden, sprengt ihre wildesten Vorstellungen. Tief unterhalb des Plateaus lauert ein uraltes Wesen, das danach trachtet, sie alle zu vernichten.

Am Ende des dritten Teils war Abby verschwunden. Somit dreht sich in Teil vier zunächst alles darum, das kleine Mädchen und Kaisa, die sie begleitet, wiederzufinden. Die Suche bringt neue Gefahren mit sich, denen sich die Gruppe stellen muss. Doch auch die Frage, was eigentlich mit Abby nicht stimmt, sorgt für Spannung. Es scheint etwas Besonderes an diesem Kind zu sein. Nur was? Jedenfalls sorgt es für weitere Reibereien innerhalb der Gruppe, dass Kaisa mit ihr unterwegs ist. Speziell Abby Vater Letho ist außer sich darüber, dass seine Tochter “entführt” wurde. Aber ist sie das tatsächlich? Und woher kommt plötzlich dieser neue, andere Letho?
Ich mochte den vernünftigen, ruhigen Mann bislang wirklich gerne, doch als es seiner Tochter scheinbar an den Kragen geht, offenbart er eine neue Seite, die mir widerum gar nicht gefiel. Wie es aussieht, ist er eben doch nicht der Heilige, als den er sich bisher immer verkauft hat. Dieser Erkenntnis von Adriana musste ich voll und ganz zustimmen. Und wenn eine einst stabile Säule innerhalb eine Gruppe plötzlich ins Wanken gerät, dann wird es gefährlich. Für alle.
Nach der ziemlich ungeheuerlichen Entdeckung in Band 3 will die Gruppe nun den Forschungskomplex suchen, auf die sie Hinweise gefunden haben. Damit verläuft die Geschichte wieder in Bahnen, die ich nur allzu gerne verfolge. Ich war wirklich sehr neugierig und gespannt, was sie in der Forschungsstation herausfinden würden.
Es ist spürbar, dass die Reihe sich auf ihrer Zielgeraden befindet. Man erhält hier erstmals sehr handfeste Informationen darüber, was in der Wand vor sich geht. Natürlich ergeben sie noch nicht allzu viel Sinn, aber mit vielen Begriffen kann man eben doch einiges anfangen und sich langsam ein erstes Bild zusammenzimmern. Ob es Rettung für die Truppe geben wird, wird dabei natürlich noch nicht klar. Somit bleibt ausreichend Spannung erhalten. Und auch wenn sie sich zum ersten Mal vorstellen können, wie eine Rettung aussehen könnte, müssen dafür noch weitere Gefahren gemeistert werden. Außerdem, wird diese Idee dann tatsächlich die Rettung bringen?
Das Ende ist einmal mehr ganz fies. Doch zum Glück war ich sowieso etwas im Verzug mit dem Lesen, so dass ich mir bereits Teil 5 kaufen konnte 😉

Ich war noch etwas besorgt, ob dies wieder ein Teil in einem unpassenden Schreibstil sein würde (Teil 2 hängt mir in der Hinsicht immer noch nach), aber die Sorge stellte sich als unbegründet heraus. “Ein Licht in tiefer Nacht” ist wieder ein Teil, der sich sehr angenehm und leicht lesen lässt. Es ist eben kein Widerspruch, wenn eine spannende Geschichte locker geschrieben ist.

Das Covermotiv gefällt mir dieses Mal nicht ganz so gut wie das des Vorgängers. Aber natürlich gibt die seltsame Tür weiter Rätsel auf. Und sind das Sprünge im Glas? Oder Kratzer? Wenn es Kratzer sind, welche Kreatur ist dann dafür verantwortlich? Es macht also auf jeden Fall neugierig.

Fazit: Man merkt Teil 4 an, dass die Reihe sich auf der Zielgeraden befindet. Mit den Entdeckungen hier kann man sich ein erstes grobes Bild davon machen, was in der Wand vor sich geht bzw was hinter den Vorgängen dort steckt. Des Rätsels Lösung wird einem aber natürlich noch nicht präsentiert und so bleibt es weiter spannend.


Titel: The Wall (04) – Ein Licht in dunkler Nacht
Autor: wird noch bekannt gegeben
Format: Kindle Edition
ASIN: B00PJ8HET8
Preis: € 1,49

The Wall (03) – Unter dem Drachen

wall03Frank Reznik ist kein Held, doch wie er feststellen darf, hat die Wand ihre eigenen Gesetze. Plötzlich kann er Leben retten. Oder war es das Mädchen, das Kaisa Almgren vor dem Tod bewahrte? Leben, um dann doch zu sterben. Sind sie deswegen hier?
Fest steht nur: Die Gesetze der Wand fordern ihre Opfer. Mit aller Härte, wie der zusammengewürfelte Haufen erneut erfahren muss, bei der Suche nach Nahrung und bei ihrem Aufstieg zu dem Plateau, das ihnen Wasser verspricht. Wer es bis nach oben schafft, verzweifelt an der Ungewissheit, der Angst vor dem Abgrund und was im Nebelmeer darin lauert. Oder vor dem Dämon, den Kaisa zu erkennen glaubt, jetzt, da nach und nach die Masken derer fallen, die mit ihr in der Wand gefangen sind. Und sie ahnt, dass das Tor zur Hölle bereits weit offen steht.

In den letzten Teilen trieb mich ja die Angst um, dass die Reihe irgendwann in dieser Art Fantasy enden würde, die oft uA von Drachen bevölkert wird. Immer wieder taucht der Begriff schließlich auf und dieses Mal hat er es sogar in den Titel geschafft. Das verhieß für mich nichts Gutes. Ich mag diese “Drachen-Fantasy” einfach nicht, und es würde mich enttäuschen, wenn “The Wall” sich als eine solche Geschichte entupuppt würde. Doch zum Glück sieht es erstmal nicht danach aus.
Ganz im Gegenteil schlägt die Reihe mit diesem dritten Teil einen Weg ein und ein Thema an, das ich heiß und innig liebe! Ich war ja so froh und dankbar! Mit verlassenen Laboren, Experimenten und in seltsame Flüssigkeiten eingelegten Wesen kriegt man mich einfach immer! Mehr verrate ich dazu besser nicht. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen. Auch weil es schon ein heftiger Kontrast ist zum bisherigen Schauplatz draußen, in und um die Höhle, auf Wiesen und an Teichen. So viel Natur, da wirkt ein Labor schon ziemlich schräg dagegen.
Doch was genau hat es damit auf sich? Die Gruppe erhält zwar mit dieser Entdeckung ein paar Antworten, aber sie wirft ebenso viele neue Fragen auf. Da darf man auch als Leser mitknobeln. Einige nützliche Utensilien finden sie außerdem, was für einen kurzen Moment der Freude sorgt. Auch ich war eine Weile wirklich erleichtert, dass das Leben für die Gruppe nun etwas besser zu werden scheint.
Doch natürlich sind da weiterhin die Gefahren, die sich schon in den vorigen Teilen bedroht haben. Die Carnivoren, die “Drachen” und was man von dem verschrobenen Tyrell halten soll, weiß man ebenfalls noch nicht so recht. Ich bin noch immer hin- und hergerissen, ob man ihm trauen kann, oder ob man das lieber sein lassen sollte.
Ansonsten geht der schon bekannte Kampf ums Überleben weiter. In dieser Hinsicht bietet der dritte Teil nicht allzu viel Neues. Vorrichtungen werden hergestellt, Expeditionen unternommnen und alle naselang bebt die Erde und lässt Steine hageln. Sicher kann sich die Gruppe so nur sehr selten fühlen. Obendrein brodelt es weiterhin unter den vielen verschiedenen Persönlichkeiten, die in der Wand aufeinander prallen. Einige sind schlicht unsympathisch und ich muss gestehen, dass es mich nicht sonderlich gerührt hat, wenn einem von ihnen etwas zustieß. Andere mag ich wirklich sehr gerne und um sie bange ich jedes Mal aufs Neue. Wie wird das alles nur ausgehen? Wer von ihnen wird es letztlich schaffen? Einblicke in die Vergangenheit einiger Charkatere helfen zusätzlich, sich die Chancen einzelner Personen auszurechnen.
Der dritte Teil endet mit dem fiesesten Cliffhanger bisher in der Reihe. Her mit Teil vier, aber ganz, ganz fix, bitte!

Nachdem der vorige Teil sprachlich für mich total aus dem Rahmen fiel, liest sich Teil drei wieder so angenehm wie ich es vom ersten Band kenne. Trotz vieler beschreibender Passagen ist es nie anstrengend und die Dialoge lesen sich ohnehin schön flüssig und locker. Es ist beeindruckend, auf wie viele verschiedene Arten man eigentlich sehr ähnliche Geschehnisse beschreiben kann. Aber genau das finde ich speziell hier wichtig, denn am hauptsächlichen Schauplatz ändert sich halt kaum etwas.

Das Cover finde ich dieses Mal richtig schön gruselig mit der Hand hinter der bereits vertrauten Tür. Ich finde ja, dass man rechts sehr schemenhaft sogar so etwas wie einen Kopf erkennen kann. Na, das wäre doch mal was!

Fazit:  “Unter dem Drachen” hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Gruppe macht eine weitere wichtige Entdeckung, die auch den Leser zu neuen Spekulationen veranlasst. Und sie ist obendrein noch ganz nach meinem Geschmack. In dieser Richtung darf die Geschichte gerne weiterhin gehen. Außerdem brodelt es weiter ganz ordentlich in der Gruppe, sodass man sich völlig gerechtfertigt fragen darf, ob die Situation nicht doch rigendwann eskalieren wird.


Titel: The Wall (03) – Unter dem Drachen
Autor: wird noch bekannt gegeben
Format: Kindle Edition
ASIN: B00OYUJ4OA
Preis: € 1,49

The Wall (02) – Der Angriff

thewall02Die Wand hat ihr erstes Opfer gefordert. Der Gruppe ist spätestens jetzt bewusst, dass es ums nackte Überleben geht. Der Mangel an Nahrung und Wasser wird allmählich zum Problem. Hinzu kommt, dass weitere Überlebende aufwachen und für Streitigkeiten innerhalb der Gruppe sorgen. Mila Radic ist eine von ihnen. Warum reagiert Conrad Bergmann so entsetzt, als er sie sieht?
Auf der Suche nach Wasser teilt sich die Gruppe schließlich auf. Ein Team erkundet das riesige Höhlensystem, während Mila sich Jack Darys Team anschließt, das sich im dichten Nebel die Wand emporkämpft, auf der Suche nach dem Wasserfall. Noch ahnen beide Teams nicht, was sie vorfinden werden, und dass nicht alle lebend zurückkehren.

Mit “Der Angriff” geht die Reihe in die zweite Runde. Ich muss gestehen, dass ich es kaum abwarten konnte, so gut hatte mir der erste Teil gefallen.
An der Situation der Gruppe hat sich natürlich nichts verändert. Dafür wachen weitere Menschen in der Höhle auf und der Kreis erweitert sich. Es stoßen neue Leute dazu um die sich allerdings ebenfalls so manches Geheimnis rankt. Das spürt man ganz deutlich. Genauso deutlich merkt man aber auch, dass sich einige von ihnen doch kennen oder einander zumindest bereits mal begegnet sind. Da fängt man ganz automatisch an, nach Verbdindungen und Erklärungen zu suchen, was einen Teil der Spannung ausmacht.
Zudem sind bringen neue Figuren immer auch neue Eigenschaften mit ein, und schon in der alten Gruppe aus Teil 1 gab es Mitglieder, die einander alles andere als wohlgesonnen waren und für Ärger und Aufruhr sorgten. So ist zB Mila ebenfalls ein starker Charakter. Und ausgerechnet zu dem Unruhestifter Bergmann scheint eine Verbindung zu bestehen. Wie auch immer die genau aussehen mag. So gefährlich wie die Umstände alleine schon sind, doch die verschiedenen Persönlichkeiten, die hier aufeinandertreffen, sind genauso wenig zu unterschätzen.
Einen weiteren Teil Spannung steuern bestimmte Entdeckungen bei, die die Gruppe nach und nach macht. Die meisten sind bedrohlicher Natur. So ereignet sich ein merkwürdiges Beben, eine seltsame “Leichenkammer” wird entdeckt und dann sorgt etwas für pures Grauen, das sich im ersten Moment als Rettung dargestellt hat. Letzteres sorgte bei mir außerdem für einen gewissen Ekel, was mir immer gut gefällt bei solchen Geschichten. Solange ich nicht selber gezwungen bin, so etwas zu essen, sehe ich anderen gerne mit Schaudern dabei zu 😉
Allerdings ist bei mir auch die Angst geblieben, dass die Reihe noch in eine Richtung von Fantasy abdriftet, mit der ich gar nichts anfangen kann. Es ging in Band 1 mit einem “Merlin” los, im zweiten Teil nun entdeckt die Gruppe etwas, das Drachen ins Spiel bringt, und sei es nur als Symbol auf einem Schalter. Bitte nicht, bitte, bitte nicht. Bitte lass es nicht auf solche Fantasy rauslaufen. Diese Ungewissheit ist ehrlich gemein. Denn einerseits gefällt mir die Reihe bislang wirklich richtig gut. Aber wenn es mit den Drachen mehr auf sich hat und sie noch eine größere Rolle spielen werden, dann würde mir das die Reihe andererseits ehrlich verleiden. Ich hoffe also wirklich, dass sie nicht mehr werden als ein Symbol auf einem Schalter. Das reicht mir voll und ganz.

“Der Angriff” las sich ebenso gut und leicht wie sein Vorgänger. Einmal mehr ein Beweis, dass eine Geschichte ruhig flüssig und leicht zu lesen sein kann, ohne dass sie dabei an Spannung und Intensität verliert. Ganz im Gegenteil sorgt das bei mir -zusammen mit der Kürze der Geschichte- für ein recht atemloses Lesevergnügen. Daran merkt man halt doch ganz deutlich, dass hinter der Geschichte Könner stecken. Und daran, ich kann es aus negativer Erfahrung mit solch günstigen eBooks gar nicht genug loben, dass man hier nicht ständig über inhaltliche Fehler oder Schreibfehler stolpert.

Das Cover ähnelt stark dem des ersten Teils, ohne dass es aber negativ auffällt. Es zeigt einfach auf, dass es sich hier um eine Reihe handelt. Lediglich die Farbe und der Ausblick durch das “Fenster” ist ein anderer. Man muss bei dieser Aussicht aber schon genau hinschauen um darin etwas zu erkennen. Zumindest wenn man die Geschichte nicht bereits gelesen hat. Ich habe erst hinterher etwas darin erkannt.

Fazit:  Ein rundum gelungener zweiter Teil. Neue Figuren kommen ins Spiel, die Gruppe macht interesante und grausige Entdeckungen und bringt sich aus der Not heraus in gefährliche Situationen. So ist es spannend bis zum Schluss. Außerdem finden sie etwas, bei dem man sofort merkt, dass es wichtig ist. Doch einordnen kann man es trotzdem nicht, so sehr man grübelt. Und ich habe die ganze Zeit ordentlich gegrübelt. Man kommt einfach nicht umhin, hier stetig nach einer Erklärung zu suchen.


Titel: The Wall (01) – Erwachen
Autor: wird noch bekannt gegeben
Format: Kindle Edition
ASIN: B00OI8081G
Preis: € 1,49

The Wall (01) – Erwachen

wall01Eine Felswand von gigantischen Dimensionen. Eine Gruppe von Menschen gestrandet im Nirgendwo zwischen Raum und Zeit. Wer sind sie? Wie sind sie hierhergekommen? Ist dies eine wissenschaftliche Studie oder ein militärisches Experiment?
Jeder von ihnen erinnert sich bruchstückhaft an seine Vergangenheit und scheint ein dunkles Geheimnis mit sich herumzutragen. Ist ihre Anwesenheit am Ende vielleicht kein Zufall? Um das Rätsel zu lösen, müssen sie zusammenarbeiten, doch die Wand wehrt sich.
Schon bald merken die Gestrandeten, dass die Umgebung gespickt ist, mit tödlichen Fallen, tückischen Rätseln und mörderischen Kreaturen.

Eine Rezension zu einem eBook gab es hier lange nicht mehr. Dieses Buch gibt es bislang aber nur in diesem Format und weil es so interessant klang, habe ich den Kindle mal wieder als Reader benutzt statt nur als Tablet wie sonst so oft. Ob die Reihe jemals in gedruckter Form erscheinen wird, steht bisher noch nicht fest.
Ich würde es ihr allerdings sehr wünschen, denn erstens sind so namhafte Autoren wie beispielsweise Thomas Thiemeyer, Rainer Wekwerth und Oliver Kern daran beteiligt und zweitens hat mir dieser erste Teil schon so gut gefallen, dass ich ihn mir als Buch sofort zulegen würde.
Als Djimon Letho erwacht, findet er sich zu seinem Schrecken in einer finsteren Höhle wieder. Er hat keine Ahnung, wo er dort hingekommen ist und auch an den vorigen Abend hat er kaum eine Erinnerung. Schnell muss er zwei Dinge erkennen: zum einen ist er nicht alleine in der Höhle. Er stößt bald auf weitere schlafende Menschen. Zum anderen wird die Höhle durch eine senkrecht abfallende, endlos tiefe Wand begrenzt. Es ist schon ein sehr surreales Szenario, in das einen “Erwachen” bereits auf den ersten Seiten stürzt. Man ist genauso ahnungslos wie Letho und kann so von Anfang an mit ihm und den anderen Menschen grübeln, wie sie in die Höhle gelangt sind und wieso eigentlich. Es werden Theorien aufgestellt und natürlich versucht, der Höhle zu entkommen. Außerdem müssen die Menschen sich mit ganz existenziellen FRagen auseinandersetzen. Woher bekommt man Wasser und Nahrung? Was kann man tun, wenn jemand krank wird?
Aus diesen Fragen zieht die Geschichte in den ersten beiden Dritteln den Großteil ihrer Spannung. Man überlegt gemeinsam mit ihnen, was vorgefallen sein könnte und wem man trauen kann, wem widerum nicht. Immerhin ist es ja möglich, dass ein Maulwurf unter ihnen ist. Für Spannung sorgt außerdem ein krankes Kind, das man unter den gegebenen Umständen nicht versorgen kann wie es eigentlich nötig wäre. Ich habe Letho und die anderen Menschen oft ganz schön bewundert, mit welcher Ruhe und Gewissenhaftigkeit, sie versuchen, sich unter diesen Bedingungen zurechtzufinden. Aber es stimmt natürlich: Streit wäre sicher niemandem eine Hilfe. Und doch, wo viele verschiedene Menschen zusammentreffen, da sind Reibereien nicht gerade selten. So habe ich manches Mal auch gewartet, ob sich nicht vielleicht doch mal eine Diskussion auswächst. Eine gewisse Bedrohung liegt damit stets in der Luft.
Ebenso bewundert habe ich die Gruppe für ihren Mut. Ich konnte es schon verstehen, dass hier und da mal einer der Verzweiflung naher war. Die Unwirtlichkeit des Schauplatzes kommt hier prima rüber und ich wollte sicher nicht ahnungslos in einer dunklen, kalten Höhle festsitzen. Und die Vorstellung dieser endlos tief abfallenden Wand ist außerdem für eine Gänsehaut gut. Als Letho und Co. dieses Hindernis gegen Ende hin angehen, habe ich wirklich geschauert. Das hätte ich mich nie getraut.
Am Ende geschieht etwas, das mich dann doch etwas zwiegespalten zurückgelassen hat. Ich kann es nicht ändern, aber ich muss einen Namen wie “Merlin” nur lesen um “oh bitte nein!” zu sagen. Deshalb: bitte, bitte, lass diese Reihe keine Fantasy dieser Art werden. Bitte, bitte, lass sie auf der Horror-Schiene weiterfahren wie sie es bisher tut, denn dort manövriert sie wirklich richtig gut! Das Ende selber ist schön eklig blutig und der Cliffhanger ist eine echte Frechheit! So mag ich das!

Mit gut 100 Seiten ist “Erwachen” ein echtes Lesehäppchen für zwischendurch! Alleine deswegen kann man es sich schon mal genehmigen. Ich habe es auf einer zweistündigen Zugfahrt in einem Rutsch gelesen. Obwohl es vor allem anfangs viele beschreibende Passagen hat, liest es sich weg wie nichts. Die Dialoge später bringen zusätzliches Tempo in den Lesefluss. Besonders froh bin ich darüber, dass man sich hier nicht wie ein Lehrer auf Fehlersuche fühlt. Da merkt man, dass hinter “The wall” Könner stecken, die es genau nehmen. Bei vielen günstigen oder gar kostenlosen eBooks schlägt man ja die Hände über dem Kopf zusammen angesichts der vielen Schreibfehler. Da liest sich “Erwachen” wesentlich entspannter.

Das Covermotiv gewährt einen Blick in eine Höhle, die in unheimlichen, grünen Licht leuchtet. Doch was ist das für eine Tür, durch die man blickt? Was hat es mit dem Drachenkopf (nochmal: bitte nicht diese Richtung Fantasy!) auf sich? Und was ist das für ein silbernes Gestein drumherum? Es scheint als warte in dieser Reihe noch so manche Überraschung. Das Schönste daran ist, dass man nicht lange auf den nächsten Teil warten muss. Die Reihe ist auf sechs Teile ausgelegt, die im vierzehntägigen Rhythmus erscheinen.

Fazit:  “Erwachen” ist sein sehr spannender und amtosphärischer Start in diese Reihe. Der Geschichte gelingt es, den Leser alleine mit dem menschenfeindlichen Schauplatz und der Dynamik innerhalb der Gruppe zu packen und bei Laune zu halten. Außerdem kann man prima knobeln, wie und wieso die Menschen in diese Höhle gelangt sind, wo sie sich befindet und wem man in der Gruppe mehr oder eben weniger trauen kann. Ich werde also bald meinen Sack mit offenen Fragen nehmen und Teil 2 in Agriff nehmen!


Titel: The Wall (01) – Erwachen
Autor: wird noch bekannt gegeben
Seiten: 102 (im eBook Format)
Format: Kindle Edition
ASIN: B00O6TM3MO
Preis: € 1,49

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