Independent Standard

Die Earlam Chroniken S.01 E.09 – Serpent Island (02)

Titel: Die Earlam Chroniken S.01 E.09 – Serpent Island (02) / Verlag: Independent Standard / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher:

earlams01e09Inhalt: Die schrecklichen Ereignisse in der Old Bailey zwingen Paul Earlam, zu immer drastischeren Mittel zu greifen. Wenn der Täter wirklich ein Polizist war, wem können die beiden Brüder dann noch trauen? Während Ethan und Kate einander näherkommen und Alan Abschied von seinem Vater nimmt, sucht Paul Hilfe bei einem alten Freund aus der Vergangenheit. Dabei kommt ein Geheimnis ans Licht, dass nicht nur alte Wunden aufreißt, sondern ihn auch vor eine schwere Entscheidung stellt.


Weiter geht die geheimnisvolle Geschichte um die Familie Earlam. Dabei setzt diese Episode nahtlos an den Vorgänger an.
Hier wird es gleich in verschieder Hinsicht spannend. Alan versucht, von seinem Vater ein paar neue Erkenntisse zu erlangen. Paul wendet sich an einen alten Freund um Neues zu erfahren. Und dann packt Alans Mutter so richtig aus. Dabei bekommt der Hörer ebenfalls einige neue Erkenntisse an die Hand, die er in das Puzzle einfügen kann, das die Story auch nach dieser Folge noch ist. Aber ich hatte den Eindruck, dass es mit “Serpent Island” doch einen guten Schritt voran geht und die eine oder andere Frage beantwortet wird. Vor allem durch Alans Mutter.
Natürlich bleiben noch viele weitere Fragen offen. Ansonsten wäre es wohl auch keine Familienchronik, wenn man plötzlich holterdipolter die Auflösung geliefert bekäme. Es bleibt also spannend.
Gefreut hat es mich, dass sich Ethan und Kate endlich näherkommen. Die beiden finde ich einfach total süß zusammen.

Die Sprecher wissen weiterhin durch die Bank zu überzeugen. Beeindruckt hat mich vor allem Klaus Dieter Klebsch als sterbender Harvey Quint. Als Special Guest ist Jürgen Thormann mit von der Partie was den Sprechercast nochmal zusätzlich aufwertet.

Musik und Geräusche sind einmal mehr vom Feinsten. Die Musikstücke beschwören im Nu die Atmosphäre eines Krimis herauf. Gleichzeitig sind sie unverkennbar “Earlam Chroniken”. Die Reihe hat für mich inzwischen ihren ganz eigenen Klang.

Der karge, düstere Raum auf dem Cover verheißt schon auf den ersten Blick nichts Gutes und verspricht eine spannende Geschichte. Dieses Versprechen löst das Hörspiel dann promot ein.

Fazit:  Es bleibt spannend bei den Earlams, aber ich hatte doch den Eindruck, dass man mit dieser Folge zumindest ein paar Antworten bekommt. Es wird also und ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung, und natürlich auf die finale Auflösung in hoffentlich nicht mehr allzu ferner Zukunft.

Die Earlam Chroniken S.01 E.08 – 1 – Serpent Island

Titel: Die Earlam Chroniken S.01 E.08 – 1 – Serpent Island / Verlag: Idependent Standard / Spielzeit: ca. 54 min  / Sprecher: Simon Jäger, Felix Würgler, Martin Wehrmann, Rob Green ua

earlam01801Inhalt: Der spannende Hörspiel Krimi im alten London um 1930: Unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen und großem Medienandrang beginnt der Prozess gegen Harvey Quint. Doch das Verfahren wirft mehr Fragen auf als es beantwortet. Gibt es einen Maulwurf bei Scotland Yard? Während Quint beharrlich die Aussage verweigert, versucht Ethan weiterhin Pauls Unfall aufzuklären. Doch sind die Earlams und ihre Freunde wirklich außer Gefahr? Als der Prozess eine dramatische Wendung nimmt, scheint eine Antwort auf diese Frage in weite Ferne zu rücken.


Die achte Episode der Earlam-Familienchronik kommt gleich als Zweiteiler daher. Ich muss sagen, da hatte ich wirklich Großes erwartet.
Die Geschichte hier dreht sich im Wesentlichen um zwei Punkte: endlich steht der Prozess von Harvey Quint an. Darauf hatte ich mich gefreut. Einerseits, weil ich hoffte, er würde noch etwas Licht ins Dunkel bringen, andererseits aber auch, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass er ohne Zwischenfälle ablaufen würde. Stattdessen wirft er aber nur noch mehr Fragen auf, wobei er sich schon ganz schön hinzieht. Das hätte man für mich gerne kürzer fassen dürfen. So kommt es erst recht spät zum dramatischen Eklat, der einen dann wieder aufrüttelt.
Parallel dazu begleitet man Ethan bei seinen Nachforschungen um den Unfall. Ich muss gestehen, dass ich diesen Teil der Geschichte spannender fand als den ersten Teil des Parts um den Prozess. Man ahnt schnell, dass Ethan eine böse Entdeckung machen wird und ich habe wirklich darauf hingefiebert zu erfahren, was er herausfindet. Ich bin halt doch mehr ein Krimi-Fan als einer von dramatisch verlaufenden Prozessen, und dieser Teil der Geschichte hatte für mich echte Krimi-Qualität. Im zweiten Teil der Folge hätte ich gerne mehr davon!

Bei den Sprechern geht es weiterhin gemischt zu. Profis sind genauso zu hören wie unbekanntere Stimmen. Als Könner mischen natürlich wieder Klaus-Dieter Klebsch und Simon Jäger mit, die ihre Rollen mit Bravour meistern. Das erwartet man von den beiden aber auch gar nicht anders. Ich finde aber, dass auch die weniger prominenten Sprecher hier wirklich einen sehr guten Job machen! Mir fällt niemand ein, der mir irgendwie negativ aufgefallen wäre. Zudem hinterlässt das Hörspiel durch diese Stimmen einen herrlich frischen Eindruck.

Musikalisch ist die Folge einmal mehr wirklich hörenswert. Die eingesetzten Stücke bringen gut das Flair der 30er-Jahre rüber, wissen aber auch der Spannung auf die Sprünge zu helfen. So klingt “Serpent Island” richtig schön nach klassischem Krimi, was mir wieder prima gefallen hat.

Das Cover zeigt Serpent Island, was natürlich gut zum Titel passt.

Fazit:  Den Teil um die Gerichtsverhandlung hätte man für mich ruhig etwas kürzer fassen dürfen, aber immerhin endet er schön dramatisch und überraschend. Dagegen haben mir Ethans Nachforschungen durchweg richtig gut gefallen. Das ist Krimi für mich.

Die Earlam Chroniken S.01 E.07 – Zeichen

Titel: Die Earlam Chroniken S.01 E.07 – Zeichen / Verlag: Independent Standard / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Diana Radnai, Simon Jäger, Jan-Philipp Jarke, Jens Kauffmann ua

earlam0107Inhalt: Der spannende Hörspiel Krimi im alten London um 1930: Die Earlam Familie steht im Fadenkreuz eines Unbekannten. Zusammen mit ihrem Freund Chief Inspector Robert Anderson versuchen die Brüder geeignete Maßnahmen zu treffen, um sich selbst und ihre Lieben zu schützen. Doch ihre Ermittlungen scheinen fest gefahren: Ständig tauchen neue ungelöste Rätsel auf. Ihr Widersacher scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.


Weiter geht es mit der geheimnisvollen Geschichte um die Familie Earlam. In dieser Folge bekommen sie es mit einem Unbekannten zu tun, der bei ihnen einbricht und scheinbar darauf sinnt, die Familie in Angst und Schrecken zu versetzen. Da kommt unweigerlich die Frage auf, wer dahinter steckt. Die Nachforschungen gehen in zwei verschiedene Richtungen. Zum Einen ist da Pauls Unfall, um den es noch so viele offene Fragen gibt. Besteht in der Richtung ein Zusammenhang? Oder hat es doch eher etwas mit der Vergangenheit von Pauls Vater zu tun? Eine Antwort auf diese Frage bekommt man hier zwar nicht, aber ich fand es dennoch ausgesprochen spannend, diesen beiden Ansätzen zu folgen. Normalerweise würde ich bei einer Reihe, die so lange an so vielen offenen Fragen festhält, inzwischen genervt abwinken. Doch dieser Reihe hatte ich solch eine komplexe Handlung zu Anfang gar nicht zugetraut. Deshalb lasse ich mich mit jeder Folge aufs Neue mit weiteren Erkenntnissen und Rätseln überraschen. Da es auch nie den Eindruck macht als verzettele die Geschichte sich, bin ich neugierig, was mich noch erwartet und was letztlich hinter all den Fragen steckt.

Die Sprecher machen ihre Sache gut wie eh und je. Besonders gerne höre ich Jens Kauffmann alias Ethan Earlam zu. Seine Stimme klingt einerseits so schön jungenhaft frech, schlägt in anderen Szenen dann aber wieder einen überraschend ernsthaften Ton an. Gertie Honeck in der Rolle von Claire Earlam gelingt es gleichermaßen energisch wie auch leicht hochmütig hier und da zu klingen. Lediglich von Diana Radnai als Kate würde ich mir in einigen Szenen etwas mehr Schwung und Energie wünschen.

Die Untermalung fällt schön stimmig aus. Sie ist auf die Zeit, in der die Reihe spielt, abgestimmt und begleitet sie Handlung zumeist mit ruhigen Klavierstücken, die die Atmosphäre dieser Zeit gut rüberbringt. Gleichzeitig klingt sich zu gewissen Szenen auch schön geheimnisvoll, was der Spannung zuträglich ist. Ein feiner Soundtrack für diese Reihe also.

Das Covermotiv zeigt sich düster und geheimnisvoll mit dem Buch und der altmodischen Schrift. Das macht so auf jeden Fall neugierig auf das Hörspiel.

Fazit:  Eine weitere spannende und geheimnisvolle Folge der Reihe, die mich mit einer Idee gegen Ende so richtig überrascht hat. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Irgendwie habe ich das Gefühl, die ganz großen Überraschungen stehen noch aus.

 

Die Earlam Chroniken Se. 01 E. 06 – Fuchsjagd

Titel: Die Earlam Chroniken SE. 01 E. 06 – Fuchsjagd / Verlag: Independent Standard / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Simon Jäger, Jan-Philipp Jarke, Klaus Dieter Klebsch, Gertie Honeck ua

earlam0106Inhalt: Während  Ethan alten Spuren aus Pauls Unfallakte folgt, gerät er selbst unter Verdacht, etwas mit dem Tod einer alten Zeugin zu tun zu haben. Doch als er verhaftet wird, taucht ein Schutzengel auf und rettet ihn aus seiner misslichen Lage. Die beiden Brüder bekommen jedoch nicht nur Hilfe bei ihren laufenden Ermittlungen. Alte Konflikte, die längst vergessen schienen, brechen wieder auf. Manche Wunden kann eben auch die Zeit nicht heilen.


Da ich sonst kein Fan von Geschichten bin, die -wie diese Reihe- 1930 spielt, überrascht es mich, dass sie mcih trotzdem mit jeder neuen Folge zu begeistern weiß. Auch “Fuchjagd” hat mir wieder prima gefallen. Nachdem ein kurzer Rückblick zusammengefasst hat, was zuvor geschah, geht es gleich wieder rund. Ethan selbst steht plötzlich im Verdacht, an einem Mord beteiligt zu sein. Als Hörer weiß man es zwar besser, doch spannend ist natürlich trotzdem, ob und wie er diesen Verdacht wieder loswird. Das Opfer ist eine Augenzeugin von Pauls Autounfall und somit erfährt man als Hörer erstmals Genaueres über die Nacht, das aber dennoch noch genug Raum für Spekulationen lässt. Aber zumindest geht es einen Schritt voran und man bekommt immerhin eine Ahnung, was geschehen sein könnte und wo es Zusammenhänge geben könnte. Doch wäre es keine Folge dieser Reihe, wenn nicht ein weiteres Verbrechen neue Fragen aufwerfen würde. Da bekommt man endlich ein paar “Brocken” hingeworfen, die ein wenig Licht ins Dunkel bringen, da stehen die nächsten Rätselhaftigkeiten bereits wieder in den Startlöchern. Überrascht hat man mich mit einem Rückblick und Bezug auf ein äußerst bekanntes historisches Ereignis, das sich verblüffend harmonisch in die Story einfügt.

Der Sprechercast weiß weiterhin zu überzeugen. Vor allem die Hauptsprecher gefallen mir mit jeder Folge besser, und da zumindest ich zB Jan-Philipp Jarke, Jens Kauffmann und Diana Radnai hier zum ersten Mal höre, verleihen ihre Stimmen der Reihe einen angenehm frischen Anstrich. Bekannte Sprecher wie Klaus Dieter Klebsch, Simon Jäger und Gertie Honeck sind ebenfalls zu hören, und natürlich hat man auch hier nichts zu befürchten. Alles in allem also eine sehr runde Sache.

Das gilt auch für die Untermalung, die die Handlungszeit um 1930 verdeutlicht. Sie präsentiert sich stets recht schwermütig, was der Geschichte aber gut steht und dem Aspekt des Geheimnisvollen Rechnung trägt. Auf die Geräuschkulisse wurde ebenfalls unüberhörbar viel Wert gelegt.

Das Cover überrascht mit einer für die Serie untypischen Helligkeit. Andererseits bringt diese Geschichte ja auch etwas Licht ins Dunkel der bisherigen Episoden 😉 Und abgesehen davon passt auch dieses hellere Motiv gut in die Reihe mit dem altehrwürdigen Gebäude.

Fazit:  Sollte man dem großen Geheimnis um die Earlams mit dieser Folge tatsächlich ein wenig auf die Schliche kommen? Es sieht ganz so aus! Ich bin jedenfalls auf weitere Erkennnisse gespannt!

 

 

Die Earlam Chroniken (S.01 E.05) – Highgate Cemetery

Titel: Die Earlam Chroniken (S.01 E.05) / Verlag: Independent Standard / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Simon Jäger Jan-Phillip Jarke, Marcantonio Moschettini, Jens Kaufmann ua

Inhalt: Der spannende Krimi im alten London um 1930. Die Ereignisse überschlagen sich. Ethans Aufenthaltsort ist immer noch nicht unklar. Es gibt neue Hinweise, die im Zusammenhang mit Pauls dramatischen Unfall zu stehen scheinen. Paul wird zusätzlich mit der eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Doch nach den Ereignissen auf dem Highgate Cemetery ist nichts mehr, wie es einmal war. Die Entdeckungen, die die beiden Brüder machen, bringen sie immer weiter in Gefahr. Manche Geheimnisse sollten besser nie gelüftet werden.


Diese Folge setzt nahtlos dort an, wo ihr Vorgänger endete. Entsprechend bleibt natürlich auch die Spannung erhalten. Zunächst hinsichtlich der Frage, wohin Ethan verschwunden ist. Diese Frage wird recht schnell und erschreckend beantwortet. Glücklicherweise gelingt seine Rettung. Kaum hat man erleichtert durchgeatmet, warten bereits die nächsten Überraschungen. Ethan forscht nach, was zu Pauls verhängnisvollem Unfall führte, und Paul erscheinen die Umstände seltsam, unter denen Ethan gefunden wurde. Vor allem die erste Frage hat mich sehr interessiert, da ich mit der vorigen Folge erst in die Serie eingestiegen bin. Ehrlich gesagt, bin ich erleichtert, dass sie nicht in den drei Folgen davor beantwortet worden zu sein scheint. Was hier über den Unfall herauskommt, klingt jedenfalls schon mal vielversprechend. Doch auch Pauls Erkundigungen sind ganz interessant, zumal bei ihm immer auch die Vergangenheit seiner Familie eine Rolle spielt. Es ist also immer etwas los in dieser Folge, so dass Langeweile keine Chance hat. Und was hier ans Tageslicht kommt, klingt vielversprechend für die nächsten Episoden.

In Sachen Sprecher gibt es keinen Grund zum Klagen. Von Jan-Philipp Jarke über Martin Wehrmann bis hin zu Klaus Dieter Klebsch und Simon Jäger machen alle einen guten Job. Für Jens Kaufmann alias Ethan würde ich mir nur ab und zu einen energischeren und selbstbewussteren Ton wünschen. Das wäre für diese Rolle völlig gerechtfertigt.

Muskialisch kommt auch diese Folge mit einer Mischung aus recht typischen Krimiklängen daher, bei denen man sofort weiß, welchem Genre man gerade lauscht, und Stücken im altmodischen Stil um der Zeit gerecht zu werden, in der die Story spielt. Eine harmonische Kombination, die für das erforderliche Flair sorgt.

Auch wenn ich wieder keinen deutlichen Zusammenhang zwischen Handlung und Covermotiv finde, so gefällt es mir doch ganz gut. Es ist schön düster, wie es einem Krimi steht, und die Flamme ist ein Blickfang.

Fazit: Eine durchgängig spannende Folge, die erstaunliche Antworten auf einige Fragen gibt, bei der aber immer noch auch genügend Fragen offen bleiben, so dass man mit Neugier auf die nächste Episode wartet.

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